3.1. Größe der Feuerstelle bestimmt Aufstellort
Die Heizleistung Ihres Terassenofens lässt sich an seinem Durchmesser abschätzen. Ist er vor allem als Blickfang gedacht und dient in erster Linie der Gemütlichkeit, wird eine kleine Fläche mit 30 bis 40 cm genügen.

An dieser Stelle erkennen wir den Feuerrost des Esschert-Terrassenofens „Fancy Flames“, der herausnehmbar ist, um die Asche entfernen zu können.
Ein Kaminofen, der auch an kälteren Tagen ausreichend Wärme abstrahlen kann, sollte dagegen etwas mehr Holz aufnehmen. Ein großer Terrassenofen mit 60 cm Durchmesser kann problemlos ein Vielfaches an Holz gleichzeitig verbrennen und entsprechend mehr Hitze abgeben.
Soll der Kamin auf einem Balkon oder der Veranda stehen, ist eine kleine Version völlig ausreichend. Ein großer Terrassenofen kann hingegen besonders gut im Garten genutzt werden.
3.2. Höhe und Untergrund müssen zusammenpassen

Die Flammen des Holzfeuers gehören zur Faszination des Terrassenofens einfach dazu.
Im Gegenzug zu einer einfachen Feuerstelle oder auch einem Feuerkorb ist das Holz im Terrassenofen in einem abgeschlossenen Raum. So lässt sich der Ofen auf Rasen oder dem Terrassenboden aufstellen, ohne Brandflecken oder Asche zu hinterlassen.
Allerdings sollten Sie hierbei den Abstand zum Boden unbedingt beachten, wenn Sie einen Terrassenofen kaufen. Zumeist schwankt die Höhe in cm zwischen 10 und 30. Je geringer der Wert ist, umso höher ist die Hitzebelastung für den Untergrund. Auf einer gepflegten Wiese oder dem Balkon sollte der Abstand größer sein. Auf Stein oder Kies spielt dieser Wert für die Kaufberatung dagegen kaum eine Rolle.
Achtung: Stellen Sie das Terrassenfeuer nur auf einem nicht-brennbaren Untergrund auf, niemals auf Holz oder Ähnlichem. Hierfür empfehlen wir von Vergleich.org den Einsatz eines feuerfesten Bleches, das es zum Beispiel als Kaminzubehör in jedem Baumarkt zu kaufen gibt.

3.3. Feueröffnung sorgt für Kontrolle
Kein Terrassenofen-Test ist wirklich komplett, wenn nicht die sichere Befeuerung und Gestaltung der Brennkammer beleuchtet werden. Dabei gibt es bei der Art der Öffnung zwei Herangehensweisen. Während die Öfen aus Stein zumeist eine kleine Öffnung besitzen, ist sie besonders bei Modellen aus Stahlblech groß gestaltet.

Der Decke des Esschert-Terrassenofens „Fancy Flames“ sorgt unseres Erachtens außerhalb der Nutzungszeiten dafür, dass kein Regen durch den Schornstein hineingelangt.
Die kleine Öffnung lässt nur kleine Holzscheite zu und begrenzt damit automatisch die Größe des Feuers. Gleichzeitig wird der Funkenflug auf ein Minimum begrenzt.
Bei einer großen Öffnung können Sie auch unregelmäßige Holzstücke problemlos verfeuern. Außerdem ist oftmals ein Gitter vor der Feueröffnung angebracht, damit hier so gut wie gar kein Funkenflug auftritt.
3.4. Wärme nur mit Holz

Ein überdacht gelagerter Stapel Kaminholz ist das ideale Brennmaterial für ein Terrassenfeuer.
Einen anderen Energieträger als Holz sollten Sie üblicherweise nicht verwenden. Anders als zum Beispiel bei einem Kachelofen, der ebenfalls langsam die Wärme abgeben soll, spielt die Optik eines knisternden Holzfeuers im Gartenofen eine wesentlich größere Rolle. Aus diesem Grund findet sich auch kein Terrassenofen mit Gas.
Dadurch eignet sich ein Terrassenofen auch schlecht zum Kochen oder Grillen. Einige wenige Modelle besitzen zwar diese Sonderfunktion, dann handelt sich aber zumeist um aufwendigere Umbauten. So muss etwa der obere Teil mit dem Schornstein abgenommen werden, um den Grillrost aufzulegen.
Für diesen Zweck ist der Untergrund besonders des Ofens besonders widerstandsfähig gestaltet, denn die nötige Grillkohle hält über lange Zeit sehr hohe Temperaturen von etwa 800 °C oder mehr, die ein Holzfeuer nicht ohne Weiteres erreicht. Zur besseren Veranschaulichung verhält sich brennendes Holz etwa so:
- Anheizphase bei 100 °C – vorhandenes Wasser verdampft
- Entgasung bei 200 °C – Gase entweichen und erzeugen die Flammen
- Holzverbrennung bei 400 °C – Kohlenglut verbrennt fast ohne Flammen
Wegen der guten Luftzufuhr, unter anderem durch den Kamineffekt, bleiben die Temperaturen vergleichsweise niedrig. Außerdem sind Sie bei einem reinen Holzfeuer für das Anzünden nicht auf zusätzliche Hilfsmittel wie den Grillanzünder angewiesen, sondern können die nötigen Temperaturen schon mit Papier und Spänen mühelos erreichen.

Laut unseren Informationen wiegt dieser Esschert-Terrassenofens „Fancy Flames“ 38 kg und sollte damit auf einem stabilen Untergrund aufgestellt werden.
Auch mit dem häufig als Zubehör beiliegenden Schürhaken können Sie die Verbrennung so steuern, dass das Holz nicht zu heiß glüht. Hierfür nutzen Sie die gesamte Fläche im Gartenofen aus, um für optimale Luftzufuhr zu sorgen.
Achtung: Wird es nicht explizit erlaubt, verwenden Sie keine Holzkohle oder Briketts im Terrassenkamin. Die hohe Hitzeentwicklung kann insbesondere bei Stahlblech und Keramik zu Beschädigungen führen. Es besteht Brandgefahr, sollte der Ofen dadurch zerbrechen.
3.5. Höhe und Gewicht für praktischen Umgang
Ob Ihr Gartenkamin 10 oder 30 kg wiegt, bestimmt vor allem, wie leicht Sie ihn aufstellen, abbauen und im Winter verstauen können. Allerdings lassen sich auch schwerere Modelle von zwei Erwachsenen mühelos transportieren.
Die Höhe dagegen ist nicht nur eine Frage des Platzes. Ein hoher Schornstein am Gartenofen erzeugt einen stärkeren Sog und verbessert damit die Luftzufuhr. Außerdem wird der Rauch besser nach oben gezogen und entweicht damit schneller über Ihren Kopf hinweg ab. Stört Sie dies ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Grill nicht, brauchen Sie die Höhe nicht zu beachten.
Ist Ihnen der Rauchabzug aber besonders wichtig, entscheiden Sie sich am besten für ein schlankes und hohes Modell. Ab einer Höhe von etwa 130 cm dürfte Sie der Qualm im Sitzen kaum mehr stören.

Hey,
es gibt ganz viele Anzündhilfen, Pellets, kleine Kästen und ähnliches. Was davon wären für meinen Terrassenofen sinnvoll?
VG Bernd N.
Guten Tag Herr N.,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Terrassenofen-Vergleich.
Auf Anzündkamine oder chemische Hilfsmittel können Sie bei Ihrem Ofen problemlos verzichten, da Sie wahrscheinlich lediglich Holz verbrennen.
Um trockene Scheite zu entfachen, benötigen Sie nur etwas Papier, Holzspäne und kleine Holzstücke, zu einem Stapel aufgeschichtet. Zum Anzünden genügt ein Streichholz oder Feuerzeug. Diese geringen Temperaturen reichen aus, da durch den Schornstein zudem die Luftzufuhr wesentlich besser als bei einfachen Grill funktioniert.
Mit den besten Grüßen
Ihr Vergleich.org-Team