Das Wichtigste in Kürze
  • Metallbandsägen sind hauptsächlich dazu da, um Metallstangen, -leisten oder -rohre zu kappen. Daher werden sie gelegentlich auch Metallkappsägen genannt. Aber nicht jede Metallbandsäge führt sich wie eine Kappsäge: So gibt es auch freihändig geführte Metallbandsägen.
  • Es gibt stationäre und tragbare Bandsägen für Metall. Dabei unterscheiden sich die tragbaren Metallsägen untereinander wiederum dadurch, ob sie freihändig geführt werden oder eine Sägelade mitbringen.
  • Potenzielle Metallbandsägen-Testsieger haben einen besonders weiten Sägebereich, um möglichst viele unterschiedlich große Werkstücke schneiden zu können.

metallbandsäge-test

Alternativen zum Metallschneiden

Sollen hingegen keine Metallrohre oder -stangen gekürzt, sondern lange Materialien getrennt werden, dann lohnt ein Blick in unseren Ratgeber zu den vertikal aufgebauten Bandsägen. Schauen Sie hier allerdings genau hin, da die meisten Modelle eher für Holz geeignet sind:

Im Zweifel hilft auch immer ein Trennschleifer weiter:

Für extreme Fälle bleibt nur noch der Griff zum Plasmaschneider. Dieser ist jedoch eher etwas für Profis, schneidet aber dafür hochgradig präzise:

Mehr als 50.000 Installateure waren im Jahr 2017 in Deutschland beschäftigt (Quelle: ZDH). Auf ihren Einsätzen müssen sie nicht selten Metallrohre oder Stahl-Halterungen zurechtsägen.

Hierbei zeigen Metallbandsägen ihren unschätzbaren Wert: Tragbare Bandsägen für Metall schneiden vor Ort Werkstücke auf die benötigte Länge. Aufgrund ihres Aufbaus heißen sie gelegentlich auch Metallkapsägen sowie Horizontalbandsägen, da das Sägeband in der Horizontalen schneidet. Oder sie werden lediglich mit MBS abgekürzt (Metall-Band-Säge).

Es braucht keinen Metallbandsägen-Test, um ein gutes Modell zu identifizieren. In unserer Kaufberatung erklären wir Ihnen, wann ein stationäres und wann ein tragbares Modell für Sie besser geeignet ist.

Außerdem verraten wir Ihnen in unserem Metallbandsägen-Vergleich 2020, was es mit den unterschiedlichen Schnittgeschwindigkeiten auf sich hat. Diese ist nämlich bei unterschiedlichen Materialien und Metallsorten relevant.

1. Tragbar vs. stationär: Welche Metallbandsäge-Typen gibt es?

Bevor Sie eine günstige Metallbandsäge kaufen, sollten Sie überlegen, wofür Sie die Säge am häufigsten einsetzen wollen. Die Art der Anwendung entscheidet darüber, welche Kategorie von Metallsäge für Sie optimal ist.

1.1. Stationäre Metallsägen für die Werkstatt

metallbandsäge stationär

Maschinen-Hersteller wie SWM, Bernardo und Holzmann stellen viele, unterschiedliche stationäre Bandsägen her.

Stationäre Bandsägen für Metall haben den Vorteil, dass sie besonders stabil stehen. So gelingen besonders präzise Schnitte. Aber auch, wenn wie am Fließband etliche Werkstücke auf die gleiche Größe gekappt werden sollen, entfaltet die stationäre Metallbandsäge hier ihre Vorzüge.

Durch den Sägetisch geraten stationäre Maschinen naturgemäß sehr groß und schwer. Daher eignen sie sich nur für die Werkstatt. Aber dies ermöglicht den Herstellern, größere Motoren einzubauen. Dadurch sind nicht selten die stationären Metallbandsägen wesentlich leistungsstärker und haben potenziell einen größeren Schnittbereich. Doch dazu mehr in Kapitel 2. und 3.

Hersteller (oder in manchen Fällen eher Händler bzw. Importeure) wie Bernardo, Optimum, Güde und Holzmann stellen beispielsweise leistungsstarke stationäre Horizontalmetallbandsägen her bzw. handeln mit derartigen Geräten.

Vor- und Nachteile der stationären Horizontalbandsäge:

  • stabiler Stand
  • besonders präzise Schnitte möglich
  • besonders weite Schnittbereiche möglich
  • Platz für Motoren mit viel Leistung
  • sperrig
  • schwer
  • nicht mobil
  • braucht häufig Starkstromanschluss (400 Volt)

1.2. Tragbare Metallsägen für Handwerker und Baustellen

Auch ohne Metallbandsägen-Test erklärt sich von selbst, dass tragbare Sägen für den mobilen Einsatz gedacht sind. Allerdings gibt es bei den tragbaren Metallbandsägen noch eine weitere Differenzierung: Einige Modelle kommen mit einer Sägelade daher, andere wiederum werden freihändig geführt.

Tragbare Bandsägen für Metall mit einer Sägelade (also tragbare Horizontalbandsägen) sind perfekt, wenn beispielsweise Heizungsrohre auf der Baustelle zurechtgeschnitten werden sollen.

Aber auch für Handwerker bei der Installation neuer Sanitäranlagen sind die kleinen Metallkappsägen ideal. Hier finden sich bekannte Hersteller wie Flex, Güde, Femi und Holzmann.

Die freihändig geführten Metallbandsägen lassen sich zwar ebenfalls für diese Aufgaben einsetzen, allerdings braucht es hier eine sichere Hand. Freihand-Metallbandsägen sind praktisch, wenn an bereits montierten Anlagen Teile abgesägt werden sollen. Dies können beispielsweise kaputte Rohre im Altbau sein. Aber auch beschädigte Stahl-Traversen lassen sich damit problemlos schneiden.

Zwei Arten der tragbaren Metallbandsäge:

Horizontalbandsäge Freihandbandsäge
horizontal metallbandsäge freihand metallbandsäge
  • geführte Schnitte per Sägelade
  • präzise Schnitte möglich
  • viele Schnitte in schneller Folge
  • Schnitte an aufgebauten Konstruktionen
  • individuelle Schnitte möglich

2. Besitzen nur die besten Metallbandsägen einen weiten Schnittbereich?

metallbandsäge mit gehrung

Metallbandsägen mit Gehrungsfunktion lassen sich präzise auf vorgefertigte Winkel einstellen.

Durch die Halterung der Metallbandsägeblätter ist die Sägebreite immer begrenzt. Je weiter der Schnittbereich ist, desto flexibler sind Sie in der Verwendung der Metallbandsäge. Aber auch der Abstand des Sägebandes zum Haltebügel begrenzt die Schnitttiefe.

Profi-Metallbandsägen schaffen es, Werkstücke zu zerschneiden, die dicker als 200 mm sind, da in Werkstätten unter anderem Teile für Tragekonstruktionen vorbereitet werden.

Wollen Sie hingegen lediglich Frischwasser- oder Heizungsrohre kappen, dann reichen auch kleinere Größen. Für Installateure und Heimwerker empfehlen sich Schnittgrößen bis maximal 130 x 130 mm (viele Modelle haben Schnittbreiten und -höhen von 130 x 125 mm). Die kleinste noch sinnvolle Schnittgröße liegt bei ungefähr 100 x 100 mm.

Gehrungen machen die Metallkappsäge zur Universal-Metallsäge

Die meisten Metallbandsägen bringen den Vorzug einer Gehrungsfunktion mit sich. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie Zwischenstreben bei Stützkonstruktionen herstellen, aber auch beim Zuschnitt für Heizungsrohre erspart die Gehrungsfunktion Probleme.

Gehrungen verkleinern den Schnittbereich:

Bedenken Sie jedoch, dass sich bei Gehrungen der Schnittbereich verkleinert. Da das Sägeblatt schräg zum Werkstück ausgerichtet wird, muss das Sägeblatt eine längere Wegstrecke schaffen, als wenn es gerade durch das Werkstück sägen müsste. Meist verkleinert sich der Sägebereich durchschnittlich um 50 mm.

3. Viel Kraft für sehr hartes Metall

Volt-Angaben nicht vergessen!

Achten Sie auf die Volt-Angaben bei Metallsägen: Es ist nicht unüblich, dass einige Maschinen mehr als die üblichen 230 Volt verlangen.

Da besonders stationäre Horizontalbandsägen für den harten Einsatz in Werkstätten ausgelegt sind, arbeiten sie häufig nur mit 400 Volt (auch Starkstromanschluss genannt).

Solange keine Bandsäge für Metall im Test ihre Kraft bewiesen hat, bleibt nur die Leistungsaufnahme als Hinweis für einen kräftigen Elektromotor.

Wer lediglich Aluminium, Kunststoff und ähnlich weiche Metalle schneiden will, der wird mit einem Motor glücklich, der 600 bis 800 Watt zieht.

Sollen jedoch festere Metalle wie Hartmetall, HSS sowie andere Stahlarten geschnitten werden, dann braucht es einen starken Motor. Aber auch wenn das Werkstück sehr dick ist, empfehlen sich Elektromotoren mit mehr als 1.000 Watt Leistungsaufnahme.

In kompakten Eisenstangen würde sich beispielsweise eine Metallbandsäge mit nur 400 Watt nur langsam durchschneiden oder gar festhängen.

eisenbandsaege-test

4. Ist eine gemäßigte Geschwindigkeiten bei Edelstahl notwendig?

Bei Metallbandsägen gelten etwas andere Gesetzmäßigkeiten als bei Bandsägen für Holz. Beim Schneiden in Metall ist es wichtig, dass das Metall nicht zu heiß wird: Wenn legierte Stähle blau glühen, ist die Legierung irreparabel beschädigt. Dies kann den Stahl spröde werden lassen und das Werkstück ist ruiniert. Daher sind gemäßigte Geschwindigkeiten beim Metallsägen sehr wichtig.

Am besten ist es, wenn Sie möglichst viel einstellen können, um so die für Ihr Metall optimale Geschwindigkeit einzustellen. Daher gilt: Je mehr einstellbare Geschwindigkeitsstufen, desto besser. Viele hochwertige Metallbandsägen haben ein sogenanntes Vario-Getriebe verbaut, bei dem die Drehzahlen stufenlos verstellbar sind.

Für sehr feste Legierungen bieten sich Geschwindigkeiten unter 40 Meter pro Minute an (m/min). Bei weichen Materialien wie Aluminium sind höhere Geschwindigkeiten um die 80 m/min zielführend.

Metallbandsäge für Edelstahl:

Edelstahl ist eine aufwendige Legierung und besonders häufig in sanitären Anlagen verbaut, da er sich sehr gut desinfizieren lässt. Daher treffen tragbare Metallbandsägen regelmäßig auf Edelstahl. Wählen Sie zum Sägen von Edelstahl Bandsägen mit hoher Wattzahl aber niedriger Schnittgeschwindigkeit: z. B. 1.200 Watt und 30 m/min.

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5. Häufige Fragen bei Bandsägen für Metall

5.1. Was ist das Besondere der Metallbandsäge?

Im Prinzip ist es eine kleine Bandsäge für Metall. Das Sägeband besteht aus besonders hartem Stahl, damit es andere Stähle überhaupt schneiden kann.

Da sie hauptsächlich zum Kappen schmaler Metallstangen oder Rohre gedacht ist, ist sie an einer Sägelade fest montiert und wird ähnlich einer Kappsäge bedient: Der Anwender senkt die Schneide von oben nach unten ins Material.

Suchen Sie nach einer Möglichkeit, um einmalig nur ein paar Heizungsrohre zurechtzusägen, dann können Sie in den meisten Baumärkten eine Metallsäge gebraucht leihen. Auf diese Weise bekommen Sie sehr günstig eine hochwertige Metallsäge zur Verfügung gestellt. Je nach Baumarkt kann es ein Modell von Berg & Schmid, Güde oder Epple sein.

metallsägeband

5.2. Welches Sägeblatt eignet sich für meine Metallbandsäge?

metallkappsäge test

Achten Sie immer auf exakt passende Sägebänder bei Metallbandsägen.

Hersteller schreiben in der Regel auf die Verpackung oder die Bedienungsanleitung, welche Sägebandgröße mit dem jeweiligen Werkzeug kompatibel ist. Gelegentlich lassen sich nur Sägebänder der jeweiligen Marke verwenden.

Maschinen von Herstellern für den Profi-Bereich sind meist kompatibel mit Marken fremden Sägebändern. So harmonieren beispielsweise Metallbandsägen von Bernardo durchaus mit unbekannten Sägebändern; sofern die Maße kompatibel sind.

Hierbei sollten Sie sich unbedingt an den empfohlenen Größen orientieren, denn zu kleine Sägebänder werden nicht in Ihre Metallbandsäge passen.

Zu weite Sägeblätter können sich unter Umständen im Werkzeug verkeilen und es so zerstören. Außerdem wird es für Sie so nur gefährlich an der Bandsäge.

Ebenso ist die Höhe und Stärke des Sägebandes wichtig: Ist das Sägeblatt zu hoch, passt es nicht in die Halterung oder rutscht beim Arbeiten heraus. Zu dicke Sägeblätter würden ebenfalls im Werkzeug blockieren.

Je härter das Material, desto feiner sollten Sie die Bezahnung des Sägebandes wählen.

5.3. Was muss ich beim Schneiden von Eisen beachten?

Richtiges Eisen liegt in den seltensten Fällen vor. In der Regel wird es sich um eine Legierung handeln, in dem bestimmte Anteile an Roheisen und Kohlenstoff variieren. Daraus entstehen die verschiedenen Stahlsorten. So gesehen ist eine Metallbandsäge auch eine Eisenbandsäge.

Liegt ein sehr harter Stahl vor, sollten Sie mit geringer Schnittgeschwindigkeit sägen und gegebenenfalls ein Kühlmittel einsetzen.

Ebenso empfiehlt es sich, darauf zu achten, ob Sie zuerst einen nicht rostfreien Stahl und anschließend einen rostfreien Stahl sägen. Zwischen solchen Stählen müssen unbedingt das Sägeblatt, der Werktisch und das Werkzeug von allen Resten des rostbaren Metalls gesäubert werden, da es sonst den rostfreien Stahl verunreinigt und ihn ebenfalls zum Rosten bringt.

Edelstahl ist nicht immer rostfrei:

Unterscheiden Sie hier zwischen rostfreiem und nicht rostfreiem Edelstahl.

Schutzkleidung nicht vergessen! Beim Arbeiten mit den leistungsstarken Sägen empfiehlt sich Schutz für Augen, Mund und Ohren. Gerade feiner Staub wird gerne unterschätzt und ist ungesund, wie unter anderem auch Stiftung Warentest warnt.