Das Wichtigste in Kürze
  • Mähroboter gibt es schon seit 1995. Die kleinen Geräte mähen den Rasen im Garten anders als Rasenmäher selbstständig ohne Zutun des Besitzers. So spart man Zeit und Nerven. Durch ihre leise Arbeitsweise können Sie auch problemlos nachts oder am Wochenende zur Rasenpflege eingesetzt werden.
  • Mit Rasenrobotern lässt sich auch einfach und stressfrei der Rasen düngen. Die Geräte häckseln das Gras so klein, dass Mulch ensteht. Dieser fällt während des Mähens einfach auf den Rasen zurück und sorgt dort für eine optimale Nährstoffversorgung des Bodens.
  • Mähroboter benötigen im Gegensatz zum Rasenmäher nur wenig Pflege und Wartung. Es reicht vollkommen, sie einmal wöchentlich zu reinigen und alle paar Monate die Messer auszutauschen. Der Akku hält in der Regel sogar mehrere Jahre.

mähroboter test

Etwa die Hälfte aller Deutschen hat einen eigenen Garten. Wer faulenzt da nicht lieber entspannt in der Sonne, anstatt lästiger Gartenarbeit in Form von Rasenpflege nachzugehen? Doch wie soll das gehen, wenn der Rasen schneller wächst als man schauen oder ihm mit einem Rasenmäher zu Leibe rücken kann? Vielleicht die Rasenfläche betonieren? Bevor Sie auf solch extreme Alternativen zurückgreifen, haben wir eine einfachere Lösung für das Dilemma: der Kauf eines Mähroboters. Wir haben verschiedene Modelle in unserem Mähroboter-Vergleich 2020 unter die Lupe genommen und die wichtigsten Fakten zusammengestellt. Wir hoffen, Ihnen so eine Hilfestellung bei der Suche nach Ihrem persönlichen Mähroboter-Testsieger zu geben.

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1. Was ist ein Mähroboter und wie funktioniert er?

Für jeden der Richtige – Vergleich.org verglich ebenfalls:

Rasenmäher
Akku-Rasenmäher
Bezin-Rasenmäher
Mulchmäher

Mähroboter, wie die aus unserem Mähroboter-Vergleich 2020, gibt es schon seit ihrer Markteinführung im Jahr 1995. Wie der Name schon sagt, sind diese Geräte zum automatischen Mähen des Rasens konstruiert worden. Als Roboter werden sie bezeichnet, da sie diese Arbeit selbstständig erledigen, ohne dass eine Person für die Bedienung oder Aufsicht anwesend sein muss.

Beim Mähen bewegen sie sich nicht auf einer Längs- oder Querbahn, sondern kreuz und quer,sodass beim Mähen also auf eine Mischung aus Zufall und Statistik gesetzt ist. Meistens fährt der Mähroboter geradeaus, bis ein Hindernis oder der zuvor verlegte Begrenzungsdraht berührt wird. Dieser Draht verbindet die Roboter auch über Funk mit der Ladestation, sodass der Akku bei Bedarf selbstständig aufgeladen werden kann.

Die Messer des Mähwerks häckseln das abgeschnittene Gras sehr klein. Dadurch entsteht Mulch, der als Dünger für den Rasen verwendet werden kann. Das Mulchen sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung des Bodens. Damit die Geräte nicht von anderen gestohlen werden können, sind sie durch einen Pin geschützt. Die Vor- und Nachteile des Mähroboters auf einen Blick:

  • mit etwa 60 Dezibel sehr leise
  • Leichtgewicht (einfacher Transport)
  • sparsam
  • durch Mulchfunktion automatische Düngung
  • Zeitersparnis
  • geringe Pflege und Wartung nötig
  • hoher Kaufpreis
  • nicht für alle Gärten geeignet
  • Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

2. Welche Mähroboter Typen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Mährobotern: Vollautomatische Modelle mähen selbsttätig und fahren selbständig zur Ladestation zurück; automatische Modelle mähen ebenfalls im Alleingang, müssen aber manuell aufgeladen werden. Wenn bei automatischen Rasenmähern die zuvor eingestellte Mähzeit abgelaufen ist oder sich der Akku entleert hat, beenden diese Modelle ihre Arbeit.

Tipp: Bei vielen Geräten können Sie vorab die Mähzeit festlegen. Sie können dabei auch Wochentage festlegen, an denen der Mähroboter seiner Tätigkeit nachgehen soll

3. Auf welche Kaufkriterien für Mähroboter sollte geachtet werden?

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Das Innere eines Mähroboters gleicht einem Computer.

Bevor Sie einen Mähroboter kaufen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, was das Gerät alles für Sie leisten soll. Neben den Punkten aus unserer Tabelle zum Mähroboter-Vergleich erachten wir und einige Mähroboter-Tests noch weitere Kriterien wie Flächenleistung oder einen Regensensor für die Kaufberatung als wichtig.

3.1. Eingebaute Komponenten

Schauen Sie sich an, was die Hauptkomponenten wie der Akku oder das Ladegerät kosten. Diese Aspekte zu berücksichtigen, sichert Ihnen schon eine Kenntnis darüber, was Sie investieren müssen, falls eines der Teile irgendwann nicht mehr funktionieren sollte. Das Gleiche gilt auch für Verschleißteile wie Messer oder Räder. Neben den Kosten für diese Teile ist auch wichtig vor dem Kauf abzuklären, wie einfach diese im Notfall zu wechseln sind. So erleben Sie später keine unangenehmen Überraschungen. Daher ist es nur bedingt empfehlenswert, Mähroboter gebraucht zu erwerben.

3.2. Flächenleistung

Die Flächenleistung wird von den Herstellern meist höher angegeben als sie in Wirklichkeit auch ist. Behalten Sie beim Kauf deshalb immer im Hinterkopf, dass die Flächenleistung auch abhängig von der Grashöhe und der Beschaffenheit des Grases um bis zu 20 % schwanken kann. Befinden Sie sich mit der Fläche Ihres Gartens gerade in einem Grenzbereich, lohnt es sich, das nächstgrößere oder stärkere Gerät der Kategorie zu kaufen.

3.3. Art und Nutzung des Gartens

gardena-maehroboter

Mähroboter können nicht auf jedem Gelände gut arbeiten.

Hindernisse oder starke Steigungen erschweren dem Mähroboter die Arbeit. Auch bei sehr stark genutzten Gärten ist die Anschaffung eines manuellen Rasenmähers eventuell sinnvoller, da man sich möglichst nicht auf dem Rasen aufhalten sollte, wenn der Mähroboter seine Arbeit verrichtet. Dasselbe gilt, wenn es Kinder im Haushalt gibt, die viel und gerne im Garten spielen.

3.4. Regensensor

Ein Regensensor signalisiert dem Rasenmähroboter wenn Niederschlag fällt und verhindert, dass er seinen Dienst verrichtet. Nasses Gras kann das Geräteinnere verstopfen und den Mäher beschädigen. Einige Marken in unserem Rasenmäher-Roboter Vergleich setzen daher auf diesen Sicherheitsmechanismus, die in der Übersicht hervorgehobenen garantieren hingegen, dass der Roboter auch bei Regen funktioniert:

  • Husqvarna Automower
  • Stiga
  • Viking
  • Wolf-Garten
  • AL-KO
  • Brill
  • Worx Landroid
  • Gardena
  • Bosch
  • Honda
  • Robomow

4. Was sind die besten Pflegetipps für eine Roboterreinigung?

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Um lange Freude an Ihrem Mähroboter zu haben, muss er sauber gehalten werden.

Roboter-Rasenmäher erfordern, im Gegensatz zu Rasenmähern, keinen hohen Wartungs- oder Pflegeaufwand. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie den Mäher einmal wöchentlich reinigen. Dazu entfernen Sie einfach die Grasreste und wischen das Gehäuse mit einem feuchten Lappen aus. Die Messer müssen alle ein bis drei Monate gewechselt werden, der Akku nur alle paar Jahre. Einige Modelle, z.B. Gardena-Mähroboter, liefern Ersatzmesser mit.

Der Rasenroboter und die dazugehörige Ladestation sind spritzwasserfest und halten auch locker einem Regenguss stand. Vor Dauerregen oder Hagel sollten Sie beide Geräteteile aber schützen. Dazu kann man sie einfach mit einer Plane abdecken oder sie unter eine spezielle Garage für den Mähroboter fahren. Unser Rasenmäher-Roboter-Vergleich zeigt: Auf die trockene Lagerung des Netzteils sollten Sie besonders achten.

Tipp: Die meisten Roboter-Rasenmäher lassen sich per App vom Smartphone oder Tablet aus fernsteuern. So gerät das Rasenmäher nicht mehr in Vergessenheit.

5. Wie wird ein Mähroboter eingesetzt?

Bevor der fleißige Gartenhelfer loslegen kann, müssen Sie den Garten mit den folgenden Schritten vorbereiten:

  1. Bringen Sie zunächst den mitgelieferten Begrenzungsdraht und die Kunststoff-Heringe an.
  2. Der Begrenzungsdraht wird ebenerdig rings um die Mähfläche ausgelegt und wächst nach einiger Zeit in den Rasen ein.
  3. Auf viel begangenen Stellen können Sie den Draht auch bis zu 5 cm tief im Boden vergraben.
  4. Platzieren Sie die Ladestation an einer unauffälligen Ecke des Rasens.
  5. Der Draht wird mit der Ladestation verbunden und dient dem Roboter als Rückkehrhilfe.
  6. Permanente Hindernisse (z. B. Teiche) sparen Sie aus, indem Sie sie mit dem Begrenzungsdraht von der Mähfläche abgrenzen.

Nun kann es losgehen. Der Rasenmäher-Roboter lässt sich nun mit einigen wenigen Handgriffen starten:

  1. Legen Sie den vollständig aufgeladenen Akku in den Mähroboter ein.
  2. Stellen Sie den Rasenroboter auf die Rasenfläche und aktivieren Sie ihn.
  3. Programmieren Sie die gewünschte Mähzeit am Gerät.
  4. Nach etwa einer Stunde lädt sich der Rasenroboter selbstständig wieder an der Station auf.
  5. Es reicht, wenn Sie einmal am Tag nach dem Mähroboter schauen.

In diesem Video sehen Sie wie man das Begrenzungskabel auch ganz einfach mit einer Kabelmaschine verlegen kann:

6. Was sagt Stiftung Warentest?

Das Team von Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 05/2014 einen Mähroboter-Test durchgeführt. Getestet wurden 8 Mähroboter mit Begrenzungskabel und einem Li-Ionen-Akku. Die Geräte wurden auf Grundlage folgender Kriterien geprüft:

Gewichtung Kriterien
Mähen 50%
  • Erscheinungsbild der Rasenfläche
  • Bewegung im Gelände
  • Störungen während des Betriebs
Handhabung 30%
  • Installation
  • Anleitung
  • Bedienen
  • Störungsbeseitigung
  • Reinigung
  • Wartung
Umwelt- und Gesundheit 10%
  • Stromverbrauch
  • Laufgeräusche
Mähen Sicherheit 10%
  • elektrische Sicherheit
  • mechanische Sicherheit

Keiner der 8 Rasenmäher-Roboter war jedoch so sicher gebaut, dass man ihn wirklich alleine lassen könnte. Die Elektronik vieler Modelle erkannte die zuvor abgesteckte Sicherheitsbegrenzung nicht. Zudem verhedderten sich viele Modelle, blieben grundlos stehen oder verfingen sich in Gartenecken. Nur zwei Modelle schnitten gut ab, darunter ein Bosch-Mähroboter.

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7. Fragen und Antworten rund um das Thema Mähroboter

7.1. Wie lange braucht ein Mähroboter zum Mähen?

Wie lange ein Rasenmähroboter benötigt, um den Rasen zu mähen, hängt von der Akkukapazität und dem Zustand der Mähfläche ab. Für einen Mähgang brauchen Mähroboter in der Regel zwischen einer und vier Stunden.

7.2. Gibt es Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

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Der Wiper Blitz 2.0 benötigt kein Begrenzungskabel.

Mit dem Wiper Blitz 2.0 ist ein automatischer Rasenmäher auf dem Markt, der keinen Begrenzungsdraht mehr benötigt. Er besitzt Sensoren, die grasbewachsene Flächen von anderen Flächen unterscheiden. Diese Sensoren erkennen auch zuverlässig Löcher oder Abhänge.

7.3. Welche Steigungen schafft der Mähroboter?

Der Rasenroboter schafft generell kleine Hänge und Steigungen ohne Probleme. Die maximale Hangneigung, die ein Gerät bewältigen kann, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Sie liegt normalerweise zwischen 25 und 50 Prozent. Ein Beispiel: Der Gardena Rasenroboter R40Li schafft eine Steigung von 25 %.

7.4. Wer installiert den Mähroboter im Garten?

Sie können den Rasenroboter mit Hilfe der Bedienungsanleitung problemlos selbst installieren. Wollen sie ganz sicher sein, dass alles bei der Installation glatt läuft und der beste Mähroboter anschließend optimal und sicher arbeitet, können Sie ihn auch von einem Fachbetrieb installieren lassen. Sie können auch eine Mähroboter-Garage bauen, in der Ihr Gerät vor Wind und Wetter geschützt aufladen kann.

7.5. Gibt es Mähroboter mit GPS?

Es gibt heute auch Mähroboter mit GPS, z. B. Bosch Indego Connect oder Husqvarna Automower. Wegen der häufig auftretenden Messunsicherheit und den wechselnden Empfangsbedingungen sind diese Geräte aber nur mit Vorbehalten zu empfehlen.