Das Wichtigste in Kürze
  • Das Tonabnehmersystem gehört zu den wichtigsten Bauteilen eines Plattenspielers. Denn die Klangqualität hängt zentral von der Qualität des Tonabnehmers ab.
  • Für DJs gibt es spezielle Tonabnehmer, die ein lauteres Ausgangssignal liefern und auch bei Erschütterungen kaum springen.
  • Mit etwas Geduld ist die Installation und Justage von Tonabnehmersystemen auch für Technik-Laien kein Problem.

tonabnehmer für plattenspieler test

Vinyl liegt 2020 wieder voll im Trend. Allein im Jahr 2017 wurden in Deutschland nach Zahlen des Bundesverbands Musikindustrie 3,3 Millionen Schallplatten verkauft. Und egal, ob Sie einen alten Plattenspieler reaktiviert oder sich gerade Ihren allerersten Schallplattenspieler gekauft haben – für den bestmöglichen Klang benötigen Sie auch einen hochwertigen Tonabnehmer. Tonabnehmer sind die wichtigsten Zubehör-Teile für Plattenspieler und selbst aus einem günstigen Budget-Turntable von Aldi oder Lidl lässt sich so noch eine Menge herausholen.

In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, wo die Unterschiede zwischen sphärischen und elliptischen Nadeln für Plattenspieler liegen, wie Sie Ihren Tonabnehmer für Plattenspieler mit Test-Schablonen richtig justieren können und worauf DJs bei der Tonabnehmer-Wahl besonders achten sollten.

1. Kaufberatung: Worauf sollte man achten?

Einen Tonabnehmer für Plattenspieler zu kaufen, ist keine einfache Aufgabe. Das Tonabnehmersystem muss technisch zu Ihrem Plattenspieler und Verstärker passen und sollte gleichzeitig gut klingen sowie auch ältere, etwas zerkratzte Platten ohne zu springen abspielen können.

Je nachdem, ob Sie DJ sind oder als Musikliebhaber nur zu Hause Schallplatten hören, kommen noch weitere Aspekte ins Spiel. Wie Sie den besten Tonabnehmer für Plattenspieler für Ihre eigene Situation identifizieren und die technischen Daten richtig interpretieren können, erklären wir Ihnen im folgenden Abschnitt unseres Vergleichs der Tonabnehmer für Plattenspieler.

1.1. Tonabnehmer-Typen: Moving-Magnet-Systeme überzeugen durch gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

moving magnet tonabnehmer

Bei einem Moving-Magnet-Tonabnehmer bewegt sich ein Magnet zwischen zwei Spulen und erzeugt darin Strom.

Wenn Sie sich mit Tonabnehmersystemen befassen, werden Sie immer wieder auf die englischen Begriffe „Moving Coil“ (Deutsch: „sich bewegende Spule“) und „Moving Magnet“ (Deutsch: „sich bewegender Magnet“) stoßen. Diese technischen Fachbegriffe beschreiben, auf welche Weise das mechanisch abgetastete Signal der Schallplatte in ein elektrisches Signal umgewandelt wird, und stehen für die zwei wichtigsten Wandler-Arten in Tonabnehmern für Plattenspieler.

Beide Wandlersysteme nutzen das Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Dieses Prinzip besagt, dass in einer Metallspule eine elektrische Spannung entsteht, wenn sich das Magnetfeld um die Spule herum ändert. Und die Änderung des Magnetfelds lässt sich auf zwei verschiedene Wege erreichen: Entweder man bewegt einen Magneten in der Nähe einer statischen Spule oder man bewegt eine Spule in der Nähe eines statischen Magneten.

Bei Moving-Magnet-Tonabnehmern (oder kurz: MM-Tonabnehmern) ist ein Magnet direkt mit der Abtastnadel verbunden, der sich zwischen zwei Spulen im Inneren des Tonabnehmers bewegt. Da diese Spulen verhältnismäßig groß sind, wird eine relativ hohe Spannung erzeugt. Daher haben MM-Tonabnehmer ein relativ lautes Ausgangssignal, neigen aber gerade im Hochtonbereich auch etwas zu Verzerrungen.

Da der Magnet außer der Schallplattennadel nicht mit anderen Bauteilen verbunden ist, kann die Plattennadel problemlos ausgetauscht oder ersetzt werden. So können Sie Ihren Tonabnehmer für Plattenspieler günstig reparieren, wenn die Nadel defekt oder abgenutzt ist.

Die Vor- und Nachteile von MM-Tonabnehmern im Überblick:

    Vorteile
  • relativ günstiger Preis
  • defekte Plattennadeln können problemlos getauscht werden
  • hohes Ausgangssignal
    Nachteile
  • gewisse Abstriche bei der Klangqualität müssen in Kauf genommen werden
moving coil tonabnehmer: gute klangqualität

Moving-Coil-Tonabnehmer sind für ihren besonders detailreichen Klang bekannt.

Bei Moving-Coil-Tonabnehmern (oder kurz: MC-Tonabnehmern) wird hingegen eine kleine, mit der Schallplattennadel verbundene Spule bewegt, während der Dauermagnet im Inneren des Tonabnehmers fest verbaut ist. Da die bewegte Spule sehr leicht ist, kann sie auch subtile Änderungen in der Schallplattenrille präzise wiedergeben. So ist bei MC-Tonabnehmern ein sehr viel klarerer Sound möglich.

MC-Tonabnehmer liefern jedoch ein deutlich leiseres Ausgangssignal als MM-Tonabnehmer und können nur in Verbindung mit einem speziellen MC-Phono-Vorverstärker betrieben werden. Außerdem ist bei Moving-Coil-Tonabnehmern konstruktionsbedingt ein Austausch der Nadel nicht ohne weiteres möglich. Da MC-Tonabnehmer meist wesentlich teurer und gleichzeitig deutlich fragiler sind als MM-Tonabnehmersysteme, stellt dies einen klaren Nachteil dar.

Die Vor- und Nachteile von High-End-Tonabnehmern der Kategorie „Moving-Coil“ im Überblick:

    Vorteile
  • klarerer, besserer Sound
    Nachteile
  • relativ fragil, defekte Nadeln können nur mit viel Aufwand ersetzt werden
  • benötigen zusätzlichen MC-Phono-Vorverstärker

Andere Tonabnehmersysteme, wie Moving-Iron-Tonabnehmer oder piezoelektrische Keramik-Tonabnehmer, spielen auf dem Markt nur eine untergeordnete Rolle. Daher haben wir diese Systeme in unserem Vergleich ausgeklammert.

1.2. Nadel-Schliff: Elliptische Nadeln bieten besseren Sound bei etwas höherer Abnutzung

Ein zweiter wichtiger Unterschied zwischen verschiedenen Tonabnehmersystemen für Schallplattenspieler ist der der Schliff der Nadel (oder genauer: der Schliff des Diamanten an der Spitze der Schallplattenspieler-Nadel). Hier sind vor allem zwei Typen relevant: sphärische Nadeln und elliptische Nadeln.

Sphärische Nadeln sind an der Spitze fast kugelrund geschliffen und verhältnismäßig günstig in der Herstellung. Durch ihre Form berühren sphärische Nadeln die Rille nur an zwei relativ kleinen Punkten. Dadurch sind sphärische Nadeln sehr einfach einzustellen und kommen auch mit stärker zerkratzten alten Schallplatten klar. Außerdem nutzen sie die Schallplatten weniger stark ab, was für allem für DJs wichtig ist, die einzelne kurze Passagen von Songs oft besonders oft abspielen.

Elliptische Nadeln haben eine etwas spitzer zulaufende Form. Sie liegen daher tiefer in der Rille und haben einen großflächigeren Kontakt zur Wand der Rille. Dadurch können elliptische Nadeln die Musik detailreicher wiedergeben, nutzen aber gerade beim DJ-Gebrauch mit Backcueing und Scratching die Platten stärker ab. Außerdem müssen elliptische Nadeln in einem spezifischen Winkel zur Schallplatte ausgerichtet werden.

tonabnehmer plattenspieler vergleich: frequenzen

1.3. Frequenzbereich lässt Rückschlüsse auf Klangqualität zu

Frequenzen und das menschliche Gehör

Grundsätzlich können Menschen Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz hören. Jedoch lässt das Gehör für hohe Frequenzen im Laufe der Zeit nach. Schon mit etwa 20 Jahren nehmen viele Menschen Frequenzen über 17.000 Hz kaum noch wahr.

Klangqualität lässt sich schlecht in Zahlen ausdrücken. Doch zumindest Hinweise lassen sich auch auf den Datenblättern finden, insbesondere beim Frequenzbereich.

Der Frequenzbereich gibt an, welche Frequenzen ein Tonabnehmer abspielen kann – oder genauer: bis zu welchen Frequenzen die Wiedergabelautstärke nur um einen relativ geringen Wert (oft 3 dB) von der eigentlichen gewünschten Lautstärke abweicht.

Bei allen Tonabnehmern im Vergleich liegt die untere Grenzfrequenz bei 20 Hz. Die Wiedergabe tieferer Frequenzen wäre bei Schallplatten auch technisch nicht möglich.

Interessanter ist die obere Grenzfrequenz. Diese liegt zwar bei allen Tonabnehmern im Vergleich mit mindestens 18.000 Hz in einem Bereich, den die meisten Menschen nicht hören können, hat jedoch dennoch Auswirkungen auf den Klang. Denn je höher die spezifizierte Grenzfrequenz liegt, desto linearer ist die Tonwiedergabe im hörbaren Bereich.

Daher haben Tonabnehmer mit einem breiteren Frequenzbereich oft ein besseres Klangbild. Mehr als ein Indiz ist diese Angabe jedoch nicht.

tonabnehmer lautstärke

1.4. Die Ausgangsspannung bestimmt die Lautstärke eines Tonabnehmers

Ein weiterer wichtiger Wert ist die Ausgangsspannung, die in Millivolt (mV) angegeben wird. Gleiche Verstärkereinstellungen vorausgesetzt, lässt sich an der Ausgangsspannung die Wiedergabelautstärke des Tonabnehmersystems ablesen.

Auch dies hat Auswirkungen auf die Klangqualität. Denn jeder Verstärker fügt dem Tonsignal auch eine gewisse Menge Hintergrundrauschen hinzu. Und je mehr Sie das Signal verstärken, desto lauter wird auch dieses Rauschen.

Tipp: Bei modernen Verstärkern und Vorverstärkern ist der Rauschabstand so groß, dass diese Unterschiede kaum ins Gewicht fallen.

Für DJs ist die Ausgangsspannung jedoch aus einem anderen Grund wichtig. Da das Signal des Plattenspielers weniger stark verstärkt werden muss, sind laute Tonabnehmersysteme weniger anfällig für Rückkopplungen, wie sie bei großen Club-Soundsystemen immer wieder auftreten können.

1.5. Höhere Auflagekraft bedeutet nicht automatisch höhere Abnutzung

dj tonabnehmer

DJs müssen die Platte häufig mit den Händen berühren und manipulieren. DJ-Tonabnehmer benötigen daher eine höhere Auflagekraft, damit die Schallplattennadel nicht springt.

Die Auflagekraft, auf die ein Tonabnehmer ausgerichtet ist, ist für sich gesehen weder ein Qualitätsmerkmal noch ein absoluter Hinweis darauf, wie stark der Tonabnehmer die Schallplatten beim Abspielen abnutzt. Wenn Sie ein Auflagegewicht im spezifizierten Bereich verwenden, klingen auch häufig gehörte Platten für lange Zeit perfekt – unabhängig von der exakten Auflagekraft.

Dennoch ist ein geringeres Auflagegewicht für den Hausgebrauch letztendlich vorzuziehen. Anders sieht die Sache bei DJs aus, die die Schallplatten beim Auflegen immer wieder mit den Händen manipulieren müssen. Damit die Plattennadel dabei nicht springt, benötigen DJs Systeme mit höherer Auflagekraft – und ein gewisses Fingerspitzengefühl.

Achtung: Stellen Sie niemals ein Auflagegewicht ein, das niedriger ist als der spezifizierte Bereich des jeweiligen Tonabnehmers. Ein zu niedriges Auflagegewicht führt zu einer stärkeren Abnutzung der Schallplatten als ein zu hohes Auflagegewicht, auch wenn das im ersten Moment unlogisch scheint.

1.6. Headshell, Concorde, T4P: Verschiedene Befestigungsweisen im Vergleich

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein Plattenspieler-Tonabnehmer am Tonarm angeschlossen werden kann: entweder mit Hilfe eines separaten Trägersystems, der sogenannten „Headshell“, oder direkt am Tonarm über das (von Ortofon entwickelte) Concorde-System oder die ältere P-Mount-Befestigung.

Die drei Befestigungsweisen haben spezifische Vor- und Nachteile, die wir Ihnen in der folgenden Tabelle zusammengestellt haben:

Headshell-System Concorde-System P-Mount-System (T4P)
nadel für plattenspieler auf headshell schallplattenspieler nadel concorde system plattenspieler tonabnehmer p-mount
besonders flexibel, kann sowohl an geraden als auch an S-förmigen Tonarmen genutzt werden
größte Auswahl an verschiedenen Tonabnehmern
auch mit Hifi-Plattenspielern ohne SME-Bajonettanschluss kompatibel
sehr einfache Installation mit SME-Bajonettverschluss
Nadel ist schon korrekt ausgerichtet (bei Verwendung an einem S-Tonarm)
japanischer Standard mit sehr klar definierten Spezifikationen
einfachste Installation, Tonabnehmer wird einfach auf den Tonarm gesteckt
kein Neujustieren der Auflagekraft nötig
x Tonabnehmer muss immer aufwendig ausgerichtet werden (mit Hilfe einer Schablone) x nicht mit geraden Tonarmen kompatibel (dann leidet die Klangqualität deutlich) x nicht sonderlich weit verbreitet (T4P-Tonabnehmer können per Adapter auch an europäische SME-Bajonett-Anschlüssen genutzt werden)

Tipp: Wie Sie bei der Installation der verschiedenen System-Typen im Detail vorgehen müssen, erklären wir Ihnen in den folgenden Kapiteln unseres Ratgebers.

2. Anleitung: Wie lässt sich der Tonabnehmer installieren und justieren?

Nachdem Sie Ihr neues Tonabnehmersystem mit Plattenspieler-Nadel gekauft haben, müssen Sie natürlich den Tonabnehmer an Ihrem Schallplattenspieler installieren und exakt justieren sowie die Auflagekraft am Tonarm einstellen. Dies mag zunächst etwas beängstigend klingen, ist aber auch für Technik-Laien problemlos möglich. Wir erklären Ihnen, wie Sie dabei vorgehen müssen.

2.1. Installation: Das Vorgehen hängt von der Art Ihres Plattenspielers ab

tonarm mit integrierter headshell

Bei modernen Hifi-Plattenspielern ist die Headshell oft direkt im Tonarm integriert.

Wie schnell und einfach die Installation des Tonabnehmersystems vonstattengeht, ist sowohl vom Tonabnehmer-Typen als auch von der Art Ihres Plattenspielers abhängig. T4P- und Concorde-Tonabnehmer sind für das direkte Anschließen an den Tonarm gedacht, Halbzoll-Tonabnehmersysteme müssen zunächst an einer sogenannten Headshell befestigt werden.

Bei DJ-Plattenspielern werden Sie immer einen SME-Bajonettverschluss vorfinden, an dem Sie ein Concorde-System oder eine Headshell mit Schallplattenspieler-Nadel innerhalb weniger Sekunden befestigen können.

Bei Hifi-Plattenspielern ist die Situation etwas komplexer: Ältere Hifi-Modelle (zum Beispiel die vielen verschiedenen Technics-Plattenspieler) bieten fast immer einen T4P- oder SME-Bajonettanschluss zum direkten Anschließen von T4P-/Concorde-Tonabnehmer oder montierter Headshell.

Modernere Hifi-Plattenspieler (zum Beispiel von Pro-Ject, Thorens oder Rega) verzichten hingegen oft auf den SME-Anschluss. Stattdessen ist die Headshell gewissermaßen fest mit dem Tonarm verbunden, sodass Sie jeden Halbzoll-Tonabnehmer dort befestigen können.

So montieren Sie einen Halbzoll-Tonabnehmer an einer Headshell (oder dem Tonarm eines modernen Hifi-Plattenspielers):

  1. Halten Sie den Tonabnehmer von unten an die Headshell, sodass Sie die Löcher für die Schrauben durch die länglichen Aussparungen in der Headshell sehen können.
  2. Befestigen Sie den Tonabnehmer mit den zwei kleinen Schrauben, ziehen Sie diese aber noch nicht komplett fest – bei der Feinjustage müssen Sie den Tonabnehmer noch bewegen können.
  3. Verbinden Sie die vier kleinen farbcodierten Kabel der Headshell mit den entsprechenden Anschlüssen am Tonabnehmer. Eine kleine Zange oder Pinzette kann diesen Arbeitsschritt deutlich erleichtern.
  4. Nun können Sie die Headshell über den SME-Bajonettanschluss am Tonarm befestigen.
  5. Anschließend müssen Sie noch die Ausrichtung der Plattenspieler-Nadel justieren sowie das Auflagegewicht einstellen. Dies erklären wir Ihnen in den folgenden Abschnitten.

tonabnehmer mit headshell

2.2. Tonabnehmer-Justage ist nur bei Headshell-Systemen notwendig

Damit die Schallplattenspieler-Nadel perfekt in der Rille liegt, müssen Halbzoll-Tonabnehmer für Plattenspieler auf Millimeter-Bruchteile genau ausgerichtet werden. Dazu benötigen Sie eine Tonabnehmer-Schablone, die Sie bei Ihrem Fachhändler erhalten.

Tipp: Alternativ können Sie derartige Schablonen auch aus dem Internet herunterladen und ausdrucken. Eine Übersicht mit Links zu verschiedenen Schablonen gibt es hier.

Zur Justage legen Sie dann die Schablone auf den Plattenteller, setzen die Nadel jeweils exakt auf die zwei markierten Punkte und gleichen die Ausrichtung des Tonabnehmers mit den Linien auf der Schablone ab. Eventuell müssen Sie mehrfach nachkorrigieren, aber nach einigen Minuten sollte Ihr Tonabnehmersystem perfekt ausgerichtet sein.

2.3. Die Auflagekraft stellen Sie am Tonarm ein

Abschließend müssen Sie noch die Auflagekraft einstellen. Auch dies ist mit einigen einfachen Schritten schnell erledigt:

  1. Heben Sie den Tonarm aus der Ablagehalterung.
  2. Stellen Sie das Gegengewicht an der Rückseite des Tonarms so ein, dass der Tonarm waagerecht in der Luft schwebt.
  3. Wenn nötig, passen Sie die Anzeige am Gegengewicht so an, dass sie in diesem Moment auf null steht.
  4. Stellen Sie das Gegengewicht auf den vom Hersteller empfohlenen Wert ein.

Im folgenden Video sehen Sie noch einmal, wie die Justage des Plattenspieler-Tonabnehmers und das Einstellen der Auflagekraft in der Praxis umgesetzt werden:

3. Welches sind die wichtigsten Hersteller von Tonabnehmern?

Auch wenn es eine Vielzahl von Tonabnehmer-Herstellern gibt, wird der Markt von zwei großen Marken dominiert, die Tonabnehmersysteme in allen Preisklassen im Programm haben: Ortofon und Audio-Technica. Der Hersteller Shure, der jahrelang ebenfalls eine wichtige Rolle spielte, hat sich aus diesem Geschäftsfeld mittlerweile zurückgezogen.

Darüber hinaus bieten auch manche Plattenspieler-Hersteller (wie Dual oder Rega) eigene Tonabnehmer-Systeme an. Wir haben Ihnen die wichtigsten Marken zusammengestellt, die in Vergleichen und Tests von Tonabnehmern für Plattenspieler immer wieder genannt werden:

  • Audio-Technica
  • Clearaudio
  • Denon
  • Dual
  • Goldring
  • Grado
  • Nagaoka
  • Ortofon
  • Rega

4. Gibt es einen Test von Tonabnehmern für Plattenspieler der Stiftung Warentest?

Nein, bisher hat sich die Stiftung Warentest leider nicht mit Tonabnehmern befasst. Auf der Suche nach einem Tonabnehmer für Plattenspieler mit Testsieger-Qualitäten sollten Sie sich lieber bei branchenspezifischen Medien für Hifi-Liebhaber oder DJs umsehen – oder sich an der Produkttabelle von Vergleich.org orientieren.

plattenspieler tonabnehmer test

5. Häufige Fragen zu Tonabnehmern für Plattenspieler

  • Benötigen Plattenspieler mit Direktantrieb besondere Tonabnehmer?

    Nein, ob Ihr Plattenspieler per Riemen angetrieben wird oder über einen Direktantrieb verfügt, ist für die Auswahl des Tonabnehmersystems vollkommen unerheblich. Auch der Hersteller des Plattenspielers ist egal. Sie können einen Tonabnehmer von Audio Technica ebenso gut mit einem Dual-Plattenspieler verwenden wie mit einem Modell von Rega.
  • Sind bei den Tonabnehmern eines Herstellers die Ersatznadeln untereinander kompatibel?

    Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei einigen Tonabnehmer-Produktreihen (zum Beispiel den Super-OM-Tonabnehmern von Ortofon) ist dies möglich, sodass Sie Ihren Tonabnehmer später problemlos aufrüsten können. Allerdings gilt dies nicht automatisch für alle Tonabnehmer und Ersatznadeln einer einzelnen Marke. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall vor dem Kauf den Hersteller.

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