Das Wichtigste in Kürze
  • Die Gartenkralle (auch Erdkralle genannt) nutzen Sie zum Lockern der Erde und dem oberflächlichen Entfernen von Unkraut. Achten Sie darauf, dass die Zinken der Gartenkralle gebogen sind. Gartenkrallen-Tests zeigten, dass die Erde dadurch besser an der Kralle hängen bleibt und der Boden optimal aufgelockert wird.
  • Für die Arbeit an Hochbeeten und Blumentöpfen ist die Gartenkralle wegen ihrer Länge nicht geeignet. Hierfür greifen Sie entweder auf die länglichen Handkrallen zurück oder nutzen eine kleinere Ausgabe der Gartenkralle. Eine kleine Gartenkralle für die Hand finden Sie beispielsweise beim Hersteller GardenClaw, der neben der Gartenkralle „Gold“ auch die kleine Version „Mini“ anbietet.
  • Gartenkrallen sind nicht für das Arbeiten im harten Boden geeignet. Hier empfiehlt Ihnen Vergleich.org, zu einem Spaten zu greifen. Ist die Erde weich genug und möchten Sie auch an den Rasenkanten arbeiten, ohne den Rasen zu beschädigen, eignet sich hingegen der Griff zur Gartenkralle.

gartenkralle-test

Gemüse schmeckt sowohl als Hauptspeise als auch als Beilage zum Fleisch oder dem Fisch. Möchten Sie jeden Tag frisches Gemüse auf Ihrem Teller haben, kann das schnell teuer werden. Eine Statistik des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2019 zeigte, dass beim Gemüse die Verbraucherpreise im Jahr 2018 um knapp 0,82 % höher waren als noch im Jahr 2017 (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Haben Sie einen eigenen Garten und möchten dort selbstständig Gemüse oder Blumen anpflanzen, sollten Sie den Boden gut vorbereiten. Ist die Erde zu fest, bekommen die Samen nicht genügend Wasser und Sauerstoff. Das Resultat: Die Saat keimt nicht. Damit Ihnen die Ernte gelingt, sollten Sie vor dem Sähen Ihren Boden mit einer Gartenkralle lockern.

In unserem Gartenkralle-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen die wichtigsten Bestandteile der Erdkralle, erklären Ihnen, welche Größe für das Lockern von Blumentopferde bei Gartenkrallen am günstigsten ist, und führen Ihnen die Vor- und Nachteile der Bodenkralle gegenüber dem Spaten auf.

schönes Blumenebeet im Garten

Soll Ihr Blumenbeet im Sommer gepflegt aussehen und Ihre Blumen gut wachsen können, achten Sie bei der Gartenkralle (meist aus Stahl) besonders auf die Zinken. Gartenkrallen in Tests zeigten, dass Sie den Boden gründlicher auflockern, wenn die Zinken gebogen sind.

1. Kaufberatung: Was sind die wichtigsten Bestandteile der Gartenkralle auf einen Blick?

Bleiben Sie gerade

frau bei gartenarbeit in aufrechter HaltungAchten Sie bei Ihrer Gartenarbeit auf eine gerade Haltung. Gebeugtes Stehen führt schnell zu Rückenschmerzen. Der Vorteil von Gartenkrallen: Sie sind höhenverstellbar und lassen sich leicht auf die gewünschte Höhe einstellen.

Auch wenn einige Gartenkrallen zum Ausziehen geeignet sind, ist es wichtig, dass Sie sich nach der maximalen Höhe erkundigen. Die Länge der Gartenkrallen ist nämlich von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Die maximale Länge der Gartenkralle vom Hersteller Freund Victoria beträgt rund 1,02 m. Der Hersteller Amtech bietet hingegen Erdkrallen an, bei denen die maximale Länge bei etwa 0,8 m liegt.

Suchen Sie nach einer günstigen Gartenkralle für Ihren Garten, werden Sie bei verschiedenen Marken und Herstellern fündig. Angeboten werden die Krallen für rund 20 Euro (beispielsweise die Dehner-Gartenkralle), wobei Ausnahmen durchaus existieren.

Wollen Sie die bestmögliche Qualität, auch wenn diese mehr kostet, dann können Sie sich bei den Gartenkrallen vom Hersteller Freund Victoria oder Garden Claw umsehen. Diese erhalten Sie für rund 50 Euro.

Unterschiede in den angebotenen Produkten finden Sie bei der Zinken-Anzahl, der Zinkenform und inwieweit die Gartenkrallen höhenverstellbar sind. Arbeiten Sie besonders lange mit Ihrer Gartenkralle, empfiehlt Ihnen Vergleich.org, neben der einstellbaren Höhe ebenfalls die Griffform in Ihre Entscheidung einfließen zu lassen, bevor Sie sich Ihre Gartenkralle kaufen. Die Formen lassen sich dabei in zwei Kategorien einteilen: die T-Griffe und die S-Griffe.

Damit Sie wissen, welche für Sie die beste Gartenkralle ist, haben wir für Sie die wichtigsten Bestandteile der Gartenkralle in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst und knapp erläutert.

Bestandteile Erklärung
Zinkengartenkralle-zinken Den Hauptbestandteil der Gartenkrallen machen ihre Zinken aus. Abhängig von der Anzahl und der Form der Zinken lockern Sie den Boden besser und mit weniger Kraftaufwand.

Beachten Sie bei der Zinkenanzahl daher, dass

  • Gartenkrallen entweder mit fünf oder mit sechs Zinken angeboten werden
  • Gartenkrallen mit sechs Zinken vier längere und zwei kürzere Zinken haben.

Beachten Sie bei der Zinkenform daher, dass

  • die Arbeit mit einer geraden Zinkenform schwergängiger ist als mit gebogenen Zinken
  • die Erde bei gebogenen Zinken besser hängen bleibt, der Boden effektiver und mit weniger Kraftaufwand aufgelockert wird.

Fazit:

Möchten Sie Ihr Beet besonders gründlich umgraben, raten wir Ihnen zu einer Gartenkralle mit sechs gebogenen Zinken. Während die Form das Graben erleichtert, werden durch die kleineren Zinken die oberen Erdschichten besser mit den tiefer hervorgehobenen Schichten vermischt.

ergonomischer Griffgartenkralle-s-griff Ein entspanntes Arbeiten hängt neben der Form der Zinken auch von der Ergonomie der Gartenkralle ab. Neben der einstellbaren Stielhöhe ist diese von der Griffform abhängig. In den meisten Fällen werden Sie auf Griffe mit T- Form treffen, wie bei den vom Hersteller Dehner angebotenen Gartenkrallen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass S-Form-Griffe schlechter sind.

Hier sehen Sie Vor- und Nachteile der S-Form-Griffe auf einen Blick:

+ das Drehen der Gartenkralle gelingt leichter

- nimmt durch seine Form mehr Platz ein als eine Gartenkralle mit T-Griff

Sind Sie noch auf der Suche nach einer Erdkralle mit einem S-Form-Stiel, empfehlen wir Ihnen, sich einmal bei den Gartenkrallen des Herstellers Garden Claw umzusehen. Dieser führt unter anderem die Gartenkralle Gold, welche einen S-Form-Griff hat.

Bodenaktivator für Gemüsepflanzen

Mit einem Bodenaktivator (als Granulat oder flüssig) unterstützen Sie Ihre Pflanzen bei der Aufnahme von Nährstoffen. Angeboten werden die Mittel beispielsweise bei Lidl. Wollen Sie noch einfacher fündig werden? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Test- oder Vergleichstabelle der Bodenaktivatoren.

2. Gibt es einen Gartenkralle-Test bei der Stiftung Warentest?

Am besten schmeckt noch immer das Gemüse aus dem eigenen Garten. Ist die Erntezeit vorbei, sollten Sie der Erde etwas Gutes tun, um dem Boden die entzogenen Nährstoffe wiederzugeben. In einer Meldung aus ihrem Test 07/2018 gibt die Stiftung Warentest hilfreiche Tipps, wie Sie den Boden wieder auf Vordermann bringen.

Damit die Erde für die nächste Gemüse-Saison gewappnet ist, rät die Stiftung Warentest zur Aussaat einer Zwischenkultur im Sommer. Verschiedene Schmetterlingsblütler (unter anderem Klee-Sorten) dienen laut der Stiftung Warentest beispielsweise als Dünger, da die Pflanzen Stickstoff aus der Luft aufnehmen.

Damit der Boden vor der Aussaat gut belüftet und oberflächliches Unkraut entfernt wird, sollte das passende Gartenwerkzeug nicht fehlen. Für ein optimales Lockern der Erde raten wir Ihnen zu einer Gartenkralle. Einen Gartenkrallen-Testsieger hat die Stiftung Warentest bisher noch nicht bekannt gegeben.

Gartenzubehör

Das passende Zubehör für Ihre Gartenpflege finden Sie in den Test- und Vergleichstabellen von Vergleich.org.

Suchen Sie nähere Informationen und eine große Auswahl an unterschiedlichem Gartenzubehör, empfehlen wir Ihnen, einen Blick in die Test- oder Vergleichstabellen auf Vergleich.org zu werfen.

aufgelockerter Boden mit Pflanze

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Gartenkralle

3.1. Gibt es Gartenkrallen, die ich für meine Blumenkästen nutzen kann?

Handkralle für die Bodenlockerung

Handkrallen lockern den Boden nur oberflächlich. Für das Unterheben von Dünger sind kleine Gartenkrallen besser.

Möchten Sie die Erde in Ihrem Blumenkübel oder dem Hochbeet lockern, ist die normale Gartenkralle für ein angenehmes Arbeiten zu groß.

Um die Blumenerde dennoch gut durchzugraben, können Sie entweder zu einer normalen Handkralle greifen oder sich für eine Gartenkralle für die Hand entscheiden. Der Unterschied der beiden Krallen-Typen liegt hierbei in der Form.

Handkrallen erkennen Sie an ihrem geraden Stiel, von dem die einzelnen Zinken (ähnlich einer Kralle) abzweigen. Im Gegensatz dazu ist der Griff bei einer Gartenkralle für die Hand gebogen. Dadurch lockern Sie nicht nur die obere Erdschicht, sondern wühlen diese durch eine Drehbewegung gleichzeitig auf. Der Boden wird also lockerer als bei einer Kralle mit geradem Stiel.

Beachten Sie aber, dass Sie nicht von jeder Marke eine Gartenkralle in Klein und Groß finden werden. Eine Ausnahme ist die Gartenkralle vom Hersteller Garden Claw, welcher unter dem Produktnamen Gartenkralle Minieine Erdkralle für die Hand anbietet. Der Vorteil dabei: Ebenso wie die größere Ausgabe sind auch bei der kleineren Version die Zinken gebogen. Die Erde wird dadurch auch hier optimal gelockert.

3.2. Kann ich anstelle einer Gartenkralle nicht auch einfach einen Spaten benutzen?

Die richtige Pflege für Ihren Garten

Gartengeräte für die GartenpflegeSoll Ihr Garten auch nach dem Winter wieder in neuem Glanz erstrahlen, sollten Sie sich neben Ihrem Blumenbeet auch um Ihren Rasen kümmern.

Die passenden Gartengeräte und das optimale Gartenzubehör finden Sie in unseren Test- und Vergleichstabellen:

Pauschal lässt sich dazu leider keine Antwort geben. Der Grund dafür ist, dass der Spaten und die Gartenkralle Ihnen durch ihre Bauweise bei unterschiedlichen Gartenarbeiten helfen. Bei der Frage, welches der beiden Geräte Sie einsetzen sollten, raten wir von Vergleich.org Ihnen, darauf zu achten, welcher Gartenarbeit Sie nachgehen wollen.

Für die Arbeit an besonders harten Bodenoberflächen empfehlen wir Ihnen den Griff zum Spaten. Durch seine scharfen Kanten dringt er leichter in den Boden ein. Würden Sie hier eine Gartenkralle zum Lockern des Bodens nutzen, müssten Sie hingegen wesentlich mehr Kraft aufbringen.

Auch in den tieferen Partien des Bodens leben Organismen, die hilfreich für die Erde sind. Holen Sie diese mit dem Spaten an die Erdoberfläche, überleben die meisten der Bakterien nicht.

Ist der Boden weich genug, raten wir Ihnen zur Gartenkralle. Durch ihre Zinken dringt die Kralle nur oberflächlich in den Boden ein und schädigen dadurch die Erde beim Umgraben nicht. Hinzu kommt, dass die Gartenkralle durch ihre Zinkenform den Boden besser durchwühlt und auch größere Erdklumpen bestens zerkleinert. Durch die feinere Erde können die Samen besser an die Nährstoffe gelangen.

Übrigens benötigen Sie für das oberflächliche Entfernen von Unkraut keinen Unkrautstecher, wenn Sie eine Gartenkralle haben. Durch das Umgraben des Bodens beseitigen Sie das Unkraut ganz leicht.

Welche Vor- und Nachteile eine Gartenkralle gegenüber einem Spaten allgemein mitbringt, sehen Sie hier ein:

  • wichtige Bakterien bleiben dem Boden beim Umgraben enthalten
  • besonders gut für das Durchmischen der Erde mit Kompost
  • Erdklumpen werden optimal zerkleinert
  • nicht für besonders harten Boden geeignet
  • bearbeitet nur die oberflächlichen Partien der Erde