Das Wichtigste in Kürze
  • Holzkohlegrills sind die Klassiker unter den Grills und sorgen für eine gute Grillatmosphäre. Für ein besonderes BBQ-Feeling sorgen die hochwertigen Grillwagen mit Deckel, die auch für indirektes Grillen geeignet sind.
  • Mit Trichter- und Säulengrills gelingt das Anheizen schnell und einfach, da ein ausgereiftes Belüftungssystem für die richtige Luftzufuhr sorgt.
  • Der Schwenkgrill ist ein regionaler Klassiker und wird vor allem im Saarland eingesetzt. Durch die rotierenden Bewegungen des Grillrosts wird das Fleisch besonders gleichmäßig gegart und muss weniger oft gewendet werden.

Grill Test
Im Frühling und Sommer ist die Grillsaison im vollen Gange. Der Klassiker unter den Grills ist der Holzkohlegrill. Mit ihm kann sich die besondere Grillatmosphäre entfalten, die bei jedem richtigen Barbecue vorherrschen sollte. Die Holzkohle sorgt nicht nur für den klassischen Grillrauch sondern auch für die Röstaromen, die das Steak oder die Bratwurst zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis machen. Doch die Auswahl an Grill-Typen ist relativ groß. Neben dem normalen Standgrill gibt es Säulengrills, Trichtergrills, Lavasteingrills, Schwenkgrills und Grillwagen. Worauf sie beim Kauf eines Holzkohlegrills achten müssen, soll Ihnen der Ratgebertext zum großen Grill-Vergleich 2020 verraten.

1. Welche Grill-Arten gibt es?

1.1. Grillwagen

Ein Grillwagen ist meist ein rechteckiger Holzkohlegrill, der über eine kleine Ablagefläche an der Seite und eine große Ablagefläche unter dem Grill verfügt. Besonders hochwertige Modelle haben auch einen Deckel für indirektes Grillen. In der Regel hat ein Grillwagen eine sehr große Grillfläche, die für die Bewirtung von mehr als 6 Personen ausreicht. Wenn Sie an einem richtigen amerikanischen Barbecue interessiert sind, sollten Sie so ein Produkt bevorzugen. Ein besseres BBQ-Feeling kann nur ein richtiger BBQ-Smoker erreichen.

  • einfacher Transport
  • edle Optik
  • auch für indirektes Grillen geeignet
  • hohes Gewicht
  • sehr groß

1.2. Standgrill

Der Standgrill ist der Klassiker unter den einfachen Holzkohlegrills. Aufgebaut sind einfache Standgrills aus einem Kohlebehälter mit Füßen und einem Grillrost. In unserem Grill Vergleich 2020 waren sehr günstige Modelle dabei. Vor allem einfache Standgrills für 10 Euro sind weit verbreitet. Von manchen Menschen werden Sie eher als „bessere Einweggrills“ angesehen. Die günstigen Grills haben aber eine etwas wackelige Konstruktion.

  • einfache Konstruktion
  • schneller Aufbau
  • geringes Gewicht
  • meist sehr wackelige Konstruktion
  • eher geringe Lebensdauer

1.3. Säulen- und Trichtergrill

Die Säulen- und Trichtergrills gehören in die gleiche Kategorie. Besonders gut ist bei diesen Modellen, dass ein Kamin-Effekt vorgesehen ist. Durch den Kamin-Effekt kann das Anheizen auf 15 Minuten verkürzt werden. Es dauert damit ungefähr so lang wie bei einem guten Kugelgrill. Die meisten Säulengrills werden aus Edelstahl hergestellt. Der einzige Unterschied zwischen einem Trichtergrill und einem Säulengrill besteht in der Form des Kohlebehälters. Bei einem Trichtergrill ist dieser trichterförmig. Dadurch gestaltet sich das Anheizen besonders einfach und schnell. Allerdings ist der Abstand vom Grillrost zur Glut sehr groß, so dass das Grillen länger dauern kann. Beim Säulengrill ist der Kohlebehälter meistens rund.

  • schnelles Anheizen
  • edle Optik
  • fester Stand
  • nur für direktes Grillen geeignet
  • schnelles Anheizen mindert die Grillatmosphäre

1.4. Kugelgrill

Was ist indirektes Grillen?

Beim indirekten Grillen wird das Grillgut schonend gegart wie in einem Backofen. Über den Grill wird ein Deckel gestülpt und die Temperatur wird runter reguliert. Besonders Gasgrills eignen sich zum indirekten Grillen, auch auf dem Balkon.

Der Kugelgrill ist eng mit den Namen Weber verbunden. Die Erfindung des Kugelgrills wird dem Amerikaner George Stephen zugeschrieben. Mit einem Partner gründete er die Firma Weber-Stephen Produkts LLC. Heute ist Weber für hochwertige Gasgrills und Kugelgrills bekannt. Letztere werden natürlich mit Holzkohle betrieben. Ein Kugelgrill selbst besteht aus einer Kohlenschale mit Füßen, einem Grillrost und dem passenden Deckel. Neben dem indirekten Grillen bietet ein Kugelgrill auch die Möglichkeit des direkten Grillens. Falls Sie sich für einen Kugelgrill interessieren, empfehlen wir unseren Kugelgrill Ratgeber.

2. Holzkohlegrill vs. Gasgrill und Elektrogrill – was ist besser?

Holzkohlegrill Gasgrill Elektrogrill
  • Rauch- und Röstaromen
  • sehr gute Grillatmosphäre
  • einfacher Transport durch geringes Gewicht
  • geringe Anschaffungskosten
  • Entstehung von krebserregenden Stoffen wie Benzopyren
  • hohe Rauchbelastung
  • Rauch- und Röstaromen
  • schnelles Anheizen
  • gutes BBQ-Feeling
  • Seitenbrenner für die Zubereitung von Soßen
  • einfache Temperaturregulierung
  • erlaubt direktes und indirektes Grillen
  • keine Entstehung von krebserregenden Stoffen
  • hohe Anschaffungskosten
  • hohes Gewicht
  • geringe Anschaffungskosten
  • geringe Rauchbelästigung
  • auch in Wohnungen verwendbar
  • einfache Temperaturregulierung
  • keine Entstehung von krebserregenden Stoffen
  • eher schlechte Grillatmosphäre
  • Röstaromen können nicht gebildet werden

3. Kaufberatung: Worauf sollte beim Grill-Kauf geachtet werden?

Diese Grills haben wir noch verglichen:

Standfestigkeit, Grillform und Größe sind wichtige Aspekte beim Grillkauf. Außerdem lohnt es sich, sobald Sie das Gerät in Händen halten, nach Konstruktionsfehlern zu untersuchen.

Beim Weber-Grill ist das Anheizen besonders einfach. Grills von Napoleon zeichnen sich durch eine besondere Optik aus, sind beim Anheizen jedoch meist nicht so gut, wie die Modelle von Weber. Bei den Produkten von Enders, Landmann, BBQ Bull, Tepro und Activa wird manchmal die Passgenauigkeit der Teile bemängelt.

3.1. Die Form des Grillrosts

von der Marke Tepor

Unser Grill-Vergleichssieger von Tepro.

Bei der Form des Grillrosts sollten Sie nach Ihren persönlichen Vorlieben gehen. Es gibt Menschen, die einen rechteckigen Grill bevorzugen, damit sie an den Ecken Fleisch oder Bratwürste warmhalten können. Runde Grillroste können den Vorteil haben, dass wirklich alle Bereiche des Grills gleich warm sind. Am Ende hängt dies allerdings auch von dem Geschick des Grillmeisters ab. Unser Grill-Vergleichssieger hatte ein rechteckiges Grillrost und man kann mit ihm recht gute Ergebnisse erzielen.

3.2. Grillgröße

Bei der Grillgröße haben wir im Grill-Vergleich drei verschiedene Varianten unterschieden. Die sehr großen Grills sind für mehr als 6 Personen geeignet. Falls Sie also ein BBQ planen, sollten Sie zu unserem Grill Testsieger von Tepro oder dem Preis-Leistungs-Sieger von Grillchef BBQ greifen. Die großen Grills aus unserem Grill Vergleich sind für 4-6 Personen gedacht. Der Säulengrill von Activa wäre hier besonders zu empfehlen. Mit einem normalen Grill können Sie 4 Personen gleichzeitig bewirten. Der Schwenkgrill BBQ 80 liefert in diesem Bereich beim Grill Test gute Ergebnisse. Die „besseren Einweggrills“ sind in der Regel sehr klein und nur für 2-3 Personen gedacht. Der Hersteller Tepro stellte das günstigste und kleinste Modell im Grill Vergleich.

3.3. Material

Beim Material gab es im Grill-Vergleich nur wenig Unterschiede. Für einen Holzkohlegrill ist pulverbeschichteter Stahl der Standard. Wenn der Stahl mit Thermolack bearbeitet wurde, damit er nicht so schnell abblättert, ist er hochwertiger.

Am Edelsten ist natürlich Edelstahl: Vor allem Trichter und Säulengrills werden aus diesem Material gefertigt.

3.4. Wichtige Extras

Zum indirekten Grillen wird ein Deckel benötigt. In unserem Grill-Vergleich hatte dieses Feature nur der Grill-Vergleichssieger von Tepro.

Bei Holzkohlegrills spielt die Belüftung eine besondere Rolle. Je besser das Belüftungssystem, desto schneller kann die Holzkohle durchheizen. In unserem Grill-Vergleich konnten die Modelle von Tepro und Grillchef BBQ hier die besten Ergebnisse erzielen.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Grill

4.1. Wann darf man grillen?

unser Preis-Leistungs-Sieger von Grillchef-BBQ

Unser Preis-Leistungs-Sieger von Grillchef-BBQ.

Das Grillen in den Sommermonaten führt immer wieder zu Streit zwischen Nachbarn und Mietparteien. Gesetzliche Regelungen zur Nutzung von Grills gibt es bisher nur in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Das Grillen ist in diesen Bundesländern nach den Landesimmisionsschutzgesetzen verboten, wenn unbeteiligte Nachbarn von Qualm und Rauch belästigt werden. Dies ist der Fall, wenn Rauch in Wohn- oder Schlafräume eindringt. Die Polizei kann in diesem Falle das Grillen untersagen. Elektrogrills bieten in diesem Falle einen großen Vorteil. Ansonsten gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Ab 22 Uhr ist jedoch eher Zimmerlautstärke einzuhalten.

4.2. Wohin mit der heißen Kohle beim Grillen im Park?

Die Asche sollte gelöscht und wenn sie kalt ist, in der Mülltonne entsorgt werden. Niemals darf glühende Asche in den Mülleimer geworfen werden, da erhöhte Brandgefahr besteht.

4.3. Wann soll man das Fleisch auf den Grill legen?

Das Fleisch kommt auf den Grill, wenn die Kohle gut durchgezogen und die Glut im ausreichenden Maße vorhanden ist. Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn Sie Ihre Hand 3 bis 4 Sekunden auf der Höhe des Rosts über den Grill halten können.

4.4. Wann grillt man mit Deckel?

grill mit deckelEin Deckel wird benötigt, wenn man indirekt grillen möchte. Indirektes Grillen wird hauptsächlich für die Zubereitung von Fisch, ganzen Hähnchen, Lammkeulen oder großen Fleischstücken genutzt. Das Steak, die Bratwurst oder der Schaschlik-Spieß werden normalerweise direkt über dem Feuer gegart. Vor allem Gasgrills können hier punkten, da die Temperaturregulierung mit Gas wesentlich einfacher ist. Mit Holzkohle muss man mehr üben.

Die meisten Kunden, die einen Weber Touch GBS nutzen, sprechen von einer langen Umgewöhnungszeit. Außerdem muss man ausprobieren, wie viel Holzkohle für das Grillen benötigt wird, da sonst die Glut erlischt, bevor das Grillgut fertig zubereitet ist.

Ein Gasgrill kann beim indirekten Grillen besonders überzeugen, da sich die Temperatur einfach auf Knopfdruck regulieren lässt. Auch müssen Sie bei einem Gasgrill nicht warten bis die Holzkohle durchgeglüht ist. Vor allem das amerikanische Barbeque-Feeling wird durch das Grillen mit Gas gestärkt.

Für ein richtiges traditionelles Barbecue empfiehlt sich allerdings eher ein Barbecue-Smoker. Dieser wird ebenfalls mit Holzkohle betrieben und sorgt für einen besonders rauchigen Geschmack.
Ein Video soll Ihnen zeigen, wie eine Hochrippe im Kugelgrill zubereitet wird.

4.5. Hat Stiftung Warentest Grills untersucht?

Die Stiftung Warentest führt recht regelmäßig Grill-Tests durch. Das letzte Mal war es in der Ausgabe 06/2014 der Fall. In der Kategorie Holzkohlegrill teilten sich ein Säulengrill von Barbecook und der Weber Touch GBS mit der Note 2,4 den Testsieg. Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe auch Gasgrills untersucht.

Die Holzkohlegrills schnitten vor allem im Punkt Handhabung schlechter ab. Leider konnte der beste Grill von Stiftung Warentest die Kunden nicht so überzeugen wie andere Modelle, daher kommt er in unserem Vergleich nicht vor. Der beste Grill von Weber erzielt zwar gute Ergebnisse, da wir aber einen eigenständigen Kugelgrill Test haben, kommt er hier nicht vor.