Das Wichtigste in Kürze
  • Holzöl lässt alte und graue Holzmöbel neu aufleben. Die Anwendung ist denkbar einfach. Das Möbelstück sollte leicht abgeschliffen und dann mit dem Öl eingerieben werden. Fertig.
  • Eine Behandlung mit Holzöl schützt Ihre Holzmöbel vor schädlichen UV-Licht, das das Holz zusätzlich altern lässt und verfärbt. Des Weiteren wird die Holzoberfläche vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt.
  • Lösungsmittel haben in Holzöl nichts zu suchen. Besonders, wenn Sie Arbeitsplatten, hölzerne Küchenutensilien oder Kinderspielzeug mit dem Öl behandeln wollen.
Holzöl ist gut, um Nässe und andere Witterungseinflüsse abzuwehren.

Holzöl schützt das Holz vor UV-Strahlung und eindringender Nässe. Des Weiteren verleiht das Öl Ihren Möbeln neuen Glanz und lässt die Maserung aufleben.

Egal ob ein Haus mit Garten, Schrebergarten oder gemeinsame Gartenprojekte in der Großstadt: Das Arbeiten und Leben im Grünen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Etwa 36 % aller Deutschen besitzen sogar einen eigenen Garten. Da nun der Sommer endlich sein Gesicht zeigt, wird es Zeit, das schöne Wetter in vollen Zügen zu genießen und wieder ein paar Tage auf dem Balkon, der Terrasse oder eben im Garten zu verbringen.

Die Gartenmöbel werden aus dem Winterschlaf geholt und aufgestellt. Allerdings passt das Äußere der Möbel nicht mehr zur strahlenden Sonne und zum blauen Himmel. Das Holz ist grau, glanzlos und an einigen Stellen sogar aufgeplatzt. Um Ihren Gartenmöbeln zu neuem Glanz zu verhelfen und sie passend zum gutem Wetter wieder auf Vordermann zu bringen, empfiehlt sich die Holzpflege mit einem Öl. Die natürliche Maserung wird durch das Einölen hervorgehoben und das Holz geschützt.

Neben Holzölen, die verhindern dass das Holz verrottet und anderweitig angegriffen wird, gibt es Holzlasuren, die aus einer Mischung aus Ölen und Lacken bestehen.

In unserer Kaufberatung zum Holzöl-Vergleich 2020 möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihre alten und ergrauten Möbel, Fußböden und andere hölzerne Gegenstände zu neuem Leben erwecken können. Holzöl hilft Ihnen nicht nur dabei Holzmöbel und Böden in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, sondern auch das Holz vor der Witterung und starker Abnutzung zu schützen.

1. Welche Holzöl-Typen gibt es?

Holzöle

Naturöle zählen zu den nicht aushärtenden Ölen. Sie bilden ziehen tief in die Poren des Holzes ein und schützen von innen. Synthetische Öle sind mit Lösemittel versetzt und bilden eine schützende Schicht auf der Oberfläche des Holzes.

das Öl hebt die Holzmaserung hervor und lässt es wieder glänzen.

Eine spezielle Art des Holzöls ist der Leinölfirnis. Der Firnis besteht aus Leinöl, das durch die Reaktion mit dem Luftsauerstoff aushärtet und eine natürliche Schutzschicht bildet.

Holzöle unterscheiden sich hauptsächlich in der Gewinnung, ihrer Farbe, Konsistenz und Streicheigenschaften.

Grundsätzlich können Holzöle in zwei Kategorien eingeteilt werden. Zum einen gibt es nicht aushärtende Öle, zum anderen die aushärtenden Öle. Ersteres zieht in die Poren des Holzes einziehen und einen schützenden Film bilden, der das Holz vor Witterungseinflüssen schütze. Letzteres ist mit Kunstharzen versetzt und wird dadurch nach einiger Zeit fest. Diese Art der Öle sind oft synthetisch gewonnen und mit Lösungsmitteln versetzt, damit sie bis zur Nutzung flüssig bleiben.

Anders als die oben genannten synthetisch gewonnenen Öle sind Leinöl und andere Naturöle rein pflanzlich. Das heißt, dass diese Öle ohne Bedenken auch in der Küche eingesetzt werden können. Damit diese Öle flüssig bleiben, werden keine chemischen Lösungsmittel, sondern Zitrus- oder Orangenschalenöle genutzt, die ebenfalls natürlich sind.

2. Welches Öl für welches Holz?

Um das beste Holzöl für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie überlegen, welches Holz Sie mit dem Öl behandeln wollten, denn jedes Holz benötigt eine andere Pflege. Viele Marken bieten spezielle Öle für die unterschiedlichen Holzsorten an.

Möchten Sie also Ihren Fußboden aus Hartholz behandeln, benötigen Sie womöglich ein anderes Öl als zur Behandlung eines Tisches aus exotischen Teak.

Einige der hier vorgestellten Öle sind jedoch universell einsetzbar. Diese Eigenschaft ist besonders gut, wenn Sie Möbel, Böden oder andere Holzgegenstände aus unterschiedlichen Holzsorten bearbeiten möchten. Sie müssen nicht für jedes Möbelstück ein neues Holzöl kaufen.

Möchten Sie jedoch ein sehr teures, womöglich altes Möbelstück mit Öl behandeln und ihm zur alten Schönheit verhelfen, empfiehlt sich der Kauf eines Öls, das passend für die Holzsorte des Möbels entwickelt wurde.

3. Sind Öle vielseitig einsetzbar?

Schutz vor Speichel dank Holzöl.

Holzspielzeug strahlt wieder im neuen Glanz und ist geschützt. Worauf Sie bei Spielzeug fürs Kind außerdem achten müssen, erklärt Stiftung Warentest.

Besonders stark genutzte Holzmöbel und Böden sollten regelmäßig mit Öl behandelt werden. Holz im Innenbereich leidet durch eine andauernde Nutzung, wobei Holz im Außenbeireich zusätzlich durch ständig einwirkende Witterungseinflüsse geschädigt wird. Um einer solchen Schädigung vorzubeugen, ist eine Behandlung mit Holzöl sinnvoll.

Sollten Sie sich dazu entschließen Ihre Terrassenmöbel sowie den Fußboden im Wohnzimmer mit Öl zu behandeln, empfiehlt sich der Kauf eines Öles, das sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Viele Hersteller bieten universal einsetzbare Holzöle an, die dank deren Herstellung draußen und drinnen nutzbar sind.

Küchenutensilien können auch mit Holzöl behandelt werden.

Auch Küchenbedarf wie Löffel und Pfannenwender können ohne Probleme mit Holzöl behandelt werden.

Dem Nutzen von Holzölen im Innenbereich sind keine Grenzen gesetzt. Ist das Öl frei von Lösungsmitteln und besteht aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen, ist es sogar möglich, das Holzspielzeug Ihrer Kinder zu säubern und zu imprägnieren. Das Öl wirkt hier als Schutz vor dem Aufquellen des Holzes durch Speichel, pflegt die Holzoberfläche und verleiht dem Spielzeug neuen Glanz.

Des Weiteren können Sie Tische, Stühle, Arbeitsplatten und sogar Küchenutensilien aus Holz mit natürlichen Holzölen behandeln. So bleibt die Natürlichkeit des Holzes erhalten und der Wohlfühlfaktor Ihrer Wohnung steigt.

Neben den, in unserem Holzöl Vergleich vorgestellten Holzölen, gibt es Öle, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und diese speziell für nur eine Holzsorte oder speziell für einen Gegenstand, wie Böden oder Möbelstücke, genutzt werden sollten.

Ölarten Eigenschaften
Fußbodenöle/ Parkettpflegeöle Fußbodenöle enthalten oft Farbpigmente, die das Holz aufhellen oder abdunkeln. Der Boden wird außerdem imprägniert und das natürliche Nachdunkeln des Holzes verhindert.
Möbelpflege/ Möbelöl Möbelöl kann für unbehandelte und gelaugte Oberflächen genutzt werden. Das Öl dringt hierbei tief in die Holzstruktur ein und wirkt wasser- und schmutzabweisend.
Ölwachse Die Kombination aus Öl und Wachs verhilft stumpf gewordenem und grauem Holz zu neuem Glanz. Das Öl schützt vor Schmutz, das Wachs macht es wieder glänzend.

4. Verursacht ein zu starker Geruch Kopfschmerzen?

Zu starker Geruch ist schlecht für die Gesundheit.

Belästigung durch Gerüche kann schnell zu Kopfschmerzen führen. Stellen Sie sicher, dass das genutzte Öl nicht oder nur leicht riecht.

Um den Wohlfühlfaktor in Ihrem Haus oder in der Wohnung aufrechtzuerhalten, sollten Sie beim Kauf eines Öls darauf achten, dass es keinen oder einen nur einen leichten Eigengeruch aufweist. Nichts ist schlimmer, als Haus oder Wohnung über Wochen hinweg lüften zu müssen, da das genutzte Öl zu stark riecht und womöglich Kopfschmerzen oder Unwohlsein verursacht.

Ein gut sortierter Fachhandel sollte einen eigenen Holzöl-Test durchgeführt haben, um Ihnen mehr Informationen über die Verträglichkeit des Öls in Bezug auf das Raumklima geben zu können. Der Sieger dieses Holzöl-Tests kann daher schnell auch zur Holzpflege eingesetzt werden, ohne dass Sie wegen störender Gerüche Kopfschmerzen bekommen.

5. Sind lösemittelfreie Öle ökologisch?

Ein Holzöl Test würde zeigen, welches Öl wasserabweisend wirkt und welche nicht.

Dank der Behandlung mit Holzöl wurde die Arbeitsfläche imprägniert und der Rotwein kann nicht in das Holz eindringen.

Möchten Sie Holzoberflächen und Utensilien in der Küche oder andere Oberflächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, mit Holzöl behandeln, sollten Sie beim Kauf eines Öls darauf achten, dass es ökologisch verträglich und abbaubar ist.

Die ökologischen sowie gesundheitlichen Eigenschaften des Öls sollten demnach gut für Mensch, Tier und Umwelt verträglich sein.

Besonders rein pflanzliche Öle stellen keine Gefahr für die Umwelt dar und können ohne Bedenken für den Schutz von hölzernen Gegenständen genutzt werden, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Sie sollten nur darauf achten, dass das Öl nach dem Auftrag vollständig getrocknet und ausgehärtet ist, bevor Sie den Gegenstand wieder verwenden.

Öl zur Behandlung von Kinderspielzeug sollte nach den Normen DIN EN 71-3 und DIN 53160 getestet sein. Ersteres beschreibt die Sicherheit von Kinderspielzeugen, zweiteres ob das genutzte Öl speichel- und schweißecht ist.

6. Öle trocknen länger als Lasuren

Gegenüber Holzlasuren oder Lacken trocknen Holzöle langsamer, da Öle durch ihren chemischen Aufbau tiefer in das Holz eindringen.

Ein gutes Holzöl sollte nach etwa zwei bis drei Stunden eingezogen sein und eine staubtrockene Oberfläche hinterlassen. Staubtrocken bedeutet hierbei, dass Staub nicht mehr an der Oberfläche kleben bleibt.

Eine vollständiges Austrocknen des Öls kann bis zu 21 Tage dauern. Dies ist ebenfalls auf das tiefe Eindringen des Öls in die Holzstruktur zurückzuführen.

Vor- und Nachteile eines farblosen Holzöls:

    Vorteile
  • hebt die Maserung hervor
  • Holz reguliert weiterhin die Luftfeuchtigkeit
  • meist biologisch abbaubar
  • Herstellung aus umweltschonenden und nachwachsenden Rohstoffen
    Nachteile
  • schützt nur bedingt vor UV-Strahlung

7. Öle müssen richtig gelagert werden

Tücher zum Trocknen nach draußen hängen.

Tücher, die bei der Arbeit mit Öl genutzt wurden, sollten zum Trocknen ins Freie gehängt werden.

Die während der Arbeit genutzten Gegenstände wie Pinsel oder Baumwolltücher sollten unbedingt an der Luft glatt und offen aufgehängt werden. Dies verhindert eine Selbstentzündung der Arbeitsmaterialien.

Die meisten Öle sind bis zu 12 Monate nach Anbruch haltbar. Die richtige Lagerung des Holzöls ist daher umso wichtiger, damit Sie dieses auch im nächsten Jahr noch einmal zum Ölen Ihrer Holzmöbel verwenden können.

Sie sollten darauf achten, dass die Öldose oder Flasche nicht verbogen oder kaputt ist und sich luftdicht verschließen lässt. Weiterhin ist eine Lagerung in einer frostfreien Garage oder Schuppen empfehlenswert. Sollten Sie etwa zwei Drittel des Öls genutzt haben, füllen Sie das restliche Öl in ein kleineres Gebinde um, damit ein Austrocknen des Öls verhindert wird.

Bildnachweise: amazon.com/Hermann Sachse, amazon.com/OLI-NATURA (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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Das Vergleich.org-Team hat insgesamt 16 Holzöle für den Vergleich ausgewählt. Wir präsentieren Ihnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Herstellern und Modellen, z. B.: OLI-NATURA Leinöl-Firnis, Isolbau Leinöl-Firnis, Li­gno­co­lor Lein­öl­fir­nis, Oli-Natura Hart­wachs­öl, Clou Ar­beits­plat­ten­öl, Hermann Sachse Holzöl, Osmo TopOil, Alpina Premium Holzö, Hermann Sachse Ar­beits­plat­ten­öl, Leinos Hartöl, Neudroff Teak-Pflege Öl, Koralan Holzöl, Renuwell Möbel-Öl, Xy­la­de­cor Gar­ten­holz, Wepos Teak- und Hartholz-Öl und IKEA SKYDD Mehr Informationen »

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