Komposter Test 2016

Die 7 besten Komposter im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellJuwel Aeroplus 6000Neudorff DuoThermBrista KomposterGraf Thermo-KingD&S Vertriebs GmbH ThermokomposterHolzkomposter BausatzLoggyland Kompostsilo „BIO“
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
07/2016
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Bewertung1,7gut
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Bewertung1,9gut
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,2gut
09/2016
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Bewertung2,3gut
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Bewertung2,4gut
09/2016
Kundenwertung
17 Bewertungen
38 Bewertungen
81 Bewertungen
100 Bewertungen
59 Bewertungen
20 Bewertungen
30 Bewertungen
Komposter-TypBei Kompostern unterscheidet man zwischen:
Schnellkompostern, die eine schnellere Zersetzung der Abfälle gewährleisten, da sie über ein geschlossenes System verfügen.
Thermokompostern, die die Zersetzung mittels wärmespeichernder Styroporplatten beschleunigen.
Offenen Kompostern, die für die Zersetzung länger brauchen, da alles an der Luft zersetzt wird.
SchnellkomposterThermokomposteroffener KomposterSchnellkomposterThermokomposteroffener Komposteroffener Komposter
MaterialFür Komposter werden als Materialien Kunststoff, naturbelassenes Holz und Metallgitter verwendet. Kunststoff ist hierbei besonders robust und witterungsbeständig. Holz muss ggf. nachbehandelt werden, da die Feuchtigkeit das Holz schnell modern lässt. Metallgitter sind in der Regel etwas instabil und der Kompost wird nicht optimal im Gestänge gehalten.KunststoffKunststoffverzinktes EisenKunststoffKunststoffKieferKiefer
Fassungsvermögen650 Liter530 Liter800 Liter640 Liter300 Liter520 Liter800 Liter
Maße
(Höhe x Breite x Länge)
105 x 79 x 79 cm115 x 82 x 82 cm80 x 100 x 100 cm104 x 80 x 80 cm81 x 61 x 61 cm170 x 30 x 10 cm80 x 100 x 100
DeckelJaJaJaJaJaNeinNein
BodengitterNeinNeinJaNeinNeinNeinNein
BesonderheitMehrkammersystem
Komposter muss nicht umgesetzt werden
doppelwandige Konstruktion
für bessere Wärmedämmung
besonders leichter AufbauBodengitter optional erhältlichdunkelgrüne Klappeauch als Hochbeet verwendbarHolzstecksystem
Vorteile
  • besonders einfache Handhabung
  • sehr stabil
  • kaum Geruchsentwicklung
  • schneller Aufbau
  • schnelle Kompostierung
  • einfacher Aufbau ohne Schrauben
  • sehr günstig
  • schneller Aufbau
  • sehr stabil
  • einfacher Aufbau
  • sehr günstig
  • schneller Aufbau
  • sehr passgenau gearbeitet
  • wetterbeständiges Holz durch Kesselimprägnierung
  • einfacher Aufbau
  • hohe Stabilität durch Zuganker
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Komposter-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Neben den normalen, offenen Komposthaufen, bei denen die Kompostierung relativ lange dauert, gibt es heute auch leistungsfähigere Kunststoff-Komposter.
  • Schnellkomposter sind an den Seiten geschlossen, damit die Temperatur höher ist und die Gärungsprozesse schneller vonstattengehen. Noch besser sind nur Thermokomposter, da bei Ihnen eine Dämmplatte in der Ummantelung für höhere Temperaturen sorgt.
  • Für Gartenabfälle sollten Sie einen geschlossenen Komposter mit Boden- oder Mäusegitter verwenden. Ansonsten kann es in Ihrem Garten von Mäusen und Ratten wimmeln.

humus-muttererde-konsistenzprüfung
Am Anfang des Jahres wird für die Topfpflanzen und Beete nährstoffreiche Erde benötigt. Damit Sie nicht Gartenerde kaufen müssen und auch Ihre Garten- und Küchenabfälle loswerden, kann sich die Anschaffung eines Komposters lohnen. Die Anlage eines Komposthaufens gehört zu den Pflichten eines jeden Gärtners. Damit Sie nicht selbst etwas zusammenzimmern müssen, gibt es freistehende Komposter mittlerweile zu kaufen, die einfach nur noch zusammen gesteckt werden müssen. Doch wie sieht der beste Komposter aus? Ist ein Schnellkomposter besser als ein Thermokomposter? In unserem Ratgeber zum Komposter Test 2016 wollen wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Komposter geben. Außerdem sollen Sie praktische Tipps zum Anlegen eines Komposters bekommen – denn auch hier gilt: Die richtige Mischung macht’s.

1. Was ist ein Komposter? Wie funktioniert die Kompostierung?

Was ist Humus?

In der Bodenkunde bezeichnet Humus die Gesamtheit der toten organischen Substanzen eines Bodens. Da die genauen Grenzen der Umwandlungsstufen des Bodens fließend sind, ist die Unterscheidung verschiedener Humus-Arten kaum sinnvoll. Sie sollten Humus nicht mit Hummus verwechseln, da Letzteres einen traditionellen Erbsenbrei aus dem Mittleren Osten darstellt.

Der Begriff Kompostierung (manchmal auch Rotte) bezeichnet einen biologischen Prozess, bei dem organisches Material durch den Einfluss von Bakterien, Pilzen und Luftsauerstoff abgebaut wird. Neben Kohlendioxid werden dabei auch wasserlösliche Mineralstoffe (Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen) freigesetzt. Sie wirken als Dünger für die Pflanze und Bäume. Ein Teil der Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.

Neben der Abfallwirtschaft, die großtechnische Kompostierungsverfahren benutzen, betreiben vor allem Hobbygärtner Eigenkompostierung im Garten. Letztlich wird aus Küchen-, Garten- und anderen Bioabfällen Kompost erzeugt. Das Kompostmaterial wird dann zur Verbesserung der Bodenmaterialien und zur Rekultivierung von Flächen genutzt. Wenn der Nährstoffgehalt stimmt, kann ausgereifter Kompost auch den Dünger ersetzen.

Bei der Eigenkompostierung im Garten wird ein Komposter verwendet. Dabei handelt es sich um einen Behälter, in dem die Gartenabfälle gesammelt werden. Er kann offen oder geschlossen sein. Materialien, die für die Produktion von Kompostern verwendet werden, sind Kunststoff, verzinktes Eisen oder Holz. Zu unterscheiden sind Komposter von den klassischen Komposthaufen oder Kompostmieten. Es handelt sich dabei um einen Haufen am Ende des Geländes, der verschiedene Gartenabfälle aufnimmt. Die Abfälle sollten möglichst klein auf den Komposthaufen geworfen werden, damit die Kompostierung nicht zu lange dauert. Im Komposter Test zeigte sich, dass Komposthaufen eher unpraktisch sind, da Sie eigentlich über keine Begrenzungen verfügen und sehr gut gestapelt werden müssen, damit nicht der ganze Abfall im Garten liegt.

Einfacher Komposter aus Holz.

Einfacher Komposter aus Holz.

Die Kompostierung stellt einen natürlichen Vorgang dar. Verantwortlich für die einzelnen Zersetzungsprozesse und Reaktionen sind Mikroorganismen. Sie lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:

Zu Beginn der Kompostierung liegen heterogene und feste organische Ausgangsmaterialien vor. Aerobe Bakterien nutzen es zur Energiegewinnung. Durch die Hydrolyse werden die organischen Materialien zunächst in kleinere und niedermolekulare Stoffe umgewandelt. Danach kann es erst in die Bakterien-Zelle zur weiteren Zersetzung gelangen. Die Schnelligkeit der Kompostierung kann beschleunigt werden, wenn die Mikroorganismen das Substrat enzymatisch hydrolytisch aufspalten können (z. B. durch Zellulose). Je kleiner die Abfälle sind, desto besser können sie verwertet werden.

Jeder Gärtner weiß, dass in den ersten Wochen der Kompostierung der Abbau des organischen Materials am größten ist. Vor allem Küchenabfälle können im Sommer sehr schnell abgebaut werden. Die Abbaurate liegt hier bei 40 – 70 %. Bei Grünschnitt werden diese Ergebnisse nicht erreicht, da hier Lignocellulose enthalten ist. Die Abbaurate liegt hier bei unter 30 %.

Ist die Eigenkompostierung sinnvoll? Ein Blick auf die Vor- und Nachteile kann Ihnen bei der Entscheidung helfen.

  • Herstellung von eigener Komposterde
  • Dünger wird kaum bis gar nicht benötigt
  • Beitrag für eine positive Umweltbilanz, da der Transport des Abfalls entfällt
  • mittlerer bis hoher Platzbedarf
  • Geruchsbelästigung
  • mehr Arbeitsaufwand

2. Welche Komposter-Typen gibt es?

Offener Komposter aus Holz mit einfachem Stecksystem.

Offener Komposter aus Holz mit einfachem Stecksystem.

Die Komposter lassen sich in verschieden Kategorien einteilen. Neben den einfachen, offenen Kompostern gibt es auch geschlossene Komposter. Bei Ihnen soll die Kompostierung besonders schnell vonstattengehen. In unserem Komposter Vergleich 2016 hat sich gezeigt, dass die persönlichen Vorlieben für die Auswahl des richtigen Komposter-Typs von großer Bedeutung sind. Es gibt Menschen, die zu viel vom geschlossenen Komposter erwarten und am Ende sehr enttäuscht sind.

2.1. Offener Komposter

Offene Komposter sind frei zugänglich. Von unten können Tiere und Würmer eindringen und Stoffe zersetzen. Oben können Insekten und andere Tiere eindringen. Der Vorteil bei diesem Komposter ist, dass die Humuserde am Ende deutlich feiner ist. Der Nachteil ist natürlich, dass der Prozess aufgrund der geringeren Temperaturen deutlich länger dauert. Außerdem können unliebsame Nagetiere wie Mäuse und Ratten sich im offenen Komposter festsetzen.

2.1.1. Offener Einkammer-Komposter

Der Einkammer-Komposter stellt das einfachste Hilfsmittel für die Zersetzung von Garten- und Bioabfällen dar. Sie können aus Holz oder Metall hergestellt werden. Bei dem Kauf eines solchen Komposters sollten Sie vor allem auf den einfachen Auf- und Abbau achten. Sie müssen Bedenken, dass guter Gartenkompost über die Jahre mehrmals umgesetzt werden sollte. Dabei ist es wichtig, dass Sie die einzelnen Schichten gut durchmischen, damit viel Luft an die einzelnen Bereiche gelangt und der Kompost qualitativ hochwertig ist. Es empfiehlt sich alle paar Jahre das schon vorhandene Erde-Humus-Gemisch zu mischen, damit sich alle Materialien zuverlässig zersetzen. In Ihrem Garten sollten Sie deshalb die Erde mehrmals durchsieben. Wenn Sie ein anständiges Sieb besitzen, stellt dies kein großes Problem dar. Das System mag zwar sehr einfach sein, die Ergebnisse sind aber bei regelmäßiger Pflege sehr gut.

Tipp: Bei dem offenen Einkammer-Komposter müssen Sie Geduld haben. Vergessen Sie nie: „Gut Ding will Weile haben.“ Der Garten wird es Ihnen danken.

2.1.2. Offenes Kammersystem

Offene Kammersysteme bestehen aus zwei oder mehr Kammern, die die Zersetzung und anschließende Verwendung vereinfachen sollen. Die Systeme sind meist aus Holz gefertigt und lassen sich sehr schnell durch ein einfaches Stecksystem auf- und abbauen. Zum Gelingen der Kompostierung sollten Sie hier besonders auf die Befüllung achten. Unten sind lockere und grobe Materialien (Grünschnitt und Unkraut) entscheidend. Darauf kommen Küchenabfälle. Von unten kann dann eine Belüftung erfolgen. Darauf kommen dann andere Materialien wie verbrauchte Blumenerde und Rasenabschnitt. Die Kammern sollen die Umsetzung des Materials erleichtern. Damit die Verrottung schneller abläuft, werden hier alle 3 – 4 Monate die Behälter umgeschichtet, so dass sich die Materialien besser vermischen und das Substrat homogener wird. In der zweiten Kammer kann dann der Humus weiter reifen, während in dem ersten Behälter neuer Kompost gesammelt wird. Die Zeit bis zur Nutzung des Komposts wird deutlich verkürzt, allerdings sollte man den weiteren Arbeitsaufwand nicht unterschätzen. Mehrere offene Komposter können auch das Kammersystem ersetzen.

2.2. Geschlossener Komposter

Geschlossener Komposter von Graf.

Geschlossener Komposter von Graf: der Thermo-King.

Geschlossene Komposter können nochmals in die Kategorien Schnellkomposter und Thermokomposter unterteilt werden. Der große Vorteil dieser Hilfsmittel liegt in den höheren Temperaturen, die erreicht werden. In der Regel kann der Zersetzungsprozess schneller durchgeführt werden. Von diesen Turbo-Kompostern sollten Sie allerdings nicht zu viel erwarten. Hersteller wie Garantia, Juwel und Graf versprechen in Ihrer Werbung zwar eine Menge, verschiedene Praxistests konnten dies allerdings nicht bestätigen.

2.2.1. Schnellkomposter

Auf dem Markt gibt es seit Längerem geschlossene Kleinkompostsilos aus Metall oder Kunststoff mit abnehmbarem Deckel. Bei den verzinkten Kompostern kann dabei Zink in die Erde des Komposts gelangen. Dies kann die Qualität des Humus herabsetzen und die Pflanze eher schädigen. Daher empfehlen wir aus unserem Komposter Test vor allem die Modelle aus Kunststoff, da die Verunreinigung der Erde deutlich geringer ist. An der Standfläche haben Schnellkomposter einen Boden, der manchmal Löcher und Schlitze aufweist, damit Regenwürmer und Insekten den Komposthaufen im Inneren besiedeln können. Sie sorgen für eine Lockerung des Bodens und sind so bei der Zersetzung der Materialien behilflich. Falls keine Löcher im Boden vorhanden sind, sollten verschieden Kleintiere dort eingesetzt werden. Der eigentliche Vorgang der Kompostierung lässt sich kaum verändern, so dass am Anfang eine gute Durchmischung unbedingt notwendig ist.

2.2.2. Thermokomposter
Thermokomposter von Neudorff.

Thermokomposter von Neudorff.

Eigentlich stellt der Thermokomposter (manchmal auch Thermo-Komposter) nur eine besondere Art des Schnellkomposters dar. Die Besonderheit besteht in einer wärmenden Schicht, die die Temperatur erhöhen soll, damit die Verrottungsprozesse schneller und länger ablaufen. In der Praxis können Thermokomposter 2 – 3 Wochen im Herbst länger genutzt werden als offene Komposter. Die Zersetzung setzt im Frühjahr auch schneller wieder ein. Man sollte dennoch keine großen Wunder erwarten. Eigentlich sind die Komposter nur für geringe Mengen an Abfall interessant, da hier die Eigenerwärmung des Komposts während des Rotte-Vorgangs zu gering ist und die selbsttätige Zersetzung nicht stattfinden würde. Von einer Verdichtung der verschiedenen Materialien sollte man absehen, da sonst der Sauerstoff aus dem Komposthaufen gedrückt wird und die Verrottung erheblich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Bekannte Modelle sind der Neudorff DuoTherm und der Graf Thermo-King.

2.3. Offen vs. Geschlossen – wie sieht der beste Komposter aus?

Natürlich müssen letztlich Sie entscheiden, welches Produkt Ihr persönlicher Komposter Testsieger ist. Wir wollen dennoch versuchen Ihnen die Vor- und Nachteile kurz in einer Tabelle vor Augen zu führen.

Offener Komposter Geschlossener Komposter
offener komposter komposter test
  • einfacher Auf- und Abbau
  • gute Durchmischungsmöglichkeiten
  • einfache Umschichtung
  • sehr feines Kompostiergut
  • Rotte-Prozess dauert lange
  • unliebsame Tiere können eindringen (Mäuse, Ratten, Vögel)
  • großer Zeitaufwand
  • schnellere Verrottung der Materialien
  • keine Tiere können in den Komposter eindringen
  • weniger Arbeit, da Umschichtung entfällt
  • einfaches Aufnehmen der humusreichen Erde durch Klappen am unteren Ende
  • gröberes Kompostiergut
  • eventuell müssen kleinere Tiere (z. B. Regenwürmer) angesiedelt werden

3. Kaufkriterien für den Komposter Kauf: Darauf müssen Sie achten

Weitere Tests von uns aus dem Bereich Garten:

Da es mittlerweile relativ viele Hersteller von Kompostern gibt, sollten Sie sich durch einen guten Komposter Test beraten lassen. Dabei ist es von geringerer Bedeutung, ob Sie Ihren Komposter auf dem Baumarkt oder Online kaufen. Der Kauf im Baumarkt hat natürlich den Vorteil, dass Sie sich den Komposter genau ansehen und erste Fehler in der Konstruktion aufspüren können. Auch können Sie sich von der Stabilität der Bausätze überzeugen und ein genaues Bild von der Größe des Komposters bekommen. Beim Online-Kauf müssen Sie sich auf die Angaben der Hersteller verlassen. Die Aussagen können Sie durch die Kundenrezensionen überprüfen und erfahren auch, wie sich die Konstruktion im Laufe der Saison verhält.

Egal wo Sie Ihren Komposter kaufen, bei der Wahl Ihres Komposter Testsiegers sollten Sie sich nicht von großen Markennamen wie Juwel, Graf, Neudroff oder Brista leiten lassen. In unserem Komposter Test hat sich gezeigt, dass auch No-Name-Komposter gute Ergebnisse liefern können. In der Regel sind sie wesentlich preiswerter.

3.1. Material

Komposter von Juwel mit mehreren Kammern.

Komposter von Juwel mit mehreren Kammern.

Beim Thema Material gab es im Komposter Vergleich relativ große Unterschiede. Das Material Kunststoff war natürlich besonders oft vertreten. Bei der Widerstandfähigkeit der Materialien gibt es nur wenig Unterschiede. Auch wenn Kunststoff eher gewöhnlich wirkt, können die Verrottungsprozesse diesem Material nur wenig anhaben. Allerdings können sich mit der Zeit die Klappen an den Seiten des Kompostes verziehen, so dass die Schließung sehr schwer wird. Komposter aus verzinktem Eisen können hier eher punkten, da sie sich kaum verziehen. Durch den Zinküberzug kann das Eisen auch nicht rosten. Größere Probleme machen hier die Modelle aus pulverbeschichtetem Eisen, da sich der Lack schnell lösen kann. Bei den Holzkonstruktionen wird meistens Weichholz verwendet. Kiefer und Fichte sind hier die beliebtesten Materialien. Da sie imprägniert sind, ist die Wetterbeständigkeit auch relativ gut. Nach einigen Jahren können sich jedoch diverse Abnutzungserscheinungen zeigen.

3.2. Fassungsvermögen und Maße

Bei dem Fassungsvermögen sollten Sie darauf achten, dass der Komposter ausreichend Platz bietet, damit Sie alle Abfälle auch hineinlegen können. In unserem Komposter Vergleich gab es hier größere Unterschiede. Da Sie sich sicherlich vorstellen können, wie viel Bio-Müll in Ihrem Haushalt anfällt, sollten Sie auch einen Komposter mit ausreichender Größe kaufen. Für den Rasenschnitt und eine geringe Rasenfläche von 300 m² reicht ein kleineres Modell von 300 Litern. Wenn Sie einen größeren Garten mit ungefähr 500 m², mehreren Sträuchern und Bäumen haben, sollten Sie einen größeren Komposter mit 500 – 800 Liter Volumen wählen. Wenn Sie dann auch noch mehrere Beete oder Felder bearbeiten, hilft nur die Aufstellung mehrerer Komposter.

3.3. Hilfreiches Zubehör

Manchmal ist es hilfreich, wenn der Behälter für den Komposthaufen über einige Extras verfügt. Zur Kompostierung von Küchenabfall können ein Deckel und ein Boden sehr hilfreich sein. Der Deckel ist meist nur bei geschlossenen Kompostern vorhanden, die aus Kunststoff bestehen. Bei allen namhaften Herstellern wie Juwel, Graf und Neudorff ist das der Fall. Eine Ausnahme bildet hier der Hersteller Brista, da er auch Metallkomposter mit Boden und Deckel anbietet. Allerdings sind die Modelle aus einem Drahtgeflecht, so dass sie nicht wirklich geschlossen sind, aber Ungeziefer durchaus abhalten. Für die Kompostierung von Gartenabfällen sind sie hilfreich, jedoch kein Muss.

4. Komposter richtig verwenden

Natürlich könnten wir jetzt ausführlich erläutern, was bei der Kompostierung zu beachten ist. Da aber bekanntermaßen ein Bild mehr als tausend Worte sagen kann, sollen hier bewegte Bilder Ihnen die richtigen Tipps zur Benutzung des Komposts geben.

5. Komposter Vergleich bei anderen Testmagazinen

Damit Sie wirklich umfassend über das Thema Komposter informiert sind, möchten wir Ihnen andere Komposter Vergleiche von anderen Testmagazinen nicht vorenthalten.

5.1. Komposter bei Stiftung Warentest

In der Ausgabe 04/2004 hat die Stiftung Warentest Gartenkomposter zuletzt überprüft. Testsieger wurde damals der Thermokomposter Handy von Neudorff. Dahinter konnte nur der Ramaplan Maxi-Komposter überzeugen. Die Modelle von Graf, Juwel und Gloria bekamen deutlich schlechtere Noten. Heute sind die Modelle, die Stiftung Warentest verglichen hat, nicht mehr erhältlich.

5.2. Komposter bei „Selbst ist der Mann“

Die Heimwerker Fachzeitschrift „Selbst ist der Mann“ hat in der Ausgabe 09/2005 einen Komposter Test vorgestellt. Der beste Komposter stammte auch hier von Neudorff. Die Modelle von Gloria und Juwel haben ebenfalls gute Ergebnisse erbracht. Die Gartenkomposter von AL-KO und Atika lieferten nur befriedigende Ergebnisse. Es gibt noch einen aktuelleren Praxistest von der Zeitschrift. In der Ausgabe 05/2013 wurde der DuoTherm genau untersucht. Die Tester fanden keine Probleme bei der Verwendung und haben den Thermokomposter mit fünf Hämmern (entspricht „sehr gut“) ausgezeichnet.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Komposter

Für besonders eilige Nutzer wollen wir an dieser Stelle die wichtigsten Fragen zum Thema Komposter beantworten.

6.1. Gibt es einen Komposter für den Balkon?

Guter Eimer für den Balkon.

Guter Eimer für den Balkon.

Die Kompostierung auf geringem Raum ist nicht unmöglich. Für den Balkon bieten sich spezielle Balkonkomposter oder Wurmkomposter an. Die Modelle werden meisten als kleine Kompostbehälter oder Kompost-Eimer verkauft. Bekanntestes Modell ist der Organico Bokashi Kompost-Eimer. In ihm sollen vor allem Küchenabfälle aus der Wohnung kompostiert werden. Der Preis von 46 € ist zwar relativ hoch, allerdings ist der Lieferumfang sehr umfangreich. Neben dem Eimer mit Deckel gibt es auch noch einen Siebeinsatz, eine Glätkelle, einen Becher und einen Auslaufhahn. Zusätzlich zu dem Eimer benötigen Sie allerdings Mikroorganismen und kleine Tiere (z. B. Würmer). Das Fassungsvermögen von 16 Litern ist ausreichend für einen Single-Haushalt im Sommer. Sie können Ihren Blumenkasten dann mit eigener humusreicher Erde befüllen. Da die Kompost-Eimer nicht als richtige Komposter gewertet werden können, kommen sie in unserem Komposter Vergleich nur am Rande vor.

6.2. Was kommt in den Komposter?

Sie können alle organischen Küchen- und Gartenabfälle kompostieren. Neben Laub, Grasschnitt, Obst- und Gemüseresten können auch der Kaffeesatz mit Filterpapier, gehäckselte Äste, Schalen von Südfrüchten und schmutziges Küchenpapier auf den Komposthaufen. Bei gekochten Lebensmitteln sollten Sie vorsichtig sein, da Nagetiere und Vögel sich für die Essensreste interessieren. Hier können wir vor allem die geschlossenen Kunststoffkomposter aus unserem Komposter Test empfehlen. Sie sollten keine Unkräuter (z. B. Giersch, Quecke oder Ackerwinde), die sich über die Wurzeln vermehren, in den Komposter werfen, da sich diese im Komposter ausbreiten und die Samen sich in der Komposterde befinden.

6.3. Welches Holz nimmt man zum Bau eines Komposters?

Metallkomposter von Brista.

Metallkomposter von Brista.

Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Komposter aus Holz zu bauen. Die wichtigste Frage ist natürlich, welches Holz man verwenden sollte. Es gibt zwei Möglichkeiten. Sie können preiswertes Weichholz verwenden und gut imprägnieren. Der Vorteil ist natürlich, dass Kiefer- oder Fichtenholz deutlich billiger ist. In der Regel hält es 3 – 5 Jahre. Wenn Sie es regelmäßig mit Holzlasur bearbeiten, kann die Haltbarkeit auch länger sein. Sie können auch Hartholz verwenden. Die Haltbarkeit des Komposters kann dadurch verdoppelt werden. Die Verwendung von Birke oder Buche ist jedoch sehr teuer. Ein preiswerter Werkstoff, der auch etwas langlebiger ist, wäre Douglasienholz, allerdings wird dann ein Komposter ungefähr 90 € an Materialkosten verschlingen. Nicht mitgerechnet ist die Zeit, die Sie zur Herstellung benötigen.

6.4. Welches ist der beste Komposter für Rasenschnitt?

Für den Grasschnitt eignen sich vor allem einfache Thermokomposter. Je nach Größe Ihrer Rasenfläche sind hier 300 – 500 Liter ausreichend. Sie sollten jedoch nicht nur Rasenschnitt kompostieren, da sonst kein hochwertiger Kompost entstehen kann.

6.5. Woher weiß man, ob die Komposterde gut ist?

Da die humusreiche Erde des Komposters sehr nährstoffreich ist, sollten Sie keine Pflanzen in die pure Komposterde pflanzen. Ein bekanntes Mittel zur Bestimmung der Reife Ihres Komposts ist der Kresse-Test. Sie mischen Beeterde mit Komposterde im Verhältnis 50:50. Wenn die Kresse in dem Topf gedeiht, ist Ihr Kompost reif. Wenn die Kresse nicht keimt oder eingeht, sollten Sie ihn noch ruhen lassen. Manche Menschen pflanzen auch einen Kürbis auf dem Komposthaufen, um die Reife zu bestimmen. Wenn er richtig gedeiht und viel Ertrag bringt, ist der Kompost in Ordnung und kann im Garten oder Gewächshaus ausgebracht werden.

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