Das Wichtigste in Kürze
  • Meeresruten sind in der Regel aus Carbon gefertigt und dadurch sehr leicht und trotzdem fest. So brauchen Sie keine Bedenken haben, ob Ihre Rute dem Wind, den Strömungen oder einem Kampf mit einem starken Fisch Stand hält.
  • Meeresruten werden meist zum Pilkern verwendet. Diese Köder können zwischen 100 und 600 g wiegen und haben in der Regel die Form eines kleinen Fisches.
  • Angelruten zum Meeresangeln können unterschiedlich lang sein. Gängig sind mittellange Versionen zwischen 2,40 und 2,70 m. Kurze Ruten sind zwischen 1,80 und 2,10 m lang. Bei starkem Wellengang sollte die Angel zwischen 3,00 und 3,50 m messen.
meeresruten test

Ausgerüstet mit Echolot, Bissanzeiger und Kescher fahren Sie zusammen mit Ihrer Meeresrute aufs Meer hinaus und angeln im tieferen Wasser nach Fischen wie Dorsch, Heilbutt und Rotbarsch.

Laut einer Umfrage des IfD Allensbach gehen über 6 Millionen Deutsche angeln. Das Fischangebot in Flüssen und Bächen ist für den ein oder anderen Angler irgendwann langweilig. Das Angeln auf dem Meer bietet hier eine gute Abwechslung. Notwendig dafür ist die beste Meeresrute.

Die Meeresrute wird auch Pilkrute genannt. Dieser Name ist durch den speziellen Köder zustande gekommen, der für das Meeresangeln verwendet wird. Da das Wetter auf See häufig unberechenbar ist, muss eine Pilkrute Wind und starken Strömungen Stand halten.

In unserem Meeresruten-Vergleich 2020 erfahren Sie, wie lang eine Angelrute zum Meeresangeln sein sollte, wie hoch das Wurfgewicht sein muss und welches Material sich am besten für Meeresruten eignet. Die Stiftung Warentest hat bisher übrigens keinen Meeresruten-Test durchgeführt.

meeresrute mit rolle

Inliner Meeresruten unterscheiden sich von anderen Pilkruten darin, dass die Schnur durch das Innere der Rute verläuft und nicht durch die Ringe außerhalb der Rute.

1. Was zeichnen Meeresruten aus?

Meeresruten werden zum Angeln vom Ufer oder auf Booten verwendet. Daher werden diese Ruten auch häufig Bootsruten oder Pilkruten genannt. Da das Meer stärkere Strömungen und Winde aufweist, muss der Blank (die Rute) besonders fest sein. Die beste Meeresrute ist daher aus einem leichten Material, welches trotzdem stark ist wie beispielsweise Carbon.

meeresrute angeln

Nach Raubfischen wird meist mit einer Spinnrute geangelt. Diese eignet sich allerdings nicht für das Meeresangeln – hierfür benötigen Sie eine spezielle Meeresrute.

Um dem Gegenwind beim Auswerfen trotzen zu können, muss die Rute eine hohe Rückschnellkraft aufweisen. Auch ein hohes Wurfgewicht wird hier benötigt, damit der Köder an der gewünschten Stelle versenkt wird.

Neben den Eigenschaften der Rute ist auch die richtige Rolle zum Meeresangeln wichtig. Sie sollten eine Rolle wählen, welche robust und salzwassergeschützt ist. Andere Rollen weisen nach kurzer Zeit Korrosionen auf und können während des Angelns von der Rute fallen. Am besten sind für Meeresruten Multi-, Stations- und Baitcastrollen geeignet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich die Schnur. Wenn Sie eine teure Meeresrute kaufen, können Sie auch mit einer dünnen Schnur keine Fische Fangen. Sie können beim Meeresangeln ruhig zu einer dickeren Schnur greifen (zwischen 0,15 mm und 0,17 mm). Die Länge der Schnur sollte bei einer Pilkrute bei etwa 200 m liegen.

Folgende Vor- und Nachteile ergeben sich für Meeresruten im Vergleich zu anderen Angeln:

  • kompakte Transportmaße
  • Köderführung sehr intuitiv
  • kräftiges, steifes Blank
  • eher ungeeignet für kleinere Fische (kleiner als 20 cm)
meeresrute meeresangeln

Das Meeresruten-Set beinhaltet nicht nur die Rute, sondern auch weiteres Zubehör wie eine Rolle und die passende Schnur. Meist legen die Hersteller hier auch einen Transporthülle bei.

2. Kaufberatung für Meeresruten: Worauf kommt es an?

Damit Sie sich für Ihren persönlichen Meeresruten-Testsieger entscheiden können, sollten Sie auf die Länge der Rute, das Gewicht, die Trasportlänge und natürlich das Wurfgewicht achten. Sind Sie ein Anfänger und wollen das Meeresangeln zunächst ausprobieren, kann auch eine günstige Meeresrute bereits ausreichen.

Bootsruten können Sie in Preiskategorien zwischen 30 € und 170 € erwerben.

Hochwertige und meist etwas teurere Pilkruten erhalten Sie beispielsweise von folgenden Marken:

  • Askari
  • Daiwa
  • Balzer
  • Penn
  • Spro
  • Shimano
  • Sportex

2.1. Länge: Mittellange Ruten reichen von 2,40 bis 2,70 m

meeresrute rutenhalter

Meeresruten müssen, wie die meisten anderen Angeln auch, nach dem Transport zusammengesteckt werden. Es gibt nur wenige Teleskop-Meeresruten.

Meeresruten können Sie in Längen zwischen 1,80 und 3,50 m kaufen. Mittellange Typen zwischen 2,40 und 2,70 m werden von den meisten Anglern bevorzugt. So können Sie den Köder weit genug hinaus werfen. Kurze Ruten empfehlen sich eher für das Angeln auf dem Boot. Die eigene Körpergröße spielt beim Kauf keine Rolle.

Je höher der Wellengang, desto länger sollte die Rute sein. Dadurch können Sie den Köder auch bei starken Wogen gut kontrollieren. Zudem lässt sich das Vorfach (Schnur von der Hauptschnur zum Köder) mit einer längeren Rute auch bei stärkerem Wind besser auswerfen. Dies ist wichtig, da gerade das Angeln entgegen der Windrichtung sehr erfolgreich ist.

Auf stürmischer See wie der Nordsee empfehlen wir Ihnen eine mittellange Pilkrute (2,40 bis 2,70 m). Diese hält dem Wetter, der Strömung und den Fischen Stand. Das Wurfgewicht sollte hier möglichst hoch sein, damit der Köder schnell versinkt (ab 300 g).

Fahren Sie auf die Ostsee hinaus, reicht auch eine kürzere Rute (1,80 bis 2,10 m), da die Winde weniger stark sind als auf der Nordsee. Das Wurfgewicht sollte bis 200 g gehen, damit der Köder sinkt.

Wollen Sie in den Fjorden von Norwegen angeln, sollten Sie ebenfalls zu einer mittellangen Rute (2,40 bis 2,70 m) greifen. Die Winde sind, je nach Lage des Fjords mal stärker oder schwächer. Mit der mittellangen Rute können Sie in beiden Wetterlagen Fische fangen. Ein hohes Wurfgewicht ab 300 g ist hier empfehlenswert.

2.2. Wurfgewicht: Am besten Wurfgewichte zwischen 80 und 200 g

meeresrute fisch

Zu den beliebtesten Fischen bein Pilkern gehören Dorsch, Rotbarsch und Hering.

Das Wurfgewicht gibt an, bei welchem Ködergewicht die Angel am besten arbeitet. Bei der Meeresrute liegen die unteren Klassen zwischen 50 und 80 g. Die oberen Grenzen sind in dieser Kategorie schon breiter gestreut: Einige Produkte können Köder bis zu 600 g halten, andere lediglich bis zu 120 g.

Je nach Witterung, Standort und ausgesuchter Beute ist nicht unbedingt ein schwerer Köder der beste. Verschiedene Meeresruten-Tests empfehlen ein Wurfgewicht zwischen 50 und 100 g bei normaler Witterung. Sind Wind und Strömung etwas stärker, sollte der Wurfgewicht zwischen 170 und 200 g betragen, damit der Köder schnell versinkt.

Zum Meeresangeln werden nicht nur Pilker als Köder verwendet. Häufig greifen Angler auch zu Gummi- oder Naturködern. Damit Sie sicher sein können, dass der gewünschte Fisch anbeißt, sollten Sie sich vorher informieren, welche Fangmethoden am erfolgreichsten. Für einen Dorsch können Sie beispielsweise sehr viele Köder verwenden.

2.3. Eigenschaften: Ruten aus Carbon sind leicht und dennoch fest

Pilker (Köder)

Der Pilker ist ein künstlicher Köder und wird meist aus salzwasserfestem Metall gefertigt. An einem Ende ist er mit einer Anbissstelle versehen. Der Pilker imitiert eine Fischform und soll im Wasser Druckwellen erzeugen, damit die Fische angelockt werden.

Neben Wurfgewicht und Länge der Rute ist das Transportgewicht wichtig. Müssen Sie Ihre Ausrüstung beispielsweise etwas weiter tragen, ist es vorteilhaft, wenn die Ausrüstung nicht zu groß und zu schwer ist. Wir empfehlen eine Transportlänge von unter 1,30 m und ein Gewicht zwischen 200 und 300 g.

Einige Meeresangelruten können Sie im Set erwerben. Diese Produkte verfügen neben einer Rute auch über eine passende Rolle und eine Schnur. Zudem ist hier meist eine Tasche oder ein Rohr für Ihre Rute enthalten.

Damit der Köder einfach nach oben gezupft werden kann, sollte die Meeresrute nicht weich, sondern eher steif und fest sein. So kann die Rute auch kraftvoll nach vorn schnellen. Daher eignet sich Carbon besonders gut als Material.

Die Beringung der Pilkrute spielt ebenfalls eine Rolle. Gerade beim Meeresfischen, wenn die Rute salzwasser ausgeliefert ist, müssen die Ringe dem Stand halten. Ringe aus rostfreiem Stahl oder Titanium-Oxyd eignen sich hierfür besonders gut. Eine SIC-Beringung ist sehr schnurschonend.

Damit die Rute Ihnen nicht aus der Hand rutscht, sollten Sie darauf achten, dass der Griff gummiert ist oder aus einem anderen, rutschfesten Material besteht. Hier eignet sich beispielsweise Kork sehr gut. Auf dem Boot werden die Meeresruten mit Rolle meist in einem Rutenhalter festgemacht.

meeresrute vergleich

Die Pilkrute ist eher steif und dennoch leicht. So können Sie das Vorfach mit hoher Kraft weit hinaus befördern.

3. Fragen und Antworten rund um Meeresruten

Das Meeresangeln erfreut sich besonders unter erfahrenen Anglern höherer Beliebtheit. Doch gerade Einsteiger fragen sich häufig, welche Fische im Meer gefangen werden können und ist eine geflochtene oder monofile Schnur besser geeignet?

3.1. Wie und wann werden Meeresfische am besten gefangen?

meeresrute pilkrute

Welche Fische Sie finden, hängt unter anderem von der Jahres- und Tageszeit ab.

Zu den beliebtesten Fängen aus dem Meer zählen Dorsch, Heilbutt, Rotbarsch, Makrele und Hering. Meistens können Sie die Fische in Fjorden, beispielsweise in Norwegen antreffen. Auch in der Ost- und Nordsee können Sie einige dieser Fische fangen.

Anzutreffen sind die Fische in Tiefen zwischen 10 und 100 Metern. Wir empfehlen Ihnen daher sich eine Fisch-Art auszusuchen, damit Sie Köder, Tiefe und Zeit anpassen können. In der folgenden Tabelle listen wir Ihnen drei beliebte Fische mit den notwendigen Angel-Informationen auf.

Fisch Informationen
Dorsch
  • Fundort: Küsten und Fjorde in Grundnähe (100 m)
  • beste Zeit: März bis Mai (in manchen Gewässern auch ganzjährig, z. B. Mittel-, Nordnorwegen)
  • Größe: zwischen 50 und 70 cm, Gewicht bis zu 5 kg
Heilbutt
  • Fundort: Küsten und Fjorde in einer Tiefe zwischen 10 und 50 m
  • beste Zeit: Mai bis Oktober
  • Größe: zwischen 70 und 100 cm, Gewicht zwischen 20 und 40 kg
Hering
  • Fundort: Küste und Fjorde in allen Wasserschichten
  • beste Zeit: ganzjährig
  • Größe: zwischen 20 und 25 cm, Gewicht bis zu 0,7 kg

3.2. Welche Schnur eignet sich am besten für Meeresruten?

meeresrute bootsrute

Die Strömung im Meer ist sehr stark, weswegen die Meeresrute besonder fest und stark sein muss.

Beim Meeresangeln sind sowohl geflochtene, als auch monofile Schnüre sehr gängig. Während die geflochtenen Schnüre aus vielen Fasern besteht, ist die monofile Schnur ein einziger Nylonfaden. Ein Vorteil der geflochtenen Variante ist, dass kein Schnurdrall entsteht und sie eine höhere Tragkraft besitzt.

Die monofile Schnur bietet dagegen eine geringere Angriffsfläche und erreicht auch mit leichten Ködern schnell den Meeresgrund. Allerdings lässt sich der Köder etwas schwerer bewegen, da sich Schnur sehr dehnt. Nachteil der geflochtenen Schnur: Die Ringe werden stärker belastet und es kann zu scharfen Kanten kommen, die die Schnur beschädigen.