Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Kaminofen ist mit dem Schornstein verbunden und erzeugt durch Verbrennen von Kohlebriketts oder Holz Wärme. Der Rauch wird über ein Rohr zum Schornstein abgeleitet, die entstandene Asche fällt durch das Ascherost in den Aschebehälter.
  • Im Vergleich zum traditionellen Kamin ist der Kaminofen kleiner und flexibler. Anders als sein großer Bruder ist er nicht in der Wand verbaut und somit ein modisches Detail im Raum. Trotz seiner geringeren Größe ist er sehr heizstark.
  • Mit einer Verkleidung, beispielsweise aus Speckstein wie beim Specksteinofen, oder eingebauten Speichersteinen kann der Heizkamin die Hitze besser speichern. Dadurch müssen seltener Holz oder Kohlebriketts nachgelegt werden. Ohne Verkleidung und mit reinem Metallmantel (genannt Schwedenofen) geht viel Energie verloren.

Kaminofen test
Mit der recht neuen Gesetzesänderung der Bundesimmissions-schutzordnung zum 01.01.2015 sind viele Kaminofen-, Pelletofen, Kaminbausatz- und Kamineinsatz-Besitzer in eine komplizierte Situation gekommen. Denn ältere Feuerstätten übersteigen die neue und scharf gezogene Grenzwert-Linie des Schadstoffausstoßes. Aus diesem Grund mussten alte Kaminöfen aufgerüstet oder komplett ausgetauscht werden.

Fakten zur Neuregelung:
Holzofen Kaminofen

  • maßgeblich ist die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung bzw. BimSchV)
  • ein nach dem 01.01.2015 angeschlossener Kaminofen muss die 2. Stufe der 1. BimSchV erfüllen
  • 1985 bis 1994 in Betrieb genommene Anlagen können bis 2020 aufgerüstet oder ausgetauscht werden
  • 1995 bis 2010 (22.03.) in Betrieb genommene Anlagen haben eine Frist bis 2024

Spätestens am 01.01.2025 müssen in Deutschland alle Feuerungsanlagen (auch Einzelraumfeuerstätten wie Kaminöfen!) die 2. Stufe der 1. BimSchV erfüllen, also folgende Grenzwerte unterschreiten:

  • 0,125 g/m³ Kohlenmonoxid
  • 0,04 g/m³ Feinstaub

Neue Geräte dürfen nur mit einer entsprechenden Zertifizierung für die 2. Stufe der 1. BimSchV in Betrieb genommen werden.

Sind auch Sie von der Gesetzesänderung 2015 betroffen gewesen und wollen den abgeschafften alten Kamin ersetzen oder einfach einen Kaminofen ganz neu in Ihr Haus holen? Dann werden wir Sie bei der Auswahl des besten Kaminofens begleiten und Sie Ihren Bedürfnissen entsprechend zu den Kaufkriterien beraten. Erfahren Sie mehr in unserem Kaminofen-Vergleich 2020: Warum ein Kaminofen? Wie funktioniert ein Kaminofen? Worin unterscheidet sich der Kaminofen von anderen Öfen?

1. Ist der Kaminofen ein modischer Heizofen?

Der Kamin im Haus stellt für viele Entspannung dar – ähnlich wie Zelten in der Natur, das Genießen des Feierabendbiers oder das Hören einer schnurrenden Katze. Leichtes Knistern, wenn Feuer sich durch seinen Lebensquell frisst, und Wärme, die das Zimmer selbst im Winter ummantelt, haben eine beruhigende Wirkung.

Specksteinofen

Ein moderner Kaminofen mit Sandstein-Verkleidung.

Um diese Gefühle zu erzeugen, gibt es verschiedene Kamine: den ganz traditionellen Kamin, den Kachelofen, den Pelletofen, den Elektrokamin oder den Kaminofen. Wenn Sie sich für raumluftabhängige Kaminöfen entscheiden, sollten Sie sich mit folgenden Fakten arrangieren:

  • Anschaffungskosten: von 300 € bis mehrere tausend Euro
  • Befestigung: nicht Teil der Wand, sondern freistehend
  • Heizmittel: Holz und Kohle als Briketts, Pellets sowie Scheite
  • Raum: von kleinen bis zu großen Räumen, fast alle sind für jeden Kaminofen geeignet (Fenster sind wichtig!)
  • Heizleistung: höher als beim klassischen Kamin
  • Installation: einfach und bei vorhandenem Schornstein kostengünstig
  • Optik: fungiert als modernes und dekoratives Element des Raumes

Und wenn Sie es ganz speziell lieben, gibt es sogar den wasserführenden Kaminofen. Vorbeigeleitetes Wasser erhitzt sich und Sie erhalten Warmwasser. Ist ein Kaminofen wasserführend, dient er also als Nebenheizung. Diesen Luxus zahlen Sie jedoch gehörig mit, denn einen solchen Kaminofen können Sie kaum unter 1.000 € erwerben.

Alle Vor- und Nachteile zum Kaminofen im Überblick:

    Vorteile
  • sehr gute Heizleistung
  • traditionell mit Brennholz heizbar
  • auch mit Braunkohlenbriketts heizbar
  • optisch ansprechend
    Nachteile
  • nur 80 % der Heizleistung kommt an (Rest entweicht über den Schornstein)
  • umweltschädliche Heizmethode

2. Kaminofen im Vergleich: Welche Kamin-Typen gibt es?

Kamin-Typen gibt es in den meisten Kaminofen-Tests sehr viele und alle haben verschiedene Vor- und Nachteile. Um den Kaminofen im Verhältnis zu sehen, führen wir in unserem Kaminofen-Vergleich eine Unterscheidung der Kategorie Kamin durch:

Kamin-Typ Besonderheiten
Kaminofenedelstahlkamin Der Kaminofen ist mit dem Schornstein verbunden und macht optisch einen modernen Eindruck.

passt in die meisten Räume mit Fenstern
sehr hohe Heizleistung, trotz kleinerer Statur (Heizkamin)
x Schornstein nötig, sonst teure Installation
x optisch weniger ansprechendes Abgasrohr als Verbindungsstück

traditioneller Kaminofenkamin Der Kamin ist mit der Wand verbaut und wirkt optisch sehr hochwertig und dem Haus zugehörig.

Blickfang im ganzen Raum (kompletter Kaminbausatz erwerbbar)
gute Heizleistung (Heizkamin)
x sehr teurer Einbau in die Wand und darin absolut unbeweglich
x viel Energie entweicht über den Schornstein

Elektro-Kaminelektro kamin Der Elektro-Kamin ist meist ein Standkamin und erzeugt durch Strom täuschend echte Flammen.

als Heizlüfter die saubere Alternative zum echten Kamin
kostengünstige Anschaffung und geringer Stromverbrauch
x kein echtes Feuer und somit fehlende Tradition
x geringe Heizleistung und kein voller Ersatz für die Heizung (Deko-Kamin)

Ethanol-Kaminethanol kamin Der Ethanol-Kamin kann ein Tisch- bis hin zum Wandkamin sein. Er läuft mit Bio Ethanol und ohne Schornstein.

ohne Schadstoffentwicklung wie Rauch oder Ruß
aufstellbar ohne Baugenehmigung
x hält nur 1 bis 2 Stunden, danach muss Bio Ethanol nachgeschüttet werden
x rein optische Flamme, die kaum Hitze erzeugt (Deko-Kamin)

3. Kaufberatung: Den besten Kaminofen auswählen

3.1. Das Brenngut

Schornsteinbrände

Feuchtes Holz (über 25 % Feuchtigkeit) und Abfälle erzeuge Rußablagerungen, die sich entzünden können, so die Stiftung Warentest (10/2012). Weitere Gefahrenquellen seien zudem eine überfüllte Feuerstätte, Nadelhölzer und starker Wind. Schornsteinbrände sollten nicht mit Wasser gelöscht werden, da zu starker Druck im Rohr entstehen kann. Rufen Sie die Feuerwehr!

Die zugelassenen Brennstoffe für den Kaminofen sind Braunkohlenbriketts und Scheitholz. Mit 30 cm langen Holzscheiten machen Sie nichts verkehrt, da diese meist im Feuerraum Platz finden. Kohlebriketts lassen sich zwar leichter darin unterbringen, jedoch bleibt das Verbrennen von Holz die traditionelle Art und Weise, einen Kamin zu feuern.

Mit dem ArtikelKaminholz: Oft zu feucht“ (10/2011) erklärt die Stiftung Warentest, dass selbst gekauftes Holz gelegentlich noch zu feucht ist. Diese Feuchte erzeugt besonders viel Qualm, der die Umwelt belastet und stark riecht. Wollen Sie keinen Ärger mit Nachbarn haben, sollten Sie nur gut getrocknete Holzscheite verbrennen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Holzfeuchte zu überprüfen:

  • Feuchtigkeitsmessgerät: Mit dem Gerät wird in das Holz gestochen und es misst die Feuchtigkeit. Dabei sollten Sie das Holz in der Mittel aufschlagen und den Innenraum testen. Holz wirkt von außen oft trocken und ist es im Inneren nicht.
  • Spülmittel: Schmieren Sie mit dem Finger etwas Spülmittel auf das eine Ende des Holzscheits und pusten Sie mit dem Mund durch das andere. Je mehr die eingeseifte Stelle schäumt, desto trockener ist das Holz. Schäumt es nicht, ist der Holzscheit zu nass.

Tipp: Lassen Sie das Brenngut von oben nach unten brennen, denn so arbeitet es sich sehr gleichmäßig herunter und verbraucht sich zudem effizient. Es bleiben keine halbverbrannten Reste übrig und das Feuer und die Hitze halten die maximale Länge an.

3.2. Der geeignete Raum

Faustregel Feuerholz/Heizleistung

Ein kleiner Kaminofen mit 5 kW Nennwärmeleistung ist in der Lage, bei starker Befeuerung kurzzeitig auch 7 kW zu erzielen und bei geringer Befeuerung auf 4 kW herunterzuregeln. Es gilt: 1 kg Feuerholz erzielt in etwa 3 kW Heizleistung.

Der beste Raum für einen Kaminofen hat einen Schornstein und genügend Möglichkeiten, um zu lüften. Den Rest können Sie über die Leistung des Warmluftofens regeln. Der wichtigste Faktor ist dabei die Nennwärmeleistung, welche in Kilowatt (kW) oder Kilowattstunden (kWh) angegeben wird.

Die Nennwärmeleistung wird im Rahmen der Typenprüfung nach EN 13240 geprüft und festgelegt. Es handelt sich dabei um eine normierte Angabe, die alle Öfen selbst unter verschiedenen Herstellern vergleichbar macht.

Der größte Irrglaube ist dabei: Je höher die Nennwertleistung, umso besser ist der Heizofen. Zwar erzeugt ein Ofen mit 8 kW mehr Heizleistung als ein 5 kW Ofen, aber Sie sollten sich überlegen, ob das für Ihr Heim wirklich notwendig ist. Ein zu groß dimensionierter Heizofen überhitzt die Räume so stark, dass er herunterreguliert werden muss und geöffnete Fenster die überschüssige Hitze kompensieren sollen – sie verpufft im Nichts.

Als Faustregel gilt: Sie benötigen etwa 0,1 kW pro m² Wärmefläche (Rauminhalt), um den Raum effektiv zu heizen. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass ältere Häuser durch ihre schlechtere Isolierung mehr Heizleistung ein als Neubau benötigen wird.

Kachelofeneinsatz

Offene Räume mit Treppen benötigen ebenfalls mehr Wärmeleistung, da die Wärme die Treppe nach oben/unten abwandert.

Was ist also wirklich wichtig?

  • nicht zu viel oder zu wenig kW wählen (0,1 kW pro m²)
  • den Verwendungszweck klar definieren (selten/viel Heizen etc.)
  • den Aufstellort berücksichtigen (zentral oder in einer Ecke)
  • den Leistungsbereich beachten (z.B. 5 kW schafft auch kurz 7 kW)

Viele Faktoren spielen eine Rolle bei der Wahl des besten Heizofens. Und selbst wenn er nicht perfekt gewählt wurde oder durch einen Umzug neue Räumlichkeiten beheizen muss, kann seine Heizleistung über die Luftregler und das Befüllen des Brennguts noch geregelt werden. Hier gilt: Übung macht den Meister.

3.3. Optische Aspekte bringen praktische Vorteile

Es gibt zwei Versionen von modernen Kaminöfen:

  • Schwedenofen: der Kaminofen aus Stahl und ohne Verkleidung
  • Wärmespeicher: der Kaminofen aus Metall und mit Verkleidung

Solche Verkleidungen können aus verschiedenen Materialien bestehen, beispielsweise Speckstein, Keramik-Kacheln, Naturstein oder Sandstein. Diese Elemente wirken nicht nur optisch aufwertend, sondern haben die Funktion, die Wärme länger zu speichern. Ob der Kaminofen rund oder eckig ist, spielt dabei keine wesentliche Rolle.

Dies bringt auch Vorteile für ein weiteres optisches sowie nützliches Element von Heizöfen: das Teefach. Dieses wird auch als Backfach oder Wärmefach bezeichnet. Da die Hitze außerhalb des Kamins wirkt, kann eine Kuhle im Ofen zum Warmhalten genutzt werden.

Optische Details haben bei einem Warmluftofen also oft einen praktischen Nutzen. Bereits der günstige Kaminofen für rund 400 € kann über eine Speckstein-Verkleidung und ein Teefach verfügen. Ihr persönlicher Kaminofen Testsieger muss nicht das teuerste Modell sein.

3.4. Klima und Umwelt

Beim Heizen mit Holz entweicht nur soviel Kohlendioxid aus dem Schornstein, wie der Baum zum Wachstum zuvor aus der Atmosphäre herausgefiltert hat. Annähernd diese Gasmenge würde auch freigesetzt, wenn der Baum sterben und durch Bakterien und Pilze abgebaut würde. Insofern gilt die Energiegewinnung aus Holz als weitgehend klimaneutral.

Die Stiftung Warentest, in ihrem Artikel zu Kaminöfen und Pelletöfen

warmluftofen

Der klassische Wandkamin ist weniger effizient, da die Wärme über Öffnungen verschwindet. Mit einem Kamineinsatz wird dieses Problem behoben.

Auch wenn der Heizofen als klimaneutral eingestuft wird, erklärt die Stiftung Warentest in ihrem Kaminofen-Test ebenfalls, dass er nicht unbedingt umweltfreundlich ist. Besonders Staub, Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid werden hier in wesentlich größerer Menge freigesetzt als es bei anderen Heizsystemen der Fall sei, so die Stiftung.

Wichtig ist: Der Ofen muss ausreichend heiß befeuert werden, um optimal zu wirken. Im Umkehrschluss entstehen so am wenigsten Schadstoffe. Wer also gern mit einem Heizofen heizen will, wird mit diesem Heizgerät die Umwelt belasten, kann sich jedoch aktiv daran beteiligen, die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Auch der Preis hat einen Einfluss auf die Umweltfreundlichkeit. Denn höherpreisige Kaminöfen haben bei vielen Kaminöfen-Tests technischen Finessen integriert, die die Umwelt schonen können. Auf dieses Ergebnis ist die Stiftung Warentest bei ihrem Vergleich von Kaminöfen im Wert von 200 € bis 9.000 € gekommen. Achten Sie also auf die Umwelt, bevor Sie einen Kaminofen kaufen.
kamin modern

4. Worauf sollte man bei der Nutzung eines Kaminofens achten?

Grundbedingungen
  • Kontakt mit dem Schornsteinfeger aufnehmen (Er erklärt Ihnen, wie Sie den Kaminofen anschließen müssen, und prüft den Anschluss.)
  • Ein Schornstein muss verfügbar sein.
  • Es müssen gute Belüftungsmöglichkeiten gegeben sein (z.B. Fenster).
  • den Rauminhalt kennen und die benötigten kW errechnen (0,1 kW pro m²)
  • Alternativ: ein Kohlenmonoxyd-Warner (CO-Warner), falls doch Giftstoffe entweichen
Vorbereitungen
  1. Prüfen Sie die primäre und sekundäre Luftzufuhr. Lassen diese sich richtig öffnen und schließen? (oben und unten)
  2. Sind die tertiären Luftlöcher an der Rückseite offen? (z.B. einen Schraubenzieher hineinstecken)
  3. Testen Sie den Zug des Schornsteins mit einem Feuerzeug (Kaminofen-Tür einen Spalt öffnen und schauen, ob die Flamme des Feuerzeugs hineinweht, wenn ja, stimmt alles).
  4. Wählen Sie passendes Brennmaterial (z.B. Kaminofen-Pellets).
Außenkamin

Der Aufbau eines Kaminofens ist relativ simpel. Wichtig sind die Einstellungen der Luftlöcher.

Kamin anzünden
Eckkamin

Nach dem Anheizen sehen Sie eine schöne Flamme hinter dem Kaminfenster.

Wir erklären Ihnen in unserem Kaminofen-Vergleich, wie Ihr Kaminofen optimal bedient wird: Um den Kamin zum Laufen zu bringen, müssen Sie die primäre und die sekundäre Luftzufuhr öffnen. Danach legen Sie große Holzscheite hinein, Zündmaterial darüber und kleine Holzscheite oben drauf. Entfachen Sie nun das Zündmaterial mit beispielsweise einem Streichholz.

Brennt das Feuer hoch und sauber, kann die primäre Luftzufuhr geschlossen werden: Das Anheizen ist fertig!

Ist das eingelegte Holz nur noch glühende Asche, müssen Sie weiteres Trockenholz nachlegen. Öffnen Sie dafür die Kamin-Tür einen Spalt, um für einen Durckausgleich zu sorgen. Danach ziehen Sie die Tür ganz auf. Legen Sie Brennholz hinein und schließen Sie die Kamin-Tür wieder. An dieser Stelle sollten Sie die primäre Luftzufuhr erneut öffnen.

Mit etwas Übung lernen Sie, an welcher Stelle Sie welche Luftzufuhr effektiv öffnen und schließen müssen.

Dieses Video veranschaulicht noch einmal alle wesentlichen Schritte und gibt hilfreiche Tipps und Tricks vom Profi:

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Kaminofen

5.1. Ist ein normaler Kaminofen ausschließlich ein für das Wohnzimmer geeigneter Kaminofen?

Moderne Kamine, ob Holzofen, Warmluftofen oder Eckkamin, finden einen Platz in der Wohnstube. Hier hält sich die ganze Familie täglich auf und sie bietet häufig auch den meisten Platz.

Allerdings ist ein kleiner Kaminofen nicht zwangsweise nur für die Wohnstube vorgesehen. Solange der Anschluss zum Schornstein gegeben ist und der Raum gut belüftet werden kann, ist jeder Raum geeignet. Achten Sie allerdings auf die Heizleistung (kW), da kleine Räume selbst von einem kleinen Kaminofen schnell viel zu sehr aufgeheizt werden.

5.2. Ist der Kaminofen-Hersteller Hark die beste Marke?

Es gibt keine beste Marke oder einen besten Herstellers. Allerdings gibt es bekannte Hersteller wie Hark oder Wodtke, die für eine hohe Qualität stehen. Welchen Herstellern Sie noch Ihr Vertrauen schenken können, zeigen wir Ihnen in unserem Kaminofen-Vergleich:

  • Wamsler
  • Oranier
  • Thermia
  • Justus
  • Fireplace
  • Aduro
  • Eurotherm
  • Techfire
  • Thorma
  • Haas und Sohn
  • Wodtke
  • Hark

5.3. Was bringt es, wenn der Kaminofen wasserführend ist?

Kaminholz

Kaminzubehör: Auch das Brennmaterial kann modisch in einem Korb abgelegt werden.

Der wasserführende Kaminofen kann dabei behilflich sein, das Leitungswasser zu erwärmen. Es wird am Kaminofen vorbeigeleitet und erhitzt sich so. Mit dieser Technik schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe:

  • mit Feuer den Raum Heizen
  • mit Feuer Wasser erwärmen

Allerdings kostet diese Variante eines Kaminofens wesentlich mehr. Überlegen Sie sich also gut, ob sich eine solche Anschaffung wirklich lohnt.

5.4. Ist der Kaminofen ein Dauerbrandofen oder ein Zeitbrandofen?

Die meisten Kaminöfen sind Zeitbrandöfen, da sie mit Brennholz und Kohlebriketts betrieben werden – sie zählen zu den Holzkaminen.

Ein Dauerbrandofen hingegen ist ein Kohleofen (oft ein Edelstahlkamin), dessen Nennwärmeleistung die Glut vier Stunden halten kann. Aus diesem Grund ist Brennholz dafür nicht geeignet, da es die erwünschten Werte nicht erreichen kann. Sie erkennen den Dauerbrandofen an der typischen Gussmulde.

Der Zeitbrandofen hingegen muss nur 45 Minuten die Glut mit der festgelegten Nennwärmleistung halten können. Zwar benötigen Sie für den Zeitbrandofen mehr Brennmaterial, allerdings ist seine Heizleistung im Gegenzug besser.

Bildnachweise: stockphotosecrets.com/ING_19011_03374 und stockphotosecrets.com/ING_33594_146816, Amazon.com, Amazon.com (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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