Das Wichtigste in Kürze
  • Je mehr Kerne Ihr AMD-Prozessor hat, desto besser ist er für die Zukunft gewappnet. Heute nützen viele Kerne vor allem bei Video- und Bildbearbeitungsprogrammen. PC-Spiele profitieren eher von einer hohen Leistung pro Prozessorkern.
  • AMDs größter Konkurrent ist der Mikrochip-Riese Intel. AMD-Prozessoren punkten vor allem bei Gaming-PCs: Ryzen-Modelle mit 3D V-Cache zählen in aktuellen CPU-Tests zu den schnellsten Spiele-Prozessoren.
  • Ganz wichtig: Ihr neuer AMD-Prozessor muss den gleichen Sockel haben wie Ihr Mainboard. Wenn Sie einen neuen AMD-Prozessor kaufen wollen, aber kein kompatibles AMD-Mainboard besitzen, müssten Sie auch das Mainboard aufrüsten.

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Das menschliche Herz schlägt im Ruhezustand bei gesunden Erwachsenen meist etwa 60 bis 80 Mal pro Minute. Und das Herz eines Computers? Das hängt ganz von seinem Prozessor ab. Der Prozessor, auch Central Processing Unit (CPU) genannt, ist das Herz eines jeden Computers. Er schaltet, waltet und dirigiert die restliche Hardware.

Dieser Vergleich: AMD-Desktop-CPUs notebook-cpu

Es gibt viele Arten von CPUs, z.B. mobile Prozessoren, Computer-Prozessoren oder Smartphone-Prozessoren. In diesem Vergleich konzentrieren wir uns auf das beliebteste Segment für Endverbraucher: Desktop-CPUs.

Im Unterschied zu Laptops und Smartphones können Desktop-CPUs ohne Probleme um- und aufgerüstet werden.

Allerdings schlägt in einem aktuellen Computer selten nur ein Herz. Stattdessen besteht eine aktuelle CPU aus mehreren Kernen.

Der US-amerikanische Chiphersteller AMD ist besonders spendierfreudig in Sachen CPU-Kerne. Ryzen-9000-Modelle gibt es mit 6, 8, 12 und 16 Kernen, während Threadripper-9000-Modelle für Workstations deutlich höhere Kernzahlen bieten.

Und wie schnell schlägt nun das Computer-Herz? Bei einer Taktfrequenz von 3 Gigahertz (GHz) schlägt ein einzelner Kern ganze drei Milliarden Mal – pro Sekunde.

Damit Sie wissen, worauf Sie beim Kauf eines neuen AMD-Prozessors achten sollten, haben wir die wichtigsten Informationen im folgenden AMD-Prozessor-Vergleich 2026 zusammengetragen.

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1. Der ewige Kampf der Rivalen: Wie unterscheiden sich AMD und Intel?

Die graue Packung eines AMD-Prozessors

AMD ist einer der wichtigsten Marken auf dem Prozessor Markt.

AMD oder Intel? Das ist auch heute noch die Gretchenfragen der Gamerwelt.

Lange Zeit hatte Intel bei vielen Desktop-PCs die Nase vorn: Hohe Single-Core-Leistung und starke Prozessoren für Spiele machten die Core-CPUs für Gamer besonders attraktiv. AMD musste sich der schnelleren Konkurrenz damals häufig geschlagen geben.

Bis AMD 2017 die Ryzen-Prozessor-Generation vorstellte. Die kernigen CPUs überzeugen bis heute durch hohe Multi-Core-Leistung, die besonders bei Multitasking, Streaming, mehreren Monitoren und Bild- und Videobearbeitung wichtig ist.

AMD Ryzen und Intel Core konkurrieren heute in fast allen Preis- und Leistungsklassen direkt miteinander. Ryzen-CPUs bieten viele Kerne und eine starke Effizienz, Intel-Core-Prozessoren punkten mit hohen Taktraten und zusätzlichen Effizienz-Kernen.

Auch in Sachen Gaming macht AMD-Ryzen eine gute Figur. Besonders Ryzen-Modelle mit 3D V-Cache erzielen in aktuellen Spiele-Benchmarks Spitzenwerte, sie setzen sich vor allem in Spielen deutlich von vielen Intel-Modellen ab.

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Wer neben Spielen auch rechenintensive Programme nutzt, sollte leistungsstarke Ryzen- und Intel-Core-Prozessoren vergleichen. AMD punktet mit starken X3D-Modellen für Gaming, Intel bietet mit aktuellen Core-Ultra- und Core-i-Prozessoren weiterhin starke Allround-CPUs für Spiele, Arbeit und Alltag.

Für normale Gamer und Anwender sind AMD-Prozessoren eine preiswerte, aber leistungsstarke Wahl.

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2. Gaming-CPU oder Allrounder: Welche AMD-Prozessor-Typen gibt es?

Kategorie Beschreibung
Gaming-CPU
und Multimediaamd-quad-core
  • Preise ab ca. 150 € für einfache Gaming-CPUs, ab 250 € für stärkere Gaming-Modelle
  • ab sechs Kerne (Hexa-Core)
  • mind. 70 % Geschwindigkeit (siehe Tabelle)

+ besonders für Spiele geeignet
+ hohe Single- und Multi-Core Leistung
+ zukunftssicher
- verbraucht mehr Energie
- teurer

Alltags-CPU
und Officeamd-octo-core
  • Preis ab ca. 80 € für AM4-Modelle, ab ca. 110 € für aktuelle AM5-Modelle
  • mind. 4 Kerne
  • alle aktuellen AMD-CPUs eignen sich fürs Surfen und einfache Anwendungen

+ gut fürs Surfen, E-Mail checken, Videos gucken und Co.
+ günstige AMD-Prozessoren
+ verbrauchen wenig Energie
- bedingt für Spiele geeignet
- zu langsam für anspruchsvolle Programme
- weniger zukunftssicher

Sie wollen… spielen.

amd-prozessor-kaufenSie wollen genau aus einem Grund einen neuen AMD-Prozessor kaufen: um zu spielen. Wie der Name es schon verrät, sind Sie mit einem Gaming-Prozessor am besten bedient. Wichtig ist beim Spielen nicht alleine die Anzahl der Kerne, sondern dass jeder einzelne Kern mit einer hohen Taktfrequenz läuft.

++ Gaming-CPU
-- Office-CPU

Passende Produktklassen – z. B. AMD Ryzen 7 mit 3D V-Cache oder Ryzen 5/7 der aktuellen Generation

Sie wollen… Bilder und Videos bearbeiten.

amd-athlonFür Sie gilt: Je mehr Kerne, desto besser. Anwendungen wie Photoshop und Co. profitieren von vielen Kernen. Außerdem gelingt das Multitasking so besonders schnell, auch der Betrieb von mehreren Monitoren gelingt CPUs mit vielen Kernen ohne Probleme. Die Anzahl der Kerne ist wichtiger als die Taktfrequenz der Einzelkerne.

++ Gaming-CPU
+- Office-CPU

Passende Produktklassen – z. B. AMD Ryzen 9 oder Ryzen Threadripper

Sie wollen… surfen, chatten und einfache Anwendungen nutzen.

mobile-prozessorenSie spielen eher gelegentlich und auch Fotos und Videos bearbeiten Sie selten. Für Sie eignen sich Einsteiger- bzw. Alltags-CPUs. Da auch diese CPUs über wenigstens vier Kerne verfügen, können Sie damit flott surfen, chatten, Videos schauen und Office-Anwendungen nutzen.

+- Gaming-CPU
++ Office-CPU

Passende Produktklassen – z. B. AMD Ryzen 5 für AM4 oder AM5

amd-mainboard

3. Kaufberatung AMD-Prozessoren: Darauf sollten Sie achten

Jetzt geht’s ins Detail. Wenn Sie es genau wissen wollen, können Sie die Modelle mithilfe dieser Kaufkriterien vergleichen, bevor Sie einen AMD-Prozessor kaufen. Dazu gehören z.B. Taktfrequenz, Kernanzahl, Sockel und Extras.

3.1. Mehr Kerne bedeuten mehr Zukunftssicherheit

Viele aktuelle Programme und Spiele nutzen inzwischen mehr als vier Kerne. Sechs Kerne sind bei neuen Desktop-CPUs ein sinnvoller Einstieg, acht Kerne bieten zusätzliche Reserven. Die Hardware ist der Software nicht mehr so weit voraus wie früher: Moderne Anwendungen und Spiele werden immer häufiger für Prozessoren mit mehreren Kernen optimiert.

laptop-prozessor

Schon heute lohnen sich Prozessoren mit vielen Kernen für Bild-, Video- und Audio-Bearbeitungsprogramme. Die Zeit fürs Rendern sinkt mit zunehmender Kernanzahl drastisch. Auch Nutzer, die mehr als einen Monitor simultan betreiben, profitieren von vielen Kernen, denn die Rechenlast wird gleichmäßig auf alle Kerne verteilt.

Zu den echten Kern-Monstern gehören AMDs Ryzen-Threadripper-Modelle. Die aktuellen Threadripper-9000-HEDT-CPUs reichen bis 64 Kerne und 128 Threads, die Threadripper-PRO-9000-WX-Serie reicht bis 96 Kerne und 192 Threads. Normale Anwender und Gamer brauchen so viele Kerne nicht.

AMD-Prozessor Ryzon 9.

Der abgebildete AMD Ryzen 9 der Serie 5000 gehört zur älteren AM4-Plattform. Er bietet viele Kerne und unterstützt DDR4-Arbeitsspeicher mit bis zu 3.200 MHz. Aktuelle AMD-Desktop-CPUs für AM5 setzen dagegen auf DDR5.

Für professionellen Videoschnitt oder Server-CPUs eignen sich die Kernprotze allerdings sehr gut – und das bei einem Bruchteil des Preises, den Intel für vergleichbare Prozessoren verlangt.

Wir empfehlen AMD-Prozessoren mit wenigstens sechs Kernen.

3.2. Hohe Taktfrequenz ist nicht alles

Was sind eigentlich Threads?

Ein Thread ist eine Aufgabe, die der Prozessor ausführt. Ein Prozessor mit zwei Threads kann also zwei Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die besten AMD-Prozessoren verfügen über viele Kerne – und können doppelt so viele Threads bearbeiten. Beispiel: Ein AMD-Ryzen-8-Kern-Prozessor kann 16 Threads bearbeiten.

Prozessoren werden gerne anhand ihrer Taktfrequenz verglichen. Das macht auf den ersten Blick Sinn, auf den zweiten allerdings nicht mehr so viel. So finden sich z.B. ältere CPUs mit mehr als 4,0 GHz Standardtakt, die trotzdem langsamer sind als eine aktuelle CPU mit 3,5 GHz. Wie kann das sein?

Das Geheimnis liegt in der Effizienz des Herstellungsverfahrens und in der Chip-Architektur. Weil die Mikrochips immer weiter optimiert und umgemodelt werden, sind neue Modelle oft trotz niedriger Taktfrequenz schneller als alte.

3.3. Die CPU muss zum Mainboard passen

Das Stichwort lautet: AMD-Sockel. Der Sockel auf dem Mainboard ist der Steckplatz für den Prozessor. Der Prozessor muss folglich für diesen Sockel konzipiert sein, damit Sie ihn überhaupt aufs Mainboard stecken können. Aktuelle AMD-Desktop-Prozessoren nutzen je nach Plattform zum Beispiel AM4 oder AM5. Ryzen Threadripper setzt auf eigene Sockel wie sTR5.

Und was ist der Codename? Das ist nicht etwa ein geheimer Deckname, sondern die Bezeichnung für die aktuelle Prozessorgeneration bzw. -architektur. Mit jeder grundlegenden technischen Neuerung ändert sich auch der Codename der CPU.

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4. Welche schnelle Hardware ist für PC-Gamer sinnvoll?

Die CPU ist wichtig für die Geschwindigkeit Ihres Computers. Wenn die CPU lahmt, arbeitet Ihr Computer im Schneckentempo. Bei PC-Spielen rückt der Prozessor ab einer gewissen Geschwindigkeit in den Hintergrund. Besonders wichtig für aktuelle Games mit ansprechender Grafik ist die Grafikkarte. Hier geht es zum Grafikkarten-Vergleich.

Und was braucht ein Gamer noch? Mit diesen Hardware-Tipps wird Ihr Computer zum Ferrari:

Arbeitsspeicher

grafikkarteIm Arbeitsspeicher befinden sich alle aktuell laufenden Programme und Daten, auf die besonders schnell zugegriffen werden soll. Arbeitsspeicher ist flüchtiger DRAM: Beim Ausschalten gehen die darin gespeicherten Daten verloren. Die Faustregel lautet: Je mehr Arbeitsspeicher, desto kürzer die Ladezeiten und desto mehr Programme können parallel laufen.

Mainboard

amd-ryzenDas Mainboard (auch: Motherboard) ist die Hauptplatine des PCs. Alle Komponenten von der CPU bis zur Grafikkarte werden in das Mainboard gesteckt. Ohne Mainboard, kein Computer. Es ist der Grundbaustein jedes PCs.

Festplatte

amd-oder-intelDie Festplatte ist wohl allen bekannt – sie ist der Datenhort des Computers. Bei alten HDDs werden Daten von rotierenden Magnetscheiben gelesen. Im Jahr 2026 empfehlen wir eher auf die schnellen SSDs zu setzen. Dadurch startet der Computer in Sekundenschnelle und Ladezeiten werden weiter verkürzt. HDDs sind eher als zusätzlicher Massenspeicher relevant.

Monitor ab 144 Hz

8-kern-prozessorDer schnellste Prozessor und die beste Grafikkarte nützt Ihnen herzlich wenig, wenn der Monitor das Spiel- bzw. Bildgeschehen nicht richtig darstellen kann. Gewöhnliche 60-Hz-Monitore stellen maximal 60 Bilder pro Sekunde dar. 144-Hz-Monitore schaffen bis zu 144 Bilder pro Sekunde und sind ein guter Einstieg für flüssiges Gaming. Für schnelle Shooter und E-Sport sind 240 Hz oder mehr inzwischen ebenfalls verbreitet. Dadurch wirken Bewegungen deutlich flüssiger.

gaming-cpu

5. Fragen und Antworten zu AMD-Prozessoren

  • CPU einbauen: So geht’s

    Um die CPU einzubauen, müssen Sie den Computer öffnen, die CPU auf dem AMD-Mainboard befestigen, eine kleine Menge Wärmeleitpaste auf den Heatspreader auftragen und den Lüfter aufsetzen. Weil sich das mit Bewegtbildern besser beschreiben lässt als mit Wörtern, empfehlen wir Ihnen, dieses Video zu gucken:

  • Welche AMD-CPUs gibt es noch?

    Zu den AMD-Prozessor-Testsiegern vergangener Tage gehören z.B. die in die Jahre gekommenen Modelle AMD 64, AMD Phenom, AMD Sempron oder AMD Athlon 64 x2.
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  • Welche Marken und Hersteller von Prozessoren gibt es noch?

    In den Segmenten Desktop-CPUs, Laptop-Prozessoren und Server-CPUs sind neben AMD hauptsächlich Intel-Prozessoren vertreten. Beliebte Intel-CPUs sind z.B. die i5-Prozessoren, genau wie die Core i7-Reihe oder die Core i9-Reihe.
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  • AMD-Prozessor-Test: Was sagt die Stiftung Warentest?

    Bis dato hat die Stiftung Warentest keinen AMD-Prozessor-Test durchgeführt. Alle Tests zum Thema Notebooks, Computer und Co. der Stiftung Warentest finden Sie hier.
    » Mehr Informationen
  • Was bedeuten Begriffe wie Cache, Flops oder Fertigungsprozess?

    Unter Cache versteht man einen schnellen Puffer-Speicher. Er besteht meist aus mehreren Einheiten, z.B. L1, L2 und L3-Cache. Seine Aufgabe: Bereits geladene Daten zwischenspeichern und schnell zur Verfügung stellen. Durch einen großen Cache steigt die Geschwindigkeit.

    Flops sind nicht etwa die Reinfälle der Prozessor-Technik, sondern die sogenannten Floating Points Operations per Second. Flops sind eine Einheit zur Messung der möglichen Fließkomma-Operationen pro Sekunde. Je höher der Flops-Wert, desto schneller die CPU.

    Der Fertigungsprozess beschreibt das Herstellungsverfahren von Mikro-Chips. Je feiner gearbeitet wird, desto mehr Chips können aus ein und derselben Fläche von Wafern hergestellt werden. Wafer sind ca. 1 mm dünne Scheiben, die elektrische Signale besonders gut leiten. Durch kleinere Chips sinkt der Energieverbrauch und die Taktsignale der CPU erreichen schneller ihr Ziel.

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Quellenverzeichnis