Das Wichtigste in Kürze
  • Bräter können aus verschiedenen Materialien bestehen, die auch unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. Am gängigsten sind Bräter aus Edelstahl, Aluguss oder Gusseisen.
  • Bräter können in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Sie können sowohl auf dem Herd als auch im Ofen verwendet werden. Im Backofen halten die Materialien bis 260 °C aus.
  • Durch seine Maße passen auch Gänse oder ähnlich große Lebensmittel in den Bräter. Neben der Zubereitung von Braten oder Gänsen können Sie im Bräter sogar Brot backen.

Bräter-Test

Unser Bräter-Test [year]: In den Schmortöpfen werden Braten zubereitet, sie werden von angebrannter Milch gesäubert und die Füllmenge wird gemessen.

Ob im Alltag oder zu besonderen Anlässen: Laut einer Umfrage des IfD Allensbach kochen etwa 57 Millionen Deutsche regelmäßig oder gelegentlich. Wenn Gäste zu Besuch kommen oder die Martinsgans zubereitet wird, reicht ein einfacher Kochtopf meist nicht mehr aus.

Der Bräter (manchmal auch Schmortopf oder Kokotte, von französisch cocotte, genannt) ist ein Allrounder in der Kochlandschaft. Er kann zum Braten, Dünsten, Schmoren und auch zum Garen im Ofen genutzt werden. Mit Füllmengen von bis zu acht Litern ist er größer als ein üblicher Kochtopf. Dadurch finden auch größere Lebensmittel wie zum Beispiel Braten oder mehrere Kaninchenkeulen im Bräter Platz.

Folgende Vor- und Nachteile ergeben sich für einen Bräter im Vergleich zu herkömmlichen Töpfen:

  • auf dem Herd und im Ofen verwendbar
  • kann größere Lebensmittel fassen (z. B. Gänse und Braten)
  • Deckel haben häufig hilfreiche Eigenschaften (können z. B. als Pfanne verwendet werden)
  • häufig schwere und sperrige Küchengeräte
  • durch ihre Größe ist die Reinigung in der Spüle nicht einfach

In unserem Bräter-Test 2020 haben wir die Küchengeräte auf ihre wichtigsten Funktionen geprüft. Wir haben getestet, wie einfach sich die Produkte reinigen lassen, wie viele Liter Wasser wirklich hineinpassen und wie gut diese Schmortöpfe Wärme speichern können. Zudem haben wir einen genaueren Blick auf die Deckel geworfen, da einige von ihnen besondere Funktionen aufweisen.

Bräter aufgereiht

Verschiedene Bräter-Arten und Typen im Test. Die verschiedenen Materialien: Gusseisen, Edelstahl, Aluguss und Stahlemaille.

1. Bräter-Test 2020 – Fazit: Aluguss oder Gusseisen erzielen die besten Kochergebnisse

vgl logo BräterVergleich.org empfiehlt: In unserem Test ist deutlich geworden, dass die verschiedenen Materialien der Bräter in unterschiedlichen Kategorien überzeugen.

Die Gusseisen-Bräter im Test waren mit zwischen sieben und fast acht Kilogramm die schwersten Produkte. Garen Sie eine Gans im Bräter, wird dieser durch das Gewicht der Lebensmittel noch schwerer. Das bedeutet, dass Sie mitunter mehr als zehn Kilogramm aus dem Ofen herausheben, wenn das Essen fertig ist.

Trotz des hohen Gewichts hat der Gusseisen-Bräter auch einige Vorteile. Besipielsweise kocht die Soße im Gussbräter sehr gut ein. Durch die optimale Wärmeverteilung des Materials wurden die Krustenbraten aus dem Test gleichmäßig gegart und konnten eine knusprige Schwarte vorweisen.

Gusseisen-Bräter

Ein Bräter aus Gusseisen kann sehr schwer sein. Im Test wiegen diese Schmortöpfe sieben bis acht Kilogramm. (Abb. Le Creuset)

Sie sollten im unbeschichteten Gusseisen-Bräter jedoch nichts anbrennen lassen, da sich diese Schmortöpfe schwer reinigen lassen. Wollen Sie einen Bräter kaufen, der sich einfach reinigen lässt, empfehlen wir einen Aluguss-Bräter.

Diese Produkte ließen sich nicht nur einfach Abwaschen, sondern haben im Test auch die beste Kruste des Bratens hervorgebracht. Allerdings haben diese Bräter-Typen häufig kleinere Griffe, die zudem sehr schnell heiß werden.

Die Edelstahl-Bräter im Test konnten vor allem durch eine sehr gute Wärmespeicherung punkten. Dadurch ist die Speise auch dann noch warm, wenn Sie einen Nachschlag verteilen. Zudem sind diese Produkte mit etwa drei Kilogramm nicht so schwer, wie die Gusseisen-Variante. Ein weiterer Vorteil: Fast alle Deckel der Edelstahl-Bräter können als Pfanne genutzt werden.

Lassen Sie allerdings etwas anbrennen, lässt sich der Bräter schwer von Hand reinigen. Auch die Spülmaschine konnte nicht alles entfernen. Trotz des hohen Reinigungsaufwandes kamen die Krustenbraten mit einer knusprigen Schwarte aus dem Ofen.

Wollen Sie einen Bräter für eine Gans, achten Sie darauf, dass der Schmortopf mindestens sechs Liter fassen kann.

Für die Verwendung im Backofen sollte der Bräter weder Kunststoffhenkel oder über einen Glasdeckel verfügen. Anders als Gusseisen, Edelstahl, Aluguss und Stahlemaille sind diese Materialien nicht bis 260 °C hitzebeständig.

Braten im Bräter

Der Braten-Test: Wie knusprig wird die Schwarte, wird die Soße gut eingekocht und wird das Fleisch gleichmäßig gar? (Abb. Krüger)

2. Bräter-Test 2020 – So haben wir getestet

braeter kriterienIn unserem Bräter-Test haben wir die Bräter namhafter Marken, wie zum Beispiel WMF, AMC, Silit, Le Creuset, Berndes oder Fissler auf ihre Qualität hin untersucht. Dafür haben wir die zwei wichtigsten Punkte eines Bräters getestet: Die Handhabung und die Kochfunktion.

Um die Handlichkeit zu testen, haben wir Gewicht und Form bewertet. Ein ovaler Bräter ist vielseitiger einsetzbar (z. B. für große Gänse) und wurde daher besser bewertet als ein rechteckiger Bräter.

Für die Reinigung von Hand haben wir in den Brätern Milch anbrennen lassen. Anschließend wurden überprüft, wie gut sich die Schmortöpfe mit warmem Wasser, Spülmittel und einem Schwamm reinigen ließen.

Bei der Handlichkeit der Griffe war es vor allem sehr wichtig, wie stabil diese sind und wie groß die Girfffläche oder die Schlaufen der Henkel sind. Da einige Deckel der Schmortöpfe ebenfalls besondere Eigenschaften aufweisen, zählen auch diese zur Handhabung des Bräters.

Die Kochfunktion der Bräter haben wir nicht nur mit einem Krustenbraten getestet, sondern auch überprüft, wie gut die Wärme gespeichert wird. Auch die tatsächliche Füllmenge und die Backofenbeständigkeit sind wichtige Punkte beim Kochen mit einem Bräter.

In der umfassenden Kaufberatung unseres Tests, zeigen wir die wichtigsten Ergebnisse auf und geben Tipps, damit Ihr neuer Bräter besonders lange im Kücheninventar bleibt.

bräter braten aufschneiden

Alle fertigen Braten werden nach dem Kochen von mehreren Testpersonen verkostet und bewertet.

3. Bräter-Test 2020 – Handhabung: Große Griffe und ein vielseitiger Deckel sind empfehlenswert

Viele Bräter sind mit etwa drei bis acht Kilo eher schwere Schmortöpfe. Daher ist es wichtig, dass diese Töpfe dennoch einfach zu handhaben sind.

In dieser Test-Kategorie haben wir die folgenden Kriterien abgeprüft, um die Bräter auf ihre Alltagstauglichkeit zu testen:

Kategorie Kriterien
Handhabung
Gewichtung im Test: 50 %Bräter Handhabung
  • Handlichkeit
  • Reinigung
  • Griffe
  • Deckel

3.1. Handlichkeit: Ovale Bräter eignen sich für die meisten Gerichte

Die Handlichkeit eines Bräters haben wir anhand der Form und des Gewichtes bewertet.

Ovale Bräter sind durch ihre Form vielfältiger einsetzbar als eckige Produkte. Dadurch passen große Lebensmittel wie Braten oder Gänse besser in den Schmortopf.

Zudem passt die Bodenfläche dieser Bräter besonders gut auf einen Herd. Dadurch heizt sich der Schmortopf schnell auf und die Herdplatte erwärmen nicht die Seitenwände des Bräters. Es geht also keine Energie verloren.

Auch das Gewicht gehört zu einer einfachen Handhabung. Gerade die Bräter aus Gusseisen fallen hier negativ auf, da das Material sehr schwer ist. Produkte aus Edelstahl, Aluguss oder Stahlemaille sind mit zwei bis drei Kilo deutlich leichter.

vgl logo Bräter-TestVerfügen Sie über eine Glaskeramik-Herdplatte, sollten Sie den Bräter beim Umstellen stets anheben. Die Platten sind sehr anfällig für Kratzer. Ein kleines Salzkorn unter dem Bräter kann durch dessen hohes Gewicht schon tiefe Kratzer hinterlassen. Da Bräter auch für Induktionsherde geeignet sind, sollten Sie auch bei diesen darauf achten, die schweren Bräter anzuheben, bevor sie verstellt werden.

Bräter Reinigung in der Spüle

Beschichtete Bräter lassen sich besonders einfach reinigen. Warmes Wasser, Spülmittel und ein weicher Schwamm reichen aus. (Abb. Karcher)

3.2. Reinigung: Beschichtete Bräter lassen sich einfach reinigen

Reinigung von hartnäckigem Schmutz

Wird der Bräter trotz vielem Schrubben nicht sauber, können Sie mit etwas Backpulver und Wasser nachhelfen. Füllen Sie das Wasser in den Bräter und geben das Backpulver hinzu. Anschließend lassen sie diese Mischung für einige Minuten kochen. Ist noch nicht alles entfernt, wiederholen Sie den Vorgang und lassen das Wasser länger kochen.

Bräter Reinigung

Lassen Sie Ihren Bräter vollständig abkühlen, bevor Sie ihn reinigen. Im Test haben wir Milch anbrennen lassen, um zu überprüfen, wie leicht sich die Kruste in den verschiedenen Brätern entfernen lässt.

Nachdem die Bräter abgekühlt waren, wurden sie mit warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Schwamm gereinigt. Der beste Bräter für eine einfache Reinigung ist beschichtet. Bei diesen Produkten mussten wir nicht lange schrubben oder wischen, bis die angebrannte Milch entfernt war.

Bei Edelstahl-Brätern war die Reinigung per Hand etwas schwieriger. Trotz minutenlangem Einweichen mussten wir viel und stark schrubben, damit die Schmortöpfe wieder sauber wurden.

Auch die Spülmaschine konnte bei diesen Produkten nicht jeglichen Schmutz beseitigen. Bei emaillierten Brätern fiel die Reinigung ebenfalls etwas schwerer, obwohl die Emaille als Antihaftbeschichtung gilt.

Am schwierigsten war allerdings die Reinigung der unbeschichteten Gusseisen-Bräter. Die angebrannte Milch hat sich sehr schwer entfernen lassen. Zwar dienen eingebrannte Speisereste als Patina, allerdings mögen einige Menschen den Gedanken nicht, eingebranntes Essen im Topf zurückzulassen.

Die Patina ist wie eine Beschichtung für Produkte aus Gusseisen. Dadurch bleiben Speisen nicht mehr als Topf haften und die Soßen werden schmackhafter.

Das Einbrennen der Patina wird häufig durch die Hersteller selbst vorgenommen. Wollen Sie den Gusseisen-Bräter selbst einbrennen, empfehlen wir die Verwendung von pflanzlichem Öl, da sich dieses besser auf das Material setzt.

Bräter im Ofen

Damit die Schwarte knusprig wird, muss der Krustenbraten im Bräter-Test regelmäßig mit Flüssigkeit übergossen werden. (Abb. Krüger)

3.3. Griffe: Große Griffe erleichtern den Transport

Bräter mit Braten im Ofen

Auch beim Herausholen aus dem Ofen sind große Griffe am Bräter mit mehr Fläche praktisch. (Abb. Krüger)

Damit die Bräter transportiert werden können, sind stabile Griffe erforderlich. Bei Aluguss- und Gusseisen-Brätern sind die Griffe besonders stabil, da diese nahtlos in den Schmortopf übergehen. Dies hat den Vorteil, dass die Henkel nicht abfallen oder abgebrochen werden können.

Allerdings sind die Griffe von den Aluguss-Brätern im Test häufig sehr klein. Durch diese geringe Grifffläche lassen sich die Produkte mit dicken Ofenhandschuhen schwer aus dem Ofen oder vom Herd heben.

Die Griffe der Edelstahl-Bräter sind entweder verschraubt oder angeschweißt. Zwar ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass sich diese Schweißnähte lösen, allerdings können diese angeschweißten Griffe einfacher abbrechen, als die Griffe der Gusseisen-Produkte.

Zudem fielen die Henkel der Edelstahl-Bräter durch eher scharfe Kanten auf, die bei hohem Gewicht im Bräter schnell einschneiden können. Die Henkel der Bräter aus Gusseisen ließen sich im Test einfach umfassen und schnitten auch durch schwere Lebensmittel im Schmortopf nicht in die Hand ein.

Bräter OfenhandschuheDie Griffe der Bräter werden sowohl auf dem Herd als auch im Ofen sehr heiß. Denken Sie beim Bewegen der Schmortöpfe daran, Topflappen oder Ofenhandschuhe zu verwenden, damit Sie sich nicht die Finger verbrennen. Gleiches gilt natürlich beim Entfernen des Deckels der Bräter.

3.4. Deckel: Kann häufig als Pfanne genutzt werden oder fördert mit Noppen die Wasserzirkulation

Der Deckel des Bräters verfügt häufig über bestimmte Eigenschaften. Viele Deckel können beispielsweise auch als Pfanne genutzt werden. So können Sie in dem Bräter beispielsweise das Fleisch anbraten, währen im Deckel Gemüse schmort.

Da Bräter für den Backofen geeignet sind und hohe Temperaturen aushalten, sollten Sie darauf achten dass der komplette Bräter mit Deckel in den Ofen gestellt werden kann. In der Regel sind die Deckel aus demselben Material gefertigt. Allerdings gibt es auch Bräter mit einem Deckel aus Glas. Diese Deckel halten Temperaturen bis 175 °C aus.

Befinden sich am Deckel Kunststoffknöpfe, sollte der Bräter mit Deckel nur bis maximal 145 °C in den Ofen gestellt werden, da die Kunststoffelemente sonst schmelzen.

Ein weiteres mögliches Merkmal der Deckel sind Noppen. Durch diese Beulen im Deckel wird die Wasserzirkulation im Bräter verbessert. Dadurch müssen Sie weniger oft Wasser nachgießen. Durch einen Aromaknopf im Deckel können Sie auch beständig Wasser nachgießen, ohne den Deckel anheben zu müssen.

Bräter Deckel-Features

Verschiedene Deckel-Funktionen (v. l. n. r.): Der Deckel kann als Bratpfanne genutzt werden, der Aromaknopf sorgt für stetige Wasserzufuhr, Noppen fördern die Wasserzirkulation und der Deckel kann als Grillpfanne genutzt werden.

Zwischenfazit – Handhabung

Bräter zwischenfazit handhabungZwischenfazit: Ein potentieller Bräter-Testsieger verfügt im Idealfall über große Griffe, die direkt in den Bräter übergehen, ist möglichst leicht und oval oder rund geformt. Zudem verfügt er über eine Beschichtung, damit die Reinigung des Bräters erleichtert wird. Der beste Bräter komm mit Zusatzfunktion am Deckel.

Zur einfacheren Reinigung ist ein beschichteter Bräter einem normalen Edelstahl-Bräter vorzuziehen. Obwohl beide Produkte auch in der Spülmaschine gereinigt werden können, sind beschichtete Bräter leichter per Hand zu reinigen. Gusseisen-Bräter sollten nur per Hand gereinigt und gut abgetrocknet werden, damit sich kein Flugrost bildet.

Bräter Deckel Herdplatte

Bei diesem rechteckigen Bräter aus Edelstahl können Sie sowohl den Deckel, als auch den Schmortopf während des Kochens verwenden. Der Deckel kann als Pfanne genutzt werden. (Abb. Berndes)

4. Bräter-Test 2020 – Kochfunktion: Bräter sind bis 260 °C backofenbeständig

Das zweite wichtige Kriterium für einen guten Bräter ist die Kochfunktion. Neben einer einfachen Handhabung sollten die gekochten Gerichte schmackhaft werden und auch möglichst lange warm bleiben. Damit auch möglichst große Speisen hineinpassen ist außerdem eine große Füllmenge zu empfehlen.

In den folgenden Kapiteln zeigen wir Ihnen, wie wir die Kriterien in der unten stehenden Tabelle getestet haben.

Kategorie Kriterien
Kochfunktion
Gewichtung im Test: 50 %Bräter Kochfunktion
  • Wärmespeicherung
  • Ergebnis des Krustenbratens
  • Füllmenge
  • Backofenbeständigkeit

4.1. Wärmespeicherung: Nach 30 Minuten war der Inhalt des besten Bräters 16 °C kälter

Um die Wärmespeicherung der Bräter zu testen haben, wir in den Schmortöpfen Wasser aufgekocht. Bei einer Temperatur von 97 °C haben wir den Bräter dann mit geschlossenem Deckel auf Korkuntersetzer gestellt. Nach 30 Minuten haben wir die Wassertemperatur erneut gemessen.

Die Edelstahlbräter schnitten in diesem Test sehr gut ab. Nach Ablauf der Zeit hatte das Wasser noch immer eine Temperatur von etwa 81 °C. Somit wäre das gekochte Gericht bei einem Nachschlag noch warm genug, um es sofort zu verspeisen.

Auch in den Gusseisen- und Aluguss-Brätern wurde das Wasser warm gehalten. Die Temperaturen lagen hier zwischen 74 °C und 79 °C. Auch diese Speisen wären nach einer halben Stunde noch warm genug, damit sie ohne erneutes Aufwärmen gegessen werden könnten.

Bräter Materialvergleich

Bräter können aus verschiedenen Materialien bestehen. (V. l. n. r.) Aluguss, Edelstahl, Stahlemaille und Gusseisen.

4.2. Ergebnis des Krustenbratens: Knusprig mit guter Soße im Aluguss-Bräter

Damit wir etwaige Unterschiede im Geschmack der Speisen je nach Bräter feststellen können, haben wir in jedem der getesteten Produkte dieselbe Menge und Art Krustenbraten zubereitet.

Wichtig war uns dabei, dass die Schwarte knusprig wird und das Fleisch durch eine gute Wärmeverteilung gleichmäßig gart und zart wird.

Und ja, das Fleisch aller Krustenbraten war gleichmäßig gegart. Bei der Kruste und der entstandenen Soße wurden allerdings Unterschiede bemerkbar: Die beste Kruste kam aus einem Aluguss-Bräter. Auch die Soße wurde in den Gusseisen- und Aluguss-Produkten besser eingekocht.

Bei allen anderen Brätern war die Schwarte knusprig, aber noch nicht ganz perfekt.

4.3. Füllmenge: Ab sechs Litern passen auch Gänse in den Bräter

schwerer Bräter

Nur weil ein Bräter schwer ist, muss er nicht schlecht sein. Das Gewicht erschwert lediglich den Transport des Schmortopfes. (Abb. Le Creuset)

Um die Herstellerangaben zu überprüfen, haben wir die Bräter mit Wasser gefüllt. Damit der Füllstand auch für das Kochen realistisch ist, haben wir etwa einen fingerbreit unterhalb des Randes frei gelassen.

Die größten Bräter konnten sieben bis acht Liter Wasser fassen. In diesen Produkten lassen sich besonders große Lebensmittel zubereiten.

Am häufigsten passten zwischen fünf und sechs Litern in die Bräter. Ab sechs Liter kann ein Bräter eine Gans zwischen vier und fünf Kilo fassen. Der kleinste Bräter konnte nur mit fast vier Litern Wasser gefüllt werden. Darin können Sie zwar ein Hähnchen zubereiten, aber keine größeren Gänse.

4.4. Backofenbeständigkeit: Alle Materialien sind bis 260 °C beständig

Damit die Bräter auch den hohen Tempertaturen eines Backofens standhalten können, sollten sie bis mindestens 260 °C hitzebeständig sein. Alle getesteten Materialien können also bedenkenlos in den Ofen gestellt werden.

Achten Sie allerdings auf die Beschaffenheit des Deckels und der Knöpfe oder Griffe. Ein Bräter mit Glasdeckel sollte nicht bei höheren Temperaturen als 175 °C in den Ofen, da das Glas sonst reißen kann.

Befinden sich Henkel oder Knöpfe aus Kunststoff an dem Schmortopf, sollte er bei Temperaturen bis 140 °C in den Backofen gestellt werden. Sind die Temperaturen höher, können die Griffe oder Knöpfe schmelzen.

RömertopfEin Bräter aus Ton (wird auch Römertopf genannt) kann sogar noch höhere Temperaturen aushalten. Allerdings gehört der Römertopf nicht wirklich zum Typ „Bräter“, da er nicht auf dem Herd verwendet werden kann. Bräter für Induktionsherde sind aus Edelstahl, Gusseisen, Aluguss oder Stahlemaille gefertigt.

Bräter in der Küche

Einige Bräter werden mit Zubehör wie Ofenhandschuhen oder einem Bratenthermometer geliefert. Denken Sie daran, den heißen Bräter nie mit bloßen Händen anzufassen.

Zwischenfazit – Kochfunktion

Bräter zwischenfazit kochfunktionZwischenfazit: Gerade die Wärmespeicherung der verschiedenen Bräter kann stark variieren. Kochen Sie für mehrere Personen oder nehmen Sie sich gern einen Nachschlag, sollten Sie darauf achten, dass der Schmortopf das Essen lange warm hält. Hierfür eignet sich Edelstahl besonders gut. Auch Gusseisen und Aluguss halten die Speisen lange warm.

Haben Sie Interesse an einem Bräter, der möglichst große Lebensmittel fassen kann, sollten Sie auf die Füllmenge Wert legen. Im Test konnten zwischen acht und vier Litern gefasst.

Die Backofenbeständigkeit der Bräter hängt in der Regel vom Material des Deckels und der Griffe oder der Knöpfe ab. Sind der Deckel aus Glas oder die Henkel und Knöpfe aus Kunststoff, verringert sich die Maximaltemperatur.

Bräter Aromaknopf

Der Aromaknopf kann nur wenig Wasser fassen (einige Milliliter). Durch eine kleine Öffnung tropft dieses dann stetig in den Bräter hinein.

5. Fragen und Antworten rund um Bräter

5.1. Welches Material ist für einen Bräter das Beste?

Bräter testen

Einige Bräter müssen nicht per Hand gespült werden, sondern können zusammen mit Ihrem Geschirr in die Spülmaschine. Trocknen Sie ihn anschließend gut ab, damit keine Wasserflecken entstehen.

Unsere Bräter-Empfehlung hängt von Ihren Nutzungsabsichten ab. Edelstahl eignet sich besonders gut, wenn Sie Ihre Speisen möglichst lange warm halten wollen. Zudem können Sie den Deckel in den meisten Fällen noch zusätzlich als Pfanne nutzen.

Aluguss-Bräter sind besonders leicht und kochen die Soße des Gerichts gut ein. Allerdings sind die Griffe meist sehr klein und liegen eng an dem Bräter, sodass die Verbrennungsgefahr sehr hoch ist.

Gusseisen-Bräter sind zwar sehr schwer, allerdings können Sie auch mit diesen Schmortöpfen besonders aromatische Speisen kochen. Im Test haben diese Produkte vor allem durch die stabilen und großen Griffe sowie durch ein hohes Fassungsvermögen überzeugt.

5.2. Kann ein Bräter auf dem Induktionsherd genutzt werden?

Ja, Sie können auch auf einem Induktionsherd einen Bräter benutzen. Mittlerweile werden die Schmortöpfe so hergestellt, dass sie auf allen Herd-Arten genutzt werden können. Wie bei allen anderen Herden gilt auch beim Induktionsherd: Damit der Bräter das CERAN®-Kochfeld nicht beschädigt, sollten Sie ihn beim Umstellen anheben.

Wissen Sie nicht genau, welches Öl sich am besten zum Anbraten im Bräter eignet? Die Stiftung Warentest hat die häufigsten Fragen rund um Speiseöle beantwortet. Olivenöl und Rapsöl sind beispielsweise sehr gesund und Sonnenblumenöl sollte besser nicht zum starken Anbraten genutzt werden.