Das Wichtigste in Kürze
  • Der Ausbau von LTE-Mobilfunknetzen wird immer weiter vorangetrieben. So müssen auch die LTE-Verfügbarkeitskarten der Anbieter T-Mobile und Vodafone ständig aktualisiert werden. In großen Teilen Deutschlands ist LTE (Long Term Evolution) problemlos verfügbar und sorgt für zuverlässige und schnelle Internetverbindungen.
  • Wenn Sie mehrere Nutzer über eine SIM-Karte laufen lassen möchten, benötigen Sie einen guten LTE-Router, der auch ein zuverlässiges WLAN-Netzwerk erzeugt.
  • Beim Kauf sollten Sie sich entscheiden, ob Sie einen einfachen Monoband-Router oder doch ein Dualband-Router haben möchten. Das neue 5 GHz-WLAN-Band hat den Vorteil, dass es weniger genutzt wird und daher nicht so anfällig für Störungen ist. Wir empfehlen daher den Kauf von Dualband-Routern, wenn es in Ihrer Nähe viele WLAN-Netze gibt.

lte-router-test
Eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung ist für viele Menschen das wichtigste auf der Welt. Vor allem wenn es Probleme mit Glasfaserleitungen gibt, müssen andere Wege her. Auch in Deutschland finden sich Orte in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein, die immer noch über keine DSL-Kabel Anbindung verfügen. Mittlerweile gibt es einen einfachen Weg, durch das Web auch ohne Kabel und DSL-Modem zu surfen. Das Zauberwort heißt LTE. Sie sollten bevor Sie einen LTE-Router kaufen, jedoch die LTE Verfügbarkeit prüfen. Von Anbietern wie Telekom, Vodafone und O2 gibt es auch einen LTE Speedtest, damit Sie wissen, wie schnell die Verbindung am Ende ist.

In unserem Ratgeber zum LTE-Router-Vergleich 2026 möchten wir Ihnen zeigen, woran Sie den besten LTE-Router erkennen, so dass Sie am Ende auch wissen, welche Hardware für Sie in Frage kommt.

Im Regal neben anderen Produkten steht ein getesteter LTE-Router in Originalverpackung.

Auf diesem Bild sehen wir den tp-link-LTE-Router „Archer MR200“, der für ein 4G LTE-Netzwerk mit mehreren WLAN-Geräten gedacht ist und eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 150 Mbit/s verspricht.

1. Was ist ein LTE-Router?

Was ist ein Access Point, ein VPN-Router oder ein WLAN-Repeater?
  • VPN-Router: Der klassische VPN-Router soll die Verknüpfung zwischen einzelnen Nutzern verschiedener Netzwerke sicherstellen.
  • Access Point: Gemeint sind drahtlose Zugangspunkte, die einem Nutzer über WLAN Zugang zum Internet verschaffen.
  • WLAN-Repeater: Ein Repeater soll das WLAN-Signal verstärken. Weitere Informationen finden Sie in unserem WLAN-Repeater-Vergleich

Der stationäre WLAN-Router versorgt Geräte (z. B. Laptop, Netbook oder Smartphones) mit kabellosem Internet über das LTE-Mobilfunknetz. Anders als beim DSL-WLAN-Router (z. B. der Fritzbox 7390) wird die Internetverbindung nicht über Kabel sondern über eine SIM-Karte gewährleistet, die für die Aufnahme des Mobilfunknetzes notwendig ist. An Notebooks, Handys oder Tablets wird das Signal über eine LAN-Verbindung oder über eine WLAN-Verbindung gesendet.

Die LTE Verfügbarkeit ist noch nicht überall gegeben, daher sollten Sie vor dem Kauf unbedingt einen LTE Speedtest durchführen, damit der Gebrauch nicht an einer schlechten LTE-Netzabdeckung scheitert. Manchmal können Sie Ihre Chancen mit einer LTE-Antenne erhöhen. Mit einfachen LTE-Cat-4-Routern sind theoretisch bis zu 150 Mbit/s im Download und bis zu 50 Mbit/s im Upload möglich. LTE-Cat-6-Modelle erreichen bis zu 300 Mbit/s im Download, LTE-Advanced kann je nach Router und Netz sogar Datenraten im Gigabit-Bereich ermöglichen. In der Praxis liegen die Werte oft darunter, weil Netzabdeckung, Auslastung, Tarif, Antennenposition und Router-Kategorie eine große Rolle spielen. Festnetzanschlüsse sind ebenfalls nicht pauschal langsamer: VDSL schafft je nach Anbieter bis zu 250 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload, Kabel-Internet bis zu 1.000 Mbit/s im Download und bis zu 240 Mbit/s im Upload.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile eines LTE Routers gegenüber einem normalen DSL-WLAN-Router:
    Vorteile
  • Verbindung unabhängig von Glasfaserkabeln
  • sehr schnelle Internetverbindung
  • viele LTE Anbieter, daher großes Angebot
    Nachteile
  • LTE-Verbindung nicht so konstant wie bei Kabel-Routern
  • Einrichtung der Hardware manchmal sehr schwierig

2. Welche Mobilfunknetz-Router-Typen gibt es?

Routertyp maximale Geschwindigkeit Kurzbeschreibung
5G-Router Download:
bis zu 10 Gbit/s
Upload:
bis zu 1 Gbit/s
  • modernste Router-Kategorie für Mobilfunk-Internet
  • sinnvoll bei guter 5G-Abdeckung und passendem Tarif
  • meist mit automatischem LTE-Fallback
  • wichtige 5G-Bänder: n78, n28, n1 und n3
4G-/LTE-Router LTE Cat 4:
150/50 Mbit/s
LTE Cat 6:
300/50 Mbit/s
LTE Cat 12:
600/100 Mbit/s
  • klassische Lösung für Internet per SIM-Karte
  • für Zuhause, Büro oder Ferienhaus geeignet
  • wichtige LTE-Bänder: Band 20, Band 3 und Band 7
  • besser zusätzlich: Band 28, Band 8 und Band 1
Mobile LTE-/5G-Hotspots LTE:
meist 150 bis 300 Mbit/s
5G:
oft über 1 Gbit/s
  • kompakte Router mit Akku
  • ideal für Reisen, Camping und Dienstreisen
  • mehrere Geräte per WLAN nutzbar
  • meist weniger Reichweite und Anschlüsse als stationäre Router
Hybrid-Router mit Mobilfunk VDSL:
bis zu 250 Mbit/s
plus LTE/5G:
je nach Tarif und Netz
  • kombiniert Festnetz mit LTE oder 5G
  • Mobilfunk dient als Zusatzleitung oder Ausfallsicherung
  • sinnvoll bei schwachem oder instabilem Festnetzanschluss
  • nur nutzbar, wenn Anbieter und Tarif Hybrid unterstützen
WLAN-Router mit USB-Mobilfunkstick je nach Stick:
LTE meist 150 bis 300 Mbit/s
  • Router hat kein eigenes Mobilfunkmodem
  • LTE- oder 5G-Surfstick wird separat angeschlossen
  • eher für gelegentliche Nutzung geeignet
  • Kompatibilität von Router, Stick und SIM-Karte prüfen
2G-/3G-Router 2G:
sehr geringe Datenraten
  • für neuen Internetzugang nicht empfehlenswert
  • 3G-Netze wurden in Deutschland abgeschaltet
  • 2G reicht höchstens für sehr einfache Anwendungen
  • für neue Router mindestens LTE wählen

3. Kaufberatung für LTE-Router: Worauf sollte man achten?

LTE-Router Test

Ein guter LTE-Empfänger von Fritz.

Prüfen Sie die Mobilfunkversorgung immer standortgenau. Die Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur zeigt 2G, 4G/LTE und 5G im Außenbereich und berücksichtigt Telekom, Vodafone, Telefónica/O2 und 1&1. Bundesweit sind inzwischen mehr als 98 Prozent der Fläche mit mobilem Breitband über 4G oder 5G versorgt. In Gebäuden können Empfang und Geschwindigkeit dennoch abweichen.

Der Standard LTE Router Telekom-seitig ist ein Modell aus der Speedport-Serie. Die Speedports von T-Mobile werden in der Regel von Huawei hergestellt. Diese Huawei LTE-Router können meist nur SIM-Karten von T-Mobile verwenden. Bei den AVM-Routern oder Fritzboxen besteht dieses Problem nicht. Weder 1und1 LTE noch Telekom LTE oder O2 LTE machen bei den AVM-Routern Probleme. Bei Netgear Routern, TP-Link Routern und Asus Routern sind die Probleme ähnlich gering, da sie meistens für 1und1 LTE, Telekom LTE und O2 LTE konstruiert wurden.

Bei der Wahl eines LTE-Router-Testsiegers sollten Sie nicht nach Markennamen gehen, sondern lediglich nach der Kompatibilität, der WLAN-Geschwindigkeit und dem Funktionsumfang. Ein LTE-Router-Testsieger sollte daher die folgenden Kriterien erfüllen.

LTE-Router getestet: Auf einem grauen Boden liegt ein verpackter LTE-Router.

Laut unserer Recherche ist das Setup dieses tp-link-LTE-Routers „Archer MR200“ denkbar einfach: SIM-Karte einlegen und loslegen.

3.1. Routertyp

Im LTE-Router-Vergleich 2026 gab es hier eigentlich nur zwei Arten. 4G-Router für den Empfang von Telekom LTE oder O2 LTE haben ein integriertes Modem. Ein Surfstick ist hier nicht notwendig. TP-Link Router können ohne Modem ausgestattet sein. Bei WLAN-Routern ohne Modem wird ein Surfstick benötigt, damit LTE empfangen werden kann.

3.2. Anbieterkompatibilität

TP-Link LTE Router ohne Modem

Sehr günstiger Router ohne Modem von TP-Link.

Für Deutschland sollte ein LTE- oder 5G-Router möglichst viele hier genutzte Mobilfunkfrequenzen unterstützen. Achten Sie außerdem auf ein freies Gerät ohne SIM- oder Netlock, wenn Sie den Anbieter später wechseln möchten. Für die manuelle Einrichtung ist der APN wichtig: Telekom nutzt internet.v6.telekom, bei älteren Geräten internet.telekom. Vodafone verwendet web.vodafone.de, O2 nutzt internet und 1&1 ebenfalls internet. Benutzername und Passwort sind je nach Anbieter unterschiedlich: Bei Telekom lauten sie telekom und tm, bei O2 und 1&1 bleibt beides leer. Bei Homespot- und Hybrid-Tarifen entscheidet zusätzlich der Vertrag, ob der Router ortsgebunden, deutschlandweit oder nur mit einer bestimmten Anschlusskombination genutzt werden kann.

3.3. WLAN-Frequenz und Übertragungsgeschwindigkeit

Im LTE-Router-Vergleich gab es bei der Frequenz zwei verschiedene Modelle. Dualband-Router können ein 2,4 GHz- und ein 5 GHz-Netz errichten. 5 GHz-Netze sind weniger anfällig gegen andere WLAN-Netze, da Sie eine größere Frequenzbreite abdecken. Einfache Monoband-Router erschaffen nur ein 2,4 GHz-WLAN-Netz. Da es der derzeitige Standard ist, gibt es viele Überschneidungen mit anderen Verbindungen.

Die maximale Geschwindigkeit beträgt zwischen 150 und 300 Mbit/s und ist von vielen Faktoren abhängig (z. B. dem Anstand zum Router, der Materialien der Wände und anderen Störquellen). Die Höchstgeschwindigkeit oder richtige Highspeed wird meistens nicht erreicht.

3.4. Anzahl der LAN-Ports

In unserem LTE-Router-Vergleich hatten die meisten Geräte wenigstens einen Ethernet- oder LAN-Port. Notebooks können durch ein Kabel direkt an den Router angeschlossen werden. Lediglich die mobilen LTE-Router verfügen über keinen LAN-Anschluss. Vor allem im Heimnetzwerk mit vielen Nutzern können LAN-Verkabelungen besser sein, da die Geschwindigkeit konstanter ist als im WLAN. Speedport LTE-Router oder Fritz-Router haben meistens 4 Anschlüsse.

3.5. Verschlüsselung

schwarzer Telekom Speedport

Telekom Speedport LTE-Router von Huawei.

Beim Surfen sollte die Sicherheit an oberster Stelle stehen. Verwenden Sie für Ihr WLAN WPA3 oder mindestens WPA2 mit einem starken, individuellen Passwort. WEP und WPA sollten Sie meiden, da diese Verfahren keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Halten Sie außerdem die Router-Firmware aktuell und deaktivieren Sie Komfortfunktionen, die Sie nicht benötigen.

3.6. Optionales Zubehör

Da die LTE Netzabdeckung noch nicht flächendeckend gewährleistet ist und es Regionen mit sehr schlechtem LTE-Empfang gibt, sollten Sie auf LTE Außenantennen bei Ihrem Gerät achten. Der Empfang am Speedport LTE-Router ist dann beispielsweise deutlich besser.

Einen Anschluss für eine DECT-Telefonanlage kann notwendig sein, wenn Sie einen Festnetzanschluss haben und diesen auch weiter nutzen möchten. Dann brauchen Sie keinen anderen Anschluss mehr, um zu telefonieren. Ein USB-Anschluss für einen Drucker kann Ihnen Arbeit ersparen, wenn mehrere Personen auf denselben Multifunktionsdrucker zugreifen. Eine aufwendige WLAN-Einrichtung des Druckers entfällt.

3.7. Wichtige Hersteller und Marken

  • Alcatel
  • Asus
  • Linksys
  • Bintec Elmeg
  • Netgear
  • Telekom
  • ZTE
  • 4G Systems
  • AVM
  • Huawei
  • Cisco Systems
  • Lancom
  • Hewlett-Packard
  • TP-Link
  • Vodafone
  • Yoda
  • Zyxel
Im Test: An einem Regal lehnt ein verpackter LTE-Router mit der Rückseite nach vorne.

Wie wir erfahren, können bis zu 64 Benutzer in das Netz dieses tp-link-LTE-Routers „Archer MR200“ und es besteht auch die Möglichkeit eine LAN-Verbindung – beispielsweise mit dem Computer – herzustellen.

4. Gibt es einen LTE-Router-Test bei der Stiftung Warentest?

Ja. Die Stiftung Warentest hat 2023 einen LTE-Router-Test veröffentlicht. Geprüft wurden 14 WLAN-Router mit Mobilfunkmodem, darunter mobile Hotspots mit Akku und Geräte mit Netzteil für zu Hause. Die Tester weisen auf deutliche Qualitätsunterschiede und Sicherheitsmängel bei einzelnen Modellen hin. LTE-Router-Testsieger ist ein FritzBox-Modell von AVM.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema LTE Router

  • Was ist LTE?

    LTE steht für Long Term Evolution. Es handelt sich um einen Mobilfunkstandard der vierten Generation, der einen Frequenzbereich von 700 bis 2600 MHz abdeckt. LTE 800 MHz ist die gängigste Form. Zur genaueren Erklärung von LTE und dessen Einsatz soll hier ein kurzes Video dienen.

    » Mehr Informationen
  • Wie schnell ist LTE?

    LTE der neuesten Generation erreicht eine theoretische Download-Geschwindigkeit von 300 Mbit/s. In unserem LTE-Router-Vergleich hat sich jedoch gezeigt, dass diese Werte meistens nicht erreicht werden. Sie sollten daher höchstens mit 50 Mbit/s rechnen.
    » Mehr Informationen
  • LTE Router Telekom einrichten – wie geht das?

    Egal ob LTE 800 oder normales DSL: Die Einrichtung eines Routers der Telekom ist immer schwierig. An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Video mit den wichtigsten Schritten zeigen.

    » Mehr Informationen
  • Wie funktioniert ein LTE-Router

    LTE-Smartphones und Router benötigen eine SIM-Karte mit einer LTE-Flatrate oder einer LTE-Flat. Durch die Karte können die Mobilfunknetzwellen der LTE Frequenzen empfangen werden. Wie mobile WLAN-Router erzeugen sie über eine WLAN-Schnittstelle ein Netzwerk, über das Sie die Inhalte auf das Notebook oder das Netbook geladen werden. Anders als bei normalen Internet-Routern oder DSL-Routern wird kein Glasfaserkabel benötigt. Falls Sie größere Mengen an Daten laden, sollten Sie eine LTE Flat buchen, damit Sie dauerhaft große Mengen günstig laden können.
  • Kann ich meinen LTE-Router auch woanders nutzen?

    Das kommt ganz auf den LTE-Vertrag an. Theoretisch ist es möglich, ein LTE-Signal von überall zu empfangen und den Router auch dort zu nutzen. Natürlich benötigt der Router Strom und das LTE-Netz muss dort vorhanden sein. Wenn Sie jedoch einen Vertrag mit Homezone haben, ist die Nutzung nur in der eigenen Wohnung möglich. Sie sollten daher die Verträge vor dem Abschluss gut vergleichen.
    » Mehr Informationen

Videos zum Thema LTE-Router

Im YouTube-Video „TP-Link Archer MR600 AC1200 Produkttest | mobilewlanrouter.net“ wird der LTE-Router von TP-Link getestet. Das Video zeigt unter anderem Einrichtung, Bedienung, Anschlüsse und einen Speedtest. Der Archer MR600 unterstützt LTE Cat 6 mit theoretisch bis zu 300 Mbit/s im Download und eignet sich vor allem für den stationären Einsatz per SIM-Karte, etwa zu Hause, im Büro oder im Ferienhaus.

Quellenverzeichnis