Das Wichtigste in Kürze
  • Reinigungsmilch säubert Ihr Gesicht schonend und befreit es von Verschmutzungen und Make-Up-Resten. Achten Sie beim Reinigungsmilch-Kauf darauf, dass das Produkt hautverträglich ist.
  • Fast alle Reinigungslotionen enthalten synthetische Duftstoffe und Alkohol. Wenn Sie sicher sein möchten, dass Ihre Reinigungsmilch wenige Schadstoffe beinhaltet, greifen Sie zu Naturkosmetik.
  • Bei einer regelmäßigen Anwendung von Reinigungsmilch wird das Hautbild verbessert. Trotzdem sollte Reinigungsmilch nicht mit einer Anti-Pickel-Creme verwechselt werden.

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Täglich muss Ihre Gesichtshaut vielen äußeren Einflüssen trotzen. Faktoren wie Stress und Ernährung sowie Abgase und Luftverschmutzung beeinflussen das Hautbild. Eine Reinigung des Gesichts mithilfe von Reinigungsmilch klärt die Poren. Das Ergebnis: gesunde und reine Haut.

Auch wenn Sie sich regelmäßig schminken, ist eine schonende Entfernung von Make-Up-Resten wichtig. Achten Sie darauf, dass die Reinigungsmilch dermatologisch getestet wurde und auch für die empfindliche Augenpartie geeignet ist. Dann kann auch wasserfester Mascara problemlos entfernt werden, ohne dass Ihre Wimpern verkleben.

Reinigungsmilch für das Gesicht eignet sich zum:

Entfernen von Make-Up und Alltagsverschmutzungen

Pflegen und Beleben der Haut

In unserem Reinigungsmilch-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen bekannte Marken und Hersteller von Reinigungsprodukten vor. Wie vergleichen die Inhaltsstoffe ihrer Produkte in den Kategorien Hautverträglichkeit, Wirksamkeit und Pflege. In unserer Kaufberatung erfahren Sie außerdem, welche Lotion am besten zu Ihrem Hauttypen passt, damit Sie die beste Reinigungscreme für Ihre Bedürfnisse finden.

1. Welche Reinigungsmilch passt zu welchem Haut-Typen?

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Reinigungsmilch wird im Gesicht aufgetragen, kann aber auch für die Halspartie und das Dekolletee verwendet werden. In der Regel sollte das Gesicht morgens und abends mit Reinigungsmilch gereinigt werden.

Dafür wird das Gesicht zunächst mit reinem Wasser gewaschen, bevor Sie die Reinigungsmilch auftragen, einziehen lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser oder einem Wattepad abnehmen. Die Nachpflege umfasst eine Pflegecreme, die Ihre Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgt.

Was ist Hauttalg?

Hauttalg, auch als Sebum bezeichnet, wird in den sogenannten Talgdrüsen unter der Haut produziert.

Der an die Hautoberfläche abgesonderte Talg hat eine wasserabweisende Wirkung. Gleichzeitig lässt er die Haut glänzend erscheinen.

Menschen mit einer hohen Talgproduktion haben oft fettige Haut und vermehrt Pickel und Mitesser durch verstopfte Talgdrüsen.

Über die Nacht produzieren Talgdrüsen im Gesicht natürlichen Talg, der die Haut einerseits vor dem Austrocknen bewahrt, andererseits jedoch auch die Poren verstopft. Durch die morgendliche Wäsche wird der Hauttalg entfernt, damit die Haut wieder frei atmen kann.

Die Wäsche abends ist wichtig, um die über den Tag angesammelten Verschmutzungen, wie beispielsweise Schweiß und Schmutzpartikel, zu entfernen. So werden die Poren gereinigt und das Risiko verringert, dass über Nacht ungewünschte Pickel oder Mitesser entstehen.

Um die beste Reinigungsmilch für Ihre Haut zu finden, müssen Sie zunächst Ihren Haut-Typen bestimmen. Denn: Je nachdem, wie empfindlich Ihre Haut auf Zusatzstoffe reagiert, sollten Sie sich eine spezielle Reinigungsmilch kaufen.

Alle Hauttypen und die dazu empfohlene Pflege finden Sie hier:

Normaler Hauttyp
trockene haut hauttyp poren Merkmale:

  • kleine Poren
  • in der Regel ebenmäßiges Hautbild
  • ausgewogener Talgfett-Anteil
  • natürlicher Säureschutzmantel
Pflege:

täglich mit klarem Wasser reinigen
Reinigungsmilch für normale Haut
Hautcremes für normale Haut

Empfindlicher Hauttyp
empfindliche haut typ pickel t-zone haut art hauttyp feststellen Merkmale:

  • dünne Gesichtshaut mit vermehrten Hautreizungen
  • teilweise sichtbare Äderchen und Rötungen
  • anfällig für Hautreizungen und Unverträglichkeiten
  • natürlicher Säureschutzmantel nur bedingt effektiv
Pflege:

zweimal täglich mit reinem Wasser reinigen
Reinigungsmilch für empfindliche Haut benutzen (empfohlen: Naturkosmetik)
mit Wattepads abtupfen
Nachpflege mit speziellen Gesichtscremes, Gesichtsseren und Gesichtsöl

Trockener Hauttyp
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  • Schuppen und Risse bilden sich schnell
  • Teint wirkt matt und glanzlos
  • Rötungen und Entzündungen treten vermehrt auf
  • Hautstruktur wird brüchig und steif
  • Fältchen bilden sich frühzeitig
  • reagiert empfindlich auf Sonneneinstrahlung
Pflege:

zeitintensive Pflegeroutine
zweimal täglich mit reinem Wasser waschen
feuchtigkeitsspendende Reinigungsmilch benutzen
nachpflegen mit besonders fettreichen Feuchtigkeitscremes
unterstützende Pflege durch Nachtcremes
direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Fettiger Hauttyp
porensauger-gesichtstypen-hauttypen-4 Merkmal:

  • heller und blässlicher Hautteint
  • große, sichtbare Poren
  • glänzende bis fettige Haut
  • besonders aktive Talg- und Fettproduktion
  • Unreinheiten vor allem in der T-Zone
Pflege:

zweimal täglich mit reinem Wasser waschen
keine rückfettende Reinigungscreme benutzen
nachpflegen mit Gesichtscremes für trockene Haut
empfehlenswert ist die Anwendung von Gesichtsmasken

2. Inhaltsstoffe: Vorsicht vor Duftstoffen, Mineralölen und Parabenen

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Einige Inhaltsstoffe sind für die Wirkung von Reinigungscreme unumgänglich, während andere vermieden werden können. Reinigungsmilch besteht, wie viele verwandte Kosmetika, aus einem großen Prozentanteil aus Wasser. Da Wasser eine Brutstätte für Keime ist, muss eine Konservierung von Pflegeprodukten vorausgesetzt werden. Andernfalls würde die Reinigungsmilch schon nach wenigen Tagen ihre Haltbarkeit verlieren.

Ebenfalls werden Duftstoffe oft in Reinigungsmilch verarbeitet. Duftstoffe ist der Sammelbegriff für Inhaltsstoffe, die selbst duften, einen anderen Duft maskieren oder einen Duft verstärken. Insgesamt stehen 26 Duftstoffe unter Verdacht, ein erhöhtes Allergiepotenzial zu besitzen und müssen deswegen namentlich mit der dazugehörigen INCI-Deklaration auf der Produktverpackung vermerkt werden.

Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen. Für Hersteller bieten sie viele Vorteile, da sie leicht zu verarbeiten, endlos lange haltbar und sehr kostengünstig sind. Für die direkte Anwendung auf der Haut sind sie eher problematisch, da sich Mineralöle wie ein Film über die Haut legen und damit bewirken, dass keine Nährstoffe aufgenommen werden können. Bildlich gesprochen hindern Mineralöle die Haut daran zu atmen.

Zusammenfassend sollten Sie auf diese Inhaltsstoffe in der Reinigungsmilch bestenfalls verzichten:

  • Synthetische Duftstoffe verleihen der Reinigungsmilch einen angenehmen Duft, können allerdings Allergien und Hautreizungen hervorrufen.
  • Zu Mineralölen zählen beispielsweise Paraffine und Silikone. Die Gewinnung und Produktion ist sehr umweltbelastend und auch für den menschlichen Organismus können die Stoffe krebserregende Auswirkungen haben.
  • Parabene sind Konservierungsstoffe, die dermal absorbiert, also von der Haut aufgenommen werden. Sie dringen dadurch direkt in den Organismus ein. Vor allem bei hormonell wirksamen Konservierungsstoffen, wie Parabenen, liegt der Verdacht vor, dass sie den Hormonhaushalt von Menschen, speziell Frauen, beeinflussen können. Als Folge kann das Risiko für Brustkrebs und andere Krebserkrankungen steigen.

3. Naturkosmetik: Das Reinheitsgebot aus der Natur

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Fast alle Kosmetika werden heutzutage dermatologisch getestet. Das ist gut, da somit ein gewisser Qualitätsstandard vorausgesetzt wird. Trotzdem sollten Sie neben dem hautärztlichen Testsiegel auch auf andere Zertifizierungen achten.

„Dermatologisch getestet“ kann bedeuten, dass die Produkte tierischen Versuchen unterzogen wurden. Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Reinigungscreme vegan, und somit auch ohne Tierversuche, hergestellt wurde, achten Sie auf das Vegan-Siegel.

Das Bio-Siegel bezeugt, dass die Wirkstoffe eines Produkts ausschließlich nach den Normen und Vorgaben des europäischen Standards für Inhaltsstoffe angebaut wurden.

Reinigungsmilch von Nivea und Reinigungsmilch von L’Oreal besitzen zwar keine Bio-Zertifizierung, gelten aber trotzdem als besonders hautschonend und effektiv. Wenn Sie nach reinen Naturkosmetik-Produkten suchen, zählen folgende Marken zu den bekanntesten:

  • Lavera
  • Sante
  • Heliotrop
  • Weleda
  • Alnatura
  • Alva
  • Dr Hauschka

Zusammenfassend sind die Vor- und Nachteile von Naturkosmetik gegenüber herkömmlichen Produkten:

  • milde oft bio-zertifizierte Inhaltsstoffe, die verträglicher für die Haut sind
  • geringeres Risiko für Allergien und Hautausschläge
  • nachhaltig angebaute Inhaltsstoffe
  • fair produzierte Produkte, die der Umwelt nicht schaden
  • nicht immer genauso effektiv zum Entfernen von Make-Up
  • oft etwas kostspieliger

4. Stress, Staub, Schmutz: Das sind die Ursachen für unreine Haut

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Um eine reine Haut und einen strahlenden Teint zu bekommen, ist neben der richtigen Pflege auch die Ursachenbekämpfung ein wichtiger Faktor. Denn: Nur wenn Sie wissen, wie Pickel und Mitesser entstehen, können Sie an einer gesunden Gesichtshaut arbeiten.

Es gibt viele Ursachen für unreine Haut:

  • Schmutz, Staub und Verunreinigung von außen
  • Stress, Schlafmangel und ungesunde Ernährung
  • klimatische Veränderungen
  • hormonell bedingte Schwankungen in der Schwangerschaft oder während der Periode

Neben der richtigen Reinigungscreme gibt es auch andere Pflegeprodukte, die die Haut reinigen und pflegen:

5. Wie lässt sich Reinigungsmilch selber machen?

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Viele Reinigungslotionen für das Gesicht enthalten Zusatzstoffe, die die Haut reizen können. Wenn Sie eine besonders empfindliche Haut haben, die nicht jedes Kosmetikprodukt verträgt, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Reinigungsmilch selber zu machen.

Die selbstgemachte Reinigungsmilch ist jedoch nicht dafür geeignet, Make-Up zu entfernen, sondern dient ausschließlich der schonenden und natürlichen Säuberung der Gesichtshaut.

Alles, was Sie für die Herstellung benötigen, ist:

  • ¼ Tasse Haferflocken
  • ¼ Tasse weißte Tonerde (Kaolin oder auch Bentonit)
  • 2 EL Mandeln
  • 1 EL getrocknete Blüten (zum Beispiel Lavendelblüten oder Rosenblüten)
  • optional bis zu 10 Tropfen ätherische Öle

Und das sind die Schritte, die Sie bei der Zubereitung beachten sollten:

  1. Zermahlen Sie die Haferflocken und die Mandeln so fein wie möglich.
  2. Auch die Blüten werden zerhackt und zerkleinert.
  3. Nun können Sie den gemahlenen Hafer, die Mandeln und die Blüten durch ein Sieb pressen, um sie noch feiner zu sieben.
  4. Anschließend werden die Tonerde und ätherische Öle hinzugefügt und alles gründlich vermengt.
  5. Füllen Sie das Gemisch in einen luftdichten Behälter aus Plastik.

Die selbstgemachte Reinigungsmilch ist von der Konsistenz natürlich nicht mit einer Lotion aus dem Geschäft zu vergleichen.

6. Anwendung: Kann zu häufiges Reinigen zu trockener Haut führen?

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In einer Meldung der Stiftung Warentest zum Thema Gesichtspflege (02/2011) beschäftigt sich das Verbraucherinstitut mit der richtigen Anwendung von Kosmetikprodukten im Gesicht.

Mit dem Leitsatz „gründlich aber vernünftig“ möchte die Stiftung Warentest darauf aufmerksam machen, dass die Haut zwar regelmäßig gereinigt werden sollte, Sie das empfindliche Organ jedoch auch überreinigen können. Wichtig ist, darauf zu achten, nicht zu viele verschiedene Reinigungsprodukte am Tag zu verwenden. Eine gründliche Reinigung morgens und abends ist vollkommen ausreichend. Außerdem sollten Sie auf ein Peeling verzichten, wenn Sie beispielsweise bereits eine Gesichtsmaske aufgetragen haben.

Genauso sollten Sie sich zwischen einem Gesichtswasser und einer Reinigungscreme entscheiden. Bei der Benutzung von zu vielen Pflegeprodukten kann Ihre Haut ihre natürlichen Schutzfunktionen nicht mehr aufrechterhalten. Das Ergebnis: Von Rötungen bis zu trockenen Hautpartien kann Ihre Haut allergisch auf die Pflegeprodukte reagieren. Schlimmstenfalls kann die falsche Pflege auch zu chronischen Hautreizungen führen und das Allergiepotenzial steigt.

Wir haben die drei wichtigsten Grundregeln der Gesichtsreinigung für Sie zusammengestellt:

  1. Weniger ist mehr: Viele verschiedene Pflegeprodukte überfordern die Haut. Konzentrieren Sie sich auf wenige, gezielt ausgewählte Kosmetikprodukte, die Ihrer Haut guttun.
  2. Die richtige Wassertemperatur: Zu heißes Wasser trocknet die Gesichtshaut aus. Außerdem regt es die Talgproduktion an, wodurch es zu einer Überproduktion kommen kann. Waschen Sie Ihr Gesicht mit lauwarmen Wasser. Wenn Sie die Durchblutung anregen möchten, eignen sich als Abschluss einige Spritzer kaltes Wasser.
  3. Regelmäßiges Wechseln der Handtücher: Handtücher für das Gesicht müssen regelmäßig gewechselt werden, da sich Bakterien und Keime darin verstecken können. Achten Sie darauf, die Handtücher ein bis zwei Mal in der Woche zu wechseln und bei 60 °C zu waschen.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Reinigungsmilch

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Themen, die Sie in Bezug auf Gesichtspflege interessieren könnten, werden hier behandelt.

7.1. Gibt es einen Reinigungsmilch-Test der Stiftung Warentest?

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Reinigungsmilch-Test veröffentlicht. Demnach gibt es auch noch keine Marke, die sich als Reinigungsmilch-Testsieger bezeichnen kann.

7.2. Eignet sich Reinigungsmilch auch für Neurodermitis?

Die chronische Entzündung der Haut gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten in Deutschland. Menschen, die Neurodermitis haben, leiden oft unter sehr trockener, juckender und geröteter Haut. Die richtige Pflege ist dann besonders wichtig. Wenn Sie eine Reinigungsmilch kaufen möchten und unter Neurodermitis leiden, raten wir Ihnen, vorher einen Facharzt zu kontaktieren. Besonders Inhaltsstoffe wie Alkohol und synthetische Duftstoffe sowie Konservierungsstoffe und Enzyme sind besonders ungeeignet für von Neurodermitis geplagte Haut.