Das Wichtigste in Kürze
  • Power-Racks bieten vielfältige Trainingsmöglichkeiten für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und Hanteln.
  • Günstige Power-Racks gibt es schon für rund 200 Euro, teurere können aber auch vierstellige Summen verschlingen.
  • Mehr als drei Quadratmeter Stellfläche können die Geräte jedoch in Beschlag nehmen – messen Sie vorher also gut nach, ob das Trainingsgerät in Ihr Zuhause passt.

Power-Rack Test

44 Euro im Monat, also 528 Euro im Jahr – so viel zahlt der Deutsche durchschnittlich fürs Fitnessstudio (Quelle: EuropeActive). Und das natürlich für jedes weitere Jahr, in dem das Fitnessstudio besucht wird. Oder auch nicht besucht wird, schließlich bleiben die Kosten bestehen, auch wenn der innere Schweinehund uns gerade mal wieder an die Couch fesselt. Warum also nicht lieber einmal in Equipment investieren und das Fitnessstudio nach Hause holen? So kann auch die Motivation steigen, wenn der Anfahrtsweg bei Wind und Wetter entfällt und das Training sofort starten kann.

Wir haben deshalb unseren Power-Rack-Vergleich 2020 gemacht! In unserer Vergleichstabelle finden Sie übersichtlich die besten Power-Racks inklusive Vergleichs- und Preis-Leistungs-Sieger. Unsere Kaufberatung ergänzt die Tabelle: Hier bekommen Sie die wichtigsten Informationen zu den Fitnessgeräten und erfahren unter anderem, wann sich ein integrierter Latzug lohnt, wie hoch die Belastbarkeit sein sollte und welche Rolle das Eigengewicht der Power-Racks spielt.

Power-Rack-Vergleich

Ein Power-Rack (hier von Body-Solid) ist nur ein Gestell, an dem Klimmzüge möglich sind. Erst in Kombination mit weiteren Fitnessgeräten werden die Trainingsmöglichkeiten erweitert.

1. Die Langhantelaufnahme: Je mehr Positionen, desto sicherer ist das Training?

Ab in den Käfig

Aufgrund des käfigähnlichen Aufbaus wird das Power-Rack auch gern Power-Cage oder Fitness-Cage genannt. Auch weitere Bezeichnungen wie Fitness-Rack oder Gym-Rack sind üblich.

Bei der Langhantelaufnahme handelt es sich um Haken, auf denen die Langhantel abgelegt werden kann. Je nachdem, wie Sie Ihr Training gestalten und in welchem Fitnesszustand Sie sind, kann es passieren, dass Sie die Hantel schnell ablegen müssen, weil die Kräfte ausgehen.

Für diesen Fall ist es sehr wichtig, dass die Aufnahme-Haken gut positioniert sind, damit eine Ablage schnell und sicher möglich ist.

Auch erfordern unterschiedliche Übungen eine Sicherheitsablage auf unterschiedlicher Höhe. So sollte die Ablage beim Bankdrücken beispielsweise tiefer liegen als beim Kreuzheben oder bei Kniebeugen.

Power-Cage Test

Beim Bankdrücken sind die Haken des Power-Racks in passender Höhe wichtig für ein sicheres Training.

Wir empfehlen, dass Ihr persönlicher Power-Rack-Testsieger mindestens 10, besser aber 15 oder mehr Ablagemöglichkeiten bietet. Viele der Fitness-Racks bieten sogar deutlich mehr als das: 20 oder 25 Ablagemöglichkeiten sind keine Seltenheit und garantieren ein sicheres Training bei verschiedenen Übungen.

Manche Hersteller legen noch eins drauf und bieten Power-Racks mit 30 oder gar 40 verschiedenen Ablagehöhen.

Eine Langhantel wie auch die Hantelbank müssen hinzugekauft werden, es sei denn, sie werden ausdrücklich als inklusiv deklariert.

2. Der Funktionsumfang: Ist ein Latzug immer integriert?

Sie möchten sich ein Home-Studio aufbauen, in dem Sie möglichst variantenreich trainieren können? Power-Racks bieten hierzu vielfältige Möglichkeiten. Der Vorteil ist die Geräumigkeit des Konstrukts: Sie haben in alle Richtungen genügend Raum, um verschiedene Übungen zu machen. Langhantel, Klimmzüge oder einfach Liegestütz – alles weitestgehend innerhalb des Konstrukts möglich.

Und doch bieten nicht alle Fitness-Racks das gleiche Paket. Wir gehen in den folgenden Unterkapiteln auf die wichtigsten Kategorien ein und erläutern zudem, worauf es bei den Ausstattungsmerkmalen ankommt.

Power Rack Latzug

Ein Latzug erweitert die Trainingsmöglichkeiten an Ihrem Power-Cage.

2.1. Die Klimmzugstange: Immer dabei, aber nicht immer gleich stark

Die Klimmzugstange gehört zum Standardrepertoire eines Power-Cages. Sie werden wohl keine Marke finden, die ihr Produkt ohne Klimmzugstange auf den Markt wirft. Und doch gibt es hier einen wesentlichen Aspekt, worin sich die Klimmzugstangen unterscheiden können.

Hierbei handelt es sich um die maximale Belastbarkeit oder in anderen Worten: das Gewicht des Trainierenden. Sind Sie kräftiger gebaut oder haben Sie vor, in Zukunft noch spürbar an Muskelmasse zuzulegen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr (zukünftiges) Gewicht auch von der Klimmzugstange getragen wird, bevor Sie Ihr Wunsch-Power-Rack kaufen.

So sind manche Power-Cages nur für ein Gewicht bis 90 oder 100 kg ausgelegt, was je nach Konstitution und Trainingszielen schon einmal knapp werden kann.

Liegen Sie jetzt schon über diesem Gewicht oder ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie im Zuge des Trainings schwerer werden, empfehlen wir gleich den Kauf eines Power-Racks, das ein Nutzergewicht von rund 150 bis 200 kg erlaubt.

Power Cage Klimmzug

An Power-Racks lassen sich in der Regel problemlos Klimmzüge vollziehen.

2.2. Beugestütz oder Dips: Nur jedes dritte Gerät ist dafür gemacht

Bei den Beugestütz, Barrenstütz oder auch Dips sind entsprechende Griffe in niedriger Höhe erforderlich, um die Übungen auszuführen.

Nur ungefähr jedes dritte Gerät hat diesen Typ Griffe und bietet damit die Voraussetzungen, um die Übungen sachgemäß und ergonomisch durchzuführen.

Auch hier kommt es auf Ihre Vorlieben und gewünschten Trainingsmethoden an: Möchten Sie auf Dips nicht verzichten, sollte Ihr Fitness-Cage mit einer integrierten Dip-Station ausgestattet sein.

Power Cage Kniebeuge

Bei Kniebeugen mit schweren Gewichten sollte das Power-Rack im Rücken nicht fehlen.

2.3. Der Latzug: 160 kg Belastbarkeit sind spitze

Der Latzug ist das Ausstattungsmerkmal, das längst nicht jedes Gerät mitbringt, für den Sportler aber oftmals von großer Bedeutung ist.

Doch auch wenn Ihr Wunschgerät keinen Latzug aufweist, lässt sich dieser noch nachrüsten. Dennoch empfehlen wir, gleich ein Gym-Rack mit Latzug zu erwerben, wenn Sie bereits absehen können, dass Sie auf diese Trainingsmethode nicht verzichten möchten.

Für gut 300 Euro bekommen Sie bereits günstige Power-Racks inklusive Latzug.

Zu beachten ist hier, ähnlich wie bei der Klimmzugstange, das Gewicht. Diesmal aber nicht Ihr Gewicht, sondern die maximale Belastbarkeit des Latzugs mit Gewichten, die das Training intensivieren. Haben Sie Großes vor, sollte Ihr Latzug auch die Möglichkeit bieten, schwere Gewichte aufzunehmen.

90 kg erachten wir hier als gesunde Basis, mehr Steigerungspotential haben Sie aber natürlich, wenn das Gerät 150 oder 160 kg aufnehmen kann.

Power-Rack Latzug

Power-Cage mit integriertem Latzug.

3. Das Eigengewicht: Ist eine Power-Rack ohne Latzug rund ein Drittel leichter?

Das Eigengewicht des Fitness-Power-Racks ist vor allem dann interessant, wenn Sie sich vorstellen können, das Gerät gelegentlich umzustellen oder gar damit umzuziehen.

Wenn allein das Konstrukt ohne Gewichte (die normalerweise nicht mitgeliefert werden) bereits knapp 150 kg auf die Waage bringt, kann da schon das bloße Umstellen zur schweißtreibenden Arbeit werden.

Sehen Sie hierin ein ernstes Problem, empfehlen wir Ihnen, auf den Latzug zu verzichten und damit ein deutlich leichteres Gerät zu kaufen. Bringen es selbst durchschnittlich schwere Power-Racks mit Latzug auf rund 100 kg, so wiegen die Geräte ohne Latzug in der Regel nur circa 50 bis 60 kg – ein gravierender Unterschied, wenn das Gerät einmal bewegt werden soll.

Power Cage Gewicht

Es stehen gelegentlich Umzüge an? Dann erleichtert ein nicht so schweres Power-Rack die Arbeit.

Die Vor- und Nachteile eines Geräts mit Latzug sowie eines Gerätes ohne Latzug haben wir in folgender Tabelle noch einmal übersichtlich gegenübergestellt:

 

Vorteile Nachteile
Power Rack LAtzug Power Rack ohne Latzug
+ Anschaffungspreis oft niedriger
+ Power-Rack lässt sich leichter verschieben- ggf. nachträgliche Latzug-Installation
- separater Latzug-Kauf ggf. insgesamt teurer
+ kein etwaiges Nachrüsten mehr nötig
+ variantenreicheres Training möglich- hat höheres Gewicht zur Folge
- Anschaffungspreis oft höher

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Power-Rack

Wenn Sie noch Fragen zu den Power-Racks haben, liefert Ihnen dieses Kapitel womöglich die passenden Antworten. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, können Sie uns auch gerne über die Kommentarfunktion schreiben, wir bemühen uns um zeitnahe Antwort.

power-fitness-cage

4.1. Hat die Stiftung Warentest schon einen Power-Rack-Test durchgeführt?

Nein, die Stiftung Warentest hat bislang noch keinen Power-Rack-Test gemacht. Dafür hat sie sich schon mit anderen Fitnessgeräten für den Hausgebrauch beschäftigt, so zum Beispiel mit den Heimtrainern, zuletzt im Jahr 2013. Das Testurteil lässt sich grob so zusammenfassen, dass besonders preisgünstige Produkte auch eine schlechtere Qualität hatten.

4.2. Ist das Training im Power-Rack schienengeführt?

Nein, das Training im Power-Rack ist immer frei. Das heißt, man trainiert nur mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Freihanteln, aber nicht an einem Gerät, das die Bewegungen vorgibt oder führt.