Plattenspieler Test 2017

Die 7 besten Schallplattenspieler im Vergleich.

Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Teac Audio Technica TN-300-B HiFi-Plattenspieler Dual DTJ 301.1 Dual DT 210 Sony PS-LX 300 USB Sony PS-HX500 Plattenspieler Roadstar HIF-1899TUMPK Pro-Ject Debut III
Vergleichsergebnis¹
Hinweis zum Vergleichsergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
02/2017
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Bewertung1,4sehr gut
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Bewertung1,5gut
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Bewertung2,0gut
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Kundenbewertung
42 Bewertungen
406 Bewertungen
358 Bewertungen
79 Bewertungen
11 Bewertungen
166 Bewertungen
23 Bewertungen
Produkttyp voll­au­to­ma­tisch
Platte auf­legen, "Start" drü­cken
hal­b­au­to­ma­tisch
Nadel manuell auf­setzen
voll­au­to­ma­tisch
Platte auf­legen, "Start" drü­cken
voll­au­to­ma­tisch
Platte auf­legen, "Start" drü­cken
hal­b­au­to­ma­tisch
Nadel manuell auf­setzen
hal­b­au­to­ma­tisch
Nadel manuell auf­setzen
manuell
Nadel & Teller manuell ein­s­tellen
Antrieb Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Direkt­an­trieb
beson­ders zum Scrat­chen geeignet
Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Rie­men­an­trieb
für Haus­ge­brauch aus­rei­chend
Material des Plattentellers Alu­mi­ni­um­guss
hoch­wertig
Alu­mi­mi­um­guss
hoch­wertig
Alu­mi­nium
robust
Alu­mi­nium
robust
Gummi
rutsch­fest
Metall­platte
normal
Edel­stahl­platte
hoch­wertig
GeschwindigkeitEs gibt drei Geschwindigkeiten:
33 U/min für LPs und Maxisingles
45 U/min für Singles und
78 U/min für Schellakplatten
33 und 45 U/min 33 und 45 U/Min 33 und 45 U/Min 33 1/3 und 45 U/min 33 und 45 U/min 33, 45 und 78 U/Min 33, 45 und 78 U/Min
Klangqualität 100% 90% 90% 80% 90% 80% 90%
Abdeckhaube Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
integrierte Boxen Nein Ja Nein Nein Nein Ja Nein
Phono-VorverstärkerWenn Ihr Receiver nur einen Phono-Eingang besitzt, benötigen Sie einen Phono-Vorverstärker. Ja Ja Ja Nein Ja Nein Nein
Phono-Anschluss Ja Ja Ja Nein Ja Nein Nein
Line-Out Ja Ja Ja Ja Ja Nein Ja
USB-Anschluss Ja Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Vorteile
  • sehr guter Klang
  • ver­gol­dete Anschluss­buchsen für län­gere Halt­bar­keit
  • Korpus in edler MDF-Optik
  • hoch­wer­tiger VM-Ton­ab­nehmer AT95E
  • guter Klang
  • sch­neller Start dank Direkt­an­trieb
  • Platten können digi­ta­li­siert werden
  • guter Klang
  • ein­fache Ein­rich­tung
  • Platten können digi­ta­li­siert werden
  • Adapter für Single-Platten
  • guter Klang
  • ein­fache Hand­ha­bung
  • gute Ver­ar­bei­tung
  • inkl. Soft­ware zum Digi­ta­li­sieren von LPs
  • sehr guter Klang (auch über PC)
  • leichte Ver­bin­dung zum PC
  • gute Qua­lität der auf­ge­zeich­neten Dateien
  • guter Klang
  • gute Ver­ar­bei­tung
  • Platten können digi­ta­li­siert werden
  • inkl. CD- & Kaset­ten­deck
  • sehr guter Klang
  • gute Ver­ar­bei­tung
  • Ver­s­tell­mög­lich­keit des hori­zon­talen Abtast­win­kels
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Plattenspieler-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt verschiedene Arten von Plattenspielern, die sich in ihrer Handhabung unterschieden: Vollautomatische Plattenspieler, halbautomatische Plattenspieler und manuelle Plattenspieler. Vollautomatische Plattenspieler können alle wesentlichen Funktionen alleine ausführen. Man muss nur die Schallplatte auflegen und den Start-Knopf drücken.
  • Bei halbautomatischen Plattenspielern muss man die Nadel selbst auf den gewünschten Anfangspunkt stellen. Am Ende der Platte schalten sich diese Geräte automatisch aus und heben den Arm an. Bei einem manuellen Plattenspieler muss die Nadel von Hand auf- und abgesetzt werden.
  • Beim Kauf eines Plattenspielers sollten Sie besonders auf die Geschwindigkeitseinstellungen und die Anschlussmöglichkeiten achten.

Nahaufnahme einer Plattenspielernadel

Seit einigen Jahren steigt die Anzahl an verkauften Schallplatten wieder. Laut dem Bundesverband für Musikindustrie wurden 2014 insgesamt 1,8 Millionen Platten verkauft, soviel wie zuletzt 1992. LPs sind wieder angesagt. Neben den Nachpressungen von alten Künstlern wie Bob Dylan, The Doors, Frank Sinatra oder ZZ Top, erscheinen derzeit auch Alben aktueller Künstler auf Vinyl.

Damit Sie ihre Lieblingsmusik auch in bester Klangqualität vom Plattenspieler hören können, haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zu verschiedenen Plattenspieler-Tests alle wesentlichen Informationen zum Thema zusammengestellt. Weiterhin stellen wir Ihnen die verschiedenen Plattenspielerarten mit den unterschiedlichen Antriebsarten vor. Am Ende sollen Sie bestens auf den Kauf eines Plattenspielers 2017 vorbereitet sein.

1. Totgesagte leben länger: Zurück zum Vinyl, zurück zur Schallplatte?

Wer erfand die erste Schallplatte?

Die Erfindung der Schallplatte wird Emil Berliner zugeschrieben. Der deutsche Auswanderer erhielt 1887 das Patent für die Schallplatte und das Grammophon.

Ein Schallplattenspieler, kurz Plattenspieler und von DJs Turntable oder Deck genannt, ist ein elektrisches Gerät, das Schallplatten abspielen kann.

Nach dem Ablesen der Musik von der Platte durch eine Nadel wird ein elektrisches Analogsignal bereitgestellt, das durch einen Verstärker und entsprechende Lautsprecher wiedergegeben werden kann.

Bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts gehörten Plattenspieler zum normalen Umfang einer Stereoanlage. Mit der Einführung von Tonbändern, Kassetten und CDs verloren sie an Bedeutung. Heutzutage werden sie von Sammlern geschätzt und erlebten in den letzten Jahren eine Renaissance.

1.1. Die Geschichte des Plattenspielers

Die Vorläufer des Schallplattenspielers waren die um 1880 erfundenen Phonographen und Grammophone.

Diese Geräte wurden rein mechanisch betrieben. Während des Ersten Weltkrieges setzte sich das Grammophon gegen den Phonographen durch. Ab 1926 gab es die ersten elektrischen Tonabnehmer von General Electric. Das Signal konnte man über die aufkommenden Radios weiter verbreiten.

In der Folge nahm die Zahl der Grammophone mit elektrischem Antrieb deutlich zu. Nachdem der elektrische Betrieb üblich wurde, setzte sich der Name Schallplattenspieler durch.

Retrosystem auf den 1965

Ein Plattenspieler von Philips mit Bluetooth und im Retrolook.

Die ersten Geräte spielten noch Schellackplatten. Diese waren größer und zerbrechlicher als die heute gängigen Vinylschallplatten. Insgesamt wurden sie mehr als 60 Jahre lang produziert (1895 – 1957). Für sie wird ein Plattenspieler mit 78 Umdrehungen pro Minute benötigt.

Vor allem in Archiven und privaten Sammlungen sind Schellackplatten noch anzutreffen. Etwa 1950 wurden sie durch die Erfindung des Vinyls abgelöst. Der neue Kunststoff sorgte für leichtere und robustere Platten. Mit ihnen ging auch eine Verbesserung der Musikqualität einher. Das Stereo-Signal wurde zum neuen Standard.

Aufgrund der feineren Struktur der Platten konnten wesentlich mehr Daten in die Rille „eingeschrieben“ werden. Ebenfalls setzten sich geringere Umdrehungsgeschwindigkeiten (33 1/3 und 45 U/min) durch, die ein fehlerfreies Ablesen ermöglichten.

Von 1920 bis 1960 waren Schallplatten die beliebtesten Tonträger. Das Monopol wurde zunächst von Tonbändern und Tonbandgeräten, dann von der Compact Cassette und später von der Compact Disc erschüttert.

Seit den 1990er Jahren ist der Marktanteil von analogen Plattenspielern sehr gering, allerdings verschwinden sie nicht völlig. So wurden 2005 in Deutschland immerhin noch 100.000 Modelle verkauft. Eine verschwindend kleine Zahl im Vergleich zu den mehr als 8 Millionen verkauften MP3-Playern im selben Jahr.

2. Aufbau und Arten von Plattenspielern

Die Rillen der Schallplatte werden durch den Plattenspieler über eine Metall-, Saphir- oder Diamantnadel abgetastet. Ein – früher mechanischer, heutzutage piezomagnetischer – Tonabnehmer wandelt die Schwingungen der Nadel in elektrische Ströme um, die an den Verstärker geschickt werden.

Aufbau

Der Tonabnehmer selbst befindet sich an einem Tonarm, der auf unterschiedliche Weisen ausbalanciert werden kann. Eine gängige Lösung ist ein Gegengewicht, das zum Ausbalancieren dient. Aufwendige Konstruktionen nutzen hierfür eine einstellbare Feder.

Wichtig ist, dass der Tonabnehmer mit dem passenden Druck auf der Platte aufliegt.

2.1. Antriebsarten

  • Direktantrieb

    Die Achse des Antriebsmotors ist gleichzeitig die Achse des Plattentellers. Durch diese Konstruktionsweise wirken die Elektromagnete des Motors direkt auf die Achse. Die Energie wird schneller übertragen, dadurch startet der Plattenspieler deutlich schneller. Die Änderung der Drehzahl des Motors führt zu einer direkten Veränderung der Geschwindigkeit des Plattenspielers. Falls die Übertragung über ein Zahnrad auf die Achse des Plattentellers erfolgt, wird ebenfalls von einem Direktantrieb gesprochen.

    Ein Nachteil bei den Plattenspielern ist der hohe Produktionsaufwand des Motors, der für einen guten Antrieb möglichst genau gearbeitet sein muss.

  • Riemenantrieb

    Die Drehung der Motorachse wird hier mit einem Gummiriemen auf den Plattenteller übertragen. Die Bauart ist am weitesten verbreitet, da eine mechanische Entkopplung zwischen Motor und Plattenteller zugelassen wird und Vibrationen des Plattentellers vermieden werden können.

    Nachteilig können Gleichlaufschwankungen auftreten, ein Geschwindigkeitsdrift durch Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsschwankungen und Vibrationen durch den Schlupf des Riemens. Mittlerweile werden diese Probleme auf ein sehr geringes Maß geregelt.

  • Reibradantrieb

    Ein Gummirad sorgt hier für die Übertragung der Kraft von dem Motor auf die Achse des Drehtellers. Der Motor treibt demnach ein Reibrad an, das wiederum den Drehteller in Gang setzt. Die Übertragung des Drehmomentes ist deutlich besser als bei einem Riemenantrieb, dadurch können bessere Anlaufzeiten erreicht werden. Allerdings werden mehr Vibrationen auf den Teller übertragen.

    Während der Antrieb in den 50er- und 60er-Jahren noch modern war, stellen heute nur noch wenige Unternehmen diese Plattenspieler her. Da es sich dabei um Produktionen minderer Qualität handelt, kommen sie in unserem Plattenspieler Vergleich nicht vor.

3. Spiel es noch einmal, Sam: Manuelle und Automatische Plattenspieler

guter manueller Plattenspieler von Pro Jet aus unserem Plattenspieler Test

Draufsicht auf einen manuellen Plattenspieler von Pro Jet.

  • Manuelle Plattenspieler
    Bei manuellen Plattenspielern muss die Platte von Hand aufgelegt und der Tonarm eingelegt werden. Am Anfang ist die Nadel an den Anfangspunkt zu führen, am Ende einer Platte muss er angehoben und zur Tonarmhalterung zurückgeführt werden.
  • Halbautomatische Plattenspieler
    Halbautomatische Plattenspieler erkennen das Ende einer Platte und führen den Tonarm automatisch zurück. Am Anfang muss die Nadel allerdings manuell in die Rille eingeführt werden.
  • Vollautomatische Plattenspieler
    Beim vollautomatischen Plattenspieler übernimmt das Gerät alle wesentlichen Funktionen. Man muss nur die Platte auflegen und den Start-Knopf drücken. Dann setzt sich das Gerät eigenständig in Bewegung. Der Tonarm wird eigenständig heruntergefahren und der Anfang der Platte automatisch erkannt. Allerdings dauert das Auflegen der Platten ein wenig länger. Viele Kunden beklagen, dass diese automatische Funktion störanfällig ist.

4. Worauf sollte man beim Kauf eines Plattenspielers achten?

Da es mittlerweile viele verschiedene Hersteller und Marken gibt und die Preise von 50 bis zu über 2000 Euro reichen, können Sie sich vor dem Kauf über Plattenspieler-Tests und somit verschiedene Modelle auf dem Markt informieren Beim Kauf Ihres persönlichen Plattenspieler Vergleichssieger sollten Sie abgesehen von den Bewertungen noch folgende Kategorien aus unserer Kaufberatung beachten, um den für Sie besten Plattenspieler zu finden.

4.1. Produkttyp und Antrieb

Platten spieler von Technics

Plattenspieler mit Direktantrieb.

Oben haben wir Sie bereits ausführlich über die verschiedenen Antriebsarten informiert. Der am weitesten verbreitete Produkttyp für den normalen bis zum audiophilen Hausgebrauch ist der Riemenantrieb.

Plattenspieler mit Direktantrieb werden meistens von DJs bevorzugt, die eine besondere Unempfindlichkeit gegenüber physikalischen Einflüssen erwarten. Hochwertige Modelle von Pioneer, Stanton, Reloop oder Technics fangen preislich bei ca. € 400 an, der DJ-Klassiker Technics Sl-1210 MKII ist mit einem Kaufpreis von etwa € 2.000 für viele unerschwinglich.

4.2. Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit richtet sich nach den Platten, die Sie abspielen wollen. In Plattenspieler-Tests verfügen Modelle über die gängigen  Geschwindigkeitsstufen 33 und 45 U/min. Falls Sie Schelllackplatten abspielen möchten, sollte Ihr Plattenspieler auch mit 78 U/min. drehen können.

4.3. Material und Aufbau

Wo der HiFi-Experte eine eigene Wissenschaft pflegt, können wir uns mit einer Faustregel begnügen: Je stabiler der Aufbau, desto größer der Hörgenuss.

Den ersten Anhaltspunkt zur Stabilität des Plattenspielers gibt sein Gewicht. Wiegt ein Turntable weniger als 3 kg ist zumindest Skepsis angesagt. Der Hintergrund: Ein verwindungssteifer und langlebiger Korpus, in dem Motor, Antriebsriemen, Plattenteller und Tonabnehmer untergebracht sind, sollte aus Pressholz, Metall oder hochwertigem Acryl bestehen.

Damit dieser auch noch eben steht und darüber hinaus möglichst unempfindlich gegen Erschütterungen ist, empfehlen sich große und mithin schwere Füße. All dies führt zu einem gewissen Gewicht. Insbesondere sehr günstige Plattenspieler aus Kunststoff sind oft leichter, meist leidet schlussendlich die Klangqualität. Kurz: Die verbauten Materialien sollten möglichst hochwertig sein.

Plattenspieler im Retro-Look: Crosley Cruiser

Trägt man heute so: Auna Jerry Lee im Retro-Koffer. Die integrierten Lautsprecher reichen für halblaute Einschlafmusik, von Audiophilie ist man hier leider weit entfernt. Der USB-Anschluss ist allerdings hilfreich.

Der Plattenteller misst meist 30 cm im Durchmesser, so dass Schallplatten vollständig aufliegen. Ausnahmen sind Reise-Plattenspieler bzw. Plattenspieler, die so aussehen. Hier sind die Plattenteller kleiner, die Schallplatte steht über. Das funktioniert zwar, die Klangqualität kann aber durch den schwankenden Druck, den die Nadel hier zwangsläufig auf die Platte ausübt, leiden.

Plattenspieler im Koffer und im Retro-Look: Crosley Cruiser

Auftritt im Retro-Look: Crosley Cruiser mit Art-Déco-Reminiszenz und ebenfalls integrierten Speakern. Über den USB-Anschluss kann man Schallplatten einfach digitalisieren.

Dies tut allerdings der Beliebtheit dieser Plattenspieler, die oft in stylische Köfferchen gehüllt sind, keinen Abbruch. Die Geräte, zum Beispiel von Crosley oder Auna, huldigen dem Retro-Hype und sind zugegebenermaßen ein hübscher Blickfang. Dank billigster Materialien und Komponenten reicht es aber gerade so dafür. Vom Klang sollte man nicht allzu viel erwarten.

Für den mobilen Vinyl-Genuss sind hier kleine Verstärker integriert, die die ebenfalls eingebauten Lautsprecher speisen. Eine Stereo-Anlage ist also nicht notwendig, um die Platten zu hören. Leider ist auch hierbei die Idee besser als die Umsetzung.

Die klanglich besten Plattenspieler bringen ein ordentliches Gewicht auf die Waage und kommen meist relativ puristisch und ohne viel Schnickschnack daher.

4.4. Tonabnehmer und Nadel

Acoustic Solid Royal Plattenspieler

Keine Raumstation, sondern Klangstation für königliche Ansprüche: Acoustic Solid Royal

Die meisten gewöhnlichen Plattenspieler kommen bereits mit fertig installiertem Tonarm inklusive einstellbarem Gegengewicht und Tonabnehmer mit Nadel.

Die einzelnen Komponenten sind in der Regel austauschbar. Während die Nadel durch Abnutzung tatsächlich nach einiger Zeit ausgetauscht werden sollte, kann man die anderen Komponenten lange beibehalten, so die Qualität entsprechend hoch ist.

Vor allem bei High-End Plattenspielern ist manchmal gar kein Tonabnehmer vormontiert, sondern wird nach den Ansprüchen und Vorlieben des audiophilen Kunden separat bestellt und angebracht.

4.5. Anschlüsse

gute Cinchstecker schwarz und rot

Cinch-Stecker zum Anschließen des Plattenspielers an den Lautsprecher.

Die meisten Plattenspieler haben einen Phono- und einen Line-Ausgang, mittlerweile kommt oftmals ein USB-Anschluss hinzu. Lifestyle-Plattenspieler wie der Crosley Cruiser oder der Auna Peggy Sue haben darüber hinaus oft Kopfhörer-Anschlüsse und einen AUX-Eingang.

Den Phono-Ausgang nutzt, wer einen Verstärker mit Phono-Eingang sein Eigen nennt. Über diesen Ausgang wird das vom Plattenspieler bereits vor-verstärkte Signal ausgegeben.

Den Line-Out kann man für das unverstärkte Signal nutzen, man sollte es dann am AUX-Eingang des HiFi-Verstärkers/Receivers anschließen.

Beide Schnittstellen sind meist als Cinch-Buchsen ausgeführt.

Tipp: Für die Digitalisierung der Plattensammlung ist ein USB-Anschluss hilfreich und effektiv. Mit ihm können Sie den heimischen PC mit dem Schallplattenspieler verbinden. Einige Plattenspieler lassen sich auch über den USB-Anschluss mit Spannung versorgen.

4.6. Optionales

ProJect RPM 1.3 Genie ohne Abdeckhaube

Nachdem er unter die Haube kommt, wird er unansehnlich: Der ProJect RPM 1.3 Genie

Die meisten Hersteller haben Abdeckhauben im Programm oder liefern diese gleich zum Plattenspieler mit. Sie zerstört zwar das schöne Bild des Gerätes, allerdings bewahrt sie den Schallplattenspieler vor dem übermäßigen Einstauben. Daher sollte Sie während der Ruhepausen angesetzt werden.

Optional kann ein Phono-Vorverstärker verbaut sein. Er wird nur benötigt, wenn der Receiver keinen Cinch-Eingang hat. Ansonsten kann es nötig sein, dass man einen Phono-Vorverstärker erwerben muss, den man mit dem Verstärker und den Lautsprechern verbindet.

Manche Modelle besitzen eine Nadelbeleuchtung, die jedoch nur zur Dekoration dient und keine wichtige Funktion beinhaltet.

Moderne Modelle können Bluetooth-fähig sein. Somit kann eine drahtlose Verbindung mit dem PC oder mit Bluetooth-Lautsprechern hergestellt werden.

5. Plattenspieler bei der Stiftung Warentest

Zuletzt wurden Plattenspieler vom australischen Stiftung Warentest-Partner Choice untersucht. Die zusammengefassten Ergebnisse finden Sie hier. Auf der Webseite der Stiftung Warentest sind weiterhin zwei historische Tests zu finden. In den Ausgaben 12/1979 und 05/1967 wurden Plattenspieler zuletzt getestet.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Plattenspieler

Weitere Vergleiche von uns in der Rubrik Musik-Equipment

6.1. Wie setzt man bei einem Plattenspieler die Nadel auf?

  • Der Tonarm sollte am unteren Ende einen kleinen Aufsatz haben, der das Heben mit dem Finger erlaubt. Um die Nadel gezielt zu heben, sollte der Zeigefinger verwendet werden.
  • Finden Sie die dunkle Rinne am Rand der Schallplatte. Sie führt keinen Ton, sondern ist nur zum „Einlaufen“ der Platte gedacht.
  • Die Nadel sollte vorsichtig und behutsam in die Rinne der Schallplatte geführt werden.

Dieses Video beleuchtet die wichtigsten Grundregeln bei der Bedienung eines Plattenspielers:

6.2. Welches Zubehör benötigt man für einen Plattenspieler?

Für einen Plattenspieler können ein Phono-Vorverstärker, ein Receiver bzw. Verstärker und Boxen notwendig sein. Plattenspieler gibt es mittlerweile in verschiedenen Ausführungen. Bei kompletten HiFi- oder Stereoanlagen mit Plattenspieler, CD- und Kassettendeck sind meistens Boxen integriert. Das Audio-System ist für gewöhnlich nicht so ausgereift wie richtige HiFi-Anlagen. Für den normalen Hausgebrauch sind sie jedoch ausreichend. Bei diesen Modellen wird kein weiteres Gerät benötigt.

Bei den meisten Modellen in Plattenspieler-Tests werden allerdings ein Receiver und entsprechende Boxen benötigt, um den Ton hören zu können.

6.3. Wo kommt das Massekabel beim Plattenspieler hinein?

Das Massekabel ist nötig, da sonst Potenzialunterschiede hörbar über die Signalkabel abgeleitet werden. Die Nutzer beschweren sich dann über ein Klicken, Brummen oder Rauschen.

Der Anschluss für das Massekabel ist bei den vielen Plattenspielern als Cinch-Buchse verbaut. Für das Massekabel der Plattenspieler haben die Verstärker eine Schraubklemme oder Buchse, die mit GND oder dem bekannten Massebäumchen-Symbol gekennzeichnet ist.

plattenspieler-test_03B89845

6.4. Warum leiert mein Plattenspieler?

Vor allem ältere Plattenspieler, die eine lange Zeit nicht gelaufen sind, können anfangen zu leiern. Zunächst sollten Sie kontrollieren, ob Staub auf der Platte ist. Wenn dies der Fall ist, sollte er entfernt werden, da sonst die Nadel abrutschen könnte und auch einen leiernden Ton wiedergibt.

Wenn es daran nicht liegt, kann ein ausgeleierter Riemenantrieb verantwortlich sein. In diesem Falle muss der Gummiriemen ausgetauscht werden und der Motor kontrolliert werden.

6.5. Welcher Plattenspieler ist für Einsteiger geeignet? Welchen Plattenspieler soll ich kaufen?

Für Einsteiger, die erste Erfahrungen in der Welt des Vinyls sammeln wollen, empfehlen wir ein günstiges Modell mit Riemenantrieb. Doch Vorsicht vor Nadeln niederer Qualität: Diese könnten Ihre Schallplatten verkratzen – so würden Sie den ersten Hörgenuss mit der Zerstörung der wertvollen Scheiben teuer bezahlen.

Falls nach den ersten Schritten die Lust nach mehr Vinyl besteht, kann auch ein hochwertigeres Gerät angeschafft werden. In der Regel freuen sich richtige Kenner und Liebhaber über einen manuellen oder halbautomatischen Plattenspieler, da das Retro-Feeling größer ist.

Kommentare (2)
  1. Frank sagt:

    Hallo Vergleich.org,

    wissen sie, wo man Plattenspieler zur Reparatur hingeben kann? Habe noch einen alten auf dem Speicher gefunden. Nur leider geht der nicht mehr..

    LG
    Frank

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Lieber Frank,

      Sie können sich beispielsweise an die Spezialwerkstätten der Markenhersteller wenden, sofern Sie wissen woher ihr Plattenspieler stammt.
      Eine weitere Möglichkeit wäre, bei den Elektrofachmärkten nachzufragen, ob diese mit Reparatur-Firmen zusammenarbeiten, die sich mit Plattenspielern auskennen. Zu guter Letzt können Sie noch im Internet recherchieren, ob es in Ihrer Stadt einen Reparatur-Service gibt. Andernfalls können Sie den Plattenspieler auch zu einer entfernten Werkstatt schicken.

      Beste Grüße
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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