Das Wichtigste in Kürze
  • Während die besten Stein-Imprägnierungen gebrauchsfertig geliefert werden, müssen einige Konzentrate zunächst mit Wasser angemischt werden, damit sie verwendet werden können.
  • Wir empfehlen, schadstofffreie Stein-Imprägnierungen zu kaufen, um die Umwelt zu entlasten und Verschmutzungen des Grundwassers beim Einsatz im Freien zu verhindern.
  • Imprägnieren Sie Steinflächen wie Granitfliesen oder Natursteinflächen im Frühling oder Sommer, da Frost die Wirkung des Imprägniermittels beschränkt.

Stein-Imprägnierung Test

Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich Ihres Hauses gibt es zahlreiche Steinflächen (beispielsweise Granitfliesen und andere Steinboden-Beläge wie Betonplatten oder Klinkerbeläge), die täglich begangen werden: Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Steine jedoch nicht gänzlich vor Beschädigungen gefeit. Ganz egal, ob es sich um Marmorfliesen in Bad und Küche oder um Natursteinbelag von Gartenwegen und Terrassen handelt, auch Steine benötigen Pflege. In der Kaufberatung zu unserem Stein-Imprägnierungs-Vergleich 2020 verraten wir Ihnen, auf welche Faktoren Sie beim Kauf besonders achten sollten und warum ganz besonders Steine im Outdoorbereich einer besonderen Pflege bedürfen.

1. Spielt der Gesteinstyp eine große Rolle bei der Wahl der Stein-Imprägnierung?

Bevor Sie sich für ein Produkt aus unserer Vergleichstabelle entscheiden, sollten Sie zuallererst wissen, dass laut Stein-Imprägnierungs-Tests unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Stein-Kategorien geeignet sind. Die wichtigste Frage ist, ob die Steine, die es in Ihrem Fall zu pflegen gilt, saugfähig sind oder nicht. Saugfähig bedeutet hier, dass die Oberfläche der Steine über offene Poren verfügt, über die Wasser in den Stein eindringt. Beispiele für solch saugfähiges Gestein sind beispielsweise:

  • Naturstein
  • Sandstein
  • Backstein
  • Keramik
  • Terrakotta

Im Gegensatz dazu stehen die geschlossenporigen Gesteinsarten, in die Wasser nicht so leicht eindringt. Dazu gehören unter anderem:

  • Marmor
  • Granit
  • Klinker
  • Quarzit
  • Kunststeine wie Lackierte Kacheln oder Dachziegel

Dementsprechend gibt es auch Imprägniermittel, die sich für die Anwendung auf verschiedenen Gesteinsarten eignen. Während die Imprägnierung bei saugfähigem Gestein von dem Stein aufgenommen wird und tief vordringt, wird bei geschlossenporigen Steinen in erster Linie die Oberfläche imprägniert. Je nachdem, welchen Gesteins-Typ Sie zu pflegen gedenken, sollten Sie in der Vergleichstabelle nachsehen, ob sich das Mittel für eine Anwendung auf Ihren Steinen eignet.

imprägnierter Stein nicht imprägnierter Stein
Wassertropfen auf imprägnierter Betonfläche nicht imprägniertes pflaster

2. Sparen Stein-Imprägnierungen mit hoher Ergiebigkeit viel Geld?

Für Ihren Geldbeutel ist natürlich auch der Preis des Steinpflegemittels von Bedeutung. Dabei empfehlen wir Ihnen wie zahlreiche Stein-Imprägnierungs-Tests, sich bereits im Vorhinein einen Überblick über die zu erwartenden Kosten zu verschaffen. Dazu müssen Sie lediglich in Erfahrung bringen, wie groß die Steinfläche ist, die Sie imprägnieren wollen. Mithilfe der Preis-pro-Liter-Angaben unserer Tabelle können Sie leicht ermitteln, wie hoch Ihre Ausgaben in etwa sein werden und ob sie Ihrem Budget entsprechen.

Auch die Ergiebigkeit spielt im Hinblick auf den Preis und die Menge eine Rolle. Während einige Produkte eher für eine intensivere Imprägnierung kleinerer Flächen vorgesehen sind und deshalb an Ergiebigkeit einbüßen, ist bei anderen Mitteln das genaue Gegenteil der Fall und Sie können mit derselben Menge an Pflegemittel eine viel größere Fläche imprägnieren.

Grundsätzlich ist eine höhere Ergiebigkeit sinnvoll und schont Ihren Geldbeutel.

3. Konzentrate sparen Platz, machen aber mehr Arbeit

Während die meisten Imprägnierungen bereits gebrauchsfertig geliefert werden, gibt es auch Konzentrate, die vor der Anwendung erst mit einer bestimmten Menge Wasser verdünnt werden müssen. So sparen Sie zwar Lagerplatz für das Pflegemittel, weil eine Flasche mit Konzentrat platzsparender ist, auf der anderen Seite erhöhen Sie aber auch Ihren Arbeitsaufwand, da mit dem Verdünnen ein zusätzlicher Arbeitsschritt nötig wird.

imprägnierter stein

4. Warum sollte nach Möglichkeit eine schadstofffreie Stein-Imprägnierung verwendet werden?

Besonders im Hinblick auf die Verwendung im Außenbereich des Hauses ist die Schadstofffreiheit von Stein-Imprägnierungen von entscheidender Bedeutung. Ein Teil des Pflegemittels kann sehr leicht durch die Fugen oder bei der Verteilung der Imprägnierung mit der Erde in Kontakt kommen.

Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass besonders bei der Pflege von Outdoor-Steinflächen keine grundwassergefährdenden Mittel wie Lösungsmittel oder Weichmacher in der Imprägnierung enthalten sind. Im Innenbereich ist die Gefahr nicht ganz so akut, aber wir empfehlen Ihnen dennoch, schadstofffreie Stein-Imprägnierungen zu verwenden, um im Hinblick auf den Umweltschutz das Grundwasser nicht zu sehr zu belasten.

Vor und Nachteile von schadstofffreien Stein-Imprägnierungen:

  • umweltfreundlich
  • keine Gefährdung für das Grundwasser
  • geringe Grundwasserbelastung
  • kürzere Wirkdauer

5. Die Wirkung von Stein-Imprägnierungen

bewachsener stein

Der Moosbewuchs von Steinflächen kann durch eine günstige Stein-Imprägnierung gehemmt werden.

Bei der Imprägnierung Ihrer Steinflächen dringt das Pflegemittel durch die Poren bis in die Steinstruktur vor und belegt die Poren und die Kapillaroberflächen. Diese weisen dadurch Wasser ab, womit auch verhindert wird, dass nach dem Abtrocknen des Wassers Schmutzpartikel zurückbleiben. Das Wasser perlt nun von der Steinoberfläche ab, anstatt dass ein Teil der Flüssigkeit vom Stein aufgenommen wird.

Durch die Imprägnierung kann sich der Schmutz nicht festsetzen, was Ihnen die künftige Reinigung der Steinfläche erleichtert. Auch der Bewuchs der Steine durch Algen und Moos wird durch die Imprägnierung gehemmt, wodurch verhindert wird, dass die Steine sich zu schnell verfärben oder ihre Farbtiefe zu schnell verblasst.

6. Tipps und Tricks zur Anwendung von Stein-Imprägnierungen

Achtung Falle! Rutschiger Boden im Badezimmer

Ganz besonders im Badezimmer ist der Fliesen- oder Steinboden häufig rutschig, weswegen ein sehr hohes Verletzungsrisiko besteht. Aus diesem Grund wirken einige Stein-Imprägnierer rutschhemmend und verhindern Schlimmeres. In einem solchen Fall empfehlen wir Ihnen dringend eine Anwendung des Imprägnierers auf dem Badezimmerboden.

Um bei der Imprägnierung Ihrer Steinflächen den bestmöglichen Effekt zu erzielen, sollten Sie zunächst die Fläche mit einem Besen oder einem Hochdruckreiniger von grobem Schmutz befreien. Außen bietet sich zudem die Verwendung von Moosentferner und Steinreinger an, sofern es sich nicht um eine neu angelegte Steinfläche handelt.

Nach der Reinigung können Sie die Stein-Imprägnierung mit einem Pinsel oder mittels einer Gartenspritze gleichmäßig auf die Steine auftragen. Seien Sie dabei sparsam im Umgang mit dem Imprägniermittel. Es reicht bereits ein hauchdünner Film, um die Imprägnierwirkung zu entfalten. Achten Sie besonders im Außenbereich darauf, dass keine Pfützen entstehen und möglichst wenig von dem Pflegemittel ins Erdreich einsickert.

Nun sollten Sie die Fläche für etwa einen Tag nicht betreten (die Zeiten variieren je nach Hersteller und Marke). In dieser Zeit müssen Sie die Steinfläche vor Nässe schützen. Dazu empfehlen wir je nach Größe der Fläche die Verwendung einer Abdeckplane oder Ähnlichem (Falt-Pavillon, Gartenschirm, etc.).

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Stein-Imprägnierungs-Testsieger im Test ausgezeichnet. Das folgende kurze Video demonstriert der Hersteller Hotrega die Wirksamkeit von Stein-Imprägnierungen im Innen- und Außenbereich des Hauses.

Tipp: Wir empfehlen, während den warmen Jahreszeiten Frühling und Sommer die Steine zu imprägnieren, da Frost die Wirksamkeit der Imprägnierung stark einschränkt.