Das Wichtigste in Kürze
  • In jeden Erste-Hilfe-Kasten gehört zum Verbandsmaterial auch das eine oder andere Pflaster. Für die Wundversorgung kleiner Schnitte sind diese ideal geeignet.
  • Wasserdichte Pflaster sind empfehlenswert für die Hausarbeit, sind aber kaum atmungsaktiv.
  • Sensitive-Pflaster eignen sich besonders für sensible Haut, die normalerweise von der Klebeschicht normaler Pflaster gereizt wird.

Pflaster Test

Einen Moment nicht aufgepasst und und schon ist das scharfe Küchenmesser nicht in der Zwiebel, sondern dem eigenen Finger gelandet. Oder Sie bemerken im Büro, dass das Papier, was Sie eben frisch aus dem Drucker geholt haben, blutbefleckt ist. Möglichkeiten, sich im Alltag kleine Schnitte zuzuziehen, gibt es reichlich. Meist sind sie nicht tragisch, bluten aber dennoch und müssen versorgt werden. Darum sollten in jedem Verbandskasten Pflaster zu finden sein.

Mit unserem Pflaster-Vergleich 2020 möchten wir Ihnen eine Kaufberatung bieten, die Ihnen deutlich macht, welche unterschiedlichen Pflaster-Arten es gibt und wann z.B. ein wasserdichtes Pflaster weniger geeignet ist als der klassische Pflaster-Strip. Auf dass Sie das für Sie beste Pflaster kaufen!

1. Ist ein Pflaster für die Wundheilung wichtig?

Was gehört in den Verbandskasten?Pflaster gegen Bakterien

Hier finden Sie eine Auswahl an Utensilien, die Sie in Ihrer Hausapotheke haben sollten – auch um Bakterien einzudämmen:

  • Heftpflaster
  • Mullbinden
  • Kompressen
  • Blasenpflaster
  • Tape
  • Wund- und Heilsalbe

Wenn Sie sich eine Wunde zuziehen – sei es auch nur ein kleiner Schnitt – dann besteht immer die Gefahr einer Wundinfektion. Bakterien und Schmutz können eindringen und Entzündungen verursachen. Bedenken Sie, dass sich rund um Ihren Kühlschrank ca. 113.000 pro cm² Bakterien befinden und auf jeder Türklinke 71.000 (Quelle: Universität Hannover). Eine offene, schutzlose Wunde an der Hand wäre da Einladung mit Leuchtreklame für Krankheitserreger.

Ein Pflaster hilft dabei, die Wunde sauber und möglichst frei von schädlichen Bakterien zu halten. Dadurch können die Selbstheilungskräfte der Haut besser wirken. Zudem halten Pflaster die Wund- und Heilsalbe auf der Wunde und Sie verteilen sie weder an Ihrer Kleidung noch anderen Gegenständen.

2. Pflaster-Arten: Sind Strips und Meterware am gängigsten?

Damit Sie Ihre Wunde richtig abdecken können, gibt es eine Vielzahl an Formen und Kategorien von Wundpflastern. Sie sind alle zudem in verschiedenen Größen erhältlich, darum achten Sie beim Kauf immer genau auf die Packungsangabe – so ersparen Sie sich Fehlkäufe.

Pflaster-Art Beschreibung
Strippflaster-strip
  • fertige Zuschnitte
  • Klebefläche umschließt auch die Wundauflage
  • gibt es auch als sehr große Pflaster

praktisch und schnell aufgeklebt
x häufig etwas weniger atmungsaktiv

Meterwarepflaster-meterware
  • individuell zuschneidbar
  • als Pflaster-Rolle oder breite Streifen
  • die Wundauflage wird seitlich nicht von einer Klebefläche umschlossen

lässt Luft an die Wunde
x lässt sich oft etwas schwer schneiden

Sprühpflasterspruehpflaster
  • wirkt auch gegen Bakterien
  • wasserfest und atmungsaktiv

ideal für bewegliche Stellen
x nicht für größere Wunden geeignet

Gelpflastergelpflaster
  • fördern die Wundheilung z.B. von Blasen
  • nehmen die Hautfeuchtigkeit auf und optimieren so die Wundumgebung

ideal für Blasen
x bei offenen Wunden weniger geeignet

Silberpflastersilberpflaster
  • Wundauflage haben eine Silberbeschichtung
  • wirkt Keimabtötend
  • gibt es auch als sehr große Pflaster

mindert das Infektionsrisiko bei offenen Wunden
x nicht geeignet bei Blasen

blasenpflaster-pflasterNeben diesen Pflaster-Typen lassen sich noch weitere Untergruppen finden. Die fünf gängigsten sind:

  • Universal- bzw. Standard-Pflaster
  • Sensitive-Pflaster
  • Aqua-protect-Pflaster
  • Elastik-Pflaster
  • Kinderpflaster

3. Ist das beste Pflaster sensitiv, wasserdicht und elastisch?

Was sagt der Pflaster-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat im test06/2006 einen (Wund-)Pflaster-Test durchgeführt. Mit einem guten Ergebnis: Alle Pflaster im Test konnten als geeignet für die Wundversorgung von kleinen Schnitten oder Schürfwunden eingestuft werden. Pflaster-Testsieger wurde das Standard-Pflaster „medi+self Wundpflaster“ mit der Note 2,0.

Die verschiedenen Pflaster-Gruppen weisen bestimmte Eigenschaften auf, die nicht für jeden und jede Situation passend sind. Damit Sie eine fundierte Kaufentscheidung treffen können, stellen wir Ihnen im Folgenden die fünf Gruppen kurz vor.

3.1. Standard-Pflaster sind nichts für schwache Haut

Ein Standard-Pflaster ist universell für jede kleine Schürf- oder Schnittwunde einsetzbar. Besonders als Meterware kleben sie in der Regel sehr zuverlässig – genau das kann Ihnen aber auch zum Nachteil werden, wenn Sie es wieder entfernen wollen. Wenn Sie eine empfindliche Haut haben, sollten Sie nicht zu Universal-Pflastern greifen, da diese Hautreizungen bei Ihnen auslösen können. Sie sind zwar harmlos, jucken aber stark und sind definitiv vermeidbar.

Empfehlenswert sind Standard-Pflaster für Sie, wenn Sie keinerlei Hautprobleme haben und für die schnelle Hilfe zu Haus oder unterwegs einfach ein gutes Pflaster benötigen.

3.2. Sensitive-Pflaster eignen sich für empfindliche Haut

pflaster-sensitive

Bei Pflastern für sensible Haut ist der Klebestreifen dermatologisch getestet.

Das Material von Sensitiv-Pflastern ist sehr weich und meist aus weißer Viskose. Zudem ist der Kleber hautfreundlicher als bei der Standard-Gruppe – dies muss auch dermatologisch getestet sein. Die Pflaster kleben ebenfalls sehr gut, lassen sich aber viel leichter entfernen und reizen dabei die Haut auch weniger.

Wenn Sie also eine empfindliche Haut haben, empfehlen wir Ihnen, sich in dieser Gruppe umzuschauen.

3.3. Aqua-protect-Pflaster halten die Wunde wasserdicht verschlossen

Wenn Sie zu den Personen gehören, die sich regelmäßig beim Gemüseschneiden oder anderen Tätigkeiten in den Finger schneiden, sind wasserdichte Pflaster zumindest zeitweise sehr empfehlenswert. Beispielsweise wenn Sie abwaschen oder putzen, kommen Sie zwangsweise mit Wasser in Kontakt. Zum einen können sich in diesem Bakterien oder Stoffe, die sich negativ auf die Wundheilung auswirken, enthalten sein. Zum anderen trocknen Sie sich im Anschluss die Hände ab und das Handtuch würde die Wunde, welche vielleicht gerade dabei ist eine neue Hautschicht zu bilden, wieder aufrubbeln. Ein aqua-protect-Pflaster hilft Ihnen, beides zu verhindern.

Wir empfehlen Ihnen aber ein solches Pflaster nicht Tag und Nacht zu tragen. Im Gegensatz zu einem Gelpflaster fehlen dem wasserdichten Pflaster die Partikel, die die Hautfeuchtigkeit aufnehmen und zur Wundheilung einsetzen können.

3.4. Elastik-Pflaster eignen sich für bewegliche Körperstellen

kinderpflaster-motive

Bei Kinderpflastern gibt es eine riesige Auswahl an Motiven.

Treiben Sie Sport? Wenn ja, dann sollten Sie auf jeden Fall Elastik-Pflaster im Haus haben. Diese sind besonders dehn- und belastbar – darum sind sie ideal für Körperregionen mit Gelenken (z.B. Ellenbogen oder Knie). Sie ähneln den Standard-Pflastern, sind aber elastischer als diese. Leiden Sie unter einer sehr sensiblen Haut, raten wir Ihnen leider auch von diesen Pflastern ab, da es immer sein kann, dass Sie eine kleine Hautreaktion davontragen.

3.5. Kinderpflaster beseitigen den Schmerz durch bunte Bilder

Ein Kinderpflaster ist in der Regel mit einer bunt bedruckten und wasserabweisenden Folie beschichtet. Ein Dino oder Elsa die Eiskönigin können bei den Kleinen Wunder bei der Schmerzbekämpfung bewirken. Je nachdem, ob Sie zu Hause einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen haben, empfehlen sich andere Motive für die Pflaster. Ein Bub ist mit Elsa bestimmt weniger zufrieden als mit Lightning McQueen aus Cars.

Bedenken Sie jedoch, dass die Pflaster nicht sehr atmungsaktiv sind und sie – ähnlich wie die wasserdichten Pflaster – nicht zu lange getragen werden sollten. Über Nacht ist es empfehlenswert, auf ein atmungsaktiveres Pflaster zurückzugreifen.

Hier finden Sie die Vorteile eines wasserdichten Pflasters gegenüber einem elastischen:

  • Wunde ist völlig umschlossen – kein Eindringen von Schmutz
  • bei Wasserkontakt bleibt die Klebekraft vollkommen erhalten
  • ideal für die Hausarbeit
  • nicht sehr flexibel

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn er sich einmal für eine Marke entschieden hat, bleibt er darum meist bei dieser. Hier finden Sie Hersteller, bei denen Sie sowohl Qualität erhalten als auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis:

  • Hansaplast
  • NOBA Verbandmittel Danz GmbH & C
  • Sterostrip
  • MaiMed GmbH
  • Hartmann
  • Rudavlies
  • Compeed
  • 3M Medica
  • Axisis
aufbau eines pflasters

Wissen am Rande: Ein Pflaster besteht aus drei Hauptzonen – dem Trägermaterial, dem Klebstoff und der Wundauflage.

4. Was es noch Spannendes über Pflaster zu erfahren gibt

4.1. Was tun bei einer Pflasterallergie?

Sollte Ihre Haut so sensibel und empfindlich sein, dass Sie selbst keine Sensitive-Pflaster vertragen, dann müssen Sie nicht verzweifeln. In einem solchen Fall empfehlen wir Ihnen, eine sterile Kompresse auf die Wunde zu legen. Diese fixieren sie mit einer Haftbandage, die ohne Klebstoff auskommt. So kommt Ihre empfindsame Haut mit keinem Kleber in Kontakt und Sie können selbst bestimmen, wie viel Luft an die Haut unter dem Verband gelangt.

4.2. Wie wendet man ein Detox-Pflaster an?

bambus-detox-pflaster

Ein Detox-Pflaster soll über Nacht Giftstoffe aus Ihrem Körper ziehen.

Ein Detox-Pflaster ist ein esoterisches Entgiftungspflaster. Sie wenden es primär an der Fußsohle und über Nacht an. Bestehen kann es aus verschiedenen Materialien, z.B. aus Bambus. Diese Fußsohlen-Kur soll helfen, Toxine aus dem Organismus zu ziehen.

Anhand der Verfärbung des Pads, das Sie über Nacht aufgelegt hatten, sollen Sie erkennen können, wie viele Gifte Ihrem Körper entzogen werden konnten.

4.3. Was ist ein Pflasterspender?

Ein sogenannter Pflasterspender kommt bei Meterware und Strips zum Einsatz. Meist die Verpackung selbst der Spender, aber gerade für Strips gibt es extra Boxen, welche die Pflasterentnahme vereinfachen.

pflasterspender-typen

Entweder kann die Verpackung als Pflasterspender dienen oder eine extra Box, die das Entnehmen vereinfacht.

Viele Pflasterspender können an der Wand montiert werden und ermöglichen ohne das Anheben eines Deckels die schnelle Entnahme einzelner Pflaster. Besonders in Büros kann ein solcher Pflasterspender sinnvoll sein, da er immer schnell zu erreichen ist und die Pflasterbox nicht erst gesucht werden muss.

4.4. Was gibt es sonst noch für Pflaster?

Die Welt der Pflaster ist sehr vielfältig. Die wichtigsten Pflaster zur Wundversorgung haben Sie bereits kennengelernt, aber das waren selbstverständlich nicht alle Arten, die es auf dem Markt zu kaufen gibt. Hier finden Sie weitere Pflaster, die es bei DM oder in anderen Drogeriemärkten zu kaufen gibt:

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