Das Wichtigste in Kürze
  • Bootslacke (oder Yachtlacke) sind besonders widerstandsfähig und daher dafür geeignet, Holz vor den Belastungen durch Salz- sowie Süßwasser zu schützen.
  • Achten Sie beim Kauf auf die Trocknungszeiten. Je nach Hersteller, Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit kann diese mehrere Tage betragen.
  • Sie können mit einem Yachtlack nicht nur Boote behandeln. Alle holzgefertigten Gegenstände wie z. B. Gartenmöbel können Sie mit Bootslack vor Witterung und UV-Strahlung schützen.

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Laut eines Forschungsberichts (2016) des Bundesverbands Wassersportwirtschaft besitzen ca. 483.000 Personen in Deutschland ein Boot. Dabei wurden 77 % der seit 2006 erworbenen Boote gebraucht gekauft.

Wenn Sie ein Boot gebraucht kaufen, können Sie mit einer neuen Lackierung nicht nur das Holz vor Salz- und Süßwasser schützen, sondern das Holz erstrahlt auch in neuem Glanz.

In unserem Bootslack-Vergleich 2020 bieten wir eine Kaufberatung und zeigen Ihnen, welcher Yachtlack besonders widerstandsfähig ist, sich schnell verarbeiten lässt und gut gegen UV-Strahlung schützt.

Wenn Sie für die Bootsfahrt oder den Segeltörn gut ausgestattet sein möchten, werfen Sie einen Blick auf folgende Vergleiche bei Vergleich.org.

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Bootslack schützt das Holz vor schädlichen Witterungseinflüssen.

1. Wird Holz mit Bootslack vor schädlichem Bewuchs, Pilzen und UV-Strahlung geschützt?

Um das verbaute Holz vor schädlichen Einflüssen zu schützen, sollten Sie die Holzoberflächen mit einem Bootslack für Holz lackieren.

1.1. Pilze sind die größte Gefahr

Antifouling

Antifouling bezeichnet die Verwendung von Bioziden, also Stoffen, die biologische Organismen schädigen. Sie geben konstant giftige Stoffe in die Umgebung ab. Der Einsatz von Bioziden ist umstritten, weswegen viele Stoffe verboten wurden.

Wenn Holz warm und feucht ist, ist es der ideale Nährboden für Pilze. Diese machen das Holz morsch und können dadurch weitreichende Schäden am Boot verursachen.

Viele Bootsbesitzer erneuern die Lackierung ihrer Boote jedes Jahr, in dem sie einen Bootslack aufsprühen. Dies ist nicht immer unbedingt notwendig, denn eine gute Pflege verlängert die Lebensdauer des Bootes und erhält den Verkaufswert.

Bootslacke für Holz sind im Allgemeinen nicht für den Unterwasserbereich geeignet. Falls Ihr Boot länger im Wasser liegt, müssen Sie sogenannte Antifouling-Lacke, also einen speziellen Bootslack für den Unterwasserbereich verwenden, um schädlichen Bewuchs zu verhindern.

1.2. Zusätzlicher UV-Schutz durch PU (Polyurethan)

Die Hersteller Jansen oder novatic fügen ihren Lacken Polyurethan, umgangssprachlich auch PU oder PUR genannt, hinzu. Damit schützen Sie das Holz zusätzlich vor UV-Strahlung, die für das Ausbleichen des Holzes verantwortlich ist.

Mit diesem UV-Filter können Sie kräftige Holzfarben länger erhalten. Ebenso macht Polyurethan den Bootslack beständiger gegenüber Belastungen durch Lösungsmitteln und Chemikalien.

1.3. Bootslack ist besonders widerstandfähig

Normalen farblosen Klarlack sollten Sie nicht verwenden, denn Bootslack zeichnet sich durch besondere Eigenschaften, wie eine höhere Abriebfestigkeit und Witterungsresistenz, aus.

Da ein klarer matter Bootslack den Beanspruchungen durch Süß- und Salzwasser nicht standhält, würde er sich nach kurzer Zeit lösen und das Holz nicht mehr schützen. Laut verschiedenen Bootslack Tests empfiehlt es sich daher, für die Lackierung Ihres Bootes auf jeden Fall Bootslack zu verwenden!

1.4. Beachten Sie die Trocknungszeiten

Da lösungsmittelhaltige Lacke lange brauchen, bis sie getrocknet sind, und mehrere Schichten notwendig sind, sollten Sie genug Zeit einplanen, damit der Lack durchhärten kann.

trocknungszeiten bootslack

Planen Sie für die Lackierung genug Zeit ein.

Bei einigen Lacken ist der Bootslack erst nach 2 bis 3 Wochen durchgehärtet. Gemeinsam mit Vorbereitungen, wie dem Anschleifen und Reinigen, und dem Auftragen von mehreren Schichten Lackierung können sich je nach Yachtlack auch mal 4 bis 5 Wochen ergeben.

Ein 2K-Bootslack trocknet etwas schneller als 1K-Lacke, sind aber aufwendiger in der Verarbeitung.

2. Welche unterschiedlichen Lack-Typen gibt es?

2.1. Lange Haltbarkeit durch Lösungsmittel

Einige Hersteller, wie z. B. Wolfgruben Werke, bieten wasserbasierte Lacke an. Doch um eine lange Haltbarkeit des Lacks zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen einen lösungsmittelbasierten Lack.

Die Eigenschaften der lösungsmittelhaltigen Bootslacke im Vergleich zu wasserbasierten Lacken zusammengefasst:

  • sehr harte Oberflächen
  • hohe Kratzfestigkeit
  • hohe Haltbarkeit
  • nicht wasserlöslich
  • hohe Elastizität
  • lange Trocknungszeiten
  • belasten die Umwelt
  • nicht geruchsarm

2.2. Trotz vieler Farben ist Klarlack der Favorit

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Trotz großer Farbauswahl wird meistens farbloser Yachtlack verwendet.

Wenn Sie Ihr Boot neu anstreichen wollen, dann können Sie natürlich auch einen bunten Bootslack wählen. Falls Sie jedoch ein ansprechendes Holz haben, empfehlen wir den Griff zum klassischen klaren Bootslack. Denn mit dem transparenten Bootslack kommt die natürliche Maserung des Holzes zum Vorschein.

Wenn Sie sich für weißen Bootslack entscheiden oder lieber eine der vielen Farben verwenden möchten, sollten Sie daran denken, dass eine bunte Bootsfarbe das Holz im Gegensatz zu einer Holzlasur vollständig verdeckt.

2.3. Die meisten Yachtlacke sind glänzend

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Mit hochglänzendem Yachtlack strahlen die lackierten Oberflächen förmlich.

Sie können sich zwischen einem farblosen matten Bootslack und einem glänzenden Yachtlack entscheiden. Bei transparent glänzenden Yachtlacken, beispielsweise Wilckens Bootslacke oder anderen Arten von Yachtlacken, wird die ausdrucksstarke Holzmaserung noch besser sichtbar. Denn damit bleibt die Maserung des Holzes erhalten und kommt voll zur Geltung.

Ein farbloser matter Bootslack erhält zwar auch die Maserung, jedoch ist die Optik eher fahl und Beschädigungen des Lacks sind schwerer zu erkennen.

2.4. 2k-Bootslacke sind schwerer zu verarbeiten

Lacke lassen sich in die Kategorien 1K-Lack und 2K-Lacke unterteilen. Ein 1K-Lack besteht nur aus einer Komponente. Bei einem 2K-Lack benötigen Sie neben dem Lack (auch Stammlack) noch einen Härter, daher die Bezeichnung Zwei-Komponenten-Lack. Die 2K-Lacke sind eher für die industrielle Verwendung gedacht, jedoch sind Sie auch im Handel als Bootslack zu kaufen.

Wir raten zu einem 1K- Lack, da 2K-Lacke nicht für alle Hölzer geeignet sind und sich schwerer verarbeiten lassen. Zudem können Sie einen 1K-Lack über einen langen Zeitraum erneuern, ohne den kompletten Lack abschleifen zu müssen. Dadurch verliert das Holz keine Substanz und hält sich über Jahrzehnte.

1K-Lacke 2K-Lacke
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1K-Lacke bestehen aus einer Komponente und benötigen keinen zusätzlichen Härter. 2K-Lacke bestehen aus zwei Komponenten – dem Lack und dem Härter.
Durch die enthaltenen Lösungsmittel wird die Trocknung beschleunigt, dauert aber länger als bei 2K-Lacken. Ohne den Härter trocknen 2K-Lacke nicht. Um eine gute Trocknung zu gewährleisten, muss das Mischungsverhältnis genau stimmen.
+ 1K-Lacke sind nach dem Aushärten flexibler als 2K-Lacke, damit eignen sie sich für alle Holzarten. - 2K-Lacke sind weniger elastisch und eignen sich nicht für arbeitende Hölzer (Vollholz).
- 1K-Lacke eignen sich nicht für Kunststoff- (GFK) oder Metalloberflächen. + 2K-Lacke können auch für Kunststoff-(GFK) und Metalloberflächen eingesetzt werden.
Für eine einfachere Verarbeitung und das spätere Auflackieren empfehlen wir Ihnen einen 1K-Lack zu verwenden.

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3. Kaufkriterien für Bootslack: Achten Sie auf eine kurze Trocknungsdauer und die empfohlene Schichtanzahl

3.1. Große Unterschiede in der Ergiebigkeit

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Hier sollten zwei Gebinde Bootslack mit je 2,5 Litern ausreichen.

Wenn Sie die Holzoberflächen eines Bootes oder einer Yacht streichen möchten, stellt sich natürlich die Frage, wie viel Lack Sie benötigen.

Die Frage lässt sich pauschal auch nicht vom Team von Vergleich.org direkt beantworten, da die Menge von verschiedenen Faktoren abhängt. Einerseits ist die Menge zunächst von der Größe des Bootes und der zu lackierenden Oberflächen abhängig. Andererseits sollten Sie sich schon im Vorfeld überlegen, wie viele Schichten Sie streichen möchten.

Grob können Sie mit folgender Formel arbeiten:

Länge x (Breite + Überwasserhöhe)= Quadratmeter

Je nach Hersteller können Sie mit einem Liter zwischen 5 und 14 m² Oberfläche streichen. Diese Unterschiede entstehen durch die Dickflüssigkeit und resultierende Schichtdicke der Lacke.

Bei sehr ergiebigen Lacken müssen Sie weniger Yachtlack kaufen und die Verarbeitung ist durch die geringere Viskosität (Dickflüssigkeit) einfacher. Zu beachten ist jedoch, dass durch die hohe Ergiebigkeit die resultierende Schichtdicke des Lackes geringer ist als bei nicht so ergiebigen Lacken. Allerdings reicht die Schichtdicke für die normale Anwendung vollkommen aus.

Wenn Ihre Yacht oder Ihr Boot jedoch besonderen Witterungsverhältnissen wie sehr salzigem Wasser oder sehr hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, greifen Sie lieber zu einem Bootslack für Holz mit geringerer Ergiebigkeit.

Fazit: Für normale Beanspruchungen empfehlen wir einen ergiebigen Bootslack zu kaufen, bei besonderen Beanspruchungen empfehlen wir einen Lack mit geringerer Ergiebigkeit zu verwenden.

3.2. Wie lange braucht Bootslack zum Trocknen?

Zwischen den Herstellern gibt es große Unterschiede, was die Trocknungs- bzw. Durchhärtungszeiten betrifft. Denken Sie daran, dass sich bei niedrigen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit die von den Herstellern angegebenen Zeiten verlängern.

Besonders schnell härtet der wasserbasierte Bootslack von Wolfgruben Werke durch. Der Lack ist zwar lösungsmittelfrei, da sich dieser Lack jedoch im Kontakt mit Wasser lösen kann, raten wir dazu, einen lösungsmittelbasierten Lack zu verwenden.

Achten Sie auch darauf, dass das Wetter passt und streichen Sie daher nicht bei Regen oder Temperaturen unter 15 °C, da sich sonst die Trocknungsdauer verzögert.

3.3. Die Anzahl der Schichten bestimmt die Verarbeitungszeit

Nicht nur die Trocknungs- bzw. Durchhärtungszeiten bestimmen die Zeit, die Sie für die Lackierung einplanen müssen. Da generell alle lösungsmittelbasierten Lacke ca. 4 bis 24 Stunden benötigen bis sie überstreichbar sind, ändert sich mit der Anzahl der Schichten auch die einzuplanende Zeit.

Der Hersteller Epifanes empfiehlt ganze acht Schichten, die meisten anderen Hersteller empfehlen 4 bis 5 Schichten.

Fazit: Achten Sie beim Kauf des Bootslacks auf die Ergiebigkeit, die Anzahl der Schichten und die Trocknungsdauer!

3.4. Lacke mit Kunststoffharz oder Alkydharz sind elastischer

Bei kunstoffharzbasierten oder alkydharzbasierten Lacken gibt es in den Schutzeigenschaften keine Unterschiede. Wenn der Lack zusätzlich mit Polyurethan verstärkt ist, schützen Sie mit diesen Lacken das Holz besonders gut vor UV-Strahlung.

Reines Polyurethan schützt zwar sehr gut und wird zusätzlich überaus hart. Dadurch, dass das Holz sich je nach Witterung im Volumen verändert, empfehlen wir Ihnen jedoch, lieber einen elastischeren Lack mit Kunststoff- oder Alkydharz zu verwenden, um das mögliche Abplatzen oder Aufblättern der Lackbeschichtung zu vermeiden.

Von Acryldispersionslacken raten wir Ihnen ab, da Sie sonst die Lackierung oft erneuern müssen und die Schutzwirkung im Vergleich zu Lacken mit Kunststoff- oder Alkydharz eher gering ist.

3.5. Was ist der beste Bootslack?

Von der Stiftung Warentest gibt es noch keinen Bootslack Test zu Bootslacken, so dass wir Ihnen keinen Bootslack Testsieger vorstellen können. Daher empfehlen wir unseren Vergleichssieger im Bootslack Vergleich 2020. Er hat im Vergleich zu anderen Bootslacken besonders kurze Trocknungszeiten, ist widerstandsfähiger und schützt optimal gut vor UV-Strahlung.

Der Vergleich.org Bootslack Preis-Leistungssieger zeigt keine Abstriche in seiner Schutzwirkung, allerdings müssen Sie sich auf längere Trocknungszeiten einstellen. Es ist zwar ein recht günstiger Bootslack, schützt aber dennoch das Holz besonders gut vor UV-Strahlung und entlastet gleichzeitig Ihr Portemonnaie.

 

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4. Wie wird Bootslack verarbeitet?

Hier finden Sie Hinweise zu den notwendigen Utensilien und der richtigen Verarbeitung.

4.1. Planen Sie genug Zeit ein

Das Auftragen des Lacks dauert, abhängig von der Anzahl der Schichten, mehrere Stunden bis Tage. Unterschätzen Sie zusätzlich dabei nicht die zusätzliche notwendige Zeit für die Vorbereitung. Denn das Anschleifen und das eventuelle Beizen können, je nach Oberfläche des Holzes, sogar länger als das Anstreichen dauern.

4.2. Mit diesen Materialien sind Sie gut vorbereitet

– ausreichend Lack
– hochwertige Pinsel
– Handschuhe
– gutes Schleifpapier
– Staubmaske/Atemmaske
– staubfreier Lappen
– Entfetter
– Reiniger
– Abklebebänder für Lack
– Abdeckfolie
– Malerkittel oder alte Kleidung
– Abstreifgitter
– evtl. Lackierwalze
– evtl. Farbspritz-/Sprühpistole

Achten Sie beim Abklebeband darauf, dass es auch für Lacke geeignet ist, da diese andere Fließeigenschaften als Acrylfarben haben. Sonst läuft der Lack unter das Band und lässt sich dann nur schwer von der abgeklebten Fläche entfernen.

4.3. Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied

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Um gut lackieren zu können, müssen Sie das Holz vorher abschleifen.

Selbst wenn Sie nur den alten Lack überstreichen möchten, sollten Sie den alten Lack anschleifen. Vorhandene Verunreinigungen müssen entfernt werden, das Holz muss fett- und schmutzfrei sein. Dafür empfiehlt sich ein Entfetter und ein gutes Mikrofasertuch.

Ein komplett neuer Anstrich ist dann für Sie empfehlenswert, wenn das Holz morsch geworden ist. Wichtig dabei ist, soviel abzuschleifen, bis das gesunde Holz zum Vorschein kommt. Um das Holz richtig anschleifen zu können, sollten Sie das Holz mit einem feuchten Tuch oder Schwamm nässen, dadurch stellen sich die Holzfasern auf und können nach dem Trocknen abgeschliffen werden.

Eine gute Vorbereitung verhindert Blasenbildung und verbessert die Haftung.

4.4. Der richtige Anstrich

Nach dem Anschliff müssen Sie die Staubreste mit einem Tuch entfernen. Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Empfehlungen darüber, wie der Bootslack verarbeitet werden soll. Der Hersteller Wilckens empfiehlt für einen Neuanstrich beispielsweise eine Grundierung mit 30 bis 40 % Terpentin-Verdünnung. Danach sollten Sie zwischenschleifen, gefolgt von einem Anstrich mit 10 bis 20 % Terpentin-Verdünnung.

Schließlich streichen Sie 2 bis 3 Deckanstriche ohne Verdünnung. Zwischen den Anstrichen müssen Sie 24 Stunden warten. Daher benötigen Sie für einen Neuanstrich mindestens 4 Tage.

Beim Streichen sollten Sie immer mit der Maserung streichen (oder parallel zur Längskante) um Farbseen und Laufnasen zu vermeiden.

4.5. Beachten Sie die Sicherheitshinweise

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Eine Staubmaske schützt vor schädlichem Staub.

Damit der Lack schneller trocknet, werden Lösungsmittel beigemischt. Diese sind beim Einatmen oder bei Hautkontakt gesundheitsschädlich.

Tragen Sie daher immer Handschuhe, Schutzbrille und Atemmaske. Ebenso sollten Sie im Freien lackieren oder eine ausreichende Belüftung sicherstellen.

Auch beim Abschleifen sollten Sie sich vor Holzstaub mit einer Atemmaske schützen.

Da die Lösungsmittel entzündlich sind, halten Sie den Lack daher von Zündquellen fern.

Achtung: Achten Sie auf die richtige Schutzkleidung und eine ausreichende Belüftung!

4.6. Schützen Sie das Holz zusätzlich mit einer Persenning

Selbst der beste Bootslack schützt das Holz nicht vollständig vor der Witterung. Auch wenn gute Yachtlacke viele Eigenschaften aufweisen, um das Holz möglichst gut zu schützen, empfehlen wir die Verwendung einer Bootsabdeckplane. Diese wird auch als Persenning bezeichnet.

Eine Vollpersenning deckt das ganze Boot mit einem schützenden, imprägnierten Gewebe ab, dadurch müssen Sie sie seltener auflackieren.

5. Bootslack eignet sich nicht nur für Boote

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Mit Bootslack lassen sich auch Holzmöbel oder Gartenzäune hervorragend vor Witterungseinflüssen schützen.

Wenn Sie den Yachtlack beim Lackieren nicht vollständig aufbrauchen, keine Sorge: Es gibt gerade im Gartenbereich viele Anwendungsmöglichkeiten. Gartenmöbel aus Holz sind oftmals der Witterung ausgesetzt. Dadurch wird die Lackierung des Holzes angegriffen, mit der Zeit bleicht das Holz aus und es können sich unschöne Flecken bilden oder das Holz kann sogar morsch werden. Mit Beginn der Gartenzeit bieten einige Discounter, beispielsweise Aldi oder Lidl Acryl-Lacke an, die nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Boot zum Einsatz kommen können. Nach dem Trocknungsvorgang lassen sich die Oberflächen oftmals noch polieren, um einen besonderen Glanz entstehen zu lassen.

Sie können mit einem matten oder glänzenden Bootslack alle Holzarten behandeln, jedoch eignen sich Boots- und Yachtlacke für die Anwendung im Wohnbereich durch die starke Geruchsentwicklung und die lange Trocknungszeit eher weniger. Hier finden Sie einige Vergleiche für den Innenbereich:

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Bootslack

6.1. Mit was kann man Bootslack verdünnen?

Zwar bieten einige Hersteller wie Epifanes oder Clou eigene Verdünner an, diese sind in der Erfahrung vieler Anwender jedoch einfach durch Terpentin ersetzbar, solange der Lack aus Alkydharz besteht.

Am besten probieren Sie die Verdünnung mit dem Lack aus. Der Bootslack im Test mit dem Verdünner sollte aber nicht auf dem Boot, sondern auf einer anderen Holzoberfläche durchgeführt werden.

Wenn die Anleitung auf dem Bootslack eine Spezialverdünnung angibt, sollten Sie diese auch benutzen, da es sonst zu ungewollten Verfärbungen oder mangelnder Haftung kommen kann.

6.2. Was eignet sich für Boote, die nicht aus Holz sind?

2K-Lacke eignen sich für Boote aus Holz, Kunststoff/GFK und Metall – und sind damit im Gegensatz zu 1K-Lacken vielseitiger einsetzbar.

Da Sie einen 1K-Anstrich auf Holz einfach durch Anschleifen und Überstreichen erneuern können, empfehlen wir Ihnen bei Holzbooten einen 1K-Lack zu verwenden.

6.3. Wie können Sie alte Bootsfarbe entfernen?

Generell empfehlen wir das Abschleifen des alten Lackes. Zwar gibt es auch gute Erfahrungen mit Heißluftföhnen und anschließendem Abschaben, allerdings besteht dabei die Gefahr, dass das Holz beschädigt wird oder austrocknet.

Tragen Sie dabei auf jeden Fall eine Atemschutz- bzw. Staubmaske und benutzen Sie gutes Schleifpapier.

6.4. Eignet sich Halvar Bootslack als Bootslack für den Unterwasserbereich?

Beim Halvar Bootslack handelt es sich um einen recht günstigen PU-Yachtlack, der perfekt für den Unterwasserbereich ist. Er bietet nicht nur ausreichenden Schutz vor Wind und Co., sondern ist auch witterungsbeständig, hoch belastbar und überaus elastisch.

6.5. Wie lange dauert es, bis Bootslack getrocknet ist?

Die Trocknungszeit hängt ein stückweit vom Produkt und von den Wetterverhältnissen ab. Bei einer Temperatur von 20 Grad und die Luftfeuchtigkeit nicht übermäßig hoch ist, beträgt die Trockenzeit etwa fünf bis sieben Stunden. Nach ungefähr 12 bis 24 Stunden ist der Bootslack erneut überstreichbar. Eine endgültige Trocknung ist allerdings erst nach drei Tagen gegeben.

6.6. Welcher Untergrund eignet sich für Bootslacke?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Yachtlacke erst aufgetragen werden, eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes durchgeführt worden ist. Dabei kann es sich sowohl um Holz, Aluminium, Glasfaserkunststoff (GFK) oder Stahl handeln.