Das Wichtigste in Kürze
  • Babytee besteht aus einer Kräutermischung, die speziell auf die empfindliche Darmflora von Neugeborenen und Kleinkindern abgestimmt ist. Fenchel ist dabei eine besonders verträgliche Zutat, die vor allem mit Anis und Kümmel harmoniert.
  • Produkte mit dem Bio-Siegel versprechen, nur Kräuter aus kontrollierter und ökologischer Landwirtschaft zu verwenden. Der Babytee sollte außerdem frei von Zuckerzusätzen sowie Farb- und Konservierungsstoffen sein.
  • Da für die Zubereitung kochend heißes Wasser verwendet wird, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass der Babytee auf höchstens 30 bis 35 °C heruntergekühlt ist, bevor Sie ihn Ihrem Kind verabreichen.

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Nach der Geburt muss sich Ihr Baby an die neue Form der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr gewöhnen. Vorbei sind dann die Zeiten, in denen die Nabelschnur die Rolle des Essenslieferants für das heranwachsende Kind übernimmt. Eltern wird geraten, Ihren Säugling schon so früh es geht daran zu gewöhnen, selbstständig zu schlucken und zu kauen.

Um den empfindlichen Babymagen nicht überzustrapazieren, raten wir Ihnen dazu, Ihr Kind neben reinem Wasser auch mit wohltuendem Babytee an das Trinken heranzuführen. Eine Umfrage von Statista aus dem Jahr 2017 zeigt, dass bereits über 20 % der Eltern in Deutschland Ihren Säugling kurz nach der Geburt mit Tee versorgen.

Und das mit gutem Grund: Babytee ist ein wahres Wundermittel und hat folgende Vorteile:

beruhigt die Magenschleimhaut
fördert die Verdauung
wirkt beruhigend und schlafstimulierend
hilft bei Anzeichen von Erkältungen

In unserem Babytee-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen, welche Kräuterkombinationen besonders sanft auf Babymägen wirken. Wir vergleichen verschiedene Marken und Hersteller in den Kategorien Verträglichkeit und Wirkung. Außerdem verraten wir Ihnen, was Stiftung Warentest und Öko-Test zu den Kräutermischungen für Babys sagen.

1. Kaufberatung: Wie lassen sich für jedes Alter die richtigen Teesorten finden?

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Ab wann ein Babytee verabreicht werden kann, unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. In der Regel kann der Tee für Babys ab dem zweiten Monat in Maßen verabreicht werden. Besonders für Mütter, die nicht voll Stillen, ist der gesunde Durstlöscher eine gute Möglichkeit, damit Ihr Baby zusätzliche Mineralstoffe bekommt. Ansonsten kann der Babytee neben der Beikost zugeführt werden.

Die Kombination der Kräuter ist dabei auch entscheidend: Produkte mit Fenchel und Anis sind leicht bekömmlich und können deswegen schon in den ersten Wochen nach der Geburt verabreicht werden. Teesorten mit Lavendelblüten, Passionsblumenkraut oder Melissenblättern sind besonders wirksam gegen Anzeichen von Erkältungen, sollten jedoch erst Kleinkindern ab 4 Monaten verabreicht werden.

Künstlicher Zucker ist absolut ungeeignet für Babys. Besonders für die Entwicklung der Zähne ist Zucker in Form von Kohlenhydraten hemmend.

Wenn Sie einen Babytee kaufen möchten, sollten Sie auf folgende Aspekte achten:

normalerweise kann Babytee ab dem 2. Monat verabreicht werden

Fenchel in Kombination mit Anis ist besonders bekömmlich

der Babytee sollte ohne Zucker und Zusatzstoffe produziert sein

Wichtig: Reines Wasser sollte bei der Flüssigkeitszufuhr nicht zu kurz kommen. Finden Sie eine gesunde Balance zwischen Tee und Wasser.

Morgens und abends ist ein wohltuender Tee eine gute Idee. Zu den Mahlzeiten eignet sich reines Wasser besser. Wenn Ihr Baby Krankheitserscheinungen aufweist, wirkt Tee oft beruhigend und entzündungshemmend. Auch bei Verdauungsproblemen ist Tee zunächst eine gute Alternative zu Medikamenten.

2. Inhaltsstoffe: Dient Fenchel als Wunderkraut für die Gesundheit von Babys?

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Um eine optimale Wirkung für den empfindlichen Magen Ihres Babys zu erzielen, kommt es vor allem auf die Zusammensetzung der Kräuter im Babytee an. Während Hagebutten- und Hibiskustee wegen des bitteren Geschmacks für die meisten Babys ungenießbar sind, sind vor allem Fenchel und Kamille im Babytee sehr beliebt.

In der folgenden Tabelle haben wir die populärsten Teekräuter-Typen und deren Eigenschaften und Wirkungen zusammengefasst:

Fenchel Wirkung:

+++ verträglich
++ beruhigend
+++ erkältungshemmend

Besondere Eigenschaften:

  • antibakteriell
  • schleimlösend
  • verdauungsfördernd
  • hilft gegen Blähungen
Anis Wirkung:

++ verträglich
++ beruhigend
+++ erkältungshemmend

Besondere Eigenschaften:

  • gegen Blähungen und Bauchschmerzen
  • schleimlösend bei Erkältungen und Husten
Kamille Wirkung:

++ verträglich
+ beruhigend
+++ erkältungshemmend

Besondere Eigenschaften:

  • beruhigend für Magen und Darm
  • entzündungshemmend
Kümmel Eigenschaften:

++ verträglich
++ beruhigend
+ erkältungshemmend

Besondere Eigenschaften:

  • mit vielen Mineralstoffen
  • krampflösend

Hinweis: Einige Teesorten können in Ausnahmefällen Koffein enthalten. Das ist für Neugeborene absolut ungeeignet. Ebenso mag Pfefferminztee für Erwachsene ein beliebtes Getränk bei Erkältungen sein – für Kleinkinder ist die Teesorte jedoch nicht geeignet. Durch das enthaltene Menthol besteht die Gefahr von Atemnot.

3. Stiftung Warentest und Öko-Test: Wer sind die Babytee-Testsieger?

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Ein umfangreicher Früchtetee-Test (04/2017) der Stiftung Warentest beinhaltet auch die Bewertung einiger Babytees. Alle mit „sehr gut“ bewerteten Marken enthielten als Hauptzutat Fenchel.

Auch in den Bewertungen der Babytee-Tests von Öko-Test wird Fenchel als verträgliche und entzündungshemmende Hauptzutat vieler Teesorten gelobt.

Warnungen werden nur in Bezug auf Waldkräuter-Tees ausgesprochen. Demnach können geerntete Wildkräuter nach der Verarbeitung versehentlich noch Pyrrolizidinalkaloide (kurz: PA) enthalten. Pflanzen nutzen diesen Stoff, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Für Menschen wurden krebserregende Auswirkungen nachgewiesen. Sie sollten Ihrem Baby also keinesfalls puren Waldkräuter-Tee verabreichen.

Neben dem Babytee von Hipp schneiden laut Öko-Test folgende Marken in den Kategorien Verträglichkeit und Reinheit am besten ab:

  • Alnatura
  • Rossmann Babydream
  • DM Babylove
  • Lebensbaum
  • Dennree
  • Herba

4. Zubereitung: Es kommt auf die richtige Temperatur an

Alles rund ums Baby finden Sie hier:

Neben der richtigen Flüssigkeitszufuhr, ist auch eine ausgewogene Ernährung für die Entwicklung Ihres Kindes essentiell:

Folgemilch-Ratgeber
Babynahrung-Ratgeber
Getreidebrei-Ratgeber
Pre-Nahrung-Ratgeber
Kindermilch-Ratgeber

Die Babytee-Zubereitung ist vergleichbar mit dem Kochen von normalen Teesorten. Im Grunde müssen Sie lediglich Wasser auf eine Temperatur von mindestens 80 bis 100 °C erhitzen und anschließend mit der empfohlenen Teemenge aufgießen. Eine Babyflasche eignet sich besonders gut, um Ihr Neugeborenes an das selbstständige Trinken heranzuführen.

Achten Sie außerdem unbedingt darauf, dass der Tee genügend abgekühlt ist, bevor Sie ihn Ihrem Baby verabreichen. Die Serviertemperatur sollte keinesfalls 30 bis 35 °C übersteigen, da sich Ihr Kind ansonsten Verbrennungen in der Mundhöhle zuziehen könnte.

Tipp: Babytee eignet sich übrigens auch als Grundlage für Babynahrung. Bereiten Sie beispielsweise Ihren Haferbrei mit der Grundlage von Babytee zu, anstatt mit Milch oder Wasser.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Babytee

5.1. Babytee oder normaler Tee? Welche Teesorten können Babys bedenkenlos trinken?

Einige Teesorten können Babys in geringen Mengen auch pur genießen. Welche das sind, und welche Teesorten ein Neugeborenes auf keinen Fall zu sich nehmen sollte, erfahren Sie hier:

Diese Tee-Arten eignen sich in Maßen für Babys Diese Tee-Arten sollten Sie Ihrem Kind nicht geben

5.2. Babytee oder Milch? Was ist besser für Ihr Baby?

Einige Eltern machen sich schon früh Gedanken darüber, mit welchen Grundsätzen sie Ihr Kind ernähren sollten. Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihr Kind weitestgehend ohne tierische Produkte zu ernähren, stellt Babytee eine gute Alternative zu Babynahrung dar, die normalerweise mit Milch zubereitet wird.

Babytee ist also eine Alternative zu Milch. Die Verwendung hat jedoch sowohl Vorteile, wie auch einige Nachteile:

  • Babytee kann als Grundlage für die Zubereitung von veganer Nahrung benutzt werden
  • während Babymilch teilweise schädliche Zusatzstoffe (Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Aromastoffe) enthalten kann, besteht Babytee nur aus natürlichen Kräutern
  • leichter verträglich, da ohne Laktose
  • Babymilch enthält mehr Nährstoffe, wie beispielsweise Kalzium, das für die Entwicklung Ihres Babys essentiell ist

5.3. Babytee: Ab wann kann er Säuglingen verabreicht werden?

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Babytee mit Fenchel ist besonders verträglich.

Die meisten Hersteller geben auf der Verpackung an, ab wann der Babytee zugeführt werden kann. Das variiert von kurz nach der Geburt zu einem Alter von ein bis zwei Jahren.

Entscheidend sind dabei die Kräuterkombinationen und Zusatzstoffe. Die Mischung aus Fenchel und Anis kann ohne Bedenken schon einige Wochen nach der Entbindung verabreicht werden, wohingegen Lindenblütentee oder Teesorten mit Passionsblumenkraut erst nach dem Abschluss des ersten Lebensjahrs genommen werden sollten.

5.4. Kann ich Babytee trotz Stillen verabreichen?

In der Regel reicht die Zufuhr von Muttermilch vollkommen aus, um Ihr Baby in den ersten Monaten mit Nahrung und Flüssigkeit zu versorgen. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben Ihr Baby zu stillen, wird sogar davon abgeraten, dem Neugeborenen andere Flüssigkeiten zu verabreichen.

Wenn Sie Ihr Kind zusätzlich zum Stillen mit einem Fläschchen füttern wollen, kann es zu einer sogenannten „Saugverwirrung“ kommen. Der ständige Wechsel zwischen Flasche und Brustwarze kann bei Ihrem Kind zu einem Problem beim Saugen führen. Für Babys ist es weitaus einfacher, an einem Nuckelaufsatz für Flaschen zu saugen, anstatt an einer Brustwarze.