Rollstuhl Test 2017

Die 7 besten Rollstühle im Vergleich.

Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Elite Care Faltrollstuhl ECSP01 Trendmobil Faltrollstuhl TMB Drive Medical Transportrollstuhl Diamond Deluxe Dietz Faltrollstuhl Tokin Sailun Toilettenrollstuhl Drive Medical Transportrollstuhl Expedition EXP19BL Sundo Homecare Toilettenstuhl
Vergleichsergebnis¹
Hinweis zum Vergleichsergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
11/2016
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Bewertung1,4sehr gut
01/2017
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Bewertung1,5gut
01/2017
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Bewertung1,7gut
01/2017
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Bewertung1,8gut
11/2016
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Bewertung2,1gut
01/2017
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Bewertung2,2gut
01/2017
Kundenbewertung
9 Bewertungen
28 Bewertungen
76 Bewertungen
4 Bewertungen
1 Bewertungen
5 Bewertungen
52 Bewertungen
TypDer Transportrollstuhl ist, wie der Faltrollstuhl, für Spazierfahrten und Reisen mit Begleitperson geeignet. Auch können Sie ihn zum Transfer innerhalb der Wohnung nutzen. Der Toilettenrollstuhl eignet sich insbesondere für Patienten mit Beschwerden des Harn- oder Verdauungstrakts. Faltroll­stuhl Faltroll­stuhl Trans­port­stuhl Faltroll­stuhl Toi­let­ten­roll­stuhl Trans­port­stuhl Toi­let­ten­roll­stuhl
mit Motor Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein
mit Greifreifen Ja Ja Nein Ja Nein Nein Nein
mit Schiebegriffen Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Sitzkomfort 95% 95% 80% 90% 70% 80% 85%
Breite der Sitzfläche 46 cm 42 | 45 | 48 | 51 cm 64 cm 45 cm 56 cm 42 cm 56 cm
Material Rahmen Alu­mi­nium
leicht
Stahl
robust, stabil
Alu­mi­nium
leicht
Stahl
robust, stabil
Stahl, Alu­mi­nium
robust, stabil, leicht
Stahl
robust, stabil
Stahl
robust, stabil
Gewicht 14,5 kg 16,9 - 18,2 kg (ohne Fuß­stützen) 10,3 kg 15,5 kg 7,5 kg 12 kg 14,2 kg
Belastbarkeit
115 kg

135 kg

136 kg

110 kg

136 kg

130 kg

120 kg
KassenübernahmeGrundsätzlich können die Kosten jedes in unserer Vergleichstabelle vorgestellten Rollstuhls von der Krankenkasse übernommen werden. Voraussetzung sind ein ärztliches Rezept sowie die speziellen Konditionen der jeweiligen Krankenkasse. Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Radanzahl 4 4 4 4 4 4 4
mit AnkipphilfeDie Ankipphilfe erleichtert einer Begleitperson, die Sie schiebt, das Befahren von Bürgersteigen u.Ä.. Nein Nein Nein Nein Nein Ja Nein
mit KippschutzAls Kippschutz sind Stützräder hinten am Rollstuhl angebracht, die ein Kippen des Rollstuhls verhindern. Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein
mit Feststellbremse Nein Ja Ja Ja Nein Ja Ja
Vorteile
  • Antriebs­räder und Fuß­stützen abnehmbar
  • Rücken­lehne abnehmbar
  • mit Becken­gurt
  • mit gepols­tertem Sitz­kissen
  • mit Hand­b­remsen
  • platz­spa­rend ver­staubar
  • in wenigen Hand­griffen auf­ge­baut
  • prak­tisch für Aus­flug und Urlaub
  • Antriebs­räder und Fuß­stützen abnehmbar
  • ver­kehrs­si­cher: mit Kat­zenaugen
  • in ver­schie­denen Größen bes­tellbar: siehe Breite der Sitz­fläche
  • Arm­lehnen absenkbar
  • Fuß­stützen abschwenk- und abnehmbar
  • auch als Rol­lator ver­wendbar
  • kom­for­tabel: falt­barer Stoff­sitz und gepols­terte Lehne
  • mit Halter für Geh­stock
  • abnehm­bare Trans­port­ta­sche inkl.
  • platz­spa­rend ver­staubar
  • Arm­lehnen absenkbar
  • Fuß­stützen abschwenk- und abnehmbar
  • Toi­let­ten­topf und -halter inkl.
  • Rücken­lehne abnehmbar
  • Fuß­stützen abschwenk- und abnehmbar
  • auch zum Transfer inn­er­halb der Woh­nung ver­wendbar
  • auch als Dusch­stuhl ver­wendbar
  • mit gepols­tertem Sitz­kissen
  • Fuß­stützen abschwenk- und abnehmbar
  • Rücken­lehne klappbar
  • mit Becken­gurt und Hal­te­schlaufen
  • Toi­let­ten­topf und -halter inkl.
  • Arm­lehnen absenkbar
  • Fuß­stützen abschwenk- und abnehmbar
  • auch zum Transfer inn­er­halb der Woh­nung ver­wendbar
Zum Angebot zum Angebot » zum Angebot » zum Angebot » zum Angebot » zum Angebot » zum Angebot » zum Angebot »
Erhältlich bei
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Rollstuhl-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Personen mit körperlicher Beeinträchtigung benötigen Hilfsmittel, um den Alltag erfolgreich meistern zu können. Im Falle einer Mobilitätseinschränkung kann ein Rollstuhl erforderlich sein.
  • Wenn Sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind, müssen Sie sich zwischen verschiedenen Rollstuhl-Kategorien (u.a.: manuell, elektrisch, faltbar und Spezialanfertigungen) für ein Modell entscheiden, das zu Ihnen und Ihren speziellen Bedürfnissen passt.
  • Bei der Auswahl erleichtert Ihnen eine Liste an Kaufkriterien, die Sie in unserer oben stehenden Tabelle finden, die Entscheidung. Besonders wichtig sind der Sitzkomfort und die Alltagstauglichkeit Ihres Rollstuhls. Näheres zu den einzelnen Kriterien lesen Sie in unserem unten stehenden Ratgebertext.
  • Sind nicht Sie selbst, sondern eine angehörige, befreundete oder mit Ihnen bekannte Person betroffen, begegnen Sie dieser auf Augenhöhe und bieten Sie gegebenenfalls Ihre Unterstützung an.

rollstuhlteasereins

Bei angeborener körperlicher Beeinträchtigung, bei zeitweilig oder dauerhaft eingeschränkter Mobilität – z.B. nach einer OP oder nach einem Unfall – sowie bei altersbedingten chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates können alltägliche Wege zum unüberwindbaren Hindernis werden: Ein Rollstuhl wird erforderlich.

Laut einer von 1995 bis 2013 durchgeführten Statistik zum Anteil von Schwerbehinderten an der deutschen Bevölkerung waren im Jahr 2013 in Deutschland 9,3 % mit einer amtlich anerkannten schweren Behinderung gemeldet. 2011 ging man von schätzungsweise 1,6 Millionen Rollstuhlfahrern in Deutschland aus. Wie viele Personen im Rollstuhl es aktuell in Deutschland gibt, ist nicht präzise erfassbar. Erfahren Sie in unserem ausführlichen Rollstuhl-Vergleich 2017, was den besten Rollstuhl ausmacht und finden Sie mit unserem Ratgeber das für Ihre speziellen Bedürfnisse optimal geeignete Modell.

1. Sie benötigen einen Rollstuhl – was nun?

Rollstuhl Test

Das beste Modell finden Sie in unserem Rollstuhl-Vergleich 2017.

Ein Rollstuhl ist eine Alltagshilfe aus dem Bereich der Krankenfahrstühle. Es handelt sich hierbei um einen Transportstuhl mit vier Rädern, den entweder Sie selbst (Greifreifenrollstuhl) oder eine Person, die Ihnen assistiert (Transportrollstuhl), steuern.

Der Rollstuhl erweitert Ihren Aktionsradius und erleichtert eine eigenständige Fortbewegung. Dennoch werden Rollstuhlfahrer häufig mit den Hindernissen einer nicht barrierefreien Alltagswelt konfrontiert. Nach wie vor ist Inklusion ein großes Thema in der Politik. In Deutschland trat die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Kraft.

Die Rechte von Menschen mit Behinderung beinhalten u.a. Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes Leben, ein Recht auf Erziehung und Bildung sowie ein Recht auf Arbeit in einem inklusiven Arbeitsmarkt. Entmündigungen und einer Ausgrenzung von der Gesellschaft soll hiermit entgegengewirkt werden.

Wenn Sie an einer Mobilitätseinschränkung leiden, holen Sie sich Hilfe. Oft übernimmt Ihre Krankenkasse den Großteil der Kosten, wenn Ihr Arzt Ihnen ein Rezept verschrieben hat.

Behindertengleichstellungsgesetz: Das Behindertengleichstellungsgesetz strebt u.a. Verbesserungen beim Benachteiligungsverbot und der Barrierefreiheit, die Stärkung der Leichten Sprache sowie eine finanzielle Förderung von Verbänden von Menschen mit Behinderungen an.

Diese Vorteile bringt ein manueller Rollstuhl im Vergleich mit dem elektrischen Rollstuhl:

  • Mobilität und Eigenständigkeit im Alltag: ermöglicht selbstständige Fortbewegung (hauptsächlich innerhalb der Wohnung)
  • praktisch: erleichtert die Pflege pflegebedürftiger Personen (z.B. Positionswechsel: aufrichten, hin- und umsetzen, Transport)
  • heilungsfördernd: unterstützt die Heilung des Bewegungsapparates nach Unfällen, indem dieser nicht belastet wird
  • anstrengend: der Selbstantrieb erfordert Kraftaufwand

Diese Vorteile bringt ein elektrischer Rollstuhl im Vergleich mit dem manuellen Rollstuhl:

  • noch mehr Mobilität und Eigenständigkeit im Alltag: ermöglicht selbstständige Fortbewegung (hauptsächlich außerhalb der Wohnung)
  • entlastend: der Antrieb erfordert keinen Kraftaufwand
  • kostspielig: der elektrische Rollstuhl ist in der Anschaffung teurer und verbraucht Strom bzw. Batterie

2. Manuell, elektrisch, faltbar, für die Toilette: Diese Rollstuhl-Typen gibt es

Es gibt zahlreiche Arten von Rollstühlen:

  • den manuellen Rollstuhl
  • den elektrischen Rollstuhl (auch: Elektrorollstuhl)
  • den klappbaren Rollstuhl (auch: Transportrollstuhl)
  • und den Aktivrollstuhl (auch: Festrahmenrollstuhl).

Außerdem gibt es Spezialrollstühle wie:

  • den Toilettenrollstuhl
  • den Duschrollstuhl
  • den Reiserollstuhl
  • und den Aufrichtrollstuhl
  • sowie Sportrollstühle wie den Trekkingrollstuhl.

Im Rahmen unserer Kaufberatung im Rollstuhl-Vergleich haben wir einen Überblick über die wichtigsten Kategorien von Rollstühlen für Sie zusammengestellt:

Typ Beschreibung
Rollstuhl manuell (selbstfahrend)

Rollstuhl selbstfahrend

Der manuelle Rollstuhl (selbstfahrend) ist das Standard-Modell. Er funktioniert mittels Greifreifenantrieb: Der Rollstuhlfahrer selbst steuert und beschleunigt den Rollstuhl mit dem runden Greifreifen an den Hinterrädern.

Wir empfehlen Ihnen diesen Rollstuhl-Typ, wenn:

  • Sie keine (oder selten eine) Begleitperson haben
Rollstuhl elektrisch

Elektro-Rollstuhl Invacare

Der elektrische Rollstuhl (auch: Elektrorollstuhl) ist das Deluxe-Modell. Mit einem elektrischen Aufrüstsatz als Antriebshilfe können Sie den manuellen Rollstuhl zum E-Rollstuhl umfunktionieren. Elektrorollstuhl und Elektromobil gelten gemäß (StVZO) als zulassungspflichtige Kraftfahrzeuge.

Wir empfehlen Ihnen den Elektrorollstuhl, wenn:

  • Sie keine (oder selten eine) Begleitperson haben
  • Sie wenig Kraft in den Armen haben, um den Rollstuhl selbst anzutreiben
  • Sie in einer hügeligen Gegend mit hohen Steigungen wohnen und beschwerliche Wege zurücklegen müssen
Rollstuhl faltbar (Faltrollstuhl)

Rollstuhl faltbar

Der faltbare Rollstuhl (auch: Faltrollstuhl) ist als Transportrollstuhl der beste Begleiter für Fahrten mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln sowie für den Urlaub.

Wir empfehlen Ihnen den faltbaren Rollstuhl, wenn:

  • Sie als pflegebedürftige Person verreisen (auch für die Spazierfahrt im Park) und auf Ihre Mobilitätshilfe nicht verzichten können (einfach im Kofferraum zu transportieren)
  • Sie Besuch von pflegebedürftigen Personen bekommen (unkomplizierter Personen-Transport, schneller Auf- und Abbau ohne Werkzeug)
Spezialrollstuhl (z.B. Toilettenrollstuhl)

fahrbarer Toilettenstuhl

Der Toilettenrollstuhl gehört als Rollstuhl mit integriertem, abnehmbaren Auffangbehälter ebenso wie der Duschrollstuhl oder der Aufrichtrollstuhl zur Kategorie der Spezialrollstühle.

Wir empfehlen Ihnen dieses Modell, wenn:

  • Sie unter chronischen Beschwerden des Harn- oder Verdauungstrakts (z.B. Blasenschwäche oder Stuhlinkontinenz) leiden
  • für Sie der Weg vom Bett zur Toilette zu beschwerlich ist (z.B. nachts)
Fazit: Mit jedem der von uns vorgestellten Modelle sind Sie gut beraten. Für den alltäglichen Gebrauch empfehlen wir Ihnen, je nachdem, ob Sie eine Pflegeperson unterstützt, den manuellen oder den Elektrorollstuhl; für unterwegs (auf Reisen) raten wir Ihnen zum praktischen faltbaren Rollstuhl. Je nach weiteren Bedürfnissen lohnt sich zudem die Anschaffung eines Spezialrollstuhls (z.B. zum Sport).

3. Kaufberatung im Rollstuhl-Vergleich 2017: Darauf müssen Sie achten

3.1. Wer verschreibt den Rollstuhl?

Der Rollstuhl wird Ihnen von Ihrem behandelnden Arzt auf Rezept verschrieben. Hierfür ist ein Arztbesuch mit Untersuchung notwendig. Anschließend können Sie bei Ihrer Krankenkasse die (anteilige) Kostenübernahme des Rollstuhls beantragen.

3.2. Wann bekommt man einen Rollstuhl verschrieben?

Elektrorollstuhl

Ein elektrischer Rollstuhl kostet über 1.000 Euro.

Personen mit körperlicher Beeinträchtigung bzw. Behinderung bekommen bei gegebener Indikation vom Arzt einen Rollstuhl verschrieben. Dies ist z.B. bei den folgenden Krankheitsbildern der Fall:

  • Mobilitätseinschränkung (eingeschränkte Gehfähigkeit)
  • geringe Körperkraft
  • Querschnittslähmung
  • Multiple Sklerose
  • Zerebralparese (spastische Lähmung)
  • Muskeldystrohpie
  • Meningo-Myelozelen-Syndrom (Spina Bifida)
  • Amputation
  • Gliedmaßendefekt und -deformation
  • Gelenkdefekt
  • geriatrische Erkrankung
  • Herz-Kreislaufinsuffizienz
  • Gleichgewichtsstörung
  • andere (angeborene oder altersbedingte) Krankheitsbilder.

3.3. Was kostet ein Rollstuhl auf Rezept? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ein Rollstuhl kann teuer sein. Günstige Modelle wie den Toiletten- und Transportrollstuhl erhalten Sie zwar bereits ab um die 70 Euro, aufwändigere Modelle wie der Elektrorollstuhl können aber zum Teil weit mehr als 1.000 Euro kosten.

Möglicherweise belastet Sie Ungewissheit in der Frage: „Wer zahlt den Rollstuhl?“ Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie den Rollstuhl selbst finanzieren müssen. Die Kosten für den Rollstuhl werden von der Krankenkasse (anteilig) getragen.

Im Regelfall müssen Sie als Versicherte(r) zwischen 5 und 10 Euro zuzahlen, informiert myhandcap.de. Befragen Sie bei speziellen Wünschen und persönlichen Anforderungen den Ansprechpartner Ihrer Krankenkasse.

3.4. Rahmenbauart

Rollstuhl Vergleich

Die Antriebsräder der Rollstuhlschiebehilfe entlasten Rollstuhlfahrer erheblich.

Rollstühle unterscheiden sich in ihrer Rahmenbauart. Beim Faltrollstuhl lässt sich der Rahmen falten, beim Starrrahmenrollstuhl nicht. Sitzfläche und Rückenlehne sind aus flexiblem Material gefertigt und lassen sich ebenso zusammenfalten.

Die Vorteile dieses Modells mit Klapprahmen liegen darin, dass der faltbare Rollstuhl einfach im Kofferraum Ihres Autos verstaut werden kann. Der kleine Nachteil dieses Modells liegt in seinem relativ hohen Gewicht.

Der Starrrahmenrollstuhl ist nicht zusammenfaltbar. Das macht ihn unhandlicher für den Transport. Allerdings ist der Starrrahmenrollstuhl meist ein leichter Rollstuhl und verfügt aufgrund des starren Sitzrahmens über eine optimierte Kraftübertragung.

aktiv Rollstuhl

Praktisch für Autofahrten: Der Faltrollstuhl.

3.5. Antriebsart

Unser Rollstuhl-Vergleich zeigt, dass Rollstühle neben der Rahmenbauart auch nach ihrer Antriebsart unterschieden werden.

Hier ein Überblick über die unterschiedlichen Antriebsarten:

  • Greifreifenrollstuhl (selbstständiger Handantrieb durch Greifreifen an beiden Hinterrädern)
  • Einhandantriebrollstuhl (selbstständiger Handantrieb durch Doppelgreifreifen an einem Hinterrad)
  • Handhebelrollstuhl (selbstständiger Handantrieb durch Handhebel)
  • Trippelrollstuhl (selbstständiger Fußantrieb durch „Trippel“-Bewegung mit den Füßen)
  • Motorrollstuhl (Antrieb durch Motor)
  • Schieberollstuhl (Antrieb durch Begleitperson)

3.6. Wie viel Rollstuhlzubehör ist dabei?

Rollstuhlnetz Einkaufsnetz für Rollstuhl

Praktischer Begleiter: Das Rollstuhlnetz für den Einkauf.

Als Ausstattung empfiehlt sich folgendes Zubehör für Rollstühle. Manchmal ist dieses zum Teil im Lieferumfang inbegriffen:

  • Rollstuhlnetz bzw. Rollstuhltasche (praktisch für Einkäufe)
  • Rollstuhlkissen (mehr Sitzkomfort)
  • Katzenaugen (Verkehrssicherheit, v.a. bei Dämmerung)
  • Rollstuhlschiebehilfe (motorisiertes Hilfsmittel für Rollstuhlfahrer)
  • Rollstuhlrampe (einfacheres Umsteigen)
  • Schirm- und Gehstockhalter für den Rollstuhl
  • Wickeldecke bzw. Schlupfsack für den Rollstuhl
  • Seitentisch für den Rollstuhl

Der Umfang der Ausstattung für den Rollstuhl muss kein entscheidendes Kaufkriterium sein. Rollstuhlzubehör können Sie Ihrem persönlichen Bedarf entsprechend auch separat bestellen.

3.7. Gewicht und maximale Belastbarkeit

Das Eigengewicht des Rollstuhls wird hauptsächlich durch das Material des Rahmens bestimmt. Modelle mit Aluminiumrahmen sind besonders leicht, Modelle mit Stahlrahmen besonders robust und stabil. Ein Aluminium-Rollstuhl wiegt im Durchschnitt um die 10 kg, ein Stahlrohr-Rollstuhl ca. 15 kg.

Wie belastbar Ihr Rollstuhl sein sollte, hängt von Ihrem Körpergewicht ab. Bei einigen Modellen liegt die maximale Belastbarkeit bei 110 kg, bei anderen beispielsweise bei 140 kg. Damit eignen sich die Rollstühle auch für schwergewichtige Personen.

3.8. Rollstuhlbreite bzw. Breite der Sitzfläche

Achten Sie beim Kauf auf die Abmessungen des Rollstuhls insbesondere auf die Breite des Rollstuhls bzw. der Sitzfläche. Ist diese zu schmal, sitzen Sie möglicherweise nicht bequem. Für besonderen Komfort sorgt ein Rollstuhlkissen aus weich geschäumtem Material.

So reinigen Sie den Rollstuhl richtig: Putzen Sie die Sitzfläche sowie die Rücken- und Armlehnen regelmäßig mit einem feuchten Tuch und Reinigungsmittel sowie mit Desinfektionsmittel. Auch die Räder bedürfen einer regelmäßigen Reinigung, wenn Sie die Mobilitätshilfe sowohl drinnen als auch draußen verwenden. Bei einem Pflegefall übernimmt in der Regel Pflegepersonal oder eine Reinigungskraft die Säuberung.

Rollstühle Vergleich

4. Wichtige Hersteller und Marken im Überblick

Rollstühle im Vergleichstest

Eine gute Auswahl an Rollstühlen und -zubehör finden Sie auf Amazon.

Wo kann man den besten Rollstuhl kaufen? Eine große Auswahl finden Sie im Sanitätsbedarf und mittlerweile auch online (z.B. bei Amazon).

Wenn Sie den Rollstuhl günstig kaufen möchten, z.B., weil Sie ihn nur für eine Phase der Überbrückung (z.B. Reha) benötigen, lohnt es sich, auf das breite Angebot im Internet zurückzugreifen und den Rollstuhl gegebenenfalls gebraucht zu kaufen.

Im speziellen Fall eines Reha-Aufenthalts können Sie sich erkundigen, ob Sie den Rollstuhl mieten bzw. den Rollstuhl leihen können. Je nach Nutzungsdauer, Kosten des Rollstuhlverleihs und Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist es jedoch günstiger, den Rollstuhl direkt zu kaufen.

Einen Überblick über wichtige Hersteller und Marken erhalten Sie in unserem Rollstuhl-Vergleich:

  • Bischoff & Bischoff
  • Dietz
  • Drive Medical
  • Elite Care
  • Sailun
  • Sundo Homecare
  • Sunrise Medical
  • Trendmobil

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Rollstuhl

5.1. Wo sind Kinderrollstuhl und Jugendrollstuhl erhältlich?

Auf einen Rollstuhl können nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder und Jugendliche angewiesen sein. Ein Rollstuhl für Kinder ist oftmals so ausgelegt, dass dieser im Lauf der Zeit mit dem Körperwachstum des Kindes „mitwachsen“ kann. Kinder- und Jugendrollstuhl sind oft Maßanfertigungen und eher im Sanitätshaus als im Internet erhältlich.

Auch gibt es diese im kinderfreundlichen Design. Neben Katzenaugen für die Verkehrssicherheit können Sie den Kinderrollstuhl mit Accessoires wie z.B. bunten Perlen für die Radspeichen verzieren. Dieses Zubehör können Sie online bestellen.

5.2. Gibt es einen Rollstuhl-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Rollstuhl-Test vorgelegt und damit auch noch keinen Rollstuhl-Vergleichssieger gekürt. Dafür gibt es in Ausgabe 01 / 2012 des test-Magazins einen Verbraucherhinweis zum Informationssystem REHADAT. Rehadat soll Personen mit Schwerbehinderung eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und in der Arbeitswelt ermöglichen.

So unterstützt REHADAT Menschen mit Behinderung bei der Integration in den Arbeitsmarkt – z.B. mit seiner Datenbank „Mobilität“. In dieser finden Sie, ergänzend zu unserem Ratgeber, umfassende Informationen zu den Themen „Rollstuhl“, „Gehhilfe“ und „Greifhilfe“.

5.3. Wer bezahlt den Rollstuhl im Pflegeheim?

Diese weiteren Alltagshilfen haben wir für Sie verglichen:

Oft stehen Betroffene und Angehörige vor der Frage, wer die Kosten für den Rollstuhl übernimmt. Damit im Seniorenalter ein Pflegerollstuhl genehmigt wird, muss die betroffene Person einige Anforderungen erfüllen, um Anspruch auf den Rollstuhl zu erheben. Eine ärztliche Untersuchung gibt Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand der betroffenen Person und die potenzielle Notwendigkeit einer Mobilitätshilfe.

Nehmen Sie (als Angehöriger) Kontakt mit der Krankenkasse auf und erkundigen Sie sich nach den Konditionen. Bewährt für ältere Menschen haben sich auch Elektrorollstühle: Der Rollstuhl mit Elektroantrieb (Rollstuhl mit Motor) erfordert weniger Kraftaufwand als ein Greifreifenrollstuhl, der vom Rollstuhlfahrer selbst angeschoben wird.

5.4. Mit dem Rollstuhl auf Reisen: Wie einfach ist Urlaub im Rollstuhl umsetzbar?

Um böse Überraschungen zu vermeiden, muss ein Urlaub im Rollstuhl gründlich geplant werden. Wenn Sie z.B. mit dem Rollstuhl in Ägypten Urlaub machen möchten, sollten Sie bei einem Reiseanbieter buchen, der barrierefreie Urlaubsreisen anbietet und eine entsprechende Rollstuhlversorgung (z.B. Rollstuhl-Hebebühne) leistet.

Ein solcher Anbieter, mit dessen Service Sie Ihren Urlaub behindertengerecht verbringen können, ist z.B. ProHandicapTravel mit attraktiven Reisezielen wie Teneriffa, Norwegen oder Griechenland. Im Reisepreis inbegriffen sind z.B. behindertengerechte Hotels und Transportmittel, bei Bedarf Schiebeassistent/-innen und Sicherheit durch einen Reisesicherungsschein. Weitere Leistungen sind gegen Aufpreis erhältlich.

Im folgenden YouTube-Video sehen Sie, neben einem Beitrag zum Rollstuhlbasketball, dass sogar der Führerschein mit Rollstuhl möglich ist. Wenn Sie mit dem Rollstuhl Auto fahren, können Sie Ihr Reiseziel selbstbestimmt auswählen, ohne auf Reiseunternehmen, die behindertengerechten Urlaub anbieten, angewiesen zu sein:

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