Das Wichtigste in Kürze
  • Als Trinkschokolade dürfen sich nur kakaohaltige Getränke mit mehr als 25 % Kakaopulver betiteln. Das unterscheidet Trinkschokoladen von kakaohaltigen Getränkepulvern, die prozentual gesehen weitaus weniger Kakaogehalt haben.
  • Das Pulver wird aus Bohnen der Kakaofrucht gewonnen, die hauptsächlich in Lateinamerika angebaut wird. Wer mit gutem Gewissen Kakao genießen möchte, sollte darauf achten, dass die Trinkschokolade fair und biologisch angebaut wurde.
  • Wenn Trinkschokoladen kalorienarm sind, schließt es nicht gleichzeitig aus, dass das Pulver auch frei von Industriezuckern ist. Außerdem gilt: Je weniger ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, umso gesünder ist das Getränk.

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Trinkschokolade ist wahrhaftig ein Getränk für Genießer. Das bestätigt auch eine Statista-Umfrage aus dem Jahr 2018. Bei der Befragung zum Thema Trinkschokolade gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, das schokoladige Getränk wegen des Geschmacks zu konsumieren.

Und das aus gutem Grund: Von zart-bitter bis cremig-süß ist für jeden Feinschmecker-Gaumen etwas dabei.

Doch was ist es, das eine Trinkschokolade so köstlich macht? Und wo liegt der Unterschied zwischen Kakaopulver und Trinkschokolade? Neben interessanten Hintergrundinformationen verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Trinkschokolade kaufen möchten.

Unser Trinkschokoladen-Vergleich 2020 stellt dafür bekannte Marken und Hersteller in den Kategorien Nährwerte, Inhaltsstoffe und Geschmack gegenüber. Außerdem erfahren Sie in unserer Kaufberatung, warum es vor allem bei kakaohaltigen Getränken so wichtig ist, nachhaltige Produkte zu kaufen.

1. Dürfen Produkte nur als Trinkschokolade bezeichnet werden, die mehr als 25 Prozent Kakaogehalt haben?

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Ursprünglich zählten zu Trinkschokoladen nur jene Produkte, die tatsächlich ausschließlich aus Tafelschokolade hergestellt wurden. Mittlerweile hat sich der Begriff geweitet: Als Trinkschokolade gilt jedes Kakaopulver, das mehr als 25 % reinen Kakao beinhaltet. Je höher der prozentuale Anteil an Kakaobohne, umso intensiver wird letztendlich der Geschmack.

Was ist Kokosblütenzucker?

Kokoszucker wird aus dem Saft des Blütenknospenstiels einer Kokospalme gewonnen.

Kokosblütenzucker ist somit ein sogenannter Palmzucker, was das natürliche Süßungsmittel zu einer guten Alternative bei Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und Gallensteinen macht.

Der Kakaogehalt ist aber nicht der einzige Faktor, der über die Qualität der Trinkschokolade entscheidet. Indikatoren, dass ein Produkt besonders hochwertig hergestellt wurde, sind auch Zertifizierungen, wie z. B. das Fair-Trade- oder das Bio-Siegel.

Neben der Kakaobohne landen noch andere Zutaten in der Trinkschokolade. Zucker ist ein fester Bestandteil von Trinkschokolade. Achten Sie nur unbedingt darauf, dass Hersteller keinen Industriezucker, sondern die natürliche Variante, wie zum Beispiel Kokosblütenzucker, benutzen.

Zu den Zusatzstoffen, die Sie vermeiden sollten, zählen:

  • Industriezucker
  • Aromastoffe
  • Konservierungsstoffe
  • Trennmittel

2. Welcher Ernährungstyp sind Sie? Finden Sie eine Trinkschokolade ganz nach Ihrem Geschmack

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Das kakaohaltige Getränk ist nicht nur das Lieblingsgetränk vieler Kinder – seit vielen Generationen erfreuen sich auch Erwachsene über den Schokoladen-Genuss.

Worauf Sie beim Trinkschokoladen-Kauf achten müssen, entscheiden in erster Linie Ihre individuellen Ernährungsbedürfnisse. Wir haben die wichtigsten Punkte für jede Ernährungs-Art in einer kompakten Kaufberatung zusammengefasst:

Für Veganer:

  • ohne Laktose, Milchpulver und andere tierische Inhaltsstoffe
  • Trinkschokolade anstatt mit Milch mit Wasser anrühren

Für Kinder:

  • möglichst wenig bis kein unnatürlicher Zucker
  • Geschmack: süß bis cremig, da viele Kinder keine Zartbitterschokolade mögen

Für Allergiker:

  • allergene Inhaltsstoffe müssen deklariert werden
  • manche Trinkschokoladen können Spuren von Milch, Soja und Nüsse enthalten
  • Vorsicht: auch Gluten kann in Trinkschokolade vorkommen

Für Diabetiker:

  • frei von künstlichem Zucker und Stevia
  • Vorsicht: eine geringe Blutzuckerspiegel-Erhöhung kann häufig nicht vermieden werden

Bei spezieller Diät-Ernährung;

  • besonders kalorien- und kohlenhydratarme Produkte (nicht mehr als 250 kcal pro 100 g)
  • wenig Zucker (unter 10 g pro 100 g)
  • wenig ungesättigte Fettsäuren (nicht mehr als 5 g pro 100 g)

3. Genuss mit gutem Gewissen: Gibt es Bio- und Fair-Trade-Trinkschokolade?

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Exzellente Trinkschokolade zeichnet sich nicht nur durch gute Nährwerte und wenig Kalorien aus. Es ist auch bedeutsam, wo der Kakao herkommt. Denn: Bis das schokoladige Kalt- oder Heißgetränk vor uns auf dem Tisch steht, legt es einen langen Weg zurück.

Ein Fair-Trade-Siegel ist hinsichtlich der Produktion von Trinkschokolade wichtig, da es für ein Produkt steht, das gerecht produziert wurde. Darunter zählen neben den umweltverträglichen Anbaupraktiken auch die fairen Arbeitsbedingungen für Menschen. Der Anbau von Kakao sichert in einigen Ländern den Lebensunterhalt von einem Großteil der Bevölkerung.

Die Fair-Trade-Zertifizierung verspricht demnach, dass Bauern das bekommen, was ihnen zusteht. Sie sollen also für ihre harte Arbeit auf den Feldern entlohnt werden, sodass sie ihre Familien ernähren können. Dass Arbeiter nicht ausgebeutet werden und der Profit gerecht verteilt wird, sollte der Standard bei allen Lebensmitteln sein.

Die größten Exporteure von Kakaobohnen sind:

  • Afrika
  • Mittelamerika
  • Südostasien

Neben dem Fair-Trade-Siegel ist auch das Bio-Zertifikat ein Qualitätsindikator für Kakaopulver und Trinkschokolade. Für die Herstellung von Bio-Trinkschokolade werden ausschließlich Kakaobohnen benutzt, die gemäß der Normen und Vorschriften der ökologischen Landwirtschaft angebaut werden.

Die Vor- und Nachteile von Bio-Produkten sind:

  • keine gesundheitsschädlichen Pestizide werden eingesetzt
  • Mischkulturen werden erhalten, ganz ohne genmanipuliertes Saatgut
  • die biologische Vielfalt wird gefördert
  • bio-dynamische Anbaupraktiken tun der Umwelt gut und unterstützten Kleinbauern
  • biologische Produkte sind oftmals etwas kostspieliger

Welche Marken bei der Produktion ihrer Trinkschokoladen besonders auf Nachhaltigkeit achten, erfahren Sie hier:

  • Alnatura
  • Koawach
  • Sevenhills Wholefoods
  • Kräuterladen
  • BigTreeFarms
  • BioZentrale

4. Trinkschokoladen-Tests warnen vor Produkten mit mehr Zucker als Kakao

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Die Stiftung Warentest hat im Zuge eines umfangreichen Berichts über Kakaosorten, auch einen Trinkschokoladen-Test (2008) durchgeführt.

Insgesamt bewertete das Prüfinstitut 25 verschiedene Pulversorten. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Mehrheit der Trinkschokoladen beinhalten zu viel Zucker und sind zudem zu kalorienreich. Besonders für Kinder sind viele Produkte als tägliches Getränk ungeeignet.

Vor allem günstige Trinkschokoladen und Kakaopulver von Discountern sind überzuckert. Trinkschokolade von Aldi oder Trinkschokolade von Zotter sollten deswegen besser vermieden werden.

Was also tun, wenn Sie den Zucker in der Trinkschokolade umgehen möchten? Trinkschokoladen-Tests zeigen, dass Kakaopulver in Bio-Qualität die geringsten Zuckeranteile haben. Wir raten deswegen vor allem Diabetikern und Kindern dazu, nur zu biologischer Trinkschokolade zu greifen.

5. Wie lässt sich Trinkschokolade in verschiedensten Formen zubereiten?

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Die Vielfalt an Trinkschokoladen-Rezepte ist groß: von der klassischen Trinkschokolade bis hin zu Trinkschokolade mit Eis, Sahne oder mit Pralinengeschmack.

Neben Trinkschokolade als Pulver gibt es mittlerweile sogar auch Trinkschokolade am Stiel. Der Vorteil ist, dass dadurch die Portionen schon optimal vordosiert sind.

Übrigens: Eine Trinkschokolade am Stiel eignet sich auch bestens als Geschenk. Das Beste daran ist, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Garantiert individuell und lecker!

Mittlerweile besitzen viele Kaffeemaschinen, Kaffeepadmaschinen oder Kaffeevollautomaten ebenfalls eine Einstellung für die Trinkschokoladen-Zubereitung. Wenn Ihnen also nach einem koffeinfreien Heißgetränk zumute ist, können Sie sich anstatt Kaffee oder Cappuccino für den schokoladigen Genuss entscheiden. Mithilfe von Kakaopads gibt es Trinkschokolade also auch auf Knopfdruck.

Trinkschokolade am Stiel lässt sich auch selber machen. Wie das geht, verraten wir Ihnen hier:

  1. Schmelzen Sie Ihre Lieblingsschokolade in einem Wasserbad. Tipp: Es gibt spezielle Schokolade, die sich besonders gut zum Schmelzen eignet. Zum Beispiel hat Milka verschiedene Kuvertüren in ihrem Sortiment.
  2. Fügen Sie nun etwas Zimt oder Lebkuchengewürz hinzu, um die Trinkschokolade zu verfeinern.
  3. Füllen Sie die flüssige Schokoladenmasse in Schnapsgläser und stecken Sie anschließend ein Holzstäbchen hinein.
  4. Nachdem die Schokolade hart geworden ist, können Sie das Schnapsglas vorsichtig von der Trinkschokolade am Stiel entfernen.

6. Fragen und Antworten zum Thema Kakao

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6.1. Was ist der Unterschied zwischen Kakaopulver und Trinkschokolade?

Kakao ist nicht gleich Kakao. Während die Bezeichnung bei Kindern der Überbegriff für ein kakaohaltiges Getränkepulver ist, gibt es große Unterschiede im Herstellungsprozess. Für die Herstellung von Trinkschokolade werden normalerweise Kakaobohnen in Rohkost-Qualität verarbeitet.

Kakaopulver (Rohkost-Qualität) Entöltes Kakaopulver Kakaohaltiges Getränkepulver
gilt als Edelkakao

schonende Herstellung: Bohnen werden nicht über 42 °C erhitzt

Kakaopulver in Rohkostqualität hat besonders viele Vitalstoffe

enthält: Eisen, Calcium, Magnesium und Antioxidantien (Flavonoide)

gibt es in verschiedenen Kategorien: stark entölt und schwach entölt

Herstellung: Bohnen werden auf bis zu 100 °C erhitzt

geeignet als Getränk oder Backzutat

oft mit Zucker oder Süßungsmittel versetzt

besonders fein verarbeitetes Pulver

6.2. Trinkschokolade mit Wasser anrühren: Wie schmeckt die vegane Trinkschokolade?

Wenn Sie sich vegan ernähren, sollten Sie darauf achten, dass die Trinkschokolade ohne Laktose oder andere tierische Zusatzmittel hergestellt wurde. Außerdem verzichten Veganer bei der Zubereitung von Trinkschokolade auf Milch. Als Alternative können Sie Trinkschokolade mit Wasser anrühren oder Sojamilch verwenden.

Geschmacklich sind die Unterschiede nur gering erkennbar – vorausgesetzt die Trinkschokolade hat einen hohen Anteil an Kakaobohnen und ist somit sehr geschmacksintensiv.

6.3. Trinkschokolade für Kinder: Wie geeignet ist das schokoladige Getränk wirklich?

Kakao schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch viel zu bieten: Viele der in der Kakaobohne enthaltenden Vitalstoffe lassen sich auch in der Trinkschokolade wiederfinden. So enthalten viele Trinkschokoladen Magnesium, das gut für den Herzkreislauf ist. Auch Chromium und Eisen wurden in der Kakaobohne nachgewiesen. Die Mineralstoffe unterstützen den Knochenbau und wirken sich positiv auf das Blutbild aus.

So weit, so gut. Fakt ist jedoch auch, dass das verarbeitete Kakaopulver oft viel zu viel Zucker enthält. Das macht den regelmäßigen Kakaokonsum nicht nur eine Gefahr für Zahnschäden, sondern kann auch Diabetes hervorrufen und ist nebenbei eine wahre Kalorienbombe.

Wir empfehlen: Achten Sie beim Trinkschokoladen-Kauf darauf, dass möglichst wenig Industriezucker enthalten ist. Trinkschokolade sollte auch für Kinder ein Genussgetränk bleiben.