Vincent SV-237 Hybrid-Verstärker Vincent SV-237 Hybrid-Verstärker
Creek Evolution 100A Creek Evolution 100A
Onkyo A 9070 Onkyo A 9070
Rega Elex-R Rega Elex-R
Arcam A 19 Arcam A 19
Marantz PM 7005 Marantz PM 7005
Yamaha A-S301 Yamaha A-S301
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Vincent SV-237 Hybrid-Verstärker Creek Evolution 100A Onkyo A 9070 Rega Elex-R Arcam A 19 Marantz PM 7005 Yamaha A-S301
VergleichsergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
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Bewertung 1,1 sehr gut
10/2017
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Bewertung 1,2 sehr gut
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Kundenwertung
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Verstärker-Typ Class-A
Hybrid-Voll­ver­stärker mit 6N1P- und 12AX7-Vor­stufen-Röhren
Class G Class A/B Class A Class A/B Class A/B Class A/B
Anspruch High-End
Nor­male Aus­stat­tung
Gehoben – High-End
Umfang­reiche Aus­­­­­sta­t­­­tung
Gehoben – High-End
Nor­­male Aus­­­sta­t­­tung
Gehoben – High-End
Puris­ti­sche Aus­stat­tung
Gehoben – High-End
Nor­male Aus­stat­tung
Gehoben
Nor­­male Aus­­­sta­t­­tung
Für "nor­­male" Musi­k­­hörer
Umfang­­reiche Aus­­­sta­t­­tung
Ausstattung
Nennleistung (RMS) an 8 Ohm RootMeanSquare: Standardisiertes Verfahren zur Ermittlung der elektrischen Leistung eines Verstärkers, bei dem der gesamte vom Menschen hörbare Frequenzbereich berücksichtigt wird. Das Langzeit-Testverfahren liefert realistische Werte zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Audioverstärkers. Die hier angegebenen Werte beziehen sich auf Lautsprecher mit einer Impedanz von 8 Ohm. 2 x 150 Watt 2 x 110 Watt 2 x 140 Watt 2 x 72 Watt 2 x 50 Watt 2 x 80 Watt 2 x 60 Watt
Lautsprecher A/B-Schaltung Ja Ja Ja Nein Nein Nein Ja
Bi-Wiring Ja Ja Nein Nein Nein Nein Ja
Analoge Audioeingänge 5 x Cinch 5 x Cinch, 2 x XLR 5 x Cinch 5 x Cinch 7 x Cinch, 1 x AUX 5 x Cinch 6 x Cinch
Phono-Eingang
MM/MC umschaltbar

MM
Digitale Audioeingänge
1 x USB

2 x Coax, 1 x Optical

USB-D/A-Wandler, BT-Module, Docking­sta­tions optional

1 x Coax, 1 x Optical, 1 x USB-C
Kabellose Schnittstellen
Optio­nale DAC-Pla­tine erhält­lich
Anzahl Audioausgänge 2 x Cinch 1 x Cinch 2 x Cinch 2 x Cinch 2 x Cinch 1 x Cinch 2 x Cinch
REC Out
Sub Out Mono-Cinch für Subwoofer-Anschluss
Lautsprecheranschlüsse 4 x Anschlus­s­k­­­lemmen 4 x Anschlus­s­k­­lemmen 4 x Anschlus­s­k­­lemmen 2 x Anschluss­k­lemmen 2 x Anschlus­s­k­­lemmen 2 x Anschlus­s­k­­­lemmen 4 x Anschlus­s­k­­­­lemmen
Kopfhörerausgang Nein Ja Ja Nein Ja Ja Ja
Pure-Direct Schaltung Schaltet digitale Soundprozessoren, EQ- und ggf. FLAT-Regelungen ab und leitet das Signal direkt und unbeeinflusst zur Endstufe
Klangregelung Bass, Treble, Tone, Loud­ness Bass, Treble, Balance Bass, Treble, Balance Bass, Treble, Balance, Lou­d­­ness
Fernbedienung Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Display
Abmessungen (B x H x T) 430 x 150 x 435 mm 430 x 60 x 280 mm 435 x 175 x 431 mm (19") 430 x 80 x 320 mm 432 x 85 x 275 mm (19") 440 x 125 x 379 mm 435 x 151 x 387 mm
Gewicht 20,4 kg 9,0 kg 18.1 kg 12 kg 8.5 kg 10 kg 9.0 kg
Vorteile
  • Röhren-Wärme ohne Rau­schen
  • USB-Ein­gang
  • Sehr klarer und kraf­t­voller Sound
  • Modu­larer Aufbau: Kann durch Phono-, Tuner, oder DAC-Pla­tine (mit 5 DA-Ein­gängen und Blue­tooth) auf­ge­rüstet werden
  • Sehr klarer und kraft­voller Sound
  • XLR-Ein­gänge
  • auf­t­renn­bare Vor-/End­stufe erlaubt Inte­g­ra­tion eines Equa­li­zers
  • sehr guter D/A-Wandler inte­griert
  • audio­phile Bau­teile – für hoch­wer­tige Boxen geeignet
  • audio­philer Ver­stärker für High-End-Ansprüche
  • extrem hoch­wer­tige Bau­teile
  • Vor­ver­stärker-Aus­gang zum Anschluss einer sepa­raten End­stufe
  • detail­reiche tonale Eigen­schaften für klas­si­sche Musik
  • 3,5 mm Klinken-Ein­gang an der Front­b­lende
  • kurze Sig­nal­wege und hoch­wer­tige Bau­teile sorgen für klaren Sound
  • USB-Anschluss und sehr guter D/A-Wandler inte­griert
  • Sub­woofer-Aus­gang
  • guter D/A-Wandler inte­griert
  • Anschluss für Yamaha-Blue­tooth-Adapter vor­handen
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Stereo-Verstärker-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Stereo-Vollverstärker besteht aus einem Vorverstärker und einer Endstufe und kann daher Musik von unterschiedlichen Quellen wie CD-Playern, Radios, Blu-Ray-Playern oder Plattenspielern abspielen. Ein integrerter Equalizer sorgt für die Anpassung der Klangerlebnisse.
  • Anders als Mehrkanalige Receiver, bei denen meist auch ein Radio bereits integriert ist, verstärken Vollverstärker das Audiosignal für ein Paar Stereo-Lautsprecher. Manches Modell bietet allerdings die Möglichkeit, 2 Paar Boxen (A+B) anzuschließen, die dann separat ein- und auszuschalten sind.
  • Besonders wenn Sie einen sehr günstigen Stereo-Verstärker kaufen wollen, sollten Sie auf die Ein- und Ausgänge achten. Nicht alle Artikel sind für ausgewachsene Home-Entertainment-Anlagen mit Radio, MP3-Player, CD-Player, DVD-Player und Plattenspieler geeignet.

Stereo-Verstärker Test

Ende der 90er Jahre begann der Siegeszug des mehrkanaligen Sound-Standards Dolby Digital – prompt galten Stereo-Vollverstärker als nicht mehr zeitgemäß.

Surround-Sound war das Motto der Stunde und trieb stattliche Heimkino-Anlagen mit fünf Lautsprechern und einem Subwoofer in die heimischen Wohnzimmer. Nicht nur Kino-Feeling sollte so nachhause gebracht werden, auch Konzert-DVDs wurden nun verstärkt mit mehrkanaliger Tonspur bedacht, damit sich der Zuschauer/-hörer auch inmitten der eigenen vier Wänden im Orchestergraben wähnt.

Dieser Trend ist aus mehreren Gründen abgeflacht und die Rückkehr der aufs Wesentliche beschränkten Stereo-Vollverstärker daher in vollem Gange.

Warum das so ist und worauf beim Kauf eines Stereo-Verstärkers zu achten ist, erfahren Sie in unserer Kaufberatung zum Stereo-Verstärker-Vergleich 2017. Viel Spaß beim Hören und bei Ihrem eigenen Stereo-Verstärker-Test.

Zu weiteren Vergleichen im Bereich Audio & HiFi geht es hier:

1. Zwischen Tonträger und Boxen: Der Verstärker

Denon Verstärker

Denon PMA 720 AE - ein hochwertiger Stereo-Verstärker.

Eine Stereoanlage besteht immer aus mehreren Komponenten. Auch wenn dies zum Beispiel bei Micro-Anlagen nicht so offensichtlich ist, da fast alle Komponenten in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, besteht solch eine typische HiFi-Kette aus den Gliedern:

Kettenglieder Beispiele
Tonträger z.B. Schallplatte, CD, DVD, BluRay, Kassette oder MP3-Datei bzw. -Stream
Abspielgerät z.B. Platenspieler, CD-Player, Radio, etc.
 

Verstärker

a) Stereo-Verstärker oder AV-Receiver
b) Mehrteilige Lösungen, die dann beispielsweise aus einem Phono-Vorverstärker sowie einer Stereo-Endstufe bestehen
 

Lautsprecher

a) Passive Stereo-Regallautsprecher, Standlautsprecher, Kopfhörer, etc.
b) Aktive Lautsprecher: In diesem Fall kann man auf den Verstärker verzichten.

 

Jeder Verstärker dient dazu, das vom Abspielgerät gelieferte elektrische Signal derart zu verstärken, dass die ausgegebenen Ströme die Membranen der angeschlossenen Lautsprecher über deren Elektromagnete zum Schwingen bringen.

Die Physik dahinter ist vielleicht komplexer, als es manchmal den Anschein hat, da wir alltäglich mit Boxen und Musik umgeben sind. Das Video erläutert die physikalischen Vorgänge:

Wichtig ist, dass Lautsprecher und Verstärker zueinander passen.

2. Stereo: zweikanalige Glaubensfrage zwischen Mono und Dolby Surrond

Und hier setzt eine Diskussion ein, die zeitweise mit geradezu missionarischem Eifer geführt wurde. Nachdem sich der Dolby-Surround-Standard immer weiter durchgesetzt hatte, galten Stereo-Fans bestenfalls als Puristen oder Traditionalisten, meist jedoch weniger diplomatisch: als alt.

Jene Puristen konterten wiederum, Mehrkanal-Receiver würden niemals die Klangqualität eines guten Stereo-Verstärkers liefern können, unter anderem, weil ja mehrere separate (man spricht hier von “diskreten Endstufen”) Verstärker zusammen in einem Gehäuse fuhrwerkeln würden.

Am Ende hatten alle ein bisschen Unrecht.

Mittlerweile sind die Surround-Receiver so klangstabil, dass auch audiophile Musikhörer sie nutzen, um CDs oder Schallplatten in Stereo zu hören und bei Bedarf auf den Heimkino-Surround umschalten.

Grooves: Rillen mit zwei Kanälen

Schallplatten werden seit 1958 auch in Stereo gepresst. Alte Pressungen z.B. von Motown, Stax und anderen Labels wurden jedoch weiterhin noch in Mono aufgenommen. Strenggenommen benötigte man für die Wiedergabe also auch nur einen einzigen Lautsprecher. Neupressungen werden jedoch oft in Stereo neu gemastert, wobei bestimmte Tonspuren, also Instrumente und Gesang im Stereo-Panorama verteilt werden.

Andererseits hat der gesamtgesellschaftliche Trend zur Rückbesinnung auf Wesentliches dafür gesorgt, dass die Stereo-Verstärker wieder einer größeren Nachfrage gegenüberstehen.

Allen HiFi-Lösungen gemein ist, dass sie nur so gut sein können, wie die schwächste Komponente.

Will meinen: Auch der beste High-End-Bolide von einer audiophilen Marke wie Denon oder Rotel wird für Missklänge sorgen müssen, wenn die Lautsprecher minderwertig sind. Umgekehrt verhält es sich natürlich genauso.

Die Surround-vs-Stereo-Diskussion fand vor allem statt zwischen Cineasten, denen Surround-Effekte über reine Klangqualität gehen, und audiophilen Musikhörern, deren Wunsch im Gegenteil die detailgenaue Abbildung des Klangs ist. Die Debatte musste schon an den unterschiedlichen Ansprüchen scheitern.

Ist man sich über den Klanganspruch einig, kann man den Blick auf die Klangquellen legen. So wird der Fan von Konzert-DVDs (bzw. BluRay-Discs) viellecht weiterhin den Raumklang bevorzugen, den ein Mehrkanal-System erschaffen kann.

Ein Schallplattensammler hingegen wird sich mit einem hochauflösenden Stereo-Sound besser bedient sehen.

Als einschlägiges Beispiel sei hier “Break on Through” von The Doors genannt, 1967 zunächst in Mono, später in Stereo gepresst. Beide Versionen kann man sich auf Youtube anhören (am besten mit einem Kopfhörer):

3. Verstärker-Kategorien: Von Röhren und Transen

Was im ersten Moment vielleicht ein wenig schlüpfrig wirkt, ist nichts anderes als der “liebevolle” Spitzname, den HiFi-Nerds und Gitarristen ihren Verstärkern gegeben haben.

Röhrenverstärker waren bis in die 1960er-Jahre hinein der Standard und die zugrundeliegende Technologie sowohl bei den Röhrenradios als auch bei Gitarrenversträrkern.

Gemtune Röhrenverstärker im Stereo-Verstärker-Test

Röhrenverstärker von GemTune: Einstmals raumfüllend, sind die Geräte mittlerweile kompakt. Stapeln sollte man darauf allerdings nichts.

Nachdem durch den in den 1960er-Jahren einsetzenden Transistor-Hype Radios und Verstärker deutlich günstiger, leichter und kleiner gebaut werden konnten, verlor die “Röhre” weitgehend an Bedeutung. Ähnlich der Schallplatte war sie aber nie ganz weg.

Fans der Röhre vermissten ihren wärmeren Klang - dies ist besonders unter Musikern ein Kriterium, wo vom Verstärker erwartet wird, dass dieser den Klang der Gitarre oder der Orgel mitformt.

Im HiFi-Bereich wurde zwar auch die Röhren-Wärme vermisst. Der Transistor hatte aber viele klare Vorteile: Er klang neutraler, fügte dem Originalklang also nichts hinzu. Er war transportabler und benötigte weniger Energie. Dabei konnte man dennoch mehr Leistung umsetzen.

Der Nachteil: Das sogenannte Thermische Rauschen, das durch die Signalverarbeitung mit Kondensatoren zwangsläufig entstand und als Klirrfaktor Eingang in die HiFi-Terminologie gefunden hat.

Mittlerweile werden Verstärker so konstruiert, dass dieser Klirrfaktor unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegt und somit ignoriert werden kann. Nichtsdestotrotz kämpft sich auch die Röhrentechnologie - mittlerweile geschrumpft - in die Wahrnehmung der HiFi-Jünger zurück.

Yamaha Stereo-Vollverstärker im Stereo-Verstärker-Vergleich

Voll der Verstärker: Yamaha, obwohl Mischkonzern seit jeher bekannt für solide Qualität, bietet mit dem A-S701 Stereo-Vollverstärker gehobene Qualität, umfangreiche Ausstattung und Retrooptik für einen vergleichsweise schmalen Taler.

4. Bedeutet „Vollverstärker“, dass es auch halbe Verstärker gibt?

Klares “Jein”. Vollverstärker meint, dass zwei Verstärker-Stufen in einem Gerät untergebracht sind. Dies ist bei fast allen gängigen Stereo-Verstärkern der Fall und hat einen bestimmten Grund:

Die Ausgabesignale von Radio, Tape-Deck und Schallplattenspieler sind unterschiedlich “laut”. Besonders das Plattenspieler-Signal benötigt eine erste “Vor-”Verstärkung, damit es dann durch die Endstufe zu einem Signal umgewandelt werden kann, das über die Boxen ausgegeben werden kann.

Bei Stereo-Verstärkern sind daher die Anschlussbuchsen an der Rückseite mit “Phono” für Plattenspieler, bzw. “Tuner” für das Radio usw. beschriftet. Hinter diesen Eingängen stecken jeweils Vorverstärker, die das Eingangssignal anpassen und dann zur gemeinsamen Endstufe weiterleiten.

Audiophile Schallplatten-Enthusiasten vertrauen gern auf eine separate Lösung, stellen also der Endstufe einen separaten Phono-Vorverstärker voran.

Die Vor- und Nachteile integrierter Vollverstärker;

  • Nur ein Gerät
  • Weniger Kabelsalat
  • Geringerer Stromverbrauch
  • Komfortablere Bedienung
  • Für besonders audiophile Hörer ggf. Klangeinbuße

5. Kaufkriterien für Stereoverstärker: Darauf sollten Sie achten

5.1. Verstärker-Typ

Achten Sie darauf, dass es sich um einen Vollverstärker handelt, wenn Sie Ihre HiFi-Kette halbwegs kostengünstig und kompakt halten möchten. Sie erkennen dies daran, dass es einen integrierten Phono-Vorverstärker gibt (erkennbar an den “Phono”-Eingängen an der Rückseite).

Handelt es sich bei einem Gerät ausdrücklich um einen Vorverstärker oder Phono-Vorverstärker, ist die Anschaffung eines weiteren Geräts unumgänglich, da sich Lautsprecher nicht direkt an einen Phono-Preamp anschließen lassen. Ausnahme: Wenn es sich um aktive Lautsprecher handelt, bei denen die Endstufe integriert ist.

5.2. Anschlüsse und Features

Produkt NAD Heimkino

NAD C326BEE Vollverstärker mit PHONO Eingang und 50 Watt Leistung je Kanal. Perfekt für das Heimkino.

Der beste Stereo-Verstärker ist der, der am besten zu Ihrem Einsatzzweck passt. Achten Sie darauf, dass Sie alle Klangquellen anschließen können: Radio, CD-Player, den Laptop usf.

Streaming und WiFi: Nutzen Sie Streamingdienste auf Ihrem Smartphone, können Sie auf eine Bluetooth-Schnittstelle achten, so können Sie Kabelsalat sparen. Einige Verstärker bieten auch USB-Anschlüsse, digitale und optische Eingänge, manchmal sind sogar Spotify Connect oder Airplay als Schnittstellen integriert.

Auch WLan oder kabelgebundenes Netzwerk kann bei einigen Geräten angelegt werden, damit diese dann als Netzwerkplayer fungieren können.

Die Grenze zwischen Receiver und Verstärker verschwimmt hier natürlich. Die 2-Kanaligkeit bleibt allerdings.

Bi-Amping: Bi-Amping ist ein Feature, das bei modernen Verstärkern vermehrt integriert wird. Beim Bi-Amping werden die Lautsprecher so angeschlossen, dass jeweils eine Endstufe die Hoch- und Mitteltöner ansteuern, eine andere Endstufe für den/die Tieftöner zuständig ist. Dies entlastet den Verstärker, weil die Stromzufuhr dadurch flexibler geregelt werden kann. Tieftöner belasten den Trafo stärker als Hochtöner. Gleichzeitig setzt Bi-Amping aber natürlich Lautsprecher voraus, die diese Schaltung unterstützen.

Weitere Anschlüsse: Weitere nützliche Anschlüsse sind ein PRE-Out und ein Kopfhörer-Anschluss.

Lautsprecherklemmen: Anschlussklemmen für zwei unabhängige Boxen-Paare sind mittlerweile oft auch bei günstigeren Stereo-Verstärkern vorhanden. Sind diese schaltbar, lässt sich dann meist an der Verstärkerfront zwischen den Betriebsmodi “A” (Boxen A), “B” (Boxen B), “AB” (Boxen A und B) und “AB BW” (Bi-Wiring) wählen.

So lässt sich auf einfache Weise eine Art Multiroom-System aufbauen, nämlich indem man das zweite Boxen-Paar in einem weiteren Raum anbringt und diese entweder mit langen Lautsprecherkabeln oder mit einer Sendeanlage verbindet.

Remote COntrol: Standard ist mittlerweile die Fernbedienung, mit der sich der Stereo-Verstärker von der Couch aus bedienen lässt.

5.3. Leistung und Klang

Viel hilft viel, denken scheinbar besonders Hersteller von Car-HiFi-Anlagen und locken mit geradezu ungeheuerlichen Leistungsangaben der Endstufen.

Davon abgesehen, dass in diesem Marktsegment ganz klar zu viele Fantasie-Werte kursieren, sollte der beste Verstärker vor allem auf die heimischen Dimensionen abgestimmt sein und weiterhin gut mit den Lautsprechern harmonieren.

Je Kanal sollte eine etwas höhere Watt-Leistung je Kanal zur Verfügung stehen, als die Boxen laut Typenplakette verkraften können.

  • Eine fachlich fundierte Begründung liefern die Experten von BUROSCH (Klick zum Öffnen).

    "Manche Berater in Elektronikgroßmärkten empfehlen hier eine Verstärkerleistung, die knapp unterhalb der maximalen Belastungsgrenze der Lautsprecher liegt. Ihre Begründung: der Lautsprecher könne dann mit dem verwendeten Verstärker keinesfalls zerstört werden - was aber nur theoretisch seine Richtigkeit hat.

    In der Praxis wird der Verstärker leider mit zunehmender Belastung immer größere Verzerrungen produzieren. Kommt der Verstärker an seine Leistungsgrenze, was leicht erreicht werden kann, wenn der Lautsprecher größere Leistungen verträgt als der Verstärker liefern kann, dann entsteht sogenanntes Clipping.

    Diese Art Verzerrung zeichnet sich durch die unangenehme Eigenschaft aus, dass Signale hoher Frequenz schlagartig mit zu hoher Leistung an die Lautsprecher geschickt werden. Die Hochtöner einer Lautsprecherbox sind daher bei zu schwachen Verstärkern potenziell gefährdet.

    Es erscheint eher sinnvoll ein Verstärkermodell zu verwenden, das etwas mehr Leistung zur Verfügung stellt, als die Lautsprecher verkraften. Der Verstärker wird dann unter gewöhnlichen Betriebsbedingungen nicht an seine Grenzen gefahren. Ein jederzeit kontrolliertes Klangbild ist das Resultat. Eine Überlastung der Lautsprecher ist bis auf Ausnahmefälle ebenfalls nicht zu erwarten.

    Einer dieser Ausnahmefälle ist das ruckartige unüberlegte Aufdrehen des Lautstärkereglers bis zum Anschlag, was aber vernünftigerweise nie vorkommen sollte. Vorsichtig sollten Sie immer dann sein, wenn Sie von einer „leisen“ Signalquelle auf eine laute umschalten. Müssen Sie beispielsweise bei einer leisen Aufnahme abgespielt über Ihr Kassettendeck den Lautstärkeregler weit aufdrehen, um in ordentlichen Musikgenuss zu kommen, dann denken Sie daran den Regler wieder zurück zu drehen, bevor Sie auf CD schalten! Ansonsten könnten Ihnen Ihre Speaker nicht lange erhalten bleiben."
    Den vollständigen Text finden Sie HIER.

 

Und zur Klangregelung, gennant EQ: Nun, der Klang wird über die bekannten Regler für Höhen, Mitten und Bässe eingestellt. So einfach ist das.

5.4. Wichtige Hersteller und Marken

Einige der wichtigsten Verstärker- und HiFi-Marken haben wechselnde Moden und Hörgewohnheiten überdauern können - vor allem dank gleichbleibender Qualität auf hohem Niveau. Zum Beispiel

  • Ayon
  • BC Acoustique
  • Bluesound
  • Bose
  • Burmester
  • Cambridge Audio
  • Cayin
  • Creek
  • Croft Acoustics
  • Crown
  • Denon
  • Lavardin
  • Leema
  • Marantz
  • Micromega
  • Music Fidelity
  • NAD
  • Onix
  • Onkyo
  • Pioneer
  • Rega
  • Rotel
  • Sony
  • Teac
  • Vincent
  • Yamaha

6. Fragen und Antworten im Stereo-Panorama

6.1. Gibt es Stereo-Verstärker mit HDMI-Anschluss?

Chiltec CTA 100 - Mini-Verstärker mit USB, aber ohne Phono-Anschluss

Chiltec CTA 100 - Mini-Verstärker mit USB, aber ohne Phono-Anschluss

Will man einen Stereo-Verstärker günstig kaufen, muss man auf „Extravaganzen“ wie HDMI-Anschlüsse verzichten. Aber auch sonst ist der HDMI-Anschluss, der als Übertragungsschnittstelle vor allem für Bild/Video konzipiert - mit optionaler Übertragung von Audiodaten. Bei AV-Receivern darf HDMI mittlerweile als Standard gelten, für Stereo-Verstärker macht der Anschluss schlichtweg nicht so viel Sinn.

Deutlich beliebter sind übrigens, angeblich zurückgehend auf Initiative Dieter Burmesters und vor allem im High-End-Bereich, XLR-Buchsen, mit denen das Audiosignal symmetrisch und somit störungsfreier anliegt.

6.2. Gibt es Stereo-Vollverstärker mit Airplay?

Mittlerweile sind auch Stereo-Verstärker zu haben, die gleichzeitig als Netzwerk-Player fungieren und eine WiFi-Schnittstelle bieten, Airplay oder Spotify-Connect an Bord haben. Man würde diese Geräte aber eher zu den Receivern zählen, auch wenn die Grenzen hier natürlich fließend sind.

6.3. Gibt es Stereo-Verstärker mit Digitaleingang?

Vollverstärker wie der Onkyo A-9070 oder der NAD C 390DD haben solche Eingänge. In der gehobenen Mittelklasse und im High-End-Bereich sind digitale und optische Eingänge mittlerweile nichts besonderes mehr.

6.4. Ist ein Stereo-Verstärker Bausatz sinnvoll?

Wenn Sie löten können und sich mit elektrischen Schaltkreisen auskennen, ist ein Stereo-Verstärker Bausatz eine günstige Alternative. Dann können Sie den Verstärker mit einem Tuner für Radio ausstatten, sodass Sie nicht an die klassische Einteilung aus Vorstufe, Endverstärker, Eingänge, Ausgänge und Stromanschluss gebunden sind. Wenn Sie allerdings noch nie etwas mit Strom oder Elektronik gemacht haben, sollten Sie sich eher für ein Komplettgerät entscheiden.

6.5. Was benötige ich an Zubehör oder Ersatzteilen?

Eine typische HiFi-Kette sieht etwa so aus: Tonträger (z.B. CD, DVD, MP3-Datei) - Abspielgerät (z.B. CD-Player, Plattenspieler, MP3-Player) - Cinch-Kabel - Verstärker - Lautsprecherkabel - Lautsprecher.

Für den Betrieb eines Verstärkers benötigen Sie also die notwendigen Kabel (Klinke-Cinch für MP3-Player, Cinch-Cinch für HiFi-Komponenten wie CD-Player oder Radio) und Lautsprecherkabel.

Achten Sie hierbei vor allem auf den Querschnitt: Je dicker die Kabel, desto besser (aber auch: desto teurer).

Im High-End-Segment werden oftmals Kabel mit vergoldeten Kontakten angeboten. Diese korrodieren nicht und gewährleisten somit möglichst langanhaltend hohe Übertragungsqualität. Ob der fällige Aufpreis für Otto-Normal-Hörer gerechtfertigt ist, kann man in Frage stellen.

6.6. Gibt es Empfehlungen der Stiftung Warentest oder anderer Experten?

Einen dedizierten Stereo-Verstärker-Test gab es bei der Stiftung Warentest zuletzt im Heft 07/2000. Als Publikums-Medium wurden jedoch die teilweise beliebteren Heimkino-Anlagen, AV-Receiver und auch Mini-HiFi-Anlagen getestet.

In dem Bereich stärker profilierte Medien sind u.A. Hifitest.de und Stereo.de. Hier sind regelmäßig einschlägige Geräte verschiedener Arten im Test. Die Stereo-Verstärker Vergleichssieger werden konsequenterweise auch in Bestenlisten zusammengefasst.
Bei Stereo.de kann nach Kategorie gefiltert werden: HIER zum Beispiel tauchen alle Stereo-Verstärker-Tests in einer Übersicht auf.

Vergleichssieger
Vincent SV-237 Hybrid-Verstärker
sehr gut (1,1) Vincent SV-237 Hybrid-Verstärker 0 Bewertungen 1.999,00 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Yamaha A-S301
sehr gut (1,4) Yamaha A-S301
7 Bewertungen
275,99 € Zum Angebot »
Kommentare (1)
  1. Erwin Ludwig :

    Netter Vergleich, aber mal eine Frage. Kann ich den Stereo-Verstärker als Endstufe nutzen? Oder muss ich mir dafür eine Extra-Endstufe kaufen?

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Sehr geehrter Herr Ludwig,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zum Stereo-Verstärker Vergleich. Wenn Sie z. B. einen Surround-Receiver haben und ihn um eine Endstufe erweitern möchten, ist dies möglich. Sie sollten von den PreOut-Ausgängen des Receivers an die Main-In-Eingänge des Stereo-Verstärkers. Bei der Vorstufe müssen beim Stereo-Verstärker die Brücken zwischen PreOut und Main entfernt werden, damit es funktioniert.

      Weiterhin viel Spaß mit Ihrem Stereo-Verstärker wünscht,

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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