
Für einen optimalen Sitz müssen sich die Riemen vom Skaterhelm, wie von VERVE beispielsweise, einstellen lassen.
2.1. Anwendungsbereich
Bevor Sie einen Skateboardhelm kaufen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, in welchem Bereich er Anwendung finden soll. Brauchen Sie ihn, um sich beim Tricksen im Park zu schützen? Möchten Sie Ihren Skaterhelm vielleicht auch beim Fahrradfahren tragen? Oder sind Sie eher der Typ, der in vollem Tempo Berge hinab düst?
In unserer Kaufberatung zum Skaterhelm-Vergleich 2026 erfahren Sie, welche Kategorie von Helm zu Ihnen passt:
| Anwendung | Erklärung |
| Skaten im Park 
| - Unfälle geschehen zwar häufiger, sind dank niedrigerer Geschwindigkeit aber meistens weniger heftig
- Sie brauchen also einen Helm, der Sie vor vielen, aber weniger starken Stößen schützt
- die besten Skaterhelme für diesen Bereich verfügen über eine harte Außenschale und eine weiche Schaumstoffpolsterung im Inneren (sind also Hartschalenhelme)
- es reicht meist ein regulärer Halbschalen-Helm, der den Kopf von oben, von den Seiten und von hinten schützt
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| Skaten & Fahrradfahren 
| - wenn Sie auf der Suche nach einem Skaterhelm sind, den Sie auch zum Fahrradfahren verwenden können, sollten Sie sich auf jeden Fall für ein Modell mit DIN EN 1078- oder CPSC-Zertifizierung entscheiden
- der Unterschied zu regulären Skaterhelmen: CPSC-Helme verfügen meist über eine spezielle EPS-Schutzschicht, die höheren Schutz bei heftigeren Zusammenstößen bietet
- beim Radfahren kommt es zwar seltener zu Unfällen – wenn diese aber passieren, dann meist mit größerer Wucht als die kleinen Zwischenfälle beim Tricksen mit dem Skateboard
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| Speedskaten 
| - beim Speedskaten zählt die Schnelligkeit, Ihr Helm sollte also möglichst wenig Windwiderstand bieten
- außerdem wichtig: gute Belüftung und wenig Gewicht
- Speedskater greifen deswegen meist zu Helmen, die auch von Rennradfahrern getragen werden
- diese Helme verfügen über eine sogenannte In-Mold-Technologie (keine Hardshell-Konstruktion, denn die wäre zu schwer)
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| Downhill Skaten 
| - sobald Sie schneller unterwegs sind und mit hoher Geschwindigkeit steile Straßen hinab düsen (z.B. mit dem Longboard), sollten Sie über einen Vollvisier-Helm (auch „Fullface-Helm“ oder „Integralhelm“ genannt) nachdenken
- Vollvisier-Helme sind so konstruiert, dass sie auch das Kinn, den Kiefer und die Wangen schützen
- sie haben außerdem ein Visier, das die Augen vor Sonne und kleinem Geäst schützt
- auch hier ist wichtig: Ihr Helm sollte eine EPS-Schutzschicht aufweisen
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2.2. Passform

Vorm Helmkauf sollten Sie auf jeden Fall erstmal Ihren Kopfumfang messen.
Das Allerwichtigste bei der Wahl des richtigen Skaterhelms: Er muss sitzen! Das heißt, dass er weder zu locker hängen, noch unangenehm drücken darf. Optimalen Schutz bietet ein Helm nur dann, wenn er die perfekte Passform hat.
Konkret heißt das:
- messen Sie Ihren Kopfumfang, bevor Sie einen Skaterhelm kaufen. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie das Maßband etwa einen Zentimeter über Ihren Augenbrauen anlegen. Wählen Sie dann die richtige Skaterhelm-Größe.
- bei der Anprobe sollte sich der Helm bequem auf die Mitte der Stirn platzieren lassen, ohne dass Sie ihn vorne oder hinten runterziehen können.
- stellen Sie sicher, dass der Helm eine für Sie angemessene Verschlusstechnik hat. Zwischen Kiefer und Riemen sollte maximal ein Zentimeter Platz sein.
- der Helm sitzt richtig, wenn er weder wackelt noch rutscht. Um dies zu überprüfen, setzen Sie den Helm auf, lassen Sie den Verschluss offen und schütteln Sie Ihren Kopf. Hält der Helm, ohne dabei zu drücken? Dann hat er die richtige Passform.
Viele Modelle sitzen nicht direkt perfekt, lassen sich aber mit ein paar Einstellungen im Inneren anpassen. Achten Sie also auch darauf, ob Ihr Skaterhelm verstellbar ist. Es gibt übrigens auch Skaterhelme speziell für Kinder. In unserem Skaterhelm-Vergleich haben wir uns aber in erster Linie mit Skaterhelmen für Erwachsene befasst.
Achtung: Vor allem Eltern tendieren dazu, Ihren Kids einen Skaterhelm zu kaufen, in den sie noch „reinwachsen“ sollen. Aber auch für Kinderhelme gilt, dass sie nur dann optimal schützen können, wenn Sie perfekt am Kopf sitzen!
2.3. Be- und Entlüftung
Wer ausgiebig skatet, der weiß, dass es manchmal ganz schön anstrengend und warm werden kann. Vor allem unter dem Helm baut sich schnell heiße Luft auf – und man schwitzt. Möchten Sie also einen kühlen Kopf bewahren, so sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Skaterhelm ausreichend Belüftungsmöglichkeiten aufweist.
Tipp: Hierbei zählt nicht nur die Anzahl der Löcher im Helm – auch die Verarbeitung des Innenlebens kann eine Rolle spielen. Und: Wenn Sie als Speedskater unterwegs sind, muss Ihnen natürlich bewusst sein, dass Belüftung immer auch Kompromisse bei der Windschnittigkeit bedeutet.
2.4. Prüfsiegel und Normen
Es gibt verschiedene Prüfsiegel und Normen, die bei der Auswahl des richtigen Helms helfen können. Für Skaterhelme sind vor allem folgende Zertifizierungen von Bedeutung:
| DIN EN 1078 | TÜV |
- Die DIN Norm EN 1078 ist eine europaweite Sicherheitsnorm für Fahrrad- und Skaterhelme.
- Die Anforderungen und die entsprechenden Prüfverfahren betreffen vor allem die Konstruktion, die stoßdämpfenden Eigenschaften, die Trageeinrichtung (einschließlich Kinnriemen) und die Befestigungsvorrichtungen.
- Nach bestandener Prüfung erhalten die Helme eine Baumusterbescheinigung.
| - Der TÜV führt in sämtlichen Bereichen unabhängige Produkttests und Sicherheitskontrollen durch und prüft unter anderem auch Sporthelme.
- Außerdem bietet der TÜV eine Zertifizierung an, die dem Produktsicherheitsgesetz sowie der europäischen Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung entspricht.
- Achten Sie auf das CE-Prüfzeichen!
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Das amerikanische Gegenstück zur DIN EN 1078 ist die Prüfnorm der „Consumer Products Safety Commission“ (CPSC). Vor allem bei amerikanischen Herstellern können Sie also darauf achten, ob der Helm ein CPSC-Zertifikat hat. Eine weitere wichtige Prüfnorm: Die „ASTM F1492“ der „American Society for Testing and Materials“.
Tipp: Wenn Sie auf der Suche nach einem Stoßschutzhelm für Kleinkinder sind, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass dieser der Norm DIN EN 1080 entspricht. Diese Norm berücksichtigt, dass ein Fahrrad- oder Skaterhelm fürs Kind über einen Selbstöffnungsmechanismus verfügen sollte, weil Kinder dem Risiko ausgesetzt sind, beim Spielen mit dem Helm hängenzubleiben.
habe eins noch nicht ganz gecheckt: kann man einen skaterhelm auch als skihelm benutzen?
Lieber Nazim,
vielen Dank für die interessante Nachfrage!
Es gibt tatsächlich Wintersportler, die auf der Piste einen Skaterhelm tragen. Prinzipiell handelt es sich aber um zwei verschiedene Arten von Helmen. Ski- und Snowboardhelme haben eine eigene Prüfnorm (EN 1077), die von Skaterhelmen nicht erfüllt wird. Außerdem geht es bei Skihelmen viel stärker um den Schutz des Nackens und darum, die Ohren warm zu halten. In unserem Skihelm-Vergleich erfahren Sie mehr zum Thema!
Unsere Empfehlung: Skaterhelm fürs Skaten und Skihelm fürs Skifahren. Nur so können Sie sich richtig vor Verletzungen schützen.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen!
Ihr Vergleich.org-Team