Das Wichtigste in Kürze
  • Getreidebrei kann als Beikost für Neugeborene ab dem 4. Monat genutzt werden. Aber auch für Erwachsene sollte der ballaststoffreiche Brei nicht unterschätzt werden: Die warme Frühstücksalternative hat die asiatische Medizin schon vor Jahren für sich entdeckt.
  • Die nährstoffreichsten Getreidesorten für Brei sind Hirse, Hafer und Dinkel. Hafer besitzt wichtige B-Vitamine, währenddessen Hirse besonders verträglich ist. Dinkel punktet mit einem hohen Eisen- und Magnesiumgehalt.
  • Die Qualität von biologisch angebauten Zutaten ist hoch – Demeter-Produkte sind noch besser. Bei Anbaugebieten innerhalb der europäischen Union sind die Grenzwerte für Inhaltsstoffe strikt reguliert und somit absolut vertrauenswürdig.

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Eine Umfrage von Statista belegt, dass mehr als die Hälfte der Eltern in Deutschland Ihr Neugeborenes mit selbstgekochten Babybrei ernähren. Sollte die Zeit für die Babynahrung in Eigendirektion nicht ausreichen, greifen 30 % zu Getreidebrei zum Anrühren.

Wie der Name Getreidebrei schon verrät, wird der Brei aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt. Hirse, Hafer und Dinkel sind besonders nährstoffreiche Grundlagen.

Positive Effekte von Getreidebrei zeigen sich bei Erwachsenen und Babys gleichermaßen:

besonders leicht bekömmlich

mit vielen wichtigen Nährstoffen

schnell und vielfältig zuzubereiten

vegan genießbar

In unserem Getreidebrei-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen die wichtigsten Hersteller und Marken für Getreidebrei vor. Wir erörtern Unterschiede in den Kategorien Anbau und Verträglichkeit und widmen uns außerdem dem Thema Allergien.

Schlussendlich präsentieren wir Ihnen verschiedene Getreidebrei-Arten, damit Sie den besten Getreidebrei für Ihre Bedürfnisse finden!

1. Kaufberatung für Getreidebrei: Darauf müssen Sie achten

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Der Getreidebrei wirkt als Nahrungsergänzung unterstützend ab dem 4. bis 6. Monat Ihres Kindes. Das ist auch der Zeitraum, in dem das Knochenwachstum durch Eiweiß, Kalzium und Eisen aktiv gefördert werde sollte.

Beim Getreidebrei-Kauf für Ihr Baby sollten Sie außerdem darauf achten, dass das Produkt:

Vitamin-B für die Nerven und das Gehirn hat

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aus biologischem Anbau stammt

2. Hafer ist besonders nährstoffreich – Hirse dafür besonders verträglich

Der Getreidebrei kann aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt werden. Hafer zählt dabei als das absolute Power-Food. Geeignet sind außerdem:

Hafer besonders nährstoffreich
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Besonderheiten:

  • hat viele wichtige Spurenelemente und schützende Antioxidantien
  • mit Biotin für schöne Haare, gesunde Haut und feste Nägel
  • mit den Vitaminen B1 und B6 für die Nerven
  • deckt den Eisen- und Magnesium-Bedarf
Hirse besonders verträglich
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Besonderheiten:

  • leicht bekömmlich, schützt die Darmschleimhaut
  • für Diabetiker geeignet
  • hat viele wichtige Spurenelemente und schützende Antioxidantien
Naturreis viele Vitalstoffe
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Besonderheiten:

  • besonders hoher Vitalstoffgehalt (Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kupfer)
  • kalorienarm
  • fast alle B-Vitamine außer B12 und Folsäure
  • verringert das Risiko Diabetes Typ 2
Dinkel viel Eisen und Magnesium
getreidereis-dinkel x enthält Gluten

Besonderheiten:

  • enthält viel Eisen und Magnesium
  • hoher Gehalt an Kieselsäure (Silizium), gut für Haut, Haare, Nägel
  • besonders gut für die Verdauung

Sie fragen sich, warum Weizen nicht aufgelistet ist? Weizen enthält viel Gluten und ist somit schwer zu verdauen. Die perfekte Alternative zu Weizen ist Dinkel. Beide Getreidesorten stammen aus der gleiche Familie – Dinkel liefert jedoch insgesamt mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als Weizen. Und auch wenn Dinkel ebenfalls Gluten enthält, ist die Getreidesorte besser verträglich. Das gilt vor allem für empfindliche Babymägen.

Auch interessant: Amaranth, Buchweizen und Quinoa! Bis dato sind jedoch nicht viele Produkte mit diesen Getreidesorten auf dem Markt. Das gute an diesen Getreidearten ist, dass alle glutenfrei sind.

haferflocken-hafer-icon-gesunde ernährung-leben-ausgewogenes frühstüclEinige Hersteller produzieren mehrkörnige Getreidebrei-Typen. Bis zu sieben verschiedenen Getreidesorten lassen sich dann in einem Produkt finden.

Auf den ersten Blick ist das sinnvoll, da die Vorteile der verschiedenen Getreidesorten in einem Brei zusammenkommen. Meistens ist das aber nicht der Fall. Nur die beiden ersten Zutaten sind der Hauptbestandteil des Breis – die anderen lediglich Spurenelemente.

3. Stiftung Warentest warnt: Rückrufe von Babybreien aufgrund von Schadstoffen

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Die Inhaltsstoffe von Beikost mit Getreidegrundlage unterliegen strikten Vorgaben der EU-Richtlinien für Getreidebrei. Diese Richtlinie bestimmt Grenzmengen für verschiedene Vitamine, Nährstoffe und Zusatzstoffe.

Der Anteil von Vitamin B im Getreidebrei vorgeschrieben und darf eine bestimmte Menge nicht unterschreiten. Die empfohlene Tages-Dosis an Vitamin B für Säuglinge bis 12 Monaten beträgt 0,4 mg.

Von insgesamt 19 Getreidebrei-Marken, die Öko-Test genauer untersucht hat, schneiden drei Produkte mit dem Gesamturteil „sehr gut“ ab. Das bedeutet, dass diese Hersteller die EU-Grenzwerte im Hinblick auf Inhaltsstoffe einhalten und keine Schadstoffe in dem Getreidebrei zu finden sind. Die Marken sind:

  • Alnatura Hirse Getreidebrei
  • Hafer Getreidebrei von DM
  • Bio Hirse Getreidebrei von Dm

Die Thematik von Schadstoffen im Babybrei wurde von verschiedenen Verbraucherportalen beleuchtet. Das Ergebnis: Getreidebrei-Tests der Stiftung Warentest und Öko-Test (01/2018) warnen besonders vor folgenden Inhaltsstoffen in Fertig-Getreidebreien:

x Arsen
x Mineralöl

Öko-Test rät außerdem dazu, darauf zu achten, dass Naturreis verwendet wurde, wenn Sie Getreidebrei auf der Grundlage von Reis kaufen. Denn: Getreidebrei-Tests haben gezeigt, dass Reis häufig mit Arsen belastet ist.

Arsen ist ein Halbmetall, das sich in verschiedenen Erdschichten wiederfinden lässt. Durch Bergbau und Minen hat sich das Metall mittlerweile in Grundwasser abgesetzt. Reispflanzen nehmen durch das Wasser im Boden Arsen in ihren Organismus auf. Das Ergebnis: Der Schadstoff wird in den Reiskörnern angereichert.

4. Milch oder Wasser? Die vier gängigsten Formen der Zubereitung

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Getreidebrei zuzubereiten. Die meisten Hersteller haben ihren Produkten eine Anleitung für die Zubereitung und leckere Rezepte zugefügt. Somit haben Sie die Möglichkeit, neben der Standard-Servierempfehlung durch beispielsweise einer Fruchtmischung den Brei zu verfeinern.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Zubereitungsformen:

  1. Getreidebrei mit Vollmilch: Erwärmen Sie die Vollmilch auf höchstens 40 °C. Nun können Sie die benötigte Menge an Getreidebrei-Pulver hinzufügen.
  2. Milchfreier Brei: Wasser zum Kochen bringen und anschließen auf etwa 50 °C abkühlen lassen. Jetzt kann das Pulver untergerührt werden.
    Tipp: Um die Konsistenz zu stärken, können Sie auch etwas Baby-Beikost-Öl hinzufügen.
  3. Halbmichbrei: Lassen Sie Vollmilch und Wasser in gleichen Verhältnissen aufkochen.
  4. Getreidebrei mit Muttermilch: Erwärmen Sie die Muttermilch auf 30 – 40 °C und mischen Sie etwa 5 Esslöffel Getreidebrei-Pulver unter. Wichtig ist, dass Sie die Muttermilch nicht über 40 °C erhitzt wird. Ansonsten verliert sie ihre wichtigen Nährstoffe.

5. Zöliakie und Laktose: Wie lassen sich Allergien frühzeitig erkennen und entgegenwirken?

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Wenn Ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat, bietet sich sogenannte HA-Nahrung (kurz für hypoallergene Nahrung) an.

Was ist eine Zöliakie

Es wird von einer Zöliakie gesprochen, wenn eine lebenslange Glutenunverträglichkeit besteht. Symptome sind beispielsweise chronischer Durchfall und Verdauungsprobleme.

Oft lassen sich potentielle Allergien schon anhand der Krankengeschichte von Familienmitgliedern feststellen. Trotzdem ist es ratsam, bei Verdacht auf Allergien einen Allergierisiko-Test beim Arzt durchzuführen.

Um das allergische Potential gegenüber Laktoseintoleranz zu senken, können Sie auch damit anfangen, Kuhmilch nur in geringen Maßen als Grundlage für die Zubereitung von Getreidebrei zu verwenden. Auch wenn Sie Ihr Kind nicht vollkommen ohne Milch ernähren möchten, hilft es laut Getreidebrei-Tests oft schon, ab und zu Mandelmilch, Sojamilch oder gesäubertes Wasser zu verwenden.

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Folgende Allergien können sich schon im Säuglingsalter herauskristallisieren:

Glutenunverträglichkeit:

  • Ursache: entsteht als genetische Veranlagung
  • Symptome: Durchfall und Bauchschmerzen
  • Folgen: strikt glutenfreie Ernährung
  • hat in den letzten Jahren stark zugenommen

Laktoseintoleranz:

  • auch Milchzuckerunverträglichkeit genannt
  • Ursache: Milchzucker wird gar nicht oder unvollständig verdaut
  • vererbbar oder durch Erkrankungen im Verdauungssystem
  • Symptome: Darmwinde, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
  • Folgen: Ernährung ohne Milchzucker
  • mittlerweile leiden circa 75 % der Weltbevölkerung an einer Laktose-Intoleranz

Die hypoallergene Nahrung ist auf empfindliche Mägen und spezielle Bedürfnisse ausgerichtet. Außerdem unterstützten die Nährstoffe im Getreidebrei die natürliche Entwicklung der Kinder.

Vor- und Nachteile von HA-Nahrung:

  • aufgespaltenes Eiweiß ist leicht zu verdauen
  • stärkt das Immunsystem
  • gut für Gehirn- und Nervenentwicklung
  • nur als vorbeugende Maßnahme einsetzbar, nicht als therapeutische Ernährung
  • teurer als herkömmlicher Getreidebrei

6. Regionales Getreide in höchster Qualität: Was verbirgt sich hinter Demeter und Bio-Zertifizierungen?

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Die Standards für ökologisch angebaute Lebensmittel sind hoch. Viele Hersteller bieten ihre Produkte in Bio-Qualität an. Was sie dafür tun müssen, um eine von der europäischen Union standardisierte Zertifizierung zu bekommen, erfahren Sie hier:

Die Kriterien, die ein Getreidebrei-Hersteller erfüllen muss, um ein Bio-Siegel zu bekommen sind:

keine Bestrahlung der Getreidesaathaferflocken-hafer-icon-gesunde ernährung-leben-ausgewogenes frühstücl
keine Gentechnik
kein chemisch-syntetischer Pflanzenschutz oder Dünger

Neben den biologischen Produkten, gibt es heutzutage auch sogenannte Demeter-Produkte. Betriebe, die Lebensmittel auf Demeter-Basis anbauen, arbeiten auf einem bio-dynamischen Hof.

Zusätzlich zu den Kriterien für das Bio-Siegel steht Demeter-Qualität für:

eine umfassende Betriebsumstellung
strikte Vorgaben zu Pflanzenschutzmitteln
kaum zugelassene Zusatzstoffe in den Lebensmitteln

7. Kein Einheitsbrei: Ist Getreidebrei nicht nur für Babys eine wohltuende Mahlzeit?

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In der fernöstlichen Medizin wird schon seit langem die warme Mahlzeit am Morgen als guttuend und heilend empfunden.

Was verbirgt sich hinter Ayurveda?

Ayurveda ist der Begriff für eine traditionelle Medizin aus Indien. Es basiert auf einem Ernährungssystem, bei dem die Speisen individuell zusammengestellt werden. Das Ziel ist eine besonders verträgliche Ernährung mit gleichzeitig vielen Vitalstoffen.

Der moderne Frühstückstrend greift diese uralte Tradition wieder auf. Immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack, einen lauwarmen Brei am Morgen dem Toastbrot vorzuziehen. Ob unter dem Mantel der ayurvedischen Ernährungslehre oder nach Rezepten aus veganen Kochbüchern – der warme Getreidebrei ist ein absoluter Renner.

Denn eins ist sicher: Nicht nur für Babys ist lauwarmer Brei gut für die Verdauung – auch für Erwachsene hat er viele positive Eigenschaften. Jedoch kostet die Zubereitung eines Frühstücksbreis auf Getreidebasis viel Zeit. Nachdem das Getreide geschrotet und gemahlen wurde, muss es oft über längere Zeit einweichen, um anschließend gekocht werden zu können.

Wenn Sie sich die Mühe und Zeit sparen wollen, die es benötigt, einen Frühstücksbrei selber zu machen, können Sie sich für einen Fertigbrei entscheiden. Mittlerweile haben viele Hersteller auf den neuen Frühstücktrend reagiert. Das Ergebnis: Eine vielfältige Auswahl an Frühstücksbreien in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und das Beste daran: Der Großteil sogar in Bio-Qualität!

Sie wollen noch mehr für Ihre Gesundheit tun? Beliebtes Superfood zum Getreidebrei sind:

8. Fragen und Antworten rund um das Thema Getreidebrei

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Wir haben für Sie ein paar geläufige Fragen zusammengestellt und diese beantwortet.

8.1. Ab wann werden Säuglinge mit Getreidebrei gefüttert?

Mit der Zeit wird Ihr Baby aktiver und somit steigen auch die Ansprüche an den Energie- und Nährstoffbedarf. Spätestens ab dem 6. Lebensmonat Ihres Babys können Sie deswegen beginnen, eine Stillmahlzeit oder ein Fläschchen durch eine Getreidebrei-Mahlzeit zu ersetzten.

Der Brei gibt Ihrem Kind wertvolle Proteine und Calcium und hält normalerweise länger wach als eine Fläschchen-Mahlzeit. Manche Eltern gegeben sogar an, dass ihr Baby nach einer vollen Mahlzeit länger und besser durchschläft. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Kind bereits von einem Löffeln essen kann, ohne sich zu verschlucken.

8.2. Wird Getreidebrei mit Wasser oder Milch angerührt?

Für die Zubereitung von Getreidebrei können Sie eine spezielle Säuglingsmilch verwenden, oder aber herkömmliche Kuhmilch. Bei der veganen Alternative des Getreidebreis ohne Milch wird der Brei mit Wasser angerührt.

Es gibt bereits fertige Milchbreie, die für verschiedene Altersstufen geeignet sind. Diese Art von Brei enthält bereits Milch in Form von Milchpulver und kann mit Wasser angerührt werden. Dem entgegen steht der milchfreie Getreidebrei.

Welche Zubereitungsart für Ihr Kind am besten ist, hängt auch davon ab, was Sie Ihrem Kind neben dem Getreidebrei für Nahrung bereitstellen. Prinzipiell gibt es gegen eine milchfreie Zubereitung nichts einzuwenden, jedoch sollten Sie dann vor allem darauf achten, dass Ihr Baby anderweitig genügend Calcium aufnimmt.