Das Wichtigste in Kürze
  • EMS-Geräte (EMS = elektrische Muskel-Stimulation) gehören zu den beliebtesten Innovationen im Sportbereich. Sie simulieren mit elektrischen Impulsen eine körperliche Anstrengung und unterstützen damit die Muskelaktivität. Dadurch werden die Muskeln gestärkt und trainiert.
  • Wenn Sie an einer schlankeren und strafferen Figur arbeiten, kann ein EMS-Muskelstimulator bei der regelmäßigen Anwendung als effektives Hilfsmittel dienen. Dabei gibt es Geräte, die gezielt auf den Muskeln am Bauch, aber auch an den Armen und Beinen sowie am Po eingesetzt werden können.
  • Muskelstimulatoren funktionieren als Ergänzung zum normalen Sportprogramm. Sie sind sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet. Wählen Sie ein Gerät aus, bei dem Sie die Impulsstärke und die Programme so einstellen können, dass Sie an Ihre körperliche Verfassung und Trainingsziele angepasst werden können.
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Der Weg zu einem straffen Bauch.

Um in Form zu bleiben und eine schlanke Figur zu bewahren, müssen Sie nicht unbedingt Leistungssport betreiben. Es ist aber wichtig, einem regelmäßigen Trainingsprogramm zu folgen. Bewegung und Ernährung spielen eine entscheidende Rolle für einen gesunden Alltag. Durch unsere schnelllebige und stressige Gesellschaft kommt der Sport aber vielfach zu kurz. Mit einem Muskelstimulator lässt sich jede Trainingseinheit effektiv nutzen.

Ein EMS-Muskelstimulator löst durch einen Reizstrom elektrische Impulse aus. Diese aktivieren die Muskeln und trainieren sie. Trainierte Bauchmuskeln sorgen nicht nur einen modellierten Körper mit einer elastischen Haut. Sie beugen zudem Rückenschmerzen vor. Wenn Sie viel sitzen, kann das besondere Ausmaße annehmen und hier schafft ein gezieltes Bauchtraining Entlastung.

In unserem Muskelstimulator-Vergleich 2020 bei Vergleich.org erfahren Sie, mit welchen Geräten welche Muskelgruppen trainiert werden können. Wenn Sie an einem vielfältigen Training interessiert sind, wählen Sie einen Muskelstimulator, bei dem mehrere Kanäle eingestellt werden können und verschiedene Programme ermöglicht.

EMS-Muskeltrainer mit einem LCD-Display erleichtern zudem die Bedienung. Viele Geräte verfügen über eine einstellbare Intensität. Unsere Kaufberatung hilft Ihnen, den besten Muskelstimulator für Ihren Fitnesstand und Trainingsbedürfnisse zu bestimmen.

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Junge Frauen beim Training.

1. Was ist ein Muskelstimulator?

Ein Muskelstimulator ist dasselbe wie ein EMS-Gerät. EMS steht für „Elektrische Muskelstimulation“. Das Gerät nutzt Reizstrom, um elektrische Impulse auszusenden und damit die Muskeln zu aktivieren. Dabei handelt es sich um ähnliche Impulse, die auch durch körperliche Anstrengung von den Nerven an das Gehirn gesendet werden. Muskelstimulatoren übernehmen diese Aufgabe von außen und ermöglichen ein effektiveres Training der Muskeln.

Mit einem Muskelstimulator lassen sich verschiedene Trainingsprogramme durchlaufen. Je nach Hersteller werden vorprogrammierte Anwendungen angeboten, die Sie für den EMS-Muskelaufbau an verschiedenen Körperstellen nutzen können. Die Geräte sind mit sogenannten Elektro-Pads ausgestattet, die an der Haut haften und durch die die Impulse in unterschiedlichen Stromstärken fließen. Alle leicht gepolsterten Pads können einfach gereinigt und mehrfach wiederverwendet werden.

Wenn Sie einen Muskelstimulator kaufen wollen, erhalten Sie geeignete Modelle wie Muskelstimulatoren von Sanitas selbstverständlich online sowie in verschiedenen Supermarktketten wie Lidl oder Aldi. Zu den wichtigsten Herstellern gehören unter anderem die folgenden:

  • Compex
  • Slendertone
  • Actopp
  • Sanitas
  • Beurer
  • Axion
  • Clas Ohlson
  • Dittmann
  • Tchibo
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Mit Training zu attraktiven Bauchmuskeln.

2. Welche Muskelstimulator-Typen gibt es?

2.1. Muskelstimulation mit einem EMS- oder TENS-Gerät

Es gibt verschiedene Arten von Muskelstimulatoren und Reizstromgeräten. Im Wesentlichen lassen sich dabei die zwei häufigsten Kategorien unterscheiden: EMS-Muskeltrainer und TENS-Geräte. EMS-Training steht für „Elektronische Muskelstimulation“ und TENS für „Transkutane Nervenstimulation“.

EMS TENS
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EMS-Geräte sind in der Regel kabellos. Über das Bedienungsfeld des Gerätes lässt sich die Stromstärke und Intensität der Impulse einstellen. TENS-Geräte bestehen aus Elektroden, die einzeln am Körper befestigt werden und durch Kabel mit einem Reizstromgerät verbunden sind. Dadurch lassen sich verschiedene Intensitäten einstellen.

EMS wird im Sport verwendet. Mit einem EMS-Training unterstützen Sie den Muskelaufbau. Die Muskelstimulation erfolgt durch spezielle Pads, die bei bestimmten Körperregionen eingesetzt werden. Das Gerät können Sie als Ergänzung zum normalen Muskeltraining anwenden. Bereits 1 bis 2 Trainingseinheiten pro Woche führen zu sichtbaren Resultaten.

TENS-Verfahren werden im Bereich der Schmerztherapie verwendet. Die Reizstromgeräte sollen die Nerven durch die Haut hindurch stimulieren und dadurch regenerieren.

Für den individuellen Gebrauch zuhause eignet sich in erster Linie ein EMS-Muskeltrainer. Bei Therapien mit TENS empfiehlt es sich, immer einen Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren und die Anwendung unter professioneller Aufsicht vorzunehmen.

2.2. Kabellose EMS-Geräte

Für die Elektrostimulation von Muskeln stehen Ihnen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Wenn Sie ein Gerät suchen, das Sie zu Hause oder draußen einsetzen können, empfiehlt es sich, einen kabellosen Apparat zu wählen. Die EMS-Geräte werden mit Batterien betrieben, sind leicht und lassen sich unter der normalen Sportbekleidung anbringen. In den meisten EMS-Geräte-Tests im Internet gilt die kabellose Betriebsart als eines der wichtigsten Kaufkriterien. Denn in erster Linie sind sie sehr handlich, weswegen sie sich problemlos auch auf Reisen mitnehmen lassen.

2.3. Bauchmuskelgürtel

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Gürtel für die Bauchmuskeln.

Wenn Sie sich spezifisch auf das Bauchmuskeltraining konzentrieren wollen, sind dabei Muskelstimulator für den Bauch besonders praktisch. Sie schnallen den EMS-Gürtel um den Bauch, stellen das gewünschte Trainingsprogramm ein und absolvieren gleichzeitig Ihr übliches Training auf dem Heimtrainer oder Ergometer.

Der Gürtel hält straff und fällt unter der Kleidung nicht auf. Je nach Marke ist es zudem möglich, die EMS-Gürtel zu waschen, wenn das Strom- und Bedienungsteil abnehmbar ist. Die meisten Gürtel besitzen eine regelbare Länge, die an den jeweiligen Bauchumfang angepasst werden kann. Vor dem Kauf sollten Sie auf die angegebenen Maße genau achten.

3. Welche Kaufkriterien zeichnen gute Muskelstimulatoren laut Vergleich.org aus?

3.1. Anwendung am Bauch sowie Muskelstimulatoren für Beine und Po

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Straffe Bauchmuskeln.

Die meisten Modelle von Muskelstimulatoren konzentrieren sich auf den Bauch und die Bauchmuskeln. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Bauchmuskeltrainer straffen die Muskelstimulatoren für den Bauch gezielt Ihre Bauchmuskeln bei der regelmäßigen Anwendung schneller.

In verschiedenen Muskelstimulator-Tests im Internet spielt es eine wichtige Rolle, ob die Geräte ausschließlich für den Bauch geeignet sind oder auch für Arme, Beine oder Po eingesetzt werden können. Viele Hersteller bieten mit einer Kombination mehrerer Geräte. Die Muskelstimulatoren für Beine und Arme werden meist mit einem Klettverschluss angeboten, sodass sie umgeschnallt werden können und für eine praktische Handhabung sorgen.

Die EMS-Geräte für den Po funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die für den Bauch. Die Pads werden an der Haut befestigt.

Muskelstimulatoren sind für mehrere Muskelgruppen erhältlich:

  • Bauch
  • Arme und Beine
  • Po

3.2. Mit einem Muskelstimulator abnehmen

Wenn Sie das Ziel verfolgen, Ihr Gewicht zu verringern, wird Ihnen ein Muskelstimulator effizient dabei helfen. Wie bereits erwähnt, ersetzt ein solches EMS-Gerät nicht die körperliche Aktivität an sich, sondern unterstützt und macht sie effektiver. Die elektrischen Impulse sorgen für eine schnellere Kalorienverbrennung als ein klassisches Krafttraining auf dem Ergometer oder Laufband zu Hause.

Ein Muskelstimulator hilft Ihnen also beim Abnehmen. Es bleibt aber wichtig, dass Sie auch auf Ihre Ernährung achten und sich viel bewegen. Auf diese Weise wird der Körper nicht nur einseitig trainiert und Sie vermeiden schwankende Resultate. Kombinieren Sie einen Muskelstimulator mit Ihrem Training auf dem Laufband oder Crosstrainer.

Eine schlanke Figur bedeutet nicht automatisch einen gesunden Körper. Vermeiden Sie Exzesse und trainieren Sie alle Körperpartien ausgewogen.

3.3. Muskelstimulator für Frauen und Männer

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Fit im Alltag.

Muskelstimulation eignet sich für Frauen und Männer in gleichem Maße. Wichtig ist bei der Wahl des richtigen Gerätes, dass sich die Intensität der Trainingseinheiten individuell regeln lässt. Sie können nämlich die Impulsstärke dank integrierter Automatikprogramme an Ihre körperliche Verfassung anpassen.

Mit einem EMS-Gerät reichen Sie Ihr Ziel eines flachen Bauches schneller. Der EMS-Muskelaufbau verbessert die Körperhaltung im Allgemeinen, was Rückenschmerzen verringern und vorbeugen kann. Innerhalb von vier bis sechs Wochen lässt sich einen Kraftzuwachs feststellen. Das sind alles gesundheitliche Vorteile, die sowohl für Männer und Frauen von großer Bedeutung sind.

3.4. Verschiedene Kanäle und Abschaltautomatik

Je nach Modell sind die Muskelstimulatoren mit verschiedenen Kanälen versehen. Sie ermöglichen einen einfachen Einstieg ins Trainingsprogramm. Es genügt das Gerät anzulegen, ein automatisches Programm auszuwählen und sofort loszulegen. Die Muskelstimulatoren von Sanitas oder Compex verfügen in der Regel über eine Anzahl von sechs Automatikprogrammen.

Tipp: Muskelstimulatoren mit einer Abschaltautomatik helfen Ihnen bei einem effizienten Training. Sie können sich voll und ganz auf Ihr Ausdauerprogramm oder den Heimtrainer konzentrieren, während das Gerät den Rest übernimmt. Einzelne Modelle verfügen auch über Timer, mit denen Sie individuelle Programme einstellen können.

3.5. Durchschnittliche Anwendungsdauer von 20 bis 25 Minuten

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Eine Frau trainiert unter der Anleitung eines Fitnesstrainers.

Die Anwendungsdauer beträgt zwischen 20 und 25 Minuten. Sie entspricht den Trainingseinheiten, die Ihnen auch in einem Fitnessstudio empfohlen werden. Natürlich verzichten Sie bei einem EMS-Gerät für zuhause auf die persönliche Betreuung durch einen Trainer, aber so reduzieren Sie auch Ihre Ausgaben.

Für den Erwerb eines günstigen Muskelstimulators im Vergleich zu einem Fitnessstudiobesuch mit einem Trainer spricht Folgendes:

  • Nutzung zuhause und überall
  • günstiger als Personal Trainer
  • schnelle Erfolge
  • keine persönliche Betreuung

3.6. Muskelstimulatoren mit bis zu 12 Intensitätsstufen

Damit Sie Ihr Muskelstimulator an Ihre persönliche Körperfitness anpassen können, benötigen Sie ein Gerät, das über eine einstellbare Intensität verfügt. EMS-Trainingsgeräte sind je nach Marke mit zwischen 10 und 12 einstellbaren Intensitätsstufen erhältlich. Bei Anfängern empfiehlt es sich, bei tieferen Stufen zu beginnen mit fortschreitendem Training die Intensität zu erhöhen.

4. Gibt es Risiken bei der Nutzung eines Muskelstimulators?

Belastung der Nieren

Bei der Nutzung eines Muskelstimulators sind zudem erhöhte Creatin-Kinase-Werte (CK-Werte) festzustellen. Damit diese die Nieren nicht angreifen, muss beim Training immer ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

EMS-Geräte sind nicht schädlich für die Organe oder den Herzmuskel. Eine Muskelstimulation birgt aber das Risiko einer Überlastung, die sich durch Schwindel und Übelkeit ausdrücken kann.

Bei verschiedenen Krankheiten wie Epilepsie, Sensibilitätsstörungen, Spastik und Hautproblemen ist Vorsicht geboten. Wenn Sie über einen Herzschrittmacher verfügen, sollten Sie keinen EMS-Muskeltrainer verwenden.

Schwangeren ist vom Gebrauch von EMS-Geräten abzuraten.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Muskelstimulator

5.1. Wie hilft ein Muskelstimulator beim Abnehmen?

Ein Muskelstimulator nutzt elektrische Impulse, um die Muskeln zu trainieren. Die Muskeln ziehen sich zusammen und werden trainiert. Ergänzend zum normalen Training und Sport helfen Muskelstimulatoren bei einem schnelleren und effektiveren Aufbau der Muskeln. Die EMS-Muskeltrainer helfen also nicht nur bei der Reduzierung des Körperumfangs, sondern stärken auch die Rückenmuskulatur und fördern eine bessere und gesündere Körperhaltung.

5.2. Wie oft kann man ein EMS-Muskeltrainer benutzen?

Sie können einen Muskelstimulator täglich oder wöchentlich nutzen. Es kommt darauf an, wie schnell Sie die ersten Resultate erzielen wollen. Sie sollten aber nicht vergessen, immer genügend zu trinken. Die elektrische Muskelstimulation produziert im Körper nämlich Creatin-Kinase-Werte, die bei einem Überschuss die Nieren angreifen können. Zu empfehlen sind Trainingseinheiten von zwischen 20 bis 25 Minuten.

5.3. Gibt es Muskelstimulator-Tests von der Stiftung Warentest?

Nein, leider nicht. Die Stiftung Warentest hat noch keinen Muskelstimulator-Testsieger auserkoren. Es empfiehlt sich aber, regelmäßig die Aktivitäten der Stiftung zu verfolgen, um über die neusten Ergebnisse informiert zu bleiben.