Das Wichtigste in Kürze
  • Mit steigenden Temperaturen gewinnt der Aufenthalt im Freien wieder an Bedeutung. Für eine schnelle Abkühlung bietet sich eine Gartendusche an. Sie kann im Garten flexibel genutzt werden und sorgt unmittelbar für Erfrischung.
  • Als funktionale Ergänzung im Sauna- oder Poolbereich ermöglicht eine Außendusche das Abkühlen oder Abduschen, etwa um Grasreste oder Schmutz zu entfernen.
  • Gartenduschen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – von einfachen Modellen aus PVC, Kunststoff oder Aluminium bis hin zu Varianten mit Edelstahlarmaturen und Holzverkleidung, beispielsweise in Teak-Optik. Dadurch lassen sie sich sowohl funktional als auch gestalterisch in bestehende Außenbereiche integrieren.

Unser Gartenduschen-Vergleich 2026 informiert darüber, worauf Sie beim Kauf achten sollten, und gibt einen Überblick über Modelle sowie deren Ausstattung und Unterschiede.

Eine getestete Gartendusche von vorne im Garten.

Ein stabiler Untergrund und ein integrierter Ablauf sind Voraussetzung für eine dauerhafte und sichere Nutzung der Gartendusche im Außenbereich.

1. Was ist eine Gartendusche?

Unter Gartendusche versteht man eine Vorrichtung, die zum Duschen im Garten geeignet ist. Viele Gartenduschen-Tests zeigen, dass die Ausstattung dabei variabel ist: Sie reicht von einfachen Stangen aus Aluminium, die in den Erdboden gespießt werden und am oberen Ende eine Brause besitzen, bis hin zu edlen Kabinen aus Tropen-Holz mit Armaturen aus Edelstahl. Bei einer Bodendusche hingegen spritzt das Wasser von unten nach oben.

Die meisten Gartenduschen werden über ein handelsübliches Ventil mit einem Gartenschlauch verbunden und verfügen über keinen Abfluss. So können Sie entscheiden, wo Sie Ihre Außendusche platzieren möchten und sind nicht von Wasserleitungen abhängig.

Achtung: Verwenden Sie keinen Perlschlauch, der Druck wird nicht ausreichen, um Ihre Dusche zu betreiben.

2. Welche Gartendusche-Typen gibt es?

Nahaufnahme des mit Mosaik-Fliesen ausgelegten Ablaufbereichs einer getesteten Gartendusche im Außenbereich.

Bei bodengleichen Gartenduschen mit leichtem Gefälle läuft das Wasser zuverlässig ab und vermeidet Staunässe.

Wenn man von den Ausstattungsmerkmalen, wie Sichtschutz, Armaturen, Anzahl der Brausen etc. absieht, kann man Gartenduschen in zwei Kategorien einteilen: Solche mit und solche ohne Wassertank beziehungsweise solche mit Kalt- oder mit Warmwasser.

2.1. Einfache Variante

Unabhängig vom Modell benötigen Gartenduschen eine externe Wasserzufuhr, meist über einen Gartenschlauch. Ein integrierter Tank dient ausschließlich dazu, Wasser durch Sonneneinstrahlung zu erwärmen, das anschließend mit kälterem Leitungswasser gemischt wird. Ohne Tank entspricht die Temperatur direkt der des Leitungswassers, das im Schnitt etwa 10 °C erreicht.

Tipp: Solarduschen mit schwarzen Wassertanks heizen sich schnell auf und machen das Duschen angenehmer. Je größer der Tank, desto länger haben Sie warmes Wasser.

Im Test: Nahaufnahme des Duschkopf einer Gartendusche.

Der hoch montierte Duschkopf sorgt bei passender Höhe und Ausrichtung für eine gleichmäßige und angenehme Wasserverteilung.

2.2. Solardusche

Eine Solardusche besitzt einen Behälter, in dem sich einige Liter Wasser speichern lassen. Er kann ein Fassungsvermögen von 40 l haben, kleinere bieten Platz für 32 l. Der Behälter nutzt meist auf simple Art die Sonnenenergie, sodass das Wasser eine angenehme Temperatur erreicht. Diese einfache Methode wird auch in sonnenreichen Ländern häufig angewendet.

    Vorteile
  • Unabhängig von ständiger Wasserzufuhr
  • nutzt Solarenergie, keine Stromkosten
  • angenehme Wassertemperatur bei viel Sonne
  • durch erhöhtes Gewicht gute Standfestigkeit
    Nachteile
  • nicht sehr mobil
  • Tank muss regelmäßig geleert werden

2.3. Campingdusche

Für das Zelten auf Campingplätzen oder Festivals gibt es spezielle Campingduschen. Diese bestehen aus einem dunklen Plastikbehälter und einfachen Ventilen. So können Sie leicht transportiert und am nächsten Baum befestigt werden.

3. Kaufkriterien für Gartenduschen: Darauf müssen Sie achten

3.1. Solar oder einfach?

Für die Kaufberatung ist es wichtig, dass Sie überlegen, welcher Typ für Ihre Anforderungen geeignet ist. Einfache Gartenduschen sind meist sehr schnell auf- und abzubauen und können daher geeignet sein, wenn Sie den Standort häufiger wechseln möchten, z. B. wenn Sie sie neben dem Pool platzieren wollen. Die einfachen Modelle sind häufig nicht sehr schön und deshalb für einen angelegten Wellness-Bereich eher nicht geeignet. Darüber hinaus ist ein dauerhafter Anschluss an einen Schlauch erforderlich, und das Wasser tritt unbeheizt aus dem Duschkopf aus.

Die Solargartendusche mit Tank ist eine gute Wahl, wenn Sie einen festen Standort zum Duschen im Auge haben. Viele der Solar-Modelle werden mit Schrauben oder Bolzen am Boden befestigt und können daher nur schwer versetzt werden. Sie sollten bei der Ausrichtung darauf achten, dass ein eventueller Solarkollektor eine günstige Position hat, um so viel Sonne wie möglich zu bekommen. Dann liefert Ihre Gartendusche Warmwasser, ganz ohne Stromkosten.

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3.2. Anzahl der Brausen

Je nach geplanter Anwendung sollten Sie die Anzahl der Duschköpfe bzw. Wasseraustrittsstellen im Auge behalten. Für die einfache Abkühlung ist eine einzelne Regenbrause ausreichend. Wenn Sie es bevorzugen, den Duschkopf in der Hand zu halten, sollten Sie sich für ein Modell mit Handbrause entscheiden.

Tipp: Falls Sie die Gartendusche nutzen, um sich vor dem Schwimmen im Pool abzuduschen, entscheiden Sie sich für ein Modell mit Fußdusche. Natürlich kann auch die Handbrause als Fußdusche verwendet werden.

Gartendusche-Test: Nahaufnahme eines auf der Mauer liegenden Drehventils.

Diese Gartendusche verfügt über ein Drehventil zur Steuerung des Wassers.

3.3. Befestigung am Boden

Anders als eine festinstallierte Dusche oder eine Dampfdusche können Gartenduschen in der Regel sehr einfach aufgestellt werden. In dieser Übersicht zeigen wir die gängigsten Methoden, eine Gartendusche am Boden zu befestigen:

Befestigungsart Merkmale
Erdspieß Die einfachste Methode, eine Gartendusche aufzustellen, ist die Variante mit Erdspieß. Modelle mit Erdspieß können nur in relativ weichen Böden, z. B. Rasenflächen, einsetzt werden. Zudem besteht die Gefahr, den Spieß schief in den Boden zu stecken.
Dreibein Die Dusche wird mithilfe von drei einklappbaren Füßen aufgestellt. Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, wird eine glatte, ebene Fläche, z.B. eine Terasse, benötigt.
Dreibein mit Erdspieß Kombiniert die beiden oberen Befestigungsmethoden. Somit kann eine Dusche stabil auf einer Rasenfläche platziert werden, indem der Erdspieß im Boden versenkt und das Dreibein ausgeklappt wird. Bietet eine höhere Stabilität als der einfache Erdspieß.
Verschraubung Vor allem bei Solar-Gartenduschen gebräuchlich. Die Dusche steht in einem Fuß oder ist am Fuß etwas breiter. Dieser Fuß bietet Löchern für die Verschraubung am Untergrund. Dazu muss eine feste Fläche bereitstehen, in die die Bolzen eingebracht werden können, mit denen der Fuß dann verschraubt wird. So kann die Dusche auf der Terasse in der Nähe der Gartenmöbel aufgestellt werden.
Standfuß Bei diesen Modellen ist eine breite Standfläche gegeben, wodurch die Konstruktion stabil ist. Häufig ist eine Bodenplatte mitgeliefert, welche den Standfuß kaschiert. Manche Modelle bieten die Möglichkeit, den Standfuß zusätzlich mit dem Boden zu verschrauben.

3.4. Sichtschutz

Rechtliches

Wenn Sie Ihre Gartendusche genießen möchten, wie Sie geschaffen sind, ist Ihnen das grundsätzlich freigestellt. Nacktheit auf dem eigenen Grundstück wird nicht bestraft. Der §118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ist jedoch so allgemein formuliert, dass häufig Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Wenn eine „Belästigung der Allgemeinheit“ festgestellt wird, kann ein Ordnungsgeld fällig werden.

Einige Hersteller bieten Komplettpakete an, bei denen auch ein Sichtschutz mitgeliefert wird. Diese Varianten sind jedoch als Premium-Produkte zu verstehen, bewegen sich meist im Preissegment jenseits der 1.000 Euro. Manche Varianten sind sogar noch teurer: Eine als Schneckendusche angebotene Gabione (Steinkorb) kostet 1.300 Euro – das Füllmaterial und die Dusche müssen Sie noch dazukaufen.

Sie können Ihre Gartendusche jedoch viel preiswerter und individueller vor unerwünschten Blicken schützen. Der Gartendusche-Sichtschutz kann durch eine reichhaltige Auswahl an Materialien errichtet werden:

Somit sind ihrer Kreativität beim Bauen eines Häuschens für die Gartendusche keine Grenzen gesetzt.

Gartendusche getestet: Eine Dusche von der Seite.

Wir meinen, bei einer solchen Gartendusche handelt es sich schon um eine für normale Gärten seltene Ausführung.

4. Was sind die besten Pflege- und Reinigungstipps für eine Gartendusche?

Auch wenn die Gartenbrause für die Outdoor-Nutzung gemacht ist, sollten Sie ihr hin und wieder etwas Pflege zuteil werden lassen. Die Duschköpfe sollten Sie mindestens einmal in Jahr entkalken. So setzen sich keine Düsen mit Kalk zu und sie haben lange Freude am Duschen im Freien. Ein abnehmbarer und verstellbarer Duschkopf lässt sich einfach abmontieren und für 1-2 Stunden in Essigwasser legen, um den Kalk zulösen. Bei einer fest montierten Brause können Sie zur Entkalkung eine Plastiktüte mit Essigwasser füllen und diese mithilfe von Klebeband, Kabelbindern oder einem Gummiband am Duschkopf fixieren. Achten Sie darauf, die Einwirkzeit zu begrenzen, da ein zu langes Essigbad empfindliche Materialien angreifen kann. Edelstahl ist generell etwas robuster als Kunststoff.

Bei einer Solardusche sollte der integrierte Tank regelmäßig entleert werden, um stehendes Wasser und mögliche Geruchsbildung zu vermeiden. Wird die Dusche längere Zeit nicht genutzt, verfügen die meisten Modelle über eine separate Öffnung zur vollständigen Entleerung. Spätestens vor dem Winter muss der Wasserbehälter komplett leer sein, da gefrierendes Wasser das Material beschädigen oder zum Reißen bringen kann.

Gartendusche im Test: Nahaufnahme eines silbern verchromten Duschkopfs.

Je nach dem, was für einen Duschkopf Sie nutzen, ist der Wasserstrahl feiner oder stärker.

Falls Sie eine formschöne Gartendusche aus Holz gekauft haben, stellen Sie sicher, dass dieses regelmäßig geölt wird. Die Duschen sind, wie auch Gartenmöbel, aus robustem Holz, das die Anforderungen im Outdoor-Bereich erfüllt. Durch Öl können Sie die Lebensdauer noch verlängern.

Wir haben weitere Produkte für Ihren Garten verglichen: Gartenschläuche, Rasensprenger und Schlauchwagen helfen Ihnen, die Bewässerung zu organisieren. Für Ihren Pool haben wie außerdem einen Poolroboter-Vergleich und einen Tauchpumpen-Vergleich.

5. Wie lässt sich eine Gartendusche selbst bauen?

Wenn Ihnen die erhältlichen Modelle einen zu kleinen Wasserspeicher bieten, Ihrem Geschmack nicht entsprechen oder Sie einfach lieber etwas selbst bauen, gibt es viele Möglichkeiten. Vom Basteln einer eigenen Dusche aus Duschkopf, Armatur und Gartenschlauch über das Zerlegen der alten Gartenmöbel bis hin zur Errichtung eines Badehauses sind die Optionen vielfältig.

Ein besonderer Clou für den Wasseranschluss ist eine Wassersteckdose: Diese kleinen zylindrigen Ventile können im Rasen versenkt werden. Somit kann die Wasserzufuhr für Ihre Dusche unterirdisch erfolgen und Sie stolpern nicht mehr über einen herumliegenden Gartenschlauch.

Für Anfänger finden Sie hier eine Anleitung, wie Sie ohne viel Zeitaufwand eine Dusche in Ihrem Garten installieren:

6. Welche Marken sind für Gartenduschen bekannt?

  • Belardo
  • Eichenwald
  • Gardena
  • Garpa
  • Kärcher
  • mypool
  • Neptun
  • Steinbach
  • Stilista

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Gartendusche

  • Welche Gartendusche ist die beste?

    Brauchen Sie eine Lösung, die nicht von großer Dauer ist, können Sie auf ein einfaches Modell mit Erdspieß oder Dreibein zurückgreifen. So haben Sie die Möglichkeit, die Dusche ohne großen Aufwand zu versetzen, wenn es nötig ist. Möchten Sie eine elegante Pooldusche oder Außendusche, sollten Sie eher zu einem Modell mit Standfuß oder Verschraubung zurückgreifen. So können Sie sich vor dem Sprung in den Pool oder nach der Sauna stilsicher abbrausen. Möchten Sie jedoch noch etwas mehr Komfort als eine Gartendusche Ihnen bieten kann, empfehlen wir Ihnen einen aufblasbaren Whirlpool für den Garten.
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  • Wie baue ich eine Gartendusche?

    Wenn Sie eine Außendusche selbst bauen möchten, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen. Sie können beispielsweise eine einfache Campingdusche nutzen und den Sichtschutz individuell gestalten oder eine Konstruktion vollständig in Eigenregie planen und umsetzen. Eine Anleitung für den Bau einer transportablen Lösung finden Sie hier.
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  • Wie funktioniert eine Solar-Gartendusche?

    Das Grundprinzip ist simpel: Eine Solar-Gartendusche verfügt über einen Wassertank, der meist in schwarz gehalten ist. So funktionieren alle Modelle in unserem Gartenduschen-Vergleich. Die Sonneneinstrahlung wärmt die 32 l oder 40 l im Tank auf, sodass es Temperaturen von bis zu 60° C erreichen kann. Meist wird es jedoch nicht so heiß.
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  • Hat die Stiftung Warentest schon Gartenduschen geprüft?

    Die Stiftung Warentest hat sich dem Vergnügen, im eigenen Garten zu duschen, noch nicht angenommen. Es gibt keinen Gartenduschen-Test, wir können Ihnen also keinen Gartendusche Testsieger der Stiftung Warentest vorstellen.
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Videos zum Thema Gartendusche

In diesem YouTube-Video wird der Aufbau und Test einer Solardusche im Garten von DeubaXXL vorgestellt. Der Zuschauer erhält eine detaillierte Anleitung zur Installation und wird Zeuge eines Praxistests, der die Funktionalität und Wirksamkeit der Solardusche demonstriert. Mit dieser informativen Videoanleitung wird der Zuschauer ermutigt, seine eigene Gartendusche zu installieren und den Sommer im eigenen Garten noch intensiver zu genießen.

Quellenverzeichnis