3.1. Die Länge der Feederrute ist das wichtigste Kaufkriterium

Egal ob Karpfenangeln oder Forellenangeln: Mit der besten Feederrute können Sie große Erfolge erzielen.
Wie bereits erwähnt, spielt die Länge der Feederrute eine wichtige Rolle. Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt darauf achten, in welchen Gewässern und über welche Distanz Sie die Angel gebrauchen wollen.
Die geläufigsten Längen liegen zwischen 3,50 Meter und 4,20 Meter. Wenn sie auf größere Entfernungen als 30 Meter angeln wollen, bietet sich für Sie auf jeden Fall der Kauf einer Feederrute mit einer Länge von 4 Metern aufwärts an.
Für das Angeln in nahen Ufergebieten und kleinen Tümpeln reicht eine Feederrute mit einer Routenlänge von 3, 50 bis 4 Meter aus. Eine leichte Feederrute hat oftmals 390 Zentimeter Länge. Je länger die Rute ist, umso höher ist auch die Hebelwirkung beim Schwung holen. Das bedeutet, dass Sie den Futterkorb inklusive Köder und Haken mit einer langen Rute viel weiter auswerfen können als mit einer kurzen Feederrute.
3.2. Das Wurfgewicht bestimmt, wie schwer der auszuwerfende Köder sein darf
Der Begriff des Wurfgewichts wurde bereits erwähnt. Doch was ist eigentlich das Wurfgewicht und warum spielt es für Ihren Kauf eine Rolle?
Die Wurfweite besagt im Grunde genommen nur, wie schwer der auszuwerfende Köder (in diesem Fall mitsamt dem Futterkorb) sein sollte, damit eine optimale Wurfweite erzielt werden kann. Bei den meisten Angeln ist auf dem Blank ein Wurfgewicht-Bereich vermerkt, wobei das optimale Wurfgewicht genau in der Mitte des angegebenen Bereiches liegt.
Es kann oft passieren, dass das Wurfgewicht vom Hersteller in Unzen angegeben wird. Falls Sie mit der unbekannten Größe nichts anfangen können, haben wir für Sie den Umrechnungsfaktor herausgesucht.
Eine Unze (oz.) besitzt umgerechnet ein Gewicht von 28,34 Gramm. Das bedeutet, dass der Köder eine Angelrute mit einem Beispiel-Wurfgewicht von 13/16 oz., umgerechnet ein Gewicht von etwa 23 Gramm, haben sollte.
- Umrechnung Gramm zu Unze: /28,34
- Umrechnung Unze zu Gramm: *28,34
3.3. Der Aufbau der Rute sollte nicht zu kompliziert sein

Von Teleskopruten abgesehen, handelt es sich bei den meisten Feederruten um einfache Steckangeln, deren Blank aus mehreren Teilen besteht, die einfach zusammengesteckt werden. Aus je mehr Teilen das Blank besteht, umso mehr Zeit müssen Sie für die Montage aufbringen. Üblicherweise besteht ein Blank aus drei Teilen, aber es gibt ein paar Ausnahmen, die aus mehr oder weniger Teilen bestehen.
3.4. Wählen Sie das Material Ihrer Rute frei nach Ihren Vorlieben
Zum Material von Feederruten lässt sich keine eindeutige Empfehlung aussprechen. Die meisten Ruten bestehen hierbei aus Kohlefaser oder hochverdichteter Glasfaser. Während Kohlefaser für sein geringes Gewicht und die Flexibilität bekannt ist, sind Ruten aus Glasfaser besonders stabil. Dafür ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Kohlefaser geringfügig besser, sprich, diese Feederrouten sind meist etwas günstiger.
Da jedoch keines der beiden Materialien eindeutig als besser oder schlechter eingestuft werden kann, entscheiden Sie am besten ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben. Wenn Sie die Möglichkeit haben, gehen Sie am besten vor dem Kauf in einen Angelshop und testen Sie beide Rutenmaterialien darauf, wie gut Sie Ihnen in der Hand liegen.
3.5. Die Beringung sollte stabil genug sein, um auch schwere Futterkörbe tragen zu können

In diesem Bild deutlich zu erkennen: die Beringung der Angel entlang der Spitze.
Es gibt zahlreiche unterschiedliche Ringarten, die bei Feederruten verwendet werden. Beim Kauf sollten Sie allerdings darauf achten, dass Sie eine möglichst robuste Beringung wählen, die auch schwere Futterkörbe problemlos aushalten. Dabei sollten Sie auch bedenken, dass Sie die Rute bei Strömung und Wind ebenfalls bedienen können müssen.
Die sogenannten Doppelstegringe eignen sich für das Angeln besonders gut, wenn sie schwere Futterkörbe nutzen, weil sie durch ihre besondere Bauweise stabiler sind als normale Einstegringe. Auch Beringungen aus Titanium-Oxid sind sehr stabil und eignen sich gut fürs Feederfischen.
Die SIC-Beringung ist aufgrund ihrer Eigenschaften besonders bei Feederfischern besonders beliebt. Die Ringe aus Siliziumcarbid sind sehr leicht, haben aber trotzdem einen erstaunlich hohen Härtegrad. Das ist besonders beim Feederfischen von großer Bedeutung, da schwere Futterkörbe sowohl die Ringe als auch die Schnur belastet. Die widerstandsfähige SIC-Beringung kann das Gewicht des Korbes ohne Probleme halten und schont beim Auswerfen auch die Schnur.
3.6. Ein rutschfester Griff ist bei Feederangeln Pflicht
Laut Feederangel-Test, den Sie im Netz finden können, verfügt so gut wie jede Feederangel über einen rutschfesten Griff, sodass Ihnen die Rute selbst mit nassen Händen nicht entgleiten kann. Viele Hersteller wie beispielsweise Browning verwenden dafür bei Ihren Marken entweder EVA-Griffe oder eine Korkbeschichtung.
Es kann keine eindeutige Empfehlung für eine der beiden Griffe ausgesprochen werden, allerdings hat jede Art Ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.
EVA-Griffe bestehen aus Duplon und sind in den meisten Fällen deutlich länger haltbarer als Korkgriffe und viel einfacher zu reinigen. Verfechter von Korkgriffen merken immer wieder an, dass Kork ein „warmes“ Material ist, was ganz besonders beim Fischen im Winter angenehm ist. Dadurch, dass Kork schwerer zu reinigen ist, sehen die Griffe allerdings schnell abgegriffen aus und sind auch nicht so lange haltbar wie Ihr Duplon-Pendant.
3.7. Je kürzer die Transportlänge ist, desto besser
Die Transportlänge beschreibt, wie lang die Feederrute im nicht montierten Zustand ist und wie viel Platz sie im Transportfutteral einnimmt. Hierbei geht es vor allem um die Handlichkeit. Je kürzer die Transportlänge ist, umso mobiler und handlicher ist der Transport der Rute. Dabei spielt natürlich auch das Gewicht der Rute eine Rolle.
Einer meiner Kollegen verwendet eine geflochtene Schnur, die zusätzlich noch mit einer Monofilen Schicht überzogen ist, gibt es dazu irgendwelche Erkenntnisse?
Hallo Bastian,
vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Feederruten-Test.
Die Schnurart, von der Sie sprechen, wird tatsächlich wegen Ihrer hohen Tragkraft ab und zu fürs Feederfischen verwendet.
Allerdings ist diese Schnurart auch unverhältnismäßig teuer. In den meisten Fällen reicht eine geflochtene Schnur vollkommen aus.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vergleich.org-Team