Kettensäge Test 2016

Die 7 besten Kettensägen im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellSTIHL MS 181 3/8P1.3Makita EA3200S35ADolmar ES-39 TLCTonino Lamborghini KS 6024Einhell GH-EC 1835Makita UC3541ARyobi RCS2340
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
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Bewertung1,3sehr gut
10/2016
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,7gut
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Bewertung1,8gut
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,3gut
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Kundenwertung
1 Bewertungen
126 Bewertungen
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130 Bewertungen
49 Bewertungen
91 Bewertungen
38 Bewertungen
BautypBenzin-Kettensägen eignet sich vor allem für die Verwendung im Wald. Mit Elektro-Kettensägen kann man vor allem auf einem Sägebock gut die Stämme ablängen, wenn Strom vorhanden ist.Benzin-KettensägeBenzin-KettensägeElektro-KettensägeElektro-KettensägeElektro-KettensägeElektro-KettensägeElektro-Kettensäge
LeistungDie Leistung spielt eine große Rolle. Für den einfachen Gartengebrauch reichen 1500 Watt. Für richtige Waldarbeiten sollten es mindestens 1500 Watt sein, besser sind natürlich mehr als 2000 Watt.1.500 Watt1.350 Watt1.800 Watt2.400 Watt1.800 Watt1.800 Watt2.300 Watt
KettengeschwindigkeitUmso höher die Kettengeschwindigkeit, desto schneller lässt sich Holz schneiden.20 m/s18,9 m/s18 m/s12 m/s13,5 m/s14,5 m/s16 m/s
SchwertlängeEin längeres Schwert kann dickere Stämme durchtrennen.35 cm35 cm35 cm40 cm35,6 cm35 cm40 cm
SicherheitsbremseJaJaJaJaJaJaJa
Werkzeugloses KettenspannenNeinNeinJaJaJaJaJa
Tankvolumen Benzin| ÖlJe mehr Tankvolumen man hat, desto länger kann man arbeiten. Die Säge ist jedoch auch schwerer.270 | 265 ml400 | 280 ml | 140 ml |200 ml | 160 ml | 200 ml200 ml
KatalysatorJaJaNeinNeinNeinNeinNein
maximale Lautstärke112 dB102 dB90,3 dB101 dB100 dB101,3 dB95 dB
Gewicht4,3 kg4,3 kg4,7 kg4,8 kg6 kg4 kg6 kg
Besonderheitverbraucht wenig Kraftstoff und schont die UmweltFeder-Leichtstart
zum besonders einfachen Starten der Kettensäge
ErsatzketteKettenschmierung
automatisch und mit Kontrollfenster
Kabelzugentlastung
zum Schutz des Kabels vor zu hohen Zugkräften
großes Sichtfenster am Kettenöltanktransparenter Öltank
Vorteile
  • ausgesprochen gute Sägeleistung
  • besonders scharfe Kette
  • sehr handliche Säge
  • kaum Vibrationen
  • gute Sägeleistung
  • klein und handlich
  • geringer Benzinverbrauch
  • gute Sägeleistung
  • laufruhig und kraftvoll
  • schneller Aufbau
  • sehr gute Sägeleistung
  • gutes Handling
  • sehr scharfe Kette
  • gute Sägeleistung
  • einfacher Aufbau
  • scharfe Oregon Kette
  • gute Sägeleistung
  • sehr gute Sägeleistung
  • geringer Ölverbrauch
  • schneller Aufbau
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Kettensägen-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Elektro-Kettensägen mit 1.500 Watt Leistung sind für den normalen Gartengebrauch (Beschneiden und Fällen von Obstbäumen) ausreichend. Ein Stromanschluss muss für den Betrieb vorhanden sein. Außerdem müssen Sie immer auf ein Stromkabel aufpassen.
  • Falls kein Strom vorhanden ist, kommt die Benzin Kettensäge zum Einsatz. Da es sich um 2-Takt-Motoren handelt, muss das Benzin mit Öl im Verhältnis 25 : 1 oder 50 : 1 gemischt werden.
  • Falls Sie besonders starke Bäume zerlegen wollen, sollte Sie eine Motorsäge mit besonders langem Blatt (40-50 cm) verwenden.
  • Akku-Kettensägen (wie die Bosch AKE 30) konnten im Test nicht überzeugen, da ihre Leistung für einen längeren Einsatz zu gering ist. Nach ein bis zwei Stunden waren die Akkus der Modelle leer, daher schafften sie es nicht in unseren Kettensägen Test.

Stapel Feuerholz

Wenn das Sägeschwert einer zwei PS starken Kettensäge in einen Eichenstamm eindringt und der Geräuschpegel über 100 dB annimmt, ist eine hochwertige Profi-Kettensäge im Einsatz. Nichts ist schöner als der Geruch von frisch gesägtem Feuerholz, das nach erledigter Arbeit fein säuberlich aufgeschichtet werden muss.

Für Männer sind Kettensägen die schönste Erfindung auf Erden und für Manchen das Schneiden von Feuerholz eine Art Meditation. Trotzdem sollte man wissen, dass Kettensägen zu den gefährlichsten Geräten überhaupt zählen. Heutzutage verunfallen immer noch 10 % der Waldarbeiter bei der Holzbearbeitungen mit Kettensägen, daher ist ein vorsichtiger Umgang sehr ratsam.

Fällen eines Baumes im Wald

Die häufigste Verwendung von Motorsägen ist sicherlich die Gewinnung von Brennholz. Laut einer Studie heizen schon fast 20 % der Haushalt in Deutschland mit Holz. 40 % können sich den Einbau eines Ofens oder Kamins in den nächsten Jahren vorstellen. Bei steigenden Holzpreisen für den Raummeter wird das eigene Fällen im Wald zu einer kostengünstigen Alternative.

Nicht zuletzt sollten alle gängigen Sicherheitsstandards vom Hersteller eingehalten werden, damit beim Einsatz nichts Schlimmes geschieht. Worauf Sie bei dem Kauf Ihrer Motorsäge achten sollten, sagt Ihnen unsere Kaufberatung zum großen Kettensäge Test 2016. Außerdem soll ebenfalls die Geschichte der wundervollen Hilfsmittel erwähnt werden, damit Sie alles Wissenswerte über Kettensägen erfahren.

1. Was ist eine Kettensäge?

Die Kettensäge wird manchmal auch als Motorkettensäge oder kurz Motorsäge bezeichnet. Der schneidende Teil der Säge wird von einer mehrgliedrigen Sägekette gebildet. Sie kann entweder mit einem Elektro- oder Benzinmotor angetrieben werden. Einige Sägen benutzen auch einen pneumatischen (durch Druckluft) oder hydraulischen (durch Öldruck) Antrieb. Letztlich bleibt es aber eine Kette, die sich auf einem Sägeschwert dreht und in wenigen Sekunden ganze Baumstämme zerschneiden kann.

Am häufigsten verbreitet ist die handgeführte Kettensäge für Holz- und Waldarbeiten. Um diese Kettensäge soll es im Folgenden auch gehen. Die Vorteile der Kettensäge liegen auf der Hand:

  • schnelles Fällen von Bäumen
  • schnelles Sägen von Feuerholz
  • zum Aussschneiden von Sträuchern geeignet
  • relativ unsauberer Schnitt
  • großes Verletzungsrisiko
  • für Waldarbeiten wird ein Sägeschein benötigt

1.1 Die Geschichte der Kettensäge

Was ist ein Osteotom

Das Osteotom war eine Knochensäge, die vor allem zur Öffnung des Schädels genutzt wurde. Es war eine Kettensäge mit einer Handkurbel. Mit einer speziellen Halterung wurde das Gerät am Oberkörper des Chirurgen befestigt und konnte mit einer Hand bedient werden. Dieses Gerät ist heute nicht mehr im Einsatz. Jedoch werden Osteotome noch in der Chirurgie benutzt, wenn Knochensubstanz durchtrennt werden muss. Mittlerweile meint man mit diesen Geräten aber einen speziellen Flachmeißel.

Das Prinzip der Kettensäge (Glieder, die um eine Schiene kreisen), ist schon seit dem Jahr 1830 bekannt. Der Würzbuger Arzt Bernhard Heine hat ein Osteotom gebaut, um Knochen zu sägen. Erst um 1900 wurden die sogenannten Sägemaschinen auch für Waldarbeiten genutzt. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Zweimannmaschinen entwickelt, um die gefällten Bäume in handliche Stücke zu zerschneiden. Großes Problem war bei den Geräten, dass sie sehr schwer waren und eine umständliche Bedienung vorsahen.

Die erste benzinbetriebene Motorsäge, die auch in der Forstwirtschaft zum Einsatz kam, war die Holzfällmaschine Sector. Sie konnte zum Fällen und Ablängen verwendet werden. 1926 entwickelte Andreas Stihl die erste Elektro-Kettensäge, die an Ablängplätzen zum Schneiden der Holzstämme auf Länge benutzt wurden. Emil Lerp hat 1927 die erste serienmäßig gebaute Benzin-Kettensäge auf den Markt gebracht. Unter dem Namen Dolmar kam sie als Typ A in den Handel. Besonderheit bei den Maschinen war noch, dass zwei Personen sie halten mussten und nur senkrechte Schnitte durchgeführt werden konnten.

Der nächste Entwicklungsschritt war eine um 90° schwenkbare Schiene. Großer Vorteil: Holz kann abgelängt werden durch einen senkrechten Schnitt und stehende Bäume können durch den waagerechten Schnitt gefällt werden. 1952 konnte Dolmar mit der CP auf dem Markt überzeugen. Die Einmann-Benzin-Kettensäge wurde zum Verkaufsschlager und kann bis heute überzeugen. Um die mechanisch aufwendige schwenkbare Schiene einzusparen, wurden auch Modelle mit 90° schwenkbarem Vergaser gebaut. In der DDR war die Faun von Werus ein solches Modell und sehr bekannt.

Erst durch die Erfindung des Membranvergasers, der im Flugzeugbau eine große Rolle spielte, konnten vollkommen lageunabhängige Kettensägen produziert werden. Das erste Modell mit dieser Technologie war die Dolmar CF. SOLO legte 1958 mit der Rex nach. Erst 1959 konnte auch Stihl mit der Contra in diesem Bereich punkten. Die neue Einmann-Motorsäge bedeutete eine erhebliche Produktionssteigerung für die Waldarbeiter. Da die Tarife nicht auf die neuen Produktionsmethoden abgestimmt waren, konnten Forstarbeiter übergangsweise ein hohes Einkommen erzielen, denn bis in die 90er Jahre wurde die Holzarbeit im Gedinge entlohnt.

Tipp: Mittlerweile haben auch Künstler Kettensägen für sich entdeckt. Lassen Sie Ihrer Fantasie doch mal freien Lauf.

Kunst mit der Kettensäge Test

1.2 Der Aufbau einer Kettensäge

Den Kern der Kettensäge bildet ein Antriebsmotor. Dieser kann entweder ein Elektro- oder Benzinmotor sein. In der Regel werden 2-Takt-Benzin-Motoren verwendet. Gegenüber den Elektromotoren haben sie den Vorteil, dass keine Stromverbindung in Form eines Verlängerungskabels benötigt wird. Vor allem beim Arbeiten im Wald ist dies ein erheblicher Vorteil.

Bei den 2-Takt-Motoren bildet ein Seilzugstarter den Anlasser (ähnlich wie bei Rasenmähern). 4-Takt-Motoren kommen für den Einsatz nicht in Frage, da sie eine aufwendige lageunabhängige Schmierung bräuchten. 2-Takt-Motoren haben durch ihre Gemischschmierung aus Schmieröl und Benzin hier einen deutlichen Vorteil. Der Motor wird letztlich von einem Kunststoffgehäuse verkleidet, an dem sich auch 2 Griffe befinden.

Der Motor ist mit einem länglichen Metallblatt verbunden. Es wird als Blatt, Schwert oder manchmal auch als Schiene bezeichnet. An den Kanten des Schwertes ist eine umlaufende Nut angearbeitet. Die Sägekette wird in die Nut gelegt und gespannt. An der vorderen Spitze des Blattes ist meist ein Umlenkstern angebracht, damit die Reibung vermindert wird. Die Spannung der Kette wird manuell abgestimmt.

Die Sägekette ist auf der Außenseite mit Sägezähnen versehen. Sie wird am hinteren Ende des Motors über eine Fliehkraftkupplung vom Motor angetrieben. Damit das Schwert nicht zu schnell verschleißt, muss die Kette ständig mit Öl geschmiert werden. Die Ketten bestehen mittlerweile aus 76 Gliedern, die lassen sich wie folgt unterteilen:

  • Treibglied
  • Verbindungsglied
  • Schneidglied

Die Reihenfolge der einzelnen Komponenten ist dabei fest vorgeschrieben:

Schneidglied links, Verbindungsglied, Treibglied, Verbindungsglied, Schneidglied rechts und Treibglied.

Sie müssen fest miteinander vernietet sein, damit die Kette nicht plötzlich springt oder reißt. Die Funktionen der einzelnen Teile soll folgende Tabelle verdeutlichen.

Glied Funktion
Treibglied Das Treibglied soll die Antriebskraft vom Antriebsstern auf die Kette übertragen. Die dreieckige Form der Mitnehmer ist zur Innenseite gewandt und sorgt für die Verteilung des Schmieröls auf der Kette. Die Außenseite ist in der Regel glatt. Bei manchen Profi-Kettensägen haben die Treibglieder auf der Oberseite spezielle Gleitplatten, die für einen besonders ruhigen Schnitt sorgen sollen.
Verbindungsglied Verbindungsglieder sind nur dazu da, um die Treib- und Schneidglieder zusammen zu bringen.
Schneidglied Das Schneidglied ist für das Sägen im Holz zuständig. Die Unterseite ist glatt. Die Oberseite wird durch eine rechtwinklige Schneide mit vorlaufender Abstandsnase (Tiefenbegrenzer) gebildet. Wie bei jeder Säge gibt es ein Zahndach, dass die Holzfaser anhebt und eine Zahnseite, die das Holz schneidet. Der vertikale Abstand zwischen Tiefenbegrenzer und Schneidzahnoberkannte definiert die Spandicke.

Bei den Zähnen unterscheidet man weiterhin zwischen den Kategorien Halb- und Vollmeißel. Halbmeißel besitzen eine abgerundete Schnittkante und kommen bei den meisten Kettensägen zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch einen geringeren Materialabtrag und einen geringeren Rückschlageffekt aus. Vollmeißel kommen nur bei Profi-Kettensägen mit größeren Schnittbreiten zum Einsatz. Für den normalen Einsatz im Garten werden sie nicht verwendet.

Zur Erleichterung des Schneidens gibt es auch verschiedene Konstruktionen, die das einfache Starten der Kettensäge ermöglichen. In unserem Motorsäge Test haben sich folgende Möglichkeiten gezeigt:

  • Elasto Start: Der Hersteller Stihl wirbt mit dieser Funktion. Eine Feder oder ein Gummielement im Anwergriff oder in der Wickelspule des Reversierstarters kann die Kraftspitzen des Anwerfseils dämpfen.
  • One-Push-Start: Dem normalen Reversierstart ist eine Feder vorgespannt. Per Knopfdruck wird sie ausgelöst und die Motorsäge startet verzögert.
  • Primer: Ein Kunststoffball ist vorhanden, mit dem manuell Kraftstoff in den Vergaser gepumpt werden kann.
  • ZIP-Leichtstartsystem: Beim Anlassen kann durch ein Dekompressionsventil ein Teil des verdichteten Gemisches aus dem Zylinder entweichen. Das Resultat ist, dass die Zugkraft am Anwerfseil stark reduziert wird.

2. Welche Arten von Kettensägen gibt es?

Wie schon oben angedeutet, gibt es verschiedene Arten von Kettensägen. Am bedeutendsten sind die Benzin- und Elektromotorsägen. Im folgenden sollen sie nochmals kurz vorgestellt und in Bezug auf die Vor- und Nachteile näher bestimmt werden. Außerdem soll es noch um verschiedene Sonderformen gehen wie Hochentaster.

2.1 Die Elektro-Kettensägen

Güde Motorsäge

Beispiel einer Elektor-Kettensäge von Güde

In unserem Kettensäge Test hat sich gezeigt, dass die meist verpönten Elektro-Motorsägen mit einfachen „Benzinern“ durchaus mithalten können. 1.800 Watt Leistung und Schnittgeschwindigkeiten von 18 Metern pro Sekunde sind keine Seltenheit. Der Vorteil bei diesen Geräten ist natürlich, dass sie kein Benzin benötigen, sondern nur Öl zur Schmierung der Kette.

Außerdem sind sie wesentlich leiser als ihre großen „Brüder“. Der Unterschied kann bis zu 10 dB sein. Am Ende müssen Sie bei der Benutzung aber sowieso einen Gehörschutz tragen, damit Ihre Ohren keinen bleibenden Schaden nehmen. Die meisten Produkte im Test hatten ein Gewicht von vier Kilogramm, daher sind sie leichter als Benzin-Kettensägen und wesentlich einfacher in der Handhabung bei dauerhafter Benutzung. Großer Nachteil ist natürlich, dass ein Stromanschluss vorhanden sein muss, daher sind die Geräte für Waldarbeiten eher ungeeignet. Mittlerweile gibt es auch Akku-Kettensägen, die jedoch in Bezug auf Leistung nicht mit richtigen Motorsägen mithalten können.

  • umweltfreundlicher, da kein Kraftstoff verbrannt wird
  • deutlich leiser
  • gute Sägeergebnisse
  • Stromanschluss muss vorhanden sein
  • Verlängerungskabel kann zerschnitten werden
  • Leistung ist geringer als bei Benzin-Kettensägen

2.2 Die Benzin-Kettensägen

Stihl Kettensäge

Beispiel einer Benzin-Kettensäge von Stihl

Benzin-Kettensägen verfügen über einen 2-Takt-Motor, der wesentlich mehr Leistung bringt, als ein Elektromotor. Leistungen von zwei bis drei PS sind hier keine große Seltenheit. Meistens sind die Schwertlängen auch erheblich höher. So können bis zu 50 cm bei preiswerten Modellen schon erreicht werden. In der Handhabung macht sich natürlich deutlich bemerkbar, dass kein Stromkabel vorhanden ist.

Bedenkenlos kann ein Baum im heimischen Garten und im Wald gefällt werden. Natürlich muss man immer Benzin im Haus haben und dieses auch im Verhältnis 1:25 mischen, damit die Kettensäge gut läuft. In unserem Motorsägen Test gab es sogar Produkte, bei denen ein Mischbecher mitgeliefert wurde. Dies stellt natürlich eine echte Arbeitserleichterung dar und man muss sich kein anderes Gefäß zum Mischen suchen. Für den einfachen Benutzer sind diese Geräte ideal um Feuerholz selbst im Wald schneiden zu können.

  • einfache Handhabung
  • größere Leistung
  • Benzin muss gemischt werden
  • sehr laute Maschinen

2.3 Sonderformen

Sägentyp Charakterisierung
Abbundkettensäge Diese Modelle sind bei Zimmermännern weit verbreitet. Der Abbund bezeichnet im Zimmermannshandwerk das maßgerechte Anreißen, Bearbeiten und Zusammenpassen von Schnitt- und Rundholz für Tragwerke, Bauteile und Einbauteile. Die Sägen besitzen eine Auflage, damit präzise Schnitte ausgeführt werden können. Es werden für diese Sägen Spezialketten mit hochwertigen Schnittflächen benötigt.
Beton-Kettensäge In der Regel werden diese Kettensägen hydraulisch betrieben und müssen mit Wasser gekühlt werden. Sie dienen zum Durchtrennen von Betonresten. Natürlich sollen keine Erschütterungen durch die Säge produziert werden. Das THW benutzt solche Geräte, um bei Erdbeben Trümmer durchschneiden zu können. Um Beton zu durchschneiden, wird eine diamantenbesetzte Kette verwendet.
Bergbau-Kettensäge Dies sind spezielle Geräte, die im Bergbau Verwendung finden. Aufgrund der dort vorherrschenden Explosionsgefahr werden die Geräte mit Pressluft betrieben.
Bügel-Kettensäge Eine Zeit lang gab es die sogenannten Bügel-Kettensägen. Besonderheit ist hier, dass die Kette in einem Bügel über den Stamm geführt wird. Durch einen Elektro-, Benzin- oder Dieselmotor wird das Gerät angetrieben. In der Vergangenheit fanden sie vor allem in Sägewerken Verwendung. Dolmar war in diesem Bereich der wichtigste Hersteller.
Hochentaster Hochentaster sind Mini-Kettensägen, die an einem Teleskopstab befestigt sind. Die Geräte sind meist nur 1,5 – 2 kg schwer und können 4-5 m lang ausgezogen werden. Die Handhabung erfordert viel Kraft und Geschick, da sich das geringe Gewicht an einem sehr langem Stab befindet und dieser genutzt werden soll, um Bäume zu beschneiden.
Hot Saws Es handelt sich um spezielle Motorkettensägen wie sie beim Stihl Timbersports zum Einsatz kommen. Seit 1985 wird dieser Sport in den USA auch mit der Kettensäge ausgeführt. Erst 2001 kam der Sport nach Deutschland. Es gibt mehrere Disziplinen, neben dem Holzhacken kommt auch das Benutzen einer Motorsäge vor.

Die Sägen können entweder im Eigenbau entwickelt sein oder von Stihl gestellt werden. Sie verfügen meist über 44 kW und wiegen 27 kg. Dabei sollen in möglichst kurzer Zeit von einem Stamm drei Scheiben in einer bestimmten Dicke geschnitten werden.

Rettungssäge Für das THW und die Feuerwehr speziell entwickelte Kettensägen, die über eine verstärkte Kette verfügen. Mit ihnen kann auch Metall geschnitten werden.
Top-Handle-Motorsäge Bei dieser Einhandmotorsäge handelt sich um eine kleine Spezialsäge. Der normalerweise hinten angebrachte Gasgriff befindet sich bei diesem Modell oben auf der Säge. Dadurch ist die Säge selbst wesentlich kompakter.

Die Bedienung mit einer Hand bietet sich bei dieser Bauart zwar an, ist aber nach den Unfallverhütungsvorschriften nicht erlaubt. Die Sägen leisten vor allem unter beengten Verhältnissen gute Arbeit. In der Regel werden sie deshalb auf Gerüsten und Arbeitskörben benutzt. Auch Baumkletterer benutzen sie für die Baumpflege.

3. Was ist beim Kauf einer Kettensäge zu beachten?

Bosch Hochentaster

Ein Hochentaster von Bosch im Einsatz

Es gibt mittlerweile relativ viele verschiedene Arten von Kettensägen. Sie sollten sich vor einem Kauf als erstes überlegen, was für eine Kettensäge Sie benötigen. Das hängt natürlich stark von dem Einsatzgebiet Ihrer Kettensäge ab. Wenn Sie die Motorsäge nur in Ihrem eigenen Garten verwenden möchten, kann eine Elektro-Kettensäge ausreichend sein. Falls Sie auch in einen Wald fahren und dort Bäume fällen, sollten Sie schon eine Benzin-Kettensäge besitzen.

Fall Sie nur eine Kettensäge benötigen, um Ihre heimischen Bäume zu beschneiden, kann ein Hochentaster vollkommen ausreichend sein. Das Schwert ist wesentlich kleiner und kann nur für Äste verwendet werden. Ein Fällen von Bäumen ist mit ihnen nicht möglich. Für die Verwendung von Motorsägen auf einem Gerüst kann sich der Kauf einer Top-Handle-Motorsäge lohnen. Sie sind klein und agil. Also sehr empfehlenswert für enge Arbeitsstellen.

3.1 Die Leistung

Die Leistung einer Kettensäge wird in Watt gemessen und angegeben. Die Verwendung der Einheit PS ist mittlerweile nicht mehr gebräuchlich. Auch wenn bei konservativen Heimwerkern der Anspruch besteht, das technische Geräte möglichst viel Leistung haben sollten, ist dies bei Kettensägen nur bedingt der Fall: Die Leistungsfähigkeit sollte unbedingt auf den Einsatzbereich angepasst sein. In der Regel reichen für den einfachen Gartengebrauch 1.350 Watt aus. Wenn Sie die Benutzung in einem Wald vorsehen, sollten es schon mehr als 1.500 Watt sein. Höher als 2.500 Watt müssen es auch hier nicht unbedingt sein.

Einige Experten sind der Meinung, dass die Leistung selbst für die beste Kettensäge nicht entscheidend ist, sondern das Leistungsgewicht eine viel größere Rolle spielt. Daher haben wir im Folgenden die Leistungsgewichte (kg/kW) von den besten Modellen im Kettensäge Test berechnet.

Kriterien Stihl MS 181 Makita EA3200S35A Dolmar ES 38A Timberpro tim 62 Einhell GH EC 1835
Leistung 1,5 W 1,35 W 1,8 kW 2,7 kW 1,8 kW
Gewicht 4,3 kg 4,3 kg 4,4 kg 5,4 kg 6 kg
Leistungsgewicht 2,87 kg/kW 3,16 kg/kW 2,44 kg/kW 2 kg/kW  3,33 kg/kW

Je kleiner der Wert des Leistungsgewichtes ist, desto besser ist das Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung. Ein guter Wert liegt zwischen zwei und drei Kilogramm pro Kilowatt. Der Wert sollte nur als Anhaltspunkt für eine gute Motorsäge angesehen werden, ob eine Säge wirklich etwas taugt, zeigt sich meist während der Nutzung.

Von großer Bedeutung beim Sägen ist sicherlich die Geschwindigkeit mit der die Kettensäge einen Baum oder Holz zerschneiden kann. Sie wird in Metern pro Sekunde angegeben (m/s). Hier gilt die Faustregel, je schneller sich die Kette dreht, desto schneller kann man einen Baumstamm zerlegen.

Es hat sich im Kettensägen Test gezeigt, dass wirkliche Profi-Modelle 20 Meter pro Sekunde schaffen. Als Beispiel sei von Stihl die MS 181 genannt. Die meisten anderen Geräte schaffen immerhin 18 Meter pro Sekunde.

3.2 Sicherheit und Umwelt

Für die eigene Sicherheit spielt eine eingebaute Kettenbremse eine große Rolle. Sie soll ein Nachlaufen der Kette verhindern. Wie bei Kreis- und Stichsägen ist das große Problem nicht unbedingt, dass Sägen direkt, sondern eher der kurze Zeitpunkt, zwischen dem Ausschalten und dem Stillstand, der die meisten Fehler verursacht.

Bremse ist Pflicht: Um schwere Verletzungen zu verhindern, ist ein Mechanismus, der die Kette sofort nach dem Ausschalten stoppt, unverzichtbar. Für zusätzlichen Schutz können Sie auch eine Schnittschutzhose tragen.

In Bezug auf die Umwelt spielt bei Benzin-Kettensägen ein Katalysator eine große Rolle. Mithilfe des Bauelements sollen Schadstoffe aus den Abgasen gefiltert werden. Die Feinstaubbelastung wird wesentlich geringer. In unserem Motorsäge Test erfüllten alle Geräte die gesetzlichen Vorgaben.

Als letztes seien hier die Geräuschentwicklungen einer Motorsäge erwähnt. Kaum eine Kettensäge wird leiser als 100 dB, daher dürfen die Geräte nicht an Ruhetagen und in Ruhezeiten genutzt werden.

Was auf die Ohren: Da Kettensägen hohe Lautstärken erreichen, sollte man unbedingt einen Lärmschutz tragen. Gerade bei langen Sägearbeiten wird es Ihr Trommelfell Ihnen danken.

3.3 Handhabung

Schutzausrüstung für die Kettensäge

Ein guter und preiswerter Schutzhelm von Einhell

Besonders komfortabel ist es, wenn die Kettensäge über eine Funktion zur werkzeuglosen Spannung der Kette verfügt. Die meisten Modelle haben dann an der Seite einen Knauf der sich drehen lässt und mit dem die Kette straffer gespannt werden kann.

Wenn dies nicht der Fall ist, muss meistens erst das richtige Werkzeug geholt werden. In vielen Kettensägen Tests offenbahrt sich, dass einige Modelle keine Werkzeuglose Spannung haben, sie lassen sich aber meist einfach spannen. Da die Motorsäge ausgeschaltet sein muss, wenn Sie die Kette spannen wollen, ist auch das Holen des entsprechenden Werkzeuges kein Problem.

Für die Handhabung ist des weiteren auch die Schwertlänge sehr entscheidend. Die Länge des Blattes richtet sich nach der Verwendungsart der Kettensäge. Im Praxis Test hat sich gezeigt, dass eine Länge von mindestens 35 cm schon vorhanden sein muss.

Bei besonderen Waldarbeiten wird diese Blattlänge nicht ausreichen, da Bäume mit mehr als 25 bis 30 cm Durchmesser nur schwer gefällt werden können. Für solch gigantischen Bäume wird eine Schwertlänge von mindestens 40 bis 50 cm benötigt.

Kettenspannen leicht gemacht

Beispiel einer werkzeuglosen Kettenspannung von Einhell

Als letzter Punkt seien noch die Tanks erwähnt. Diese sind von besonderer Bedeutung bei Benzin-Kettensägen. Alle Kettensägen benötigen Schmieröl, damit die Kette einfach über das Schwert gleitet und es nicht zerstört. In der Regel reichen bei Elektro-Kettensägen hierfür Öltanks mit 200 ml Fassungsvermögen. Bei Benzin-Motorsägen muss neben dem Schmieröl ein Tank für das Benzin vorhanden sein.

3.4 Welche Kettensäge sollte man kaufen?

Der Hersteller Stihl ist bekannt für große und leistungsstarke Modelle. Von Stihl werden einige Modelle in Werkzeug Tests immer wieder Kettensäge Testsieger. Wer nur gelegentlich eine gute Motorsäge für den eigenen Garten benötigt, kann auch auf Elektro-Kettensägen von Dolmar setzen. Für besondere Sägearbeiten, wie einen sehr stabilen Baumstamm, sollten Sie eine Kettensäge mit ordentlicher Schwertlänge verwenden.

Tipp: Auf jeden Fall sollten Sie sich beim Kauf nicht von hohen Leistungen täuschen lassen, wichtiger ist, dass die Kettensäge auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt wurde.

4. Was empfiehlt Stiftung Warentest?

Beliebte Kettensäge von Husqvarna

Die Husqvarna electric 321 aus dem Test

Stiftung Warentest vergleicht nur äußerst selten die Kettensägen untereinander. Der letzte Kettensägen Vergleich war in Ausgabe 08/2008. Getestet wurden vier Geräte mit Benzinmotor und acht mit Elektroantrieb. Bei den Benzinern wurde die Dolmar PS-420 C mit der Gesamtnote gut (1,9) Kettensägen Testsieger. Die Stihl MS 181 kam nur auf den zweiten Platz mit der Note gut (2,2). Das Gerät von McCulloch fiel im Kettensäge Test durch, da sie zu hohe Abgaswerte hatte und die Kettenspannung oft nachließ.  Bei den Elektro-Kettensägen konnte das Modell Stihl MSE 180 C den Testsieg mit der Gesamtnote gut (2,0) holen. Leider ist das Modell nicht mehr auf dem Markt zu haben. Die Dolmar ES-163 A kam nur auf den zweiten Platz mit der Note gut (2,3). Knapp dahinter landete die Motorsäge von Husqvarna. Akku-Kettensägen wurden bisher noch nicht getestet.

5. Wichtige Hersteller von Kettensägen

In dieser Rubrik sollen kurz die wichtigsten drei Hersteller von Kettensägen vorgestellt werden.

5.1 Husqvarna

Gardena

Akku-Kettensäge von der Husqvarna-Tochter Gardena

Die Gartengeräte von Husqvarna sind mittlerweile sehr beliebt. Vor allem die Marke Gardena kann bei Vertikutierern und Rasentrimmern punkten. Das Unternehmen selbst stammt aus Schweden und ist heute vor allem für die Herstellung von Motorgeräten für die Forstwirtschaft und Gartenpflege bekannt.

Die Firma kann auf eine recht lange Tradition zurückblicken, so wurde sie schon 1689 gegründet. Damals war die Herstellung von Musketen ihr Spezialgebiet, daher kommt auch das Logo von Husqvarna: ein Gewährlauf von vorne. 1872 wurden erst Nähmaschinen produziert.  In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Motorräder und Autos von Husqvarna gefertigt. 1959 stieg das Unternehmen auch in die Kettensägen-Produktion ein und hat bis heute Erfolg.

Mittlerweile zählen zu der Gruppe von Husqvarna folgende Marken:

  • Jonsered
  • McCulloch
  • Poulan Pro
  • Zenoah
  • Gardena
  • Klippo
  • WeedEater
  • Floah
  • Diamant Boart

5.2 Stihl

Stihl Kettensäge

Profi-Motorsäge Stil MS 231 c

Das schwäbische Familienunternehmen ist mittlerweile in 160 Ländern auf der Welt tätig. Trotzdem befindet sich der Hauptsitz noch in Waiblingen-Neustadt. Neben Geräten für die Forstwirtschaft und Landschaftspflege werden unter dem Namen Viking Gartengeräte verkauft. Unter dem Namen Stihl werden ebenfalls Hochdruckreiniger vertrieben.

1926 wurde das Unternehmen von Andreas Stihl gegründet. Zunächst wurden in Stuttgart-Bad Cannstatt Dampfkessel-Vorfeueranlagen und Waschmaschinen hergestellt. Es wurde Geld eingenommen für eigene Produktionen. 1926 wurde die Entwicklung von bezinbetriebenen Kettensägen aufgenommen. Das erste Modell war die Stihlische Baumfällmaschine Typ A. Sie ging in großen Stückzahlen nach Russland, die USA und Kanada. In den folgenden Jahren wurden die Sägen deutlich verbessert und in den 50er Jahren war die Einmann-Motorsäge Stihl-Contra ein guter Verkaufsschlager. In den 50er und 60er Jahren wurden sogar Traktoren für die Landwirtschaft gebaut. Seit 1995 zieht sich die Familie aus dem Unternehmen langsam zurück.

5.3 Dolmar

Dolmar PS 35 c

Profi-Kettensäge mit 40 cm Schwert von Dolmar

Dolmar gilt heute als einer der ältesten Hersteller von Benzin-Kettensägen. Der Unternehmenssitz befindet sich immer noch in Hamburg-Wandsbeck. Natürlich stellt das Unternehmen heute mehr Produkte aus dem Bereich Gartenpflege her. Die Firma wurde 1927 von Emil Lerp gegründet und auf dem Berg Dolmar in Südthüringen präsentiert. Der Typ A von 1927 war noch eine Zweimann-Kettensäge mit 58 kg Gewicht. Heutzutage gibt es von dem Unternehmen kleinere Modelle, die nicht mehr als vier Kilogramm wiegen. Dolmar ist seit 1991 Tochterunternehmen des japanischen Herstellers Makita.

6. Was ist beim Umgang mit Kettensägen zu beachten?

Aufgrund der hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und der sehr scharfen Kette geht von Kettensägen ein erhohtes Arbeitsrisiko aus. Sie sollten daher unbedingt folgende Hinweise beim Gebrauch beachten.

6.1 Umgang mit Kettensägen

  • Für Waldarbeiten wird ein Kettensägenschein benötigt
  • Vor Beginn der Arbeiten ist die Motorsäge auf äußere Schäden zu untersuchen. Bei Elektroantrieb sollte auch das Stromkabel untersucht werden.
  • Das Schnittgut sollte vor Arbeitsbeginn auf Fremdkörper (Metall) untersucht werden, damit ein Rückschlag vermieden werden kann.
  • Beim Arbeiten ist ein fester Stand unbedingt notwendig. Falls die Sägen an hohen Orten benutzt werden sollen, muss eine Hebebühne mit umzäunter Arbeitsfläche vorhanden sein. Die Benutzung auf einer Leiter ist nicht gestattet und nicht zu empfehlen!
  • Kettensägen sollten nie über der Schulterhöhe gehalten werden, da eine sichere Handhabung nicht gewährleistet ist.
  • Auch sollte man darauf achten, dass der Antrieb nichts einsaugen kann (lange Haare oder Kleidung)
  • Defekte Kettensägen sollte nicht benutzt werden. Sie sind zu ersetzen oder fachgerecht zu reparieren.
  • Vor dem Spannen ist die Motorsäge auszuschalten.
  • Auch Benzin darf nur bei ausgeschaltetem Antrieb nachgefüllt werden.
  • Arbeitsschutzkleidung ist immer wichtig, bei diesen Geräten umso mehr. Es sollten eine Schutzhose, Schnittschutzhandschuhe, ein Gesichts- und Gehörschutz und Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe getragen werden.

6.2 Aufbewahrung von Kettensägen

  • Die Schutzhülle des Kettenschwertes ist sofort nach der Arbeit anzubringen.
  • Die Geräte sollten für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Benzin ist in unzerbrechlichen Gefäßen zu lagern und nach dem Benutzen sollte der Tank der Maschine entleert werden.
  • Der Lagerort der Säge muss belüftet sein und sollte sich nicht in einem Durchgang befinden.

7. Häufige Fragen

7.1 Wer braucht einen Kettensägenschein?

Wer denkt, dass man zum Fällen von Bäumen nur eine Kettensäge braucht, ist auf dem Holzweg. Auch wenn ein Kettensägenschein für den Privatgebrauch nicht erforderlich ist, sobald man in öffentlichen Wäldern arbeiten möchte, benötigt man ihn. Privatgebrauch meint in diesem Falle nur, dass Eigentum auf dem eigenen Grundstück bearbeitet werden darf, sobald man einem Freund aushilft, braucht man schon einen Kettensägenschein. Aus diesem Grund können alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr einen Kettensägenschein erwerben, wenn es ihre geistige und körperliche Gesundheit erlaubt.

Die Kosten für den Schein betragen zwischen 100 und 400 Euro, da ein Schulungskurs besucht werden muss. Leider gibt es bisher keine einheitlichen Richtlinien für die Kurse, daher sollten sie unbedingt die verschiedenen Anbieter vergleichen. Es gibt sehr viele schwarze Schafe bei den Veranstaltern. Man sollte folgende Punkte in einem guten Kurs lernen:

  • benötigte Schutzausrüstung
  • Umgang mit der Säge
  • Aufbau einer Motorsäge
  • Wartung der Motorsäge
  • gesetzliche Schutzbestimmungen
  • das Zerlegen von Holz
  • Bäume fällen
  • Schneidetechniken (vom Umfang des Kurses abhängig)

Ein Video soll die wichtigsten Lerninhalte verdeutlichen:

7.2 Wann darf man eine Kettensäge benutzen?

Für die Benutzung von Motorsägen müssen die Regelungen der Bundesimmissionsschutzverordnung eingehalten werden. Sehr laute Geräte wie eine Motorsäge dürfen laut diesem Gesetz nicht an Sonn- und Feiertagen und von 20 – 7 Werktags benutzt werden. Natürlich kann es noch kommunale Reglungen geben, die weitere Einschränkungen machen, allerdings sind sie nicht die Regel.

7.3 Welches Öl/Bezin benutzt man für Kettensägen?

Dolmar Öl

günstiges Sägekettenöl von Dolmar

Für alle Kettensägen benötigen Sie spezielles Sägeketten-Haftöl, das die Schmierung der Kette auf dem Blatt verbessern soll. Bei Benzin-Kettensägen benötigen Sie einen zusätzlichen Kraftstoff. Das Benzin für diese Geräte muss im Verhältnis 1:50 oder 1:25 gemischt werden. Gemeint ist natürlich, dass ein Teil Öl und 25 oder 50 Teilen Benzin verbunden werden. Es unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Die genaue Mischung müssen Sie der Anleitung der Motorsäge entnehmen.

7.4 Wann sollte man das Schwert einer Kettensäge wechseln?

Die Kette ist natürlich eines der wichtigsten Teile der Motorsäge und sollte mindestens einmal im Jahr vom Fachmann geschärft werden. Aber auch das Schwert nutzt im Laufe der Zeit ab. Um den Verschleiß gleichmäßig zu verteilen sollte das Blatt von Einsatz zu Einsatz gewendet werden. Vor der Montage sollten Schwertnut und die Ölbohrungen gereinigt werden.

Tipp: Nach spätestens 4 Ketten ist das Kettenschwert zu erneuern. Wenn vorher Biegungen und Risse festgestellt wurden, sollte das Blatt sofort gewechselt werden.

7.5 Wie stark sollte man eine Kettensäge spannen?

Dieses Thema wird immer wieder diskutiert, wird aber in den meisten Beschreibungen auch erklärt. Die Kette ist auf die Nut aufzusetzen und sollte danach gespannt werden. Zwischen Blatt und Gliedern sollte noch minimal Spiel sein (meist zwischen 1 und 2 mm).

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