Komposter Vergleich 2026

Die besten Offenen-, Schnell- und Thermokomposter im Vergleich.

Portät von Garten-Expertin Sonja Di Leo vor einer Grünpflanze im Garten
Expertin
Fachbereich: Hochbeet, Gewächshaus & Kompost
Sonja berät das Vergleich.org-Team seit 2024 bei allen Garten-Themen: Pflanzen, Ausstattung, Gestaltung und Pflege sind ihre Leidenschaft und ihre Erfahrung. Die erfolgreiche Buchautorin teilt ihr Wissen auch auf ihrem Blog "ichsehgrün" und ihrer Instagram-Seite @ichsehgruen mit ihren Leser:innen. Sie hat ihren Garten erst mal kaputtgepflegt, bevor sie bei Null angefangen und den Garten neu angelegt hat. Inzwischen hat Sie zwei Bücher verfasst: Im Februar 2023 erschien Buch "Keine Zeit zu gärtnern - Blumenparadies mit wenig Aufwand" und im März 2026 "Kleine Bäume für den Garten". Beide Bücher wurden mit dem Deutschen Gartenbuchpreis ausgezeichnet.

Damit Sie Ihre Bioabfälle nicht einfach in ein Erdloch werfen, gibt es Komposter. Diese beschleunigen den Zersetzungsprozess und ermöglichen viel auf schmaler Fläche zu kompostieren.

Kunststoff Komposter sind geschlossen, speichern Wärme und unterstützen so als Schnellkomposter die Zersetzung. Thermokomposter sind ebenfalls aus Kunststoff, aber mit eingebauten Dämmplatten, weil sie die Temperatur noch besser speichern.

Offene Komposter sind zwar nicht so schnell aber meist günstiger und robuster, da sie aus Metall oder Holz bestehen. Wer einen kleinen Garten hat, sollte eher einen Thermokomposter als einen offenen wählen, denn um so früher haben Sie wieder Platz. Überzeugt hat uns hier im Oktober 2026 besonders das Modell Komposter24 Thermokomposter*Wir verlinken auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise inkl. MwSt, ggf. zzgl. Versand. mit seinen Eigenschaften.

Fakten zum Vergleich
101
Recherchierte
Produkte
14
Überprüfte
Produkte
85
Investierte
Stunden
64.961
Überzeugte
Leser
Unser Highlight-Produkt wird ermittelt...
Aktualisiert: 14.10.2026

1 - 8 von 14: Beste Komposter im Vergleich

Preis in EUR
Hersteller
Kundenwertung
Sortieren nach
Komposter Vergleich
Komposter24 ThermokomposterKomposter24 Thermokomposter
Vergleichssieger
Neudorff 775 DuoThermNeudorff 775 DuoTherm
Preis-Leistungs-Sieger
Juwel AeroquickJuwel Aeroquick
Brista Universal Brista Universal
Garantia Eco-KingGarantia Eco-King
Container Trading Premium ThermokomposterContainer Trading Premium Thermokomposter
Abbildung*
Highlight
Vergleichssieger
Komposter24 Thermokomposter
Preis-Leistungs-Sieger
Neudorff 775 DuoTherm
Juwel Aeroquick
Highlight
Brista Universal
Garantia Eco-King
Container Trading Premium Thermokomposter
Modell*

Komposter24 Thermokomposter

Neudorff 775 DuoTherm

Juwel Aeroquick

Brista Universal

Garantia Eco-King

Container Trading Premium Thermokomposter

Vergleichsergebnis*
Informationen zur Produktsortierung und Bewertung
Unsere Bewertung
sehr gut
Komposter24 Thermokomposter
10/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Neudorff 775 DuoTherm
10/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Juwel Aeroquick
10/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Brista Universal
10/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Garantia Eco-King
10/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Container Trading Premium Thermokomposter
10/2026
Kundenwertung
bei Amazon
*
Erhältlich bei*
Preis­vergleich
Preis­vergleichPreis­vergleichPreis­vergleich
Preis­vergleichPreis­vergleichPreis­vergleich
Komposter-Typ
Schnellkomposter
Schnellkomposter
Schnellkomposter
offener Komposter
Schnellkomposter
Schnellkomposter
Material
Kunststoff
Kunststoff
Kunststoff
verzinktes Eisen
Kunststoff
Kunststoff
Fassungsvermögen
450 Liter
530 Liter
900 Liter
800 Liter
600 Liter
1.065 Liter
Maße
(Höhe x Breite x Länge)
80 x 80 x 105 cm
115 x 82 x 82 cm
107 x 107 x 109 cm
80 x 100 x 100 cm
95 x 80 x 80 cm
107 x 105 x 105 cm
Bodengitter
optional
Deckel
Besonderheit
Seitliche Öffnung
aus Recycling-Kunststoff
Innovatives Belüftungssystem
besonders leichter Aufbau
Klappe in Bodennähe
einfach aufzubauender Steck-Komposter
Vorteile
  • große Kapazität
  • robustes und langlebiges Material
  • wetterfest und UV-beständig
  • einfacher Aufbau
  • aus recyceltem Kunststoff
  • UV-stabil
  • einfacher Aufbau ohne Schrauben
  • sehr günstig
  • hergestellt in Deutschland
  • hohes Fassungsvolumen
  • sehr einfacher Aufbau durch Stecksystem
  • leichtes Befüllen von oben
  • großes Fassungsvermögen
  • leicht zu montieren
  • hergestellt in Österreich
Weitere Produktinfos
Details ansehenDetails ansehenDetails ansehen
Details ansehenDetails ansehenDetails ansehen
Lieferzeit*
Sofort lieferbarSofort lieferbarSofort lieferbar
Sofort lieferbarSofort lieferbarSofort lieferbar
Zum Angebot*
Unser Highlight-Produkt wird ermittelt...
Unser Highlight-Produkt wird ermittelt...
Erhältlich bei*
Tipp: Sie möchten unsere Ratgeber schneller bei Google finden? Erfahren Sie, wie Sie vergleich.org als bevorzugte Quelle einrichten.

Komposter-Kaufberatung:
So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Komposter Test oder Vergleich

Das Wichtigste in Kürze
  • Neben den normalen, offenen Komposthaufen, bei denen die Kompostierung relativ lange dauert, gibt es heute auch leistungsfähigere Kunststoff-Komposter.
  • Schnellkomposter sind an den Seiten geschlossen, damit die Temperatur höher ist und die Gärungsprozesse schneller vonstattengehen. Noch besser sind nur Thermokomposter, da bei Ihnen eine Dämmplatte in der Ummantelung für höhere Temperaturen sorgt.
  • Für Gartenabfälle sollten Sie einen geschlossenen Komposter mit Boden- oder Mäusegitter verwenden. Ansonsten kann es in Ihrem Garten von Mäusen und Ratten wimmeln.
Komposter im Test: Mehrere Teile für Metallkomposter stehen hintereinander.

Hier sehen wir einen Wingart-Rund-Komposter aus verzinktem Drahtgeflecht.

Am Anfang des Jahres wird für die Topfpflanzen und Beete nährstoffreiche Erde benötigt. Damit Sie nicht Gartenerde kaufen müssen und auch Ihre Garten- und Küchenabfälle loswerden, kann sich die Anschaffung eines Komposters lohnen. Die Anlage eines Komposthaufens gehört zu den Pflichten eines jeden Gärtners. Damit Sie nicht selbst etwas zusammenzimmern müssen, gibt es freistehende Komposter mittlerweile zu kaufen, die einfach nur noch zusammen gesteckt werden müssen.

Doch wie sieht der beste Komposter aus? Ist ein Schnellkomposter besser als ein Thermokomposter? In unserem Überblick zu Komposter-Tests 2026 wollen wir Ihnen mit unserer Kaufberatung die wichtigsten Informationen zum Thema Komposter geben. Außerdem sollen Sie praktische Tipps zum Anlegen eines Komposters bekommen – denn auch hier gilt: Die richtige Mischung macht’s.

1. Was ist ein Komposter? Wie funktioniert die Kompostierung?

Was ist Humus?

In der Bodenkunde bezeichnet Humus die Gesamtheit der toten organischen Substanzen eines Bodens. Da die genauen Grenzen der Umwandlungsstufen des Bodens fließend sind, ist die Unterscheidung verschiedener Humus-Arten kaum sinnvoll. Sie sollten Humus nicht mit Hummus verwechseln, da Letzteres einen traditionellen Erbsenbrei aus dem Mittleren Osten darstellt.

Beim Kompostieren werden Bioabfälle zersetzt. Dieser Vorgang nennt sich auch Rotte. Hierbei bauen Bakterien und Pilze die organischen Materialien ab. Während des Zersetzungsprozesses werden Nitrit, Ammoniumsalz, Phosphat sowie Kalium- und Magnesiumverbindungen freigegeben.

Diese Stoffe gehören zu den sogenannten „wasserlöslichen Minaralstoffen“ und eignen sich als Düngermittel, welches die Kultivierung vom Erdreich verbessert. Je ausgereifter der Kompost ist, desto besser eignet er sich als Dünger. Neben der Abfallwirtschaft, die großtechnische Kompostierungsverfahren benutzet, betreiben vor allem Hobbygärtner Eigenkompostierung im Garten. Letztlich wird aus Küchen-, Garten- und anderen Bioabfällen Kompost erzeugt.

Seitenansicht eines getesteten Komposter aus Metall, der auf einem Steinboden steht.

Wie wir an dieser Stelle erkennen können, werden die beiden Hälften des Wingart-Rund-Komposters mit zwei senkrechten Stäben zusammengefügt und fixiert.

Bei der Eigenkompostierung im Garten wird ein Komposter verwendet. Dabei handelt es sich um einen Behälter, in dem die Gartenabfälle gesammelt werden. Er kann offen oder geschlossen sein. Materialien, die für die Produktion von Kompostern verwendet werden, sind Kunststoff, verzinktes Eisen oder Holz. Zu unterscheiden sind Komposter von den klassischen Komposthaufen oder Kompostmieten. Es handelt sich dabei um einen Haufen am Ende des Geländes, der verschiedene Gartenabfälle aufnimmt. Die Abfälle sollten möglichst klein auf den Komposthaufen geworfen werden, damit die Kompostierung nicht zu lange dauert. In diversen Komposter-Tests zeigte sich, dass Komposthaufen eher unpraktisch sind, da Sie eigentlich über keine Begrenzungen verfügen und sehr gut gestapelt werden müssen, damit nicht der ganze Abfall im Garten liegt.

Einfacher Komposter aus Holz.

Einfacher Komposter aus Holz.

Die Kompostierung stellt einen natürlichen Vorgang dar. Verantwortlich für die einzelnen Zersetzungsprozesse und Reaktionen sind Mikroorganismen. Sie lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:

Zu Beginn der Kompostierung liegen heterogene und feste organische Ausgangsmaterialien vor. Aerobe Bakterien nutzen es zur Energiegewinnung. Durch die Hydrolyse werden die organischen Materialien zunächst in kleinere und niedermolekulare Stoffe umgewandelt. Danach kann es erst in die Bakterien-Zelle zur weiteren Zersetzung gelangen. Die Schnelligkeit der Kompostierung kann beschleunigt werden, wenn die Mikroorganismen das Substrat enzymatisch hydrolytisch aufspalten können (z. B. durch Zellulose). Je kleiner die Abfälle sind, desto besser können sie verwertet werden.

Im Test: Frontansicht eines Komposters aus Metall auf einer Palette.

Unseres Erachtens ist ein solcher Rund-Komposter (hier Wingart) beispielsweise für das Kompostieren von Laub geeignet.

Jeder Gärtner weiß, dass in den ersten Wochen der Kompostierung der Abbau des organischen Materials am größten ist. Vor allem Küchenabfälle können im Sommer sehr schnell abgebaut werden. Die Abbaurate liegt hier bei 40 – 70 %. Bei Grünschnitt werden diese Ergebnisse nicht erreicht, da hier Lignocellulose enthalten ist. Die Abbaurate liegt hier bei unter 30 %.

Ist die Eigenkompostierung sinnvoll? Ein Blick auf die Vor- und Nachteile kann Ihnen bei der Entscheidung helfen.

    Vorteile
  • Herstellung von eigener Komposterde
  • Dünger wird kaum bis gar nicht benötigt
  • Beitrag für eine positive Umweltbilanz, da der Transport des Abfalls entfällt
    Nachteile
  • mittlerer bis hoher Platzbedarf
  • Geruchsbelästigung
  • mehr Arbeitsaufwand

2. Welche Komposter-Typen gibt es?

Offener Komposter aus Holz mit einfachem Stecksystem.

Offener Komposter aus Holz mit einfachem Stecksystem.

Die Komposter lassen sich in verschieden Kategorien einteilen. Neben den einfachen, offenen Kompostern gibt es auch geschlossene Komposter. Bei Ihnen soll die Kompostierung besonders schnell vonstattengehen. In unserem Komposter Vergleich 2026 hat sich gezeigt, dass die persönlichen Vorlieben für die Auswahl des richtigen Komposter-Typs von großer Bedeutung sind. Es gibt Menschen, die zu viel vom geschlossenen Komposter erwarten und am Ende sehr enttäuscht sind.

2.1. Offener Komposter

Offene Komposter sind frei zugänglich. Von unten können Tiere und Würmer eindringen und Stoffe zersetzen. Oben können Insekten und andere Tiere eindringen. Der Vorteil bei diesem Komposter ist, dass die Humuserde am Ende deutlich feiner ist. Der Nachteil ist natürlich, dass der Prozess aufgrund der geringeren Temperaturen deutlich länger dauert.

Detailansicht des Materials eines getesteten Komposters aus Metall.

Wie wir wissen, kann dieser Wingart-Rund-Komposter mithilfer einer Schicht Sackleinen o. Ä. auch als temporäres Hochbeet genutzt werden.

Außerdem können unliebsame Nagetiere wie Mäuse und Ratten sich im offenen Komposter festsetzen.

2.1.1. Offener Einkammer-Komposter

Der Einkammer-Komposter stellt das einfachste Hilfsmittel für die Zersetzung von Garten- und Bioabfällen dar. Sie können aus Holz oder Metall hergestellt werden. Bei dem Kauf eines solchen Komposters sollten Sie vor allem auf den einfachen Auf- und Abbau achten. Sie müssen Bedenken, dass guter Gartenkompost über die Jahre mehrmals umgesetzt werden sollte. Dabei ist es wichtig, dass Sie die einzelnen Schichten gut durchmischen, damit viel Luft an die einzelnen Bereiche gelangt und der Kompost qualitativ hochwertig ist.

Es empfiehlt sich alle paar Jahre das schon vorhandene Erde-Humus-Gemisch zu mischen, damit sich alle Materialien zuverlässig zersetzen.

In Ihrem Garten sollten Sie deshalb die Erde mehrmals durchsieben. Wenn Sie ein anständiges Sieb besitzen, stellt dies kein großes Problem dar. Das System mag zwar sehr einfach sein, die Ergebnisse sind aber bei regelmäßiger Pflege sehr gut.

Tipp: Bei dem offenen Einkammer-Komposter müssen Sie Geduld haben. Vergessen Sie nie: „Gut Ding will Weile haben.“ Der Garten wird es Ihnen danken.

2.1.2. Offenes Kammersystem

Offene Kammersysteme bestehen aus zwei oder mehr Kammern, die die Zersetzung und anschließende Verwendung vereinfachen sollen. Die Systeme sind meist aus Holz gefertigt und lassen sich sehr schnell durch ein einfaches Stecksystem auf- und abbauen. Zum Gelingen der Kompostierung sollten Sie hier besonders auf die Befüllung achten. Unten sind lockere und grobe Materialien (Grünschnitt und Unkraut) entscheidend. Darauf kommen Küchenabfälle.

Komposter im Test: Ansicht von schräg vorn auf mehrere Teile für Metall-Komposter.

Wir sehen diesen Wingart-Rund-Komposter weniger als Teil einer Kompostanlage, wofür sich eckige Formen besser eignen mit einer Frontseite, die sich zum Umsetzen und Entnehmen öffnen lässt.

Von unten kann dann eine Belüftung erfolgen. Darauf kommen dann andere Materialien wie verbrauchte Blumenerde und Rasenabschnitt. Die Kammern sollen die Umsetzung des Materials erleichtern. Damit die Verrottung schneller abläuft, werden hier alle 3 – 4 Monate die Behälter umgeschichtet, so dass sich die Materialien besser vermischen und das Substrat homogener wird. In der zweiten Kammer kann dann der Humus weiter reifen, während in dem ersten Behälter neuer Kompost gesammelt wird. Die Zeit bis zur Nutzung des Komposts wird deutlich verkürzt, allerdings sollte man den weiteren Arbeitsaufwand nicht unterschätzen. Mehrere offene Komposter können auch das Kammersystem ersetzen.

2.2. Geschlossener Komposter

Geschlossener Komposter von Graf.

Geschlossener Komposter von Graf: der Thermo-King.

Geschlossene Komposter können nochmals in die Kategorien Schnellkomposter und Thermokomposter unterteilt werden. Der große Vorteil dieser Hilfsmittel liegt in den höheren Temperaturen, die erreicht werden. In der Regel kann der Zersetzungsprozess schneller durchgeführt werden. Von diesen Turbo-Kompostern sollten Sie allerdings nicht zu viel erwarten. Hersteller wie Garantia, Juwel und Graf versprechen in Ihrer Werbung zwar eine Menge, verschiedene Praxistests konnten dies allerdings nicht bestätigen.

2.2.1. Schnellkomposter

Auf dem Markt gibt es seit Längerem geschlossene Kleinkompostsilos aus Metall oder Kunststoff mit abnehmbarem Deckel. Bei den verzinkten Kompostern kann dabei Zink in die Erde des Komposts gelangen. Dies kann die Qualität des Humus herabsetzen und die Pflanze eher schädigen. Daher empfehlen wir aus unserem Überblick zu Komposter-Tests vor allem die Modelle aus Kunststoff, da die Verunreinigung der Erde deutlich geringer ist.

An der Standfläche haben Schnellkomposter einen Boden, der manchmal Löcher und Schlitze aufweist, damit Regenwürmer und Insekten den Komposthaufen im Inneren besiedeln können. Sie sorgen für eine Lockerung des Bodens und sind so bei der Zersetzung der Materialien behilflich. Falls keine Löcher im Boden vorhanden sind, sollten verschieden Kleintiere dort eingesetzt werden. Der eigentliche Vorgang der Kompostierung lässt sich kaum verändern, so dass am Anfang eine gute Durchmischung unbedingt notwendig ist.

2.2.2. Thermokomposter
Thermokomposter von Neudorff.

Thermokomposter von Neudorff.

Eigentlich stellt der Thermokomposter (manchmal auch Thermo-Komposter) nur eine besondere Art des Schnellkomposters dar. Die Besonderheit besteht in einer wärmenden Schicht, die die Temperatur erhöhen soll, damit die Verrottungsprozesse schneller und länger ablaufen. In der Praxis können Thermokomposter 2 – 3 Wochen im Herbst länger genutzt werden als offene Komposter. Die Zersetzung setzt im Frühjahr auch schneller wieder ein. Man sollte dennoch keine großen Wunder erwarten.

Eigentlich sind die Komposter nur für geringe Mengen an Abfall interessant, da hier die Eigenerwärmung des Komposts während des Rotte-Vorgangs zu gering ist und die selbsttätige Zersetzung nicht stattfinden würde. Von einer Verdichtung der verschiedenen Materialien sollte man absehen, da sonst der Sauerstoff aus dem Komposthaufen gedrückt wird und die Verrottung erheblich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Bekannte Modelle sind der Neudorff DuoTherm und der Graf Thermo-King.

2.3. Offen vs. Geschlossen – wie sieht der beste Komposter aus?

Natürlich müssen letztlich Sie entscheiden, welches Produkt Ihr persönlicher Komposter Testsieger ist. Wir wollen dennoch versuchen Ihnen die Vor- und Nachteile kurz in einer Tabelle vor Augen zu führen.

Offener Komposter Geschlossener Komposter
offener komposter komposter
  • einfacher Auf- und Abbau
  • gute Durchmischungsmöglichkeiten
  • einfache Umschichtung
  • sehr feines Kompostiergut
  • Rotte-Prozess dauert lange
  • unliebsame Tiere können eindringen (Mäuse, Ratten, Vögel)
  • großer Zeitaufwand
  • schnellere Verrottung der Materialien
  • keine Tiere können in den Komposter eindringen
  • weniger Arbeit, da Umschichtung entfällt
  • einfaches Aufnehmen der humusreichen Erde durch Klappen am unteren Ende
  • gröberes Kompostiergut
  • eventuell müssen kleinere Tiere (z. B. Regenwürmer) angesiedelt werden
» Mehr Informationen

3. Welche Kriterien sind den Komposter-Kauf entscheidend?

Da es mittlerweile relativ viele Hersteller von Kompostern gibt, sollten Sie sich einen Überblick über Komposter-Tests verschaffen. Dabei ist es von geringerer Bedeutung, ob Sie Ihren Komposter auf dem Baumarkt oder Online kaufen. Der Kauf im Baumarkt hat natürlich den Vorteil, dass Sie sich den Komposter genau ansehen und erste Fehler in der Konstruktion aufspüren können. Auch können Sie sich von der Stabilität der Bausätze überzeugen und ein genaues Bild von der Größe des Komposters bekommen. Beim Online-Kauf müssen Sie sich auf die Angaben der Hersteller verlassen. Die Aussagen können Sie durch die Kundenrezensionen überprüfen und erfahren auch, wie sich die Konstruktion im Laufe der Saison verhält.

Egal wo Sie Ihren Komposter kaufen, bei der Wahl Ihres eigenen Komposter-Testsiegers sollten Sie sich nicht von großen Markennamen wie Juwel, Graf, Neudroff oder Brista leiten lassen.

In unserer Übersicht zu Komposter-Tests hat sich gezeigt, dass auch No-Name-Komposter gute Ergebnisse liefern können. In der Regel sind sie wesentlich preiswerter.

3.1. Material

Komposter von Juwel mit mehreren Kammern.

Komposter von Juwel mit mehreren Kammern.

Beim Thema Material gab es im Komposter Vergleich relativ große Unterschiede. Das Material Kunststoff war natürlich besonders oft vertreten. Bei der Widerstandsfähigkeit der Materialien gibt es nur wenig Unterschiede. Auch wenn Kunststoff eher gewöhnlich wirkt, können die Verrottungsprozesse diesem Material nur wenig anhaben. Allerdings können sich mit der Zeit die Klappen an den Seiten des Kompostes verziehen, so dass die Schließung sehr schwer wird.

Komposter aus verzinktem Eisen können hier eher punkten, da sie sich kaum verziehen. Durch den Zinküberzug kann das Eisen auch nicht rosten. Größere Probleme machen hier die Modelle aus pulverbeschichtetem Eisen, da sich der Lack schnell lösen kann. Bei den Holzkonstruktionen wird meistens Weichholz verwendet. Kiefer und Fichte sind hier die beliebtesten Materialien. Da sie imprägniert sind, ist die Wetterbeständigkeit auch relativ gut. Nach einigen Jahren können sich jedoch diverse Abnutzungserscheinungen zeigen.

3.2. Fassungsvermögen und Maße

Bei dem Fassungsvermögen sollten Sie darauf achten, dass der Komposter ausreichend Platz bietet, damit Sie alle Abfälle auch hineinlegen können. In unserem Komposter Vergleich gab es hier größere Unterschiede. Da Sie sich sicherlich vorstellen können, wie viel Bio-Müll in Ihrem Haushalt anfällt, sollten Sie auch einen Komposter mit ausreichender Größe kaufen.

Komposter-Test: Rückansicht eines gebogenen Teils für einen Metall-Komposter.

Wir meinen, eine Nutzungsmöglichkeit für diesen Wingart-Rund-Komposter wäre auch der Schutz von empfindlichen Pflanzen, wenn dieser um die Pflanze herum aufgestellt und mit Laub befüllt wird.

Für den Rasenschnitt und eine geringe Rasenfläche von 300 m² reicht ein kleineres Modell von 300 Litern. Wenn Sie einen größeren Garten mit ungefähr 500 m², mehreren Sträuchern und Bäumen haben, sollten Sie einen größeren Komposter mit 500 – 800 Liter Volumen wählen. Wenn Sie dann auch noch mehrere Beete oder Felder bearbeiten, hilft nur die Aufstellung mehrerer Komposter.

3.3. Hilfreiches Zubehör

Manchmal ist es hilfreich, wenn der Behälter für den Komposthaufen über einige Extras verfügt. Zur Kompostierung von Küchenabfall können ein Deckel und ein Boden sehr hilfreich sein. Der Deckel ist meist nur bei geschlossenen Kompostern vorhanden, die aus Kunststoff bestehen. Bei allen namhaften Herstellern wie Juwel, Graf und Neudorff ist das der Fall. Eine Ausnahme bildet hier der Hersteller Brista, da er auch Metallkomposter mit Boden und Deckel anbietet. Allerdings sind die Modelle aus einem Drahtgeflecht, so dass sie nicht wirklich geschlossen sind, aber Ungeziefer durchaus abhalten. Für die Kompostierung von Gartenabfällen sind sie hilfreich, jedoch kein Muss.

4. Wie wird ein Komposter richtig verwendet?

Natürlich könnten wir jetzt ausführlich erläutern, was bei der Kompostierung zu beachten ist. Da aber bekanntermaßen ein Bild mehr als tausend Worte sagen kann, sollen hier bewegte Bilder Ihnen die richtigen Tipps zur Benutzung des Komposts geben.

5. Gibt es einen Komposter-Vergleich bei anderen Testmagazinen?

Damit Sie wirklich umfassend über das Thema Komposter informiert sind, möchten wir Ihnen andere Komposter Vergleiche von anderen Testmagazinen nicht vorenthalten.

5.1. Komposter bei Stiftung Warentest

In der Ausgabe 04/2004 hat die Stiftung Warentest Gartenkomposter zuletzt überprüft. Testsieger wurde damals der Thermokomposter Handy von Neudorff. Dahinter konnte nur der Ramaplan Maxi-Komposter überzeugen. Die Modelle von Graf, Juwel und Gloria bekamen deutlich schlechtere Noten. Heute sind die Modelle, die Stiftung Warentest verglichen hat, nicht mehr erhältlich.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Komposter

Für besonders eilige Nutzer wollen wir an dieser Stelle die wichtigsten Fragen zum Thema Komposter beantworten.

6.1. Gibt es einen Komposter für den Balkon?

Guter Eimer für den Balkon.

Guter Eimer für den Balkon.

Die Kompostierung auf geringem Raum ist nicht unmöglich. Für den Balkon bieten sich spezielle Balkonkomposter oder Wurmkomposter an. Die Modelle werden meisten als kleine Kompostbehälter oder Kompost-Eimer verkauft. Bekanntestes Modell ist der Organico Bokashi Kompost-Eimer. In ihm sollen vor allem Küchenabfälle aus der Wohnung kompostiert werden. Der Preis von 46 € ist zwar relativ hoch, allerdings ist der Lieferumfang sehr umfangreich.

Neben dem Eimer mit Deckel gibt es auch noch einen Siebeinsatz, eine Glätkelle, einen Becher und einen Auslaufhahn. Zusätzlich zu dem Eimer benötigen Sie allerdings Mikroorganismen und kleine Tiere (z. B. Würmer). Das Fassungsvermögen von 16 Litern ist ausreichend für einen Single-Haushalt im Sommer. Sie können Ihren Blumenkasten dann mit eigener humusreicher Erde befüllen. Da die Kompost-Eimer nicht als richtige Komposter gewertet werden können, kommen sie in unserem Komposter Vergleich nur am Rande vor.

» Mehr Informationen

6.2. Was kommt in den Komposter?

Sie können alle organischen Küchen- und Gartenabfälle kompostieren. Neben Laub, Grasschnitt, Obst- und Gemüseresten können auch der Kaffeesatz mit Filterpapier, gehäckselte Äste, Schalen von Südfrüchten und schmutziges Küchenpapier auf den Komposthaufen. Bei gekochten Lebensmitteln sollten Sie vorsichtig sein, da Nagetiere und Vögel sich für die Essensreste interessieren. Hier können wir vor allem die geschlossenen Kunststoffkomposter aus den diversen Komposter-Tests empfehlen. Sie sollten keine Unkräuter (z. B. Giersch, Quecke oder Ackerwinde), die sich über die Wurzeln vermehren, in den Komposter werfen, da sich diese im Komposter ausbreiten und die Samen sich in der Komposterde befinden.

» Mehr Informationen

6.3. Welches Holz nimmt man zum Bau eines Komposters?

Metallkomposter von Brista.

Metallkomposter von Brista.

Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Komposter aus Holz zu bauen. Die wichtigste Frage ist natürlich, welches Holz man verwenden sollte. Es gibt zwei Möglichkeiten. Sie können preiswertes Weichholz verwenden und gut imprägnieren. Der Vorteil ist natürlich, dass Kiefer- oder Fichtenholz deutlich billiger ist. In der Regel hält es 3 – 5 Jahre.

Wenn Sie es regelmäßig mit Holzlasur bearbeiten, kann die Haltbarkeit auch länger sein. Sie können auch Hartholz verwenden. Die Haltbarkeit des Komposters kann dadurch verdoppelt werden. Die Verwendung von Birke oder Buche ist jedoch sehr teuer. Ein preiswerter Werkstoff, der auch etwas langlebiger ist, wäre Douglasienholz, allerdings wird dann ein Komposter ungefähr 90 € an Materialkosten verschlingen. Nicht mitgerechnet ist die Zeit, die Sie zur Herstellung benötigen.

» Mehr Informationen

6.4. Welches ist der beste Komposter für Rasenschnitt?

Für den Grasschnitt eignen sich vor allem einfache Thermokomposter. Je nach Größe Ihrer Rasenfläche sind hier 300 – 500 Liter ausreichend. Sie sollten jedoch nicht nur Rasenschnitt kompostieren, da sonst kein hochwertiger Kompost entstehen kann.

» Mehr Informationen

6.5. Woher weiß man, ob die Komposterde gut ist?

Da die humusreiche Erde des Komposters sehr nährstoffreich ist, sollten Sie keine Pflanzen in die pure Komposterde pflanzen. Ein bekanntes Mittel zur Bestimmung der Reife Ihres Komposts ist der Kresse-Test. Sie mischen Beeterde mit Komposterde im Verhältnis 50:50. Wenn die Kresse in dem Topf gedeiht, ist Ihr Kompost reif.

Wenn die Kresse nicht keimt oder eingeht, sollten Sie ihn noch ruhen lassen. Manche Menschen pflanzen auch einen Kürbis auf dem Komposthaufen, um die Reife zu bestimmen. Wenn er richtig gedeiht und viel Ertrag bringt, ist der Kompost in Ordnung und kann im Garten oder Gewächshaus ausgebracht werden.

» Mehr Informationen

Videos zum Thema Komposter

In diesem spannenden YouTube-Video nehmen wir einen Thermokomposter genauer unter die Lupe! Erfahrt, ob sich das Investment in einen Thermokomposter lohnt und wie schnell eure Küchenabfälle in wertvollen Kompost umgewandelt werden. Von der Montage über die Anwendung bis hin zur Effektivität – wir liefern euch alle wichtigen Informationen rund um das Thema Kompostieren mit einem Thermokomposter. Jetzt einschalten und die Welt des nachhaltigen Gartenbaus entdecken!

Quellenverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist ein Komposter? Wie funktioniert die Kompostierung?
  2. Welche Komposter-Typen gibt es?
  3. Welche Kriterien sind den Komposter-Kauf entscheidend?
  4. Wie wird ein Komposter richtig verwendet?
  5. Gibt es einen Komposter-Vergleich bei anderen Testmagazinen?
  6. Fragen und Antworten rund um das Thema Komposter
Portät von Garten-Expertin Sonja Di Leo vor einer Grünpflanze im Garten
Sonja Di LeoExpertin für Hochbeet, Gewächshaus & Kompost

Zusammenfassung: Die besten Komposter in aller Kürze.

Position
Modell
Preis
Fassungsvermögen
Maße
(Höhe x Breite x Länge)
Lieferzeit
Angebote
 
 
 
 
 
 
 
Platz 1
Komposter24 Thermokomposter
450 Liter
80 x 80 x 105 cm
Sofort lieferbar
Platz 2
Neudorff 775 DuoTherm
530 Liter
115 x 82 x 82 cm
Sofort lieferbar
Platz 3
Juwel Aeroquick
900 Liter
107 x 107 x 109 cm
Sofort lieferbar
 
 
 
 
 
 
 
Platz 4
Brista Universal
800 Liter
80 x 100 x 100 cm
Sofort lieferbar
Platz 5
Garantia Eco-King
600 Liter
95 x 80 x 80 cm
Sofort lieferbar
Unsere Produktvergleiche sind:

Immer aktuell:

Spätestens nach 120 Tagen aktualisieren wir jede Rubrik mit neuen Produkten und recherchieren Entwicklungen in den Bestenlisten. Dadurch sind unsere Empfehlungen jederzeit aktuell.

Neutral und unabhängig:

Unsere Tests und Vergleiche sind objektiv und faktenbasiert. Hersteller haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Wir sorgen für mehr Transparenz auf dem Markt und fördern so die Produktqualität.

Anspruchsvoll:

In unseren Tests & Vergleichstabellen nehmen wir nur Produkte auf, die unsere Mindeststandards erfüllen können. So stellen wir sicher, dass Sie aus einer großen Auswahl genau das richtige Produkt für Ihre Anforderungen finden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar zum Komposter Vergleich!

Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier.

Kommentare (3) zum Komposter Vergleich 2026
  • Manfred

    Ich brauche ein besonders witterungsbeständiges Produkt. Können Sie mich beraten? Danke.

    • ehemaligerredakteur - Vergleich.org

      Hallo Manfred,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und das Interesse an unserem Komposter-Vergleich.

      In dem Fall bietet sich ein Komposter aus Kunststoff an, denn solche Modelle gelten als besonders robust und witterungsbeständig.

      Beste Grüße

      Ihr Vergleich.org-Team

  • Felix Wogdalek

    Ich verstehe nicht, wieso sich der AEROPLUS 6000 von Juwel als Testsieger auf seiner HP bezeichnen darf da er ja nicht einmal in der Bewertung aufscheint. Tatsächlich ist dieser Komposter der größte Dreck den ich kaufen konnte.
    Diese Feststellung beruht nicht auf einmaligen Ausprobieren sondern nach 4-5 jährigen Versuchen den Komposter so zum funktionieren zu bringen wie es die Fa. Juwel verspricht. Jeder Billigsdorfer Komposter funktioniert um Eckhäuser besser als der Aeroplus 6000!!!

Ähnliche Tests und Vergleiche - Hochbeet, Gewächshaus & Kompost