Weitere Vergleiche aus dem Outdoor-Bereich
Da es derzeit sehr viele verschiedene Hersteller von Wurfzelten auf dem Markt gibt, sollten Sie sich unbedingt durch einen guten Wurfzelt-Test beraten lassen. Dabei spielt es keine große Rolle, ob Sie Ihr Wurfzelt in einem Outdoor- und Camping-Geschäft kaufen oder im Internet.
Der Kauf beim Fachhändler hat natürlich den Vorteil, dass Sie sich das Zelt genau ansehen können. In guten Outdoor-Märkten können Sie die Zelte sogar aufstellen. Sie können so mit eigenen Augen sehen, wie gut die Verarbeitung ist oder welche Macken das Zelt hat. Beim Online-Kauf haben Sie diese Möglichkeit nicht. Hier müssen Sie sich auf die Angaben der Hersteller verlassen. Kundenrezensionen können Ihnen aufzeigen, wie sich das Sekundenzelt bei starkem Regen oder Sturm verhält. Dies sind Informationen, die Ihnen ein Verkäufer nicht geben kann.
2.1. Anzahl der Schlafkammern und Anzahl der Personen

Frostfire Wurfzelt: Überzeugend in Preis und Leistung.
Die Anzahl der Schlafkammern mag für viele Familien wichtig sein. Bei den Faltzelten gibt es, bedingt durch die Konstruktion, nur eine Schlafkammer. Wenn Sie mehr Schlafkammern benötigen, sollten Sie einen anderen Zelttyp bevorzugen (z. B. Tunnelzelte).
Wurfzelte sind außerdem nur für wenige Personen geeignet. Meist handelt es sich um 2-Personen-Zelte oder 3-Personen-Zelte – Wurfzelte für 4 oder gar 6 Personen gibt es kaum. In unserem Wurfzelt-Vergleich hat sich außerdem gezeigt, dass Zelte, die als 3-Personen-Zelte angeboten werden, häufig nur Platz für zwei Personen (mit Gepäck) bieten. Wir können daher die meisten Wurfzelte nur für zwei Personen empfehlen. Wenn Sie besonders viel Campingzubehör dabei haben, sollten Sie eventuell nach Modellen mit Vorzelten suchen. Vorzelte bieten meist zusätzlichen Stauraum.
2.2. Wassersäule des Außenzeltes
Die Wassersäule des Außenzeltes beschreibt, wie viel Wasser durch die Zeltplanen abgehalten werden kann. In gängigen Wurfzelt-Tests werden meist Werte zwischen 1.500 und 3.000 mm erreicht. Eine Tabelle soll Ihnen zur Übersicht helfen:
| Wassersäule | Einsatzbereich |
| 1.500 mm | Nach der DIN gilt ein Zelt ab 1.500 mm als wasserdicht. Die Hersteller haben jedoch gemerkt, dass dies nur bedingt für einen Dauerregen zutrifft und stellen daher auch Zelte her, die einer größeren Wassersäule standhalten. Trotzdem sind Pop-up-Zelte mit diesen niedrigen Werten für einfache Campingausflüge zu empfehlen. Wenn man alle Regeln des Zeltens einhält (nichts an die Außenwand legen und sie auch nur bedingt berühren), sollte einem Campingausflug dennoch nichts im Wege stehen. Vor allem als Gartenzelt können sie verwendet werden. Auch bei Strandzelten reicht in der Regel eine schwächere Wassersäule aus. |
| 2.000 mm | Wer eine etwas bessere Campingausrüstung erwerben möchte, sollte ein Wurfzelt mit einer Wassersäule von 2000 mm nehmen. Sie halten die Feuchtigkeit ein wenig besser fern als die anderen Modelle, können aber auch an den Nähten sehr schnell durchlässig werden. Als Campingzubehör sollte man daher unbedingt Imprägnierspray dabei haben. Bei Pop-up-Zelten mit einer Wassersäule von 2.000 mm handelt es sich um bessere Gartenzelte, die auch für leichte Campingausflüge zu empfehlen sind. Aber Vorsicht: Vor allem bei mehreren Tagen Dauerregen wird das Klima in ihnen sehr problematisch. |
| 3.000 mm | Schnellaufbauzelte mit einer Wassersäule von 3.000 mm bieten einen wesentlich höheren Schutz vor Regen und Sturm. Für richtige Campingausflüge sind vor allem diese Modelle zu empfehlen. Auch als Festivalzelte können sie genutzt werden. Normalerweise gilt ein Zelt mit einer Wassersäule von 3.000 – 4.000 mm als ideale Campingausrüstung unter Otto-Normal-Campern. |
| über 5.000 mm | Ab diesem Wert beginnen die richtigen Luxusmodelle. Sie werden von echten Profis genutzt. Bergsteiger fordern diesen Wert unter anderem für die Steilwandzelte, damit wirklich kein Regen eindringen kann. In unserem Wurfzelt-Vergleich kam ein solches Pop-up-Zelt nicht vor, da solche selbstaufbauenden Zelte in der Regel nur von Profis verwendet werden und auch deutlich schwerer sind. |
2.3. Material des Gestänges und der Zelthaut
Im Wurfzelt-Vergleich gab es bei den Materialien keine Überraschungen. Das Gestell der von uns verglichenen Modelle war stets aus Fiberglas, die Zeltplanen aus Polyester. Der Boden war mit Polyurethan (PU) beschichtet, damit wirklich kein Wasser eindringen kann.
2.4. Stehhöhe und Maße
Die Stehhöhe ist bei Sekundenzelten ein großes Problem. Die meisten Modelle kommen über 1,3 Meter nicht hinaus, häufig beträgt die Stehhöhe auch weniger als 1 Meter – wirklich stehen kann man in den Zelten also nicht. Wer auf der Suche nach einem Zelt ist, in dem man auch als Erwachsener bequem stehen kann, sollte sich eher nach einem größeren Gruppen- oder Familienzelt umsehen.

Laut unseren Informationen ist dieses Quechua-Wurfzelt ein Teil der Decathlon-Serie „2 Seconds“, die für schnellen Aufbau steht.
Was die Maße des aufgebauten Zelts betrifft, so gab es in unserem Wurfzelt-Vergleich nur geringe Abweichungen. Ein durchschnittliches selbstaufbauendes Zelt ist ungefähr 2,5 Meter lang und 1,5 Meter breit.
Achtung: Bedenken Sie, dass eine Breite von 1,5 Metern für drei Personen mitunter etwas eng sein kann – vor allem, wenn Sie mit Gepäck zelten. Wer wirklich zu dritt unterwegs ist, sollte ein Zelt wählen, das als 4-Mann-Zelt angeboten wird!
2.5. Belüftung

Größtes Wurfzelt: Hier ist Platz für 6 Personen.
Die Belüftung der Zelte erweist sich in unabhängigen Wurfzelt-Tests meist bei fast allen Pop-up-Zelten als in Ordnung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihr persönlicher Wurfzelt-Testsieger mehr als eine Belüftungsöffnung aufweist. Die meisten der von uns verglichenen Zelte verfügen über Decken- und Seitenöffnungen, die für ein angenehmes Klima sorgen.
2.6. Gewicht
Das Gewicht spielt vor allem für Wanderer eine große Rolle – diese sollten sich für ein leichtes Zelt entscheiden. Bei der Fahrradtour sollte das Zelt natürlich auch nicht zu schwer sein. Wurfzelte sind in der Regel recht leicht. Natürlich nimmt mit der Robustheit der Außenhaut auch das Gewicht zu. Daher sind die günstigen Zelte (etwa Modelle der Firma CampFeuer) oft leichter. Sie wiegen meist nicht mehr als 2,5 kg. Die hochwertigeren Zelte (etwa Modelle von Qeedo oder High Peak) wiegen mitunter bis zu 6 kg. Dennoch können sie bei einer Wanderung gut transportiert werden, da das Packmaß weitaus kleiner ist.
Kann mir jemand beim Abbau eines Callieway Kwiki Wurfzeltes helfen, ich scheitere am letzten Schritt, wenn es zusammengeklappt am Boden liegt…..
Liebe Redaktion,
ich habe mir im Mai auch ein Wurfzelt gekauft und war damit letztes Wochenende auf einem Festival. Hat so einiges mitgemacht, das gute Teil. Jetzt würde ich gerne in zwei Wochen wieder zelten gehen, aber das Zelt ist total versaut. Wie krieg ich den Dreck denn am besten runter? Mit dem Gartenschlauch?
Vielen Dank und beste Grüße!
Euer Martin
Lieber Martin,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Wurfzelt Vergleich.
Sie sprechen einen bedeutenden Punkt an! Es ist wirklich wichtig, dass Sie Ihr Zelt so schnell wie möglich reinigen. Wer das nicht tut, der riskiert, dass der Schmutz auf Dauer immer tiefer in das Zelt eindringt und das Material beschädigt.
Egal, ob Wurfzelt oder nicht: Am besten reinigen Sie Ihr Zelt im aufgebauten Zustand. Dazu tauchen Sie einen Schwamm in Seifenlauge und bürsten das Zelt dann ganz leicht von außen ab. Benutzen Sie auf gar keinen Fall aggressive Lösungsmittel – diese können die Wasserdichte Ihres Zelts verringern.
Nach dem Bürsten sollten Sie alles gut abspülen, damit keine Seifenreste übrig bleiben. Zum Abspülen können Sie sehr gut Ihren Gartenschlauch verwenden!
Sobald Ihr Zelt vollständig trocken ist, können Sie es wieder einpacken. Wir empfehlen Ihnen generell, Zelte immer an einem trockenen Ort aufzubewahren.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen und wünschen Ihnen viel Spaß auf dem nächsten Campingtrip!
Ihr Vergleich.org-Team