Das Wichtigste in Kürze
  • Granatapfelsaft wird aus den Kernen der Frucht gewonnen. Besonders der hohe Polyphenol-Gehalt macht den Saft so gesund und stärkt Ihr Herz-Kreislauf-System.
  • Bio-zertifizierte Granatapfelsäfte werden ohne künstliche Zusätze hergestellt. Bei diesen Produkten können Sie sicher sein, dass nur fruchteigener Zucker enthalten ist.
  • Sie können sich Granatapfelsaft auch ganz einfach selbst herstellen. Dazu eignen sich Saftpressen und Entsafter besonders gut.

Granatapfelsaft-Test

Granatapfelsaft zählt zu den gesündesten Säften und dient als gute Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Sie können die Frucht und auch den bereits gepressten Saft inzwischen in nahezu jedem Supermarkt kaufen.

Laut Statista liegt der Granatapfel auf Platz 7 der Superfoods in Deutschland. 17,6 % der Befragten kaufen diesen regelmäßig.

Besonders der hohe Gehalt an Polyphenol, einem sekundären Pflanzenstoff, der zahlreiche positive Wirkungen auf Ihren Körper hat, macht ihn zu einer beliebten Frucht. Die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ist hier besonders hervorzuheben.

In unserer Kaufberatung zum Granatapfelsaft-Vergleich 2020 erläutern wir Ihnen, welche Eigenschaften das Getränk so gesund machen und worauf Sie beim Kauf von Granatapfelsaft achten sollten. Bio-zertifizierte Säfte sind besonders empfehlenswert, da sie frei von künstlichen Zusätzen sind und keinerlei Pestizid-Rückstände enthalten.

1. Macht das enthaltene Polyphenol den Granatapfel so gesund?

Die Wirkung von Granatapfelsaft gilt als sehr gesund.

Die Granatäpfel der Säfte, die Sie in Deutschland kaufen können, stammen meist aus der Türkei oder Aserbaidschan.

Granatapfel gilt als Superfood und das auch zu Recht. Der rote Saft liefert viele wertvolle Nährstoffe.

Er enthält unter anderem Vitamin B und Vitamin C. So stecken in 100 g Granatapfel circa 7 mg Vitamin C.

Auch die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen liefert der Saft. Zur Stärkung des Immunsystems ist der tägliche Verzehr von Granatapfelsaft also gut geeignet.

Aber besonders durch den hohen Polyphenol-Gehalt zählt der Granatapfelsaft zu einem sehr gesunden Nahrungsergänzungsmittel.

Er enthält im Schnitt 4.500 mg Polyphenole pro Liter. Das heißt, wenn Sie täglich 100 ml Granatapfelsaft zu sich nehmen, haben Sie die tägliche Dosis bereits erreicht.

Zur Ergänzung einer gesunden Ernährung und um das Immunsystem zu stärken, empfehlen wir Ihnen eine tägliche Polyphenol-Aufnahme von 300 bis 600 mg.

Woher kommt der Granatapfel?

Die Herkunft des Granatapfels liegt im asiatischen Raum.Der Granatapfel ist kein Apfel, sondern eine Beere und kommt aus Asien. Vor circa 5.000 Jahren wurde er entdeckt und ist inzwischen in nahezu jedem Supermarkt erhältlich.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe und haben eine sehr positive Wirkung auf den menschlichen Körper.

Sie verlangsamen die Zellalterung und wirken entzündungshemmend.

Sie reduzieren außerdem die Fettablagerungen an den Gefäßwänden, was sich sehr positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt und für eine gute Durchblutung sorgt.

Um Granatapfelsaft-Testsieger-Potenzial zu haben, sollte dieser einen möglichs hohen Polyphenol-Gehalt vorweisen.

2. Granatapfelsaft-Typen: Ist der Direktsaft reich an Nährstoffen?

Zur Gewinnung von Granatapfelsaft werden die Kerne der Frucht ausgepresst. Der hier produzierte, gesiebte Saft, der weder die Schale noch die harten Membrane der Granatapfelkerne enthält, wird als Granatapfel-Muttersaft bezeichnet.

Es werden je nach Herstellung zwei Arten von Granatapfelsaft unterschieden. Der Direktsaft wird direkt nach dem Auspressen abgefüllt, wohingegen beim Saft aus Konzentrat der Muttersaft durch Erwärmung reduziert und Flüssigkeit entzogen wird. Die reduzierte Masse ist das Konzentrat, das später beim Abfüllen wieder mit Wasser angereichert wird.

Die Transport- und Lagerkosten sind beim Granatapfel-Konzentrat wesentlich niedriger als beim abgefüllten Direktsaft. Bei gleicher Menge Saft, die am Ende verkauft wird, ist das Volumen des benötigten Konzentrates viel geringer als das des Muttersaftes.

Die niedrigeren Kosten schlagen sich natürlich auch im Verkaufspreis nieder und so ist der Granatapfelsaft aus Konzentrat günstiger als der Direktsaft.

Direktsaft

Granatapfel-Direktsaft schneidet in Granatapfelsaft-Tests sehr gut ab.

Saft aus Konzentrat

Granatapfel-Konzentrat besteht wie der Direktsaft aus 100 % Frucht.

Herstellung
  • häufig auch als Granatapfel-Muttersaft bezeichnet
  • wird nach der Pressung direkt abgefüllt
  • nach der Pressung wird der Saft durch Erhitzung reduziert und ein Konzentrat bleibt zurück
  • beim Abfüllen wird das Konzentrat wieder mit Wasser angereichert
Vor- und Nachteile + die wertvollen Granatapfelsaft-Inhaltsstoffe werden durch die schonende Gewinnung gut erhalten

+ ohne Zuckerzusatz

- teurer als Saftkonzentrat

+ günstiger als Direktsaft

- wertvolle Granatapfelsaft-Inhaltsstoffe gehen zum Teil verloren durch den Herstellungsprozess

Wenn Sie Granatapfelsaft kaufen, um Ihre gesunde Ernährung zu bereichern, empfehlen wir Ihnen Direktsäfte. Säfte dieser Kategorie enthalten die meisten Nährstoffe.

Wollen Sie nur zwischendurch ein Glas gesunden Saft trinken, empfehlen wir Ihnen den Kauf von Saft aus Konzentrat. Dieser ist günstiger und enthält noch immer viele Vitamine und Nährstoffe.

3. Kaufkriterien für Granatapfelsaft: Ist der beste Granatapfelsaft frei von künstlichen Zusatzstoffen?

3.1. Granatapfelsaft hat nahezu immer einen Fruchtgehalt von 100 %

Wie viel Obst und Gemüse sollten Sie täglich essen?

Täglich sollten Sie 650 g Obst und Gemüse zu sich nehmen.Die täglich empfohlene Menge an Obst und Gemüse beträgt 650 g. Davon sollten laut Stiftung Warentest 400 g Gemüse und 250 g Obst gegessen werden.

Um von allen positiven Eigenschaften des Granatapfels zu profitieren, sollten Sie einen Saft mit einem Fruchtgehalt von 100 % wählen.

Direktsäfte und Säfte aus Konzentrat bestehen beide aus 100 % Frucht. Allerdings ist in den Direktsäften ein höherer Nährstoff- und Polyphenol-Gehalt vorzufinden. Durch die Erhitzung und Reduzierung des frisch ausgepressten Saftes bei Konzentraten gehen einige Nährstoffe verloren.

Granatapfelsäfte dieser Marken haben einen Fruchtgehalt von 100 %:

  • Ben Organic
  • Bester Paradiesapfelsaft
  • Elite Naturel
  • Granar
  • GutFood
  • Grante
  • Kolibri
  • Rabenhorst
  • Red More
  • Sanct Bernhard
  • Sunich

3.2. Haltbarkeit: Nach dem Öffnen sollten Sie den Saft kühl lagern

Achten Sie auf die Haltbarkeit des Granatapfelsaftes. Nach der Öffnung sollten Sie diesen am besten im Kühlschrank lagern.

Granatapfelsäfte enthalten in der Regel 100 % Frucht.

Granatapfelsaft hat einen süß-säuerlichen Geschmack.

Da pro Person täglich nur eine Menge von circa 150 ml getrunken wird und der Saft innerhalb von einigen Tagen verbraucht werden sollte, überlegen Sie sich, welche Menge und Verpackungsgröße sich für Sie eignet, sodass Sie nicht unnötig viel Saft entsorgen müssen.

Verzehren Sie den Saft alleine, dann empfehlen wir Ihnen eine Flasche mit 0,7 Liter Inhalt. Diese Menge verbrauchen Sie bei einer täglichen Ration von 150 ml in der empfohlenen Verzehrzeit.

Es gibt große Getränkekartons, die sich auch geöffnet noch circa 3 Monate halten und nicht im Kühlschrank gelagert werden müssen. Leben in Ihrem Haushalt mehrere Personen, die den gesunden Granatapfelsaft trinken, dann eignet sich eine solche Verpackung durchaus.

3.3. Bio-zertifizierte Produkte sind frei von künstlichen Zusätzen

Die meisten Hersteller achten darauf, ihren Granatapfelsaft ohne Zusatz von Zucker, Farbstoffen und künstlichen Konservierungsstoffen herzustellen. So wird das Granatapfel-Getränk zum absoluten Gesundheitstrank.

Granatapfelsaft ist meist frei von jeglichen Zusätzen.

Bio-Granatapfelsäfte werden in Granatapfelsaft-Tests sehr gut bewertet und sind frei von künstlichen Zusätzen.

Die meisten Granatapfelsäfte sind Bio-zertifiziert. Mit dieser Auszeichnung wird garantiert, dass dem Saft keine Zusatzstoffe beigefügt werden und er keine Pestizid-Rückstände enthält.

Außerdem wissen Sie dadurch, dass der Granatapfel-Anbau und die Produktion des Saftes ökologisch und nachhaltig vonstattengehen.

Wir empfehlen Ihnen, einen Bio-Granatapfelsaft zu kaufen, um einen wirklich gesunden Saft zu erhalten.

4. Granatapfelsaft selber machen: Tricks zum Schälen und Pressen eines Granatapfels

Sie können sich auch ganz einfach selbst Granatapfelsaft herstellen. Am besten funktioniert das mit einem Entsafter oder einer Saftpresse.

In Cocktails wird oft Granatapfelsirup, die sogenannte Grenadine verwendet.

In Cocktails wird häufig Granatapfelsirup, die sogenannte Grenadine, verwendet.

Um den Granatapfelsaft mit einer Saftpresse zu gewinnen, halbieren Sie die Frucht. Die beiden Hälften legen Sie nacheinander auf das Gerät und Sie können den Granatapfel pressen.

Bei der Saftgewinnung mit einem Entsafter sollten Sie die Kerne herauslösen und die Granatapfelschale nicht mit in das Gerät geben. Diese schmeckt bitter und ist relativ hart, sodass nicht jeder Entsafter es schaffen würde, diese zu zerkleinern. Das Wichtige sind die Granatapfelkerne im Inneren der Frucht.

Das Herauslösen der Kerne stellt sich manchmal als große Herausforderung dar. Damit Sie sich nicht unnötig Flecken auf Ihrer Kleidung zuziehen, wenn der Granatapfel spritzt, erklären wir Ihnen, wie Sie die Kerne einfach aus dem Granatapfel herauslösen können.

Schneiden Sie zunächst mit einem Messer um die Krone der Frucht ein Viereck in die Schale. Von jeder Ecke schneiden Sie dann einmal längs nach unten.

Achten Sie darauf, die Schale nicht zu tief einzuschneiden, denn sonst beschädigen Sie die Kerne und beim Herauslösen dieser kann der Saft spritzen und Flecken verursachen.

Granatapfelsaft selber machen

Der Granatapfel ist eine runde Frucht in der Größe einer Orange.

Fassen Sie mit Ihrem Daumen in die Krone und brechen Sie den Granatapfel entlang der eingeschnittenen Stellen auseinander.

Aus den Vierteln können Sie die Kerne einfach mit den Fingern ablösen oder Sie verwenden einen Löffel, mit dem Sie auf die Schale klopfen. Bei reifen Granatäpfeln purzeln die Kerne so einfach von der Schale ab.

Tipp: Haben Sie doch mal einen Granatapfelfleck auf Ihrer Kleidung, dann können Sie diesen mit Zitronensaft beträufeln. Lassen Sie das 30 Minuten einwirken und streuen Sie anschließend Salz auf den Fleck. Lassen Sie das Ganze 10 weitere Minuten einwirken und spülen Sie es mit warmen Wasser aus. Alternativ können Sie den Fleck auch mit einem Fleckenentferner vorbehandeln. Danach geben sie das Kleidungsstück in die Waschmaschine.

Es gibt auch Granatapfelextrakt, eine sehr konzentrierte Variante des Granatapfelsaftes.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Granatapfelsaft

5.1. Was ist fermentierter Granatapfelsaft?

Fermentation ist ein Prozess, um Lebensmittel haltbar zu machen. Dabei werden durch Bakterien, Pilze oder Enzyme Stoffe umgewandelt, sodass diese nicht schlecht werden.

Es entsteht Milchsäure, die dafür sorgt, dass Bakterien inaktiv bleiben und sich nicht verbreiten. Diese Milchsäure fördert die Bildung einer gesunden Darmflora und unterstützt deren Aufnahmefähigkeit von wichtigen Inhaltsstoffen, wie den Polyphenolen im Granatapfel.

Zudem sind die Granatapfel-Polyphenole an Zuckermoleküle gebunden. Diese Bindung muss gelöst werden, damit Ihr Körper sie aufnehmen kann. Normalerweise findet dieser Prozess in der Darmflora statt.

Bei der Fermentation von Granatapfelsaft werden die Polyphenole bereits von den Zuckermolekülen gelöst. Ihrer Darmflora wird also diese Arbeit erspart und die Polyphenole können direkt von Ihrem Körper aufgenommen werden.

Leider sind die wenigsten Granatapfelsäfte, die Sie kaufen können, fermentiert.

5.2. Hilft Granatapfelsaft bei Wechseljahresbeschwerden?

Granatapfelsaft hilft gegen Wechseljahrsbeschwerden.

Die im Granatapfel enthaltenen Phytoöstrogene unterstützen einen ausgeglichenen Hormonhaushalt in den Wechseljahren.

Ja, der Verzehr von Granatapfelsaft kann die Beschwerden in den Wechseljahren lindern.

Der Granatapfel ist sehr reich an Pflanzenhormonen, den sogenannten Phytoöstrogenen. Das sind Eiweißkörper, die den weiblichen und teils auch männlichen Hormonen in ihrer Struktur sehr ähneln.

Da der Hormonhaushalt in den Wechseljahren unausgeglichen ist, kann die Aufnahme von Phytoöstrogenen dazu beitragen, diesen zu regulieren und die bekannten Symptome, wie zum Beispiel Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, zu minimieren.

Die pflanzlichen Hormone wirken aber langsamer und sanfter als die chemischen, sodass Sie den Saft konstant über mehrere Wochen zu sich nehmen sollten.

5.3. Ist Granatapfelsaft in der Schwangerschaft gut?

Der gesunde Granatapfelsaft als Eisen-Lieferant ist in der Schwangerschaft besonders gut.

Die Vitamine und Mineralstoffe des Granatapfels sind für die Gesundheit von schwangeren Frauen gut.

Granatapfelsaft ist per se ein sehr gesunder Saft und auch in der Schwangerschaft sind die wertvollen Inhaltsstoffe gut für Ihre eigene Gesundheit und die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes.

Insbesondere trägt der Verzehr von Granatapfelsaft aber dazu bei, das Baby vor Gehirnschäden zu schützen.

Durch die positive Wirkung des Granatapfelsaftes auf das Herz-Kreislauf-System und die Gefäße wird die Durchblutung und auch die Sauerstoffversorgung über das Blut verbessert. Das führt dazu, dass auch Ihr Kind im Mutterleib besser mit Sauerstoff über das Blut versorgt wird.

Bei einer Frühgeburt kann so das Risiko etwaiger Gehirnschäden aufgrund mangelnder Sauerstoffversorgung reduziert werden.

Auch das Eisen, welches im Granatapfel enthalten ist, wirkt sich in der Schwangerschaft positiv aus. Schwangere Frauen neigen oft zu einem Eisenmangel, der über den Verzehr der Frucht verringert werden kann.