Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Espressokocher – auch Caffettiera oder Mokkakanne genannt – kann innerhalb weniger Minuten ein sehr aromatischer Kaffee zubereitet werden. Die kleinen Kannen sind dabei besonders handlich und lassen sich platzsparend in jeder noch so vollen Küche verstauen.
  • In unserem Espressokocher-Test hat sich schnell gezeigt: Neben dem Kaffee-Ergebnis ist ein angenehmer Griff, der lang genug ist, um mit mindestens drei Fingern umfasst zu werden, von Vorteil.
  • Während elektrische Espressokocher dank Stromanschluss einen noch geringeren Eigenaufwand bei der Zubereitung voraussetzen, lassen sich diese aufgrund ihrer Bauweise meist schlechter reinigen als eine klassische Herdkanne.

espressokocher test

Kaffee zählt zu den beliebtesten Getränken der Deutschen, noch deutlich vor Tee, Cola oder Bier. Kein Wunder also, dass in einer Umfrage aus dem Jahr 2017 rund 75 % der Befragten angaben, täglich Kaffee zu genießen. Von Filterkaffee über Siebträgermaschine bis French Press: Für die Zubereitung von Kaffee gibt es entsprechend seiner Beliebtheit eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Eine der einfachsten und gleichzeitig beliebtesten Methoden haben wir dem Italiener Alfonso Bialetti zu verdanken. Dieser brachte mit der Moka Express 1933 die erste Caffettiera – bei uns unter dem Namen Espressokocher oder auch Mokkakanne bekannt – auf den Markt, welche bis heute in ihrem unverkennbaren Design erhältlich ist und für sämtliche Hersteller von Espressokannen als Vorbild fungiert.

espressokocher testkriterien

In unserem Espressokocher-Test 2020 haben wir gleich mehrere Modelle – sowohl klassische Herdkannen als auch elektrisch betriebene Kocher – auf ihre Funktion, Handhabung, Verarbeitung und Sicherheit geprüft. Im folgenden Ratgeber finden Sie alle Ergebnisse sowie eine Kaufberatung mit praktischen Tipps, damit Ihnen mit dem Espressokocher-Testsieger garantiert auch der beste Kaffee gelingt.

1. Espressokocher: Schnelle Zubereitung, einfache Handhabung, viel Aroma

Unser Testfazit: Der beste Espressokocher, egal ob elektrisch betrieben oder aus der Kategorie Herdkanne, sollte eine möglichst schnelle Zubereitung garantieren, dabei mit einer einfachen Handhabung glänzen und einen Kaffee kochen, der reich an Aromen und Geschmacksstoffen ist.

vergleich-org-logo-kaffeeUnsere Empfehlung: Auf einem E-Herd sollte der Espressokocher nicht viel mehr als 10 min benötigen, bis der Kaffee fertig ist. Der Griff der Kanne sollte Platz für die ganze Hand bieten, ohne dass die Gefahr besteht, den heißen Kocher zu berühren.

Für Aroma-Liebhaber empfehlen wir außerdem, lieber auf eine Herdkanne statt einen elektrischen Espressokocher zurückzugreifen, da Sie hier mehr Spielraum bei der Zubereitung haben und eine Überextraktion manuell verhindern können.

Im Test haben wir elektrische Espressokocher genauso berücksichtigt wie klassische Espressokocher für den Herd. Die größten Unterschiede sehen Sie hier auf einen Blick:

elektrischer Espressokocher klassische Espressokanne
espressokocher vergleich elektrisch herd
  • kein Herd nötig
  • Stromanschluss via Steckdose
  • Kaffee kochen auf dem Herd
  • kein Stromanschluss notwendig
+ automatische Abschaltung - mehr Eigenaufwand
- schwieriger zu reinigen + leichter zu reinigen

Espressokocher ohne Espresso? Auch wenn im Deutschen die Bezeichnungen Espressokocher oder Espressokanne am geläufigsten sind, handelt es sich bei dem damit zubereiteten Kaffee keinesfalls um Espresso. Für einen echten Espresso benötigen Sie einen Brühdruck von etwa 9 bar – „Espressokocher“ kommen lediglich auf ca. 1,5 bar. Was einen echten, italienischen Espresso ausmacht, erklärt die Stiftung Warentest in der Ausgabe 12/2016.

2. Kaffeezubereitung mit dem Espressokocher: Möglichst schnell, heiß & kräftig!

Wer sich einen Espressokocher anschafft, tut dies meist nicht nur aus Platzgründen. Espressokannen sind klein, preiswert und handlich, aber darüber hinaus erhofft man sich mit ihnen auch eine besonders schnelle, aber gleichzeitig aromatische Kaffeezubereitung. Wir haben deshalb für Sie den Test gemacht und geben hilfreiche Tipps, wie Sie den besten Espressokocher ausfindig machen:

Barista-Jargon: Die Extraktion

Die Extraktion bezeichnet den Vorgang, bei dem das heiße Wasser bzw. der Wasserdampf die Geschmacks- und Aromastoffe aus dem Kaffeemehl herauslöst. Zurück bleiben die getrennten Bestandteile: trinkfertiger Kaffee & Kaffeesatz.

  • Wie lange dauert es im Schnitt, bis das röchelnde Geräusch der Kannen uns auf das Ende der Extraktion hinweist?
  • Welche Temperatur sollte der fertige Kaffee haben und welche das Wasser zuvor?
  • Können Espressokännchen Einfluss auf Geschmack, Farbe, Gehalt und Nebengeschmack haben?
  • Welche Nachteile hat ein größerer Wasserrückstand im Kessel?
italienische espressokanne

Egal ob Bialetti, Gräwe oder Cilio – mit dem Espressokocher ist der Kaffee in wenigen Schritten zubereitet. Einfach Wasser einfüllen, Kaffeemehl in den Siebeinsatz, Kanne fest verschrauben und ab auf die Herdplatte!

2.1. In wenigen Minuten auf die richtigen Temperaturen kommen

In unserem Espressokocher-Test haben wir genau Zeit genommen – sowohl bei den elektrischen Kochern als auch bei den Herdkannen. Voraussetzung für letztere: ein Cerankochfeld auf mittlerer Stufe, ohne Vorheizen. Die Wassertemperatur in den Kesseln war mit 17 °C zudem bei allen getesteten Modellen identisch.

vergleich-org-logo-kaffeeUnser Testergebnis: Im Schnitt brauchten alle klassischen Espressokocher auf dem E-Herd einige Minuten länger als die elektrischen Modelle. Diese zauberten fertigen Kaffee in ca. 6 bis 7 Minuten.

Unterschiedliche Zubereitungsdauer je nach Herdart!

In unserem Test haben wir lediglich auf dem gebräuchlichsten Herd-Typ in Deutschland Kaffee gekocht, dem Glaskeramik-Kochfeld. Auf einem Gasherd oder Induktionsherd können Espressokocher natürlich eine andere Zubereitungszeit benötigen.

Generell gilt: Auf Gasherden werden Espressokannen schneller erhitzt als auf Elektro- oder Induktionskochplatten.

Doch Vorsicht: Espressokocher aus Aluminium sind nicht für den Induktionsherd geeignet. Nur Espressokannen aus ferromagnetischem Stahl, beispielsweise Espressokocher aus Edelstahl, können auf der Induktions-Kochplatte Kaffee zubereiten.
espressokocher herd-art symbole

Bei der Ziel-Temperatur des Kaffees sollten Sie sich an Richtwerten zwischen 85 und 95 °C orientieren. Generell kann Kaffee aus dem Espressokännchen immer etwas heißer sein als beispielsweise aus dem Vollautomaten, wie uns Baristameisterin Nana Holthaus-Vehse im Gespräch mit Vergleich.org erklärt:

nana holthaus-vehse von barista-world“Im Espresso-Bereich oder auch beim Filterkaffee werden Temperaturen von ca. 86 °C als angenehme Trinktemperatur bevorzugt. Je nach Mokkakanne kühlt der zubereitete Kaffee schneller ab, wird jedoch aufgrund der Zubereitung mit Wasserdampf, der erst ab ca. 100 °C entsteht, etwas höher sein, was dem Kaffee den intensiven und kräftigen Geschmack verleiht.”

Nana Holthaus-Vehse, Barista World

espressokocher anleitung

Wichtig: Füllen Sie das Wasser immer nur bis max. unterhalb des Sicherheitsventils.

Darüber, ob das Wasser vor der Kaffeezubereitung angewärmt werden sollte oder nicht, herrscht allgemein Uneinigkeit. Füllen Sie bereits warmes (nicht kochendes!) Wasser in den Kessel des Espressokochers, verkürzt sich die Zeit, bis die Kanne heiß ist. Ist das Wasser jedoch im Vorfeld bereits zu heiß, kann es passieren, dass der Kaffee auch zu heiß und zu schnell gebrüht und somit bitter wird.

Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen also, lieber etwas länger zu warten und kaltes Wasser zu verwenden, statt einen bitteren Kaffee zu riskieren.

2.2. Unsere Tester sind sich einig: Ein Espressokocher kann auch den Geschmack beeinflussen

espressokocher herd vs. elektrisch

Die Farbe veranschaulicht auch den Geschmack: Der etwas hellere Kaffee aus dem elektrischen Espressokocher von Rommelsbacher (rechts) war deutlich bitterer als der dunkle Kaffee aus dem Espressokännchen (links).

Natürlich hängt der Geschmack des Kaffees in erster Linie vom Kaffeepulver und dessen Mahlgrad ab. Doch auch die Zubereitung kann Einfluss darauf haben.

Bei einigen Espressokochern im Test, insbesondere elektrischen Modellen, konnte nach der Zubereitung beim Ausgießen festgestellt werden, dass der Kaffee zu Beginn in den ersten Tassen deutlich heller und somit wässriger zu sein scheint, als in den zuletzt befüllten Tassen. Gleichzeitig wies dieser „helle Kaffee“ eine höhere Bitterkeit auf.

Christian Häfner von HappyCoffee.org erklärt uns auf Nachfrage, dass dies mit der Dauer der Extraktion zusammenhängt:

“Die Kanne kann bereits vom Herd genommen werden, bevor der letzte Tropfen durchgelaufen ist. Dann am besten in ein nasses, kaltes Tuch einwickeln, um weitere Hitzewirkung zu vermeiden. Zu langes Warten sorgt für Überextraktion, er wird also immer heller. Das bedeutet, der Kaffee wird nach und nach zur bitteren Brühe.”

Christian Häfner, HappyCoffee.org

Da elektrische Espressokocher über eine automatische Abschaltung verfügen und somit nicht eigenständig über das Ende der Extraktion bestimmt wird, können wir aufgrund unserer Testergebnisse schlussfolgern: Elektrische Modelle neigen zu einer Überextraktion und lassen den Kaffee bitterer werden.

3. Handhabung: Elektrische Espressokocher meist schlechter zu reinigen

espressokocher funktion

Die Funktion von Espressokochern für den Herd unterscheidet sich nicht von elektrischen Modellen:

Das Wasser im Kessel wird erhitzt, bis es bei hoher Temperatur durch das Kaffeemehl gedrückt wird. Über das Steigrohr gelangt der fertige Kaffee in den oberen Kannenteil, von wo aus er direkt ausgeschenkt werden kann.

Den Deckel des Espressokochers sollten Sie während des Brühvorgangs auf jeden Fall geschlossen halten, da durch den hohen Druck im Steigrohr ansonsten Spritzgefahr herrscht.

vergleich-org-logo-kaffeeGenerell glänzen alle Espressokocher im Test dabei durch eine sehr einfache Handhabung – die Kannen lassen sich in der Regel sehr leichtgängig zusammenbauen und das Ausgießen verläuft überwiegend tropffrei.

Unterschiede konnten wir vor allem bei der Form und letztlich der Ergonomie der Griffe sowie bei der Reinigung ausmachen. Dabei haben wir festgestellt: Elektrische Espressokocher zu reinigen ist deutlich mühseliger als Espressokocher für den Herd wieder sauber zu bekommen. Mehr dazu lesen Sie in Kapitel 3.3.

3.1. Große Unterschiede beim Griff: Ergonomie, Länge & Abstand zur Kanne entscheiden über angenehmes Halten

Fast alle Hersteller und Marken von Espressokannen werben mit einem ergonomisch geformten Griff – doch was genau heißt das überhaupt? In unserem Espressokocher-Test hat sich schnell gezeigt: Jeder Kannen-Griff hat eine andere Form und unterschiedliche Eigenschaften.

Der beste Griff ist nicht nur hitzebeständig, sondern lässt sich idealerweise mit der ganzen Hand umgreifen, ohne dass die Gefahr besteht, sich die Finger an der heißen Kanne dabei zu verbrennen. Ein ausreichender Abstand zur heißen Kanne ist also ein entscheidender Faktor.

mokkakanne griff vergleich

Die für unseren Tester eigentlich bequemste Haltung (links) ist nur möglich, wenn die Kanne bereits abgekühlt ist, ansonsten verbrennt man sich direkt die Finger. Da der Griff sehr kurz ist, ist auch die Position in der Mitte eher unbequem, während im Bild rechts das gesamte Gewicht von zwei Fingern getragen werden muss.

Im Test hat sich zudem gezeigt: Die Form des Griffs spielt eine untergeordnete Rolle, solange sie dafür sorgt, dass die Hand nicht leicht abrutschen kann. Wichtiger ist die Länge des Griffs, die ausschlaggebend dafür ist, mit wie vielen Fingern dieser sich greifen lässt. Dies ist natürlich auch abhängig von der Größe Ihrer Hände.

vergleich-org-logo-kaffeeUnser Fazit deshalb: Am besten sind Griffe, die sich mit mindestens drei Fingern umfassen lassen, ohne beim Ausgießen die Kanne zu berühren.

griffe der espressokocher im vergleich - gräwe, cilio, cloer, ecooe

Griffe von Espressokochern im Vergleich. Form und Ergonomie unterscheiden sich deutlich, aber wichtiger: Die Griffe der Espressokocher von Cilio (2. von links – 5,5 cm lang) und Gräwe (links) bieten weniger Platz für die Hand als beispielsweise die Griffe der Espressokocher von Cloer (2. von rechts – 11 cm lang) und Ecooe (rechts).

3.2. Espressokocher am besten direkt nach der Kaffee-Zubereitung reinigen

Um den Espressokocher zu reinigen, müssen zunächst alle Bestandteile auseinandergebaut werden. Diese werden nun per Hand am besten nur mit Wasser gespült, auf die Verwendung von Spülmittel sollten Sie verzichten. Achten Sie darauf, dass bevor Sie die Kanne wieder zusammensetzen, alle Teile trocken sind – am besten helfen Sie mit einem Handtuch etwas nach und lassen die Einzelteile im Anschluss noch etwas an der Luft trocknen.

Vorsicht! Die meisten Espressokännchen sind nicht für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet.

espressokannen vergleich

Der Espressokannen-Vergleich zeigt: Die Bauweise im oberen Kannenbereich, in welchem sich der fertige Kaffee sammelt, hat vor allen Dingen Einfluss auf die Reinigung.

In unserem Espressokocher-Test fiel auf: Die Bauart des oberen Kannenteils unterscheidet sich von Espressokocher zu Espressokocher. Vor allem elektrische Modelle haben weniger eine glatte Innenfläche, sondern vielmehr tiefe Einkerbungen, in denen sich Kaffee- oder Wasserreste leicht sammeln können.

Auch mit einem Handtuch sind diese Stellen nur schwer erreichbar, weshalb sich auch das Trocknen dieser Teile als durchaus mühselig herausstellt.

Reinigen Sie den Espressokocher sofort nach Gebrauch, bzw. sobald dieser kalt genug ist, um aufgeschraubt zu werden.

In der Regel ist ein Espressokocher nach etwa 20 bis 25 min. ausreichend abgekühlt, sodass Sie diesen von Hand auseinanderbauen können.

3.3. Kleine Extras wie ein Deckel mit Daumenhebel erleichtern die Bedienung

Weitere Ausstattungsmerkmale erleichtern zusätzlich die Handhabung und sollten deshalb nicht unberücksichtigt bleiben, möchten Sie einen Espressokocher kaufen. Die häufigsten Extras haben wir in folgender Tabelle zusammengetragen:

Ausstattung Beschreibung
Deckel mit Daumenhebelespressokocher-daumenhebel-detail
  • Während Sie die Kanne halten, können Sie mit der gleichen Hand auch den Deckel problemlos öffnen.
  • Häufiges Ausstattungsmerkmal bei elektrischen Kannen und Espressokochern von Bialetti.

Erleichterung der Handhabung: +

Siebeinsatz mit Federespressokocher-siebeinsatz-mit-feder
  • Schrauben Sie die Kanne auseinander, ragt das Sieb dank der Feder bereits etwa einen Zentimeter aus dem unteren Teil der Kanne hervor. Somit können Sie das Sieb samt Kaffeesatz ohne Probleme entnehmen.
  • Häufiges Ausstattungsmerkmal bei elektrischen Espressokochern.

Erleichterung der Handhabung: +++

Wasserstandsanzeigeespressokocher-wasserfuellstand-anzeige
  • Die Wasserstandsanzeige dient als Messhilfe beim Eingießen des Wassers. Besonders hilfreich, wenn zwei verschiedene Mengen Kaffee mit der gleichen Kanne zubereitet werden können, z.B. 3 oder 6 Tassen.
  • Häufiges Ausstattungsmerkmal bei elektrischen Espressokochern.

Erleichterung der Handhabung: ++

Besonderer Hingucker dank Crema-Ventil

espressokocher cremaDa für eine Schaumhaube auf dem Kaffee (Crema genannt) die Espressokocher nicht genügend Druck aufbringen können, gibt es einige wenige Modelle, z.B. die italienische Espressokanne Bialetti Brikka, die über ein spezielles Crema-Ventil verfügen. In unserem Test zeigte sich jedoch: Der Effekt hält nur kurz an. Bereits beim Eingießen der zweiten Tasse ist die Crema wieder so gut wie verflogen.

italienischer Espressokocher Crema

Links: Kaffee ohne Crema (Bialetti Venus), rechts: Kaffee mit Crema (Bialetti Brikka).

4. Verarbeitung und Sicherheit: Scharfe Kanten bergen Verletzungsrisiko

bialetti induktion Espressokocher

Ein Vorteil von Edelstahl-Espressokochern: Sie sind für Induktionsherde geeignet, wie in diesem Fall eine Gravur am Kannenboden zeigt.

Espressokocher aus Aluminium oder Edelstahl – was ist besser?

Diese Frage können wir Ihnen leider auch nach unserem Test nicht eindeutig beantworten. Wir haben einige Espressokannen genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt: Scharfe Kanten – vor allem am Übergang von Kanne und Deckel oder auch am Übergang von Griff zu Kanne – können sowohl bei Edelstahl-Espressokochern als auch bei Aluminium-Kannen auftreten.

Besonders günstige Espressokocher bargen diesbezüglich eine Verletzungsgefahr, beispielsweise beim Reinigen.

Vorsicht bei Alu-Kochern – oft Material-Rückstände in der Kanne

bialetti kaffeemaschineGerade bei Espressokochern aus Aluminium sollten Sie die Kanne vor dem ersten Gebrauch gründlich reinigen und nach den ersten drei Benutzungen den Kaffee wegschütten und nicht trinken. Nur so können Sie verhindern, dass Sie kleine Alu-Partikel, die sich noch in der Kanne befinden, nicht mittrinken.

5. Fragen und Antworten zum Thema Espressokocher

5.1. Welcher Kaffee eignet sich am besten für die Zubereitung mit einem Espressokocher?

Der Kaffee sollte etwas feiner gemahlen sein als für Filter, aber deutlich gröber als beim Espresso. Zu grob schmeckt wässrig. Zu fein schmeckt überextrahiert und bitter. Am Ende ist es aber Geschmackssache. Die meisten Menschen nutzen für die Mokkakanne eher eine dunkle Röstung. Wem das zu kräftig ist, der sollte eine hellere Röstung probieren.”

Christian Häfner, HappyCoffee.org

5.2. Wie viel Pulver sollte in das Sieb der Espressokanne gefüllt werden?

espressomaschine herd pulver

Entfernen Sie Kaffeemehl, das auf dem Rand der Kanne gelandet ist, bevor Sie den Espressokocher zusammenschrauben.

Die Menge des Kaffeepulvers sollte immer entsprechend der Kapazität des Siebeinsatzes gewählt werden, d.h. das Sieb sollte komplett befüllt werden. Einige Espressokocher, besonders elektrische, verfügen über einen zweiten Siebeinsatz, sodass Sie beispielsweise sowohl 3 Tassen Kaffee als auch 6 Tassen genau dosieren können.

Doch Vorsicht: Drücken Sie den Kaffee nicht zu fest an, er sollte lediglich glatt gestrichen werden. Pulver, das beim Befüllen auf dem Rand des Kessels landet, sollten Sie vorsichtig entfernen, sodass es nicht in das Gewinde gelangen kann.

5.3. Kann die Füllmenge des Espressokochers beliebig variiert werden, z.B. statt möglichen 300 ml nur 200 ml Wasser eingefüllt werden?

“Die Mokkakannen werden bewusst in unterschiedlichen Größen angeboten, d.h. man sollte immer die angegebene Menge Wasser zu der durch die Siebgröße vorgegebene Menge Kaffeemehl für einen guten Geschmack verwenden. So erhält man den richtigen Druck, die richtige Extraktionsdauer und bei vielen Zubereitungen einen verlässlich gleichbleibenden Geschmack. Verändert man Wasser und Kaffeemenge, ergeben sich weitere gravierende Unterschiede, die den Geschmack erheblich beeinflussen und der Kaffee schmeckt nach der Zubereitung völlig anders.”

Nana Holthaus-Vehse, Barista World