Inline-Skates im Test 2016

Die 5 besten Inliner im Vergleich.

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AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellK2 Alexis Pro 84Powerslide Vi SPC PureRollerblade Fusion X3K2 Alexis BoaHudora RX 23K2 Athena
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
07/2016
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Bewertung2,0gut
07/2016
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,2gut
08/2016
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Bewertung2,3gut
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Kundenwertung
22 Bewertungen
1 Bewertungen
1 Bewertungen
40 Bewertungen
29 Bewertungen
67 Bewertungen
Geeignet fürDamen
Fortgeschrittene
Damen
Anfänger
Damen, Herren
Fortgeschrittene
Damen
ambitionierte Anfänger
Damen, Herren
Anfänger
Damen
Anfänger
Größen36 - 4238 - 4242,5 - 4636-42,536 - 4634-42,5
Rollengröße in mmJe größer die Rollen, desto schneller kann man fahren. Mit kleineren Rollen ist man dagegen wendiger.84 mm80 mm80 mm84 mm80 mm80 mm
Größe verstellbarNeinNeinNeinNeinNeinNein
StopperJaJaJaJaJaJa
RollenhärteJe höher die Zahl, desto härter die Rollen. Weichere Rollen kompensieren gut Unebenheiten im Untergrund, während sich harte Rollen vor allem für glatten Hallenboden oder Halfpipes eignen.80 A83 A80 A80 A78 A80 A
AußenschuhSoftboot
sehr bequem, dafür weniger Stabilität im Knöchelbereich
Softboot
sehr bequem, dafür weniger Stabilität im Knöchelbereich
Hardboot
stabil und damit weniger bequem
Softboot
sehr bequem, dafür weniger Stabilität im Knöchelbereich
Softboot
sehr bequem, dafür weniger Stabilität im Knöchelbereich
Softboot
sehr bequem, dafür weniger Stabilität im Knöchelbereich
VerschlussBei klassischen Schnürsystemen müssen Sie eine Schleife binden. Schnellschnürsysteme verfügen dagegen über ein Gummizugband, das mit einem Clip befestigt wird. Hier muss keine Schleife gebunden werden, dafür kann man sie nicht so fest ziehen wie die klassischen Schnürsenkel. Daneben gibt es weitere alternative Schnürsysteme bei verschiedenen Herstellern, wie BOA (K2) oder Atop (Powersllide), bei denen die Schnürung mit einem Rädchen sehr fest gezogen werden kann.Schnürverschluss, Klettverschluss, SchaftschnalleAtop-Schließsystem, Klettverschluss, SchaftschnalleSchnellschnürsystem, Klettverschluss, SchaftschnalleBOA-Schnürsystem, Klettverschluss, SchaftschnalleSchnellschnürsystem, Klettverschluss, SchaftschnalleSchnürung, Klettverschluss, Schaftschnalle
Besonderheitniedriger Schwerpunktschnelles Festziehen per DrehverschlussAnti-Schock-DämmungRollengröße bis 90 mm möglichunterschiedliche Farbauswahl für Damen und Herrenvibrationsdämpfender Rahmen
Vorteile
  • sehr leicht
  • gute Belüftung
  • hoher Tragekomfort
  • Handschlaufen
  • einfaches Verschlusssystem
  • gute Kraftübertragung
  • Stopper kann an- und abmontiert werden
  • gute Kraftübertragung
  • zum Fahren auf Beton geeignet
  • gute Passform
  • sehr leicht
  • keine Druckstellen
  • sauber und stabil verarbeitet
  • sauber und stabil verarbeitet
  • angenehmes Laufgefühl
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Inline-Skates-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Inline-Skates sind nicht nur etwas für Kinder. Auch als Fitness-Sportart ist das Skaten sehr zu empfehlen: In einer halben Stunden verbrennt man im Schnitt rund 260 Kalorien. Zum Vergleich: Beim Joggen sind es in der gleichen Zeit „nur“ rund 180.
  • Es gibt verschiedene Typen von Inline-Skates. Welche Sie auswählen, hängt vom Einsatzzweck ab: Fitness-Skates eignen sich für Anfänger und Fortgeschrittene, Speed-Skates sind nur etwas für erfahrene Skater. Für Sprünge und Kunststücke auf der Halfpipe brauchen Sie dagegen Agressive-Skates oder Stunt-Skates.
  • Egal welchen Skate-Typ Sie wählen, der richtige Schuh muss passen und darf nicht drücken. Sonst wandert er schnell in die Ecke und der Fahrspaß hat ein Ende.

inline-skates-test-stunt-skater
Inline-Skates sind längst nicht mehr nur ein tolles Geburtstagsgeschenk für die Kleinen. Auch viele Erwachsene haben Spaß an der Fortbewegung auf Rollen. Das ist nicht verwunderlich, denn das Skaten ist ideal geeignet, um die Fitness und Ausdauer zu trainieren. Damit die Freude am Fahren lange anhält, ist es jedoch enorm wichtig, dass man das richtige Inline-Skates Modell auswählt. Welcher Schuh zu Ihnen passt, ist abhängig vom Einsatzzweck, denn Inline-Skate ist nicht gleich Inline-Skate. Auch die Qualität der Sportgeräte spielt eine große Rolle. Wir haben im Inline-Skates Test 2016 verschiedene Produkte für Damen, Herren und Kinder genauer untersucht. Die Ergebnisse finden Sie oben. Wie Sie einen guten Inline-Skate erkennen und worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Inliner Test.

1. Wie unterscheiden sich Inline-Skates von klassischen Rollschuhen?

Softboot-Inline-Skates bestehen aus einem weichen Schuh mit Verstärkung an Ferse und Knöchel.

Softboot-Inline-Skates bestehen aus einem weichen Schuh mit Verstärkung an Ferse und Knöchel.

Inline-Skates sind eine spezielle Variante von Rollschuhen. Anders als beim klassischen Rollschuh sind bei Inline-Skates die Rollen jedoch in einer Reihe hintereinander angeordnet. So erklärt sich auch der Name, denn englisch „in-line“ heißt übersetzt so viel wie „in Reihe“. Inliner sind nicht ganz so wendig wie Rollschuhe, erreichen aber dafür höhere Geschwindigkeiten. Die mit Inline-Skates oder Rollschuhen ausgeübten Sportarten werden unter dem Sammelbegriff Rollsport zusammengefasst.

1.1. Eine kleine Geschichte der Schuhe auf Rollen

Eine als Rollschuhe bekannte Konstruktion kam angeblich das erste Mal um 1743 bei einer Theateraufführung in London zum Einsatz. Da es jedoch keine Belege darüber gibt, gilt heute der belgische Instrumentenbauer Jean-Joseph Merlin als Erfinder der Rollschuhe. Dieser hatte um 1760 drei Rollen hintereinander unter einen Schuh montiert. Er bezeichnete sie als „skaites“. Mit diesen Rollschuhen wollte er in der Lage sein, das Schlittschuhlaufen auf der Bühne nachzuahmen. Bei einer Vorführung in London spielte er rollschuhlaufend Violine. Da die Schuhe jedoch über keine Bremsmöglichkeit verfügten und Merlin nicht in der Lage war, Kurven zu fahren, fuhr er einen Spiegel und wurde dabei schwer verletzt.

So begann die Erfolgsgeschichte des Rollschuhs zunächst als Bühnen- und Artistengerätschaft. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Schuhe weiterentwickelt. So meldete der Amerikaner James L. Plimpton 1863 ein Patent auf den Rollschuh mit 4 Rollen an, der die Vorlage für den klassischen Rollschuh mit zwei Achsen bildete.

Hardboot-Inline-Skates haben eine stabile Plastik-Außenschale.

Hardboot-Inline-Skates haben eine stabile Plastik-Außenschale.

Bis sich dieser wirklich durchsetzen konnte, dauerte es allerdings noch eine ganze Weile. Da das Kugellager noch nicht erfunden war, ließen sich die Konstruktionen nur sehr schwer und unter Aufbringung eines hohen Kraftaufwands bewegen. Zudem waren viele Städte noch nicht asphaltiert. Erst um die Jahrhundertwende verbreiteten sich Rollschuhe auch als Spielgeräte. Bis 1950 bestanden die Rollen der Rollschuhe in der Regel aus Eisen. Der Hersteller Hudora ersetzte diese 1956 durch Gummi-Rollen, bald darauf wurden Rollen aus Hartplastik üblich.

Während die Rollen ursprünglich mit Lederriemen an normalen Schuhen festgeschnallt wurden, kamen später Rollschuhe mit fest montierten Rollen auf. Seine Hochzeit erlebte der Rollschuh um 1980. Um 1990 wurden diese dann durch die auch für den Freizeit- und Fitness-Sport geeigneten Inline-Skates abgelöst.

1.2. Aufbau von Inline-Skates

Inline-Skates bestehen aus einem Außenschuh, einem Innenschuh sowie einer an der Sohle montierten Schiene, die zwischen 3 und 6 kugelgelagerten Rollen aufnehmen kann.

Beim Außenschuh ist zu unterscheiden zwischen Hardboot und Softboot. Hardboots umschließen den Fuß vollständig mit einer stabilen Schale aus Plastik. Darunter befindet sich ein weich gepolsterter Inneschuh, der sich auch entnehmen lässt. Sie bieten eine sehr hohe Stabilität und verhindern, dass der Knöchel nach innen oder außen knicken kann. Allerdings sind Hardboots etwas weniger flexibel und nicht immer so bequem zu tragen. Sie sind in der Regel etwas schwerer als Softboots. Man findet Sie daher seltener im Speed-Bereich und häufiger bei Stunt-Skates.

Bei Softboots besteht der größte Teil des Inline-Skates aus weichen Materialien. Diese umschließen den Fuß und polstern ihn, weshalb sie meist sehr bequem zu tragen sind. Sie stabilisieren allerdings den Knöchelbereich nicht so gut wie Hardboots. Daher besteht besonders bei Anfängern häufig die Gefahr, mit diesen Skates umzuknicken. Aufgrund ihres geringen Gewichts eignen sie sich gut für höhere Geschwindigkeiten. Bei Fitness-Skates sind Softboots die verbreitetste Variante.

2. Welche Arten von Inline-Skates gibt es und für wen sind sie geeignet?

2.1. Fitness-Skates

Ultrasport U-Turn

Der Ultrasport U-Turn ist ein Fitness-Skate, den es in Ausführungen für Damen, Herren und Kinder gibt.

Fitness-Skates oder Freizeit-Skates sind, wie der Inliner Test gezeigt hat, der am weitesten verbreitete Typ von Inline-Skates. Sie können sowohl von Anfängern als auch von Fortgeschrittenen verwendet werden. Alle Skates aus dem Niedrigpreissektor und vom Discounter fallen in diese Kategorie – das heißt jedoch nicht, dass es keine qualitativ hochwertigen Marken-Fitness-Skates gibt. Sowohl Softboot als auch Hardboot sind bei diesen Modellen üblich, wobei viele Hersteller immer mehr auf die weichen und bequemen Softboots umstellen.

Fitness-Skates sollen alltagstauglich und bequem sein. Sie verfügen in der Regel über eine gute Dämpfung, vor allem im Fersenbereich, und sind relativ leicht. Auch haben diese Skates einen Stopper aus Hartgummi an einem Schuh, der das Bremsen erleichtert. Je nach Größe der Rollen sind die Schuhe für unterschiedliche Geschwindigkeiten ausgelegt. So kommen auch Geschwindigkeits-Liebhaber auf ihre Kosten. Grundsätzlich gilt: Je größer die Rollen, desto schneller kann man mit den Skates fahren. Bei größeren Rollen ist auch die Schiene automatisch länger, wodurch die Schritte auch gerader ausfallen. Daher sind Inline-Skates mit großen Rollen auch weniger wendig als solche mit kleinen.

Die Rollengröße beträgt bei diesen Skates in der Regel zwischen 74 und 90 mm im Durchmesser. Kleinere Rollen sind für Anfänger besser geeignet. Der Härtegrad der Rollen sollte zwischen 78 und 85 A betragen (dazu mehr in Kapitel 3 dieses Ratgebers). Somit wird ein komfortables Abrollen auf festem Untergrund gewährleistet.

  • für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
  • relativ leicht und stabil
  • guter Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Wendigkeit
  • eher weiche Rollen, daher nicht für Stunts und Sprünge geeignet
  • Rollen für Speed-Skating zu klein

2.2. Hockey-Skates

Hockey-Skates sind den Schlittschuhen vom Eishockey nachempfunden. Sie haben einen Hardboot und sind sehr stabil, ähneln sonst aber den Fitness-Skates. Einen Brems-Stopper besitzen diese Inline-Skates allerdings nicht, stattdessen wird wie beim Eishockey durch das Querstellen der Rollen gestoppt. Sie besitzen in der Regel nur 4 Rollen, die von vorn nach hinten im Durchmesser größer werden. Dadurch nimmt der Träger automatisch eine leicht nach vorn geneigte Haltung ein, wodurch sich die Kraft beim Auftritt besser verteilen kann. Dadurch wird das Spiel schneller und agiler.

Hinweis: Die Konstruktion, bei der die vorderen Rollen kleiner sind als die hinteren, wird Hi-Lo genannt. Man findet sie seltener auch bei Fitness-Skates, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.

2.3. Stunt-Skates oder Aggressive-Skates

Stunt Skates

Stunt Skates von USD

Stunt-Skates werden auch als Agressive-Skates oder Freestyle-Skates bezeichnet. Sie werden verwendet, um auf Halfpipes, Grind-Stangen oder Treppengeländern Sprünge und actionreiche Kunststücke zu vollführen. Dafür ist es wichtig, dass die Skates dem Träger sehr viel Stabilität bieten, wohingegen Geschwindigkeit eher nebensächlich ist. Deswegen sind Stunt-Skates grundsätzlich Hardboots. Im Vergleich zu anderen Inline-Skates Typen haben sie nur sehr kleine, dafür aber stabile Rollen. Sie haben einen Durchmesser von nur 54 bis 60 mm und sind mit 90 bis 110 A besonders hart.

Dadurch sind die Skates für das Grinden, also das seitliche Entlanggleiten auf einer Kante, sehr gut geeignet. Damit das besser geht, haben Stunt-Skates häufig einen größeren Spalt zwischen den vorderen und hinteren Rädern, der mit einer sogenannten Soulplate aus Metall oder stabilem Kunststoff verstärkt ist.

2.4. Speed-Skates

Speed-Skates

Ein Speed-Skate von Powerslide mit niedrigem Schaft und großen Rollen.

Wie es der Name schon sagt, sind diese Modelle auf höchste Geschwindigkeiten ausgelegt. Speed-Skates haben einen besonders niedrigen Schuh, da durch das geringere Material Gewicht eingespart werden kann. Die Rollen von Speed-Skates sind besonders groß. Hier werden Durchmesser von 100 bis 110 mm erreicht. Je nachdem, ob die Sportgeräte Outdoor oder Indoor verwendet werden, gibt es unterschiedliche Härtegrade, die zwischen 82 und 90 A liegen. Mit härteren Rollen wird versucht, den Rollwiderstand zu verringern, um so höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.

Es gibt Modelle mit 4, 5 und 6 Rollen. Je länger die Schiene, desto weniger wendig sind die Skates jedoch. Für den Freizeit-Einsatz sind sie daher eher ungeeignet. Da die Schuhe weniger Stabilität als andere Typen bieten und zudem eine hohe Fahrkontrolle erfordern, sind sie für Anfänger gänzlich ungeeignet und eher bei Profisportlern zu finden.

2.5. Cross-Skates

Eine ganz andere Variante von Inline-Skates sind die sogenannten Cross-Skates und Nordic-Skates oder Ski-Roller. Erstere sind für den Offroad-Einsatz in mittelschwerem Gelände konzipiert, letztere für das Sommertraining im Langlauf. Sie haben lediglich zwei luftbefüllte Rollen an einer langen Schiene, die es wahlweise mit fest montiertem Schuh oder zum Anschnallen gibt. Sie werden meist zusammen mit passenden Stöcken verwendet. Man spricht dann von Nordic Skating. Damit können sowohl unebenes Gelände als auch Anstiege problemlos bewältigt werden.
inline-skates-test-skater-park

3. Inline-Skates Test: Das sind die Kaufkriterien, auf die Sie achten sollten

In unserem Inliner Test haben wir ausschließlich Fitness-Skates verglichen. Diese sind der verbreitetste Typus, andere sind in der Regel nur für fortgeschrittene Skater gedacht. Für Einsteiger sind Fitness-Skates genau das richtige. Natürlich steht hier zunächst die Frage, ob Sie lieber einen Hardboot oder einen Softboot tragen wollen. Qualitativ gibt es zwischen beiden Formen keine Unterschiede, obwohl die stabileren Hardboots Anfängern meist ein besseres Gefühl der Sicherheit vermitteln. Softboots bieten dagegen eine bessere Belüftung, was Ihnen vor allem bei längeren Inliner-Touren zu gute kommen wird. Letztlich ist die Entscheidung zwischen Hardboot oder Softboot aber eher Geschmackssache.

3.1. Passform

Egal, ob Sie Ihre Inline-Skates im Sportgeschäft oder im Internet kaufen, am wichtigsten ist, dass sie richtig passen. Sie müssen eng anliegen, dürfen aber nirgends unangenehm drücken. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, die Skates eine Nummer größer als die normale Schuhgröße zu wählen. Dennoch dürfen Sie nicht zu viel Spiel haben. Gerade der Fersenbereich sollte eng umschlossen sein, da nur so der Knöchel ausreichend stabilisiert wird. Außerdem führt zu viel Platz im Schuh dazu, dass der Fuß „schwimmt“, sich also hin- und herbewegt. Die Folge: Blasen!

Inline-Skates fühlen sich mitunter beim ersten Anziehen unangenehm eng an. Sie sollten die Inliner jedoch für mindestens 10 Minuten am Stück anbehalten, da sich die Innenpolsterung dem Fuß erst noch anpassen muss. Drückt oder reibt der Schuh dann immer noch, sollten Sie eine andere Größe oder gegebenenfalls sogar ein anderes Modell wählen.

Tipp: Bei einigen Harboot-Inlinern kann der Innenschuh thermisch verformt und so perfekt an die Fußform des Trägers angepasst werden. Ein Beispiel dafür ist unser Unisex-Testsieger für Erwachsene, der Powerslide Vi 90. Der Innenschuh kommt bei 90° C für 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Anschließend steigt man mit dem Innenschuh in den Skate und schnallt diesen so fest, wie er am Ende getragen werden soll. Wenn das Material ausgekühlt ist, behält es die so fixierte Form bei.

3.2. Rollengröße

Inline-Skates oder Rollerblades – gibt es da einen Unterschied?!

Die offizielle Bezeichnung für Rollschuhe, der Rollen hintereinander in einer Reihe angeordnet sind, lautet Inline-Skates. Rollerblades sind dagegen genau genommen nur Inline-Skates der Marke Rollerblade. In den 1990er Jahren zählte diese zu den bekanntesten Marken, sodass der Name mitunter synonym gebraucht wird. Das ist etwa vergleichbar mit der Bezeichnung „Selters“ für Mineralwasser oder „Tempo“ für Taschentücher.

Wie weiter oben schon erklärt wurde, ist die Größe der Rollen entscheidend für die Geschwindigkeit, die Sie mit dem Skate aufbauen können. Große Rollen bringen mehr Geschwindigkeit, sind aber auch schwieriger zu händeln. Für Einsteiger empfiehlt sich eine Größe von 80 mm. Wenn Sie Ihre Koordination und Ihren Gleichgewichtssinn ausreichend geschult haben, können Sie auf größere Rollen umsteigen. Bei vielen Modellen lassen sich die Rollen auch gegen andere Größen austauschen.

Achten Sie jedoch darauf, ob die Modelle auch für größere Rollen geeignet sind. Kleinere Rollen können eigentlich grundsätzlich angebracht werden. Wenn Sie das Ziel haben, später auch mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs zu sein, empfehlen wir Ihnen daher, ein Inliner-Modell mit größeren Rollen zu wählen und diese für den Anfang gegen kleinere Rollen zu tauschen.

3.3. Rollenhärte

Je nach Einsatzzweck und Fahrbahn-Untergrund sind Rollen in unterschiedlichen Härtegraden verfügbar. Dieser wird in Shore-A angegeben. Diese Einheit findet bei Elastomeren und verschiedenen Metallen Verwendung. Je höher die Zahl, desto härter das Material. Bei Inlinern sind Härtegrade zwischen 76 und 90 A am weitesten verbreitet. Härtere Rollen bieten einen geringeren Rollwiderstand, bieten aber auf unebenen Untergründen weniger Dämpfung beim Abrollen. Sie sind daher für den Einsatz auf Hallenböden gut geeignet, auf Asphalt sollte man jedoch etwas weichere Rollen wählen. Für ein komfortables Abrollen empfehlen wir einen Härtegrad zwischen 80 und 85 A. Je nach Körpergewicht des Skaters und Art des Untergrundes nutzen sich weichere Rollen allerdings auch schneller ab und müssen dann ersetzt werden.

3.4. Kugellager

Hier möchten wir eines vorweg gleich anmerken: Für den Freizeitsportler ist es eigentlich völlig egal, welche Kugellager ein Inline-Skate hat. Aus diesem Grund taucht dieser Aspekt auch nicht in unserer Vergleichstabelle auf. Die Hersteller geben nämlich in der Regel nicht die Art des Kugellagers an, sondern die Fertigungstoleranzen bei der Herstellung. Dafür steht die ABEC-Skala. Je höher die Ziffer, desto besser (angeblich) auch die Qualität des Lagers. Bei Inline-Skates sind ABEC 5, ABEC 7 und ABEC 9 üblich, bei Inline-Skates für Kinder auch ABEC 3.

Die ABEC-Klassifizierung sagt aber weder etwas über die Haltbarkeit des Kugellagers aus, noch über dessen Leichtläufigkeit. Beide Punkte sind stattdessen davon abhängig, welche Werkstoffe und Schmiermittel verarbeitet wurden. Da es sich um industrielle Standard-Kugellager handelt, können diese auch einfach gegen Lager mit besserer Qualität gewechselt werden. Zum Einsatz kommen zwei standardisierte Größen, 608 und 688, welche auf dem Kugellager aufgestempelt wird. Besonders hochwertige Kugellager bestehen aus Keramik und kommen ohne Schmiermittel aus.

Andere Kugellager-Klassen sind ILQ (= „InLine Qualified“), SG und Skate-Rated, die jeweils speziell für Inliner hergestellt werden. Man kann sie mit dem ABEC-Standard nicht vergleichen, allerdings lassen sich die meisten Kugellager problemlos gegen andere Typen tauschen.

Wie Sie Ihre Kugellager warten und pflegen, sehen Sie in dem folgenden Video:

3.5. Zubehör

Für die richtige Sicherheit beim Skating brauchen Sie passende Schutzausrüstung. Gerade für Kinder sind Protektoren für Knie, Ellbogen und Handflächen wichtig, da diese häufig noch keine so ausgereifte Koordination haben, wie Erwachsene. Stürze lassen sich bei Anfängern aller Altersklassen nicht vermeiden. Wer mit hohem Tempo unterwegs ist, für den sind Knieschützer, Ellbogenschützer und Handgelenksschützer ebenfalls Pflicht. So lassen sich schmerzhafte Schürfwunden – oder schlimmer noch, eine Verletzung der Kniescheibe – gut vermeiden.

Auch einen Helm sollte jeder Skater und jede Skaterin tragen. Beliebt sind vor allem die runden und wenig auftragenden Skaterhelme. Diese haben allerdings häufiger schlechte Belüftungseigenschaften. Für längere Touren und für das Fitness-Training empfehlen wir daher einen Helm mit mindestens 10 oder mehr Belüftungsöffnungen. Einen Test aktueller Helme finden Sie hier.

4. Inline-Skaten – wie geht das?

Was Sie beim Inline-Skating beachten müssen und wie Sie sicher auf den Skates unterwegs sind, zeigt Ihnen das folgende Video:

5. Wichtige Hersteller und Marken von Inline-Skates

  • Fila
  • Hudora
  • K2
  • Nijdam
  • Powerslide
  • Roces
  • Roller Derby
  • Rollerblade
  • Tempish
  • WORKER

6. Fragen und Antworten rund um Inline-Skates

6.1. Ab wieviel Jahren kann man Inline-Skates fahren?

Genau lässt sich das natürlich schlecht festlegen. Kinder-Skates gibt es in der Regel ab Größe 28. Damit liegt das Einstiegs-Alter bei 4 bis 5 Jahren. Wenn Ihr Kind Interesse am Skaten hat, steht dem Sport eigentlich nichts mehr im Wege. Inliner für Kinder sind in der Regel größenverstellbar, sodass sie auch über längere Zeit passen. Wenn Sie selbst bereits Skating-Erfahrung haben, können Sie Ihrem Kind die Techniken selbst beibringen, andernfalls empfehlen wir die Teilnahme an einem Skating-Kurs.

6.2. Wie lange braucht man um Inline-Skates Fahren zu lernen?

Die grundlegenden Fähigkeiten – das etwas schnellere Fahren auf gerader Strecke, das sichere Fahren von Kurven und das gefahrlose Bremsen – sind meist schnell erlernt. 3 bis 4 Tage Übung reichen hierfür aus. Für eine elegante Fahrtechnik, Sprünge, Stunts und für rasante Bergabfahrten braucht es dann aber doch etwas mehr Training. Wie schnell man das erlernt, hängt davon ab, wie häufig man trainiert. Auch das Überwinden der ersten Scheu nimmt immer eine gewissen Zeit in Anspruch. Hier heißt es einfach: Am Ball bleiben!

Tipp: Als Anfänger sollte man auf einer festen, geteerten Straße übern, da Steine und Rillen im Untergrund stören.

6.3. Welches Werkzeug braucht man, um bei Inline-Skates die Rollen zu wechseln?

Die Grafik zeigt, wie Sie die Rollen untereinander Tauschen, um sie gleichmäßig abzufahren.

Die Grafik zeigt, wie Sie die Rollen untereinander Tauschen, um sie gleichmäßig abzufahren.

Die Rollen werden beim Skaten unterschiedlich abgenutzt: die Innenseiten stärker als die Außenseiten, die mittleren Rollen stärker als die vorderen und hinteren. Damit die Rollen besonders langlebig bleiben und das angenehme Fahrgefühl erhalten bleibt, sollten Sie die Rollen regelmäßig wechseln – auch untereinander. Dafür braucht man nur zwei passende Inbusschlüssel. Wenn diese beim Kauf der Inline-Skates nicht beiliegen, können Sie die Werkzeuge im Baumarkt erwerben. Wie Sie die Rollen austauschen, zeigt die nebenstehende Grafik.

6.4. Welche Muskeln werden beim Inline-Skaten trainiert?

Beim Inline-Skating werden – im Gegensatz zum Radfahren – sehr viele Muskeln beansprucht. Allen voran natürlich die Beine, und dabei insbesondere die Oberschenkelmuskulatur. Aber auch Po und Rücken werden trainiert. Daher bekommt man durch regelmäßiges Inline-Skaten den oft gewünschten „Knack-Po“. Auch verbrennt man beim Skaten sehr viele Kalorien, mehr sogar als beim Joggen. Daher eignet sich Inline-Skating hervorragend als Fitness-Sportart.

6.5. Wie bremst man mit Inline-Skates?

Zum Bremsen gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit: Der Stopper

Bei Inline-Skates, die über einen sogenannten Stopper, also einen Hartgummi-Klotz an einem der Schuhe verfügen, kann dieser zum Stoppen verwendet werden. Dazu wird der Schuh mit dem Stopper zunächst um etwa eine Schuhlänge gegenüber dem anderen Fuß nach vorn versetzt. Anschließend beugt der Skater leicht die Knie und zieht die Zehen des Inline-Skates mit Stopper nach oben, sodass dieser den Boden berührt. Gleichzeitig geht er etwas tiefer in die Hocke, um so den Körperschwerpunkt nach hinten zu verlagern. So wird mehr Kraft auf den Stopper übertragen und der Skater kommt (je nach Geschwindigkeit) nach einem kurzen Bremsweg zum Stehen. Da sich der Stopper bei dieser Brems-Technik abnutzt, muss er regelmäßig erneuert werden. Die meisten Hersteller bieten die Klötze als Ersatzteile an, mitunter gibt es aber auch Standard-Stopper, die Sie verwenden können.

    1. Möglichkeit: Der T-Break-Stopp

Bei Inline-Skates ohne Stopper kommt in der Regel die sogenannte T-Break zum Einsatz. Darunter versteht man eine bestimmte Stellung der Füße, die ebenfalls nach kurzer Zeit zum Halt führt. Dabei wird ein Skate quer hinter den anderen gestellt, sodass sie – von oben betrachtet – ein großes „T“ bilden. Durch eine tiefere Verlagerung des Schwerpunkts lässt sich die Übertragung der Kraft und damit die Bremswirkung verstärken. Großer Nachteil dieser Bremstechnik ist, dass dabei die Rollen der Inline-Skates stark belastet werden. Je nach Härtegrad kann es daher sehr bald notwendig werden, diese zu ersetzen. Aus diesem Grund sollte bei Inline-Skates, die über einen Stopper verfügen, dieser auch eher verwendet werden.

6.6. Welche Inline-Skates empfiehlt Stiftung Warentest?

Zuletzt hat Stiftung Warentest im Frühsommer 2002 Inliner getestet (Ausgabe 05/2002). Die damaligen Modelle gibt es heute längst nicht mehr, aber auch bei Stiftung Warentest schaffte es der Hersteller K2 auf den zweiten Platz mit dem Xcelerate (Note: 1,9).

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