Bevor Sie einen Pump-Booster (ESN und Co.) kaufen, sollten Sie einen Blick auf die genauen Booster-Inhaltsstoffe werfen. Citrullin-L und Arginin sind die wichtigsten Zutaten für den Pump. Einige Produkte enthalten aber noch mehr Zutaten – auch von denen sollten Sie gehört haben, um die Wirkung eines gutes Boosters einschätzen zu können.
3.1. Wirkt nicht, wie man will: Die Krux mit den Pump-Boostern
Der beste Testo-Booster?
Sie suchen den besten Testo-Booster? Da müssen wir Ihnen den Wind aus den Segeln nehmen: Auch Produkte mit vermeintlichen Testo-Boostern wie Maca oder Tribulus terrestris wirken sich nicht nachweislich auf den Testosteronspiegel aus.
Jeder Körper reagiert anders auf Fitness-Supplements. Der eine glänzt in Höchstform, während der andere sich fragt, warum der Kontostand schrumpft und der Bizeps nicht wächst.
Gerade bei Pump-Boostern ist die Wirkung kaum abzusehen. Arginin sorgt bei einigen Trainierenden für einen starken Pump, bei anderen wirkt nur Citrullin. Und wenn man Pech hat, wirken beide nicht.
Pump-Booster sind keine echten Muskel-Booster, sie wirken nur kurzzeitig und selten durchschlagend. Wenn Ihnen der Pump dennoch besonders wichtig ist, sollten Sie es mit Arginin oder Citrullin versuchen.
Wenn Sie außerdem wacher und stärker sein wollen, empfehlen wir ihnen einen Blick auf unseren Trainingsbooster-Vergleich. Dort finden Sie Booster mit Mitteln wie Creatin, das nachweislich die Kraft steigert.

3.2. Arginin, Citrullin und Co.: Durchblick im Aminosäuren-Dschungel
Aminosäuren sind die Bestandteile, aus denen Proteine bestehen. Und Protein braucht der Körper, um neues Gewebe zu bilden und bestehendes zu regenerieren. Deswegen sind Protein und Aminosäuren für den Kraftsport besonders wichtig. Für den „Pump-Effekt“ sorgen Aminosäuren wie Arginin, Citrullin oder Ornithin. Aber was ist eigentlich was?
Arginin
Arginin gilt schon seit vielen Jahren als die Aminosäure, die den Pump fördert. Sie ist semi-essentiell, das heißt, der Körper kann sie selber herstellen oder über die Nahrung aufnehmen. In einer Stresssituation, z.B. schwerer körperlicher Belastung (Training), braucht der Körper mehr Arginin, als er herstellen kann, und ist auf externe Zufuhr angewiesen.
Beim Kraftsport ist die Auswirkung von Arginin auf die Stickstoff-Synthese (NO-Synthese) entscheidend, denn der Körper braucht eine positive Stickstoffbilanz für den Muskelaufbau.
Außerdem erweitert Stickstoff die Gefäße, dadurch fließt mehr Blut durch den Muskel. Das verstärkt den Pump-Effekt. Also braucht man eigentlich nur Arginin, oder? Wofür Arginin-Alpha-Ketoglutarat oder Citrullin?
Arginin-Alpha-Ketoglutarat (AAKG)
AAKG ist Arginin, das mit Alpha-Ketoglutarsäure reagiert hat. Diese Säure dient als Stickstofftransporter. AAKG besteht also aus Arginin, das zu Stickstoff wird und aus Alpha-Ketoglutarsäure, die Stickstoff transportiert.
In Studien mit Tieren wirkte AAKG stärker als reines Arginin. Das lässt sich zwar nicht 1:1 auf den Menschen übertragen, deutet aber auf eine bessere Wirksamkeit hin.
Citrullin
Citrullin ist seit 2014 auf dem Markt. Denn genau in diesem Jahr stellte man fest, dass eine Einnahme von Citrullin den Argininspiegel dauerhaft stärker erhöht als die Einnahme von Arginin selbst.
Bei einer Dosis von 5 bis 10 g am Tag verdoppelt sich der Arginin- und Ornithin-Spiegel im Blut.
Dadurch stimuliert Citrullin die Stickstoff-Synthese, verbessert die Durchblutung und fördert den Pump. Am besten wirkt Citrullin, wenn es als Citrullin-Malat eingenommen wird, weil dem Muskel mit dieser Kombination mehr Energie zur Verfügung steht.
Arginin, AAKG oder Citrullin? Es gibt keine eindeutige Antwort. Die Mittel schlagen je nach Anwender verschieden an. Wir empfehlen: selber ausprobieren!
3.3. Niedrige Dosierung bei Isolaten sorgt für lange Haltbarkeit
Wie in der obigen Typentabelle erklärt, gibt es Pump-Booster als Isolat oder Mischung. Damit die Booster wirken, muss der Wirkstoff entsprechend dosiert werden. Weil in den Mischungen viele verschiedene Wirkstoffe enthalten sind, ist die einzunehmende Gesamtmenge an Pulver viel höher als bei den Isolaten, denn hier ist ja nur ein Wirkstoff enthalten.
Bei den Isolaten nehmen Sie deswegen pro Portion nur eine kleine Menge zu sich – rund 5 g pro Portion. Bei den Mischungen sind es bis 25 g.
Der Verbrauch an Booster-Pulver ist bei Mischungen fünfmal höher als beim Isolat!
Dadurch leert sich Misch-Booster-Vorrat sehr schnell. Das Isolat hält länger, bevor Nachschub nötig wird.
Hallo,
Sie schreiben ja von DMHA Booster und co, haben Sie dazu auch ein Vergleich wo sie auch über die Risiken schreiben?
LG Thomas
Guten Tag Thomas,
danke für Ihr Interesse an unserem Vergleich! Aktuell planen wir keinen DMHA-Booster-Vergleich. Das liegt ganz einfach daran, dass die Vorgänger DMAA und DMBA als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Einstufung auch für DMHA-Booster folgen wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, DMHA zu nutzen. Es kann zu schweren Nebenwirkungen wie Hirnblutungen kommen. Chemisch gesehen ist es ein Abkömmling vom Amphetamin. Es gibt keine Studien über Langzeitfolgen.
Am Ende entscheiden Sie natürlich selbst, was Sie Ihrem Körper zuführen. Aber denken Sie dran: Sie haben nur den einen Körper!
Beste Grüße
Ihre Vergleich.org-Redaktion