Longboard Test 2016

Die 7 besten Longboards im Vergleich.

AbbildungTestsiegerMadrid Longboard TranceRAM FR 1.0Globe GeminonOsprey TY 5252Mike Jucker HawaiiPreis-Leistungs-SiegerMindless Longboard RogueMy Area Longboard
ModellMadrid Longboard TranceRAM FR 1.0Globe GeminonOsprey TY 5252Mike Jucker HawaiiMindless Longboard RogueMy Area Longboard
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,1sehr gut
06/2016
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
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Bewertung1,4sehr gut
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Bewertung1,5gut
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Bewertung2,5gut
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Kundenwertung
11 Bewertungen
59 Bewertungen
9 Bewertungen
113 Bewertungen
156 Bewertungen
61 Bewertungen
32 Bewertungen
Form des BoardsDie klassische Form ist pin tail in der Form eines Entenschwanzes. Neuere Modelle sind in twin tip Form. Sie sind in symmetrischer Form und haben Aussparungen an den Rädern.twin tiptwin tiptwin tiptwin tippin tailpin tailpin tail
Longboard TypAuf die einzelnen Typen sollte nicht zu viel Wert gelegt werden, da die Grenzen in der Regel sehr fließend sind.Downhill LongboardFreeride LongboardFreestyle LongboardCarving LongboardFreestyle LongboardCruiser LongboardCruiser Longboard
Länge des BoardsJe länger das Board, desto schneller kann man fahren, jedoch wird auch die Lenkung schwieriger99 cm
39 in
96,50 cm
38 in
88,9 cm
35 in
99,06 cm
39 in
106,7 cm
42 in
96,50 cm
38 in
116,46 cm
45,85 in
Achsenabstand (Wheelbase)Je größer der Achsenabstand, desto schneller das Board. Größere Achsenabstände bedeuten auch schwierigere Lenkung76,5 cm
30 in
90,15 cm
35,5 in
63 cm
24,8 in
97,79 cm
38,5 in
100,33 cm
39,5 in
71,50 cm
28,2 in
110,1 cm
43,3 in
Breite des Boards24,5 cm
9,6 in
22,2 cm
8,75 in
22,86 cm
9 in
22,86 cm
9 in
22,90 cm
9 in
24,75 cm
9,75 in
24, 5 cm
9,625 in
Material des DecksDas Material gibt Aufschluss über den Flex, also die Biegung des Decks. Ahorn ist härter und hat weniger Flex, Bambus ist weicher und hat mehr Flex. Der Flex sollte den Vorlieben des Fahrers entsprechen. Meist mögen schwerere Personen einen geringeren Flex und Leichtere einen höheren Flex.AhornAhornAhornAhornAhorn/BambusAhornAhorn
Stärke des DecksUmso mehr Schichten, umso stärker ist das Deck. Umso stärker das Deck ist, umso geringer der Flex7 Lagen7 Lagen8 Lagen9 Lagen7 Lagen9 Lagen7 Lagen
Verarbeitung des Decks
Durchmesser der Räder70 mm70 mm69 mm75 mm69 mm70 mm70 mm
Breite der Auflage der Wheelsschmalere Wheels sind schneller, haben aber auch weniger Grip43 mm53 mm55 mm65 mm55 mm42 mm42 mm
Härte der Rädersoftere Rollen haben mehr Grip, nutzen aber schneller ab.80 A78 A83 A80 A78 A80 A86 A
KugellagerChromkugellagerChromkugellagerChromkugellagerKarbonkugellagerChromkugellagerChromkugellagerChrom Kugellager
Geschwindigkeit
Gewicht des Boards3 kg3 kg3 kg2.5 kg3 kg3 kg3 kg
zulässiges Höchstgewicht des Fahrers90 kg90 kg-90 kg90 kg90 kg-
Vorteile
  • hochwertige Verarbeitung
  • leises Fahren
  • gute Wendbarkeit
  • lange Haltbarkeit
  • sehr stabil
  • gute Wendbarkeit
  • leichtes Fahren auch auf langen Strecken
  • lange Haltbarkeit
  • sehr stabil
  • ansprechendes Design
  • sanftes Fahrgefühl
  • gute Wendbarkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • leises Fahren
  • sehr stabil
  • guter Flex
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Longboard-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Longboards gibt es eigentlich schon seit den 1960er Jahren. Sie gelten als die Vorgänger des heute allseits bekannten Skateboards. Zuerst in Vergessenheit geraten, erlebte das Longboard durch technische Verbesserungen in den 1970er Jahren ein Comeback. Heute sieht man es sehr häufig als Trendsportgerät in Großstädten.
  • Schaut man sich den Aufbau eines Longboards an, dann sieht dieser folgendermaßen aus: Es besteht aus einem Korpus, der mit Achsen aus Aluminium verbunden ist. Die Rollen bestehen seit dern 1970er Jahren aus Polyurethan, die Kugellager aus Chrom oder Keramik.
  • Es gibt verschiedene Arten von Longboards: Modelle für die Abfahrt, Produkte, die sich fürs Carving eignen, Einsteigermodelle, wie das Freeride Longboard oder auch Mini Modelle für Kinder (Mini-Longboards).

Vor allem in deutschen Großstädten sind die sogenannten Longboards – auf Deutsch Langbretter – immer mehr im Kommen. Dies ist hauptsächlich auf die Umgebungssituation zurückzuführen, da weder gute Seen zum Surfen im Sommer und auch keine richtigen Berge im Winter zum Snowboarden vorhanden sind. Die Lösung für Menschen, die es mögen, sich auf Bretter zu stellen, heißt Longboard. Es verbindet die Freude des Surfens und Snowboardens miteinander und gestattet dem Fahrer diesen Spaß auf normalen Asphalt auszuleben. Vor allem in unserer Hauptstadt Berlin gehören die Longboards immer mehr zum Alltag.
Alles, was Sie schon immer über das Trend-Phänomen wissen wollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Longboard Test 2016. Wir haben die besten Longboards in unserem Longboard Test untersucht und verraten Ihnen, worauf es beim Kauf ankommt.

longboard test

1. Was ist ein Longboard?

Longboards, wie Modelle aus dem Longboard Test, sind eigentlich der Vorgänger des wesentlich bekannteren Skateboards. Die Entwicklung der Bretter geht in die 1960er-Jahre zurück, als Surfer begannen Räder unter ihre Surfbretter zu montieren. Es war der Versuch den Spaß des Surfens auf den Asphalt zu übertragen. Manche Longboards haben die Form eines pin tails, also ein asymmetrisches Brett mit einer Spitze vorn. Das ist die ursprüngliche Form eines Surfbretts, an die noch erinnert werden soll.

Das Designer- Longboard Trance von Madrid.

Das Designer- Longboard Trance von Madrid.

Nachdem der Sport in den USA erfunden war, boomte er dort erst einmal. Allerdings kam recht schnell eine Ernüchterung und der Sport geriet in Amerika in Vergessenheit. Er konnte sich jedoch vorher noch in Europa ausbreiten und wurde in Frankreich, in der Schweiz und in Teilen Deutschlands leidenschaftlich praktiziert. In Europa wurden Longboards gefördert und es entwickelten sich erste Disziplinen wie Downhill – also das schnelle Herunterfahren eines Berges.

Dis Longboards kamen in einer zweiten Welle zurück in die USA und nach Kanada. Diesmal entstanden Longboardfirmen, die auch versuchten den Sport zu etablieren, indem sie erste Events starteten. Die Belohnung für die Sieger waren entweder neue Produkte aus dem Bereich der Longboards oder Preisgelder. Mit der Rückkehr der Longboards hingen auch einige technische Neuerungen zusammen. So gab es ab den 70er Jahren neue, verbesserte Polyurethan (PU)-Rollen. Auch die Achsen wurden verbessert. In der Folge war die Handhabung der Boards um einiges leichter. Ein guter Grund also, um die Longboards in unserem Longboard Test mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

In den 80er Jahren kam im Surfsport eine neue Disziplin auf, die sogenannten Wakeboards, die wesentlich kleiner sind als Surfbretter. Der Sport stellte eine Nische zwischen Wellenreiten und Wasserski dar. Surfer ließen sich bei Windstille von Motorboten ziehen. Es wurde schnell erkannt, dass sich kürzere Bretter besser eignen und so gab es die ersten Wakeboards.
Im Laufe der Zeit wurden auch die Longboards immer kürzer und man begann Tricks mit ihnen zu machen. Diese verkürzten Bretter nannten sich dann Skateboard. Sie wurden sehr schnell sehr beliebt. Die Longboards selbst erleben seit kurzem eine Renaissance, da sie in Großstädten vermehrt zum Einsatz kommen. Seit den 90er Jahren gibt es auch bei den amerikanischen X-Games, einem der größten Skateboard Events, die Disziplin „Downhill stand-up skateboarding“, was den Sport noch bekannter machte.

2. Longboard vs. Skateboard – wo sind die Unterschiede?

Skateboard Longboard
80 cm langes und 20 cm breites Board über 80 cm langes und über 20 cm breites Brett
Furniersperrhölzer Korpus aus Ahorn Furniersperrhölzer Korpus aus Ahorn/Bambus
4 Räder mit 50 bis 60 mm Durchmesser 4 Räder mit 60 bis 70 mm Durchmesser
Räder mit 100 A Härte Räder mit 75 A und 88 A Härte
Grafisch Aufwendig gestaltete Unterseite Gestaltung Unterseite eher Nebensache
An Vorder- und Hinterseite Kunststoffpads für Tricks Kunststoffpads in seltenen Fällen vorhanden

Wofür kann ich ein Longboard benutzen?

  • Schnelles Fahren
  • Langes Fahren ohne viel Kraft zu investieren
  • Slalomfahren
  • zum Cruisen
  • unpraktikabel für Tricks
  • schwieriger zu steuern als ein Skateboard

3. Aufbau eines Longboards

Was ist Flex?

Flex ist die Eigenschaft eines Decks sich durchzubiegen, wenn man auf ihm steht. Ob ein Board mehr oder weniger Flex benötigt, hängt von den Vorlieben des Longboarders ab.

Longboards, wie unsere Produkte aus dem Longboard Test, bestehen eigentlich aus 4 Komponenten:

  • Der Korpus oder das Deck
  • Die Achsen aus Aluminium
  • Die Rollen aus Polyurethan (PU)
  • Das Kugellager aus Chrom oder Keramik

3.1 Der Korpus des Longboards

Der Korpus besteht aus Furniersperrholz, das in mindestens 6 Schichten zusammengeleimt wurde. Diese Schichten sind meist aus Ahorn. Einige Modelle aus dem Longboard Test haben Lagen aus Bambus als oberste und unterste Schicht. Solche Boards verfügen über einen höheren Flex, sie biegen also ein Stück weiter ein, wenn man auf ihnen steht.

3.2 Die Achsen des Longboards

Mittlerweile haben fast alle Modelle, wie auch diejenigen aus unserem Longboard Vergleich, Achsen aus Aluminiumdruckguss, da diese billiger in der Produktion sind. Im englischen werden sie Cast Trucks genannt.

skateboard

THHJ 401 PURPLE HAZE Skatboard

Das heiße Aluminium wird hierbei in eine Form mit hohem Druck gegossen. Beim Aushärten fixiert es dann die Achsstifte, die in der Regel aus Eisen sind. Die Achsen z. B. Bear Grizzlys oder Paris V2 Longboard halten extrem starke Belastungen aus und sind ebenfalls gut im Lenkverhalten.

Diese Vorgehensweise unterscheidet sich von der weitaus aufwendigeren Herstellung der sogenannten Precision- oder CNC Trucks. Aus einem Aluminiumblock werden hier mit einer CNC Fräse die Teile einzeln ausgeschnitten. Die Qualität dieser Geräte ist deutlich besser und sie gelten als nahezu unkaputtbar und besonders präzise im Lenkverhalten.

Ein Standardmaß von Longboard Achsen sind 180 mm breite. Man kann auch kleinere Achsen haben, die vor allem für die Lenkung besser sind. Longboard Anfänger sollten sich jedoch erstmal mit den Standardachsen ausprobieren.

Tipp: Je schmaler die Achse ist, desto engere Kurven lassen sich mit ihr fahren.
Je breiter die Achse ist, umso weiter werden die Kurven.

longboardachsen

Globe Longboardachsen

Die Longboard Achsen haben einen relativ großen Einfluss auf das Fahrerlebnis. Es können zwei verschiedene Arten von Achsen im Longboard Vergleich unterschieden werden.
Zunächst gibt es die traditionellen Kingpin-Konstruktionen. Bei dieser Variante steht der Achsenschenkelbolzen (Kingpin) im 90° Winkel zur normalen Baseplate. Durch den Aufbau zeichnen sie sich durch eine erhöhte Wendigkeit aus. Sie sind jedoch nicht so stabil wie andere Achsen. Diese Art der Achsen wird kaum noch verwendet, eher findet man sie bei Skateboards.

Die zweite Variante sind Reverse Kingpin Trucks. Der Kingpin geht hier in einem geringeren Achswinkel von der Baseplate ab und liefert mehr Stabilität beim Fahren. Der Winkel beträgt dort zwischen 42° und 52° Grad

Tipp: Je kleiner der Achswinkel ist, desto stabiler ist die Achse bei höheren Geschwindigkeiten
Je größer der Achswinkel ist, desto wendiger ist die Achse.

3.3 Die Rollen des Longboards

Was ist ABEC?

ABEC steht für Annular Bearing Engineering Committee (Vereinigung der amerikanischen Wälzlagerhersteller). Es ist eine Institution, die Toleranzklasse für die Fertigung von Kugellagern in Zahlen von 3 bis 9 angibt. Die Zahl gibt dabei an, wie groß die Fehlertoleranz bei der Produktion ist. Je höher die Zahl, desto geringer die Fehlertoleranz. Es gibt jedoch keinen Aufschluss über Material, Qualität des Lagerkäfigs, den verwendeten Schmierstoff, Lagerspiel oder zur Abdichtung des Lagers.

Die Rollen oder im Englischen Wheels bestehen heutzutage alle aus Polyurethan oder kurz PU. Sie werden in verschiedenen Durchmessern verkauft. Man kann von 40 bis 70 mm Durchmesser alles Mögliche haben. Die Härte der Wheels wird in A angegeben. Die Auswahl der Rollen erfolgt immer durch einen Kompromiss in den Bereichen Grip, Traktion, Slidefähigkeit und Laufruhe. Vor allem Longboard Anfänger sollten erst einmal härtere Mischungen bevorzugen, da sie viel Übung zum Erlernen des Fahrens brauchen.

3. 4 Das Kugellager des Longboards

Das Kugellager ist sicherlich eines der wichtigsten Bestandteile des Longboards, auch wenn diesem nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Hier macht sich vor allem die Pflege bemerkbar, die ein Longboarder seinem Board zukommen lässt. Ein verdrecktes, versandetes oder gar eingerostetes Kugellager wird weder einen Longboard Anfänger noch einen Longboard Profi bewegen. Das Kugellager ist also wichtig und sollte regelmäßig gepflegt und gereinigt werden.

Ein großer Irrtum bei der Frage nach den Kugellagern besteht im Hinblick auf die Wichtigkeit der ABECs. Viel wichtiger als die ABECs ist das Material der Kugellager.
Sie können aus:

  • Eisen
  • Chrom
  • Carbon oder
  • mittlerweile aus Keramik bestehen.

Am verbreitetsten sind Kugellager aus Chrom. Sie sind für Longboard Einsteiger und Leute, die nur auf cruising aus sind, zu empfehlen. Wer eher auf Geschwindigkeit setzt und unbedingt schnell fahren möchte, sollte sich Longboard Kugellager aus Keramik anschaffen. Sie sind recht neu, können aber vor allem durch die hohe Geschwindigkeit überzeugen.

Tipp: Auch wenn man es nicht vermutet, bei der Geschwindigkeit spielen Kugellager eher eine zweitrangige Rolle, da der Einfluss des Decks oder der Rollen und die Skills des Fahrers weitaus größeren Einfluss haben.

4. Arten von Longboards

Inzwischen werden mindestens 5 Arten von Longboards unterschieden, die vor allem für den Zweck der Anschaffung eine Rolle spielen und die wir Ihnen hier im Longboard Vergleich vorstellen. Was will ich also mit einem Longboard machen können? Man kann die Boards in folgende Typen unterscheiden:

    • Downhill Longboard
    • Carving Longboard
    • Freeride Longboard
    • Mini Longboard
    • Waveboard

4. 1 Das Downhill Longboard

protektoren

Triple 8 Protection Set

Dieses Longboard ist ein Brett, was vollkommen ungeeignet ist für Longboard Einsteiger oder Anfänger. Das Board wurde für bergab Strecken konzipiert. Es kann also sehr gut verwendet werden, um schnell Hügel hinunter zu fahren.
Erfahrene Longboarder können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Normale Longboards würden den Kräften, die auf das Brett durch die Beschleunigung wirken, nicht standhalten. Auch wenn diese Boards von außen wie normale Longboards aussehen, sind einige Unterschiede in der Konstruktion vorhanden.
Der Schwerpunkt des Boards ist wesentlich tiefer als bei anderen Modellen. Dadurch wird es bei einer Geschwindigkeit von über 50 km/h nicht unruhig im Fahrverhalten. Ein normales Longboard würde bei einer solchen Geschwindigkeit beginnen zu schlingern und weder für einen Longboard Beginner noch für einen Profi beherrschbar sein. Außerdem haben diese Longboards besondere Kugellager, damit die Rollen nicht zu stark abnutzen.
Aufgrund der Bauweise kann man schlecht mit diesen Boards Kurven fahren. Sie sind vor allem für das schnelle Fahren auf geraden Strecken bestimmt. Ein Slalom kann nicht mit diesen Brettern gefahren werden.

Tipp: Da die Geschwindigkeiten sehr hoch sind, sollte Schutzkleidung getragen werden. Ein Lederanzug und ein richtiger Helm, der das ganze Gesicht bedeckt sind zu bevorzugen. Für Longboard Einsteiger reichen jedoch einfache Polster.

4. 2 Das Carving Longboard

Das Rouge - ein Longboard vom Hersteller Mindless.

Das Rouge – ein Longboard vom Hersteller Mindless.

Das Carving Longboard ist das klassische Modell für alle Longboard Einsteiger oder Beginner. Es ist ideal zum cruisen durch eine Stadt oder auf der Straße. Aufgrund der Wölbung des Carving Decks und der Aussparungen an den Reifen, kann man seine Balance sehr weit nach links oder rechts verlagern, ohne Schaden am Board zu verursachen. Mit einem solchen Bord kann man nicht sehr schnell fahren, daher ist es vor allem als Freizeitspaß geeignet. Man ist flexibel und schnell in jeder Stadt mit einem Carving Board unterwegs.

4. 3 Das Freeride Longboard

Das Freeride Longboard ist ein Einsteigermodell für alle, die später auf ein Downhill Longboard umsteigen wollen. Es besitzt ein tieferes Deck, was zur Folge hat, dass der Schwerpunkt des Boards tiefer ist, was beim Downhill Longboard ebenfalls der Fall ist. Besonders an dem Freeride Longboard ist, dass es symmetrisch geformt wurde. Somit kann der Longboarder beide Seiten benutzen um zu fahren. Bei den meisten anderen Longboards ist das nicht möglich. Außerdem sind an den Rändern auf der Unterseite einige Erhöhungen angebracht, so dass ein Longboarder sich auch an den ersten Tricks versuchen kann. Sie werden als Nose- oder Tailkicks bezeichnet und sind bei Skateboards wesentlich bekannter.
Das Freeride Longboard ist also für das cruising genauso geeignet, wie für den Fahrstil freestyle. Es ist ein guter Kompromiss für Einsteiger, die gern schnell fahren, aber auch Kunststücke ausprobieren wollen. Gerade wenn Sie noch nicht genau wissen, was Ihnen liegt oder Spaß macht, ist ein Freestyle Longboard zu empfehlen.

4. 4 Das Mini Longboard

Das RAM cc 1.0

Das RAM cc 1.0

Das Mini Longboard oder Slalom Longboard ist genaugenommen kein richtiges Longboard, da es einfach zu kurz ist. Mit ungefähr 55 cm ist es kürzer als ein Skateboard. Die Form der Longboards wurde jedoch bei den meisten Modellen beibehalten. Die Mini Longboards werden vor allem zum Slalom fahren verwendet, da ihre Lenkfähigkeit um einiges besser ist, als die der normalen Longboards. Für Kinder, die Longboard Einsteiger werden möchten, sind die Bautypen besonders geeignet.

4. 5 Das Waveboard /Mountainbord/Snakeboard – Sind das wirklich Longboards?

Eigentlich sind das Waveboard und das Mountainboard keine Longboards. Bei unserem Longboard Vergleich ist uns aber aufgefallen: manche Shops führen sie in derselben Kategorie.

Das Waveboard hat nur 2 hintereinander verbaute Rollen. Die Rollen sind auf zwei separaten Decks angebracht, die über eine Stange verbunden sind, die eine Torsion zulässt. Die Fortbewegung erfolgt nicht durch pushen (Anschieben mit dem Fuß), sondern durch eine schlängelnde Bewegung. Das Erlernen des richtigen Fahrstils erfordert einige Zeit, die in diesem Maße beim normalen Longboard nicht benötigt wird.

Das Mountaibord sieht aus wie eine Mischung aus Skateboard und Snowboard. Die Räder sind freistehend an den Seiten des Decks angebracht und haben Profil auf den Reifen. Mit so einem Board kann man im Gelände fahren, daher ist es kein Longboard.

Das Snakeboard ist ebenfalls kein Longboard. Das Snakeboard erinnert an das Waveboard, wobei dieses Sportgerät 4 Rollen an 2 Decks hat. Dies sind ganz normale Boardachsen mit PU Rollen. Da die Fahreigenschaften vollkommen anders sind, sollte es, nach Ansicht unseres Longboard Vergleich, nicht zu den Longboards zählen.
Die Wichtigsten Longboard Arten sind damit vorgestellt, daneben gibt es noch einige Andere, wie:

      • das Dancing Longboard
      • das Cruiser Longboard
      • das Drop Down Longboard
      • das Kicktail Longboard
      • das Freestyle Longboard
      • das Pintail Longboard

Da keine der Longboard Bezeichnungen und Arten wirklich geschützt ist, stellen diese Boards vor allem Sonderformen dar, die für bestimmte Fahrstile gedacht sind. Das Dancing Longboard zeichnet sich durch die Länge, die schwächere Konkave und Nose- oder Tailkicks aus. Dieses Longboard ist das beste Longboard zum Tricks machen. Das Cruiser Longboard stellt eine Verbesserung des Carving Longboards da, mit dem man einfacher durch die Stadt fahren kann.
Jedoch sind hier die Grenzen der einzelnen Kategorien fließend. Manche Longboards kann man sowohl als Carving Board oder als Cruiser kaufen. Ähnlich ist es bei den Freeride Longboards die auch als Dancing Boards verkauft werden.

Tipp: Man sollte sich nur grob an den oben genannten Typen orientieren, um einen Longboard Testsieger für seinen Gebrauch zu finden. Am Ende muss jeder sehen mit welchem Board er am besten fahren kann.

5. Was ist beim Kauf von Longboards zu beachten?

Der Online-Kauf eines Longboards unterscheidet sich nicht grundlegend vom Kauf eines solchen Gerätes bei einem lokalen Longboard Shop in einer Großstadt wie Berlin, Düsseldorf oder München. Der Vorteil eines Kaufes im Longboard Shop ist jedoch, dass man auf dem Board stehen kann und so eventuell den persönlichen Longboard Testsieger auch ausprobieren darf. Trotzdem kann man sagen, dass die Auswahl im Internet weitaus größer ist und vor allem hier die technischen Details besser verglichen werden können.
Bei einem Longboard Kauf sollte man sich erst einmal Vorstellungen machen, was für ein Board man haben möchte. Man sollte sich zunächst folgende Fragen stellen:

        • Wieviel Erfahrung habe ich beim Fahren? Bin ich Einsteiger oder Beginner?
        • Möchte ich durch die Stadt cruisen?
        • Möchte ich Tricks machen?
        • Ist mir schnelles Fahren wichtig?
        • Möchte ich es nur für die Freizeit haben, oder doch auch Wettkämpfe bestreiten?

Wenn man diese Fragen beantwortet hat, kann man sich um die technischen Details kümmern. Beim Kauf sollte man vor allem auf die Form des Decks achten, auf die Rollen und auf die Kugellager.

5.1 Die Decks

Allgemein kann zu den Decks gesagt werden, dass die Anzahl der Furniersperrholzschichten eines Decks wichtig ist. Diese geben die Stärke des Decks an und die ist wiederum wichtig für den Flex, also das Durchbiegen des Decks bei Belastung. Wenn ein Deck aus 9 Ahornschichten besteht ist der Flex sehr gering. Falls es nur 5 Ahorn- und 2 Bambusschichten sind, ist der Flex um einiges höher.

Wie groß sollte ein Deck sein?

Cruiser gibt es in Größen von 80-150 cm. Wenn man klein ist, bei Frauen heißt das Körpergröße bis 1,60 m und bei Männern bis 1,75 m, reicht ein Board von 80-100 cm. Wenn man größer und schwerer ist, kann man ein längeres Board nutzen. Vor allem Einsteiger-Longboards sollten kürzer sein, um ein Gefühl für das Fahren zu bekommen. Es gibt verschiedene Arten von Decks, die für verschiedene Fahrstile optimiert wurden.

Downhill Decks sind vor allem auf Geschwindigkeit getrimmt. Sie haben durch den sogenannten Drop einen tieferen Schwerpunkt und haben meist wie Surfbretter die charakteristische pin tail Form. Sie haben einen geringen Flex und bestehen meist aus Ahorn. Diese Decks sind vor allem für Longboarder geeignet, die schnell fahren wollen und keine kurvenreichen Strecken bevorzugen. Die Decks sind nicht für Longboard Einsteiger geeignet.

Freeride Decks sind in der Regel auf Geschwindigkeit optimiert, kommen aber in der twin tip Form vor. Durch die Form ist das Fahren von Kurven erheblich vereinfacht und man kann auch einfache Tricks machen. Mittlerweile gibt es verschieden Formen des Decks, obwohl die meisten noch rein aus Ahorn bestehen. Andere Modelle mit größerem Flex haben Bambusanteile im Deck. Diese Decks eigenen sich für Einsteiger, die auch später mal ein Downhill Longboard fahren wollen.

Carving Decks sind nicht für das schnelle Fahren geeignet, sondern eher für das Fahren von Kurven. Sie haben eine normale twin tip Form und zusätzlich noch Aussparungen an den Rädern, damit die Kurvenlage besser ist. Die Decks sind in der Regel etwas flexiger und sollten neben Ahorn wenigstens zwei Schichten Bambus enthalten. Geeignet ist dieses Deck auch für Einsteiger und Beginner, die vor allem kurvenreiche Strecken oder Straßen bevorzugen.

Cruising Decks ähneln verlängerten Skateboards. Sie verfügen über eine richtige Nose und einen Tail. Dieses Deck ist vor allem für Einsteiger geeignet, die Spaß an der Erlernung von Tricks haben. Es kann trotzdem zum Cruisen benutzt werden. Derzeit etabliert sich die klassische pin tail Form als Standard. Die Decks sind vor allem bei Trick Liebhabern gefragt, da im eingeschränkten Maße auch Ollies und Airs mit diesem Deck praktiziert werden können.

Als letztes seien die Slalom oder Mini Decks erwähnt. Sie sind nur 60-90 cm lang und gelten daher nur schwer als richtiges Longboard. Vor allem bei Fahrern, die nur manchmal ein Longboard benutzen und auch kaum Zeit zum Üben haben, sind sie Aufgrund der einfachen Handhabung beliebt.

Tipp: In der Regel bevorzugen leichtere Personen einen höheren Flex, während vor allem schwerere Menschen einen geringen Flex benötigen. Am Ende muss jedoch jeder selbst entscheiden, welches Deck am besten zu ihm passt.

5.2 Die Rollen

Das Material der modernen Longboard Wheels ist PU – wie auch bei normalen Kickboards. Bei den Rollen kommt es vor allem auf die Härte und den Durchmesser an. Weichere Reifen bringen mehr Grip auf die Straße als härtere Mischungen. Beim Fahren neigen sie aber zu unkontrolliertem sliden, weil sie während der Fahrt immer wieder Grip, also Bodenhaftung, fassen. Auch nutzen sich die softeren Rollen deutlich schneller ab. Aus diesem Grunde sind sie für Longboard-Einsteiger nicht zu empfehlen.

Härtere Rollen fahren kontrollierter und vorhersehbarer. Sie sind aufgrund der geringeren Bodenhaftung auch um einiges schneller, haben jedoch durch den geringeren Grip ein Problem bei Kurven. Sie sind am ehesten für Longboard-Einsteiger geeignet, da sie auch länger halten als weichere Reifen.

Tipp: Longboard Wheels haben eine Härte zwischen 75A und 88A als Standard. Für Longboard-Einsteiger empfiehlt sich eine mittlere Härtestufe von 80-82A.

Auch die Größe der Rolle hat Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Es gibt inzwischen Rollen mit einem Durchmesser von 40-70 mm.
Kleinere Rollen:

  • schnelles Anfahren
  • schnelles Abbremsen
  • auf unebenen Strecken schwerer zu beherrschen
  • die Kugellager können heiß laufen

Größere Rollen:

  • insgesamt höhere Höchstgeschwindigkeit
  • besseres Handling bei Unebenheiten
  • beschleunigen langsamer
  • langsameres abbremsen

Auch die Breite der Auflage der Rolle ist wichtig. Sie variiert in dem Longboard Test zwischen 43 und 65mm. Breitere Rollen laufen ruhiger und haben mehr Grip. Mit ihnen kann man nicht sehr gut sliden. Auch sind sie langsamer als schmalere Wheels, da sie mehr Reibung entwickeln.
Einsteigern können wir empfehlen, erst einmal mit mittelharten Rollen mit einer Größe von 70 mm anzufangen. Die Breite der Auflagefläche sollte ungefähr 50 mm betragen. Die Wheels können relativ schnell und gut gewechselt werden, so dass ein späterer Wechsel auf andere Rollen kein großes Problem darstellt. Auch wenn man sie als Ersatzteil sucht, kann man sie im Internet schnell und günstig finden.

5.3 Die Kugellager

Die Kugellager haben einen sehr großen Einfluss auf die Geschwindigkeiten des Longboards. Die meisten Komplett Cruiser haben standardmäßig Chromkugellager eingebaut. Gegen diese Art der Kugellager gibt es nichts einzuwenden. Sie sind schnell und robust und vor allem für Longboard-Einsteiger gut geeignet. Wer schneller fahren möchte, sollte die relativ neuen Keramik Kugellager ausprobieren, die jedoch als nicht so robust gelten. Am Ende muss man sagen, dass jedes Kugellager gut ist, solange es gepflegt und gewartet wird.

5.4 Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat bisher noch nie Longboards getestet.

6. Was haben wir im Longboard Test 2016 getestet?

Das Osprey TY5252

Das Osprey TY5252 besitzt ein Karbonkugellager.

Im Longboard Vergleich wurden verschiedene Kriterien aufgestellt. Zunächst ging es um das Material, die Form und die Stärke des Decks. Danach wurde nach dem Achsenabstand gefragt. Wichtig waren ebenfalls die Härte, der Durchmesser und die Auflagefläche der Räder. Das Material der Kugellager wurde ebenfalls untersucht. Zum Schluss ging es noch um das Longboard an sich, also die Breite, die Länge und das Gewicht.

Die Decks der Komplett Longboards entsprachen den Vorgaben und waren entweder in der traditionellen pin tail Form oder der etwas neueren twin tip Form. Größere Unterschiede gab es im Aufbau der einzelnen Decks, so konnte sich das Mindless Longboard Rogue durch ein 9-lagiges Deck aus kanadischen Ahorn mit der geringsten Flex auszeichnen. Das Mike Jucker Hawaii Longboard zeichnete sich durch einen hohen Flex aus, da das Board aus 5 Schichten Ahorn und 2 Schichten Bambus bestand. Die Produkte im Longboard Test waren alle aus hochwertigen Materialien, so wurde nur kanadischer Ahorn oder Bambus verwendet. Lediglich bei einem Longboard, dem RAM CC 2.0, wurde chinesischer Ahorn verwendet.

Was bedeutet 80 A?

Die Härte von Elastomeren wird seit 1915 als Shore-Härte bezeichnet, abgeleitet von Albert Shore, dem Erfinder der Technik. Das A zeigt an, dass es sich um Weich-Elastomere handelt. Bei der Messung wird eine stumpfe Nadel in die Rolle gestoßen. Man verwendet eine Kraft von 12,5 Newton und misst die Eindringtiefe. Diese wird umgerechnet in 0-100 A Härte.

Beim Achsenabstand oder Wheelbase gab es große Unterschiede im Longboard Test. Der Abstand war beim Mindless Longboard Rogue am geringsten mit 71,5 cm. Das RAM CC 2.0 hatte den größten Abstand mit 105,41 cm. Der Achsenabstand ist vor allem für das schnelle Fahren eines Boards wichtig. Ist die Wheelbase größer, ist das Longboard bei hohen Geschwindigkeit besser zu beherrschen und bricht kaum aus. Mit einer kleineren Wheelbase lassen sich dafür einfacher Kurven fahren. Für die beiden genannten Longboards kann man jedoch sagen, dass die Wheelbases für ihre Verwendung angemessen waren.

Bei den Komplett Longboards waren die montierten Rollen alle zwischen 78 und 83 A hart. Das RAM FR 1.0 und das Mike Jucker Hawaii Longboard hatten die weichsten Rollen. Das RAM CC 2.0 hatte mit 83 A die härtesten. Der Durchmesser der Wheels war im Longboard Test sehr ähnlich. Eigentlich hatten alle Testprodukte einen Durchmesser von 70 mm. Eine Ausnahme bildet das Mike Jucker Hawaii Longboard, da hier der Rollendurchmesser nur 69 mm betrug. Viel wichtiger war jedoch die Frage nach der Auflagefläche. Sie variierte beim Longboard Test zwischen 42 und 65 mm. Am geringsten war sie beim Mindless Longboard Rogue. Am größten war die Auflagefläche beim Osprey TY5252. Alle Longboards haben trotz der unterschiedlichen Bereifung ein akzeptables Fahrverhalten gehabt.

Bei der Frage nach dem Kugellager waren auch hier die Produkte im Longboard Test relativ ähnlich. Die meisten der getesteten Boards hatten ein Kugellager aus Chrom. Der einzige Ausreißer war das Osprey TY5252. Hier war das Kugellager aus Carbon. Nicht zuletzt ein Grund, warum das Longboard so schnell ist.

Die Länge der getesteten Boards war relativ verschieden, sie soll ja auch dem Fahrer angepasst sein. Im Longboard Test [Year] waren Boards von 96,5 cm bis 117 cm Länge dabei. Das längste Longboard war dabei der RAM CC 2.0. Das kürzeste Longboard im Test war das Mindless Longboard Rogue. Die Longboards waren gut ihren jeweiligen Deckbreiten angepasst und hatten allesamt ein gutes Fahrverhalten.

Das Gewicht war bei allen Boards trotz unterschiedlicher Länge recht ähnlich, so kamen Werte zwischen 2 und 3 Kg vor. Die Hersteller geben als Höchstwert für die Benutzung der Longboards nicht mehr als 90 kg an. Wer schwerer ist, muss sich darauf einstellen, dass die Boards schneller verschleißen.

7. Hersteller und Bezugsmöglichkeiten

7.1 Bezugsmöglichkeiten

Es gibt verschieden Möglichkeiten sich Longboards zu kaufen. Zum einen kann man zu einem Longboard Shop gehen, die vor allem in Großstädten wie Berlin oder Stuttgart zu finden sind. Falls man nicht in der glücklichen Lage ist, dass man in seiner Stadt einen Longboard Shop hat, kann man es nach einem guten Vergleich auch online kaufen. In der Regel hat der Besuch eines Longboard Shops Vorteile, da man das Produkt in Betracht nehmen und auch ausprobieren kann. Jedoch muss man im Fachhandel für das gleiche Produkt meist einen weitaus höheren Preis zahlen. Wirklich billige Longboards findet man meist nur im Internet.

7.2 Hersteller

  • Atom
  • Elixir
  • Flexsurfing
  • Flying Wheels
  • FunTomia
  • Gecco
  • Globe
  • Bomann
  • Hammond
  • Hot Wheels
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8. Die Vorstellung einiger wichtiger Marken mit ihren Modellen

longboards

Arbor Timeless

8.1 Arbor Collective

Das Arbor Collective stellt eine Vereinigung von Künstlern und Designern dar, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, fahrbare und tragbare Produkte herzustellen. Seit 1995 gibt es das Unternehmen. Arbor versucht dabei, modernes, vorausschauendes Denken mit dem traditionellen Handwerk zu verbinden. Die Firma Arbor stellt seit 1998 auch Skateboards und Longboards her. Für ihre Decks sollen daher vor allem Hölzer nachhaltig bewirtschafteter Wälder benutz werden.

Ein gutes Longboard war im Longboard Test das Arbor Timeless. Es stellt ein klassisches pin tail Longboard dar, für entspanntes cruisen oder hartes carven. Das Deck besteht aus 7 Lagen Ahorn. Es hat eine beachtliche Länge von 116 cm und eine Breite von 23,5 cm. Es ist vor allem fürs schnelle Fahren geeignet und weniger für die schönen Tricks. Für das Design und die Hohe Qualität zahlt man auch einen stolzen Preis von 240€.

8.2 Loaded Longboards

Loaded Longboards ist eine Firma aus Kalifornien. Seit 1995 versuchen die Mitarbeiter von Loaded Longboards das Snowboarden auf die Straße zu bringen. Es gab viele Testreihen und auch einige Misserfolge. Im Laufe der Zeit brachte Loaded den Vanguard heraus. Durch die Zusammenarbeit mit Orangatang Wheels ist Loaded heute ein einschlägiges Unternehmen im Bereich Skateboard Longboard. Mit Teamfahrern wie Adam Colton und Adam Stokowski wurde Loaded Longboards zu einem der bekanntesten Hersteller für Boards.

Vor allem das sehr lange Loaded Bhangra kann viele Nutzer überzeugen. Es hat eine Länge von 123 cm und eine Wheelbase von 83,16 cm. Es versucht durch Tail und Nose auch die Eigenschaften eines Dance Longboards nachzuahmen. Das Deck ist aus Bambus, Kork und Epoxid-Bio-Harz. Dadurch schont es nicht nur die Umwelt, sondern hat auch einen hohen Flex. Bei einem stolzen Preis von 350 € ist dieses Modell wohl nur was für richtige Longboarder und eher weniger für Longboard Beginner.

loaded design

Loaded Bhangra

8.3 Globe

Die Geschichte des Unternehmens Globe beginnt 1984 unter dem Namen Hardcore in Australien. Peter und Stephen Hill gründeten und erweiterten diese Firma zu einer der größten Vertriebsgesellschaften von Skateboards weltweit. Die beiden Brüder waren selbst Boarder und immer unzufriedener mit der Qualität der Boards in Australien. In den 80er Jahren ging die Entwicklung voran und erste Werbefilme wurden produziert. In den 90er Jahren wurde daraus die Firma Globe Brand gegründet. Sie versuchte zuerst Skateboard- und Surfer Kleidung zu verkaufen. Mittlerweile ist Globe jedoch in der Produktion von Longboards eines der bekanntesten Unternehmen weltweit.

Das Globe Longboard GLB-Prowler kann hier mit der Qualität der Verarbeitung überzeugen. Das Deck besteht aus 8 Lagen kanadischen Ahorns. Es hat eine Länge von 96,52 cm und lädt damit zum cruisen ein. Mit richtiger Nase und Schwanz ist es ein ideales Longboard um auch Tricks auszuprobieren. Dieses Globe Longboard kann für 160€ erworben werden.

8.4 Orsprey

Die Firma Osprey stammt eigentlich von der Südwestküste Englands. Es war ein kleines Unternehmen, das vor allem Equipment für Surfer herstellte und in lokalen Shops verkaufte. Aus dem Unternehmen entstanden dann zwei große Marken. Urban Beach als Marke für Kleidung und Osprey zur Herstellung von Surfbrettern und Longboards. Osprey erfolgt liegt darin, dass sie gute Boards zu fairen Preisen anbieten, die auch für Beginner erschwinglich sind.

gbl prowler

GLB Prowler

In diese Rubrik fällt auch das Osprey Phoenix TY 5257. Es ist ein 97,79 cm langes Board, das auch für Longboard Einsteiger geeignet ist. Durch sein 5 schichtiges Deck aus Ahorn und einer Bambus Schicht verfügt es über ein recht hohes Flex. Die twin tip Form machen es zum idealen Longboard für Boarder, die einfach nur durch die Stadt fahren wollen und gerne Kurven fahren.

9. Wie fährt man ein Longboard? – Die wichtigsten Grundlagen der Fahrtechnik

Longboard fahren zu lernen, ist zumindest im Bereich der Basics nicht schwierig. Da es beim Longboarden keine Regeln gibt, gibt es auch kein richtig oder falsch. Aus diesem Grunde ist es auch schwierig zu klären, welcher Fuß vorne auf dem Brett stehen sollte. Da man beim Longboarding jedoch einen Fuß zum Abstoßen oder pushen verwendet, empfiehlt es sich, dass der Fuß, der nicht pusht, auf dem Brett Vorne steht.

Das Losfahren macht dabei weniger Probleme. Eine andere Sache ist das Lenken. Da man durch eine Veränderung der Körperbalance auf dem Brett die Fahrtrichtung ändert, bedarf es einiger Übung bis man wirklich sicher ist.

Die Kontrolle der Geschwindigkeit erreicht man beim Longboarding durch Turns und Carves. Gemeint ist das wechselseitige Einlenken über die Kanten des Boards, wobei sich der Boarder in Schlangenlinien einen Berg hinunter bewegt.

Die größte Herausforderung stellt jedoch das Bremsen dar. Da das Longboard in keiner Ausführung über eine Bremse verfügt, muss man den Fuß als Bremse benutzen. Dazu stellt man während der Fahrt den Fuß auf den Asphalt und bremst die Geschwindigkeit ab, indem man mit dem Fuß auf der Straße schleift. Ein andere Möglichkeit ist das Abspringen vom Board bei voller Fahrt. Da das Board nicht von alleine bremst, sollte man versuchen es nach dem Absprung zu greifen und hochzuheben. Diese Art des Bremsvorgangs erfordert schon ein wenig mehr Geschick.

Eine weitaus elegantere Version ist der sogenannte Colemann-Slide. Bei diesem Trick versucht man das Longboard bei normaler Geschwindigkeit quer zu stellen. Das Board rollt dann zwar noch ein wenig nach, aber nicht ganz so weit, als wenn man nur abspringt.

Vor allem die Basics des Abbremsens machen Longboard Beginnern große Probleme, jedoch sind vor allem sie nötig für einen sicheren Verkehr in der Stadt. Man sollte sie daher so oft es geht üben, bis man sie beherrscht.. Die meisten Longboarder geben an, dass man sich in den Basics nach einem Jahr sicher fühlt, wenn man regelmäßig trainiert. Deshalb ist auch in der ersten Zeit Schutzkleidung sehr ratsam für Einsteiger in den Sport.

Die verschiedenen Fahrtechniken des Longboards im Überlick:

Fahrtechnik Bedeutung
Downhill Downhill beschreibt das schnelle Herunterfahren eines Berges. Dabei können Geschwindigkeiten von 100 km/h erreicht werden.
Sliden Sliden bezeichnet die Geschwindigkeitsverringerung durch Reiben der Wheels auf dem Boden. Das Gewicht wird dafür nach rechts und links verlagert, so dass Schlangenlinien gefahren werden. Ein Flatspot sollte vermieden werden, also eine
90° Drehung.
Carven Beim Carven wird versucht die Geschwindigkeit durch das Fahren enger Kurven zu verringern. Das Bord rutscht dabei nicht wie beim sliden weg.
Cruisen Cruisen beschreibt einfaches und gemütliches Fahren.
Dancing Dancing kommt aus dem Wellenreiten und beschreibt das Drehen des Boards während der Fahrt.
Long Distance Pumping Long Distance Pumping beschreibt das Fahren auf einem Longboard ohne zu pushen. Durch die Übertragung von dynamischen Körperbewegungen auf das Board bewegt man sich fort. Die Bewegungen werden dann als pumpen oder Pumping bezeichnet.
Freestyle Hierzu gehören mehrere Fahrtechniken, die in Tricks kombiniert werden. Es ist der schwierigste Fahrstil und für Einsteiger nicht zu empfehlen.
Hippie Jump Bei Hippie Jump versucht der Fahrer mit dem Longboard über eine Stange zu springen. Der Weltrekord liegt dabei bei 1,51 m.

Triple 8 Brainsaver

Triple 8 Brainsaver

10. Schutzbekleidung

Wenn man mit dem Longboarden anfängt, sollte man sich ausreichend schützen. Es gibt ähnlich wie beim Skaten oder Skateboarden Schutzpakete, die aus Knieschonern, Ellenbogenschonern und Handschonern bestehen. Außerdem gibt es noch Schutzhelme, meist in leuchtenden Farben. Für Einsteiger wird diese Art des Schutzes genügen. Falls man wirklich an Downhill Events teilnehmen will, wird das nicht ausreichen. Die Longboarder schützen sich durch Helme, die das Gesicht komplett bedecken. Sie sehen meist wie Motorradhelme aus. Außerdem tragen sie Lederanzüge, um Verletzungen vorzubeugen.

11. Wo darf man Longboard fahren?

Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) §24 Abs. 1 ist das Longboard kein Fahrzeug, sondern steht auf derselben rechtlichen Grundlage wie ein Rollstuhl und ein Rodelschlitten. Es gelten die gleichen Vorschriften wie für Fußgänger. Mit einem Longboard dürfen demnach keine Straßen befahren werden. Sie sind laut StVO § 2 Abs. 1 den Fahrzeugen vorbehalten. Der Fahrradweg darf ebenfalls nicht benutzt werden, da sie nur für Fahrräder sind. Longboarder müssen auf den normalen Gehweg fahren, auf dem auch Fußgänger sich bewegen.

12. Longboard selber bauen – welche Kosten sind zu erwarten?

Es gibt immer wieder Menschen, die Longboards selber bauen wollen. Unten ist eine Tabelle mit Materialien die man braucht. Werkzeug wie Stichsäge, Bohrmaschine oder Akkuschrauber, Skate-Tool, Schraubenzieher und permanent Marker sind nicht enthalten und werden vorausgesetzt. Der Vorteil ist sicherlich, dass man sich das Board selbst zusammenstellen kann. Ein Hinweis hier: Handschuhe zum Schutz der Hände nicht vergessen.

Anzahl Bezeichnung Anbieter Kosten
2 Birkensperrholzplatten 1520x250x6mm Ebay mit Versand 23,80 €
2 m² Glasgewebe 163 g/m² (Aero) Finish
FK: 144
R+G Baustoffe mit Versand 22,87 €
1 Epoxydharz L und Härter EPH 500 Ebay mit Versand 13,50 €
1 Holzleim Baumarkt Ca. 10 €
1 Mylarfolie A350 (2 m Rolle, 1 m², 50 cm breit) R+G Baustoffe 19,52 €
1 Trennspray R+G Baustoffe 4,28 €
1 Haarsprey Drogerien 1-3 €
1 Achse (Einsteiger) Amazon 19,23 €
10 Spacer Amazon 4,99 €
8 Kugellager Amazon 9,93 €
4 Laufrollen Amazon 22,00 €

Tipp: Nach den Anbauanleitungen braucht man 151,90 € und mindestens 2-3 Tage Zeit, um ein Board selbst zu bauen. Günstige Longboards gibt es neu für 90€. Gebraucht kann man sie bei Ebay schon für 40-60 € ersteigern, wenn man Glück hat.

13. Fazit

Wer ein Longboard sucht steht vor einer riesigen Auswahl. Am Ende muss man sich fragen, ob man nur ein einfaches Bord zum cruisen sucht, dann kann man auch sehr günstige Longboards kaufen. Falls man Longboarden als richtigen Sport betreiben will, sollte man sich gute Markenprodukte kaufen. Die zu empfehlenden Hersteller sind Globe, Arbor, Loaded oder Orsprey. Ein Longboard selbst zu bauen mag sicher Spaß machen, ist aber am Ende teurer als ein günstiges Board zu kaufen.

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