Das Wichtigste in Kürze
  • Vitamin D ist für den Knochenstoffwechsel und den Kalziumhaushalt verantwortlich. Es wird auch das Sonnenvitamin genannt, weil der Körper es unter Einstrahlung von UV-Licht selbst produzieren kann.
  • Vitamin-D-Präparate helfen den Vitamin-D-Spiegel des Körpers zu erhöhen. Sie sind besonders für Risikogruppen empfehlenswert, die häufiger als andere unter Vitamin-D-Mangel leiden: Babys und Kleinkinder, Personen mit dunkler Hautfarbe und ältere Menschen.
  • Die Vitaminpräparate gibt es als Kapseln, Tabletten oder Tropfen. Tropfen sind leicht einzunehmen, aber meist nicht sehr lange haltbar. Kapseln sind bereits vordosiert, allerdings teilweise ungeeignet für Personen mit Schluckbeschwerden. Tabletten kommen am häufigsten vor: Sie sind in der Regel wasserlöslich, weisen aber oft Füllstoffe auf. Besonders bekannt sind die Vigantoletten.

Im Vitamin-D-Präparate Test informieren wir Sie rund ums Thema.

In den letzten Jahren ist ein regelrechter Hype um Nahrungsergänzungsmittel entstanden. Ob für sportliche oder gesundheitliche Zwecke – für jeden vermeintlichen Mangel gibt es mittlerweile ein Produkt auf dem Markt. Auch Vitamine bleiben nicht außen vor. Besonders das Sonnenvitamin D wird verdächtigt, bei vielen Menschen unterrepräsentiert zu sein. Tatsächlich ergeben Studien, dass ein Gros der Bevölkerung zu wenig davon produziert. Doch müssen es gleich Vitamin-D-Präparate sein, die Abhilfe schaffen, oder hilft schon der Konsum von Vitamin-D Lebensmitteln und vermehrter Sonneneinstrahlung?

In den meisten Fällen werden Vitamin D Präparate für das Baby und ältere Menschen empfohlen. Wenn auch Sie Vitamin-D-Präparate kaufen, sollten Sie sich daher zuvor gut informieren und die Vor- und Nachteile abwägen. Hierzu informieren wir Sie im Vitamin-D-Präparate-Ratgeber ausführlich über alle wichtigen Kriterien und Kategorien rund um das Thema Vitamin D. Wir zeigen Ihnen eine breite Palette an Produkten, von günstigen Vitamin-D-Präparaten über teure Artikel bis hin zu den verschiedenen Darreichungsformen. Zudem empfehlen wir Ihnen unseren Vitamin-D-Präparate-Vergleichssieger 2020.

1. Das Sonnenvitamin: Dient Vitamin-D als Nahrungsergänzung?

Vitamin-D-Präparate-Test

Vitamin-D-Präparate sind als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich.

Unter Vitamin D versteht man eine ganze Gruppe von sogenannten fettlöslichen Vitaminen. Am bedeutendsten für den Menschen sind Vitamin D2 und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Vitamin D ist vor allem für den Knochenstoffwechsel, also den Auf- und Abbau der Knochensubstanz, und für den Kalziumhaushalt des Menschen verantwortlich.

Der Kalziumhaushalt ist sehr wichtig für eine Reihe von physiologischen Prozessen, die sich im Körper abspielen. Vitamin D unterscheidet sich von allen anderen Vitaminen, weil der Körper bis zu 80 % des Bedarfs selbst produzieren kann, indem die Haut – unter der Einwirkung von UV-B-Strahlen der Sonne – das Vitamin herstellt. Nur ein geringer Teil des Vitamin D wird über die Nahrung zugeführt (etwa 20 % des täglichen Vitamin-D-Bedarfs).

Bei Vitamin D handelt es sich also um einen für die Gesundheit wichtigen Stoff. Doch unter welcher Voraussetzung leidet man unter einem Vitamin-D-Mangel und sollte zu entsprechenden Substituten greifen? Woraus bestehen solche Vitamin-D-Präparate und worauf muss man beim Kauf achten? Diese und noch mehr Fragen beantworten wir in der folgenden Kaufberatung. Zudem zeigen wir Ihnen die besten Vitamin-D-Präparate auf dem Markt und informieren Sie ausführlich über wichtige Kategorien und Kriterien.

Übrigens können Vitamin D Präparate rezeptfrei sein, dann handelt es sich um Produkte, die als Nahrungsergänzungsmittel deklariert sind. Das macht sie allerdings nicht zu Öko-Produkten. Zudem gibt es das Vitamin-D-Präparat als apothekenpflichtiges Arzneimittel. Im Vitamin-D-Präparate-Vergleich 2020 informieren wir sie ausschließlich über Nahrungsergänzungsmittel und apothekenpflichtige Arzneimittel, die ohne Rezept frei verkäuflich sind.

Hinweis: Ebenso wie andere Nahrungsergänzungsmittel, können auch Vitamin-D-Präparate eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen.

1.1. Vitamine von A – K

Sonnenlicht ist der wichtigste Vitamin-D-Lieferant.

Sonnenlicht ist der wichtigste Vitamin-D-Lieferant.

Um die Frage zu beantworten, was Vitamin D eigentlich genau ist, stellt sich erst einmal die Frage: Was sind eigentlich Vitamine?

Als Vitamine bezeichnet man Stoffe, die der Körper an vielen Stellen benötigt. Das Problem ist dabei: Der Körper kann Vitamine, abgesehen von einigen Ausnahmen, nicht selber herstellen. Sie müssen also über die Nahrung zugeführt werden. Man unterscheidet zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen:

  • Wasserlösliche Vitamine: Diese lösen sich in Wasser und werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden.
  • Fettlösliche Vitamine: Diese Vitamine benötigen als Transportmedium Fett, um vom Körper gut aufgenommen zu werden. Sie können sich außerdem im Körper ablagern.

Damit sie einen Eindruck über die Vielzahl an Vitaminen erhalten und im Zuge welcher Ernährung sie aufgenommen werden können, hier ein kurzer Überblick:

Vitamin wichtig für … Zufuhr durch …
Vitamin A
  • Schleimhäute
  • Augen
  • Haut
  • tierische Lebensmittel z.B. Leber
  • Obst und Gemüse z.B. Karotten, Aprikosen
Vitamin B
  • Nerven
  • Stoffwechsel
  • Blutbildung
  • Vollkornprodukte z.B. Müsli
  • Fleisch
  • Fisch
  • Gemüse
  • Milchprodukte
Vitamin C
  • Bindegewebe
  • Immunsystem
  • Obst z.B. Zitrusfrüchte
  • Gemüse z.B. Brokkoli
Vitamin D
  • Knochen
  • Muskeln
  • Kalziumhaushalt
  • Sonnenlicht
  • Fisch z.B. Lachs, Hering
Vitamin E
  • Zellschutz
  • pflanzliche Öle
Vitamin K
  • Blutgerinnung
  • Blattgemüse z.B. Spinat, Salat

1.2. Wahrheit oder Gerücht: Allgemeiner Vitamin-D-Mangel

Osteoporose: Knochenschwund im Alter

Osteoporose ist eine Krankheit, die vor allem ältere Menschen betrifft. Im Prinzip handelt es sich um eine Verminderung der Knochenmasse, es wird also mehr Knochen ab- als aufgebaut. So kommt es häufiger zu Knochenbrüchen und in der Folge leiden Betroffene unter Schmerzen und Behinderungen. Osteoperose ist heutzutage gut therapierbar. Bewegung und Ernährung sind die ausschlaggebenden Faktoren, um Symptome einzudämmen.

Wie bereits weiter oben im Vitamin-D-Präparate-Ratgeber erläutert, nimmt das Vitamin D eine Sonderrolle ein, da es uns möglich ist, es selbst zu produzieren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschreibt die Funktion von Vitamin D folgendermaßen:

„Vitamin D regelt den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und fördert dadurch die Härtung des Knochens. Vitamin D ist aber auch noch an anderen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und hat außerdem Einfluss auf die Muskelkraft.“ (Bundesinstitut für Risikobewertung).

Folglich können die Symptome eines Vitamin D-Mangels verheerend sein. Bei kleinen Kindern oder Säuglingen bleibt die Knochenmineralisation auf der Strecke. Es kann also passieren, dass sie weich bleiben und sich verformen. Diese Krankheit bezeichnet man als Rachitis. Um das Risiko dieser Krankheit zu verringern, versorgen viele Eltern ihr Baby mit zusätzlichem Vitamin D.

Erwachsene können bei einem Vitamin D Mangel an einer Störung des Knochenstoffwechsels leiden. Hiervon sind insbesondere ältere Menschen betroffen, denn die körpereigene Vitamin-D-Produktion nimmt über die Jahre ab. Das resultierende Krankheitsbild nennt man Osteomalazie. Dies kann dazu beitragen, eine Osteoporose zu entwickeln. Bei dieser Krankheit werden die Knochen weicher und können leichter brechen, Hüftgelenk- und Oberschenkelhalsfrakturen sind häufig die Folge.

Allgemein sind die Vitamin-D Werte der hiesigen Bevölkerung im grünen Bereich. Laut BfR reicht es für eine ganzjährige Versorgung aus, ein halbes Jahr lang ca. ein Viertel der Körperfläche 5 – 25 min Sonnenlicht auszusetzen. Da Vitamin D zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, kann es vom Körper gespeichert werden. So ist auch im Winter die Versorgung mit Vitamin D gewährleistet. Wie viel Vitamin D über das Sonnenlicht und wie viel über die Nahrung aufgenommen werden muss, hängt allerdings von individuellen Faktoren wie dem Wohnort oder dem Alter ab.

Tipp: Ein Nahrungsmittel mit hohem Vitamin-D Gehalt ist Fettfisch wie Lachs oder Hering. In weniger nennenswertem Maße findet sich das Vitamin auch in Eigelb, Leber und Margarine.

Das BfR gibt als Referenzwert 20 Mikrogramm pro Tag an – so groß sei der Tagesbedarf bei fehlender Bildung durch den Körper. Ob man tatsächlich unter einem Mangel an Vitamin D leidet, könne über einen Bluttest herausgefunden werden. Als Indiz für einen Vitamin D Mangel gilt hierbei: Der Marker 25-Hydroxyvitamin D liegt in einem Liter Serum nur in einer Konzentration von unter 30 Nanomol vor. Bei einer Konzentration dieses Markers von 50 Nanomol/l, spricht das BfR von einer „guten Vitamin D-Versorgung“ (BfR).

2.3. Auf Verdacht? Vitamin-D-Präparate einnehmen

Immer mehr Menschen führen körperliche Schwächen auf einen Mangel an Vitamin D zurück. Viele Stimmen vermuten sogar einen allgemeinen Vitamin D Mangel in der Bevölkerung, bedingt durch das sonnenarme Klima hierzulande. In der Tat spricht das BfR von bis zu 60 % der Bevölkerung, die nicht das volle Potential von dem Vitamin ausnutzen. Allerdings sei dem, durch mehr Aufenthalt im Freien und das regelmäßige Verspeisen von Lebensmitteln mit Vitamin D, z.B. Fettfisch, durchaus beizukommen.

Nur in Ausnahmefällen sollte man zu Vitamin-D-Präparaten greifen. Zu den Risikogruppen, die von einem Vitamin D Mangel betroffen sein können, zählt das BfR vor allem Personen, die sich kaum unbedeckt in der Sonne aufhalten und ältere Menschen. Auch Säuglinge und kleine Kinder bedürfen einer zusätzlichen Vitamin-D-Versorgung.:

Die Einnahme von Vitamin D-Präparaten (also eine zusätzliche Zufuhr über die Ernährung hinaus) wird nur dann empfohlen, wenn eine unzureichenden Versorgung nachgewiesen wurde und wenn eine gezielte Verbesserung der Versorgung weder durch die Ernährung noch durch die körpereigene Vitamin D-Bildung durch Sonnenbestrahlung zu erreichen ist.

Bundesinstitut für Risikobewertung

2. Von Tropfen und Co: Welche verschiedenen Darreichungsformen gibt es?

Vitaminpräparate gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen. Doch ganz gleich welcher Typ, ob Tropfen, Tablette oder Kapsel – die Dosierungen unterscheiden sich dabei nicht.

2.1. Tropfen

Vitamin-D-Tropfen sind sehr leicht einzunehmen: ideal für Kinder und Senioren.

Vitamin-D-Tropfen sind sehr leicht einzunehmen: ideal für Kinder und Senioren.

Bei Vitamin D Tropfen ist das Vitamin D bereits in Fett gelöst. Meist wird hierzu natürliches Öl wie Orangenöl oder Kokosöl verwendet. So liegt das für fettlösliche Vitamine nötige Transportmedium bereits vor und das Vitamin kann im Körper sofort aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Vitamin D Tropfen meist keine zusätzlichen Füllstoffe oder Zusatzstoffe enthalten.

Zudem sind sie sehr leicht einzunehmen und können individuell dosiert werden. Besonders für Personen, die nicht gern Tabletten oder Kapseln schlucken, sind die Vitamin D Tropfen daher eine ideale Alternative. Allerdings fällt einigen die Dosierung auch etwas schwer, beispielsweise, wenn die Pipette Flüssigkeit ungenau aufnimmt oder abgibt. Außerdem sind Vitamin D Tropfen meist nicht so lange haltbar wie Vitamin D Produkte in Kapsel- oder Tablettenform. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile von Tropfen im Überblick:

  • leicht einzunehmen
  • oft angenehmes Aroma
  • Fett bereits enthalten
  • eventuell schwierige Dosierung
  • keine lange Haltbarkeit

2.2. Kapseln

Vitamin D Kapseln bestehen aus einer Kapselhülle und dem Vitamin D. Sie sind manchmal bereits mit Fett oder Öl angereichert und so gut verdaulich. Die Kapselhülle besteht entweder aus pflanzlichen Stoffen wie Cellulose oder aus tierischer Gelatine. Solche Vitamin D Kapseln sind dann natürlich nicht vegetarisch.

Der Vorteil der Kapseln ist, dass sie bereits dosiert sind, womit eine Vitamin D Überdosierung recht unwahrscheinlich ist. Allerdings hängt es stark vom Produkt ab, ob die Vitamin D Kapseln groß oder klein sind und ob sie sich leicht schlucken lassen. Dennoch sind die Vitamin D Kapseln empfehlenswert, denn oft enthalten sie keine Füll- oder Zusatzstoffe. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick:

  • bereits dosiert
  • oft: Fett bereits enthalten
  • oft: keine zusätzlichen Füllstoffe
  • eventuell schwer zu schlucken

2.3. Tabletten

Vigantoletten sind die beliebtesten Vitamin D Tabletten.

Vigantoletten sind die beliebtesten Vitamin D Tabletten.

Vitamin D Tabletten sind wahrscheinlich am meisten verbreitet. Sie sehen aus wie herkömmliche Tabletten und unterscheiden sich je nach Produkt in ihrer Größe stark. Meist sind sie wasserlöslich. So eignen sich Vitamin D Tabletten auch gut für Personen mit Schluckbeschwerden. Zudem enthalten auch die Vitamin D Tabletten oft bereits Fett.

Allerdings handelt es sich hierbei in der Regel nicht um natürliche Öle, die man in Kapseln und Tropfen findet, sondern um raffinierte Öle, sogenannte mittelkettige Triglyceride (MCTs). Die wohl bekanntesten Vitamin D Tabletten sind Vigantoletten. Hierbei handelt es sich um ein apothekenpflichtiges Arzneimittel.

  • riesige Auswahl
  • wasserlöslich
  • oft: enthalten raffinierte Öle
  • oft: enthalten Füllstoffe

3. Kaufkriterien für Vitamin-D-Präparate: Darauf müssen Sie achten

3.1. Wirkstoff

Vitamin D gibt es als Kapseln, Tabletten oder Tropfen.

Vitamin D gibt es beispielsweise als Kapseln oder Tropfen.

Wie bereits weiter oben erläutert, handelt es sich bei Vitamin D um eine ganze Gruppe von fettlöslichen Vitaminen. Die wichtigsten für den menschlichen Körper sind das Vitamin D2 und das Vitamin D3 (Cholecalciferol). Allerdings sind diese genau genommen nur Vorläufer von Hormonen und keine Vitamine an sich. Das Vitamin D2 ist pflanzlich, es findet sich vor allem in Pilzen wie Flechten wieder.

Vitamin D3 wird dagegen aus tierischen Produkten gewonnen. Hier ist Lanolin dominant, das aus Wollwachs bzw. Wollfett des Schafes gewonnen wird. Da Vitamin D2 weniger wirksam ist als Vitamin D3, wird hauptsächlich letzteres für Vitamin-D-Kapseln verwendet. Daher heißen viele Produkte auch gleich „Vitamin D3 Präparate„. Auch wenn von einem Vitamin D3 Mangel gesprochen wird, handelt es sich dabei eigentlich um einen allgemeinen Vitamin D-Mangel.

3.2. Dosierung

Laut der Stiftung Warentest wird für Erwachsene eine Zufuhrmenge von 800 I.E. pro Tag empfohlen, vorausgesetzt es findet keine körpereigene Vitamin D-Produktion statt. Für Kinder und Babys liegt diese Empfehlung bei 400 – 500 I.E., was ungefähr 10 – 12 Mikrogramm Vitamin entspricht. I.E. steht für Internationale Einheiten, 1000 I.E. entsprechen dabei 25 Mikrogramm Vitamin. Die meisten Produkte in Vitamin D-Tests weisen eine Dosierung von 1000 I.E. pro Tropfen/Kapsel/Tablette auf – damit ist das Vitamin D hochdosiert.

Internationale Einheit ist eine in der Medizin verwendete Maßeinheit. 1.000 Internationale Einheiten entsprechen 25 Mikrogramm Vitamin.

Der Stiftung Warentest zufolge wird das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kritisiert. Nach deren Einschätzung wäre es besser, wenn Vitamin D hochdosiert als Arzneimittel eingestuft würde. Lediglich Vitamin D Produkte mit einer Dosierung bis 800 I.E. könnten damit als Nahrungsergänzungsmittel gelten.

3.3. Vegetarisch oder vegan?

Weitere Munter-Macher im Vergleich:

Wie bereits weiter oben erläutert, wird Vitamin D3, das in den meisten Präparaten als Wirkstoff dient, ursprünglich aus tierischen Produkten gewonnen. Auch die Gelatine von Vitamin D Kapseln ist traditionell tierischen Ursprungs. Da mittlerweile jedoch immer mehr Menschen tierischen Erzeugnissen den Rücken kehren und vegetarisch oder vegan leben, stieg auch der Druck auf die Hersteller, pflanzliche Alternativen zu gewinnen. Vitamin D3 kann mittlerweile aus einer bestimmten Flechtenart gewonnen werden und auch Kapselhüllen werden immer häufiger aus Cellulose hergestellt. So sind auch Vegetarier und Veganer in unserem Vitamin-D-Präparate-Vergleich gut bedient.

4. Vitabay und Co: Welche Hersteller von Vitamin-D-Präparaten sind beliebt?

Es gibt eine Reihe beliebter Hersteller für Tropfen, Kapseln und Tabletten. Wir haben sie für Sie zusammengefasst:

  • Abtei
  • Hevert
  • Incite
  • Köhler
  • Life Extension
  • Merck Vigantoletten
  • NordFit
  • Nu U
  • Organic Alpha
  • Pure
  • Vihado
  • Vita2You
  • Vitabay

5. Gibt es einen Vitamin-D-Präparate-Test Stiftung Warentest?

Im Vitamin-D-Präparate-Test der Stiftung Warentest von 2015 wurden nur wenige Arzneimittel getestet. Einen Vitamin-D-Präparate-Testsieger wurde nicht gekürt, wohl aber eine Liste mit geeigneten Arzneimitteln zusammengestellt. Darin schneiden z. B. Vitamin-D-Tabletten von Hevert gut ab.

Zudem versorgt sie den interessierten Bürger mit regelmäßigen Meldungen zu dem Thema. So weist die Stiftung beispielsweise darauf hin, dass bis zu 60 % der Bürger nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Um den Vitamin D-Bedarf zu decken, seien allerdings nicht zwingend Vitaminpräparate notwendig. Mehr Sonnenlicht und der Verzehr von fettem Fisch können die Vitamin D Werte auf ganz natürliche Art erhöhen.

Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass gesundheitliche Vorteile durch die Einnahme von Vitaminpräparaten in der Regel nicht wissenschaftlich nachweisbar sind. Zwar würden für Vitamin D Präparate noch keine entsprechenden Studien vorliegen. Untersuchungen zu anderen Vitaminpräparaten (bspw. Vitamin B12, Vitamin C), hätten gezeigt, dass es keine signifikanten, positiven Effekte auf die Gesundheit gibt.

Vitamin-D-Präparate-Test

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Vitamin-D-Präparate

▶ Achten Sie zusammengefasst darauf, dass Sie Vitamin-D-Präparate nur bei begründetem Verdacht auf einen Mangel zu sich nehmen.

6.1. Was passiert bei einer Vitamin D Überdosierung?

Wenn Vitamin D Mangel Symptome Erwachsene betreffen, greifen viele unvermittelt zu Vitamin-D-Präparaten, bei denen das Vitamin D3 hochdosiert ist. Doch auch wenn die Produkte aus unserem Vergleich nicht verschreibungspflichtig sind, ist es möglich, dass es bei einer Überdosierung zu negativen Effekten kommt. Diese beginnen meist mit einem starken Durstgefühl und Übelkeit sowie einer Erhöhungen des Kalziumspiegels.

Im schlimmsten Fall folgen auf zu hochdosiertes Vitamin D Erkrankungen wie Nierensteine oder eine Nierenverkalkung. Solche Vitamin D Nebenwirkungen sind allerdings ausschließlich bei einer Einnahme von Vitaminpräparaten möglich. Bei exzessiver Sonnenbestrahlung kann es auf natürlichem Wege nicht zu einer Überdosis kommen. Ebenso wenig führt der massenhafte Verzehr von Vitamin D Lebensmitteln zu einer Überdosis.

6.2. Wie oft soll man Vitamin D-Präparate einnehmen?

Ein Tropfen Vitamin D enthält meist 1000 I.E.

Ein Tropfen Vitamin D enthält meist 1000 I.E.

Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 800 I.E., vorausgesetzt, der Körper ist nicht fähig, eigenständig Vitamin D zu produzieren. Die meisten Produkte weisen allerdings eine Dosierung von 1000 I.E. pro Tropfen/Kapsel/Tablette auf. Dieser Wert ist also schon recht hoch. Die meisten Hersteller empfehlen deshalb nur einen Tropfen bzw. eine Kapsel/Tablette täglich einzunehmen. Um zu erfahren, wie hoch Ihre individuelle Dosis sein sollte, um Ihre Vitamin D Werte zu erhöhen, sprechen Sie am besten mit einem Arzt.

6.3. Was sind Vitamin D Mangel Symptome?

Eine Vitamin-D-Mangel Ursache kann die fehlende Versorgung mit Sonnenlicht sein. Eine andere Vitamin-D-Mangel Ursache ist die Unfähigkeit des Körpers das Vitamin zu produzieren. Doch wie äußert sich ein solcher Mangel? Wie schon zuvor erläutert, hat ein Mangel vor allem Auswirkungen auf die Knochen.

Bei kleinen Kindern und Babys kann es zu einer Rachitis – also zu verformten Knochen – kommen. Erwachsene leiden häufig unter Osteomalazie bzw. unter einer Mineralisationsstörung der Knochen. So verringert sich die Knochenmasse und diese können leichter brechen.

6.4. Wie sinnvoll sind Vitamin D Präparate?

Zwar produzieren viele Bürger tendenziell zu wenig Vitamin D und weisen mithin Vitamin D Mangel Symptome auf. Dennoch muss dieser Vitamin D Mangel nicht zwangsläufig mit hochdosierten Vitaminpräparaten ausgeglichen werden. Oft reicht es mehr in die Sonne zu gehen und die körpereigene Vitamin D Produktion anzuregen. Zudem sollte man 1 – 3-mal in der Woche Vitamin-D-haltige Nahrungsmittel wie Fettfisch verzehren. Lediglich für Risikogruppen, z.B. ältere Menschen, Babys oder Menschen mit dunkler Hautfarbe, lohnt es sich zu Präparaten zu greifen. Bei ihnen ist davon auszugehen, dass die Vitamin-D-Produktion auch durch die genannten Maßnahmen nicht erhöht werden kann.

Fühlen Sie sich betroffen, sollten Sie dennoch zunächst mit einem Arzt sprechen und ggf. ein Blutbild erstellen lassen, das sie über Ihren Vitamin-D-Spiegel informiert. Die Kosten hierfür werden allerdings von vielen Krankenkassen nicht übernommen. Hier sehen Sie noch einmal woran Sie einen Vitamin D3 Mangel erkennen können: