Das Wichtigste in Kürze
  • Hochbeete werden in mindestens drei Schichten befüllt: Die erste Schicht besteht aus gröberem Material und bildet die sogenannte Grundfüllung. Die mittlere Schicht wird auch Kompostschicht genannt und setzt sich aus frischen Gartenabfällen sowie trockenen Materialien zusammen. Die Pflanzschicht ist die oberste Schicht, für die es eigens entwickelte Hochbeeterde zu kaufen gibt.

1. Welche Vorteile bietet Hochbeeterde?

Steht für die Pflanzschicht keine Muttererde aus dem eigenen Garten zur Verfügung bzw. will man sich den Mehraufwand sparen, diese vor dem Einsatz mit organischen Stoffen anzureichern, stellt Hochbeeterde die beste Wahl dar. Derartige Erden werden speziell für den Einsatz im Hochbeet entwickelt, um in Kombination mit den unteren Schichten ein optimales Umfeld für eine erfolgreiche Bepflanzung zu schaffen. Verfügt man über ein sehr platzsparendes Tisch-Hochbeet, ist eine schichtweise Befüllung nicht umsetzbar. In diesem Fall können Sie das gesamte Beet mit nährstoffreicher Hochbeeterde, wie etwa von Compo, Floragard oder auch Cuxin befüllen. Gängige Verpackungsgrößen für im Handel erhältliche Hochbeeterden sind 40 l – 60 l. Um die ungefähr benötigte Menge zu berechnen, am besten einfach das Volumen der Pflanzschicht (Länge x Breite x Höhe der Schicht) ermitteln und je nach Sackgröße durch 40 bzw. 60 teilen.

2. Welche Eigenschaften sollte Bio-Hochbeeterde für den Praxis-Test vorweisen?

Für den umweltbewussten Hochbeet-Gärtner ist speziell entwickelte Bio-Erde fürs Hochbeet bestens geeignet. Doch Vorsicht, wo „Bio“ draufsteht, ist nicht unbedingt „Bio“ drin – schließlich ist die Bezeichnung „Bio“ bei Gartenerden nicht geschützt. Hochwertige Bio-Hochbeeterden überzeugen in Tests durch natürliche Inhaltsstoffe wie etwa Mikroorganismen, biologische Bodenhilfsstoffe und Grünschnittkompost.

Achten Sie für eine umweltbewusste Hochbeetbepflanzung darauf, dass die Bio-Hochbeeterde Ihrer Wahl als „torffrei“ bzw. „ohne Torf“ gekennzeichnet sowie für den ökologischen Landbau geeignet ist. Produkte mit Bezeichnungen wie „torfarm“ oder „torfreduziert“ können immerhin einen Torfgehalt von bis zu 80 Prozent aufweisen. Für umweltfreundliches Gärtnern ist der Verzicht auf Torf wichtig, da die Torfgewinnung zur Zerstörung wichtiger Lebensräume diverser Tier- und Pflanzenarten beiträgt.

3. Wann sollte Hochbeeterde ausgetauscht bzw. nachgefüllt werden?

Nach dem ersten Befüllen lässt sich in den Folgemonaten beobachten, wie die Hochbeeterde im Vergleich zum Anfangsstand nach und nach absinkt. Bekommen die Pflanzen durch das Absacken nicht mehr ausreichend Sonnenlicht ab, sollte eine entsprechende Menge an Hochbeet-Erde nachgefüllt werden – für gewöhnlich ist das Beet nach ca. einem halben Jahr erstmals nachzufüllen. In den darauffolgenden Jahren sinkt die Erde jedoch bei Weitem nicht mehr so stark ab wie in der Anfangsphase. Nach ca. 5 – 6 Jahren sollten Sie die Befüllung komplett austauschen, um weiterhin eine adäquate Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen zu gewährleisten.

erde für hochbeete