Die Entdeckung der Milch
In der heutigen westlichen Gesellschaft sind Lebensmittel im Überfluss vorhanden und das Problem der Unterernährung von Kindern wurde von dem der übergewichtigen Kinder abgelöst.
Ganz anders ging es den Menschen vor 8.000 Jahren. Auch als unsere Vorfahren schon Tiere hielten, um sich von deren Fleisch zu ernähren, waren sie ständig von Hunger bedroht.
Die Möglichkeit, sich von einem Tier zu ernähren, ohne es töten zu müssen, war ein entscheidender Vorteil im Überlebenskampf.
Noch bis vor kurzer Zeit galt Milch als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Vor allem Kinder sollten viel Milch trinken, für gesunde Knochen und Wachstum.

Laut unseren Informationen stammt diese EnerBio-Haltbare-Land-Milch aus deutscher Bio-Landwirtschaft.
Dieses Bild hat sich jedoch stark gewandelt. Eine zunehmende Sensibilität gegenüber Themen wie Allergien und artgerechter Tierhaltung hat dem Ruf der Kuhmilch erheblich geschadet.
Inzwischen ist ein großer Markt für laktosefreie und vegane Milch (z. B. aus Soja, Mandeln oder Reis) entstanden. Eine sehr gute Nachricht für diejenigen, die Lactose tatsächlich nicht verdauen können oder auf tierische Produkte verzichten möchten.
Aber ist Milch grundsätzlich ungesund? Dieser Frage wollen wir im dritten Kapitel unserer Kaufberatung nachgehen.

3.1. In Milch sind viele wichtige Nährstoffe enthalten

Bei Kindern im Alter von 2-5 und 12-18 Jahren fördert Milch tatsächlich das Wachstum.
Milch ist ein großer Nährstofflieferant. In Kuhmilch sind von allem wichtige Proteine, Mineralien und Vitamine enthalten, die in diesem Verhältnis in keinem anderen Lebensmittel vorkommen.
Die wissenschaftlich bewiesenen Vorteile des Milchkonsums haben wir Ihnen hier zusammengefasst:
- In Milch enthaltene Proteine fördern nicht nur den Muskelaufbau, sondern bei Kindern und Jugendlichen von 2 bis 5 Jahren und von 12 bis 18 Jahren auch das Längenwachstum.
- Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor in Kuhmilch ist dem der menschlichen Knochen sehr ähnlich. Daher stärkt sie den Knochen besonders gut.
- Kühe, die mit viel Grünfutter gefüttert werden, geben Milch, die viele gesunde Omega-3-Fettsäuren enthält.
3.2. Wie bei jedem Lebensmittel ist die Menge entscheidend

Ein Glas Milch pro Tag ist auch für Erwachsene gesund. Generell sollten Sie aber darauf achten, weniger tierische Produkte und mehr Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
Wie schon erwähnt, glaubte man lange, das Fett in der Milch würde den Cholesterinspiegel deutlich erhöhen.
In neueren Studien konnte dieser Zusammenhang allerdings nicht belegt werden. Auch Ihr Krebsrisiko steigt nicht dadurch, dass Sie Milchprodukte konsumieren. Zumindest nicht pauschal und allgemein. Das Prostatakrebs-Risiko bei Männern kann laut Forschung bei sehr hohem Milchkonsum ansteigen – jedoch nur leicht.
Sie können also weitestgehend beruhigt weiterhin Milch trinken und Joghurt essen. Wie bei allen Nahrungsmitteln gilt, dass die Menge das Gift macht.
Sie sollten sich generell ausgewogen ernähren, viel Obst und Gemüse und nicht zu viele tierische Lebensmittel zu sich nehmen. 200-250 g Milchprodukte pro Tag sind aber völlig in Ordnung.

Auf der Packung verspricht die EnerBio-Haltbare-Land-Milch faire Preise für die Milchbauern.
3.3. Laktoseintoleranz: Warum Milch manchmal schwer zu verdauen ist

Viele Menschen greifen zu lactosefreien Produkten, obwohl sie gar nicht genau wissen, ob der Milchzucker an ihren Beschwerden Schuld ist.
Der in Milch enthaltene Milchzucker wird Lactose genannt. Lactose ist ein komplexerer Stoff als gewöhnlicher Zucker und wird im Dünndarm durch das Enzym Lactase aufgespalten. Bei Erwachsenen nimmt die Aktivität der Lactase generell deutlich ab.
Es gibt aber auch Menschen (in Deutschland etwa 7 %), die Laktose im Dünndarm kaum verdauen können. Diese wird so in den Dickdarm weitergeleitet und sorgt dort für eine erhöhte Gasproduktion. So entstehen Blähungen und Bauchschmerzen als Symptome von Lactoseintolleranz.
Fazit: Viele Menschen, die glauben, unter Lactoseintolleranz zu leiden, haben eigentlich keine Probleme damit, Lactose zu verdauen. Bauchschmerzen könnten in diesen Fällen beispielsweise Stress oder zu viel fetthaltiges Essen als Ursache haben. Bei schweren und häufigen Beschwerden sollten Sie natürlich zum Arzt gehen. Sie müssen aber nicht, nur weil Sie einmal nach einem Stück Sahnetorte Bauchschmerzen hatten, komplett auf Milchprodukte verzichten.

Leute, also wirklich! Dass fettarme Milch zum Abnehmen geeignet sei, das ist doch ein Aberglaube aus dem letzten Jahrhundert. Das Gegenteil ist mittlerweile mit wissenschaftlichen Studien bewiesen. den Verbraucher das Qualitätsmerkmal Omega 3 Fettsäuren? Ich empfehle für den nächsten Milchtest auch das Thema Fett richtig zu recherchieren. z.B. das Buch der bekannten Ernährungsmedizinerin Dr. Anne Fleck (Ernährungsdoc) „Ran an das Fett“ vorab zu lesen.
Ich bin laktoseintollerant, aber mir schmeckt laktosefreie milch nicht und auch keine pflanzlichen alternativen. Gibt es noch andere milch ohne laktose?
Liebe Mimoza90,
warum versuchen Sie es nicht mal mit Ziegen- oder Schafsmilch? In diesen Milchsorten ist nahezu keine Lactose enthalten. Sie ist daher auch für Allergiker gut verträglich. Der Geschmack ist etwas kräftiger als bei Kuhmilch, aber nicht so süß wie bei lactosefreier Kuhmilch oder pflanzlichen Alternativen. Ziegenmilch finden Sie inzwischen problemlos im Supermarkt, aber auch bei Amazon. Hier haben Sie eine besonders große Auswahl.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team