Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Gewächshausheizung können Sie die Temperatur der Luft in Ihrem Gewächshaus erhöhen. Dies wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum und die Keimung von Saatgut aus.
  • Es gibt verschiedene Typen von Gewächshausheizungen, die sich nach der Art ihrer Energiezufuhr unterscheiden. Einige Gewächshausheizungen, wie beispielsweise Heizstäbe und Heizmatten, werden mit Strom versorgt, andere funktionieren mit Gas oder mit Paraffin.
  • Verfügt eine Gewächshausheizung über einen Thermostat, können Sie diese als Frostwächter nutzen. So verhindern Sie, dass die Temperatur in Ihrem Gewächshaus unter null Grad fällt, was Ihre Pflanzen schädigen kann.

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Ein blühender Garten ist nur etwas fürs Auge, sondern dient laut Aussage der Autorin Sigrid Tinz auch als Lebensraum für Tiere und Insekten. Aufgrund unseres Klimas ist das Zeitfenster, in dem Pflanzen gedeihen, ausgesprochen kurz. Mit einer Gewächshausheizung können Sie dafür sorgen, dass die Keimung Ihres Saatgutes und das Pflanzenwachstum auch schon in der kalten Jahreszeit vonstattengeht.

In der Kaufberatung unseres Gewächshausheizungs-Vergleichs 2020 klären wir sie darüber auf, welche Vorteile elektrische Heizungen mit Lüfter haben. Zudem erfahren Sie, welche Heizungen ausreichend Leistung bieten, um Ihr Gewächshaus auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

1. Bringt eine Gewächshausheizung das Gewächshaus auf Temperatur?

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Dank einer Gewächshausheizung gedeihen Pflanzen wie beispielsweise Paprika auch in unseren Breitengraden.

Mit einer Gewächshausheizung können Sie die Temperatur in Ihrem Gewächshaus regulieren. Dies hat mehrere Vorteile. So können Sie vermeiden, dass Frost Ihre Pflanzen schädigt. Weiterhin können Sie durch eine erhöhte Temperatur das Pflanzenwachstum beschleunigen. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn Sie Ihre Pflanzen selber ziehen. Da die Keimung unabhängig vom Außenklima in Gang gesetzt werden kann.

Gewächshausheizungen können ebenfalls zum Beheizen von Gartenhäusern genutzt werden. Allerdings kommen für diese Aufgabe nicht alle Typen an Gewächshausheizungen infrage. Gasheizungen sind für diese Aufgabe nur bedingt geeignet, da von diesen Gefahren für Ihre Gesundheit ausgehen. Achten Sie vor dem Kauf daher darauf, ob eine Gewächshausheizung laut Hersteller auch für den Gebrauch als Gartenhausheizung geeignet ist.

2. Funktionieren Gasheizungen ohne Stromanschluss?

Alle Gewächshausheizungen erfüllen denselben Zweck: Sie regulieren die Temperatur im Gewächshaus. Als Mittel zu diesem Zweck setzen die Hersteller und Marken jedoch auf unterschiedliche Technologien. Dies hat für Sie den Vorteil, dass Sie garantiert die passende Heizung für Ihr Gewächshaus finden.

Folgende Typen von Gewächshausheizungen sind erhältlich:

  • Elektrogebläseheizung
  • Heizstab
  • elektrische Unterlage
  • Gasheizung
  • Paraffinheizung

2.1. Ein elektrisches Gebläse sorgt für konstante Temperaturen im gesamten Gewächshaus

Elektrogebläseheizungen bestehen aus zwei Hauptkomponenten: den Heizstäben und dem Gebläse. Schalten Sie Ihr elektrisches Gebläse ein, werden die Heizstäbe von einem Strom durchflossen und kommen so auf Temperatur. Das Gebläse verteilt die so generierte Wärme im Gewächshaus.

Elektrische Frostwächter haben den Vorteil, dass durch das Gebläse eine große Menge Luft bewegt werden kann. Dadurch profitieren nicht nur die Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung der Gartenhausheizung. Auch Pflanzen abseits der Heizung wachsen dank der erhöhten Temperatur schneller.

Elektrische Gebläse müssen per Netzstecker mit dem Stromnetz verbunden sein und eignen sich daher nur für Gewächshäuser, die über einen Stromanschluss verfügen.

2.2. Ein Heizstab wärmt seine unmittelbare Umgebung auf

Der große Vorteil von Heizstäben liegt in ihrer Einfachheit. Nachdem Sie den Heizstab dort installiert haben, wo Sie zusätzliche Wärme brauchen, stecken Sie dessen Netzstecker in die Steckdose und schon kommt der Stab auf Temperatur.

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Dank eines Heizstabes wird die Anzucht beschleunigt.

Auch die Installation bereitet aufgrund des geringen Gewichts von Heizstäben keine Probleme. So lassen sich die meisten Heizstäbe am Boden, an der Wand oder an der Decke befestigen.

Heizstäbe verfügen über kein Gebläse und heizen daher nur ihre unmittelbare Umgebung auf. Sie sind für den gezielten Einsatz geeignet und erleichtern die Anzucht und das Wachstum. Für das Aufwärmen ganzer Gewächshäuser eignen sie sich nicht.

2.3. Elektronische Unterlagen werden unter den Töpfen und Wannen platziert

Elektrische Unterlagen werden direkt unter den Töpfen bzw. Wannen platziert, deren Bepflanzung durch die erhöhten Temperaturen besser gedeihen soll. Nun müssen Sie Ihre elektrische Unterlage nur noch per Netzstecker mit Strom versorgen und schon heizt die Unterlage auf und erfüllt so ihren Zweck.

Elektrische Heizmatten sind in der Regel wasserdicht. Sie müssen sich beim Gießen Ihrer Pflanzen keine Sorgen um einen Kurzschluss oder einen Stromschlag machen. Da die Heizung direkt unter den Töpfen sind, ist die Reichweite der Wärme sehr begrenzt.

2.4. Eine Gasheizung funktioniert auch ohne Netzanschluss

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Ein Gasflasche muss zusätzlich zur Gasheizung erworben werden.

Eine Gas-Gewächshausheizung erzeugt durch das Verbrennen von Gas Wärme. Neben der Gasheizung selber benötigen Sie daher eine Gasflasche, welche sich in der Regel nicht im Lieferumfang befindet. Gas-Gewächshausheizungen sind nicht auf eine Stromzufuhr angewiesen und können daher auch in Gewächs- oder Gartenhäuser aufgestellt werden, die über keinen Netzanschluss verfügen.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Gasheizung ist eine Sauerstoffmangelsicherung. Ein Gas-Frostwächter, der über eine solche Sicherung verfügt, schaltet sich selbstständig ab, sobald der Sauerstoffgehalt der Luft einen kritischen Wert erreicht. Dadurch wird die Gefahr einer potenziell tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung erheblich reduziert.

Gewächshausheizungs-Tests im Internet zeigen, dass Gasheizungen mit 4.000 Watt ausreichend Wärme produzieren können, um Gewächs- und Gartenhäuser vollständig mit Wärme zu versorgen.

2.5. Ein Paraffinheizung wärmt ihre unmittelbare Umgebung auf

Eine Paraffinheizung erzeugt die Wärme durch das Verbrennen von Paraffin. Bei Paraffin handelt es sich um ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen, dass sich aufgrund seiner Eigenschaften gut als Brennmittel eignet. Im Gegensatz zu Petroleum ist Paraffin ungiftig. Das Paraffin befindet sich üblicherweise nicht im Lieferumfang des Brenners.

Paraffinheizungen erzeugen weniger Wärme als beispielsweise eine Heizung, die mit Gas funktioniert, und müssen daher in der direkten Umgebung der Pflanzen aufgestellt werden, deren Wachstum Sie durch die erhöhte Temperatur sichern möchten. Auch lässt sich die Temperatur einer Paraffinheizung nicht regulieren.

3. Wie findet man die passende Gewächshausheizung?

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Kleine Gewächshäuser können mit relativ wenig Energie aufgewärmt werden.

Gewächshausheizungs-Tests im Internet zeigen: Je größer das von Ihnen zu beheizende Gewächshaus, desto mehr Leistung benötigt Ihre Gewächshausheizung. Leider sind die Hersteller nicht verpflichtet anzugeben, wie groß ein Gewächshaus maximal sein darf, damit die Leistung der Heizung ausreicht, um den versprochenen Effekt zu erzielen. Die Redaktion von Vergleich.org hat die verglichenen Gewächshausheizungen daher in drei Kategorien eingeteilt.

Folgende Tabelle klärt Sie darüber auf, wofür die drei Kategorien stehen:

Bezeichnung Bedeutung
wachsende Umgebung Als wachsende Umgebung werden die Pflanzen bezeichnet, die sich im direkten Umfeld der Gewächshausheizung befinden.
kleinere Gewächshäuser Gewächshausheizungen für kleinere Gewächshäuser bringen einen Raum mit bis zu 8 Quadratmetern verlässlich auf Temperatur. Die Position der Pflanze zur Heizung spielt dabei keine Rolle.
größere Gewächshäuser Heizungen für größere Gewächshäuser sorgen dafür, dass Räume mit bis zu 20 Quadratmetern beheizt werden. Auch hier spielt die Position von Pflanze und Heizung keine entscheidende Rolle.

4. Kaufkriterien für Gewächshausheizungen: Darauf müssen Sie achten

4.1. Gewächshausheizungs-Tests im Internet zeigen, dass eine Gewächshausheizung mit 2.000 Watt für ausreichend Wärme sorgt

Was ist ein Frostwächter?

Als Frostwächter bezeichnet man eine Gewächshausheizung, die über einen Thermostat verfügt. Fällt die Temperatur auf null Grad, schaltet der Thermostat die Heizung für das Gewächshaus ein und verhindert, dass die Pflanzen durch den Frost beschädigt werden. Die Heizung wacht dank des Thermostats über den Forst und bringt Ihre Pflanzen durch den Winter. Daher rührt die Bezeichnung Frostwächter.

Um ein ganzes Gewächshaus zu heizen, muss viel Energie erzeugt werden. Besonders an kalten Tagen, an denen das Thermometer unter null Grad rutscht, ist das Heizen eines Gewächshauses nur durch eine leistungsstarke Heizung möglich.

Die Leistung einer Heizung wird in Watt angegeben. Je größer dieser Wert, über desto mehr Leistung verfügt der Frostwächter. Allerdings steigt mit zunehmender Leistung auch der Energieverbrauch. Soll Ihre Gewächshausheizung Testsieger-Qualitäten aufweisen, sollte dieser Wert bei mehr als 2.000 Watt liegen. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass besonders elektrische Heizungen hohe Kosten produzieren. Allerdings wurden diese Werte nicht bei einem Gewächshausheizungs-Test gemessen.

Möchten Sie ein Gewächshaus beheizen, dass über eine Grundfläche von mehr als 10 Quadratmeter verfügt, empfiehlt Ihnen Vergleich.org eine Gewächshausheizung mit einer Leistung von mindestens 2.000 Watt.

4.2. Dank eines Thermostats bringen Sie Ihr Gewächshaus auf die ideale Temperatur

Ein Thermostat sorgt dafür, dass Ihr Gewächshaus eine von Ihnen bestimmte Temperatur nicht langfristig unterschreitet. Fällt die Temperatur unter den von Ihnen gewünschten Wert, aktiviert der Thermostat die Heizung und wärmt Ihr Gewächshaus wieder auf. Ist der Wert erreicht, schaltet sich die Heizung ab, oder reduziert die Leistung auf ein niedriges Niveau.

Dies hat zum einen den Vorteil, dass Ihre Pflanzen nicht durch Frost geschädigt werden können. Zum anderen sparen Sie dadurch Ressourcen, dass Ihre Gewächshausheizung nicht permanent läuft. An ausreichend warmen Tagen wird weder Strom noch Gas verbraucht.

Wenn Sie eine Gewächshausheizung kaufen möchten, mit der Sie Ihr Gewächshaus ressourcensparend auf eine bestimmte Temperatur bringen können, sollten empfiehlt Ihnen Vergleich.org eine Gewächshausheizung mit Thermostat.

4.3. Ein starker Lüfter sorgt für die Umwälzung großer Mengen Luft

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Ein Lüfter verteilt die Wärme im gesamten Gewächshaus.

Eine gute Gewächshausheizung produziert nicht nur viel Wärme, sie verteilt diese auch im gesamten Gewächshaus. Die besten Gewächshausheizungen verfügen daher über einen Lüfter. Dieser pustet die warme Luft bei ausreichend Leistung auch in die hinterste Ecke Ihres Gewächshauses.

Sie möchten nicht bloß bestimmte Pflanzen vor Kälte schützen oder das Wachstum einiger weniger Pflanzen anregen, sondern ein warmes Klima im gesamten Gewächshaus schaffen? Dann empfiehlt Ihnen die Vergleich.org-Redaktion eine Gebläseheizung, die mindestens 200 Kubikmeter Luft pro Stunde bewegen kann.

Diese Vorteile hat eine Gewächshausheizung mit Lüfter gegenüber einer solchen ohne:

  • warme Luft wird besser verteilt
  • Lüfter kann zur Kühlung genutzt werden
  • Stromanschluss für den Betrieb notwendig

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5. Fragen und Antworten rund um das Thema Gewächshausheizung

5.1. Gibt es Solar-Gewächshausheizungen?

Elektrische Heizungsgebläse haben viele Vorteile. Hat das Gewächshaus jedoch keinen Stromanschluss, kommt ein solches Gerät nicht infrage. Viele Hobbygärtner machen sich daher auf die Suche nach einer Solar-Gewächshausheizung.

Geräte, die über Solarzellen ihre Energie beziehen, existieren allerdings nicht. Da für die Heizung viel Energie benötigt wird, müssten die Solarpanele sehr groß sein. Zudem wäre eine Batterie mit einer großen Kapazität nötig. Weiterhin scheint in den Wintermonaten nur sehr kurz die Sonne, Solar-Panele könnten nicht ausreichend Strom generieren, um das Gewächshaus zu beheizen. Als Frostwächter ließe sich eine solches Gerät daher nicht nutzen.

5.2. Geht von elektrischen Gewächshausheizungen eine Gefahr beim Gießen aus?

Fließender Strom und fließendes Wasser vertragen sich nicht gut und so sollten bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, damit keine Schäden entstehen. Zum einen sollten Sie darauf achten, dass Ihre elektrische Gewächshausheizung einen IP-Rating von mindestens 44 hat und spritzwassergeschützt ist. Hersteller wie BioGreen oder Tepro erfüllen diese Auflage und da die meisten Gewächshausheizungen aus Edelstahl oder Plastik sind, wird dieser Wert in der Regel erreicht.

Weiterhin sollten Sie Ihre Steckdosen so platzieren, dass kein Wasser in den Sockel gelangen kann. Am besten installieren Sie in Ihrem Gewächshaus eine Gartensteckdose, diese verfügen ebenfalls über ein IP-Rating von mindestens 44.