Das Wichtigste in Kürze
  • Nahrhafte Blumenerde ist das A und O für gesunde und gut gedeihende Pflanzen. Es gibt Blumenerde aus Torf und torffreie Erde. Torf besitzt wachstumsfördernde Eigenschaften für Pflanzen. Der Abbau von Torf zerstört allerdings die Moore und steht deshalb in der Kritik. Torffreie Erde bietet eine umweltfreundliche Alternative.
  • Blumenerde wird schnell von sogenannten Trauermücken befallen und kann Schimmel ansetzen. Hier gilt: Je teurer eine Gartenerde, desto qualitativ hochwertiger ist sie.
  • In der Regel kann die herkömmliche Universalerde für alle Pflanzenarten, ob im Garten, auf dem Balkon oder im Zimmer, verwendet werden. Lediglich Spezialfälle wie Orchideen oder Moorbeetpflanzen brauchen einen speziellen Boden.

Im Blumenerde Test zeigen wir Ihnen die besten Produkte rund ums Thema.

Ob die grünende Zimmerpflanze, die blühenden Balkonblumen oder die Kräuter im Garten – Pflanzen benötigen nahrhafte Erde, um ordentlich zu gedeihen. Sie versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und Luft. Dabei gilt es jedoch sowohl Rücksicht auf die Pflanzenart zu nehmen als auch auf den Ort der Kultivierung. Sie möchten Blumenerde kaufen, wissen aber nicht, welche die richtige für Ihre Belange ist? Universalerde, Pflanzerde, Blumenerde, Pflanzenerde – durch das Netz spuken viele verschiedene Bezeichnungen anhand derer man schnell den Überblick verliert.

Im Blumenerde-Vergleich zeigen wir Ihnen deshalb nicht nur die besten Blumenerden 2020, sondern informieren Sie auch über alle wichtigen Kriterien und Kategorien, die Sie beim Kauf beachten sollten. Zudem zeigen wir Ihnen die wichtigsten Hersteller, ob Compo Sana Blumenerde oder solche von Seramis. Sie werden sehen – Erde gut, alles gut!

1. Blumenerde für drinnen und draußen?

Blumenerde versorgt Pflanzen mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Blumenerde versorgt Pflanzen mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Blumenerde ist die Erde, die im privaten und gewerblichen Gebrauch zum Gärtnern verwendet wird. Sie wird industriell hergestellt und ist besonders humusreich. Als Humus bezeichnet man die tote organische Substanz in der Erde. Ansonsten besteht die Blumenerde vor allem aus Kalk, Dünger und Torf. Warum Torf als Inhaltsstoff umstritten ist, erfahren Sie weiter unten im Blumenerde-Vergleich.

Blumenerde speichert Wasser und Nährstoffe und gibt diese an die Pflanzen weiter. Dabei darf es bei hochwertiger Erde weder zu sogenannter Staunässe noch zu Wasserüberschuss kommen, bei welchem die Pflanzen mit Wasser überversorgt sind. Die wichtigsten Nährstoffe, mit denen die Erde die Pflanzen versorgt, sind Stickstoff, Kalium und Phosphor.

Was tun, wenn die Blumenerde schimmelt?

Schimmel auf Blumenerde ist meist die Folge von zu nasser Erde. Entdecken Sie den weißen Flaum, sollte dieser schleunigst entfernt werden. Zudem lohnt es sich oft, die Pflanze umzutopfen. Bei starkem Schimmelbefall sollten Sie die Erde gar ganz auswechseln, sonst droht immer neuer Befall. Um neuen Schimmel zu vermeiden, reduzieren Sie das Gießen.

Eine gute Pflanzenerde für den Garten, den Balkon oder das Zimmer, zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie feinkörnig und sehr locker ist. Grobe Klumpen sind dagegen ein Zeichen minderer Qualität. Zusätzlich zählt auch das Verhalten der Erde bei Hitze und Wassermangel. Sie darf angesichts dieser Belastungen nicht zusammenschrumpfen und sollte ordentlich belüftet bleiben. So bietet sie den Pflanzen auch weiterhin guten Halt. Die Blumenerde für den privaten Gebrauch wird industriell gefertigt und kommt für folgende Pflanzen zum Einsatz:

  • Zimmerpflanzen/Topfpflanzen
  • Balkonpflanzen
  • Gartenpflanzen

Die Pflanzenerde soll natürlich das Wachstum besonders gut fördern. Dennoch kommt es besonders bei qualitativ minderwertigen Produkten vor, dass der Pilzbefall vorprogrammiert ist oder dass kleine Mückenlarven in der Blumenerde sitzen. Unserer Kaufberatung entsprechend sollte man beim Blumen pflanzen also auf die Qualität und den Preis der Pflanzenerde achten. Viele Produkte sind auch schon vorgedüngt, sie besitzen also bereits Dünger für sechs bis acht Wochen.

Trauermücken in der Erde: Ein verbreitetes Problem sind Trauermücken und ihre Larven in der Blumenerde. Sie können die Pflanzen nachhaltig schädigen. Abhilfe schaffen können sogenannte Gelbsticker, an denen die Mücken kleben bleiben.

2. Welche Blumenerde-Typen gibt es?

Nicht alle Blumen und Pflanzen benötigen dieselbe Erde, um zu gedeihen. So brauchen vor allem exotische Pflanzen wie die Orchideen einen speziellen Mutterboden. Auch sogenannte Moorbeetpflanzen wie beispielsweise der Rhododendron haben spezielle Bedürfnisse hinsichtlich des Bodens. Für die Mehrheit der hierzulande beliebten Pflanzenarten gilt allerdings, dass sie in ganz normaler Blumenerde verpflanzt werden können. Dennoch möchten wir Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Typen von Pflanzenerde geben:

Typ Eigenschaften
Universalerde
  • herkömmliche Blumenerde, die sich für die Mehrheit von Pflanzen gut eignet
  • beinhaltet Phosphat und Stickstoff
  • besteht in der Regel aus Kalk, Düngemitteln und Torf
  • mitttlerweile gibt es auch viele torffreie Produkte, die Torf durch Holzfasern, Kompost oder Rindenhumus ersetzen
Aussaaterde / Kräutererde / Anzuchterde / Rasenerde
  • für Kräuter, frische Ansaaten & frische Rasensamen
  • nährstoffarm & keimfrei
Orchideenerde
  • hoher Rindenanteil
Rhododendronerde
  • saure Erde
  • niedriger PH-Wert

3. Kaufkriterien für Blumenerde: Darauf müssen Sie achten

3.1. Torf

Torffreie Blumenerde schont die Umwelt.

Blumenerde muss schön locker sein, damit die Pflanzen genug Sauerstoff bekommen.

Blumenerde setzt sich zu einem Großteil aus Torf zusammen, dem Stoff, aus dem Moore bestehen. Jährlich wird bis zu ein Fünftel des in Deutschland gestochenen Torfs für Pflanzenerde verwendet. Das hat seinen Grund, denn Torf besitzt für die Pflanzen ausschließlich wachstumsfördernde Eigenschaften und ist schwer durch alternative Materialien zu ersetzen. Die Kehrseite des Stoffes liegt allerdings auf der Hand: Durch den Torfabbau werden die Moore zerstört und die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten ausgerottet.

Zudem zieht die Zerstörung der Moore weitere Umweltschäden nach sich, beispielsweise durch die Freisetzung von Kohlenstoffdioxid. Im Angesicht dieser Umweltkatastrophe fordern Naturschützer schon seit Jahren den Umstieg auf torffreie Blumenerde. Und tatsächlich gibt es Alternativen, die durchaus mit den Eigenschaften des Torfs mithalten können. Solche Produkte ersetzen den Torf durch Holzfaser (wie Kokosfasern), Kompost oder Rindenhumus. Damit Sie besser entscheiden können, welche Pflanzenerde Sie bestellen möchten, gibt es hier noch einmal eine Übersicht über die Vor- und Nachteile von Torferde:

  • nährstoffreich
  • gut geeignet für Pflanzen, die sauren Boden benötigen
  • Torfabbau zerstört Moore

3.2. Quellerde

Will man Gartenerde kaufen, kann man entweder zum fertigen Produkt oder zu Quellerde greifen. Hierbei handelt es sich in der Regel um torffreie Blumenerde, die aus zerkleinert und gepressten Holzfasern (meist Kokos) besteht. Sie wird mit Wasser aufgegossen und erhält dadurch erst ihre erdige Konsistenz. Die großen Vorteile: Die Erde ist leicht zu transportieren und torffrei.

Tipp: Blumenerde kann luftdicht verschlossen bis zu sechs Monate aufbewahrt werden.

4. Compo und Co.: Welche Blumenerde-Hersteller sind beliebt?

Einer der beliebtesten Hersteller für Pflanzerde ist die Marke Compo, ein deutscher Hersteller von Gartenprodukten. Unter dem Namen Compo Sana verkauft das Unternehmen eine ganze Reihe an verschiedenen Blumenerden, von Orchideenerde über Mutterboden bis zu Kräutererde, Kübelpflanzenerde oder Gemüseerde. Die Composana Erde ist meistens sehr hochwertig und durchaus empfehlenswert. Dennoch gibt es natürlich noch weitere zuverlässige Marken:

  • Bodengold
  • Compo
  • Emsland
  • Forest
  • Humusziegel
  • Neudorff
  • Plagron
  • Samenshop24
  • Seramis

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Blumenerde

▶ Achten Sie zusammengefasst darauf, dass die Erde locker und luftig, feinkörnig und frei von Trauermücken ist, wenn Sie sie kaufen.

5.1. Gibt es einen Blumenerde-Test der Stiftung Warentest?

Kräuter und Co. erfordern viel Pflege.

Kräuter und Co. erfordern viel Pflege.

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 05/2014 ebenfalls einen Blumenerde-Test durchgeführt. Dabei wurden 19 Erden unter die Lupe genommen und anhand des Wachstums eines Chinakohls begutachtet. 15 Produkte enthielten Torf, während fünf Produkte torffrei waren. In der torffreien Kategorie überzeugten eine Composana Erde (GUT 1,6) und ein Produkt von Neudorff (GUT 2,4) am meisten.

Bei der Pflanzenerde mit Torf war ebenfalls Compo (Sana Qualitäts-Blumenerde: GUT 1,6) unter den Spitzenreitern. Blumenerde-Testsieger wurde jedoch ein Artikel von Pflanzen-Kölle (SEHR GUT 1,4). Testkriterien waren die Wachstumsförderung, die Struktur, die Unkrautfreiheit, die Füllmenge und die Deklaration der Inhaltsstoffe.

5.2. Wie wird Blumenerde hergestellt?

Ob Compo Sana Blumenerde oder jene von Emsland, die meisten Erden für den privaten Gebrauch werden industriell hergestellt. Hauptbestandteil von diesem Mutterboden ist Torf. Wenn die Erde torffrei ist, dann sind es vor allem Fasern aus Holz oder Kompost, die den Großteil der Erde ausmachen.

Wer gern gärtnert, kann seine Blumenerde natürlich auch selber machen. Hierzu benötigt man vor allem zwei Dinge: viel Kompost und viel Zeit. Denn der Prozess der Vererdung nimmt bis zu 6 Monate in Anspruch. Allerdings kann zumindest bei ersterem der Komposter Abhilfe schaffen. Falls Sie sich genauer dafür interessieren, wie Blumenerde industriell gefertigt wird, haben wir hier einen kleinen Einblick per Video:

5.3. Wie viel Blumenerde kommt in einen Balkonkasten?

Anders als in ein Beet, kommt in einen Balkonkasten natürlich viel weniger Blumenerde. Gleichzeitig haben die Pflanzen weniger Platz ihre Wurzeln zu strecken. Daher kommt es darauf an, nährstoffreiche Gartenerde zu kaufen, um eine optimale Versorgung der Garten Blumen zu gewährleisten. Generell richtet sich die Menge der Erde natürlich nach der Größe des Blumenkastens. Diese können je nach Modell zwischen 9 – 33 Liter fassen.

5.4. Wie bekommt man kleine Fliegen aus der Blumenerde?

Ganz gleich, ob man im Garten pflanzen will oder auf dem Balkon, die Trauermücken sind eine allgemeine Plage für Hobbygärtner. Sie befallen die Erde und schaden den Pflanzen. Oft erlebt man die böse Überraschung schon beim Kaufen der Erde. Um die Trauermücken zu verjagen und eine Ausbreitung der Larven zu verhindern, ist es zunächst zu empfehlen, weniger zu gießen.

Zudem gilt es als Haushaltstrick, Streichhölzer mit dem Kopf voran in die Erde zu stecken. Durch den Schwefel sollen die Larven vertrieben werden. Auch Rasendünger kann ggf. helfen. Wenn man Pflanzerde bestellen will, die nicht von Trauermücken befallen ist, sollte man eher zu teureren Produkten greifen. Der Grund: Trauermücken finden sich eher in günstigen Blumenerden, wenn diese zu feucht sind.