
Hier sehen wir einige Forellenruten, die allesamt einen leichten, flexiblen Eindruck vermitteln, wie es für das Forellenfischen typisch ist.
Um Forellen zu fangen, gibt es nicht “die eine“ korrekte Fangmethode. Stattdessen haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Raubfische zum Anbeißen zu bringen – und für jede Methode des Forellen Angelns brauchen Sie eine Forellenrute eines anderen Typs.
Die Wahl der richtigen Angeltechnik hängt dabei sowohl vom persönlichen Geschmack ab – denn letztendlich soll das Angeln ja Spaß machen – als auch von der Jahreszeit. In der Zeit von Frühjahr bis Herbst sind aktive Angeltechniken, wie zum Beispiel die auch als „Schleppen“ bekannte Sbirolino-Methode, effektiver, während im Winter die Wahrscheinlichkeit eines Fangs beim eher passiven Grundangeln höher ist.
Im folgenden Abschnitt unseres Forellenruten-Vergleichs erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Methoden und zeigen Ihnen, wie sich das auf die Wahl Ihrer Forellen-Angelrute auswirkt.
1.1. Schleppmontagen sind ideal für Frühjahr und Sommer

Beim “Schleppen“ handelt es sich um eine langsamere Form des Spinnfischens. Besonders gut geeignet sind stabile Steckruten (zum Beispiel Matchruten oder Spinnruten).
Von Frühjahr bis Herbst bewegen sich die Forellen aktiv vagabundierend durch die Gewässer. Daher ist zu dieser Zeit zum Angeln von Forellen eine aktive Angeltechnik effektiver, als stationär nur einen einzelnen Punkt mit einer Posen- oder Grundmontage zu befischen.
Besonders beliebt ist bei Forellenanglern das sogenannte „Schleppen“ mit einer Pose oder einem Sbirolino (das ist eine Art Mischung aus Wurfgewicht und Pose). Dabei holen Sie die Montage nach dem Auswerfen und Absinken immer wieder langsam ein. Der sich drehende Köder, der sich langsam durch das Gewässer bewegt, ist für Forellen unwiderstehlich.
Beim Schleppen ist wichtig, dass die Rute nicht zu kurz ist, damit Sie die Montage auch weit genug auswerfen können. Gut geeignet sind zum Beispiel Matchruten oder Spinnruten mit einer Länge ab 3,30 m (oder noch besser 3,60 m) und einem Wurfgewicht von 10 bis 50 g.
1.2. Die Tremarella-Technik imitiert das Verhalten der Beutetiere

Bei der Tremarella-Methode lassen Sie die Spitze der Angelrute durch leichte Bewegungen des Handgelenks zittern. So simulieren Sie das Verhalten der Beutetiere.
Eine besondere Version des Schleppfischens mit Pose ist die sogenannte Tremarella-Technik, die man wortwörtlich als “Tatterich-Technik“ übersetzen könnte. Dabei wird die Rute aus dem Handgelenk heraus ins Schwingen versetzt, sodass sich der Köder zitternd unter Wasser bewegt.
Im Gegensatz zu anderen Angelmethoden sind beim Fischen mit der Tremarella-Technik Teleskopruten verbreiteter als Steckruten. Denn dünne, feine Teleskopruten verstärken die Schwingungen sogar noch. Das Wurfgewicht einer Tremarella-Montage ist sehr gering und beträgt meist deutlich weniger als 10 g. Dadurch sind die Tremarella-Ruten besonders leicht.
1.3. Stationäres Angeln ist ideal für die kalte Jahreszeit
Wenn die Temperaturen sinken, verändert sich auch das Verhalten der Forellen. Statt aktiv durch das Gewässer zu ziehen, verweilen die Raubfische im Winter länger an einzelnen Plätzen und halten sich vermehrt in der Nähe des Gewässergrunds auf.
Für das passive stationäre Fischen am Forellensee sind Grundruten mit einer sensiblen Spitze ideal, zum Beispiel einen Winkelpicker oder eine Feederrute. Als Köder wird meistens ein auftreibender Köder aus Forellenpaste genutzt, der aber auch mit einem zusätzlichen Lebendköder kombiniert werden kann, zum Beispiel einer Bienenmade.
Eine spezielle Technik, die vom Land aus möglich ist, ist das sogenannte „Drop Shot“. Beim Forellenangeln bezieht sich dieses auf eine spezielle Technik, bei der ein Köder (oft Gummiköder) an einem kurzen Abstand über dem Gewässerboden präsentiert wird. Hierbei wird ein spezieller Drop Shot-Haken an der Schnur befestigt, der einen kleinen Abstandshalter oder Gewicht am unteren Ende hat. Das Gewicht wird auf den Gewässerboden abgelassen, während der Köder über dem Boden schwebt. Drop Shot ermöglicht eine realistische Imitation von Beute, lockt Forellen an und erhöht die Chancen auf einen Biss.
1.4. Das Fliegenfischen hat besondere Anforderungen an die Angelrute

Gerade in Nordamerika wird das Fliegenfischen genutzt, um Lachse zu fangen. Aber auch die mit den Lachsen verwandten Forellen lassen sich so an Land ziehen.
Eine weitere beliebte Angelmethode bei der Jagd auf Salmoniden ist das Fliegenfischen. Beim Fliegenfischen arbeiten Sie mit sehr leichten Ködern, den sogenannten Fliegen. Da diese nicht mit einem Bleigewicht beschwert werden können, wird beim Fliegenfischen eine schwerere Schnur benutzt, um das Auswerfen zu ermöglichen.
Daher unterscheiden sich Fliegenruten auch stark von anderen Angelruten-Arten. Die Aktion einer Fliegenrute ist zum Beispiel im Vergleich mit einer Spinnrute eher parabolisch, das heißt, die Rute biegt sich über ihre ganze Länge. Andere Angelruten (zum Beispiel aus der Kategorie Feederrute oder Winkelpicker) haben eine reine Spitzenaktion, während ein Großteil der Rute steif bleibt.
1.5. Fazit: Die verschiedenen Fangmethoden im Überblick
Um Ihnen die Entscheidung für eine Forellenrute zu vereinfachen, haben wir Ihnen die verschiedenen Fangmethoden sowie deren Anforderungen an die Angelruten noch einmal in einer Tabelle zusammengestellt:
| Angelmethode | besondere Anforderungen |
| Schleppen | - Mindestlänge: 3,30 m
- Wurfgewicht: 10 – 50 g
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| Tremarella | |
| Ansitzangeln | - sensible Rutenspitze
- als Drop Shot möglich
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| Fliegenfischen | |

Hallo, kann man mit einer Forellenrute auch andere Fische fangen? Karpfen oder so?
Hallo Tim,
im Grunde genommen geht das, aber vielleicht nicht mit jeder Fischart. Zumindest bei einem kapitalen Karpfen wird eine Forellenrute wohl an ihre Grenzen kommen. Äschen oder Saiblinge sollten aber kein Problem darstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Vergleich.org