Das Wichtigste in Kürze
  • Aluguss-Pfannen leiten Wärme besonders gut weiter. Nachdem die Pfanne heiß ist, können Sie die Temperatur des Herdes verringern und Ihre Speise wird trotzdem scharf angebraten.
  • Pfannen aus Aluguss sind in der Regel mit einer Antihaftschicht ausgestattet. Sie können Ihr Essen mit weniger Speiseöl anbraten und es bleibt trotzdem nicht am Pfannenboden kleben.
  • Nur wenige Aluguss-Pfannen sind backofenfest. Dies liegt in der Regel an der Beschichtung und an den Kunststoffgriffen. Achten Sie auf die Angaben des Herstellers, bevor Sie die Pfanne in den Ofen stellen.
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Der Abwasch nach dem Kochen dauert bei beschichteten Pfannen nicht lange. Aluguss-Pfannen reinigen Sie am besten mit einem feuchten Schwamm und warmem Wasser.

Täglich frisch zu kochen, gehört zur gesunden Ernährung dazu. Laut einer Studie der Hansgrohe SE finden die Hälfte der Deutschen das Kochen eher stressig. Dies läge an einer mangelnden Küchenausstattung. Die Aluguss-Pfanne kann hier helfen – die Wärmeleitung ist sehr gut und die Pfanne ist nicht so schwer wie eine gusseiserne Pfanne. Aluguss-Pfannen wiegen zwischen 800 Gramm und 2 Kilogramm – Gusseisen-Pfannen kommen auf 2 bis 3 Kilogramm.

Aluguss ist ein robustes Material, welches bei der Herstellung in die gewünschte Form gegossen wird. Das Material leitet Wärme besonders gut weiter. Dadurch können Sie die Temperatur des Herdes schnell wieder zurückschalten und die Pfanne bleibt warm. Zudem brennen Ihre Speisen in diesen Pfannen nur selten an, da sie in der Regel beschichtet sind.

In unserem Aluguss-Pfannen-Vergleich 2020 erfahren Sie, wo genau der Unterschied zwischen Aluguss- und Gusseisen-Pfannen besteht, welche Beschichtung für diese Pfanne die beste ist und in welcher Größe Sie die Aluguss-Pfanne kaufen sollten.

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Aluguss-Pfannen wiegen zwischen 800 Gramm und 2 Kilogramm. Als Hobby-Koch können Sie die Speisen bequem schwenken und die Pfanne leicht anheben.

1. Kaufberatung für Aluguss-Pfannen: Gibt es leichte Modelle, die unter einem Kilogramm wiegen?

Aluguss-Pfannen werden, wie andere Pfannen auch, in verschiedene Arten unterteilt. Es gibt Schmor-, Brat-, Servier- und Grillpfannen. Damit Sie die beste Aluguss-Pfanne kaufen, sollten Sie neben dem Pfannen-Typ noch darauf achten, wie schwer das Produkt ist.

Wird die Pfanne mit einer großen Menge an Speisen befüllt, kommt zu dem Eigengewicht natürlich noch das Gewicht des Essens. Eine leichte Pfanne mit 800 Gramm können Sie auch voll befüllt noch einfach vom Herd heben und transportieren.

1.1. Funktionen: Servier- und Schmorpfannen für große Mengen

Angegebene Größe

Bei der Größe der Pfannen wird von den Herstellern stets der Durchmesser des oberen Pfannenrandes angegeben. Die Größe der eigentlichen Bratfläche ist kleiner. Beträgt der angegebene Durchmesser beispielsweise 28 cm, passt die Aluguss-Pfanne auf eine Kochplatte mit einem Durchmesser von 22 cm.

Sie können verschiedene Aluguss-Pfannen-Arten kaufen. Normale Bratpfannen zeichnen sich durch einen mittelhohen Rand zwischen fünf und sechs Zentimetern aus. In diesen Pfannen können Sie je nach Größe Fleisch, ganze Fische und Gemüse braten und schmoren.

Die Schmorpfanne verfügt über einen etwas höheren Rand (7 – 9 cm). Dadurch können Sie problemlos Soßen und Sude zusammen mit Ihrem Gebratenen kochen. Zudem spritzt das Fett nicht so einfach aus der Pfanne, da der Rand so hoch ist.

In Servierpfannen können Sie besonders große Speisemengen fertigen. Anders als herkömmliche Bratpfannen verfügen Modelle in dieser Kategorie über zwei Griffe und keinen Stil. Dadurch wird der Transport der Pfanne stabilisiert, da Sie das Gewicht auf beide Hände gleichmäßig verteilen. Aluguss-Servierpfannen können Sie nach dem Kochen auf den Tisch stellen und das Essen bleibt dank der guten Wärmeleitung länger warm.

Aluguss-Grillpfannen haben mit zwei bis vier Zentimetern einen eher kleinen Rand. Wie der Name bereits verrät, können Sie mit diesen Pfannen Ihre Speisen ähnlich wie auf einem Grill zubereiten. Durch die hochstehenden Rillen wird dem Essen nicht nur das typische Muster verliehen – Speisen garen schonender, da sie keinen vollen Kontakt zum Pfannenboden haben.

In vielen Küchen hat das Induktionskochfeld bereits Einzug erhalten. Aluguss-Pfannen sind häufig nicht induktionsfähig. Viele Marken verbauen daher einen bestimmten Boden, der magnetisch ist, damit Sie diese Pfannen auf allen Herd-Arten verwenden können.

Ein Aluguss-Pfannen-Testsieger können Sie in verschiedenen Größen erwerben. So können Sie für kleinere Speisemengen auch eine kleinere Pfanne verwenden. Das spart Energie. Ist die Pfanne zu klein für das Kochfeld, strömt unverbrauchte Energie außen vorbei. Durch die Hitze an der Außenseite kann die Pfanne zudem beschädigt werden.

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Pfannen aus Aluguss sind in der Regel mit einer Beschichtung überzogen. Dadurch brauchen Sie weniger Fett zum Braten und das Reinigen der Aluguss-Pfanne wird Ihnen erleichtert.

1.2. Handhabung: Leichte Aluguss-Pfannen nur 800 Gramm

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Aluguss-Pfannen können Temperaturen bis 220 °C aushalten. Beschichtung und Griff sind nicht immer hitzeresistent.

Für eine einfache Handhabung der Pfanne spielt vor allem das Gewicht eine Rolle. Damit Sie die Pfanne während des Kochens mühelos von der Kochstelle nehmen können, sollte das Eigengewicht der Pfanne aus Aluguss möglichst gering sein.

Zu dem Gewicht der Pfanne kommt das der Speise dazu. Kochen Sie eine große Menge, kann es schwierig sein, die Pfanne anzuheben. Je weniger das Kochgeschirr wiegt, desto einfacher ist der Transport für Sie.

Der Stiel der meisten Aluguss-Pfannen besteht aus Kunststoff. Dieser ist so geformt, dass Sie die Pfanne komfortabel anheben können. Beim Kochen bleibt der Kunststoff-Griff kalt. Allerdings sind diese Griffe nur selten backofenfest. Achten Sie daher auf die Angaben der Hersteller, ob Sie die Pfanne in den Ofen stellen können.

Einige Aluguss-Pfannen verfügen über einen abnehmbaren Griff. So können Sie den Kunststoffgriff trennen und die Pfanne bei höheren Temperaturen (in der Regel bis 200 °C) in den Backofen stellen. Die Marke Woll ist bekannt für ihre Pfannen mit abnehmbarem Griff.

Damit Soßen und Sude ohne Tropfen und Kleckern aus der Pfanne gegossen werden können, ist ein sogenannter Schüttrand vorteilhaft. Zudem spritzen Fett und Soßen nicht so schnell auf den Herd, wenn die Ränder höher sind. Außer bei Grillpfannen ist daher ein Rand ab sechs Zentimetern empfehlenswert.

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Benutzen Sie in einer beschichteten Pfanne keine scharfen Gegenstände zum Wenden. Verwenden Sie Holzbesteck, um die Beschichtung nicht zu zerkratzen.

1.3. Eigenschaften: Beschichtung fast immer PFOA-frei

In diversen Aluguss-Pfannen-Tests wird das Kochgeschirr auf seine Eigenschaften untersucht. Hierzu zählt die Beschichtung, die Hitzebeständigkeit im Backofen und ob die Pfanne in der Spülmaschine abgewaschen werden kann.

Eine Aluguss-Pfanne mit Beschichtung hat den Vorteil, dass Ihre Speisen beim Kochen nicht am Pfannenboden kleben bleiben. Haben Sie bereits mit einer Gusseisenpfanne gekocht, wissen Sie, dass Fisch, Fleisch und Gemüse am Boden haften. Durch die Beschichtung wird dies verhindert.

Meist besteht die Beschichtung aus PTFE (Polytetrafluorethylen; auch als Teflon bekannt). Auch wenn Ihnen diese Beschichtung zerkratzen sollte, haben Aluguss-Pfannen-Tests gezeigt, dass der Verzehr kleiner Partikel nicht gesundheitsschädlich ist.

PFOA-freie Aluguss-Pfannen: PFOA steht für Perfluoroctansäure. Dieser Stoff steht im Verdacht krebserregend und leberschädigend zu sein. Die meisten Pfannen-Hersteller verzichten bei ihren Beschichtungen daher auf PFOA.

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Die Wärme bleibt in Aluguss-Pfannen lang gespeichert. Speisen bleiben nach dem Kochen weiterhin warm.

In seltenen Fällen ist die Aluguss-Pfanne mit einer Keramikbeschichtung ausgestattet. Diese Beschichtung ist ebenfalls nicht gesundheitsschädlich und dazu sehr hitzebeständig. Sie können Keramikpfannen besonders einfach reinigen.

Wollen Sie die Aluguss-Pfanne schnell reinigen, sollten Sie darauf achten, ob das Kochgerät in die Spülmaschine gegeben werden darf. Achten Sie auf die Angabe der Hersteller. Bei Nichtbeachtung kann die Beschichtung in der Spülmaschine durch das Spülmittel und die Salze beschädigt werden.

Kaufen Sie eine Aluguss-Schmorpfanne oder eine Aluguss-Großraumpfanne, sollten Sie darauf achten, dass ein passender Glasdeckel mitgeliefert wird. Damit die Speise bei niedrigen Temperaturen köcheln kann, sollte möglichst wenig Wasser entweichen, weswegen ein Deckel benötigt wird.

Eine Aluguss-Pfanne mit 28 cm Durchmesser nimmt im Küchenschrank viel Platz ein. Dank der Aufhängeösen in den Griffen können Sie die Pfanne an einem Haken aufhängen. So bleibt Ihnen mehr Platz in den Schränken.

Empfehlung: Eine Aluguss-Bratpfanne hat im Gegensatz zu Edelstahlpfannen den Vorteil, dass Wärme lang gespeichert wird und die Hitze sich schnell und gleichmäßig im Pfannenboden verteilt.

Pfannen mit dem Durchmesser 28 cm sind sehr beliebt. Sie sind geeignet für Kochplatten mit 22 cm Durchmesser. Um Energieverlust und Beschädigungen an der Pfanne zu vermeiden, sollte der Pfannenboden genau auf die Platte passen.

Viele Aluguss-Pfannen sind für Induktion geeignet. Hier wurde ein spezieller, magnetischer Boden verbaut. Ohne diesen Boden sind diese Aluguss-Bratpfannen nicht für Induktionsherde geeignet. Sind Sie unsicher, ob die Pfanne induktionsgeeignet ist, schauen Sie auf die Unterseite der Pfanne. Auf dem Boden sind verschiedene Symbole abgebildet. Ein Spiral-Symbol signalisiert, dass die Aluguss-Pfanne induktionsgeeignet ist.

Eine leichte Pfanne lässt sich einfacher mit Speisen transportieren. Wollen Sie große Mengen kochen, ist ein hoher Pfannenrand ratsam. So spritzen Soßen, Sude und Fett seltener auf die Kochplatte. Zudem können Sie eine größere Menge an Soße kochen, ohne dass es überläuft.

Nur wenige Aluguss-Bratpfannen sind backofenfest. Kann der Griff nicht abgenommen werden, achten Sie unbedingt auf die Herstellerangaben. Kunststoffgriffe können im Ofen beschädigt werden. Auch die Beschichtung hält diese Belastung nicht immer aus.

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Eine zerkratzte Beschichtung ist nicht gesundheitsschädlich. Wenn Sie kleine Partikel mit dem Essen zu sich nehmen, besteht keine Gefahr für den Körper. Trotzdem sollten Sie Holzbesteck verwenden, da eine beschädigte Beschichtung nicht mehr richtig funktioniert.

2. Überzeugen Modelle in verschiedenen Aluguss-Pfannen-Tests mit einer besonders guten Wärmeleitung?

aluguss pfanne edelstahl

Dank einer Beschichtung aus Keramik oder PFOA benötigen Sie nur wenig Fett zum Kochen.

Wie viele andere Pfannen werden auch Modelle aus Aluguss häufig überprüft. Überzeugen kann dieses Kochgeschirr vor allem mit der guten Wärmeleitfähigkeit. Viele Tester sehen Aluguss als gute Mischung aus Aluminium-Pfannen und gusseisernen Pfannen. Durch das Aluminium sind die Pfannen leichter, aber genauso robust wie gusseiserne Modelle.

Durch die qualitativ hochwertige Beschichtung benötigen Sie zum Kochen nur noch wenig Fett. Zudem lassen sich diese Pfannen sehr einfach reinigen und das Essen brennt nur selten an.

Die Stiftung Warentest hat das letzte Mal in ihrer Ausgabe 01/2011 Aluguss-Pfannen getestet. Neben Pfannen aus Aluguss untersuchte das Institut auch Bratpfannen aus Edelstahl und Aluminium. Unter den Aluguss-Pfannen konnte die Silit Tempera mit der Note „Gut“ überzeugen.

Aluguss vs. Aluminium: Neben Kochgeschirr aus Aluguss können Sie welches aus Aluminium kaufen. Auch wenn Aluminium die Basis bildet, ist der Herstellungsprozess ein anderer. Pfannen und Töpfe aus Aluminium werden in der Regel in Form gepresst oder geschmiedet. Beim Aluguss wird das flüssige Aluminium in eine Form gegossen, wo es dann aushärtet. Aluguss-Pfannen können einfacher in unterschiedlichen Ausführungen (Dicke der Wände und des Bodens) angefertigt werden.

aluguss pfanne vergleich

Eine Aluguss-Pfanne mit Deckel hat mehrere Vorteile: Wasser verdunstet langsamer und Ihre Speisen bleiben länger warm.

3. Aluguss vs. Gusseisen: Sind Aluguss-Pfannen leichter?

Wenn von Aluguss die Rede ist, kommen vielen Leuten auch sofort Gusseisen-Pfannen in den Sinn. Aber worin genau besteht eigentlich der Unterschied zwischen diesen Pfannen? Abgesehen vom Material werden die Pfannen auf ähnliche Weise hergestellt: Das flüssige Aluminium bzw. das flüssige Eisen wird in eine Form gegossen und dort ausgehärtet.

Weitere Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile haben wir in folgender Tabelle aufgelistet.

Aluguss-Pfanne Gusseisen-Pfanne
aluguss pfanne gesundheit aluguss pfanne gusseisen
+ gute Wärmeleitfähigkeit

+ Wärme bleibt lange erhalten

+ robust

+ einfache Reinigung dank Beschichtung

+ meist mit Antihaftbeschichtung (kein Kleben von Speisen)

- selten backofenfest

- Beschichtung kann durch Metallbesteck beschädigt werden

+ gute Wärmeleitfähigkeit

+ Wärme bleibt lange erhalten

+ robust

+ backofenfest (ohne Griff)

+ Patina durchs Braten (ähnlich einer Beschichtung)

- besonders schwer (bis zu drei Kilogramm)

- Reinigung eher schwierig

aluguss pfanne 28 cm

Bratpfannen aus Aluguss sind in der Regel rund. Dadurch wird den Speisen viel Platz geboten und auch Pfannkuchen sind kein Problem. Suchen Sie eine eckige Aluguss-Pfanne, ist es meist eine Grillpfanne. In dieser können Sie Speisen ähnlich wie auf dem Grill zubereiten.

4. Fragen und Antworten rund um Aluguss-Pfannen

4.1. Sind Aluguss-Pfannen gesundheitsschädlich?

Verschiedene Aluguss-Pfannen-Tests beweisen: Nein, diese Pfannen sind nicht gesundheitsschädlich. Aluminium ist zwar die Basis dieser Pfannen, jedoch ist dieser Stoff auch in Leitungswasser und einigen Lebensmitteln zu finden. Die Menge, welche beim Kochen an das Essen abgeben wird, ist so gering, dass es dem Körper nicht schadet.

Haben Sie dennoch Bedenken, sollten Sie zu einer Aluguss-Pfanne mit Beschichtung greifen. Dadurch kommen Ihre Speisen nicht direkt in Kontakt mit dem Aluminiumguss.

4.2. Muss die Aluguss-Pfanne eingebrannt werden?

Die meisten Aluguss-Pfannen sind mit Beschichtungen ausgestattet. Diese Pfannen müssen Sie nicht einbrennen. Kaufen Sie eine Aluguss-Pfanne ohne Beschichtung, muss diese ähnlich wie eine gusseiserne Pfanne eingebrannt werden.

Durch das Einbrennen entsteht in der Pfanne eine natürliche Schutzschicht, die Patina genannt wird. Nehmen Sie ein hocherhitzbares Fett und erhitzen es in der unbeschichteten Pfanne. Geben Sie anschließend ein paar Kartoffelscheiben dazu und braten Sie diese, bis sie schwarz sind.

Lassen Sie Pfanne mit Inhalt gut abkühlen und wischen die Pfanne nur mit einem Stück Küchenrolle aus. Dadurch bleibt ein Fettfilm in der Pfanne, wodurch Sie beim nächsten Kochgang weniger Fett brauchen und das Essen mehr Aroma erlangt.

Vorsicht beim Einbrennen: Beim Einbrennen kann es zu einer starken Rauchentwicklung kommen. Öffnen Sie also ein Fenster und schalten Sie den Feuermelder für kurze Zeit aus.