Das Wichtigste in Kürze
  • Gusseisen leitet Wärme besonders gut und gleichmäßig weiter. Ein gusseiserner Bräter kann somit sehr schonend Ihre Gerichte garen, braten und schmoren.
  • Die Patina ist die natürliche Antihaftbeschichtung von Gusseisen-Brätern. Einige Geräte werden mit bereits eingebrannter Patina geliefert, bei anderen muss sie selbst eingebrannt werden.
  • Anders als Bräter aus Edelstahl oder Aluguss, sind Bräter aus Gusseisen für jeden Herd geeignet. Auch auf einem Induktionsherd können die Gerichte angebraten und geschmort werden.

Gusseisen Bräter Test

Ob Schnellkochtopf, Gusspfanne, Wok oder Bräter – laut einer Statistik der AWA (Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse) kochen etwa 57 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig oder gelegentlich. Nicht nur das Kochgeschirr selbst unterscheidet sich, sondern auch die Materialien. Gängige Materialien, die man bei Töpfen und Co. findet, sind Edelstahl, Gusseisen, Kupfer, Aluminium oder Aluguss. Gerade bei gusseisernen Geräten denkt man oft an die alte Stube von Oma und erinnert sich an die leckeren Gerichte, die sie für die Familie gekocht hat.

Gusseisen Bräter Schweden

Die Schmortöpfe werden in vielen Ländern hergestellt. Der Gusseisen-Bräter aus Schweden ist von Skeppshult.

Solche gusseisernen Töpfe, Pfannen oder Bräter können mit der richtigen Pflege sogar Generationen überleben, da das Material sehr langlebig ist. Gerade für große Schmor- oder Bratgerichte eignet sich ein Bräter besonders gut. Er kann nicht nur auf dem Herd stehen und das Essen anbraten, sondern passt auch optimal in den Ofen. Neben einer Gans oder einem Braten finden in den großen Schmortöpfen auch Brotteige Platz. Der Bräter ist in der Küche vielseitig einzusetzen und sollte in keinem Haushalt fehlen.

In unserer Kaufberatung für gusseiserne Bräter 2020 erfahren Sie, was das besondere an Gusseisen ist, warum eine Patina für den Geschmack unverzichtbar ist und wie Sie Ihren Bräter pflegen sollten, damit er auch lange in der Küche einsatzbereit bleibt.

1. Weniger Fett dank der Patina im Gusseisen-Bräter?

Durch seine Größe hat der Bräter einen Vorteil gegenüber der üblichen Pfanne oder dem Kochtopf – er kann auch größere Gerichte zubereiten, wie zum Beispiel ganze Gänse oder Braten. Das Familien-Festmahl muss also nicht auf mehrere Töpfe verteilt werden. Für das Schmoren und Braten eignen sich Bräter aufgrund ihrer Größe besonders – er kann bis zu 8 Liter fassen.

Induktionsgeeignet

Viele Haushalte haben einen modernen Induktionsherd zu Hause. Auch der Bräter aus Gusseisen ist induktionsgeeignet.

Doch nicht nur das Fassungsvermögen macht den Bräter besonders. Auch das Material ist von Bedeutung. Gusseisen nimmt die Wärme des Herds oder Ofens auf und gibt sie gleichmäßig wieder ab. Dadurch wird das Gericht nicht von der Mitte nach außen hin gegart, sondern an allen Stellen gleichzeitig erhitzt. Mit geschlossenem Deckel wird die Wärmezirkulation in dem gusseisernen Schmortopf gefördert.

Durch die gleichmäßige Verteilung der Wärme können Sie in gusseisernen Brätern Aufläufe zubereiten und sogar Kuchen oder Brot backen. Durch die gute Wärmeleitung von Gusseisen können Sie beim Kochvorgang schnell von der hohen Stufe auf eine mittlere herunterschalten und so Energie sparen (bspw. von Stufe 9 auf Stufe 5). Auch bei der mittleren Temperatureinstellung kann das Gericht garen und ein leckeres Aroma entfalten. Bräter, die mit Emaille beschichtet sind, sind zudem spülmaschinenfest und gegen Säure beständig.

Die Patina

Die Patina ist eine eingebrannte Fettschicht auf gusseisernen Brätern. Sie sorgt dafür, dass beim Kochen nur noch wenig Fett oder Öl benötigt wird und sie erleichtert die Reinigung der Bräter. Durch diese Patina entsteht zudem eine natürliche Antihaftbeschichtung. Außerdem erhalten die Gerichte dadurch ein besonders leckeres Aroma. Wenn Sie Gusseisen-Bräter reinigen, achten Sie darauf, die Patina nicht zu zerstören, indem Sie den Topf nur mit einem Tuch auswischen oder mit warmem Wasser ausspülen.

Auch unbehandeltes Gusseisen hat eine gewisse Antihaftbeschichtung und zwar die so genannte Patina. Diese müssen Sie selbst einbrennen. Sie sollten gusseiserne Schmortöpfe daher nicht mit Spülmittel abwaschen, da die Patina sonst zerstört wird. Wir empfehlen, das Küchengerät mit einem trockenen Papiertuch auszuwischen oder nur mit warmem Wasser zu spülen.

Gusseisen-Bräter eignen sich für jeden Herd-Typ. Auch auf Induktionsherden kann mit gusseisernen Schmortöpfen gekocht werden. Zudem können auch Allergiker emaillierte Gusseisen-Bräter ohne Sorge verwenden, da die Oberfläche beim Bratvorgang keine Stoffe wie Eisen absondert. Unbehandeltes Gusseisen hingegen reichert die Speisen beim Kochen mit Eisen an.

Folgend haben wir die Vor- und Nachteile von Gusseisen-Brätern im Vergleich zu Edelstahl oder Aluguss-Brätern für Sie zusammengefasst.

  • gleichmäßige Wärmeleitung
  • mittlere Temperaturen (energiesparend) ausreichend für optimales Aroma
  • lange Lebensdauer
  • sehr hitzebeständig
  • natürliche Antihaftbeschichtung
  • sehr robust
  • kann bei falscher Pflege rosten
  • sehr schwer
  • sollte mit der Hand abgewaschen werden

2. Welche anderen Bräter-Typen gibt es außerdem?

Neben dem Gusseisen-Bräter, sind Bräter aus Edelstahl oder Aluguss sehr weit verbreitet. Falls Ihnen das Gusseisen als Material also zu schwer ist, können diese Materialien eine Alternative bieten. Beachten Sie allerdings, dass diese Bräter häufig nicht auf einem Induktionsherd nutzbar sind. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Bräter mit sich bringen, haben wir in folgender Tabelle für Sie aufgelistet.

Typ Besonderheit
Gusseisen

Skeppshult Gusseisen Bräter

natürliche Antihaftbeschichtung

mittlere Temperaturstufen vom Herd sind ausreichend

unbehandeltes Gusseisen reichert das Gericht mit natürlichem Eisen an

x sehr schwer (bis zu 10 kg)

x Patina muss häufig selbst eingebrannt werden

Aluguss

Aluguss Bräter

leitet schnell Wärme

mit Keramik oder Emaille beschichtet (für fettarmes Kochen)

manchmal mit Aromaknopf (vereinfacht es, Flüssigkeiten hinzuzufügen)

x dünnes Material kann sich verziehen (meist nur bei Pfannen)

x relativ schwer (bis zu 5 kg)

Edelstahl

Edelstahl Bräter

einfache Reinigung

meist günstiger

relativ leicht (3 bis 4 kg)

x nicht für scharfes Anbraten

x entwickelt kein spezielles Röstaroma

Römertopf

Römertopf

besonders sanftes Garen

oft aus Ton/Keramik

keine Flüssigkeitszugabe notwendig

x nur im Ofen nutzbar

x Spülmittelreste können in den Poren haften bleiben

Vorsicht: Bei allen Brätern und Schmortöpfen sollten Sie beachten, dass die Henkel sehr heiß werden. Verwenden Sie unbedingt Topflappen oder Ofenhandschuhe.

3. Kaufkriterien für Gusseisen-Bräter: Das sollten Sie beachten

Beim Kauf eines Bräters gibt es einige Dinge berücksichtigen: Wie viel passt hinein? Hat der Topf eine Beschichtung? Wie groß und schwer ist er? Funktioniert der Bräter auf dem Induktionsherd? Um Ihren persönlichen Gusseisen-Bräter-Testsieger zu finden, sollten Sie beim Kauf auf folgende Kriterien achten, die auch in verschiedenen Gusseisen-Bräter-Tests untersucht werden.

3.1. Gewicht: Oberarmtraining in der Küche

Gusseisen ist ein sehr schweres Material. Ein Bräter, der 8 Liter fassen kann, bringt auch meist ein hohes Gewicht mit sich – zwischen 8 und 9 Kilogramm. Wenn Sie mit dem Gerät kochen, müssen Sie es gegebenenfalls durch die Küche tragen. Leichtere Modelle haben meist ein kleineres Fassungsvermögen, sind kostengünstiger und einfacher zu handhaben. Größeren und günstigeren Gusseisen-Brätern mangelt es oft an der Qualität.

3.2. Maße und Fassungsvermögen: Mindestens 6 Liter

Essen im Eisenguss Bräter

Der Bräter sollte keinen Temperaturschocks ausgesetzt werden. Zu viel kaltes Wasser im heißen Topf kann dazu führen, dass er zerspringt.

Damit Sie den Bratentopf auch in Ihrer Küche lagern können, achten Sie auf die Maße des Geräts. Wenn Sie nur eine kleine Küche haben, eignet sich ein kleinerer Schmortopf eventuell besser. Kleine Bräter sind etwa 20 cm breit und die größten 33 cm.

Auch die Größe Ihrer Kochfläche spielt bei dieser Kategorie eine Rolle, denn womöglich passt ein größerer Bräter gar nicht auf Ihren Herd oder gar in Ihren Backofen. Ein Kochfeld ist üblicherweise 60 cm breit und ein Backofen hat etwa eine Breite von 55 cm.

Die Produkte in unserem Gusseisen-Bräter-Vergleich haben ein hohes Fassungsvermögen, damit auch eine Gans, ein Braten oder ähnlich große Gerichte darin leicht zuzubereiten sind. Ein guter Bräter sollte also mindestens 30 cm lang sein und mindestens 6 Liter fassen, damit diese Festmahle darin Platz finden.

3.3. Emailliert oder ohne Beschichtung

Ob der Bräter beschichtet ist oder nicht, spielt vor allem bei der Reinigung des Geräts eine Rolle. Die Beschichtung sorgt dafür, dass der Bratentopf auch in die Spülmaschine gestellt werden kann. Doch für beide Bräter-Typen gilt: besser mir der Hand abwaschen. Wenn Sie den Gusseisen-Bräter reinigen, sollten Sie darauf achten die Patina nicht zu zerstören, da diese für besondere Röstaromen beim Kochen sorgt.

Tipp: Um Fleisch scharf anzubraten, muss das Öl sehr heiß werden. Nicht jedes Öl ist dafür geeignet, da einige vor Erreichen der benötigten Temperatur verdampfen (z.B. Olivenöl). Hoch erhitzbares Öl wie zum Beispiel Raps- oder Sonnenblumenöl sind besser zum Braten oder Anbraten geeignet.

Der Hersteller Skeppshult spezialisiert sich mit seinem Sortiment ausschließlich auf gusseiserne Kochgeräte. Rennomierte Marken wie Le Creuset, Staub oder WMF bieten ihre hochwertigen Bräter im Bereich zwsichen 96 und 240 Euro an. Auch weitere Hersteller konzentrieren sich auf Kochgeschirr aus verschiedenen Materialien.

  • WMF
  • Le Creuset
  • Staub
  • Skeppshult
  • Fissler
  • Fisko
  • Krüger
  • Miele
  • Carl Victor
  • Küchenprofi
  • AMT
  • Woll
  • Ballarini

gusseisen-breater

4. Pflege und Reinigungstipps: Wie überlebt der Bräter Generationen?

Gusseisen Reinigung

Anders als Ihrem Topfset sollten Sie dem Gusseisen-Bräter kein Schaumbad geben.

Wollen Sie einen Gusseisen-Bräter kaufen, sollten Sie diesen richtig pflegen, damit er eine hohe Lebensdauer in Ihrer Küche hat. Auch der beste Gusseisen-Bräter kann bei falscher Reinigung anfangen zu rosten. Um dem vorzubeugen, sollten Sie ihren Bräter nicht zu häufig abwaschen oder zu heftig mit der Bürste schrubben und darauf achten, dass er so abgetrocknet wird, dass er keine feuchten Stellen mehr aufweist.

Auch sollten Sie es vermeiden, Ihre Gerichte zu lange in dem Bräter liegen zu lassen. Sobald der Schmortopf abgekühlt ist, sollten Sie das restliche Essen entfernen und ihn säubern. Gusseisen reinigen Sie am besten mit warmem Wasser. Am besten ist es immer, wenn Sie den Bräter nach dem Gebrauch einfach mit einem trockenen Küchentuch auswischen.

5. Einbrennen der Patina

Die Patina ist eine Schicht aus eingebranntem Fett. Einen Gusseisen-Bräter einbrennen ist nicht schwer:

  1. Geben Sie mehrere Zentimeter Öl in Ihr gusseisernes Kochgeschirr und erhitzen Sie es so lange, bis es dampft.
  2. Wiederholen Sie diesen Vorgang zwei- bis dreimal mit dem gleichen Öl.
  3. Lassen Sie den Bräter etwas abkühlen und schütten das warme Öl weg.
  4. Wischen Sie den Bratentopf mit einem Stück Küchenrolle trocken.

Einige Gusseisen-Bräter werden vom Hersteller bereits eingebrannt, sodass man den Vorteil einer Patina bereits nutzen kann. Soßen werden durch das abgegebene Aroma der Patina besonders lecker. In einer Gusspfanne wird nur wenig Fett zum Anbraten benötigt.

6. Fragen und Antworten rund um gusseiserne Bräter

6.1. Was macht man gegen Rost am Eisenguss-Bräter?

Sollte Ihr gusseiserner Topf einmal Rost ansetzen, dann können diese Stellen mit Stahlwolle behandelt werden. Anders als bei anderen Materialien (bspw. Teflon) wird das Material dadurch nicht zerstört, sondern lediglich der Rost entfernt. Reiben Sie den Bräter anschließend mit Rapsöl ein und brennen ihn erneut ein, damit die eventuell entfernte Patina wieder entstehen kann.

6.2. Was ist zu tun, wenn das nicht emaillierte Gusseisen einen Kratzer hat?

Auflauf im Bräter

Dank der Wärmeleitung können im Bräter auch Aufläufe, Kuchen oder Brot gebacken werden.

Wenn ihr Gänsebräter aus Gusseisen doch mal einen Kratzer abbekommen hat, empfehlen wir Ihnen ein paar Tropfen Öl auf die betroffene Stelle zu träufeln. Dies verhindert, dass sich Rost bildet. Bei den nächsten Nutzungen des Bräters wird der Kratzer wieder verschwinden. Meist handelt es sich bei dem Kratzer bloß um die Beschädigung der Patina, was sich leicht wieder beheben lässt.

6.3. Wie gehen klebende Essensreste ab?

Der Vorteil von Gusseisen-Brätern ist eigentlich, dass die Speisen nicht haften bleiben. Falls dies doch passiert, ist Ihr Kochgeschirr zu trocken geworden. Die Lösung für dieses Problem ist einfach: Viel Salz in den Bräter geben und diesen auf einen warmen Herd stellen, damit die Essensreste ausgebrannt werden. Das Salz sollten Sie anschließend entsorgen und den Bräter mit etwas Öl einreiben.

6.4. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Gusseisen-Bräter-Test durchgeführt?

Einen Gusseisen-Bräter-Test gab es bei der Stiftung Waren bisher noch nicht. Jedoch wurden 2015 Pfannen unter die Lupe genommen. Was die Materialien und die Beschichtung betrifft, sind sich Pfannen und Bräter sehr ähnlich. Lesen Sie hier einige Tipps, die das Material und die Beschichtung betreffen. So eignet sich Gusseisen bspw. besonders gut für Schmorgerichte und zum scharfen Anbraten. Edelstahl ist ein schlechter Wärmeleiter und sollte nicht von Nickelallergikern genutzt werden und Aluminium eignet sich für Fischgerichte.

Da Aluminium meist beschichtet ist, sollte es auch nicht zu stark erhitzt werden. In der Ausgabe 03/2015 können Sie den kompletten Artikel lesen.