Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Spinnrute ist eine spezielle Art von Angelrute, die für das Spinnfischen gedacht ist, bei dem Sie immer wieder den Köder auswerfen, um Fische anzulocken.
  • Spinnruten-Modelle gibt es meistens in mehreren Ausführungen, die sich bei der Länge und dem Wurfgewicht unterscheiden. Sie alle haben gemeinsam, dass sie sehr leicht und dabei gleichzeitig stabil sind.
  • Mit welcher Länge und mit welchem Wurfgewicht Sie Ihre Spinnrute kaufen sollten, hängt davon ab, wo Sie sie einsetzen wollen (flache oder tiefe Gewässer) und welche Fische Sie fangen wollen (auch als Zielfische bekannt).

rutenrohling blank
Im Jahr 2014 gaben 1,04 Mio. deutsche Bundesbürger an, in ihrer Freizeit gerne zu angeln (Quelle: Statista). Das Fischen ist damit eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland. Dabei kommt es – wie bei vielen Hobbies – zu gravierenden Unterschieden, wie ernsthaft die Angelei verfolgt wird. Für manche ist es nur mal eine entspannte Tätigkeit an einem Sonntagmittag, für andere wiederum ein sehr leidenschaftlich ausgeübtes Hobby, für das sie sich viel Fachwissen und Kniffe aneignen.

Wenn Sie tiefer in die Materie eintauchen, werden Sie schnell feststellen, dass es gerade im Bereich des Angelzubehörs schier unendliche Details zu entdecken gibt. Doch bevor Sie sich an die Fischjagd machen und mit den gewieftesten Angeltechniken Ihre Köder auswerfen, gilt es, die richtige Angel für dieses Unterfangen auszuwählen. Auch hier gibt es eine große Vielfalt in der Kategorie Angelruten. In unserem Spinnrute-Vergleich 2020 bringen wir Ihnen heute eine Art von Angel näher, die sich großer Beliebtheit erfreut.

1. Was ist eine Spinnrute?

spinnruten test

Leicht und stabil: die Spinnrute.

Die Spinnrute wird oft auch als Spinningrute bezeichnet. Manche Modelle haben auch einfach das Kürzel „Spin“ im Namen. Sie ist in Deutschland eine der üblichsten Angel-Arten und wird beim Spinnfischen verwendet, welches wir Ihnen in Punkt 3 von unserem Spinnruten-Vergleich erläutern. Die Spinnrute zeichnet sich durch sehr leichtes Material aus.

Der „Stiel“, fachlich korrekter als Rutenrohling oder Blank bekannt, besteht fast immer aus Kunststoff, der mit sehr leichten Materialien wie Carbon (Kohlenstoff- oder Glasfasern) vermischt wird. Damit ist ein geringes Gewicht gewährleistet und gleichzeitig eine gute Stabilität möglich, damit Sie den gefangenen Fisch auch an Land ziehen können.

In unserem Spinnrute-Vergleich 2020 begeben wir uns sogleich an die Feinheiten, auf die es zu achten gilt. Vorher haben wir für Sie schon einmal übersichtlich Vor- und Nachteile der Spinnrute aufgelistet:

  • ideal geeignet zum Spinnfischen
  • viele Modelle mit unterschiedlichen Längen und Wurfgewichten wählbar
  • gut geeignet für Angel-Anfänger und Profis
  • können schnell brechen, wenn zu große Fische anbeißen

2. Was ist Spinnfischen?

Spinnruten in 5 Gewichtsklassen

In Deutschland ordnet man Spinningruten meist anhand des Wurfgewichts ein. Dabei gibt es 5 Stufen:

  • ultraleicht: 1 – 10 g
  • leicht: 5 – 30 g
  • mittel: 30 – 60 g
  • schwer: 50 – 120 g
  • ultraschwer: 100 – 250 g

Bevor Sie Ihren persönlichen Spinnrute-Testsieger wählen, sollte klar sein, wo Sie Ihre Spinningrute einsetzen wollen. Sie ist nämlich eine Spezialrute, die auf eine bestimmte Art des Fischens ausgelegt ist: das Spinnfischen.

Hierbei wird mit künstlichen Ködern versucht einen Raubfisch anzulocken und zum Anbiss zu bringen. Der Köder ist dabei in ständiger Bewegung, indem er im Wasser rotiert oder spinnt (abgeleitet vom englischen Begriff: spin = Drehung). Diese Bewegungen simulieren eine potentielle Beute, die sich nicht mehr optimal bewegt und somit als leichtes Ziel für den Zielfisch erscheint, der dann anbeißt und Ihnen sprichwörtlich ins Netz geht.

Im Vergleich zu anderen Angel-Arten ist die Wurfangelei, zu der das Spinnfischen zählt, eine aktivere Art des Fischens. Sie sitzen nicht stundenlang ruhig am Ufer, um mit Geduld auf den Fang des Tages zu warten, sondern werfen die leichte Spinnrute immer wieder aus, um mit der Spinnrute Hecht, Forelle und Co. anzulocken.

Gute Ausstattung erhöht die Erfolgschancen: Neben der richtigen Angel gibt es noch weiteres Angelzubehör, mit dem Sie gut ausgerüstet auf Fischjagd gehen können. Neben einem bequemen Angelstuhl ist ein Fischfinder sicher effektiver als Ihr bloßes Auge und auch ein Bissanzeiger nimmt Bewegungen am Köder möglicherweise eher wahr als Ihre Hand.

3. Kaufberatung für Spinnruten: Worauf ist zu achten?

Damit Ihnen die Wahl für Ihren persönlichen Spinnruten-Testsieger leichter fällt, haben wir Ihnen eine übersichtliche Tabelle zusammengestellt, die einige Kriterien auflistet und erklärt.

Kaufkriterien Beschreibung

Länge

Wie bei vielen anderen Angelruten-Typen gibt es bei den meisten Modellen die Auswahl zwischen unterschiedlichen Längen. Mit welcher Länge Sie Ihre Spinnrute kaufen, hängt auch davon ab, wo Sie sie einzusetzen gedenken. Bei Bootsangelei in tieferen Gewässern – wie etwa auf offenem Meer oder großen Seen – eignet sich eher eine Spinnrute, deren Reichweite etwas kürzer ist.

Sind Sie eher ein Verfechter der Uferangelei bei flacheren Gewässern, ist eine längere Spinnrute günstig. Bei der Transportlänge gilt es zu beachten, dass Sie auch in der Lage sind, diese beispielsweise im Auto unterbringen zu können. Es gibt Exemplare von Reiserouten, die in mehrere Teile zerlegt werden können, was den Transportkomfort erhöht.

Aktion

Damit ist das Biegeverhalten der Angel unter Belastung gemeint. Spinnruten haben meistens eine Spitzenaktion, was bedeutet, dass sich ausschließlich der Bereich der Spitze nach vorne biegt, während der restliche Teil unbeweglich stabil bleibt. Sie eignet sich besonders für weite Würfe und erlaubt einen kräftigen Anhieb des gefangenen Fisches.

Wurfgewicht

Neben der Länge ist das Spinnruten-Wurfgewicht ein entscheidendes Kriterium. Es legt fest, wie schwer die Köder sein sollten, die Sie mit der Spinnrute ins Wasser werfen. Befestigen Sie einen deutlich schwereren Köder an der Spinnrute, wäre sie überlastet und würde nicht ihre ideale Wurfweite erreichen.

Auch ist es gut möglich, dass sie unter der Belastung bricht, da sie für solche Gewichte nicht gebaut ist. Das Wurfgewicht entscheidet demnach auch darüber, wo Sie Ihre Spinnrute anwenden und welche Fischarten Sie damit fangen können. Je nach Zielfisch benötigen Sie unterschiedliche Köder, die sich auch beim Gewicht unterscheiden.

Gute Faustformel: Ist Ihre Spinningrute für ein Wurfgewicht von 5 – 35 g ausgelegt, können Sie das ideale Gewicht, das Ihr Köder haben sollte, um ihn möglichst weit werfen zu können, wie folgt berechnen. Erst: 5 + 35 = 40, dann: 40 / 2 = 20. Also sind 20 g hier das Idealgewicht des Köders.

4. Welche Hersteller von Spinnruten sind beliebt?

Beim Angelzubehör tummeln sich viele Hersteller und Marken am Ufer und werfen ihre Angebotsköder aus, bis überzeugte Kunden anbeißen. Einige von ihnen sind:

  • Jenzi
  • SPRO
  • Daiwa
  • Shimano
  • Abu Garcia
  • Plusinno
  • iLure
  • KastKing
  • Cormoran
  • DAM
  • Lixada
  • Balzer

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Spinnrute

5.1. Gibt es einen Spinnruten-Test der Stiftung Warentest?

Beringung

Die Transportlänge entscheidet, wie komfortabel Sie die Spinnrute transportieren können.

Die Stiftung Warentest bietet bislang noch keinen eigenen Spinnruten-Test an und behandelt den Bereich Angelzubehör auch sonst noch nicht merklich. Wenn Sie aber wissen, auf welche Kriterien es in der Wurfangelei ankommt, wo sie Ihre Angel auswerfen und welchen Zielfisch sie gerne an den Haken bekommen möchten, können Sie wichtige Aspekte wie die Länge und das Wurfgewicht so wählen, dass Sie die für Sie beste Spinnrute auswählen können.

5.2. Was kostet eine gute Spinnrute?

Günstige Einsteigermodelle fangen im Segment der Spinningruten im Angelshop oder Onlinehandel bereits bei ca. 30 Euro an. Wie so oft, sind je nach Marke und Zubehör wie noch deutlich mehr Euros zu investieren. Angelrollen, Angelkoffer, Angelspulen können Ihre Brieftasche in Windeseile um mehrere 100 Euro erleichtern.

5.3. Was bedeutet Köderkontakt bei einer Spinnrute?

leichte Spinnrute

Bei einigen Modellen im Lieferumfang enthalten: die Angelspule.

Um einen Fisch anzulocken, braucht es einen Köder. So weit, so klar. Da es sich beim Spinnfischen um eine Art des Angelns handelt, bei der Sie sehr aktiv sind und viele Wurfversuche unternehmen, um mit Ihrer Spinnrute Forelle oder Hecht anzulocken, ist es besonders wichtig, dass ein guter Köderkontakt vorhanden ist. Das bedeutet, dass Sie den Köder mit der Angelrute stets sensibel steuern können, weil er sich auch im Wasser ständig bewegt und hin- und hergezogen wird. Nur so wird der Raubfisch auch fette Beute wittern und erst zu spät merken, dass die ganze Sache einen Haken hat.

5.4. Wie schwer ist der Zusammenbau einer Spinnrute?

Die Spinnrute ist ein Angelrute, deren Blank ständiger Bewegung ausgesetzt ist und somit darauf angewiesen ist, dass die materielle Beschaffenheit stabil bleibt, egal, ob beim Angeln ein Hecht, Zander oder Barsch am Haken hängt. Trotzdem muss es sich dabei nicht um ein Einzelteil handeln. Die meisten Modelle bestehen aus zwei Teilstücken, die Sie leicht miteinander verbinden können. Dadurch reduziert sich dann auch die Transportlänge auf ein Maß, das es Ihnen erlaubt, die Spinningrute in Ihrem Auto zu transportieren. Das ist gut, weil Sie häufig auch noch weiteres Zubehör wie Kescher oder ein Angelzelt mitführen müssen. Wie Sie eine Spinnrute zusammenbauen, zeigt auch dieses anschauliche Video: