Ihr Körper besteht zu rund 70 % aus Flüssigkeiten: intrazelluläre, extrazelluläre Flüssigkeiten und Blut.
Als intrazelluläre Flüssigkeiten werden die Flüssigkeiten bezeichnet, die sich im Inneren Ihrer Zellen befinden. Die extrazelluläre Flüssigkeit beschreibt die Flüssigkeit, die Ihre Zellen umgibt, zu der auch die Lymphe mit ihren Lymphbahnen gehören.

Durch langes Sitzen pumpt Ihre Wadenmuskulatur Blut und Flüssigkeit nur abgeschwächt zurück zur Körpermitte. Auch Wadenkrämpfe können vermehrt auftreten.
Über das Blut werden Nährstoffe in Ihrem Körper verteilt und Abfallstoffe des Stoffwechsels abtransportiert. Dafür muss das Blut stetig durch Ihre Venen, Arterien und sogenannte Kapillaren gepumpt werden – auch entgegengesetzt der Schwerkraft. Damit dieser Kraftakt gelingt, müssen Ihre Wadenmuskeln pumpen und gleichzeitig der Sog von Ihrem Herzen und anderen Muskelbewegungen so groß sein, dass ein ständiger Blutfluss entsteht.
Ihre Wadenmuskelpumpe ist jedoch nur richtig aktiv, wenn Sie sich bewegen. Verharren Sie beispielsweise bei der Arbeit länger in einer Körperhaltung – egal ob sitzend oder stehend – kommt es zu einer Kettenreaktion: Das venöse Blut sackt ab, der Gefäßdruck steigt, der Flüssigkeitsaustausch wird verlangsamt, wodurch sich Ihre Gefäße ausdehnen. Venenerkrankungen wie Schwellungen, Krampfadern, Venenentzündungen oder Thrombose können sich entwickeln.
Spätestens, wenn Sie folgende Symptome bei sich entdecken, sollten Sie einen Arzt konsultieren:
- geschwollene Knöchel
- geschwollene Füße
- dauerhaft geschwollene Beine – oder auch nur an einem Bein
- Besenreiser und Krampfadern
- verfärbte oder veränderte Haut an den Beinen
- schmerzende Beine
Häufig treten Schwellungen an den Füßen gemeinsam mit anderen Symptomen auf und sind die ersten Anzeichen, die Sie tatsächlich bemerken – weil beispielsweise Ihre Schuhe plötzlich unangenehm eng sind.
Lassen Sie die Symptome bitte immer von einem Arzt beurteilen, um Erkrankungen Ihrer Organe (z. B. Herz-, Nierenschwäche, Lebererkrankung) oder andere Krankheitsbilder wie beispielsweise Diabetes auszuschließen.

Krampfadern sollten vom Arzt per Ultraschall untersucht werden. Wenn dieser es für notwendig hält, kann er ein Venen-Massagegerät auf Rezept verordnen – Krankenkassen müssen diese (bspw. das Venenmassagegerät SFM 90) dann ganz oder anteilig finanzieren.
Hallo, wie lange und wie oft sollte man die Geräte benutzen? Danke!
Liebe Claire,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Vergleich von Venen-Massagegeräten.
Die Behandlung sollte individualisiert erfolgen – fragen Sie am besten Ihren Arzt nach der für Sie besten Variante. Grundsätzlich können wir Ihnen folgende allgemeine Orientierungspunkte geben: Einer täglichen Anwendung von 15 Minuten sollte bei leicht geschwollenen Beinen und Füßen nichts im Wege stehen.
Bitte fragen Sie Ihren Arzt auch nach dem für Sie besten Massagedruck. Er sollte nicht zu schwach sein, da sonst der erhoffte Effekt ausbleibt, aber auch nicht zu stark, um stark strapazierte Venen nicht zu verletzen. Sie sehen also, dass der ideale Druck vom Zustand Ihrer Venen abhängig ist, und den kann nur ein Facharzt per Ultraschall beurteilen.
Wir wünschen Ihnen eine gesunde Zukunft.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team