Fahrradhelm Test 2016

Die 7 besten Fahrradhelme im Vergleich.

AbbildungTestsiegerUVEX i-vo CCPOC Receptor FlowPreis-Leistungs-SiegerAbus AduroUVEX Radhelm I-VONutcase Gen3Alpina PanomaMelon Urban Active
ModellUVEX i-vo CCPOC Receptor FlowAbus AduroUVEX Radhelm I-VONutcase Gen3Alpina PanomaMelon Urban Active
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
09/2016
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,0gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,1gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,2gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,3gut
09/2016
Vergleich.org
Bewertung2,4gut
07/2016
Kundenwertung
60 Bewertungen
37 Bewertungen
363 Bewertungen
54 Bewertungen
106 Bewertungen
58 Bewertungen
44 Bewertungen
Helm-TypMountainbike-Helm
für den Einsatz im Gelände
Allround-Helm
guter Kompromiss zwischen Komfort, Design und Sicherheit
City-Helm
für den täglichen Gebrauch in der Stadt
City-Helm
für den täglichen Gebrauch in der Stadt
Allround-Helm
guter Kompromiss zwischen Komfort, Design und Sicherheit
City-Helm
für den täglichen Gebrauch in der Stadt
Allround-Helm
KonstruktionIn-Mold Technologie
leicht, aber nicht ganz so stabil
In-Mold Technologie
leicht, aber nicht ganz so stabil
In-Mold Technologie
leicht, aber nicht ganz so stabil
In-Mold Technologie
leicht, ab nicht ganz so stabil
Hardshell Technologie
sehr stabil, aber nicht ganz so leicht
In-Mold Technologie
leicht, ab nicht ganz so stabil
In-Mold Technologie
leicht, aber nicht ganz so stabil
Größen
  • M (52-57 cm)
  • L (56-60 cm)
  • XS/S (51-54 cm)
  • M/L (55-58 cm)
  • XL (59-62 cm)
  • M (54-58 cm)
  • L (58-62 cm)
  • M (52-57 cm)
  • L (56-60 cm)
  • S (52-56 cm)
  • M (56-60 cm)
  • L (60-64 cm)
  • M (52-57 cm)
  • L (56-59 cm)
  • XXS-S (46-52 cm)
  • M-L (52-58 cm)
  • XL-XXL (58-63 cm)
Gewicht225 gca. 500 gca. 300 gca. 227 gca. 450 g255 gca. 250 g
Größenanpassung mit DrehradJaJaJaJaJaJaJa
Vorteile
  • sehr gute Passform
  • sehr gute Belüftungseigenschaften
  • sehr leicht
  • gute Passform
  • einfach anzupassen
  • gute Belüftungeigenschaften
  • Beleuchtungseinheit am Hinterkopf für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln
  • unauffälliges Design
  • unempfindlich gegenüber Kratzern
  • gute Passform
  • gute Belüfungseigenschaften
  • sehr gute Passform
  • ansprechendes Design
  • einfach zu verstellen
  • sehr leicht
  • gute Passform
  • sehr gute Belüftungseigenschaften
  • sehr leicht
  • gute Passform
  • hochwertig verarbeitet
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Fahrradhelm-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze

fahrradhelm-test-berg-radfahrer

Das sollten Sie über Fahrradhelme unbedingt wissen:

  • In Deutschland besteht keine Helmpflicht – weder im Allgemeinen, noch im Speziellen. D.h., niemand – ob Kleinkind, Jugendlicher oder Erwachsener – muss einen Fahrradhelm tragen. Radfahrer, die in einen Unfall verwickelt werden, können bei Fehlen eines Helmes daher nach der gängigen Rechtsauffassung nicht für ein Mitverschulden verantwortlich gemacht werden.
  • Nichtsdestotrotz kann ein Fahrradhelm bei einem Sturz den Kopf schützen – und damit Leben retten.
  • Ein guter Fahrradhelm bietet nur dann eine ausreichende Schutzwirkung, wenn das Material und die Verarbeitung qualitativ hochwertig sind und Passform und Einstellung auf den Träger abgestimmt wurden.

Ein Fahrradhelm verhindert keine Unfälle – aber er kann seinen Träger vor Verletzungen schützen. Ob man einen Helm aufsetzt oder nicht, ist in Deutschland sicherlich eine Grundsatzentscheidung. Eine Vorschrift gibt es jedenfalls nicht. Es gibt viele Vorurteile gegenüber Fahrradhelmen – sie sehen „doof aus“, drücken die Frisur platt und Helmträger haben insgesamt mehr Unfälle. Dennoch konnte in verschiedenen Studien festgestellt werden, dass der Fahrradhelm bei etwa der Hälfte der Kopfverletzungen einen tödlichen Ausgang verhindern und schwere Verletzungen reduzieren kann. Doch ein Helm schütz nur dann gut, wenn Sie den richtigen auswählen. Hier kommt es weniger auf Farbe und Design als auf Material und Passform an. Worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Fahrradhelm kaufen wollen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Fahrradhelm Test 2016.

1. Fahrradhelm für alle – das Für und Wider

1.1. Warum es in Deutschland keine Fahrradhelmpflicht gibt

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. vertritt seit bereits seit 1998 die Position, dass die Einführung einer Helmpflicht in Deutschland nicht sinnvoll sei. Auch die Bundesregierung hat kein Interesse daran, Fahrradfahrer zum Tragen eines Helmes zu zwingen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass eine Helmpflicht mit großer
Wahrscheinlichkeit zu einem Rückgang der Fahrradnutzung im Allgemeinen führen würde. Dies hätte verschiedene, vor allem negative Folgen:

  • Mehr Fahrradfahrer tragen Helme.
  • Zahl der Verletzungen und Fahrradunfälle sinkt.
  • Die Leute bewegen sich wieder weniger, was gesundheitliche Risiken für z.B. Herzinfarkte vergrößern würde.
  • Helmmuffel steigen ggf. auf andere Verkehrsmittel wie Auto oder den öffentlichen Personen-Nahverkehr um. Der Kohlendioxid-Ausstoß und die Feinstaubbelastung würden dadurch steigen.
  • Nachweislich fahren Autofahrer vorsichtiger, je mehr Radfahrer unterwegs sind. Sind weniger Fahrradfahrer auf der Straße unterwegs, erhöht sich damit das Unfallrisiko für die verbliebenen.

Das allgemeine Verkehrsklima und das Bewusstsein der Autofahrer für andere Verkehrsteilnehmer haben insgesamt einen größeren Einfluss auf die Sicherheit im Straßenverkehr, als es das Tragen eines Helmes hat. Das heißt jedoch nicht, dass man grundsätzlich auf einen Helm verzichten sollte! Ein Fahrradhelm schützt zwar nicht vor jeder Verletzung, aber Schaden kann er in keinem Fall. Wir empfehlen:

  • Kinder sollten grundsätzlich einen Fahrradhelm für Kinder tragen.
  • Wer aktiv Radsport betreibt, sollte ebenfalls einen Helm aufsetzen. Das gilt beispielsweise für Fahrten mit dem Mountainbike, dem Rennrad oder bei Kunststücken auf dem BMX Bike.
  • Für die Fahrt mit dem Rad durch kleinere Ortschaften oder in verkehrsarmen Gebieten kann man auf den Fahrradhelm auch verzichten – man muss es aber nicht.


Tipp:
Der Brite Ian Walker hat untersucht, welche Auswirkungen das Tragen eines Fahrradhelms auf das Überholverhalten von Autofahrern hat. Er kam zu dem Ergebnis, dass Autofahrer Fahrradfahrern mit Helm im Durchschnitt weniger Platz beim Überholen lassen, als solchen ohne. Darüber hinaus hat er herausgefunden, dass der Abstand zwischen Auto und Fahrradfahrer um so größer ist, je näher der Radfahrer am Fahrbahnrand fährt. Daher sollten Sie nach Möglichkeit nicht in der Mitte der Fahrspur fahren. Übrigens: Gegenüber Frauen lassen Autofahrer ebenfalls grundsätzlich mehr Abstand als gegenüber Männern.

1.2. Andere Länder und Bestimmungen zu Fahrradhelmen

Land Helmpflicht
Belgien
Dänemark
Finnland für alle
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Irland
Italien
Kroatien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Österreich für Kinder unter 12 Jahren
Polen
Schweden für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren
Schweiz
Slowenien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren
Spanien für alle außerhalb geschlossener Ortschaften (Ausnahmen bei langen Steigungen und hohen Temperaturen)
Tschechien für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Ungarn

 

2. Sicherheit fährt mit – die verschiedenen Fahrradhelm-Typen

2.1. Konstruktions-Typen

Fahrradhelme bestehen aus einem Hartschaumstoff, der stoßdämpfende Wirkung hat. Dabei handelt es sich um sogenannten „expandierten Polystyrol„, oder kurz: EPS. Dieser Kunststoff ist sehr leicht und kann durch Hitze in eine bestimmte Form gespritzt werden. Bei Fahrradhelmen bildet EPS die Innenschale des Helms. Darüber befindet sich (bei den heute gängigen Helmen) eine weitere Schicht aus einem sehr harten und widerstandsfähigen Kunststoff, meist ABS. Diese Schicht wird – je nach Stärke und Material – als „Microshell“ (= besonders dünn und leicht) oder „Hardshell“ (= dicker und stabiler) bezeichnet – doch Achtung! Hier kommt es zu einer Namensgleichheit mit einem anderen Herstellungsverfahren.

Wird das EPS direkt in die Außenschale eingespritzt und somit beide Materialien untrennbar miteinander verbunden, spricht man von der „In-Mold Konstruktion„. Unter „Hardshell Konstruktion“ versteht man dagegen Helme, die aus zwei ineinander gesteckten Teilen bestehen. In-Mold-Helme sind leicht und bieten gute Schutzeigenschaften, Hardshell-Helme sind deutlich schwerer, aber auch stabiler und schützen daher beim Aufprall besser.

Die In-Mold Technologie kommt bei leichteren Sport- und Allround-Helmen zum Einsatz, für rasante Downhill-Fahrten oder bei Dirt-Modellen findet man dagegen häufiger die Hardshell-Technologie. Mittlerweile kommt diese auch häufiger bei Helmen für Kinder vor, da diese einfach im täglichen Gebrauch größeren Belastungen (z.B. Stöße, Herunterfallen, etc.) ausgesetzt sind als normale Fahrradhelme.

Hinweis: Früher gab es auch Helme, die keine Außenschale hatten. Bei diesen Modellen war die EPS-Schicht mit Stoff überzogen oder beflockt. Man bezeichnet diese Form als „Softshell“-Helm. Da bei dieser Konstruktion bei einem Sturz der Helm am Untergrund nicht abgleitet, ist die Gefahr eines Schleudertraumas sehr hoch. „Softshell“-Helme entsprechen nicht den heutigen Sicherheitsstandards und sollten daher nicht mehr verwendet werden.

2.2. Helme für verschiedene Einsatzgebiete

Fahrradhelme unterscheiden sich in ihrer Form. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Einsatzgebieten. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Typen vor.

Helmtyp Erklärung
Kleinkinder-Helm
z.B. UVEX Kid 3uvex-kid-3
  • bunt, viele verschiedene Designs und Gestaltungsmöglichkeiten
  • schirmartig verlängerter Stinbereich
  • tiefer gezogener Nackenbereich
  • abgeflachter Hinterkopf
Jugend-Helm
z.B. KED JokerHelm
  • meist besonders verlängerter Stirnbereich zum Schutz bei Frontal-Zusammenstößen
  • kleine Größen
City-Helm, Dirt-Helm, Skater-Helm
z.B. TSG Skate/BMXtsg-bmx
  • geschlossene Halbschale, rund
  • tiefer gezogener Nackenbereich
  • ggf. mit Schirm
Allround-Helm, Touren-Helm, Mountainbike-Helm
z.B. Prowell X9
Helm
  • leicht, mit vielen Belüftungsöffnungen
  • nach vorn verlängerter Schirm, der vor Sonne und Regen schützt
Motocross-Helm, Downhill-Helm
z.B. Ventura Downhillventura-downhill
  • Hartschale mit stabilem Kinnbügel
  • Kopf und Nacken vollständig umschlossen
  • kein Visier, sondern zusätzliche Schutzbrille
Rennrad-Helm
z.B. Giro Atmos IIgiro-atmos-ii
  • leicht, mit vielen Belüftungsöffnungen
  • abgeflachte Stirn, gegebenenfalls mit herunterklappbarer Sonnenbrille
Zeitfahr-Helm
z.B. Rudy Project WING57rudy-project-wing57
  • tropfenförmig, glatt, für bessere Aerodynamik
  • Belüftung durch innen liegende Kanäle
Fahrradhelm mit Visier
z.B. Casco Speedairo RennradFahrradhelm mit Visier
  • aerodynamisch
  • Belüftung sehr gut; für Rennrad-Sport geeignet
  • Fahrradhelm mit Visier schützt vor Sonnenlicht

3. Der richtige Fahrradhelm: So finden Sie die passende Größe und Einstellung

Folgende Produkte rund ums Fahrrad haben wir noch getestet:

Ein Fahrradhelm kann nur dann optimal schützen, wenn er auch richtig sitzt. Dafür ist es unerlässlich, dass Sie die passende Größe auswählen. Messen Sie zunächst Ihren Kopfumfang mit einem Maßband. Dieses sollte etwa einen Finger breit über den Augenbrauen angelegt werden. Führen Sie das Maßband leicht schräg um den Kopf herum, sodass es am Hinterkopf etwas weiter unten anliegt als an der Stirn. Notieren Sie sich die gemessene Zahl.

Alle von uns getesteten Helme verfügen im Nacken über ein Drehrad, mit dem sich der Kopfring, also jenes Teil, dass den Helm am Kopf fixiert, verstellen lässt. Der Spielraum liegt meist zwischen 4 und 5 cm, sodass die Helme bei verschiedenen Kopfumfängen passen. Darüber hinaus bringen die Fahrradhelme in der Regel verschiedene Innenpolster mit, die sie entsprechend Ihrer Kopfform so im Helm anbringen können, dass er nicht drückt.

Dennoch: Der Kopfumfang ist nicht alles. Wichtig ist darüber hinaus die Passform des Helmes. Manche Menschen haben einen schmaleren, etwas länglicheren Kopf, andere einen runden. So kann es vorkommen, dass Ihnen nicht jeder Helm gleich gut passt, auch wenn die Größe identisch ist. Hier hilft nur anprobieren.

Der Helm muss fest sitzen, ohne zu drücken. Er darf nur dort am Kopf aufliegen, wo sich Innenpolster befinden. Sollte das nicht der Fall sein, wird der Fahrradhelm schon nach kurzer Zeit anfangen zu drücken und zu reiben.

Wenn Sie den Fahrradhelm mit der richtigen Passform gefunden haben, müssen Sie Ihn noch auf Ihren Kopf einstellen. Dafür lösen Sie zunächst den Kopfring mit Hilfe des Drehrades vollständig und öffnen die Verschlüsse der Riemen. Setzen Sie den Helm anschließend so auf den Kopf, dass er gerade sitzt. Er darf weder tief in den Nacken gezogen werden, sodass der Schirm an der Stirn nach oben ragt, noch sollte er zu tief in die Stirn sitzen, damit Ihre Sicht nicht eingeschränkt wird.

Drehen Sie dann das Drehrad fest. Der Helm sollte allein durch die Befestigung mit dem Kopfring schon fest auf dem Kopf sitzen und beim Kopfschütteln nicht verrutschen.

Anschließend passen Sie die Beriemung an. Diese besteht aus zwei einzelnen Riemen. Einer beginnt seitlich am Hinterkopf, der zweite an der Schläfe. Beide sollen sich nah unterhalb des Ohres treffen. Ziehen Sie die Riemen in die entsprechende Position und fixieren Sie sie mit dem Klemm-Mechanismus.

Der Kinnriemen soll dicht am Kinn verlaufen, ohne zu drücken oder einzuschneiden. Ziehen Sie den Riemen so fest, dass etwa noch ein Finger breit Spiel besteht. Dadurch garantieren Sie, dass der Fahrradhelm sich bei einem Unfall nicht löst, Sie aber dennoch ausreichend Luft bekommen. Das überstehende Ende des Kinnriemens sollten Sie mit einer Schere kürzen. Schneiden Sie es ab und versiegeln Sie die Kante mit Hilfe eines Feuerzeugs.

Tipp: Denken Sie daran, das Band nicht zu kurz abzuschneiden – wenn Sie im Winter ggf. eine Mütze unter dem Fahrradhelm tragen wollen, sollten Sie das Band etwas länger lassen, um die Größe regulieren zu können.

4. Fahrradhelme für Erwachsene: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Das A-und-O für einen guten Fahrradhelm sind die Wahl der richtigen Größe und die korrekte Einstellung. Wenn Sie einen Fahrradhelm kaufen wollen, ist es daher unerlässlich, ihn zunächst aufzuprobieren. Das gilt sowohl dann, wenn Sie den Helm im Fahrrad-Laden kaufen, also auch im Internet. Bei letzterem sollten Sie sich zunächst mehrere Helme aussuchen, die Ihrem Kopfumfang entsprechen, und diese bestellen. Wählen Sie davon das Modell, das von der Passform her am besten zu Ihnen passt. Die anderen Fahrradhelme schicken Sie zurück – beachten Sie dabei auf jeden Fall die Rücksendebestimmungen des Verkäufers.

Unser Testsieger, der Receptor Flow von POC, ist ein Allround-Helm, der für den täglichen Gebrauch geeignet ist.

Natürlich muss der Fahrradhelm auch gefallen! Ein Fahrradhelm, den Sie hässlich finden oder mit dem Sie sich „doof“ vorkommen, wird allzu schnell in der Ecke landen und nicht mehr getragen werden. Von der Form her sollten Sie sich für den Helm entscheiden, der am besten zu Ihren Ansprüchen passt:

Wollen Sie mit dem Rad Trekking-Touren unternehmen, wählen Sie lieber einen Helm für’s Mountainbike oder einen Touren-Helm. Diese bieten im Übrigen die besten Belüftungseigenschaften – bei längeren Radtouren ein Muss! Sonst wird es schnell heiß unter dem Helm. Für die Stadt eignen sich auch City-Helme, die in der Form den BMX- oder Dirt-Helmen nachempfunden sind. Da sie meist nur über wenige Lüftungsöffnungen verfügen, eignen Sie sich nicht für lange Touren.

Bei Material und Gewicht sollten Sie sich für einen Fahrradhelm entscheiden, der zum Einsatzzweck passt. Wer Mit dem Mountainbike Berghänge hinunterradeln will, braucht einen stabileren Helm als jemand, der nur täglich durch den Stadtverkehr zur Arbeit fährt.

Ein Fahrradhelm mit Visier (ob fest oder zum Anstecken, ist egal) schützt vor grellem Sonnenlicht und auch vor Regen. Ein zusätzliches Blinklicht am Hinterkopf sorgt für bessere Sichtbarkeit, wenn Sie im Dunkeln mit dem Rad unterwegs sind. Solche Zusatzausstattung und Zubehör wie eine Fahrradhelm-Haube, die den Kopf im Regen trocken hält, sind immer eine Überlegung wert.

5. Fahrradhelme für Kinder: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Im Prinzip gilt für Kinderfahrradhelme dasselbe wie bei Erwachsenen. Da aber gerade die Kleinsten noch nicht einschätzen können, ob ein Helm richtig sitzt, müssen hier meist die Eltern die Auswahl übernehmen. Dennoch: Wenn Sie einen Kinderfahrradhelm kaufen wollen – egal ob im Online-Shop oder im nächsten Sportgeschäft – muss das Kind auf jeden Fall dabei sein. Schließlich muss es den Helm vor dem Kauf anprobieren!

Setzen Sie Ihrem Kind den Helm mit der passenden Größe waagerecht auf und drehen Sie das Drehrad am Hinterkopf fest, sodass der Helm nicht mehr wackelt oder verrutscht. Allerdings darf der Fahrradhelm auch nicht drücken. Ist das der Fall, wird Ihr Kind den Helm nicht mögen – und Sie werden wenig Spaß am nächsten gemeinsamen Rad-Ausflug haben.

Gerade bei Kleinkindern, die auf dem Fahrradsitz bei den Eltern mitfahren, sollten Sie die Helmform beachten. Der Kinderfahrradhelm muss am Hinterkopf abgeflacht sein, damit sich Ihr Kind während der Fahrt auch zurücklehnen und ggf. schlafen kann.

Tauschen Sie die Fahrradhelme regelmäßig aus. Zwar passen viele Helme über viele Jahre, doch das Material altert und wird mit der Zeit porös. Die Hersteller empfehlen, Fahrradhelme nach 3 bis 5 Jahren zu ersetzen.

Kinder wachsen. Daher ist es wichtig, dass Sie die Größeneinstellung des Fahrradhelms immer wieder überprüfen und anpassen. Das gilt auch, wenn Ihr Kind unter dem Helm ab und zu eine Mütze trägt.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Fahrradhelm beim Spielen absetzt. Das Anstoßen an Ecken und Kanten oder das Herunterfallen sollte vermieden werden, da dies die Stabilität des Helms beeinträchtigen kann.

fahrradhelm-test-fahrrad

6. Wichtige Fahrradhelm-Hersteller

  • Abus
  • Airoh
  • Alpina
  • BBB
  • Bell
  • Bern
  • Bluegrass
  • Bontrager
  • Briko
  • Cannondale
  • Carrera
  • Casco
  • Catlike
  • Cratoni
  • Cube
  • Giro
  • Helt-Pro
  • IXS
  • Kali Protectives
  • Kask
  • KED
  • Lazer
  • Limar
  • Mavic
  • Melon
  • MET
  • Nutcase
  • O’Neal
  • POC
  • Pro-Tec
  • Rudy Project
  • Scott
  • SixSixOne
  • Specialized
  • Speed Stuff
  • Spokey
  • Troy Lee Designs
  • TSG
  • UVEX
  • XLC

7. Fragen und Antworten zum Thema Fahrradhelm

7.1. Ab wann braucht ein Baby einen Fahrradhelm? Ab wann muss man im Fahrradanhänger einen Helm tragen?

Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine Helmpflicht. Daher gibt es auch keine Vorschrift, ab wann ein Baby einen Fahrradhelm tragen muss. Wir empfehlen jedoch, dass Kinder immer einen Helm tragen sollten. D.h., sobald sie im Fahrradsitz oder Fahrradanhänger mitfahren, brauchen sie einen passenden Fahrradhelm. Diese Empfehlung spricht auch der ADFC aus.

7.2. Wie lange ist ein Fahrradhelm haltbar?

Ein Fahrradhelm ist über längere Zeit Wind, Sonne und Regen ausgesetzt. Die Helme bestehen in der Regel aus Thermoplasten wie ABS oder EPS. Diese sind anfällig für äußere Einflüsse und büßen mit der Zeit ihre Stabilität ein. Die meisten Hersteller von Fahrradhelmen empfehlen daher, selbige nach etwa 5 Jahren spätestens zu ersetzen. Wer sehr viel mit dem Rad unterwegs ist, z.B. Fahrradkuriere, sollte den Helm sogar nach 2 bis 3 Jahren austauschen.

Hinweis: Nach einem Sturz oder Unfall muss der Fahrradhelm grundsätzlich ersetzt werden. Auch wenn äußerlich vielleicht keine Schäden sichtbar sind, so können feinste Haarrisse im Material-Inneren doch die Stabilität des Helms stark beeinträchtigen. Daher sollten Sie auch darauf achten, den Fahrradhelm nicht auf den Boden fallen zu lassen!

7.3. Wie sitzt der Fahrradhelm richtig?

Achten Sie darauf, dass der Helm fest, aber bequem sitzt. Setzen Sie den Helm gerade auf. Er sollte etwa einen Finger breit über den Augenbrauen abschließen. Stellen Sie den Fahrradhelm dann mit dem Drehrad-Mechanismus im Nacken so ein, dass der Helm nicht mehr verrutscht. Achten Sie darauf, dass die Beriemung an der richtigen Stelle verläuft. Sie besteht aus zwei Riemen. Der erste beginnt seitlich am Hinterkopf, der zweite an der Schläfe. Beide Riemen müssen so zusammenlaufen, dass sie sich dicht unterhalb des Ohrs treffen. Der Kinnriemen muss so eingestellt werden, dass er eng am Kinn anliegt, ohne zu drücken. Hier sollte maximal Platz für einen Finger sein.

Der Helm sitzt richtig, wenn er den Kopf sicher umschließt und nur dort Kontakt zum Helm hat, wo die Innenpolster befestigt sind. Ist das nicht der Fall, hat der Fahrradhelm nicht die richtige Passform für Sie. Gegebenenfalls können Sie diese mit Hilfe zusätzlicher Innenpolster noch an Ihre Kopfform anpassen.

7.4. Wo gibt es eine Fahrradhelmpflicht?

Vor allem in vielen skandinavischen Ländern und in Osteuropa gilt die Helmpflicht, aber auch in Ländern wie Österreich. Meist betrifft sie nur Kinder. Eine umfassende Liste mit den verschiedenen Regelungen finden Sie in diesem Ratgeber in Kapitel 1.2.

7.5. Wie viel kostet ein guter Fahrradhelm?

Beim Fahrradhelm sollten Sie lieber nicht sparen. Bei Helmen unter 50 € macht man in der Regel Kompromisse bei Qualität und Sicherheit. Ein guter Fahrradhelm kostet daher zwischen 50 und 100 €. Für ruhige Fahrten in verkehrsarmen Gebieten reicht mitunter auch ein günstiger Fahrradhelm aus, da das Sturzrisiko insgesamt niedrig ist. Aber gerade bei rasanten Fahrten mit Mountainbike oder Rennrad oder bei Kunststücken auf dem BMX Bike sind Stürze keine Seltenheit. Ein stabiler, hochwertiger Fahrradhelm ist hier ein Muss!

7.6. Welchen Fahrradhelm empfiehlt Stiftung Warentest?

Regelmäßig werden bei Stiftung Warentest Fahrradhelme getestet, zuletzt in der Ausgabe test 05/2012. Damals gewannen bei den Helmen für Kinder der Limar 515 und der Prophete TX-07, beide mit der Note 1,7. Bei den Fahrradhelmen für Erwachsene konnte der Casco Active-TC Stiftung Warentest überzeugen. Hier lautete das Testurteil sogar 1,6.

7.7. Gibt es einen Unterschied zwischen Damen- und Herren-Fahrradhelmen?

Fahrradhelme für Damen und für Herren unterscheiden sich eigentlich nicht. Natürlich gibt es aber geschlechtsspezifische Designs.

7.8. Welche Fahrradhelm-Marken sind besonders beliebt?

Fahrradhelme von Giro, Alpina und Bell gehören zu den beliebtesten Marken. Daneben gibt es viele No-Name-Produkte, beispielsweise aus dem Supermarkt.

Preis-Leistung-Sieger
Kommentare (2)
  1. Florian sagt: 14. Juli 2016, 13:05 Uhr

    Hallo,

    ich habe von einem Fahrradhelm mit integriertem Licht gelesen.
    Was halten Sie davon?

    Wo kann ich den kaufen?

    Danke
    Flo

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt: 29. Juli 2016, 10:05 Uhr

      Hallo Flo,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Fahrradhelm Test.

      Angesichts der Tatsache, dass es so viele Unfälle gibt, bei denen Fahrradfahrer zu Schaden kommen, ist ein Fahrradhelm mit integriertem Licht eine sehr gute Idee – schließlich bietet es Autofahrern eine weitere Möglichkeit, Radfahrer besser zu sehen.

      Dieses ABUS-Modell verfügt z.B. einen beleuchteten Kopfring (LED), sodass Sie rundum gut gesehen werden können.

      Wenn Sie auf der Suche nach einem etwas stärkeren Licht sind und vielleicht auch schon einen Fahrradhelm besitzen, bietet sich diese Fahrradbeleuchtung an, die am Helm angebracht und bequem per USB-Kabel aufgeladen werden kann. Wahlweise kann dieses Licht auch am Lenker befestigt werden.

      Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

      Viele Grüße
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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Radsport Kinderfahrradhelm

Fahrradhelme für Kinder sind im Straßenverkehr unverzichtbar und schützen bei Stürzen und Unfällen besonders vor lebensgefährlichen Verletzungen…

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Radsport Kinderfahrradsitz

Kinder lieben den Rausch der Geschwindigkeit - schon mit wenigen Monaten kann man sie im Kindersitz auf dem Rad mitnehmen und kleinere Touren bewä…

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Radsport Klapprad

Klappräder sind durch ihr geringes Packmaß einfach per Klappkonstruktion zusammenzufalten und in Bus und Bahn bequem zu transportieren ohne an …

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Radsport Lastenanhänger

Ein Lastenanhänger ist ein Anhänger für Fahrräder, in dem schwere Gegenstände transportiert werden können…

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Radsport Mountainbike

Mountainbiken ist ein riskanter Sport - Schutzkleidung sowie ein voll funktionstüchtiges Bike sind unverzichtbar…

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Radsport MTB-Helm

Ein MTB Helm, Abkürzung für Mountainbike Helm, ist ein Fahrradhelm, der speziell auf die Bedürfnisse von Mountainbike Fahrern im Gelände …

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Radsport Rennrad

Mit einem Rennrad lassen sich auf glatten Fahrbahnen hohe Geschwindigkeiten erreichen. Zu diesem Zweck hat man das einfache Fahrrad leichter, …

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Radsport Rennradhelm

Ein Rennradhelm ist leichter, windschnittiger und atmungsaktiver als gewöhnliche Fahrradhelme oder Mountainbike-Helme. Damit sind diese Helme ideal…

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Radsport Sattelstütze

Eine Sattelstütze sorgt für Stabilität beim Fahrradfahren. Sie federt Unebenheiten des Untergrunds, auf dem Sie fahren, ab und beruhigt so das …

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Radsport Singlespeed Bike

Singlespeed Bikes sind ein leichter und schneller Fahrradtyp, der ohne Gangschaltung auskommt. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet er sich …

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Radsport Trekkingrad

Ein Trekkingrad, oder Tourenrad wie es auch genannt wird,  ist besonders für leichtes Gelände, wie Schotter oder Waldwege, sowie für längere …

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Radsport Trinkflasche

Trinkflaschen ermöglichen den einfachen Transport eigener Getränke in stilsicherer Form und sind dabei sehr lange verwendbar…

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