Das Wichtigste in Kürze
  • Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für den menschlichen Organismus. Ca. 1 kg Calcium befindet sich im menschlichen Körper. Davon ist fast die gesamte Menge in den Knochen und Zähnen enthalten. Calcium wird jedoch auch für die Funktion von Lunge, Herz und Nerven benötigt.
  • Kalziummangel kann zu einer Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden führen. Dazu gehören Verdauungsstörungen, Haarausfall und Muskelkrämpfe. Stellt ein Arzt bei Ihnen einen Calciummangel fest, können Sie mit Calcium-Brausetabletten wieder gesunde Werte erreichen.
  • Milchprodukte sind sehr reich an Calcium und sind daher die wichtigste Calciumquelle für große Teile der Bevölkerung. Wenn Sie laktoseintolerant sind oder sich vegan bzw. vegetarisch ernähren, stellen Calcium-Brausetabletten eine gute Alternative für Sie dar.

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Calcium ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers. Ein erwachsener Mensch hat einen Calciumbedarf von ca. 1.000 mg Calcium pro Tag, damit der Stoffwechsel problemlos funktioniert. Die Nationale Verzehrsstudie II fand jedoch heraus, dass sowohl Frauen mit durchschnittlich 738 mg Calcium als auch Männer mit durchschnittlich 807 mg Calcium unterhalb der empfohlenen Menge liegen. Nehmen Sie über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend Calcium zu sich, zeigen sich erste Mangelerscheinungen, die langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen können,

In der Kaufberatung unseres Calcium-Brausetabletten-Vergleichs 2020 klären wir Sie darüber auf, wo der Unterschied zwischen einem Nahrungsergänzungsmittel und einem Arzneimittel liegt. Zudem legt die Vergleich.org-Redaktion für Sie die Vorteile eines Kalzium-Präparates dar, das ebenfalls Vitamin D beinhaltet.

Kalzium-Brausetablette-Test

1. Sind häufig Ältere und Schwangere von Calciummangel betroffen?

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Milch ist eine natürliche Kalziumquelle.

Für die meisten Menschen stellt Calciummangel kein Problem dar. Bereits mit einem Müsli am Morgen, zwei Scheiben Käse zum Abendbrot und ein Glas Milch vor dem Schlafengehen können Sie Ihren Tagesbedarf an Calcium decken. Jedoch sieht die Ernährung in der Praxis häufig anders auch. Zudem wird in bestimmten Lebensabschnitten zusätzliches Calcium benötigt. Hier kann eine Calcium-Brausetablette helfen.

Besonders häufig sind ältere Menschen und Frauen in der Schwangerschaft vom Calciummangel betroffen. Heranwachsende brauchen zusätzliches Calcium, da das Knochenwachstum schnell voranschreitet. Frauen nach der Menopause wird ebenfalls dazu geraten, auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium zu achten. Da der sinkende Östrogenspiegel Knochenschwund begünstigt.

Schaffen Sie es nicht, die täglich empfohlene Menge von 1.000 mg Calcium über Ihre Nahrung zu sich zu nehmen, können Sie zu einer Calcium-Brausetablette greifen. Vergleich.org rät Ihnen zu einem Calciumpräparat, das maximal 500 mg Calcium pro Tablette aufweist, so überschreiten Sie zusammen mit dem Kalzium, das Sie über Nahrung aufnehmen, die empfohlene Tagesdosis von 1.000 mg nicht übermäßig.

2. Starke Knochen dank Calcium?

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Kalzium ist für die Knochen besonders wichtig.

Calcium wird vom Körper vorrangig für die Knochen benötigt. Anders als häufig angenommen, handelt es sich bei Knochen um ein stoffwechselaktives Gewebe. Knochen werden immer wieder erneuert, dadurch bleiben sie stabil und passen sich der Beanspruchung an. Für diesen Erneuerungsprozess braucht der Körper Calcium.

Wird nicht ausreichend Calcium aufgenommen, wird das Knochengewebe nicht im notwendigen Umfang erneuert. Bei längerfristigem Calciummangel löst der Körper Calcium aus den Knochen um lebenswichtige Funktionen weiter erfüllen zu können. Die Dichte und Struktur der Knochen vermindert sich und die Knochen verlieren an Stabilität. Dieser Zustand nennt sich Osteoporose und betrifft vor allem ältere Menschen. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 60 Jahren leidet an Osteoporose. Kalzium-Tabletten, wie Calcium-Sandoz, helfen dieser Krankheit vorzubeugen.

Vom Calciummangel sind jedoch nicht nur die Knochen betroffen. Weitere Symptome sind:

  • Hautkribbeln
  • Muskelkrämpfe
  • trockene Haut und Ekzeme
  • Haarausfall, Störung der Hornbildung
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • niedriger Blutdruck
  • Probleme mit den Augen (Sehverschlechterungen bis hin zu Linsentrübungen)
  • vermehrte Erregbarkeit und Stimmungsschwankungen

Keines dieser Symptome steht zwangsläufig in einem Zusammenhang mit einem Kalziummangel. Wenn eines der Symptome bei Ihnen auftritt und Sie die Vermutung haben, dass Kalziummangel die Ursache sein kann, sollten Sie sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann durch einen Bluttest feststellen, ob Ihr Kalziumspiegel zu niedrig ist.

Ist dies der Fall, wird Ihnen der Arzt zur Behandlung die passenden Präparate, wie beispielsweise Calcium-Brausetabletten, verordnen. Vergleich.org rät Ihnen von der Selbsthilfe gegen einen vermeintlichen Mangel ab.

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3. Kommt es auf die richtige Dosierung an?

Alternativen zur Brausetablette

Kalzium kann in verschiedenen Formen verabreicht werden. Neben der Calcium-Brausetablette gibt es auch Kalzium-Tabletten zum Schlucken sowie Kalzium-Pulver.

Kalzium-Tabletten unterscheiden sich in der Dosierung des Calciums. Einige Hersteller, wie beispielsweise Hexal, bieten hochdosiertes Kalzium an. Die Tabletten dieser Art verfügen über 1.000 Milligramm und decken somit Ihren Tagesbedarf. Die Kalzium-Brausetabletten anderer Hersteller, wie Ratiopharm, Heumann und Sanotact, verfügen über eine Dosierung von 400 bis 600 mg Kalzium, sodass noch zusätzliches Kalzium über die Nahrung aufgenommen werden muss, um auf die empfohlene Tagesdosis von 1.000 mg zu kommen.

Bei der Dosierung gilt es zu beachten, dass die Überschreitung der empfohlenen Tagesmenge keine Vorteile bringt. Ihr Körper hat für zusätzliches Kalzium keine Verwendung. Zwar geht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davon aus, dass die kritische Grenze für die Kalziumaufnahme durch die Ernährung bei 2.500 mg pro Tag liegt. Dennoch empfiehlt das BiR, dass maximal 500 mg Kalzium durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden sollen.

Diese 500 mg decken nicht den Tagesbedarf, allerdings nehmen Sie bereits durch Ihre Nahrung Kalzium zu sich. Ein Glas Milch (250 ml) enthält beispielsweise 300 Milligramm Kalzium und ein Liter Mineralwasser enthält 150 Milligramm Calcium. Das durch die Kalzium-Tabletten aufgenommene Kalzium hilft Ihnen dabei, den Tagesbedarf zu decken, ohne den empfohlenen Wert zu überschreiten.

Nehmen Sie Kalzium als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Arznei zu sich, empfiehlt Ihnen Vergleich.org eine Dosierung von maximal 500 Milligramm pro Tag. So stellen Sie sicher, dass Sie die empfohlene Tagesdosis nicht eklatant überschreiten.

kalzium-Brausetablette-Vergleich

4. Kaufkriterien für Calcium-Brausetabletten: Darauf müssen Sie achten

4.1. Calcium-Brausetabletten-Tests im Internet zeigen, dass Vitamin D die Aufnahme von Kalzium erleichtert

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Trifft UV-Strahlung auf die Haut, produziert diese Vitamin D.

Damit der menschliche Körper Kalzium aufnehmen kann, ist Vitamin D nötig. Vitamin D wird in der Haut gebildet. Mit zunehmendem Alter bildet die Haut jedoch weniger Vitamin D als in jungen Jahren und so leiden ältere Menschen häufig an einem Vitamin D-Mangel, der sich negativ auf den Kalziumhaushalt auswirkt. Die Kalzium-Brausetabletten einiger Marken verfügen daher zusätzlich über Vitamin D.

Calcium-Brausetabletten-Tests im Internet zeigen, dass das zusätzliche Vitamin D bei der Verstoffwechslung des Kalziums hilft. Häufig findet sich in der Bezeichnung der Präparate dieses Typs lediglich das D wieder. Präparate mit dem Namen Calcium D3 verfügen beispielsweise über Vitamin D3. Vitamin D ist nicht wasserlöslich ist und kann nicht durch den Urin ausgeschieden werden, sobald sie im Körper gespeichert wurden. Dadurch kann es zu einer Überdosierung kommen. Müdigkeit, Schwindel und Muskelschwäche gehören zu den Symptomen. Die besten Calcium-Brausetabletten verfügen daher nicht notwendigerweise über zusätzliches Vitamin D.

Verfügen Sie über einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel, empfiehlt Ihnen Vergleich.org Kalzium-Brausetabletten, die zusätzlich über Vitamin D verfügen. Ist Ihr Vitamin-D-Spiegel in Ordnung, sollten Sie auf Produkte zurückgreifen, die kein zusätzliches Vitamin D aufweisen.

Diese Vor- und Nachteile haben Kalzium-Brausetabletten mit Vitamin D gegenüber solchen ohne:

  • zusätzliches Vitamin D erleichtert die Aufnahme von Calcium
  • Vorbeugung von Vitamin D-Mangel
  • Überdosierung von Vitamin-D möglich

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4.2. Die Wirksamkeit von Arzneien wurde geprüft

Die Kalzium-Brausetabletten verschiedener Marken weisen häufig kaum Unterschiede bei den Wirk- und Hilfsstoffen auf. Chemisch gibt es keine Unterschiede zwischen den Calcium-Carbonaten des einen und des anderen Herstellers. Dennoch werden einige als Arzneimittel verkauft, während andere unter der Kategorie Nahrungsergänzungsmittel gehandelt werden.

Möchte ein Hersteller seine Calcium-Tabletten als Arzneimittel verkaufen, muss er die Wirksamkeit nachweisen. Dies ist bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht der Fall. Bei diesen muss der Hersteller lediglich die Unbedenklichkeit des Produkts garantieren.

Der Ort, an dem Sie Ihre Calcium-Brausetabletten kaufen, ist nicht zwingend ausschlaggebend für das eine oder das andere. So können Sie in der Apotheke Kalzium-Brausetabletten kaufen, bei denen es sich um Nahrungsergänzungsmittel handelt. Bei den günstigen Kalzium-Brausetabletten von Aldi, dm und Rossmann handelt es sich jedoch durchgehend um Nahrungsergänzungsmittel. Diese sind für die Behandlung von Krankheiten wie Osteoporose nicht geeignet.

Wollen Sie sichergehen, dass die Wirkung Ihrer Kalzium-Brause nachgewiesen ist, sollten Sie zu einem Präparat greifen, das als Arzneimittel gilt. Das sollten Sie immer dann tun, wenn Ihr Arzt Ihnen Kalzium aufgrund einer Krankheit, wie bei beispielsweise Osteoporose, verordnet.

Kalzium-Osteoporose

5. Kalzium-Brausetabletten im Test bei der Stiftung Warentest

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In Lebensmitteln, wie Brokkoli und Nüssen, steckt jede Menge Kalzium.

Die Stiftung Warentest hat im Jahre 2006 Kalzium-Tabletten unter die Lupe genommen. Unter anderem gab es einen Calcium-Brausetabletten-Test, bei dem fünf Präparate untersucht wurden. Ein Calcium-Brausetabletten-Testsieger wurde leider nicht gekürt, dennoch sprach die Stiftung Warentest wichtige Empfehlungen aus.

So sagte die von der Stiftung Warentest befragte Expertin Frau Professor Hildegard Przyrembel unter anderem, dass Präparate wie Kalzium-Tabletten nur dann eingesetzt werden sollten, wenn der Kalziumbedarf nicht durch die Ernährung gewährleistet werden kann. So empfiehlt sich beispielsweise die Verabreichung von Calcium für Kinder, die sich vielen Lebensmitteln verweigern. Zudem räumte die Expertin mit dem Gerücht auf, dass Phosphate und Magnesium schlecht für die Knochen seien.

Weiterhin weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass neben einer ausreichenden Kalziumversorgung vor allem Bewegung für die Qualität der Knochen wichtig ist. Durch ausreichende Bewegung verbessert sich die Struktur der Knochen, wodurch Krankheiten wie Osteoporosen vorgebeugt wird.

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6. Fragen und Antworten rund um das Thema Calcium-Brausetabletten

6.1. Wie hoch liegt die empfohlene Tagesdosis an Kalzium pro Altersgruppe?

Jeder Mensch benötigt Kalzium. Unabhängig vom Alter und den Lebensumständen. Allerdings variiert die empfohlene Tagesdosis je nach Lebensalter. Während Säuglinge und Kleinkinder mit einer geringen Dosis auskommen, brauchen Heranwachsende mehr Calcium als Erwachsene. Leiden Sie unter Osteoporose oder Kalziummangel, sollten Sie sich an die von Ihrem Arzt verschriebene Menge halten. Folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die empfohlene Tagesmenge Calcium in verschiedenen Lebensaltern.

Alter Kalziumbedarf in mg/Tag
0 bis unter 4 Monate 200 mg
4 bis unter 12 Monate 330 mg
1 bis unter 4 Jahre 600 mg
4 bis unter 7 Jahre 750 mg
7 bis unter 10 Jahre 900 mg
10 bis unter 13 Jahre 1.100 mg
13 bis unter 15 Jahre 1.200 mg
15 bis unter 19 Jahre 1.200 mg
ab 19 Jahre 1.000 mg

6.2. Haben Calcium-Brausetabletten Nebenwirkungen?

Die Einnahme von Kalzium-Brause führt zu keinen kurzfristigen Nebenwirkungen. Nehmen Sie regelmäßig Calcium-Brausetabletten zu sich, ist die Dosierung entscheidend. Solange Sie die empfohlene Tagesdosis von 1.000 Milligramm einhalten oder nur minimal überschreiten, kommt es zu keinen Nebenwirkungen.

Verschiedene Studien legen jedoch nahe, dass eine langfristige Überschreitung der empfohlene Tagesdosis problematisch werden kann. Laut einer Studie des British Medical Journal starben Frauen, die täglich mehr als 1.400 Milligramm Calcium zu sich nahmen, häufiger an einem Herzinfarkt oder einem Gefäßverschluss als diejenigen, die den Tagesdosis nicht überschritten. Jedoch gibt es auch Stimmen, welche die Studie kritisieren. Hat Ihnen ein Arzt Kalziumtabletten bei Osteoporose verschrieben, sollten Sie sich an die Vorgabe des Arztes halten.