Das Wichtigste in Kürze
  • Oftmals sind Großfische wie Hecht oder Zander erst in mindestens zwei Metern Tiefe zu finden, so dass ein Raubfischkescher im Vergleich zu konventionellen Unterfangkeschern vor allem durch seine Länge hervorstechen muss. Einmal eingenetzt können große Raubfische zudem enormen Widerstand leisten, eine mitunter kraftzehrende Herausforderung für Angler und Kescher. Daher sind die tiefen, gummierten Netze der besten Raubfischkescher aus widerstandsfähigen Kunststoffmaterialien und befestigt an einem stabilen und zugleich handlich leichten Aluminium-Gestell gefertigt. Doch darüber hinaus gibt es noch weitere Aspekte zu beachten, wenn Sie einen Raubfischkescher kaufen möchten.
raubfischkescher-teaser

Regelmäßig erreichen Hechte Längen von bis zu einem Meter. Nicht selten überschreiten sie diese auch. Ohne ein tiefes und weites Netz würde deshalb jeder noch so lange und stabile Rahmen nutzlos bleiben.

1. Macht alleine die Länge im Test einen guten Raubfischkescher?

Um einen Raubfisch erfolgreich landen zu können, muss der Kescher zunächst einmal selbst zum Fisch kommen. Gerade beim Großfischangeln vom Ufer aus haben sich erst Raubfischkescher mit einer Länge von mindestens zwei Metern als wirklich verlässlich erwiesen. Doch nicht immer ist ein besonders langer Kescher auch gleichzeitig gut handhabbar. Nicht zuletzt deshalb haben viele Hersteller wie Savage Gear oder Fox Rage ihre Raubfischkescher um eine Teleskopfunktion erweitert, mittels derer die Länge des Stabes mühelos verändert und fixiert werden kann. Dank dieser Flexibilität kann der Kescher sowohl vom Boot als auch vom Ufer aus ohne Bedenken über Platzmangel oder fehlende Reichweite eingesetzt werden.

Eine weitere praktische Stärke vieler Großfischkescher liegt im schnellen Ein- und Ausklappen des Netzkopfes. Ein großer Vorteil dieser klappbaren Raubfischkescher ist, dass das schnelle Bereithalten des Keschers nicht mehr der vollen Aufmerksamkeit des Anglers bedarf. Somit kann in brenzligen Situationen ohne viel Zeitverlust und mit minimalem Aufwand der Kescher sogar einhändig in Stellung gebracht werden.

2. Wie bleibt der Raubfisch sicher im Netz?

Nachdem man mit seinem Kescher den Fisch erreicht hat, kann auf dem Weg Richtung Land noch einiges schieflaufen.

Um Hecht oder Karpfen überhaupt erstmal einfangen zu können, ist der Einsatz eines weiten Netzes naheliegend. Allerdings können mit einem stabilen und schwer biegsamen Netzbügel auch größere Fische durch kleinere Netzöffnungen quasi „eingelöffelt“ werden. Somit ist vielmehr die Tiefe des Netzes entscheidend, denn im ungünstigsten Fall verlässt der Fisch beim Landen über diesen Weg das Netz wieder und die Mühe war umsonst. Zwar ist die Wahl eines Keschers mit optimaler Netztiefe sicherlich auch von der Länge des Zielfisches abhängig, doch um größere Raubfische wie z. B. Hechte sicher im Netz zu behalten, sollte eine Tiefe von mindestens 60 bis 70 cm gegeben sein. Für ganz besonders große Exemplare angefertigte XXL-Raubfischkescher erreichen sogar Netzgrößen und -tiefen von bis zu einem Meter.

Tipp: Im Übrigen gewähren Raubfischkescher mit gummierten Netzen eine bessere Stabilität und sorgen zudem dafür, dass sich verirrte Angelhaken wieder einfacher lösen lassen.

3. Passt der Großfischkescher auch in meinen Angelrucksack?

Verschiedene Raubfischkescher-Tests zeigen, dass auch in dieser Frage die Modelle die Nase vorn haben, bei denen die Länge durch Einklappen oder Teleskopieren verändert werden kann. Auf diesen Wegen lässt sich das Transportmaß oftmals auf knapp die Hälfte der ursprünglichen Reichweite des Keschers reduzieren. Seltener finden sich dagegen Modelle, die aus zwei oder drei Einzelteilen, z. B. Netz u. Stab, zusammengeschraubt werden müssen und daher im Transport besondere Vorteile mit sich bringen. Diese Kescher sollten beim Angeln jedoch immer vormontiert einsatzbereit sein, ist der Aufbau doch meist mit etwas mehr Zeit verbunden – Zeit, die Ihnen der Fisch mitunter nicht lassen wird.

Ergänzend zu unserem Vergleich empfehlen wir Ihnen folgende Raubfischkescher Tests: