Palmöl Test 2017

Die 7 besten Palmfette im Vergleich.

Rapunzel rotes Palmöl – mild Rapunzel rotes Palmöl – mild
Amanprana rotes Palmöl bio Amanprana rotes Palmöl bio
Ölmühle Solling Bio Palmöl im Bügelglas Ölmühle Solling Bio Palmöl im Bügelglas
Amanprana rotes Palmöl – nativ extra Amanprana rotes Palmöl – nativ extra
Ölmühle Solling rotes Palmöl Ölmühle Solling rotes Palmöl
Mother Africa Pure Red Palm Oil Mother Africa Pure Red Palm Oil
Naissance naturreines Bio-Palmöl Naissance naturreines Bio-Palmöl
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Rapunzel rotes Palmöl – mild Amanprana rotes Palmöl bio Ölmühle Solling Bio Palmöl im Bügelglas Amanprana rotes Palmöl – nativ extra Ölmühle Solling rotes Palmöl Mother Africa Pure Red Palm Oil Naissance naturreines Bio-Palmöl
VergleichsergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
08/2017
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Bewertung 1,4 sehr gut
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Bewertung 1,5 gut
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Bewertung 1,9 gut
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Bewertung 2,0 gut
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Kundenwertung
bei Amazon
2 Bewertungen
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1 Bewertungen
Füllmenge
Grundpreis
6 x 200 ml
ca. 3,18 € pro 100 ml
1.600 ml
ca. 2,16 € pro 100 ml
1.000 ml
ca. 1,49 € pro 100 ml
325 ml
ca. 3,66 € pro 100 ml
250 ml
ca. 3,40 € pro 100 ml
1.000 ml
ca. 0,59 € pro 100 ml
500 ml
ca. 1,88 € pro 100 ml
Herkunftsland
Ecuador

Kolum­bien

Ecuador

Kolum­bien

Ecuador

Ghana
k.A.
Farbe Die natürliche Farbe von Palmöl ist Rot. Erst wenn es raffiniert wird, ist es von sehr heller Farbe. Rot Rot Rot Rot Rot Rot Weiß
kaltgepresst Unraffinierte Öle werden kalt gepresst und teilweise gedämpft, um ihre Haltbarkeit zu steigern. So bleibt der größtmögliche Anteil an gesättigten Fettsäuren, Vitaminen und natürlichen Aromen erhalten.

Raffinierte Öle werden bei der Herstellung sehr heiß gepresst. Dabei geht die typische Farbe verloren, es ist meist geschmacksneutral und lange haltbar.

unraf­fi­niert

unraf­fi­niert

unraf­fi­niert

unraf­fi­niert

unraf­fi­niert
k.A.
raf­fi­niert
Bio Ja Ja Ja Ja Ja Nein Ja
vegan Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Fair Trade Für die weltweit enorme Produktion von Palmöl werden oft Menschen vertrieben und Regenwald zerstört. Trägt ein Produkt jedoch ein Fair Trade Siegel, werden bei der Herstellung Menschenrechte eingehalten und ein nachhaltiger Anbau gefördert. Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Verwendungsbereich Küche, Kos­metik Küche, Kos­metik Küche, Kos­metik Küche, Kos­metik Küche, Kos­metik Küche, Kos­metik Kosmetik
Verpackung Schraub­glas Schraub­glas Bügel­glas Schraub­glas Schraub­glas Plas­tik­fla­sche Plas­tik­be­cher
Vorteile
  • aus nach­hal­tiger Pro­duk­tion
  • sehr mild – auch im Geruch
  • auch als 2er und 12er Pack erhält­lich
  • aus nach­hal­tiger Pro­duk­tion
  • ideal für Hautpf­lege und Bräune
  • hilft gut bei Ent­zün­dungen im Mund
  • auch als 2er Pack ver­fügbar
  • aus nach­hal­tiger Pro­duk­tion
  • prak­ti­sches Glas – aus­wech­sel­bare Gum­mi­dich­tung
  • relativ milder Geruch
  • aus nach­hal­tiger Pro­duk­tion
  • ideal für Hautpf­lege und Bräune
  • leicht nus­siger Gesch­mack
  • aus nach­hal­tiger Pro­duk­tion
  • leicht ver­dau­lich
  • ange­nehm auf der Haut
  • ohne Zusatz­stoffe
  • beson­ders gut zum Braten geeignet
  • feuch­tig­keits­spen­dend
  • beson­ders gut zur Sei­fen­her­stel­lung geeignet
  • ideal für Hautpf­lege
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Palmöle-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Palmöl ist mit rund 30 Prozent Marktanteil das wichtigste Speiseöl der Welt. Häufig handelt es sich dabei allerdings um weißes, raffiniertes Palmöl, welches für die Herstellung von Kosmetik und als Basis für Kraftstoffe verwendet wird. Rotes, unraffiniertes Palmöl hingegen erfreut sich großer Beliebtheit in der Küche und als gesunde Nahrungsergänzung.
  • Es wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen und enthält eine hohe Konzentration an Carotinen. Die natürlichen Farbstoffe sowie das enthaltene Vitamin E wirken entzündungshemmend, das rote Palmöl eignet sich außerdem zur Hautpflege und zur Unterstützung einer natürlichen Bräune.
  • Unraffiniertes Palmöl ist vegan und hat einen aromatischen, leicht süßlichen Geschmack. Es stammt meist aus biologischem Anbau, fairem Handel und nachhaltiger Produktion.

Palmöl Test

Fast jedes zweite Produkt in unseren Supermärkten enthält Palmöl. Es versteckt sich in Kerzen, Fertigsuppen oder Sonnenmilch, denn Palmfett ist vielseitig verwendbar und besonders günstig. Die industrielle Gewinnung von Palmöl ist jedoch seit Jahren umstritten, bei der Anlage von riesigen Plantagen wird häufig Regenwald und somit Lebensraum für gefährdete Tierarten zerstört. Dadurch wird ein sehr negatives Image geprägt, welches das Palmöl an sich gar nicht verdient hat. Schließlich ist es reich an Vitaminen, bei richtiger Anwendung sehr gesundheitsfördernd und letztlich die Lebensgrundlage von Kleinbauern in vielen Ländern.

Für die Nutzung von Palmöl als Lebensmittel wird mittlerweile auf nachhaltige Produktion und fairen Handel geachtet und die meisten Produkte sind mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet. Wollen auch Sie sich die positiven Eigenschaften des Palmöls zu Nutze machen? In unserem Palmöl-Vergleich 2017 zeigen wir Ihnen, welche Vorteile die richtige Anwendung von Palmfett haben kann und worauf Sie beim Kauf besonders achten müssen.

1. Was ist Palmöl?

Palmöl oder Palmfett?

Die Bezeichnungen Palmöl und Palmfett werden in Bezug auf die Ernährung synonym verwendet. Sie sagen nichts über das jeweilige Herstellungsverfahren oder mögliche Inhaltsstoffe aus.

Palmöl ist ein Pflanzen-Öl, welches aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird. Mit rund 30 Prozent Marktanteil ist das Fett aus diesen Früchten das wichtigste Speiseöl der Welt. In bevölkerungsreichen Staaten wie Indien oder China, aber auch in einigen Ländern Lateinamerikas decken viele Menschen ihren täglichen Bedarf an Fett mit Palmöl. Heute wird die Ölpalme in erster Linie in Indonesien und Malaysia, aber auch in Südamerika und Afrika angebaut.

Dass für die Palmölgewinnung Regenwald zerstört und das Klima belastet wird, liegt vor allem an seiner industriellen Nutzung. Denn palmölfreie Produkte sind auch auf den europäischen Märkten kaum noch zu finden. Neben der Zugabe von Palmfett als Basis für Kraftstoffe und Kosmetik befindet sich Palmfett auch in Lebensmitteln wie Margarine, Schokolade, Chips und vielen Fertigprodukten. Trotzdem ist Palmöl generell kein schlechtes Öl. Wie ein natürliches und nachhaltiges Palmöl gesund sein kann, erfahren Sie im Folgenden in unserer Kaufberatung.

2. Herstellung und Verbrauch

Palmölherstellung mit Ölpalmenfrucht.

Zur Palmölherstellung wird das Fleisch der Ölpalmenfrucht gepresst.

Um aus den Früchten der Palme Öl zu gewinnen, müssen zunächst Fruchtfleisch und Kerne getrennt werden. Bei der Palmölherstellung wird das Fruchtfleisch meist mit Wasserdampf behandelt und sterilisiert, bevor das Öl daraus gepresst wird. Dieses sogenannte Rohöl enthält wie die Früchte selbst viele natürliche Farbstoffe wie Carotine, weshalb es orangerot leuchtet.

Anschließend wird das rote Palmöl gefiltert, wobei die wertvollen Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Zu guter Letzt kann für die industrielle Nutzung das rohe, rote Palmfett raffiniert und gebleicht werden, wobei es die Farbe verliert und fast weiß wird. Dieser Schritt wird bei nativen, bio-zertifizierten Palmölen in der Regel ausgespart und die natürlichen Geschmacksstoffe somit beibehalten. Besonders günstiges Palmöl ist hingegen oft raffiniert und folgt keinem hohen ökologischen Standard. Es gibt somit zwei Typen von Palmöl: Unraffiniertes, rotes Palmöl und raffiniertes, weißes Palmöl.

Unter allen Ölpflanzen hat die Ölpalme mit etwa 3,69 Tonnen pro Hektar den mit Abstand höchsten Ertrag. Jede Palme kann bis zu 6.000 Früchte mit einem Gewicht von bis zu 50 kg tragen. Diese wachsen in dichten, großen Büscheln, welche eine ausgewachsene Ölpalme etwa 15 Mal im Jahr produziert. Kein Wunder also, dass die weltweite Palmölproduktion im Jahr 2013 bei 58 Millionen Tonnen lag. Wie enorm der Ertrag der Ölpalme tatsächlich ist, zeigt sich in einem Vergleich mit anderen beliebten Ölpflanzen:

Ölpalme Soja Sonnenblumen Raps
Ertrag 3,69 t / ha 0,77 t / ha 0,86 t / ha 1,33 t / ha

Die Verwendung von Palmöl ist in Ländern wie Indien, Indonesien oder China am meisten verbreitet, weshalb dort auch der Verbrauch am höchsten ist. Traditionell wird in diesen Regionen das Palmfett vor allem zum Braten und Kochen verwendet. Mit einer Menge von 5,67 Millionen Tonnen im Jahr (Stand: 2013) ist jedoch die EU der viertgrößte Verbraucher von Palmöl. Deutschland beansprucht für Kosmetika sowie für die Lebensmittel- und Kraftstoff-Herstellung etwa zwei Prozent der Weltproduktion. Doch auch hierzulande wird das Interesse an gesundheitsfördernden Einsatzmöglichkeiten und der Essenszubereitung mit Palmöl immer größer.

3. Palmöl oder Palmkernöl – ein bedeutender Unterschied

Während Palmöl aus dem orangefarbenen Fruchtfleisch gewonnen wird, wird Palmkernöl aus den Kernen der Früchte gepresst. Mit einer weltweiten Produktion von nur etwa 4 Mio. Tonnen im Jahr hat das Palmkernöl eine viel geringere Bedeutung. Im Unterschied zu Palmfett wird es nicht zum Verzehr als Speiseöl verkauft. Vielmehr ist Palmkernöl Bestandteil von Kosmetikprodukten wie Seife, Sonnenmilch, Hautcreme oder Lippenstift. Außerdem können Tenside aus dem Kernöl hergestellt werden, die wiederum in Shampoo, Duschgel sowie Reinigungs- und Waschmittel stecken. Wenn Sie also Palmöl kaufen, ist dieses aus dem farbigen Fruchtfleisch und nicht aus den Fruchtkernen gewonnen. Welche Vor- und Nachteile Palmöl hat, haben wir Ihnen hier zusammengetragen:

  • bei Zimmertemperatur fest – muss nicht chemisch gehärtet werden
  • besonders Hitzestabil
  • sehr lange haltbar
  • enthält besonders viel Vitamin E und Carotin
  • raffiniert: geschmacksneutral
  • je nach Anbauart kann Palmöl schädlich für die Umwelt sein
  • strenger Geruch und gewöhnungsbedürftiger Geschmack wenn unraffiniert
  • bei übermäßigem Verzehr: Verschlechterung der Blutfette möglich

4. Kaufkriterien für Palmöl: Darauf müssen Sie achten

4.1. Anwendungsbereich

Die Verwendung von Palmöl kann sehr unterschiedlich sein. Der empfohlene Anwendungsbereich ist daher in jedem Palmöl-Test ein wichtiges Kriterium. Auch wenn viele Menschen Palmöl für schädlich halten, ist durchaus bewiesen, dass Palmöl nicht ungesund ist.

4.1.1. Küche
Palmöl für Papageien

Rotes Palmöl wird auch gerne als Futterzusatz für Graupapageien verwendet. Durch den hohen Gehalt an Betakarotin kann der chronische Vitamin-A-Mangel der Tiere ausgeglichen werden. Die Früchte der Ölpalme stehen außerdem durchaus auf dem Speiseplan wilder Papageien.

Besonders unraffiniertes, rotes Palmöl und Bio-Palmöl eignen sich hervorragend zum Kochen und Backen. In der Küchenpraxis ist es deshalb so gut aufgehoben, weil sich Palmfett sehr hoch erhitzen lässt. Egal ob zum Garen im Wok oder einfach zum Verfeinern von Suppen – rotes Palmöl gibt einen angenehm exotischen Geschmack und eine schöne Farbe. Für warme, geschmackvolle Gerichte empfiehlt sich auch die Mischung von Palmfett mit Kokosfett.

4.1.2. Kosmetik

Neben dem Kochen ist Palmöl ein beliebtes Mittel für kosmetische Anwendungen. Dank seines natürlichen hohen Gehalts an Vitamin E und Carotinen eignet es sich hervorragend zur Vorbereitung auf den Sommer. Um Sonnenbrand vorzubeugen und eine natürliche Bräune zu unterstützen, kann z.B. täglich ein Teelöffel bis Esslöffel eingenommen werden.

Auch von außen kann die Haut behandelt werden, wobei Palmfett keinen Schutzfaktor gegen die Sonne bietet. Nach dem Sonnenbad kann eine Anwendung mit dem Öl für eine schöne Farbigkeit und gepflegte Haut sorgen. Das Palmfett muss dabei lange genug einziehen, doch hier ist Vorsicht geboten: Die Carotinoide im roten Palmöl können Abfärben und nicht nur bei weißer Kleidung Flecken hinterlassen.

Tipp: Palmöl kann auch als Massageöl benutzt werden und so Ihren Körper verwöhnen. Zudem ist es sehr gut als Träger von ätherischen Ölen verwendbar.

4.2. Geschmack

Palmöl vegan und mild

Das rote Rapunzel-Palmöl ist vegan und mild im Geschmack.

Damit Sie das für Sie beste Palmöl finden, ist der Geschmack eine durchaus wichtige Kategorie. Raffiniertes Palmöl bzw. Palmfett schmeckt sehr mild und fast neutral. Rotes Öl, das nativ, kaltgepresst und unraffiniert ist, hat hingegen einen aromatischen, leicht süßlichen Geschmack. Je nach Sorte kann dieser auch über fruchtig bis nussig-würzig reichen. In der Regel ist der Geschmack zu Beginn etwas ungewöhnlich.

Wird das rote Palmöl beim Kochen eingesetzt, ist der Geschmack nicht dominant. Anders sieht es aus, wenn rotes Palmfett z.B. als Brotaufstrich verarbeitet wird. Eine kleine Auswahl an leckeren Rezepten mit Palmöl finden Sie z.B. bei EatSmarter.

4.3. Gesundheit

Mit rund 52 Prozent gesättigter Fettsäuren sieht Palmöl zunächst nicht unbedingt wie die gesündeste Fettsorte aus. Doch im Gegensatz zu Leinöl oder Kürbiskernöl ist ein unraffiniertes Bio-Palmöl ein exzellenter Lieferant für Carotine. Es enthält etwa 15 mal mehr dieser Naturfarbstoffe als Karotten und rund 50 mal so viel wie Tomaten. Unbehandeltes Palmöl ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für Augen, Schleimhäute und Körperzellen. Durch den hohen Anteil an Vitamin E hat Palmfett eine antioxidative Wirkung und schützt vor freien Radikalen. Es wird sogar als vorbeugend gegen vorzeitige Alterung und Krebserkrankungen bezeichnet. Besonders wertvoll sind die im Palmöl enthaltenen Tocotrienole, bestimmte Vitamin-E-Formen, die eine vollwertige Ernährung sinnvoll ergänzen können. Außerdem ist Palmöl vegan und somit für jeden Ernährungsstil zu empfehlen.

Tipp: Um seine wertgebenden Inhaltsstoffe bestmöglich nutzen zu können, kaufen Sie am besten natives, unbehandeltes Bio-Palmfett. Das rote Palmöl wird weder gebleicht, desodoriert noch raffiniert. Produkte in Bioqualität sollten in jedem Palmöl-Test erkennbar sein. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in diesem kleinen Öl-ABC.

Fresh oil palm fruits

4.4. Palmöl und Umwelt

Für die unterschiedlichsten Konsumgüter werden weltweit enorme Mengen an Palmöl angebaut. Um zu verhindern, dass weiterhin Regenwald abgeholzt, Menschen vertrieben und Monokulturen angelegt werden, wurde 2004 die Zertifizierungsinitiative RSPO gegründet. Die Abkürzung steht im Deutschen für "Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl", die Initiative hat sich also das Ziel gesetzt, Palmöl aus nachhaltigem Anbau auf der ganzen Welt zu fördern.

Um solche internationalen Bewegungen in Sachen Umweltschutz zu unterstützen, ist es jedoch auch die Aufgabe des Verbrauchers, beim Kauf von Palmöl auf biologischen Anbau und Fair-Trade-Siegel zu achten. Nur so kann die Palmfett-Produktion langfristig legitimiert werden. Viele der Produkte in unserem Palmöl-Vergleich tragen ein Bio-Siegel und folgen den Richtlinien für fairen Handel, weshalb Sie beim Kauf dieser Palmfette kein schlechtes Gewissen haben müssen.

Was ist Fair Trade? Trägt ein Palmöl ein Fair-Trade-Siegel, wird bei der Herstellung unter anderem Folgendes berücksichtigt: Einhaltung der Menschenrechte, Bekämpfung von Kinderarbeit, Stärkung von Kleinbauern, verringerte Auswirkungen auf den Klimawandel, kein Anbau von Monokulturen und natürlich die Zahlung eines festgelegten „fairen“ Preises. Weitere hilfreiche Informationen zu diesem Thema liefert Fairtrade Deutschland.

5. Beliebte Marken für Palmöl

Viele Hersteller von Palmöl legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und fairen Handel. Natives, rotes Palmöl aus biologischem und ökologischem Anbau finden Sie bei einigen Anbietern aus unserem Palmöl Vergleich 2017. Die wichtigsten Hersteller von Palmfett, egal ob für Küche oder Kosmetik, haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

  • Amanprana
  • Cepera
  • Hanoju
  • HAST
  • KTC
  • Mother Africa
  • Naissance
  • Ölmühle Solling
  • Rapunzel
  • Stübener Kräutergarten

6. Palmöl bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat sich bisher nur mit raffiniertem Palmöl als Lebensmittelzusatz beschäftigt. Dafür wurde ein Palmöl-Test durchgeführt und Produkte mit dem Inhaltsstoff genauer untersucht. Einen Palmöl Vergleichssieger im Bereich rotes Bio-Palmöl gibt es also noch nicht. Wer sich über die Nachhaltigkeit von Palmöl genauer informieren möchte, findet dazu interessante Informationen in der Ausgabe 05/2015. Unter anderem wurden Henkel, Storck und Milupa von der WWF als besonders engagierte Firmen beim Thema nachhaltiges Palmöl gelobt.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Palmöl

7.1. Was enthält Palmöl?

Palmfett kaufen für die Gesundheit

Bio-Palmöl enthält viele Vitamine und Carotine.

Palmöl enthält ähnlich wie Weizenkeimöl viel Vitamin E sowie Carotine, die für den Körper sehr wichtig sind. 100 g Palmöl entspricht etwa 884 kcal, weshalb ein geregelter, bewusster Verzehr des Öls entscheidend ist.

Die Anteile an Fettsäuren verteilen sich bei 100 g Palmfett etwa so:

  • 49 g gesättigte Fettsäuren
  •   9 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • 37 g einfach ungesättigte Fettsäuren

Einen Vergleich zu anderen Pflanzenölen können Sie hier einsehen.

7.2. Was ist Bio-Palmöl?

Bei der biologischen Palmölherstellung wird Regenwald weder gerodet noch abgebrannt. Bei biologischen Palmölplantagen wird versucht, die Bodenfruchtbarkeit stets zu erhalten, damit eine nachhaltige Nutzung möglich bleibt. Auch die Standortwahl ist bei Bio-Palmöl abhängig von der Bodenart. Im Vergleich zu beispielsweise Palmöl aus Indonesien gibt es z.B. in Lateinamerika viele Böden, die dank ihrer natürlichen Gegebenheiten für eine dauerhafte landwirtschaftliche Nutzung mit Ölpalmen geschaffen sind. Wenn Sie Palmfett kaufen, werden Sie außerdem schnell feststellen, dass der Preis von fairen Bio-Produkten weit über den konventionellen Weltmarktpreisen für Palmöl liegt.

7.3. Warum ist Palmöl in so vielen Lebensmitteln?

Produkte mit Palmöl sind beispielsweise Margarine oder Schokolade, da das Öl für eine besondere Streichfähigkeit sorgt. Bekannt ist mittlerweile vielen, dass auch in Nutella Palmöl in großen Mengen steckt. Bei Fertigsuppen beispielsweise wird Palmfett beigefügt, damit das Pulver nicht an der jeweiligen Verpackung kleben bleibt. Der Vorteil von Palmfett ist, dass es bei Raumtemperatur fest ist, d.h. es muss nicht chemisch gehärtet werden. Außerdem ist es in raffiniertem Zustand geschmacksneutral und kann somit den unterschiedlichsten Lebensmitteln zugefügt werden, ohne den Geschmack zu verändern. Letztendlich ist Palmöl aber im Vergleich zu anderen Ölen vor allem wahnsinnig preiswert, womit sich die große Anzahl an Lebensmittel mit Palmöl quasi von allein erklärt.

7.4. Was ist der Unterschied zwischen Palmöl und Kokosöl?

Palmöl und Kokosöl werden häufig verwechselt, nicht zuletzt weil das bekannte Palmin eigentlich aus Kokosöl besteht, dem Namen nach aber stark an Palmfett erinnert. Beide Öle sind sich durchaus ähnlich: Sie haben einen sehr hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, sind bei Raumtemperatur fest und können sowohl zum Kochen als auch im Kosmetik-Bereich eingesetzt werden.

Anders als beispielsweise Sojaöl zählt auch Kokosöl seit Jahrtausenden als Grundnahrungsmittel für viele Völker. Es gilt ebenso wie Palmöl als gesund und soll sogar schlank machen. Kokosöl ist also durchaus eine vernünftige Palmfett-Alternative. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von Kokosöl für die Gesundheit. Wie Sie mit Kokosöl sogar Ihren Körper entgiften können, sehen Sie in diesem Video:

Vergleichssieger
Rapunzel rotes Palmöl – mild
sehr gut (1,3) Rapunzel rotes Palmöl – mild
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Preis-Leistungs-Sieger
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Kommentare (1)
  1. Volker Aydin :

    Hallo,
    ich habe mir vor ein paar Tagen rotes Palmöl bestellt weil ich das schon immer mal probieren wollte. War allerdings in sehr großer Menge deutlich günstiger, deshalb meine Frage: wie soll ich das am besten Lagern? Muss das immer in den Kühlschrank oder wie lange ist das haltbar sonst?

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Hallo Herr Aydin,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Palmöl Vergleich.

      Auch wenn die meisten Palmöle in dunklen Schraubgläsern verkauft werden, die generell das Fett vor Licht schützen, sollten Sie Ihren Vorrat möglichst dunkel und kühl lagern. Am besten eignet sich dafür der Keller. Das genaue Haltbarkeitsdatum entnehmen Sie der Verpackung Ihres Öls. Nach Anbruch gilt jedoch auch bei Palmölen: Ab in den Kühlschrank.

      Wir wünschen Ihnen noch viel Freude auf unserer Seite,
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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