Das Wichtigste in Kürze
  • Plattenspieler unterscheiden sich u. a. in der Betriebsart: Während manuelle Modelle schnelles Eingreifen in den Song ermöglichen, verringern bereits halbautomatische Plattenspieler das Risiko einer schnellen Abnutzung der Nadel.
  • Gerade hochwertige Plattenspieler verfügen nicht über integrierte Lautsprecher und sind daher auf externe Boxen angewiesen – die interne Klangqualität besonders günstiger Exemplare hält sich allerdings sehr in Grenzen.
  • Wollen Sie als DJ aktiv werden, sollten Sie sich für einen Plattenspieler mit Direktantrieb, Tonhöhenregelung (Pitch-Funktion) und bestenfalls auch Nadelbeleuchtung und Anti-Skating-Funktion entscheiden.

plattenspieler-test

Das Vinyl ist tot – es lebe das Vinyl! Wer hätte das noch zu Beginn des Jahrhunderts gedacht? Zwar möchten wohl nur die wenigsten zurück zu portablen CD-Playern (dem so genannten Discman) – ganz anders sieht es bei den Plattenspielern aus, mit denen man in vertrauter und ungestörter Umgebung zu Hause Musik genießen kann.

plattenspieler-guenstig-bester-plattenspieler, schallplattenspieler mit boxen

Von preiswert bis luxuriös: Wir haben Einsteiger-Modelle (oben) ebenso getestet wie einige der technisch derzeit besten Plattenspieler auf dem Markt.

Seit einigen Jahren ist es mittlerweile beinahe zum Standard gereift, das neue Album des Lieblings-Künstlers nicht nur als CD, sondern (für einen kleinen Aufpreis) zugleich auch auf Vinyl zu haben. Inklusive der Songs in verlustfreiem MP3-Format, versteht sich.

Dank der digitalen Revolution ist das Ende der CD dabei wohl nur noch eine Frage der Zeit – dennoch bleibt der Wunsch, neue (und geliebte) Musik auch physisch in Händen halten zu können. Kein Wunder also, dass der Absatz von Plattenspielern in der Bundesrepublik seit Jahren steigt (von 80.000 in 2015 zu über 117.000 in 2017; Quelle: gfu).

In unserem großen Plattenspieler-Test 2020 haben wir uns die besten Modelle für Sie genau angesehen und verraten Ihnen in unserer Kaufberatung nicht nur die Unterschiede zwischen den Typen, sondern auch, warum bspw. Plattenspieler mit integrierten Lautsprechern nur bedingt einen Mehrwert bieten.

1. Plattenspieler-Test 2020 – Ein gelungenes Comeback!

vgl-logo-vinylUnser Fazit im Überblick: Als Einsteiger gibt es bereits qualitativ gute Modelle für unter 100 Euro, teilweise in schickem Design und dank Vollautomatik mit problemloser Bedienung. Auf Features wie eine Anti-Skating-Funktion sowie höhenverstellbare Standfüße müssen Sie hier jedoch verzichten.

Verdächtig günstige Modelle kommen meist ohne einen USB-Anschluss aus – dieses Extra ist aber nicht zu unterschätzen: Hiermit können Sie Musik alter Platten (bspw. vom Flohmarkt) oder auch ein Live-Set problemlos digitalisieren bzw. auf Ihren Computer überspielen.

Hochwertig verarbeitete und sehr stabile Plattenspieler bekommen Sie bereits ab etwa 200 Euro. Achten Sie hier auf stabile Standfüße sowie die Anti-Skating-Funktion. Wollen Sie Ihr neues Schmuckstück als DJ nutzen, ist ein Plattenspieler mit Pitch-Funktion und ggf. einer Nadelbeleuchtung unabdingbar (siehe Produkt-Tabelle).

2. Schallplattenspieler-Test 2020 – So haben wir getestet

Wir haben unsere Test-Plattenspieler auf folgende wesentliche Kriterien hin untersucht:

  • plattenspieler-testkriterienVerarbeitung: Wie sorgfältig wurde das Gerät (mitsamt Einzelteilen) verbaut und wie stabil sind die einzelnen Teile?
  • Bedienung und Funktionalität: Wie leicht bedienbar bzw. wie zugänglich sind die Plattenspieler auch für unerfahrene Einsteiger?
  • Klangqualität: Wie gut ist der Klang unter Anwendung externer Lautsprecher in Relation zu den jeweils anderen Testmodellen. Zusätzlich: Wie brauchbar sind die integrierten Lautsprecher, falls vorhanden? Dazu verwendeten wir Schallplatten aus den Genres Elektro, Rock und Klassik.
  • Ausstattung: Was haben die getesteten Schallplattenspieler sonst noch zu bieten? Hier wurde die zusätzliche Ausrüstung der Turntables bewertet.

plattenspieler-grafik

3. Manuell oder vollautomatisch? Welcher Plattenspieler-Typ was kann und wie sie sich unterscheiden

Zugegeben: Es ist nicht gerade leicht, den Überblick zu behalten bei all den verschiedenen Variationen von aktuell verfügbaren Plattenspieler-Modellen. Unser Ratgeber soll da Licht ins Dunkel bringen – vom Einsteiger zum Plattenspieler-Testsieger haben sie alle ihre Vor- und Nachteile. Wir empfehlen nach der Lektüre einen Abgleich mit den Modellen aus unserer Produkt-Tabelle.

Kategorie Beschreibung
manueller Plattenspieler

plattenspieler-manuell

Bei einem manuellen Plattenspieler müssen Sie selbst tätig werden, i.e. den Tonarm samt Nadel selbst auf die Schallplatte legen. Einige Modelle verfügen allerdings über einen kleinen Hebel, über den Sie die Plattenspieler-Nadel dann an der gewünschten Stelle absenken lassen können.

+ schnelles (und direktes) Eingreifen in den Song möglich
+ weniger Funktionselemente als andere Typen

- Nadel kann ungebremst auf die Platte fallen
- Platte läuft Gefahr, endlos weiterzulaufen, falls Sie vergessen, sie auszuschalten

halbautomatischer Plattenspieler

plattenspieler-halbautomatisch

Bei einem halbautomatischen Plattenspieler entfällt ein Schritt zum Abspielen Ihrer Lieblingsplatten: Zwar müssen Sie die Nadel zu Beginn noch immer selbst auflegen, am Ende hingegen hebt der Plattenspieler sie automatisch ab und bringt sie in den meisten Fällen auch wieder in die Ausgangslage.

+ schnelles (und direktes) Eingreifen in den Song möglich
+ verringertes Risiko der Nadel-Abnutzung bzw. -Beschädigung

- relativ schleppende Bedienung
- höhere Vibrationsrate des Plattenspielers durch die Verwendung von zusätzlichen Bauteilen

vollautomatischer Plattenspieler

plattenspieler-vollautomatisch, plattenspieler ohne vorverstärker

So einfach wie es klingt: Sie schalten den Plattenspieler an, drücken den Start-Knopf – und los geht’s! Tonarm und Tonnadel werden dann vollends automatisch positioniert. Nach Ende des Durchlaufs wird die Nadel in die Ausgangsposition versetzt und der Plattenspieler schaltet sich ab.

+ perfekt geeignet für Anfänger bzw. jene, die absolut sicherstellen wollen, die Nadel am Tonarm nicht zu beschädigen
+ unnötiges Abnutzen wird weitestgehend verhindert

- generell störungsanfälliger
- höhere Vibrationsrate des Plattenspielers durch die Verwendung von zusätzlichen Bauteilen
- Tonarm des Plattenspielers ist generell etwas langsamer

Neben der Betriebsart unterscheiden sich hochwertige, sehr kostspielige ebenso wie sehr günstige Plattenspieler allesamt durch den Antrieb der Drehscheibe. Wichtig ist zunächst: Es spielt keine Rolle, wie teuer der Plattenspieler an sich ist. Bevor Sie sich einen Plattenspieler kaufen, sollten Sie dennoch eine Grundsatzentscheidung treffen: Direkt- oder Riemenantrieb?

Plattenspieler mit Riemenantrieb Plattenspieler mit Direktantrieb
plattenspieler-mit-riemenantrieb

Bei dieser Plattenspieler-Art ist der Aufbau etwas umfangreicher: Zunächst müssen Sie die Motor-Spindel mit Hilfe eines flachen Gummiriemens verbinden (daher der Name). Je nach Qualität des Plattenspielers befindet sich die Antriebs-Walze entweder unter dem Plattenteller (bei günstigeren Modellen) oder am Rand (bei kostspieligeren).

plattenspieler-mit-direktantrieb

Diese Plattenspieler-Antriebsart findet vor allem unter Disc-Jockeys (DJs) Anklang – nur bei direkt angetriebenen Plattenspielern befindet sich der Motor unmittelbar unter dem Plattenteller. Nur bei sehr kostspieligen Geräten, so genannten High-End-Plattenspielern, befindet sich die Antriebswalze neben dem Teller.

Plattenspieler mit Reibradantrieb verfügen über sogenannte Reibräder, die den Plattenteller von unten in Bewegung versetzen, höhenverstellbar sind und damit (ähnlich der Schalttechnik bei Fahrrädern) die Geschwindigkeit variieren können. Sie stellen theoretisch eine dritte Variante unter den Antriebsarten dar, praktisch jedoch werden diese seit den frühen 80er Jahren nicht mehr produziert. Der Grund? Die eher minderwertige Tonqualität – durch die Räder wurden Schwingungen erzeugt, die sich störend auf den Tonabnehmer auswirkten.

plattenspieler-riemenantrieb-gummiband

So schwer ist es dann auch nicht: Der Gummiriemen wird um Antriebswalze und Plattenteller gewickelt, dieser danach aufgesetzt und schließlich wird die Schutzmatte übergestülpt.

Die folgende Übersicht verdeutlicht die Vorzüge und Nachteile eines Plattenspielers mit Riemenantrieb gegenüber jenen mit einem sogenannten Direktantrieb:

    Vorteile
  • vergleichsweise hohe Tonqualität durch Entkopplung des Plattentellers vom Motor
  • Vermeidung von Störgeräuschen
  • perfekt für den Hausgebrauch geeignet
    Nachteile
  • Geschwindigkeitswechsel etwas schleppend
  • kein so genanntes Scratching der Platte möglich (relevant für den DJ-Betrieb)
  • kein Pitching möglich (Tonhöhenveränderung)

4. Verarbeitung und Bedienung: Gutes Aussehen ist nicht alles

Wir haben unsere Testgeräte auf Herz und Nieren überprüft – vom Aufbau über die Stabilität bis hin zur Funktionalität. Folgendes sollten Sie beachten, wenn Sie sich letztlich einen neuen Plattenspieler kaufen:

  • Als Einsteiger muss es kein High-End-Gerät sein. Bereits Modelle der unteren Mittelklasse (etwa zwischen 60 und 100 Euro) sehen nicht nur schick aus, sondern lassen sich zudem erstaunlich simpel bedienen.
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In der Bedienbarkeit unterschieden sich die Modelle aus unserem Turntables-Test teilweise dramatisch. Hier sehen Sie High-End-Produkte (oben) im Vergleich zu eher preiswerteren Modellen.

  • Stabilität ist nicht zu unterschätzen: Wirklich auf Nummer sicher gehen Sie hier nur bei Plattenspielern mit schwingungsdämpfenden Standfüßen. Für das gelegentliche Hineinhören in alte Platten ist ein Schallplattenspieler mit einfachen Plastiknoppen als Stand allerdings mehr als ausreichend.
  • Wichtig ist die Nadel: Bei unsachgemäßer Behandlung bricht diese leicht vom Tonarm ab und muss dann für viel Geld nachgekauft werden.
plattenspieler-nadel

Je nach Test-Modell unterscheidet sich das Design von Tonarm und Nadel stark – wie auf dieser Collage zu erkennen (von links): minimalistisch, modern und klassisch.

vgl-logo-vinylVergleich.org rät: Wer zu günstig kauft, zahlt doppelt! Die Verarbeitungsqualität von verlockend günstigen Plattenspielern ist oft unterdurchschnittlich bis mangelhaft. Zudem sind sie nicht gerade besonders stabil – was sich vor allem beim lockeren Tonarm und der äußerst fragilen Schallplattenspieler-Nadel bemerkbar macht (und schließlich auch bei der Qualität der Schalter).

Bei teureren High-End-Geräten zahlen Sie oft für das besonders schöne Design mit. Lassen Sie sich nicht vom guten Aussehen verführen, sondern gleichen Sie (bspw. mithilfe unserer Produkt-Tabelle zu Beginn der Seite) genau ab, auf welche Zusatzausstattung Sie ggf. verzichten können (siehe dazu auch Kapitel 6: „Von Pitching bis Plattendigitalisierung“).

5. Klangqualität: Integrierte Lautsprecher sind selten mehr als ein Bonus

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Plattenspieler mit integrierten Boxen sind oft nicht mehr als ein akzeptabler Bonus – wir empfehlen Ihnen, in jedem Fall externe Lautsprecher zu verwenden.

Dieses Kriterium gilt vielen als besonders herausragend, denn schließlich steht vor allem eins im Mittelpunkt bei einem Plattenspieler: die Musik!

Die von uns untersuchten Modelle im Plattenspieler-Vergleich verfügten etwa zur Hälfte über integrierte Lautsprecher. Insbesondere die kostspieligeren Exemplare allerdings (ab ca. 100 Euro) verzichteten auf diesen Bonus – klangqualitativ war es in den meisten Fällen auch oft nicht mehr als das.

Was ist mit dem Massekabel?

Das zusätzliche kleine Kabel dient zum Potenzialausgleich zwischen dem Plattenspieler sowie dem Verstärker (an Ihren Lautsprecher-Boxen). In den meisten Fällen wird das Spannungsproblem bereits über die Cinch-Kabel gelöst – andernfalls müssen Sie das kleine Kabel lediglich an das dafür vorgesehene Metallgehäuse eines externen Phono-Vorverstärkers stecken bzw. schrauben.

Prinzipiell sind moderne Plattenspieler – so auch alle unsere Test-Modelle – mit den üblichen roten und weißen Cinch-Steckern (für den rechten bzw. linken Stereokanal) ausgestattet, sodass diese problemlos mit im Handel üblichen Lautsprechern verbunden werden können.

Bei unserem Test konnten hier auch vergleichsweise günstige Modelle zeigen, was sie können. Für welches Modell das im Einzelnen gilt, können Sie unserer Produkt-Tabelle entnehmen.

vgl-logo-vinylWir empfehlen: Auch wenn der Klang interner Lautsprecher in Einzelfällen durchaus akzeptabel sein kann, sollten Sie nicht zögern, Ihren neuen Plattenspieler schnell mit entsprechenden Boxen zu verbinden, um keine Abstriche bei der Musik Ihrer Lieblingskünstler machen zu müssen. Bei hochwertigen Modellen ist dies ohnehin alternativlos.

Bestens geeignet zum Probehören von gebrauchten Platten bspw. auf Flohmärkten sind Plattenspieler mit Batteriebetrieb – auf hochwertigen Klang müssen Sie hier normalerweise verzichten, aber Sie erhalten in jedem Fall eine Idee von der Qualität der angebotenen Schallplatten.

6. Zusatzausstattung: Von Pitching bis Plattendigitalisierung

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Bei einem Plattenspieler mit Pitching-Regler können Sie die Tonhöhen verschieben.

Abhängig von Ihren persönlichen Präferenzen lohnt ein gründlicher Blick auf die Ausstattung der von uns getesteten Plattenspieler, denn gerade Hersteller von teureren High-End-Geräten verzichten gerne auf vermeintlich „überflüssige“ Accessoires wie bspw. einen Kopfhörer-Anschluss oder auch einen zusätzlichen Regler zur Veränderung der Tonhöhen einer Schallplatte (im DJ-Jargon „Pitching“ genannt).

Haben Sie vor, sich einen DJ-Plattenspieler zuzulegen, ist neben der Pitching-Funktion noch Folgendes relevant:

  • eine Nadelbeleuchtung (damit Sie auch im Dunkel des Wohnzimmers bzw. Clubs immer genau wissen, wo sich der Tonarm gerade befindet)
  • ein Plattenspieler mit Direktantrieb (um das so genannte „Scratching“ zu ermöglichen)
Historischer Plattenspieler-Test

Auf der Website der Stiftung Warentest findet sich der Link zu einem digitalisierten Schallplattenspieler-Test aus dem Jahr 1967; Interessierte können sich dort auf eine kleine Zeitreise begeben.

Eine Hauptmotivation für viele Plattenliebhaber, sich nach einem neuen Plattenspieler umzusehen, ist der Wunsch, die alte Plattensammlung zu digitalisieren, um die alten Songs so vor dem Vergessen oder auch einer Klang-Verschlechterung zu bewahren.

Tatsächlich verfügt die Mehrheit der heute produzierten Plattenspieler über einen dazu notwendigen USB-Anschluss (inkl. einem Adapterkabel für das etwas veraltete USB-B-Format).

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Achten Sie auf die Angaben zu den Anschlüssen in unserer Produkttabelle: Nicht alle Plattenspieler mit USB-Anschluss verfügen bspw. auch über einen Kopfhörer-Ausgang.

vgl-logo-vinylVergleich.org rät: Gerade, wenn Ihnen die Digitalisierung Ihrer Platten am Herzen liegt, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass es sich bei Ihrem Wunschkandidaten um einen USB-Plattenspieler handelt; Sie ihn also mit Ihrem Computer verbinden können.

Zumeist liegt dem Gerät auch entsprechende Software mitsamt einer Bedienungsanleitung bei. Unsere Produkttabelle verrät Ihnen genau, bei welchen Modellen Sie da auf der sicheren Seite sind.

7. Fragen und Antworten rund um das Test-Thema

7.1. Was sind die beliebtesten Hersteller und Marken von Plattenspielern?

Zu den beliebtesten Plattenspieler-Herstellern gehören die folgenden Anbieter:

  • Dual
  • DGC
  • Teac
  • Sony
  • Karcher
  • ION
  • Lenco
  • Onkyo
  • Numark
  • Hama
plattenspieler-portabel-koffer

Dieses von uns getestete Plattenspieler-Modell lässt sich zu einem Koffer umwandeln – praktisch!

Insbesondere die 1907 im Schwarzwald gegründete Firma Dual gilt als früherer Riese, der seine Erfolgsgeschichte mit der Produktion von Grammophonen begann. In den 1990er Jahren wurde das Unternehmen schließlich an die ebenfalls sehr erfolgreiche DGC GmbH verkauft. Dual-Plattenspieler gelten bis heute als sehr zuverlässig und technisch hoch versiert.

Während die großen Technik-Unternehmen TEAC und ONKYO aus Japan stammen, handelt es sich bei Karcher um eine aus Hessen stammende Traditionsfirma. Bis auf Dual hat sich allerdings keiner der Hersteller unserer Test-Modelle (nahezu) ausschließlich auf Schallplattenspieler konzentriert.

Neben diesen großen Namen gibt es allerdings auch zahlreiche kleinere oder noch unbekannte Hersteller von Plattenspielern, zu denen wir die Folgenden zählen. Gerade diese versuchen, den Markt mit Koffer- sowie Retro-Plattenspielern und anderen besonders innovativen Modellen zu ergänzen:

  • Kenley
  • 1byone
  • Roadstar
  • Rega
  • Miric
  • Denon
  • Ricatech
  • Pro Ject
  • AKAI Pro

7.2. Wie setze ich bei meinem Plattenspieler die Nadel auf?

  • Der Tonarm sollte am unteren Ende einen kleinen Aufsatz haben, der das Heben mit dem Finger erlaubt. Um die Nadel gezielt zu heben, sollten Sie den Zeigefinger verwenden.
  • Finden Sie die dunkle Rinne am Rand der Schallplatte. Diese führt keinen Ton, sondern ist lediglich zum „Einlaufen“ der Platte gedacht.
  • Die Nadel sollte vorsichtig und behutsam in die Rinne der Schallplatte geführt werden.
plattenspieler-nadel-aufsetzen, plattenspielernadeln

Bei manuellen und halbautomatischen Plattenspielern müssen Sie den Tonarm mitsamt Nadel (also mit der Hand) in Position bringen und an der gewünschten Stelle absetzen (Mitte). Dafür gibt es bei halbautomatischen Modellen oft einen Hebel zum Heben und Senken des Tonarms (ganz rechts).

7.3. Was hat es mit der Anti-Skating-Funktion auf sich?

Beim Antiskating-Mechanismus wird auf den Tonarm des Plattenspielers ein Gegengewicht ausgeübt, um diesen sozusagen in der Spur zu halten. Bei Schallplatten mit sehr kleinen Rillen würde der Tonarm samt Nadel ansonsten unkontrolliert über die Platte in Richtung Zentrum schwingen.

Hierzu empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die folgende (sehr kurze, aber präzise) Video-Darstellung:

Bildnachweise: VGL/Jan Fecke (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)