Das Wichtigste in Kürze
  • Entkoffeinierter Kaffee stellt eine gelungene Alternative zu Kaffeesorten mit Koffein dar. Geschmacklich sind kaum Unterschiede zu merken – dafür aber gesundheitliche Vorteile, wie zum Beispiel für den Blutkreislauf. Außerdem hat koffeinfreier Kaffee eine geringere harntreibende Wirkung.
  • Entkoffeinierter Kaffee aus Arabicabohnen ist besonders mild im Geschmack, während Robustabohnen kräftige, holzige Aromen innehaben. Arabicabohnen sind außerdem von Natur aus koffeinärmer und deswegen besonders gut für die Herstellung von Kaffee ohne Koffein geeignet.
  • Achten Sie darauf, dass der Kaffee unter fairen Bedingungen für Menschen und Umwelt angebaut wurde. Das Bio-Siegel gibt Auskunft darüber, ob die importierten Bohnen den europäischen Normen für ökologische Landwirtschaft entsprechen.

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Für viele Menschen ist das dunkelbraune Heißgetränk ein Lebenselixier am Morgen: Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2017 genießen mehr als 80 % der deutschen Bevölkerung täglich eine Tasse Kaffee. Besonders die anregende Wirkung des Koffeins auf das Nervensystem steht dabei oft im Vordergrund.

Das Wirkungsspektrum von Koffein ist vielseitig: verdauungsfördernd, konzentrationssteigernd und belebend sind nur einige davon. Doch nicht jeder verträgt den stimulierenden Hauptwirkstoff von Kaffee problemlos. Senioren und Menschen mit Kreislaufproblemen und Bluthochdruck sowie Frauen in der Schwangerschaft wird dazu geraten, auf koffeinhaltige Getränke zu verzichten. Auch Menschen, die Abhängigkeitssymptome aufweisen, sollten darüber nachdenken, zu koffeinfreiem Kaffee zu greifen.

In unserem Entkoffeinierter-Kaffee-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen bekannte Marken und Hersteller vor. Wir vergleichen die Produkte in den Kategorien Aromen und Herstellungsverfahren, um herauszufinden, welche Sorten besonders mild und cremig sind. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Hersteller darauf achten, nachhaltige Kaffeebohnen bei der Produktion zu verwenden, damit Sie mit gutem Gewissen das schwarze Gold genießen können.

1. Kaufberatung für entkoffeinierten Kaffee: Ganz nach Ihrem Geschmack

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Guter Kaffee steht und fällt mit der Verwendung der richtigen Bohnen. Grundsätzlich wird zwischen Kaffeeprodukten in folgenden Formen unterschieden:

  • Für Genießer: Entkoffeinierter Kaffee aus ganzen Bohnen ist intensiv und vielfältig im Geschmack, da die Bohnen bei der Herstellung nicht vollkommen aufgebrochen werden. Es kostet mehr Zeit, den Kaffee zuzubereiten, aber der Genuss ist unschlagbar.
  • Für den alltäglichen Genuss: Entkoffeinierter Pulverkaffee ist oft cremiger und süßer. Außerdem ist das Pulver leicht verträglich und damit für die tägliche Tasse Kaffee geeignet.
  • Wenn es mal schnell gehen muss: Entkoffeinierter Instant-Kaffee ist leicht und schnell zuzubereiten, aber auch deutlich dünner in der Aromenvielfalt.

Der beste entkoffeinierte Kaffee sollte perfekt zu Ihren Vorlieben beim Kaffeegenuss passen. Anhand der verwendeten Kaffeebohnen lässt sich eine deutliche geschmackliche Tendenz bei vielen Produkten herauskristallisieren.

Wenn Sie einen feinen, vielfältigen und milden Kaffee mögen, ist entkoffeinierter Pulverkaffee aus Arabicabohnen eine gute Wahl. Für alle, die es kräftiger und herb mögen, sind Robustabohnen ideal.

Insgesamt gelten entkoffeinierte Kaffeebohnen als etwas milder im Geschmack, da je nach Herstellungsprozess die Bohnen aufgespaltet werden und dabei Aromen verloren gehen können. Außerdem wird Kaffee ohne Koffein nachgesagt, dass durch die verwendeten Lösungsmittel Bitterstoffe in das Produkt gelangen, wodurch manche Produkte einen säuerlichen Nachgeschmack haben können.

Wir haben die beiden populärsten Kaffeebohnen für Sie verglichen:

Kaffeebohnen-Art Merkmale
Arabica
  • Hauptanbaugebiete: Brasilien, Südamerika, Afrika, Äthiopien
  • Aromen: vielfältig, fruchtig
  • Koffeingehalt: 1,1 bis 1,7 %

+++ mild
+ kräftig
++ Koffeingehalt vor Behandlung
++ Verträglichkeit

Robusta
  • Hauptanbaugebiet: Indonesien, Vietnam, Indien und Uganda
  • Aromen: herb, holzig
  • Koffeingehalt: 2 bis 4,5 %

+ mild
+++ kräftig
+++ Koffeingehalt vor Behandlung
+++ Verträglichkeit

Hinweis: Entkoffeinierter Instant-Kaffee kann möglicherweise Milchzucker oder Spuren von Laktose beinhalten. Wenn Sie sich vegan ernähren, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass folgende Bezeichnungen nicht in den Inhaltsstoffen vorkommen:

  • Molkepulver
  • Milcheiweiß
  • Süßmolke

2. Herkunftsland: Exportiert Südamerika hauptsächlich Arabicabohnen und Asien produziert Robusta-Kaffee?

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Das Farbspektrum der Kaffeebohnen reicht von dunklen Rot bis hin zu sattem Gelb.

Zu den exportstärksten Ländern für Kaffee zählen neben den Top-Exporteuren Brasilien und Vietnam auch Indonesien, Kolumbien, Äthiopien, Indien und Honduras.

Während es in Vietnam begrenzte Flächen für den Anbau von hauptsächlich Robustabohnen gibt, ist Kolumbien ein Vorreiter für Arabicabohnen. Das Besondere an den Kaffeebohnen aus Kolumbien ist, dass es jährlich zwei Ernteperioden gibt. Wirtschaftlich gesehen bringen die Plantagen dort also weitaus mehr Erträge. Geschmacklich wird dem Kaffee nachgesagt, durch die verkürzte Reifezeit bitterer zu sein als der Kaffee aus benachbarten Ländern in Südamerika.

Da die Kaffeebohnen einen weiten Weg zurücklegen, um europäischen Boden zu erreichen, sollten Sie, wenn Sie entkoffeinierten-Kaffee kaufen, darauf achten, dass das Produkt ein Bio-Siegel hat. Damit stellen Sie sicher, dass die Inhaltsstoffe im Kaffee gemäß den Normen und Bestimmungen der ökologischen Landwirtschaft angebaut wurden.

Ein Pluspunkt ist außerdem das Fair-Trade-Siegel. Besonders in asiatischen Ländern bezeugt das Zertifikat, dass Bauern unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten.

Als Ursprungsort des Kaffees gilt die in Äthiopien liegende Region Kaffa. Dort wurde Kaffee bereits im 9. Jahrhundert in Umlauf gebracht.

3. Verfahren zur Entkoffeinierung: Wie wird das Koffein aus der Bohne gezogen?

Es gibt verschiedene Methoden, Kaffeebohnen das Koffein zu entziehen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die bekanntesten Entkoffeinierungsverfahren vor:

  1. Entkoffeinierung durch Lösungsmittel: Zunächst quellen die Kaffeebohnen in heißem Wasser auf, bevor sie etwa einen halben Tag in Lösungsmittel gebadet werden. Das häufig verwendete Lösungsmittel Dichlormethan stand schon häufiger in Kritik. Der Chemikalie werden krebserregende Eigenschaften nachgesagt. Eine natürliche Alternative stellt Ethylacetat dar, welches aus Extrakten aus Obst und Gemüse gewonnen wird. Nach dem Lösungsprozess werden die Kaffeebohnen getrocknet. Anschließend kann das Produkt verpackt und verschifft werden.
  2. Entkoffeinierung durch Kohlenstoffdioxid: Bei diesem Verfahren werden die Bohnen unter hohem Druck mit CO2 bearbeitet. Während der sogenannten „fluiden Phase“ löst sich das Koffein aus der Bohne. Nachdem das Kohlenstoffdioxid vollständig verdampft ist, bleiben reine, koffeinfreie Kaffeebohnen zurück.
  3. Der Schweizer-Wasser-Prozess: Dieses Verfahren scheint zunächst der verträglichste aller Entkoffeinierungsprozesse zu sein. Im Gegensatz zu den anderen Methoden werden hier keinerlei chemische Substanzen verwendet. Nachhaltig ist dieser Prozess jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: bei der Vorgehensweise werden Unmengen an Wasser benötigt, da die Kaffeebohnen so lange in heißem Wasser eingelegt werden, bis die Bohne so aufgequollen ist, dass das Koffein ohne die Verwendung von Lösungsmitteln von der Bohne gelöst werden kann.

4. Entkoffeinierter Kaffee: Wie gesund ist das Heißgetränk wirklich?

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Was ist Koffein?

Koffein, auch Coffein geschrieben, ist eine chemische Verbindung, die vorrangig in Kaffee, Tee und Kolanüssen vorkommt. Der Stoff hat einen bitteren Geschmack und gelangt durch den Magen in den Blutkreislauf. Die Wirkung von Koffein im Blut hält in etwa 3 bis 4 Stunden an.

Es kursieren viele verschiedene Ansichten und Meinungen darüber, ob Koffein im Kaffee gesundheitliche Risiken birgt. Eine pauschale Antwort auf die Frage gibt es nicht, da die Verträglichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Auch der Herstellungsprozess ist ausschlaggebend dafür, ob entkoffeinierter Kaffee gesund ist.

Fakt ist, dass durch die Einnahme von Koffein das zentrale Nervensystem angeregt wird. Gleichzeitig werden Blutgefäße verengt und der Blutdruck erhöht sich. Für alle, die Koffein vertragen, bedeutet das: Sie fühlen sich konzentrierter und wacher. Menschen, die eine Koffeinunverträglichkeit haben, erleben die Wirkung anders. Schweißausbrüche und nervöses Zittern begleitet von Herzrasen und Magenprobleme sind Auswirkungen, die oft unterschätzt werden.

Entkoffeinierter Kaffee ist eine gute Alternative, wenn Sie das Gefühl haben, Koffein nicht problemlos zu vertragen. Auch bei Schlaflosigkeit und für schwangere Frauen raten wir Ihnen dazu, entkoffeinierten Kaffee auszuprobieren.

Auch die Stiftung Warentest hat sich mit den Auswirkungen von Kaffee und Koffein auf den menschlichen Organismus beschäftigt. Zwar hat das Verbrauchermagazin bisher noch keinen Entkoffeinierter-Kaffee-Test herausgebracht, weshalb es auch noch keinen Entkoffeinierter-Kaffee-Testsieger der Stiftung Warentest gibt, in ihrer Meldung Gesund mit und ohne Koffein wird jedoch erläutert, dass moderater Koffeinkonsum nachweislich keine gesundheitsschädlichen Wirkungen auf den Körper hat. Ganz im Gegenteil: In Maßen sollen die im Kaffee vorhandenen Stoffe sogar gesundheitsfördernd sein.

Schädlich sei lediglich die individuelle Toleranzgrenze, die sich bei häufigem Konsum von Kaffee senken kann. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum hinweg viel Kaffee trinken, kann es passieren, dass Ihre Toleranz gegenüber koffeinhaltigen Getränken abnimmt. Das bedeutet, dass Ihre Nervenzellen sich an die Zufuhr von Koffein gewöhnen und somit ohne die Substanz verlangsamt arbeiten.

5. Wie wird Kaffee in verschiedensten Formen richtig zubereitet?

Kaffee kann auf verschiedene Arten zubereitet werden. Herkömmlicherweise wird Wasser in einer Herdkanne aufgekocht und anschließend in den mit Kaffeepulver befüllten Filter gegossen. Daher auch der Name Filterkaffee. Heutzutage vereinfachen Kaffeemaschinen den Prozess des Kaffeekochens. Auf Knopfdruck werden Heißgetränke in Café-Qualität zubereitet.

Die Auswahl an qualitativ hochwertigen Kaffeemaschinen ist groß. Je nachdem, was Sie mit der Maschine zubereiten möchten, gibt es unterschiedliche Modelle und Funktionen. Von einer French-Press über Kaffeemaschinen mit Mahlwerk zu Kaffeepadmaschinen und Kapselmaschinen – für jede Zubereitungsform gibt es das passende Gerät.

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Der Barista kennt sein Handwerk: Hier dient Milchschaum nicht nur zur Versüßung des Kaffees, sondern gleichzeitig als künstlerisches Statement.

Während Sie für die Zubereitung von Instant-Kaffee lediglich einen Wasserkocher benötigen, sollten die edlen Espressobohnen am besten in einer speziellen Espressomaschine landen. Neben einem manuellen Espressokocher, eignet sich auch ein elektrischer Espressokocher. Für Cappuccino oder Latte Macchiato ist eine Siebträgermaschine die richtige Wahl.

Prinzipiell können Sie in jeder Kaffeemaschine sowohl koffeinierten wie auch koffeinfreien Kaffee herstellen. Allein der Herstellungsprozess entscheidet schlussendlich darüber, ob das Getränk am Ende die wachmachende Substanz enthält.

Folgende Hersteller sind bekannt für exquisiten Kaffeegenuss aus Kaffeevollautomaten:

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Kaffee

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6.1. Was unterscheidet Kaffee ohne Koffein von Kaffee mit Koffein?

Fakt ist: Kaffeegeschmack ist Typ-Sache. Sie sind noch unschlüssig, ob entkoffeinierter Kaffee etwas für Sie ist? Wir haben die die Vor- und Nachteile dieser Kaffee-Art im Vergleich zu koffeinhaltigen Kaffee für Sie zusammengefasst:

  • kein Risiko für eine Koffeinabhängigkeit
  • geringere gesundheitliche Gefahren wie Verengung der Blutgefäße und Bluthochdruck
  • der Herzschlag ist gemäßigt und entkoffeinierter Kaffee hat eine weniger harntreibende Wirkung
  • geschmackliche Nuancen können bei der Produktion verloren gehen
  • das Verfahren der Entkoffeinierung ist sehr umweltbelastend, da es viel Wasser und Energie benötigt wird

6.2. Gibt es auch entkoffeinierten Espresso?

Ja. Im Grunde gibt es jede Kaffee-Art auch in koffeinfreier Form. Neben entkoffeinierten Espresso gibt es beispielsweise auch entkoffeinierten Cappuccino. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Kaffeesorten liegt in der Herstellung und Zubereitung. Während Espresso besonders aromatisch und kräftig im Geschmack ist, lässt sich Cappuccino eher einen milden bis süßlichen Geschmack zuschreiben. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Schaumbildung: Cappuccino-Getränke werden mit einer cremigen Schaumkrone genossen, während Espressi ohne Milchschaum serviert werden.

6.3. Entkoffeinierter-Kaffee in der Schwangerschaft: Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Grundsätzlich gilt, dass Sie in der Schwangerschaft nicht vollkommen auf koffeinhaltigen Kaffee verzichten müssen. Es wird empfohlen, die Menge an Koffein zu reduzieren. In der Regel sind 200 mg Kaffee eine ertragbare Menge für schwangere Frauen. Für alle, die täglich mehr als zwei Tassen Kaffee zu sich nehmen möchten, ist entkoffeinierter Kaffee in der Schwangerschaft die ideale Lösung. Achten Sie trotzdem darauf, auch genügend andere Flüssigkeiten zu sich zu nehmen.